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X-Men: Apocalypse

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Fantasy, Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,30 (25 Stimmen) Details
inhalt:
Seit Anbeginn der Menschheit wurde er als Gott verehrt: Apocalypse, der erste und mächtigste Mutant des Marvel X-Men Universums, vereint die Kräfte vieler verschiedener Mutanten und ist dadurch unsterblich und unbesiegbar. Nachdem Apocalypse nach tausenden von Jahren erwacht, ist er desillusioniert von der Entwicklung der Welt und rekrutiert ein Team von mächtigen Mutanten – unter ihnen der entmutigte Magneto (Michael Fassbender) – um die Menschheit zu reinigen, eine neue Weltordnung zu erschaffen und über alles zu herrschen. Als das Schicksal der Erde in der Schwebe ist, muss Raven (Jennifer Lawrence) mit Hilfe von Prof. X (James McAvoy) ein Team junger Mutanten anführen, um ihren größten Erzfeind aufzuhalten und die Auslöschung der Menschheit zu verhindern..
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Vorweg muss ich "zu meiner Schande" gestehen, dass ich nie auch nur einen Comic der "X-Men"-Reihe gelesen habe und somit die Filme bzw die "X-Men"-Filmreihe für sich stehend sehe und bewerte. Und nein, ich möchte dies auch nicht ändern.
 

"X-Men: Apocalypse"


Vorwort und Inhalt

"X-Men: Apocalypse" (2016) ist die Fortsetzung von "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" (2014) und spielt ganze 10 Jahre später.
Die jungen Varianten der X-Men, welche sich im eigentlichen Sinne immer noch nicht (richtig) gebildet haben, müssen dieses Mal den wiedererwachten Apocalypse (Oscar Isaac, den ich vor wenigen Tagen mal wieder im genialen "Ex Machina" gesehen habe - hier eine klare Empfehlung!), also den ersten und anscheinend mächtigsten Mutanten aufhalten, da dieser die Menschheit zumindest etwas dezimieren will.
Es gibt (für mich) einige neue, aber auch viele alt bekannte Figuren zu sehen. Da ich den Film auf (2D) Blu-Ray gekauft habe, kann ich leider nichts zu den 3D Effekten sagen. Meine Erwartungen an den mit rund 144 Minuten bislang längsten Teil der "X-Men"-Filmreihe (seit 2000) waren nach dem genialen Vorgänger ("X-Men: Zukunft ist Vergangenheit"), der meiner Meinung nach den besten Teil der Filmreihe bildet, aber zugegebener Maßen recht hoch.
 

Review

Da der Film zeitlich 10 Jahre nach seinem Vorgänger spielt, ergab sich für die Macher natürlich die Möglichkeit die Handlung etwas voranzutreiben; so ist zum Beispiel Mystique (bzw Raven, wieder überzeugend gespielt von Jennifer Lawrence und wirklich schön anzusehen ;-)) aufgrund der öffentlichen Zurschaustellung Ihrer Mutantenkräfte, als Sie den Präsidenten rettete, zu einer Legende / Vorbild bei vielen Mutanten aufgestiegen und auch Magneto konnte seine böse Seite etwas zähmen und lebt friedlich mit seiner Familie in Polen - inkognito unter den Menschen.

Als Ausgangssituation ist dies sehr gut gewählt und viel Einleitung benötigt man bei einem dritten Teil nun auch nicht mehr unbedingt. Daher wird auch nicht viel Zeit "verschwendet". Jeder, der die erste "X-Men"-Trilogie (2000, 2003 und 2006) und die dort vorkommende X-Men-Truppe kennt, sieht in "X-Men: Apocalypse" nach und nach, dass in diesem Teil nun (endlich?!) eben diese Truppe erstmals zusammentrifft, ob als bereits Verbündete (Professor X und seine Schüler) oder als Feinde (Magneto und Storm). Dieses Zusammentreffen und die unterschiedlichen Gründe, die letztlich die X-Men begründen werden, sind sehr gut und actionreich in Szene gesetzt. (Wobei wir nach "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" doch in einer anderen Zeit- / Handlungsebene sind, oder?)

