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Marvel's Luke Cage

Originaltitel: Luke Cage

Herstellungsland:USA (2016)
Genre:Action, Comicverfilmung, Drama, Krimi,
Science-Fiction, Thriller
Alternativtitel:Power Man
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,13 (8 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Nachdem Luke Cage (Mike Colter) durch ein sabotiertes Experiment übermenschliche Kraft und unzerstörbare Haut erhält, versucht er, im heutigen Harlem in New York City unterzutauchen und sich ein neues Leben aufzubauen. Doch schon bald muss er sein Schattendasein verlassen und einen Kampf um das Herz der Stadt führen. Dabei hat er keine andere Wahl als sich seiner Vergangenheit zu stellen, die er eigentlich für immer hinter sich lassen wollte. (NETFLIX)

eine kritik von g-hot77:

"Luke Cage" ist neben "DareDevil" und "Jessica Jones" die dritte Produktion des CINEMATIC UNIVERSE von MARVEL in Kooperation mit dem Streaming-Dienst NETFLIX. Nach der vierten Produktion "Iron Fist" werden diese vier Serien in einer Crossover-Produktion namens "The Defenders" enden, in der diese vier Helden Seite an Seite stehen werden.

Der schwarze Carl Lucas landet zu Unrecht im privaten Gefängnis "Seagate", wo er schließlich während eines geheimen Experimentes zur Verbesserung der Selbstheilungskräfte und dem zeitgleichen Mordversuch, unverwundbar und besonders stark wird, als seine DNS dabei mit der einer besonderen Muschel-Art verschmilzt. Dabei gelingt ihm die Flucht und er taucht unter dem neuen Namen Luke Cage in Harlem bei einer alten Legende des Ghettos in dessen Friseur-Salon und als Tellerwäscher unter. Als sein neuer Freund in Zusammenhang mit Gangster-Aktivitäten ums Leben kommt, tritt er aus dem Schatten und nimmt den Kampf mit den Gangster-Bossen Harlems auf. Dabei wird er von der Krankenschwester Claire Temple und dem weiblichen Detective Misty Knight unterstützt.

Ich muss zugeben, dass ich recht skeptisch war und obwohl ich ein großer MARVEL-Fan bin, anfangs ziemliche Vorurteile gegen den neuen Quoten-Schwarzen des MARVEL-Universums hatte, da er für mich irgendwie gefühlt nur ein Spin Off aus der "Jessica Jones"-Serie war, und obwohl ich diese Interpretation des kaputten weiblichen Ex-Superhelden eigentlich ziemlich geil fand, bin ich mit gemischten Gefühlen an Luke Cage ran gegangen.

Und so war ich doch recht positiv überrascht, als die Serie in meinem Empfinden richtig gut funktionierte. MARVEL und NETFLIX haben sich die erfolgreichen Komponenten der anderen zwei Produktionen genommen, diese mit ein paar neuen Komponenten gemischt und daraus ein doch recht solides Ergebnis geformt. Bei dieser Entwicklung fang ich doch ziemlich an mich auf die nächste Helden-Interpretation und vor allen Dingen auf die Vereinigung dieser vir Konzepte zu freuen. 

Was die Produktions-Partner übernommen haben, sind z.B. die Authentizität aus dem "Jessica Jones"-Konzept, so spielt sich auch hier alles in einem realen Stadtteil New Yorks ab und der Held braucht kein Kostum, sondern stapft im Kapuzen-Pulli mit übergezogener Kapuze durch die Staffel. Die beachtliche Gewalt und blutige Brutalität des "DareDevil"-Konzeptes wurden hier in Perfektion nochmal um ein Level gesteigert, von platzenden Köpfen aus naher Distanz bis zum Messer im Augapfel wird hier den Fans der härteren Gangart, die volle Palette des Gangster-Backgrounds geboten. Luke Cage selbst tötet natürlich nicht, aber da die Serie in Harlem spielt und sich um die schwarze Gangster-Welt dreht, entstehen hier natürlich reichlich Möglichkeiten es ordentlich zur Sache gehen zu lassen. Alle Effeckte wirken ordentlich handgemacht und sind schön anzusehen. 

Die einzelnen Folgen sind bei 12 Regisseuren und 9 Drehbuchautoren für 13 Episoden natürlich schon mal recht unterschieldich was den Stil angeht. Doch was bei der Serie durchgehend besonders positiv auffällt, ist eine enorme musikalische Intensität, wie es sie so bei noch keiner MARVEL-Produktion gegeben hat. Das wird hier ganz Klischee-mäßig natürlich der Hautfarbe des Helden bzw. 99 % des Casts, der geographischen Örtlichkeit, sowie dem thematischem Hintergrund der Serie gehuldigt. So ist von Hip Hop und Rap, über Soul und Jazz, bis hin zum Blues und Pop, alles im Hintergrund und Vordergrund dabei, was die schwarze Musik hergibt.

Die Serie nimmt sich ausreichend Zeit alle Charaktere zu zeichnen und in vielen Rückblicken einen Einblick zu geben wie die einzelnen Charaktere zu dem wurden was sie sind. So ist eigentlich die ganze Zeit immer Thema, wie unter den ganzen harten Schalen der Persönlichkeiten des Plots, doch immer wieder verletzbare Menschen und Opfer ihrer Vergangenheit stecken. Was die Action angeht, geht es die Serie meistens etwas ruhiger an und so stehen meist die Darstellung der sozialen Missstände und die Entwicklung der Gangster- bzw. Helden-Karierren im Vordergrund. Die Dialog-Lastigkeit stört auf Grund der sehr guten Besetzung und besonderen schauspielerischen Leistungen aber nicht. Alle Rollen hätten nicht besser besetzt werden können und mann nimmt den Schauspielern ihre Charaktere absolut ab.

MARVEL schafft es mal wieder erfolgreich die Serien ineinander zu verknüpfen, so wird hier immer wieder auf die Geschehnisse in Hell's Kitchen der anderen Serie angespielt und Bezug genommen, des Weiteren z.B. mit der Krankenschwester Claire Temple ein gemeinsamer Nenner zwischen allen Handlungen der Produktionen gefunden.

FAZIT:

Die Serie ist defintiv was für alle eingefleischten MARVEL-Fans und außerdem auch für alle die auf "phantastische Geschichten" mit Action und intensiver Charakter-Zeichnung stehen, sowie für alle, die den Gangster-Scheiß und schwarze Mucke mögen. Naturlich kein Grund, allein dafür einen NETFLIX-Account zu eröffnen, aber wer einen hat, sollte ruhig mal reinschauen.

8/10
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Kommentare

12.10.2016 13:27 Uhr - Watchman013
In meinen Augen die bisher schwächste Marvel Serie. Ich stimme dir zu, die Charakter sind gut gezeichnet und die Stimmung in der Serie stimmt über weite Strecken. Allerdings hat das schwache Finale für mich die ganze Serie nach unten gezogen.

13.10.2016 13:18 Uhr - g-hot77
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Erfahrungspunkte von g-hot77 2.995
12.10.2016 13:27 Uhr schrieb Watchman013
Allerdings hat das schwache Finale für mich die ganze Serie nach unten gezogen.


Das Finale ist nicht Mega-Spektakulär, da gebe ich dir Recht. Doch finde ich, passt es einfach zum Stil der Serie, dem Handlungsverlauf und vor Allem zum Helden der Serie.

13.10.2016 16:37 Uhr - cecil b
Moderator
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Ein guter Eindruck von der Serie, tolles Review!

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