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tschaka17
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Eintrag: 01.03.2017

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Die glorreichen Sieben

(The Magnificent Seven)
Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Action, Western

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,44 (16 Stimmen) Details
inhalt:
Die Stadt Rose Creek steht unter der tödlichen Kontrolle des Geschäftsmanns Bartholomew Bogue (Peter Sarsgaard). Die verzweifelten Einwohner engagieren daher zu ihrem Schutz sieben Outlaws, Kopfgeldjäger, Spieler und Revolverhelden – Sam Chisolm (Denzel Washington), Josh Farraday (Chris Pratt), Goodnight Robicheaux (Ethan Hawke), Jack Horne (Vincent D’Onofrio), Billy Rocks (Byung-Hun Lee), Vasquez (Manuel Garcia-Rulfo) und Red Harvest (Martin Sensmeier). Während sie die Stadt auf den gewalttätigen Showdown vorbereiten, der unausweichlich bevorsteht, finden diese sieben Söldner heraus, dass es bei ihrem Kampf um mehr als nur um Geld geht.
eine kritik von tschaka17:

Sie brauchen keinen Kopfgeldjäger, Sie brauchen eine Armee!

Selbst Background-Muffel werden wissen, dass dieses 2016er Remake auf dem Western-Klassiker von 1960 mit selbigem Namen basiert. Dort gab es unter der Regie von John Sturges unter anderem Steve McQueen oder Charles Bronson zu sehen. Schon weniger Leute werden wissen, dass auch der Film 1960 eigentlich eine Kopie des japanischen Die sieben Samurai von 1954 ist und die Handlung in den Wilden Westen verlegt. Doch beide alten Filmen sind Klassiker und werden allgemein hoch bewertet.

Von daher braucht man die Story nicht mehr groß zu erklären: Bösewicht bedroht Dorf, sieben angeheurte Söldner beschützen Dorf gegen Armee des Bösewichts und fertig ist die Handlung. Lässt sich der Ablauf in nicht mal drei Zeilen erklären, sind die Filme natürlich viel komplexer. Hier spürt man zunächst die Bedrohung und Angst der Dorfbewohner, verfolgt die verzweifelte Suche nach Hilfe, begutachtet die vorgestellten Helfer und wird dann Zeuge verschiedener taktischer Kniffe und etlicher Schlachten bis zum Happy End.

Und auch der Western von 2016 folgt einer sehr ähnlichen Struktur. Zu Beginn zieht sich der böse Geschäftsmann Bartholomew Bogue durch sein widerwärtiges Handeln den Zorn der Zuschauer auf sich. Er will sich die Stadt Rose Creek aufgrund ihres Rohstoffvorkommens unter den Nagel reißen und deswegen die Bewohner notfalls mit Gewalt aus ihrer Heimat vertreiben. Bevor wir also unsere Helden kennenlernen, erhalten wir schon einen gemeinsamen Feind. Clever! Und da Peter Sarsgaard als schmieriger und brutaler Fiesling mit Armee überzeugend aufspielt funktioniert dies auch.

Nach und nach werden dann die Helden vorgestellt, wobei der Begriff Held manchmal natürlich in Frage zu stellen ist. Die glorreichen Sieben nimmt sich genügend Zeit jeden einzelnen Charakter ausführlich zu präsentieren ohne dabei zu sehr zu bremsen. Als sieben Söldner hätten wir:

Denzel Washington (Sam Chisolm) als Kopfgeldjäger mit persönlichen Beweggründen. Anführer der Truppe mit schlauen Einfällen. Kann Washington eigentlich schlecht spielen? Keine Ahnung, wie immer nicht nur überzeugend, sondern absolut genial.

Chris Pratt (Joshua Faraday) als Spieler und Pistolenschützen. Smarter Typ, witzig und dabei nicht zu übertrieben. Pratt bekommt gute Lines und behält dabei doch einen gewissen Ernst. Gefällt!

Ethan Hawke (Goodnight Robicheaux) als ehemalige Legende des Westens, die jedoch strauchelt. Schöner Tiefgang innerhalb der Figur mit erwartbarer Entwicklung. Typischer aber passender Charakter und dabei fein performt.

Vincent D´Onofrio (Jack Horne) als eine Art Jäger. Was ein wuchtiger Kerl! Haut auch gerne mal Mann mit Pferd um und ist dabei doch irgendwie der liebeswerte Knuddelbär.

Byhung-hun Lee (Bill Rocks) als Messerwerfer. Tolle Skills und realistischer Mensch. Sehr solide!

Manuel Garcia-Rulfo (Vasquez) als benötigter Mexikaner. Leicht klischeehaft angehaucht, aber trotzdem sympathisch und eine ehrliche Haut. Gut!

