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UncleBens
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XP 267
Eintrag: 26.04.2018

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The First Avenger: Civil War

(Originaltitel: Captain America: Civil War)
Herstellungsland:USA, Deutschland (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Science-Fiction, Thriller
Alternativtitel:Captain America 3
Captain America: Serpent Society
Captain America: The Fallen Son

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,65 (39 Stimmen) Details
inhalt:
THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR beginnt genau dort, wo „Avengers: Age Of Ultron“ aufgehört hat. Unter Führung von Captain Steve Rogers ist das neue Team der Avengers weiterhin für den Erhalt des Friedens im Einsatz, als sie in einen internationalen Vorfall verwickelt werden, der erhebliche Kollateralschäden verursacht. Schnell werden Forderungen nach einem neuen Führungsgremium laut, das entscheidet, wann die Dienste der Avengers wirklich benötigt werden. Der neue politische Druck und das daraus entstehende Kräfteringen treiben das Team langsam auseinander und spalten es in zwei Lager. Das eine wird angeführt von Steve Rogers und seinem Wunsch, die Freiheit der Avengers aufrechtzuerhalten und sie in ihrer Arbeit zum Schutz der Menschheit vor jeglicher Einmischung der Regierung zu schützen. Das andere Lager folgt Tony Stark und seiner überraschenden Entscheidung, die Avengers unter staatliche Kontrolle und Verantwortung zu stellen. Unüberwindbare Gräben tun sich auf – gerade als ein neuer, ruchloser Feind auf der Bildfläche erscheint.
eine kritik von unclebens:

Superheldenfilme gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Marvel veröffentlicht jährlich mehrere Filme, DC ebenso. Manche sagen, der Superhelden-Filmmarkt ist heutzutage so überfüllt, dass es neue Solofilme immer schwerer haben werden, wirklich erfolgreich zu sein (es sei denn, man schwimmt auf der Welle aktueller Themen mit und bringt einen Film raus, der sich mal was traut). In gewisser Hinsicht kann ich dem auch zustimmen. Besonders das MCU erkrankt meiner Meinung nach zusehenst an der Ideenlosigkeit des Aufbaus. Doch mit "Captain America: Civil War" verspricht Marvelchef Kevin Feige, dass sich im MCU einiges ändern wird und "Civil War" den großen Umbruch darstellt. Marketing oder doch eine große Ankündigung?

In "Captain America: Civil War" gehts um die Avengers, welche zu einer neuen Mission gerufen, die jedoch in einem großen Desaster in Fom von verlorenen, unschuldigen Menschenleben endet. Dadurch, und durch diverse andere Vorkommnisse aus vergangenen Missionen, sieht sich die Regierung gezwungen, die Fähigkeiten der Avengers stark einzuschränken. Und zwar so weit, dass die Avengers nur noch dann gerufen werden, wenn die Regierung es für nötig hält. Steve Rogers ist vollkommen dagegen und sieht es als Recht für die Avengers an, die Missionen weiterhin unabhängig von der Regierung zu erledigen. Tony Stark wiederum erfuhr vorher schon, dass ein kleiner Junge bei einen der Kämpfe starb und will der Regierung daher zustimmen. Dadurch kommt es zu einem Streit zwischen den beiden, wodurch es zu einer Konfrontation kommt, in welcher sich die jeweilgen Helden entscheiden müssen, für welche Seite sie kämpfen wollen. Es bricht ein Krieg zwischen den Avengers aus!

Geschichtlich wird uns hier erstmals ein Superheldenfilm von Marvel und Disney präsentiert, welcher sich sowohl auf die Avengers selber konzentriert, als auch politische und vor allem moralische Themen verstärkt mit einbaut und somit den Zuschauer zum Nachdenken anregt. "CA-Civil War" ist keineswegs der 0815 Superhelden-Blockbuster, wie man ihn schon dutzende Male gesehen hat. Dieser Film zeigt Konflikte, welche man durchaus auch in die reale Welt einordnen kann und dadurch umso spannender, mitreizender und vor allem frischer daher kommt, wie ich es mir schon immer gewünscht habe! Hierbei setzen die Autoren Stephen McFeely ("Captain America: The Winter Soldier", "Thor: The Dark World", "Pain & Gain") und Christopher Markus (Captain America: The Winter Soldier", "Thor: The Dark World", "Pain & Gain") besonders auf Dialoge, welche die jeweiligen Seiten beider Parteien darstellen und dem Zuschauer somit die Möglichkeit geben, sich selber ein Bild davon zu machen. Daher braucht man meiner Meinung nach auch die Laufzeit von knapp 2h30min.

