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Wreckage - Schrottplatz des Grauens

(Originaltitel: Wreckage)
Herstellungsland:USA (2009)
Genre:Horror, Thriller
Alternativtitel:Horror Sheriff
Bewertung unserer Besucher:
Note: 3,00 (1 Stimme) Details
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von das-marten:

Wreckage – „Schrottplatz des Grauens“, den man sich auch völlig legal auf Youtube unter dem saublöden Titel „Horror Sheriff“ reinziehen kann, ist ein Film, bei dem der Kopf während des Schauens automatisch die nächstgelegene Tischplatte sucht, beziehungsweise die eigene Hand, sofern eine Tischplatte grad nicht auffindbar ist.

Jared, eine Heißluftpumpe mit fahrbarem Tortenheber, versucht sich bei einem Autorennen. Natürlich verliert er dieses gnadenlos da seine Schrottkarre den Geist aufgibt. Da er und seine drei Freunde keine 10 Meilen laufen wollen, laufen sie zum nächstgelegenen Schrottplatz und werden da von einem Killer dezimiert.

Schon nach dem üblichen lückenhaften Start-Mord (an einem Pseudo-Vergewaltiger) werden uns die zwei Pärchen aus der Bastelkiste vorgestellt. Als da wären: Jared, PS-geladener Vollpfosten, Kate, seine zukünftige Ehe-Frau und sein bester Kumpel Rick mit seiner Bitch, die lieber in der Karibik wäre um ihre Titten dort zu sonnen. Ja, so läuft das. Immerhin spielt mit Aaron Paul der Jesse Pinkman aus Breaking Bad mit, auch Cameron Richardson oder Mike Erwin sind keine No-Names, nur leider passen sie alle ihre schauspielerischen Leistungen dem Film-Budget an, insbesondere Aaron Paul macht sich als nerviger „Best Friend“ negativ bemerkbar.

Schnell merkt man, dass man es bei Wreckage mit einem komplexen Storygerüst und tiefgründigen Charakteren zu tun hat, daher will ich nicht tiefer auf die Story eingehen um niemanden weiter zu verunsichern, sondern eher auf die geistigen Dünnschisse des Films:

Zu Beginn (also nach dem Opening-Mord und vor seinem blamablen Seifenkistenrennen) macht Jared seiner Angetrauten einen Heiratsantrag, um den Bodycount zu erhöhen treten dann noch zwei dummdoofe Bratzen ins Bild, die sich als Freunde von Jared outen (Rick und seine Bitch). Also fahren die vier los. In der nächsten Szene macht Jared dann sein Rennen, das besondere daran ist, dass er ALLEIN im Auto sitzt, also der Jared. Er und der andere Typ fahren ein ganz schönes Streckchen, bis dann der oben besagte Motorschaden erfolgt. Nach einem kurzen Talk mit seinem Gegenspieler tauchen wie von Geisterhand seine drei Freunde auf, die eine Szene vorher noch mit ihm ins Auto gestiegen sind (also in der Garage), beim Rennen aber unsichtbar waren. Noch eine Bemerkung: die sind durch die Pampa gefahren. Also entweder Jared hatte genau am Ziel seinen Motorschaden (auch wenn es nicht ausgeschildert war und seine Freunde vor diesem Schaden weit und breit nicht zu sehen waren), oder Drehbuchautor und Regisseur haben einen zuviel gekifft.

Gut, ist ein Billigfilm, noch unter Troma anzusiedeln, eigentlich ein typisches Great Movies-Miststück, kann passieren, aber es geht weiter…

Nachdem Jareds Freundin aus Versehen angeschossen wurde (ja ja, sind halt alles Vollhonks), rennt er zur Polizeiwache. Scheinbar schafft er die 10 Meilen nun in 10 Minuten. Zurück auf dem Schrottplatz sind alle weg und Jared steht vor den Cops erst mal als Idiot da, damit hat er aber schon Erfahrung. Jedoch findet er dann Blut, trotzdem macht der Sheriff mit seinem Pitbull-Gehilfen anfangs Jared dafür verantwortlich. Das alles scheint plötzlich vergessen, als der Pitbull-Gehilfe dem guten Jared zirka 2 Minuten später eine fette Wumme ins Vorderpfötchen drückt. Wohl gemerkt, Jared ist kein Bulle, aber scheinbar ein ganz toller Hecht.

Nun müssen Regisseur und Drehbuchautor (John Asher und David Frigerio – man will das Elend ja beim Namen nennen) gedacht haben, dass eine bescheuerte Bullen-Szene alleine nicht reicht, also wird eine noch blödere Szene eingebaut, die das noch toppt…

Also tritt irgendwann ein zurückgebliebener Redneck mit Panzerglasbrille und Latzhose auf, der geistig immerhin das Level einer Bahnschranke erreicht. Dieser ist zwar strunzendämlich aber er zeigt Mut, indem er sich gemeinsam mit Jared jeder Anweisung des Sheriffs widersetzt und genau das Gegenteil macht. Belohnt wird er dadurch, dass er dann auch noch eine Knarre in die Hand gedrückt bekommt, mit der er den Killer (von dem keiner weiß wo oder wer er ist) ausschalten kann.

Zu Guter Letzt gibt es dann noch einen Twist, den man so von diesem Film nicht erwartet hätte. Was man aber erwartet ist, dass dieser Twist dilettantisch aufgelöst wird. Jareds Blödheit, die Blödheit von Jareds Ische und die noch größere Blödheit vom Killer sorgen dafür, dass man im Stakkato den Kopf auf die Tischplatte / Hand schlägt.

Fazit

Was soll man sagen, Schauspieler Scheiße, Story Scheiße, dafür bezahlt auch kein normal denkender Mensch Geld. Aber immerhin ist der Film in Farbe und bunt!

3/10
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Kommentare

12.02.2017 22:34 Uhr - dicker Hund
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Au weia, das hört sich ja elends mies an. Aber die Lektüre leidet darunter nicht;-)

13.02.2017 08:38 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
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Anscheinend gehen der Titel des Films und der passende Aufbewahrungsort für selbigen Hand in Hand.
Trotz aller Warnungen bin ich jetzt aber neugierig auf Rick und seine Bitch! ;)

13.02.2017 18:12 Uhr - naSum
2x
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13.02.2017 08:38 Uhr schrieb NoCutsPlease
Anscheinend gehen der Titel des Films und der passende Aufbewahrungsort für selbigen Hand in Hand.


Erneut wollte ich gerade genau das selbe schreiben nur mit den Worten:
Scheint so, als sei der Schrottplatz des Grauens der Film und seine Machart selbst.

Gut und gewitzt geschrieben, wobei man dir deine Haltung zum Streifen bereits anmerken konnte ;)

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