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Doctor Strange

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Fantasy, Science-Fiction
Alternativtitel:Dr. Strange
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,96 (38 Stimmen) Details
inhalt:
In DOCTOR STRANGE steht der egozentrische, hochintelligente Neurochirurg Dr. Stephen Strange nach einem Autounfall bei dem seine wichtigsten Instrumente – seine Hände – schwer verletzt wurden, vor dem Nichts. Seine letzte Hoffnung auf Heilung führt ihn nach Tibet zu einem sonderbaren Einsiedler, doch überfällt ihn dort eine komplett neue, übernatürliche Realität. Nur sehr langsam schwinden seine Zweifel an der Existenz magischer Kräfte und beginnt er sich seiner wahren Begabungen und Fähigkeiten bewusst zu werden. Immer weiter dringt er in neue, mystische Dimensionen vor, doch als Mittelsmann zwischen Raum und Zeit, entdeckt er nicht nur kosmische Parallelwelten, sondern entfesselt auch deren dunkelste Mächte, die unserer Welt bisher verborgen blieben…
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von g-hot77:

Der Neuro-Chirurg Dr. Stephen Strange ist ein Guru in seinem Fach und an Arroganz, Überheblichkeit und in seinem aufgeblasenem Ego höchstens noch von Tony Stark ("Iron Man") zu übertreffen. Bei einem selbst verschuldeten Autounfall werden allerdings seine Wunder-Hände zerschmettert und so bricht sein Leben auseinander, als keiner seiner Kollegen noch weitere experimentelle medizinische Rettungsversuche unternehmen will. Er erfährt von der vollkommenen Genesung eines querschnittsgelähmten Patienten und wird von diesem nach Tibet zu der "Ältesten" und ihrem magischen Kreis geschickt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beginnt Dr. Strange sein Bewusstsein zu ändern und an eine Welt zu glauben, deren Existenz er immer belächelte und niemals für Real gehalten hätte und die ungeahnte Möglichkeiten, aber auch Gefahren birgt...

Wir mussten lange warten, bis wir mal wieder was aus dem Hause MARVEL zu sehen bekamen. Entschuldigt bitte diesen ironischen Seitenhieb, aber da der Comic-Riese ja in den letzten Jahren wie am Fließband produziert, darf man das bestimmt auch als Fan dieses Superhelden-Universums ruhig mal so sagen.

Und ja ich gebe ja zu, das die letzten Filme, bis auf wenige Ausnahmen ("Ant Man", " stark in Richtung Einheitsbrei tendierten, der sich in Struktur und Stil permanent wiederholt. Doch ich denke, mit "Doctor Strange" schafft es MARVEL mal wieder aus sich selbst auszubrechen und eine innovative Comicverfilmung abzuliefern, die sogar mal große Lust auf das obligatorische Sequel macht.

So bietet die für das MARVEL-Universum relativ neue Welt der Magie ein riesen Potential für neue Ideen und spektakuläre Spezial-Effekte. Diese bekommen wir im Film in Form von magischen Waffen, Astralreisen bzw. Astralkämpfen, der Spiegel-Dimension und Zeit-Zauberei präsentiert, so dass ich mich regelmäßig staunend mit offenem Mund erwischte. Regisseur Scott Derrickson ("Der Tag an dem die Erde still stand") hat sich hier wohl offensichtlich von den Effekten in "Inception" inspirieren lassen, kopiert diese Möglichkeiten aber nicht einfach, sondern reizt sie vollkommen aus und übertrifft diese in Perfektion. Also alleine für die Special F/X muss man den Film einfach schon sehen, denn das sprengt den üblichen MARVEL-Rahmen vollkommen und lässt sonstige Superhelden wie grauen Alltag aussehen.

<spoiler>

Vor allem das Finale setzt neue Maßstäbe, wo der Showdown der Guten gegen die Bösen in einem Szenario aus rückwärts-laufender Zeit abläuft, und um den Kampf herum sich ein zerstörtes Hochhaus wieder zusammen setzt.

</spoiler>

Was schauspielerische Leistung angeht, so liefert Benedict Cumberbatch („Star Trek Into Darkness“, "Sherlock") wirklich gute Arbeit ab. Sei es der arrogante Arsch am Anfang, dessen esoterische Wandlung oder auch die geläuterte Person am Ende nimmt man ihm ab. Was die Intensität der Charakterzeichnung angeht, geht der Film leider nicht allzu sehr in die Tiefe und auch der Werdegang des Doktors wird relativ schnell abgewickelt, aber das schadet einem Film dieser Art nicht zu sehr. Auch Tilda Swinton ("Michael Clayton") soll hier nicht unerwähnt bleiben, denn sie spielt die glatzköpfige "Älteste" und deren Ausstrahlung bzw. Weisheit sehr begnadet und gerade die Sticheleien zwischen ihr und Doctor Strange während seiner Ausbildung machen Spaß zu beobachten. Mads Mikkelsen, von dem ich seit "Hannibal" ein riesen Fan bin, kommt hier in der Rolle des Bösewichtes leider nicht so gut zur Geltung und man hätte mit so einem Schauspieler viel mehr aus der Rolle raus holen können.

Der Film bietet sehr viel Situationskomik, zu meist aus der Arroganz des Doktors und dem Umgang mit seinen Sidekicks oder des Bösewichtes heraus. Hier sei auch noch als wirklich lustiger und innovativer Nebendarsteller der Mantel von Strange erwähnt, der ein altes magisches Relikt ist und mit seinem Eigenleben den Film um viele schöne Momente bereichert.

Aus der Story hätte man natürlich noch viel mehr raus holen können, aber für weniger als zwei Stunden Blockbuster-Vergnügen darf man vielleicht auch nicht zu viel erwarten; und es muss ja auch noch Story für den zweiten Teil übrig bleiben. Der Humor im Film funktioniert sehr gut, doch hätte bei dieser Thematik etwas mehr Düsternis und Ernsthaftigkeit dem Film wahrscheinlich auch nicht geschadet.

 

FAZIT:

Zur Abwechslung mal wieder was Innovatives aus dem Hause MARVEL und ein Feuerwerk an hammermäßigen Spezial-Effekten und Humor. Kurzweiliges Blockbuster-Vergnügen mit sehr guten Hauptdarstellern, von dem man nicht allzu viel Tiefgang in der Story erwarten darf.

8 / 10 Dimensionen !

 

Warnung:

Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Art der Spezial-Effekte in manchen Fällen, bei dafür anfälligen Personen eventuell Epilepsie-bedingte Anfälle auslösen kann. Des Weiteren könnten die Eindrücke vielleicht auch zu krass sein um den Film unter Einfluss psycho-aktiver, halluzinogener oder sonst wie Bewusstseins-erweiternden Substanzen zu sehen ?!

 

8/10
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Kommentare

08.11.2016 16:43 Uhr - NoCutsPlease
2x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 23
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 12.110
Guter Ansatz, denn die Rezension ist nachvollziehbar begründet, kommt ohne unsachliches Fanboy-Geschwärme aus und das Gesamturteil klingt realistisch.

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