Warum das "endlich" trotzdem in Anführungszeichen gesetzt ist?
Weil eine weitere Stärke dieses Filmes, wie auch schon den beiden Vorgängern ("X-Men: Erste Entscheidung" - 2011 und  "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" - 2014) darin liegt die einzelnen Darsteller für sich selbst sprechen und überzeugen zu lassen!

Besonders Magneto (Michael Fassbender) überzeugt in diesem "X-Men"-Teil wie gewohnt durch seine schauspielerische Leistung. Die Trauer und die daraus resultierende Wut eines im inneren zerrissenen Mutanten, der am Ende doch zu seinen alten Gefährten hält, sind nachvollziehbar dargestellt.

Vor allem aber hat mich das Wiedersehen mit meinem Lieblingsbösewicht der "X-Men"-Filmreihe William Stryker (Josh Helman) gefreut. Dieser unverbesserliche Mutantenhasser, der stets Mutanten gefangen nimmt, bringt auch hier die X-Men in Bredoullie und nebenbei wird hierbei auch die Grundlage für Wolverines (Cameo) Auftritt, da dieser in einem "X-Men"-Teil natürlich nicht fehlen darf! Gut, in "Deadpool" (2016) kam er nicht vor, aber das war glaube ich auch eher ein Spin Off. Somit bleibt Wolverine der einzige, der in allen "X-Men"-Filmen mitgespielt hat und von einem Darsteller gespielt wurde - ansonsten kommt Professor X / Charles Xavier (gespielt von Patrick Stewart, James McAvoi und Laurence Belcher).

Bei dem wiedererwachten Apocalypse (Oscar Isaac), der das Vorbild aller Götter sein soll / könnte - "lustig", was das im Vorfeld zu Empörungen geführt hat - und unbesiegbar und übermächtig dargestellt wurde, war ich auch gespannt, wie die "normalen" Mutanten diesen Gegner besiegen wollen.

Somit kommen wir zu dem Kritikpunkt meinerseits.
Ich will jetzt nicht sagen, dass die Spannungskurve bei diesem Film tendenziell eine Gerade auf der X Achse ist, aber irgendwie überkam zwischen der wirklich überzeugenden schauspielerischen Leistung und der Freude, die X-Men (vereint) wieder zu sehen, schon etwas das Gefühl, dass diesem Film die Spannung und Gefahr fehlt, die im Vorgänger etwa durch die todbringenden Sentinels ausging. Das Ende und die Einfachheit der Endlösung war auch etwas zu gradlinig.

Von diesem Wermutstropfen abgesehen, habe ich aber nichts zu meckern!
 

Fazit

Eine würdige Fortsetzung und ein weiterer guter Teil der "X-Men"-Reihe - nicht perfekt, nicht so gut wie "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit", aber das ist schon Meckern auf hohem Niveau!
 

8 von 10 Punkte

8/10
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Kommentare

31.01.2017 00:09 Uhr - tschaka17
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Fand den nicht so schlecht wie er generell gemacht wird, aber besonders Bombe war der auch nicht. Stabiles Mittelfeld mit gutem Cast, geben kann man sich den auf jeden Fall mal. 6,5/10 von mir ;)

31.01.2017 10:17 Uhr - JasonXtreme
1x
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Ich hab ihn noch nicht gesehen, kann mir dank Dir aber ein gutes Bild von machen, und das entspricht ziemlich dem was ich erwarte.

Den Kritikpunkt mit dem übermächtigen Apocalypse und dessen Besiegbarkeit... nun ja das Problem stellt sich mir eigentlich bei allen Superheldenfilmen des Marvel oder DC Universums. Man weiß der oder die Gegner werden eh besieht - und im Grunde geht auch keiner Hops. Das nimmt die Spannung aus JEDEM der Filme.

Ich weiß (obwohl ich sie nicht gelesen habe), dass das in den Comics stellenweise anders ist, aber filmisch werden diese Paralleluniversen ect. sicher keinen Einzug in die Filme finden - würde auch keinen Sinn machen, da sie ja nicht wie Comics Jahrzehnte und unzählige Hefte aufweisen.

31.01.2017 14:52 Uhr - Punisher77
1x
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Schön geschriebene, sauber strukturierte Kritik.
Ich würde 7/10 geben, da mir die ersten beiden Teile besser gefallen haben, da diese die Mischung aus Action, Emotionen, Spannung und Effekten besser hingekriegt haben.

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