Besonders positiv sticht hier die Dosierung der Actionsequenzen heraus. Anfangs wird einem verhältnismäßig selten Action geboten, da es hauptsächlich um die Gewissensfrage an sich geht. Sollte man ein paar Hundert Menschenleben riskieren, um damit möglicherweise Hunderttausende Menschen zu retten, oder setzt man eher auf die Arbeit der Regierung, welche eher dafür sorgen will, dass die Verbrecher inhaftiert werden und es somit zu keinem verlorenen Menschenleben kommt. Wobei man dazu sagen muss, dass eine Verhaftung auch nicht immer reibungslos abläuft. Action ist hier Nebensache und man hat hier tatsächlich dazu gegriffen, den Schauspielern ihre Rollen auch spielen zu lassen, statt ständig nur die Action zu zeigen. Eine hervorragende Lösung, wie ich finde, welche diesen Film um einiges interessanter macht.

Schauspielerisch ist das wohl der beste MCU-Film bisher! Wie eben schon erwähnt, konnten die Darsteller ihre Figuren wirklich verkörpern, den Emotionen freien Lauf lassen und ihr Talent unter Beweis stellen. Und was soll man sagen? Sie Können es! Sei es Chris Evans, Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Paul Rudd etc...ALLE konnten hier endlich ihr jeweiliges Talent beweisen und am meisten konnten mich wirklich Robert Downey Jr., sowie Chris Evans überzeugen! Beide präsentieren den Zuschauern wirklich Emotionen, die sich bei den beiden real anfühlen. Man glaubt den beiden einfach, dass sie gerade in einer äußerst schwierigen Lage stecken, welche, bei der falschen Entscheidung, auch wieder unschuldige Leben kosten kann. Beide tragen unglaubliche Lasten auf ihre Schultern und wissen nicht, wie sie sich richtig entscheiden können...bis es schließlich zum Krieg zwischen den Leuten kommt!

(Fast) alle anderen Darsteller kommen problemlos an die Performance beider Hauptdarsteller ran. Sie hadern ebenfalls mit sich, ob sie die Entscheidung der US Regierung unterstützen oder doch eher "rebellieren". Wer meines Erachtens jedoch viel zu kurz kommt, ist Daniel Brühl, welcher den Bösen verkörpert und das gar nicht mal soooo schlecht macht. Jedoch war er hier vollkommen unnötig, da der Krieg zwischen den Avengers bedeutend interessanter ist, als Marveltypisch wieder einen Bad Boy zu zeigen, der wie immer die Welt vernichten. Zwar hat man hier noch versucht, Daniel Brühl einen Sinn zu geben, jedoch wirkt dies hier mehr erzwungen, als wirklich durchdacht eingeführt und somit war der Böse hier nicht so wirklich nötig!

Außerdem kann ich mit dem neuen Spider Man rein gar nichts anfangen. Er wirkt einfach ZU kindlich, was selbstverständlich noch mehr Humor ins MCU pressen soll. Aber ein erwachsenerer Spider Man hätte mir bedeutend besser gefallen.

Die Inszenierung der Russos hats definitiv in sich! Zwar wurde die Action anfangs etwas holprig in Szene gesetzt, in Form eines enorm verwackelten Bildes sowie eines hysterischen Schnittes, aber im Laufe von "Civil War" fangen sich die Brüder in ihrer Regie und bieten zum Teil hervorragende Action mit besonders viel Spannung, Dramatik sowie Epic! Was meiner Meinung nach leider zuhauf der Fall ist, ist der Einsatz von CGI. Während eines großen Kampfes auf einen (deutschen) Flughafen wurde so viel CGI eingesetzt, dass der ganze Kampf einfach nur billig aussah. Bitte nicht falsch verstehen, an sich wurde die Flughafenszene famos inszeniert, aber der übermäßige Einsatz von CGI tat dem ganzen nicht gut! Andererseits wurden hier auch genügend Nahkämpfe mit toller Choreo gezeigt, sodass man über das CGI Massaker hinwegsehen kann. Abseits dessen Punkten die Russos aber mit vielen, tollen Ideen, wie man die jeweiligen Avengers am besten darstellen kann. Außerdem sind viele Gags richtig gesetzt und besonders der finale Kampf wurde so mit Dramatik versehen, dass ich persönlich die Gänsehaut bekam. Generell halte ich den finalen Kampf für einen der bestinszenierten und gleichzeitig epischsten Momente des MCU...zumindest bis ich "Avengers: Infinity War" gesehen habe.

Musikalisch wird einem hier leider Standardware geboten. In großen Actionszenen wurde hier natürlich spannungsgeladene Musik eingesetzt. In ruhigeren Dialogsszenen kam entsprechend ruhige Musik zum Einsatz oder es wurde erst keine gespielt. So oder so dient der Score hier nur als Mittel zum Zweck und sticht 0 heraus. Dafür ist das Sounddesign an sich wieder einmal exzellent.

