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Sieben

Originaltitel: Se7en

Herstellungsland:USA (1995)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Krimi, Thriller, Mystery
Alternativtitel:Seven
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,83 (66 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Zwei Cops (Brad Pitt und Morgan Freeman) jagen einen hochintelligenten, schwer zu fassenden Killer, der eine Reihe grausiger Morde zelebriert - seine Opfer haben jeweils eine der sieben Todsünden begangen. Eine weitere Rolle übernimmt Gwyneth Paltrow in diesem berühmten Thriller, der den Zuschauer in eine ungemütliche, regenfeuchte Stadt voller Agonie und Fäulnis führt. Regisseur David Fincher (Fight Club, Zodiac - Auf den Spuren des Killers, Der seltsame Fall des Benjamin Button) dirigiert die atemberaubende Story mit einem untrüglichen Gespür für unsere inneren Ängste bis zum überwältigenden Höhepunkt, der selbst die kaltblütigsten Seelen erschüttert. (Warner Internetseite)

eine kritik von rayd:

Willkommen zu meiner Review zu Sieben und was soll ich sagen, das ist nunmehr der fünfte Versuch die Review zu eröffnen, da ich sie nicht wie jede andere Review beginnen lassen wollte, doch letztlich muss dies wohl sein. Den Grund für dieses Bedüfnis, schiebe ich auf den Film selbst und das wiederrum werde ich versuchen im folgenden zu erläutern. 

Kurzfassung: Der Film handelt von zwei Polizisten, dem "Noch"-Detective William Somerset und dem neuen Detective David Mills. Schon am ersten Tag hat es Mills mit einem (zu dem Zeitpunkt noch nicht Eindeutig) Ritualmord zutun. Sein Vorgänger Somerset will damit jedoch nichts zutun haben, da es seine letzte Woche ist. Soviel zur Story.

Somerset wird grandios von Morgan Freeman verkörpert, der exzellent den alten mürrischen Cop rüberbringt, den mittlerweile alles kalt lässt. Ihm Gegenüber der von Brad Pitt verkörperte Mills, welcher frisch als Detective einsteigt, mit dem Willen "etwas zu verändern" und voller Tatendrang ist. Beide Schauspieler spielen unglaublich stark das ungleiche Paar, welche immer wieder unterschiedliche Auffassungen haben. Zeitweise wirkt das ganze wie ein Duo, aus einem Cop-Buddy-Film a la Rush Hour und Konsorten, nur holt Regisseur David Fincher einen schnell genug wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Ebenfalls mit an Bord sind u.a.: Gwyneth Paltrow, die Frau von Mills, Tracy. Sie bleibt Drehbuchbedingt etwas blass, erst etwas später im Film wird ihr etwas Tiefe verliehen. Besonders hervorheben möchte ich den Antagonisten, welchen ich wegen akuter Spoilergefahr nicht bennenen werde, dieser Herr hat mir einen ordentlichen Schauer über den Rücken gejagt, vorallem, bzw. grad im Finale. Auch dabei sind z.B.: R. Lee Ermey, John C. McGinley.

Sieben ist einer dieser Filme, die man ohne große Erwartungen in den Player einlegt und vollkommen überwältigt wird. So erging es mir jedenfalls. Der Score kommt ziemlich klassisch und Atmosphärisch daher und genau in dieser Atmosphäre liegt die größte Kraft des Streifens. Die Stadt, welche bis zuletzt keinen Namen erhält, ist einfach nur dreckig, kalt und verregnet (Immerwieder musste ich unweigerlich an Gotham denken). In jeder, wirklich jeder Szene (abgesehen vom Finale) regnet es. Grau und deprimierend ist das Motto. Sieben entstand im Jahr 1995, sieht auf Blu-Ray allerdings wie ein Film der heutigen Zeit aus. Da war ich echt erstaunt. Auch wurde Bleichauslassung angewendet(Kontrastverstärkung und Schwarzweiß-Überlagerung), welche definitiv stark zum Stil des Films passt.

Gewalttechnisch geht es nicht sonderlich heftig zur Sache, dennoch ist die FSK16 angemessen. Es gibt hier und da kleine Gewaltspitzen, alles aber im Rahmen des Erträglichen, bezieht es sich zumeist auf die Tatorte, welche im Zeichen der sieben Todsünden stehen, aber ab hier wird die Spoilergefahr zu groß.