Martin Sensmeier (Red Harvest) als Indianer. Still und sehr begabt mit dem Bogen, hat er ebenfalls persönliche Motivation für den Kampf.

Nicht unerwähnt bleiben soll zudem Haley Bennett als Emma Cullen. Sie engagiert die Söldner und steht als toughe Frau auch im Kampf zur Seite. Kann so ein Charakter schnell zu unglaubwürdig werden, ist Bennett sehr geerdet und behält trotzdem ihre Stärke. Ordentlich!

Insgesamt also ein Cast mit etlichen bekannten Gesichtern und einigen unbekannten. Alle liefern sehr gute Leistungen ab und gerade das Zusammenspiel der Figuren weiß zu gefallen. Besonders gelungen ist, dass jederzeit jeder Einzelne eine klare Motivation hat und man nicht das Gefühl hat: "Warum kämpft der nochmal mit?" Auch die Dialoge tragen dazu bei und sorgen für die nötige Tiefe.

Doch natürlich fehlt auch nicht der nötige Witz. Es gibt coole One-Liner und Situationskomik. Dabei wirkt nichts zu gewollt oder gestellt, auch wenn man manche Gags natürlich erwarten und erraten kann. Generell ist die Handlung ja keine Überraschung, es geht mehr um das Wie als um das Was. Und die Umsetzung funktioniert meiner Meinung nach perfekt!

Was braucht ein guter Western unbedingt? Gute Action! Die glorreichen Sieben bietet da alles was das Herz begehrt. Stand-Offs mit enormer Spannung, kleinere Scharmützel und eine fulminante finale Schlacht. Gerade die Verteidigung der Stadt gegen eine schiere Übermacht ist genial! Verschiedenste Tricks sorgen dafür, dass die doch eher unrealistischen Chancen dem Zuschauer plausibel erscheinen. Und die unlaubliche Trefferrate der sieben Söldner ist natürlich auch wichtig ;)

Bei uns mit einem FSK 16 ausgerüstet und in Amerika mit PG-13 durchgewunken ist der Western erstaunlich wüst. Definitiv ein hartes PG-13 und auch die deutsche Freigabe geht in Ordnung. Mit einem Bodycount von knapp 270, je nachdem welche Quelle man nimmt, langt der Film ordentlich hin. Jedoch gibt es natürlich kein Gore-Fest, das Werk ist ein spaßiger Western und als Familienfilm absolut geeignet.

Der öfter bemängelte Hochglanz-Look ist durchaus vorhanden, passt meiner Meinung nach aber gut zum Film und ist keinesfalls negativ zu bewerten. Auch die Kameraführung ist angenehm ruhig, hat man bei einem PG-13 zum Vertuschen von Gewalt leider oftmals ein Schnitt-Staccato spart man sich dies hier. Die Locations sind wirklich schön anzusehen, es kommt ein stimmiges Westernfeeling auf, die Klamotten sind angemessen und auch die Waffen sind selbstverständlich der Zeit angepasst. Zudem sind die Effekte in Harmonie mit dem Look des Films eine Mischung aus gutem CGI und handgemachter Arbeit.

Alles in allem hat der Film meine Erwartungen vollkommen erfüllt. Meine Sichtung fand im Kino statt und auf großer Leinwand kommt der Film exzellent rüber.

Die Handlung ist bekannt und Die Glorreichen Sieben bedient etliche Klischees. Ich habe diese jedoch erwartet und gewollt! Der Cast ist wirklich stark, die Charaktere fein ausgearbeitet und das Setting ist klasse. Musikalisch treffend unterlegt kommt der Film in leichter Hochglanz-Optik daher, die im Gesamtkontext sehr gut passt. Dazu gibt es massig Action und an Humor mangelt es auch nicht!

Mit der fairste Deal von Erwartung und Erhalt im letzten Jahr! Der Film gehört für mich ganz klar in die Kategorie Wiederholungstäter. Er verliert auch bei mehrmaliger Sichtung seinen Reiz nicht und bietet 133 kurzweilige Minuten purer Unterhaltung.

Wer sich von den leicht durchwachsenen Kritken bisher hat bremsen lassen, überzeugt euch selbst!

Überzeugende 8/10

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Kommentare

01.03.2017 19:16 Uhr - cecil b
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Tolle Review! 133 kurzweilige Minuten purer Unterhaltung? Cool.

Bei Kurosawas Original war für mich ja noch mehr als Unterhaltung vorhanden, den Western (bitte nicht hauen) kenne ich nicht. Und das Remake schon gar nicht.

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