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Ghostfacelooker
Level 14
XP 3.287
Eintrag: 26.02.2017

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Cyborg

King of New York - König zwischen Tag und Nacht

(King of New York)
Herstellungsland:Italien, Großbritannien, USA (1990)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,76 (21 Stimmen) Details
inhalt:
Nach einer langen Haftstrafe kehrt Frank White zu seiner treu ergebenen Gang zurück, deren Mitglieder der schießwütige Jimmy Jump, Test Tube und White’s attraktive Anwältin Jennifer sind. Sie nisten sich im Trump Plaza ein und beginnen die Mitglieder anderer Gangs auszulöschen, um ihr Revier wieder unter Gewalt zu bekommen und um den gewohnten Drogen- und Sexgeschäften nachgehen zu können. Doch plötzlich entwickelt White mehr und mehr ehrenhafte Ambitionen, wie z.B. einen Großteil des Drogengeldes für wohltätige Zwecke zu spenden. Eine Gruppe von harten Cops, die Frank White den plötzlichen Geisteswandel nicht abkauft, beschließt abseits der Legalität gegen ihn vorzugehen.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von ghostfacelooker:

Christopher Walken ist einer, der für mich ganz weit oben rangiert. Nicht nur, dass er immer diesen leicht verschmitzten Blick und dieses Zwinkern mit einem (meist dem rechten Auge) hat, nein man nimmt ihm jede Rolle ab.

Ob er nun einen sizilianischen Mafioso in „True Romance“ einen Kriegsveteran in „Die durch die Hölle gehen“ oder einen durchgeknallt zynischen Erzengel in „God´s Army“ gibt, sein Schauspiel ist immer sehenswert.

Sehenswert ist auch dieser in den 80ern entstandene Großstadt-Gangster-Film, den ich bisher immer nur am Rande im Fernsehen gesehen habe, aber nie wirklich komplett. Einer dieser Filme wo man sich sagt, ok aber beim nächsten Mal.

Nun, Schande über mein Haupt, denn es ist in allen Belangen, von der Kamerafahrt bis zur Musik, von der Handlung mit den Figuren und ihren Dialogen, ein genialer Film, der das Wort Gangsterfilm verdient. Und ich meine nicht den Hip Hop-Slanggebrauch dafür. Ich meine diese Leg-dich-mit-mir-an-und-du-bist-Tod Attitüde.

New Yorks Stadtteil Harlem ist der Schauplatz, in dem Frank White alias Christopher Walken, auf den Straßen nach längerem Gefängnisaufenthalt wieder unterwegs ist und die Krone der Unterwelt anstrebt. An seiner Seite einige hübsche Frauen, ein paar Handlanger und ein schießwütiger Laurence Fishburne, der genauso durchgeknallt ist wie sympathisch.

Überhaupt strotzt der Film nur so von Größen des Films, die damals noch aufstrebende Schauspieler waren: David „CSI“ Caruso, Wesley „Passagier 57“ Snipes, Steve „die perfekte Nebenrolle“ Buscemi und ich glaube sogar am Ende bei den vielen Cops Danny Aiello für drei Sekunden gesehen zu haben, aber ich kann mich täuschen.

Besonders heute, in Zeiten, in denen ältere Filme als „Uncut“ und „ultra brutaler“ Gangsterfilm bezeichnet werden und es dann nicht sind, wie zum Beispiel „Rififi am Karfreitag“, ist es schön, daß genau das auf diese Perle des Genres zutrifft. Und das Beste dabei ist, dass außer dem Uncut Vermerk, dieser Film nicht mit reißerischen Sprüchen protzt, auf die wahrscheinlich nur immer ich reinfalle.

Allein in den ersten zwölf Minuten, mit gut drei blutig Erschossenen, weiss man schon in welche Richtung der Film geht und man kann genußvoll auf den Bildschirm in die Unterwelt New Yorks der 80er Jahre abtauchen. Der spannende Plot wird mit guter Musik begleitet und die Dialoge wirken auch ohne den sonst üblichen 80er Macho Standard.

Vieles was an Action geboten wird, wirkt deshalb gut, weil es Fishburne in seiner Rolle als Jimmy Jump bestens versteht, soziopathisches Killerverhalten mit Charme und Loyalität gegenüber seinem Boss zu verkörpern ohne dabei wie ein Clown zu wirken. Man mag diesen Charakter von Anfang an.

Ehrlich gesagt ist es für mich einer der wenigen Filme, in denen ich den Cops überhaupt keine Sympathie abgewinnen konnte, und das liegt nicht daran, dass ich Caruso nicht mag. Sein Zynismus in der Hochzeitsszene und die anschließend ebenso geführte Rede im Pub sind sehr gut. Nur in diesem Film wirken die Bösen nicht wirklich als die üblen Jungs. Gut sie erschießen ab und an jemanden, aber im Prinzip doch auch nur Gangster, die schlimmer sind als sie.

Es ist vielmehr so, dass die Guten hier emotional sehr ausgebrannt wirken. Und man kann auch leider nicht wie in „Departed“ mit beiden Seiten liebäugeln, dazu fehlt es eben an Zuneigung. Snipes Duell mit Fishburne ist ein gutes Beispiel. Ich wollte der Handlung wegen gar nicht, dass Snipes gewinnt.

Walkens Figur hingegen lebt durch seine Mimik, ausdrucksstark benötigt er keine direkte Gewalt um Macht auszustrahlen. Ein König wie er sein sollte und ein Film der seinem Namen alle Ehre macht.

10/10
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Kommentare

26.02.2017 14:15 Uhr - cecil b
1x
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26.02.2017 16:09 Uhr - Ghostfacelooker
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26.02.2017 14:15 Uhr schrieb cecil b


Ist ein leerer Kommentar gut oder schlecht???

26.02.2017 22:12 Uhr - dicker Hund
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Als Erinnerung an diesen Film in individuell verfasster Note fand ich die Kritik jedenfalls gut. Vermutlich ist Cecil beim lesen auf den "eintragen"-Button gekommen, ohne es zu merken;-)

Edith rät: Der Trotz, der strotzt, solange er nicht rotzt.

26.02.2017 22:20 Uhr - Ghostfacelooker
2x
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26.02.2017 22:12 Uhr schrieb dicker HundAls Erinnerung an diesen Film in individuell verfasster Note fand ich die Kritik jedenfalls gut. Vermutlich ist Cecil beim lesen auf den "eintragen"-Button gekommen, ohne es zu merken;-)

Edith rät: Der Trotz, der strotzt, solange er nicht rotzt.


Grins war diesmal Gott sei Dank nur ein Versehen von ihm. Aber bei mir weiss man ja nie^^^^

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