Erwähnenswert ist hier definitiv noch die Entwicklung nach "Civil War"! Bisher war es so, dass jeder Superheld in seinem Solofilm für sich selber stand und auch nach "Captain America 3" kamen noch Solofilme raus, die für sich selber stehen ("Black Panther", "Guardia 2", "Thor: Ragnarok") und es wird noch genügend von diesen Solofilmen nach "Avengers 3&4" geben. Aber "Captain America: Civil War" hat bereits einiges im MCU verändert und ist der Vorbote für das, was spätestens in "Avengers 4" eintreten wird: Die Runderneuerung des MCU. Bereits Robert Downey Jr. kündigte an, dass er den Iron Man nach Vertragsende nicht mehr spielen wird und auch einige andere Darsteller kündigten ihr Ende an. Und man merkt es in diesem Film definitiv. Nach dem "Civil War" ist nichts mehr, wie es vorher war. Die Truppe ist zerstritten und viele ließen verlauten, dass sie aus ihrer Rolle des Superhelden zurücktreten werden. Kurz gesagt: "Captain America: Civil War" wird zum Ende hin besonders für Fans des MCU traurig und ich finde es gut, dass die Russo-Brüder den großen Abschied bereits relativ weit im Voraus planen und besonders auf die Comicvorlage achten, auch wenn der eine oder andere Charakter im Comic stirbt und hier überlebt hat. Dafür wird es im dritten und vierten Avengers genügend Tote zu beklagen geben.

Unterm Strich ist "Captain America: Civil War" ein mutiger und vor allem richtiger Schritt in ein spannenderes Kinouniversum, welches noch ein paar überraschende Wendungen mit sich bringen wird. Klar hat dieser Film auch Schwächen, z. B. ein unnötiger Bösewicht, weil der Konflikt zwischen den Avengers selber schon interessant genug ist. Außerdem hätten die Russo-Brüder die Inszenierung am Anfang besser Händeln können. Aber im Gesamtpaket ist "Captain America 3" der bisher beste MCU Film aus meiner Sicht und ich kann jedem den Film ans Herz legen.

9/10
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Kommentare

26.04.2018 23:58 Uhr - TheRealAsh
1x
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Das ist aber wirklich mal eine sehr gute rezi von dir, klasse gemacht! Den hab ich noch nicht gesehen, aber den ersten captain, der mir ziemlich gut gefallen hat. Das Problem mit dem ganzen Zeug ist halt, dass da so viel rauskommt und ich nicht immer Bock drauf hab

27.04.2018 08:15 Uhr - Insanity667
1x
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Hut ab, Onkel! Schön ausführlich und schlüssig besprochen! Einzig in einem Punkt muss ich dir widersprechen: Robert Downey Jrs. Rückzugsplan aus dem MCU ist nicht wirklich bestätigt. Vielmehr war es nur eine PR - Nummer, die von Chris Evans ausgelöst wurde. Da gibt es viel eindeutigere Fälle, bei denen es sicher ist, dass sie aufhören werden. Ich hab "Infinity War" gesehen und so traurig ist er für Fans der vorigen Generation eigentlich nicht, ganz im Gegenteil. :)

27.04.2018 12:22 Uhr - Ivan_Danko
1x
User-Level von Ivan_Danko 5
Erfahrungspunkte von Ivan_Danko 313
Ja, hat mir auch sehr gut gefallen, dein Review! Eine famose Steigerung zu den Anfängen. Auch wenn ich nicht der überdrüber Comic-Verfilmungs-Fan bin, hast Du mir den Film damit sehr schmackhaft gemacht. Und die doch längeren Ausführungen haben keine Sekunde geschadet, liest sich alles rund und interessant. Tolle Arbeit!

27.04.2018 15:36 Uhr - UncleBens
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Ganz großes DANKE für euer Feedback und Lob. Es beeindruckt mich einfach, wie gut meine Reviews bei euch mittlerweile ankommen.

@Insanity
Laut Filmstarts, welche eine, in meinen Augen durchaus Vetrauenswürdige Filmnewsseite ist, bestätigte Robert Downey Jr., dass er nach Vertragsende nicht mehr im MCU zu sehen sein wird bzw. nur noch für Cameos. Gleiches gilt für Chria Evans sowie für Chris Hemsworth. Außerdem bitte nicht Spoilern, denn ich will Infinity War UNBEDINGT noch sehen ohne vorher was zu wissen.

@Ivan
WOW, Danke :) Glaub mir, "Civil War" ist ein richtig starkr Film, der Streifen wie "Iron Man 2", "Thor 2&3" und "Spider Man Homecoming" Mühelos in den Schatten stellt. Einen Blick ists definitiv Wert.

02.05.2018 10:45 Uhr - JasonXtreme
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Ich kann nur sagen was ich bei Infinity War auch sage... gut geschrieben, hast Dich echt gemacht Onkelchen. Den Film mochte ich auch sehr gerne

05.05.2018 15:40 Uhr - The_Shield89
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Auch diese Review ist klasse geschrieben. Weiter so.

05.05.2018 19:31 Uhr - UncleBens
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Erfahrungspunkte von UncleBens 267
Vielen Dank an Jason und Shield :)

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