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dicker Hund
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Eintrag: 03.02.2017

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2001 Maniacs 2 - Es ist angerichtet

(2001 Maniacs: Field of Screams)
Herstellungsland:USA (2010)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Komödie, Splatter
Alternativtitel:2001 Maniacs: Beverly Hellbillys
2001 Maniacs: The Sequel
2001 Maniacs 2

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,30 (34 Stimmen) Details
inhalt:
Die hungrige Kannibalentruppe um Mayor Buckman, Granny & Co zieht diesmal mit ihren Wohnwägen durch den amerikanischen Süden auf der Suche nach neuem Frischfleisch für ihr Barbecue. Glücklicherweise treffen sie auf die äußerst leckere Mannschaft einer Reality-TV-Serie, von denen vor allem die beiden Paris-Hilton-Klone, Tina & Rome Sheraton, für Feuer unterm Grill sorgen. Und bevor man "Yeehaa!" sagen kann, sind die Messer und Kreissägen auch schon ausgepackt, und das fröhliche Schlachten der jungen Leiber kann beginnen.
eine kritik von dicker hund:

Tim Sullivan ließ sich bis zu seiner Fortsetzung zu "2.001 Maniacs" sechs Jahre Zeit. Aber was lange währt, wird nicht immer endlich gut. Und was in Deutschland Zensurprobleme bekommt, ist dadurch noch lange nicht derber als die durchgewunkene Kost.


Das Cartoon-Intro beginnt mit seinem atmosphärischen Sprecher noch stilvoll. Was dann aber anschließt, fühlt sich wie ein nasser Waschlappen an: In übelster TV-Optik wird ein beschämend beliebiges Set auf einer grünen Wiese aufgefahren. Und von diesem Schlag erholt sich der Streifen mangels nennenswerten Schauplatzwechsels auch nicht mehr. Den Bürgermeister mimt anstelle des sofort vermissten Robert Englund der viel weniger spielfreudige Bill Moseley (u. a. "Haus der 1.000 Leichen"). Zusätzlich stört die holprige Kamera. Einen gewissen Ausgleich schaffen die nach wie vor ansehnlichen Kostüme und abgefahrenen Requisiten. Rockige Klänge und knappe Schwarz-Weiß-Einblendungen werten das Geschehen geringfügig auf. Und durch Lin Shaye (u. a. "Insidious" mit Fortsetzungen) als Granny gibt es eine wichtige schauspielerische Konstante. Ansonsten erhält man die obligatorische Idioten-Twen-Gruppe dargeboten. Diese wird durch die "Road-Rascals"-Reality-Show-Präsentation zugegebenermaßen recht leichtfüßig vorgestellt und erhält durch einige der Videoclips noch eine kleine Portion äußerlichen Glanzes, den sie bitter nötig hat. Denn die Figuren als solche könnten austauschbarer und uninteressanter kaum sein.

Dieser äußere Rahmen umgibt eine Substanz, die vornehmlich aus dem andauernden Humor (9/10) besteht, der viel Achselzucken und nur wenige Lacher zu bieten hat. Politisch korrekt gibt sich dieser natürlich nicht, sondern wartet lieber mit Juden- und Homo-Witzen auf. Nicht wenig davon geht in schlüpfrige Bereiche, ohne dass es bei verbalen Frivolitäten bliebe. Im Gegenteil geht es zumindest für nordamerikanische Verhältnisse ungewöhnlich freizügig und unstreitbar erotisch zu, obwohl No-Gos wie Büstenhalter- und sonst bekleideter Sex (5/10) nicht ganz ausbleiben. Auch gore-technisch gibt es einzelne Höhepunkte zu verzeichnen, wobei die Qualität der Effekte unverständlicherweise mit der Zeit nachlässt. In Sachen Schauwerte sollte man sich wie bereits angedeutet keine Illusionen machen - trotz der Kürzungen für die deutschen Fassungen gibt es nicht mehr oder deftigeres zu sehen als 2004 (Gewalt 6/10). Die krassen Bilder von Kannibalismus und entstellten Leichen wurden sogar geringfügig reduziert und noch stärker in zotige Gefilde verschoben (Horror 4/10). Die Synchro schließlich ist in einem Ausmaß stoned, wie es sich nicht einmal mit dem im Film verkonsumierten Gras erklären lässt.

Trotz konsequenter Geschmacklosigkeit, ein paar annehmbarer Reminiszenzen an das Original und gelegentlich netter Gesangseinlagen will der Funke nicht so recht überspringen. "2001 Maniacs 2" ist weder gut, noch schlecht (5/10 Punkten). Wer sich nicht wie der Autor regelrecht auf blutigen Horror und Artverwandtes eingeschossen hat und das Genre nur sporadisch nach einer feinen Auslese beäugt, kann sich von den drei Filmen um die verrückten Südstaatler getrost auf das Remake beschränken. Freunde von schwarzem Baumwollpflücker-Humor (Formulierungsbeispiel für den Zungenschlag des Films), die schon mit einer Ladung nackter Brüste und einem wohl dosierten Blutstoß annähernd zufrieden sind, können ohne allzu große Vorfreude eine Sichtung in Erwägung ziehen. Hier sei allerdings nachdrücklich von den geprüften deutschen Fassungen abgeraten.

5/10
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Kommentare

03.02.2017 09:38 Uhr - NoCutsPlease
2x
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Diesen Nachfolger habe ich mir bislang erspart und die dargebotene Einschätzung deckt sich so ziemlich mit den wenig begeisterten Urteilen, die ich auch zuvor schon vernommen hatte.
Nichtsdestotrotz weiß die Besprechung als solche wieder einmal zu begeistern!

03.02.2017 09:42 Uhr - JasonXtreme
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Den fand ich so endschlecht :D

03.02.2017 10:14 Uhr - Horace Pinker
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Toller Abschluss deiner Maniacss Reviewreihe inklusive deines charakteristischen Stils und gewitzten Formulierungen. Auch wenn 2001 Maniacs 2 nicht an den Erstling herankommt, fand ich ihn dennoch recht unterhaltsam und würde mindestens 1 Punkt mehr vergeben. Was die Goreeffekte angeht, fand ich diese schon etwas härter als im Erstling (besonders die Sache mit der Kreissäge) dennoch hätte dank dem deutlich komödiantischen Ton eine kj Freigabe für die uncut Fassung auch genügt.

03.02.2017 11:02 Uhr - dicker Hund
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Vielen Dank, Ihr fleißigen Kommentierer!

03.02.2017 15:08 Uhr - Punisher77
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An den Film habe ich mich nie "rangetraut", da ich bisher keine einzige Kritik gelesen habe, die den Film als "gut" oder gar "überragend" bezeichnet hat. Deine einmal mehr hervorragend verfasste Kritik bestätigt mich darin, dass ich nichts verpasse, wenn ich den hier auslasse...

03.02.2017 16:40 Uhr - Insanity667
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Ein recht belangloses, kleines Splattersequel das eigentlich niemand braucht aber auch niemandem weh tut. :) In allen Belangen mit etwas gutem Willen "Durchschnitt". 5/10, was deine Spürnase ebenfalls hervorragend erschnüffelt hat, sind angemessen. Deine Besprechung wieder mal ein Genuss. ;)

04.02.2017 07:47 Uhr - naSum
1x
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Nach dem ersten Teil , den ich schon mies fand, habe ich mich hier lediglich von der Kreissägenszene auf Plakaten und Trailern motivieren lassen.
Aber auf Enttäusxhung Nummer 1 folgte Nummer 2. Schade.
Deine Review trifft die Mankos des Films dabei sehr gut. FASS!

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