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Blood Punch - Und täglich grüßt der Tod

Originaltitel: Blood Punch

Herstellungsland:USA (2014)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller, Mystery
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,33 (6 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Der smarte Milton (Milo Cawthorne) wird erwischt, als er Crystal Meth kocht. Dafür bestraft und eingelocht, muss er an einer Selbsthilfegruppe teilnehmen. Dort begegnet er der ebenso durchgeknallten wie schönen Skyler (Olivia Tennet). Er fühlt sich sofort zu ihr hingezogen, derart obsessiv, dass es bereits kurz nach dem ersten Treffen zum Sex kommt. Sie überedet ihn darauf, zusammen aus der Reha-Anstalt auszubrechen und gemeinsam eine großen Coup zu landen: Er soll eine große Menge Meth für sie kochen, schließlich winkt eine exorbitant hohe Summe Geld. Es gibt nur ein Problem: Skylers psychotischer Freund Russell (Ari Boyland), der ebenfalls Teil des Plans ist. Zusammen machen sie sich auf den Weg in eine abgelegene Hütte. Mitten in den tiefsten Wäldern des Landes angekommen offenbart sich schon bald, dass an diesem verfluchten Ort ein dunkles Geheimnis schlummert. Scheinbar müssen sie dort jeden Tag aufs Neue durchleben. Verzweifelt suchen sie eine Lösung diesem blutigen, übernatürlichen Alptraum zu entkommen, denn die Dealer wollen ihre Ware. Und das um jeden Preis ... (Indeed Film)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von g-hot77:

Der junge Milton hat nach seinem Chemie-Studium angefangen sein Geld mit Crystal Meth zu machen und sitzt nachdem er erwischt wurde nun gegen Auflage in einer Entzugs-Klinik. Dort taucht eines Tages die hübsche Skyler auf, in die sich Milton recht schnell verliebt, die aber nur zu einem Zweck dort ist: Jemanden finden, der in sehr kurzer Zeit sehr viel Crystal Meth von sehr guter Qualität kochen kann, um das schneller Geld bei einem großen Deal zu machen und so werden die beiden von Skyler's psychopathischem Freund dort rausgeholt und man fährt zu Dritt in eine entlegene Berghütte in einem abgelegenem Waldstück um die ganze Aktion am nächsten Tag durch zu ziehen. Am Abend soll aber vorher erst nochmal richtig gefeiert werden und am nächsten Morgen, noch ziemlich lädiert von einem Peyote-Trip, findet Milton im Bad eine Video-Aufnahme von sich selbst an sich selbst, die klar macht, das dieser Tag nicht zum 1. Mal beginnt ...

Hier will ich es bei der Handlungs-Zusammenfassung auch schon gut sein lassen, denn der Film lebt von seiner Handlungs-Entwicklung und von dem ein oder anderen Twist, jedoch werde ich um ganz minimale Spoiler nicht rum kommen, um das zu beschreiben, was mir am Film sehr gut gefallen hat. Jedoch werde ich versuchen, das Filmerlebnis dadurch nicht zu mindern!

Der Film ist eine Independent-Produktion mit relativ geringem Budget und das Gesellenstück von Madellaine Paxson als Regisseurin, welche vorher Screenwriting-Erfahrungen bei Disney sammeln konnte und bei "Power Rangers R.P.M" bei einer Folge auch Regie führte, wo sie übrigens auch einige Darsteller kennen lernte. Die unabhängige Produktion und das eher schmalere Budget merkt man dem Film aber in keinster Weise an, habe den Film durchgehend als A-Klasse-Movie empfunden und auf mehreren kleineren Film-Festivals hat er Auszeichnungen abgesahnt.

Der Film wird nur von den drei Hauptdarstellern und der Story getragen und durch den Haupt-Schauplatz der Jagd-Hütte bekommt er einen starken Kammerspiel-Charakter, was aufgrund der sehr gut dargestellten und unterschiedlichen Charaktere aber absolut hervorragend funktioniert. Die Schauspieler bringen ihre Charaktere trotz geringer Erfahrungen authentisch rüber, leichte Defizite gibt es nur in der deutschen Synchro, welche an manchen Stellen etwas Trashig rüber kommt.

Das Drehbuch wirkt liebevoll ausgetüftelt und obwohl die Murmeltier-Thematik mit dem erst vor kurzem erschienenem "ARQ" nicht unbedingt so innovativ ist, geht der Film hier doch andere Wege wie seine Vorgänger und kann sich abgrenzen. So erleben die vermeintlich unsterblichen Protagonisten zwar immer wieder den gleichen Tag, die Leichen des vorher erlebten Tages (davon gibt es einige) bleiben aber erhalten, was viel Situations-Komik hergibt. Überhaupt ist der Film sehr schwarz-humorig und makaber, das gepaart mit sehr blutigen Elementen und einem mit der Zeit stärker werdenden Mystery-Zügen machen einen wirklich interessanten und spannenden Genre-Mix.

Der Plot beginnt mit dem Finden der Video-Nachricht von Milton an sich selbst, welcher sich selbst und somit dem Zuschauer rückblickend die Geschehnisse erklärt, so ist der ganze Film aus der Sicht des Hauptdarstellers erzählt und erst am Showdown setzt die aktuelle Handlung beim Sehen der Video-Nachricht dann wieder ein. Diese Art der Erzähl-Perspektive fesselt den Zuschauer von Beginn an sehr intensiv und man ist sofort richtig im Film drin, obwohl sich erst nach und nach alles aufklärt. Das Drehbuch hat ein paar gute Twists zu bieten und ein mehr oder weniger offenes Ende, was aber cool gemacht ist und alles weitere der Phantasie des Zuschauers überlässt.

Die blutigen Effekte sind alle solide Handarbeit und werden die Gorehound-Herzen erfreuen. Der Score unterstützt die Atmosphäre im Film passend und homogen. Wer sich auf den Film einlässt, wird sicher nicht enttäuscht werden. Wer unbedingt irgendwelche Logik-Schwächen finden will, wird das wahrscheinlich auch können, das gibt so eine Zeitschleifen-Thematik ja fast immer her. Für mich ist der Film auf jeden Fall ein rundes Gesamtpaket.

 Fazit:

Sehr gelungener Independent-Genre-Mix mit viel Witz und Blut. Drehbuch und Schauspieler sorgen für einen kurzweiligen und spannenden Filmabend. Weckt Interesse für kommende Werke der Regie-Novizin!

7,5 von 10 !

7/10
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