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g-hot77
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XP 1.229
Eintrag: 15.03.2017

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Nerve

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,33 (9 Stimmen) Details
inhalt:
Bist du Player oder Watcher? Auf Vees (Emma Roberts) Highschool gibt es so gut wie kein anderes Gesprächsthema mehr als die immer riskanter werdenden Challenges, die das illegale Online-Game „Nerve" seinen Spielern stellt. Um einmal so wie ihre Freundin Sydney im Mittelpunkt zu stehen meldet sich die eher schüchterne Vee kurzentschlossen selbst bei „Nerve“ an. Angetrieben vom Kick des Verbotenen bricht Vee mit ihrem ebenso attraktiven wie mysteriösen neuen Game-Partner Ian (Dave Franco) schnell alle Tabus: keine Challenge ist ihnen zu riskant. Über Nacht werden Vee und Ian die Sensation des immer gefährlicher werdenden Spiels! Doch als Vee herausfindet, dass ihre gesamten Social Media Accounts gehackt wurden, und versucht, aus dem Spiel wieder auszusteigen, muss sie feststellen, dass es dafür längst zu spät ist…
eine kritik von g-hot77:

Ein Online-Game verspricht Geld gegen Mutproben. Die User können sich entweder als Watcher oder als Player anmelden. Die schüchterne und verklemmte Venus meldet sich auch bei dem Spiel an, nachdem sie von ihrem Schwarm einen Korb kriegt und sie von ihrer besten Freundin wegen ihrer Spießigkeit kritisiert wird, welche auch schon recht erfolgreich an dem Spiel teil nimmt. Das Spiel hat Zugriff auf alle sozialen Profile im Internet und die Watcher können den Spielern zu geschneiderte Challenges aufdrücken, welche mit steigender Belohnung auch immer gewagter werden. Nach und nach kommt Venus immer mehr aus sich raus und auch auf den Geschmack von Anerkennung und Popularität. Sie lernt bei einer Challenge Ian kennen, verliebt sich in ihn und die Watcher schicken sie auf einen gemeinsamen Weg Richtung Finale, doch dieser wird immer gefährlicher…

 Der Film beruht auf dem sehr erfolgreichem Buch „Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen“ von Jeanne Ryan und wurde vom Regie-Team Henry Joost und Ariel Schulman („Catfish“, „Paranormal Activity“) auf Zelluloid gebracht. Die Story ist sehr authentisch und wird frisch inszeniert. In Zeiten von YouTube-Videos von Mutproben, der Entwicklung der Smartphone-Spielewelt und der heutzutage möglichen Informationsbeschaffung im Internet scheint eine solche App wie im Film eigentlich schon lange überfällig zu sein. Dieser Realismus bietet zum einen die Grundlage für die authentische Spannung des Films, zum anderen ist es die Art der Inszenierung. Hier wird sehr viel mit Kamera-Perspektiven gearbeitet, zum Teil aus den Bildschirmen von PCs oder Smartphones heraus, dann wieder aus  Sicht der Charaktere auf Bildschirme oder aus der Perspektive von Handy-Kameras heraus. Gemischt mit Medien von sozialen Netzwerken schaffen die Verantwortlichen hier ein Ambiente, das den Zuschauer ganz nah an das Geschehen und die Charaktere heran holt, ja größtenteils richtig in den Film und die Story reinzieht. Der Plot baut ganz langsam aber stetig immer mehr Spannung auf und schafft dieses eigentlich ohne jeglichen Schnick Schnack, nur mit einer gut erzählten Geschichte, guten schauspielerischen Leistungen, einem perfekt abgestimmtem Score und der erwähnten Art der Inszenierung.

Der Zuschauer kann sich bestens mit den Charakteren identifizieren, vor allem der Rolle der Venus, welche von Emma Roberts sehr gut verkörpert wird. Hier ist die ganze Entwicklung vom schüchternen und zurückhaltenden Mauerblümchen zum erfolgs-orientiertem Anerkennungs-Sammler und Adrenalin-Junkie sehr gut gespielt und für den Zuschauer sehr schön mitzuerleben. Als Mitstreiter liefert hier Dave Franco einen auch einen guten Job ab und sonstige Nebenrollen sind auch gut gecastet und gespielt. Juliette Lewis ist hier in der Rolle von Venus Mutter zu sehen, hat aber sehr wenig Screentime. Der Score besteht viel aus elektronischer, eher unbekannter Musik, passt aber zu jeder Zeit hervorragend zu den derzeitigen Stimmungen. Die ganze Atmosphäre des Films ist sehr dicht und das Tempo der Erzählung angenehm zügig.

Die Produktion ist sehr intelligentes Kino für einen Thriller. Hier gibt es viele Metaphern und Interpretationsräume. Die Geldgier und Sensationsgeilheit der Gesellschaft, aber auch die Gefahren des Internets bzw. sozialer Medien und das Streben nach Anerkennung und Bestätigung werden hier behandelt.

Ich war von dem Film durchgehend gefesselt, habe mich bestens unterhalten gefühlt und im Nachklang hat mich das Gesehene noch eine ganze Zeit lang beschäftigt und zum Nachdenken angeregt. Alles richtig gemacht, allerdings befürchte ich, dass der Film wahrscheinlich nur einmal aus spannungstechnischer Sicht funktioniert, dieses eine Mal ist aber definitiv gut investierte Zeit.

Fazit:

Gut erzählte Geschichte mit authentischem Feeling, sehr guten Darstellern, passendem Score und einer raffinierten optischen Inszenierung, die beweist, dass man einen richtig spannenden Thriller mit ganz einfachen Mitteln hinbekommen kann.

9 von 10 Punkten !

9/10
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Kommentare

16.03.2017 18:40 Uhr - tschaka17
User-Level von tschaka17 6
Erfahrungspunkte von tschaka17 546
Hat mir auch gut gefallen! Spannende Geschichte und nette Charaktere. Hier und da der ein oder andere Logikfehler, aber locker zu verschmerzen. Von mir 7/10. Schaut sich wirklich flink weg das Ding.

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