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Killerelias
Level 2
XP 76
Eintrag: 28.02.2017

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Camp Evil

(Welp)
Herstellungsland:Belgien (2014)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Abenteuer, Horror
Alternativtitel:Cub

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,05 (24 Stimmen) Details
inhalt:
Der 12-jährige Sam ist mit seiner Pfadfinder-Gruppe und den Anführern Peter und Chris sowie Quartiermeisterin Jasmijn auf dem Weg in ein großes Abenteuer. Die Reise führt sie in ein abgelegenes Waldstück. Im dortigen Camp angekommen, bleibt es jedoch nicht lange bei Lagerfeuerromantik und Gruselgeschichten. Sam, der selbst eine ebenso dunkle wie mysteriöse Vergangenheit zu haben scheint, bemerkt schnell, dass etwas nicht stimmt. Als er ein geheimnisvolles Baumhaus entdeckt, trifft er auf eine aggressive, jungenhafte Kreatur mit unheimlicher Maske. Das kleine Monster hat raffinierte, tödliche Fallen im gesamten Waldstück installiert. Sam kann entkommen und versucht, alle zu warnen. Keiner glaubt ihm und noch viel schlimmer: die Kreatur ist nur der Helfer vom blutrünstigen „Poacher“. Als im Zeltlager die Nacht hereinbricht, ist es bereits zu spät und das grausame Schicksal aller Camper längst besiegelt …
eine kritik von killerelias:

Camp Evil 


Jeder von euch kennt das, im Horrorfilmbereich ist es leider üblich geworden reißerische Vergleiche zwischen Filmen herzustellen oder angebliche Referenzen aufs Cover zu drucken. 
"Einer der Lieblingsfilmen von Tarantino", "von den Machern von...", "Von dem Regisser/den Produzenten der/die..." oder "Freitag der 13 trifft auf Die Goonies". Das letzte Beispiel findet man auf der Rückseite von Camp Evil. Mal im Ernst, wie oft hat man so etwas schon gelesen? Und bestimmt gibt es mehr als genug Filmliebhaber da draußen, die deshalb zugegriffen haben, Popcorn bereitgestellt und am Ende von einem schlechten oder durchschnittlichen Film enttäuscht wurden. Schonmal vorab, Camp Evil ist nicht so ein Kandidat!

"Wölflinge wollen wir Campen gehen?" Der Beginn des Filmes hat mich an eine Szene aus Inglourius Basterds erinnert. Man sieht Kinder ordentlich in einer Reihe stehend und davor zwei Männer die etwas erzählen. Nur haben wir hier keine (Kinder)soldaten mit Ihren Ausbildern, sondern eine Pfadfindergruppe mit Ihren Leitern Peter und Chris, die zu einem Campingausflug aufbrechen möchten. Peter und Chris erzählen, dass es in dem Wald, an dessen Rand sie campen wollen, vermehrt Sichtungen eines Werewolfes gab. Kai, ein Kind, dass sich in der Nacht in eine bestialische Kreatur verwandelt und auf die Jagd geht. Und genau dieses Geheimnis wollen die Betreuer mit den Kids erforschen. Klar wissen wir alle, dass dies nur eine erfundene Geschichte ist, damit der Campen ein wenig spannender wird. Kaum am Rande des Waldes angekommen, auf dem Weg dorthin hat die Gruppe noch die attraktive Campköchin Jasmijn aufgesammelt, gibt es den ersten Zwischenfall. Ihr Campingplatz wird von zwei halbstarken jugendlichen besetzt. Somit hat die Gruppe, um Ärger aus dem Weg zu gehen, keine andere Wahl, als in den Wald zu fahren und dort ihr Lager aufzuschlagen. Nicht das die Geschichte um den Werewolfjungen Kai schon gruselig genug wäre, befindet sich im Wald eine alte stillgelegte Bus Fabrik. Man erfährt, dass einige der damals dort beschäftigen Arbeiter sich nach der Schließung im Wald erhängt hatten. Mal ehrlich, ist dies ein guter Ort zum campen??? Es dauert nicht lange, da behauptet der stark auffällige Außenseiter Sam, er hätte Kai im Wald gesehen. Gibt es den Werewolf nun doch? Natürlich glaubt ihm niemand und so nimmt das Unheil seinen unaufhaltsamen Lauf.... 

Nach Nightmare on Left Bank und Die Meute ist Camp Evil nun der dritte Horrorfilm den ich gesehen habe, der aus unserem Nachbarland Belgien kommt. Und das die Jungs da drüben wissen wie man solche Filme macht, merkt man bei allen drei genannten Beispielen. Bevor ich mich mit Regisseur, Cast, Story usw auseinander setzte , muss ich erwähnen, dass der Film eine unglaubliche saubere Technik aufweist. Egal ob der Ton, Bild oder Schnitte. Alles befindet sich auf einem hohen Niveau! Man merkt dem Film keinem Moment lang an, dass es sich nicht um eine Big Production handelt. 