Wissenswert ist unter anderem das Brad Pitt in einer Szene, in welcher er den Antagonisten jagt, stürzte und sich den Arm brach, woraufhin das in das Skript eingearbeitet wurde. Auch interessant ist, dass ursprünglich Denzel Washington die Rolle des Detective Mills angeboten bekam, dieser lehnte jedoch (zum Glück) ab.

Fazit: Was für ein Film. Die Spannung bleibt über die Laufzeit von knapp 2 Stunden konstant erhalten und das Ende lässt einen mit einem unschönen Gefühl in der Magengegend zurück (Interessant, ursprünglich sollte dieser Satz so ähnlich die Review einleiten).  Top Streifen, bis auf ein, zwei, nicht wirklich erwähnenswerte Kleinigkeiten, definitv bei 9/10 einzuordnen.

 

Ps.: Ich hoffe ich konnte den Film weitesgehend Spoilerfrei und ohne zuviel zu verraten einfangen. In ein bis zwei Tagen kommt von mir noch eine Review zu Solace, welcher wohl eine gewisse Blutsverwandtschaft mit Sieben haben soll, mehr dazu dann dort. Einzig meine Verwirrung in der Einleitung konnte ich nicht zufriedenstellend auflösen, schade, aber ändern werde ich sie nicht ;).

9/10
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Kommentare

29.11.2016 07:02 Uhr - dicker Hund
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Die Kritik ist in Ordnung und bei der Wertung gehe ich bekanntlich mit. So viel Metakommunikation ("sorry für Einleitung" etc.) wäre da gar nicht nötig gewesen.

29.11.2016 10:24 Uhr - JasonXtreme
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Sehe ich auch so. Allerdings hätte man in manchen Dingen ruhig mehr ins Detail gehen können und dürfen, wobei es hier natürlich mit Spoilern relativ schwierig ist.

29.11.2016 14:05 Uhr - Rayd
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Danke für die Rückmeldung. Mir fällt es teilweise noch recht schwer, die Texte so zu schreiben, das nichts auch nur entfernt wie ein Spoiler aussieht. Die Ursprüngliche Fassung war noch um einiges Länger. Die kurzen Texte dauern teilweise länger, als die Langen :D

29.11.2016 15:06 Uhr - JasonXtreme
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Alles gut :D es kommt ja auch immer drauf an was ein Spoiler ist und was nicht ;) man kann Darsteller ja trotzdem lobend mit Namen erwähnen, ohne ihre genaue Rolle zu nennen usw. - auch manche Dinge die man gleich recht schnell im Film zeigt, würde ich nicht immer per se als Spoiler sehen - hat man normal ja etwas im Gespür (jetzt nicht nur auf Sieben bezogen)

29.11.2016 17:24 Uhr - cecil b
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Wiki: Ein Spoiler (englisch to spoil, „verderben“) ist eine Information, die wesentliche Handlungselemente eines belletristischen Werks, eines Films, eines Videospiels, eines Hörbuchs, eines Sportereignisses oder Folgen einer Fernsehserie zusammenfasst und dadurch dazu geeignet ist, den Genuss am vollständigen Werk bzw. dessen Ausgang zu verderben.[1]
:)

Charaktere/Figuren/Rollen können in einigen Fällen ausführlich beschrieben werden, ohne wirklich zu spoilern.

Und man kann auch Reviews mit Spoilern schreiben, und diese vermerken. Mit dem dafür vorgesehenden Spoilervermerk, und im Review selbst ACHTUNG SPOILER.....SPOILER Ende. Viele Filmfans kennen z. b. diesen Film, einen Spoiler gibt es für diese ja dann nicht. :)

Schließe mich ansonsten den Kollegen an. :)


29.11.2016 18:53 Uhr - NoCutsPlease
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Jo Rayd, ich find's ebenfalls nicht schlecht, aber wie man an "Conjuring 2" sehen kann, ist dir die Sache auch schon mal ein gutes Stück runder gelungen.

30.11.2016 09:58 Uhr - Rayd
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Ja, das stimmt schon, werde das bei der nächsten Review einbeziehen, danke für die Rückmeldungen ;)

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