Regisseur Jonas Govaerts liefert mit Camp Evil sein Spielfilmdebüt ab nach einigen Kurzfilmen und Episoden für Serien. Auch das Drehbuch stammt aus seiner Feder. Und das bietet nicht nur die üblichen Verdächtigen Charaktere, Sportler, graue Maus, Sexbombe, Streber usw. sondern Govaerts verleiht seinem Hauptdarstelle richtig tiefe. Damit gemeint ist der kleine Sam, gespielt von Maurice Luijten. Je länger der Film geht, umso mehr kleine Hintergrundinformationen bekommt man, Stück für Stück, über die gestörte Seele des kleinen Jungen präsentiert. Nur leider verpasst Govaerts daraus eine runde Geschichte zu kreieren. Viel zu viele Fragen bleiben am Ende des Filmes unbeantwortet! Dem Rest der Truppe und Betreuern spendiert er nur wenig Tiefgang. Leider, die ein oder andere Information mehr hätte ich mir schon gewünscht- Die Rollen unter den Leitern sind klar verteilt. Der Anführer und vernünftige, die verträume und herzensgute und der Rbell und Draufgänger. Aber leider bewegt sich das alles eher im klischeehaften Fahrwasser. Über die restlichen Kinder in der Gruppe bekommt man auch keine Hintergrundinformationen geliefert, ist auch nicht nötigt und schmälert in keinster Weise die schauspielerische Leistung. 

Und genau in diesem Fahrwasser bewegt sich auch die Story des Filmes. Kein heraustagendes Meisterwerk, sondern ein solider "Backwoodslasher". Die Story beginnt mystisch und behält diesen Touch bis zum Ende bei. Nur darf man kein reinen dreckigen Backwoodslasher erwarten, sondern eher ein kleines Psychodrama mit jenen Backwoodslasherelementen, der hier und da mit Witz überzeugen zu weiß. Sei es ein herrlicher Kontrast, ein überaus fülliger Polizist, der auf einem uralten klapprigen alten Moped unterwegs ist, die nicht so ganz auf der geistigen Höhe befindenden Halbstarken oder Situationskomik wie: " Wer von euch spielt am besten Klavier? Okay, dann darfst du das Klo für alle ausheben." 
Die wenigen Kills im Film sind cool inszeniert. Auch wenn man sich hier und da fragt, wer um alles in der Welt hat sich die Mühe gemacht in diesem Wald so komplexe Fallen zu bauen. Wer eine Blutorgie sehen möchte, sollte diesen Film meiden, denn der Grusel und die dichte Atmosphäre zeichnen hier das Grauen aus. Eine Warnung noch! Hundefreunde sollten sich bei einer Szene lieber die Augen und Ohren zuhalten.

Ok, ich kann ja noch halbwegs verstehen warum man den Film mit Freitag der 13 vergleicht. Camping, Kills, Grusel, Maske... ABER die Goonies??? ja es geht um Kinder in beiden Filmen, aber ansonsten gibt es NULL Bezug zwischen den Filmen! Aber was solls!

7/10
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Kommentare

28.02.2017 22:06 Uhr - dicker Hund
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Ausführliche Besprechung mit eigenem Bouquet. Der Film läuft bei mir schon länger auf der Ausschau-Frequenz "warum nicht?"...

01.03.2017 08:04 Uhr - cecil b
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Schön formulierte, informative Review! Meiner Meinung nach gelingt es dir gut, viele Infos zu geben, ohne zu spoilern, und somit einen guten Eindruck vom Film zu geben.



Belgische Filme Richtung Horror: Ich empfehle die Filme von Fabrice Du Welz! (Calvaire, Vinian), angenehm speziell, sehr kunstvoll.

01.03.2017 12:54 Uhr - JasonXtreme
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Bis auf ein zwei Satzbaufehler die etwas schwer zu lesen waren^^ schließe ich mich den Vorrednern an. Gerne mehr von Dir

01.03.2017 13:54 Uhr - DriesVanHegen
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User-Level von DriesVanHegen 3
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 188
Kann ich mich nur Cecil anschließen: unbedingt Fabrice Du Welz in Betracht ziehen! CALVAIRE ist ein gelungener Psychothriller vor toller beklemmender Kulisse, der sich auch zusehends im Wahnsinn verliert.

CAMP EVIL hat mich irgendwie nirgends so richtig abgeholt und zum Schluss war ich überrascht, dass es das schon gewesen sein sollte. Aber ich werde ihm irgendwann noch einmal eine Chance geben.

01.03.2017 20:17 Uhr - cecil b
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01.03.2017 12:54 Uhr schrieb JasonXtreme
Bis auf ein zwei Satzbaufehler die etwas schwer zu lesen waren^^ schließe ich mich den Vorrednern an. Gerne mehr von Dir


Da stimme ich natürlich auch zu. ;)

02.03.2017 12:36 Uhr - Killerelias
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User-Level von Killerelias 2
Erfahrungspunkte von Killerelias 76
Sooo hier auch ein grosses Danke schön! Und danke für die konstruktive Kritik, werde an mir arbeiten. Und danke für die Tips. Vinian kenn ich bereits, aber Calvaire werde ich bei Gelegenheit mal sichten.

02.03.2017 20:14 Uhr - cecil b
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Calvaire lohnt sich!

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