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Occator
Level 3
XP 124
Eintrag: 20.03.2017

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Before I Wake

Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller
Alternativtitel:Somnia

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,83 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Das junge Ehepaar Jessy und Mark haben schwer damit zu kämpfen, dass ihr Sohn durch einen Unfall ums Leben kam. Sie entschliessen sich einen Jungen zu adoptieren, um die Lücke in ihren Herzen zu schliessen. Doch Cody scheint kein gewöhnliches Kind zu sein, denn Codys Träume gelangen in die Realität. Nach anfänglicher Bewunderung dieser Gabe ist Jessy davon überzeugt ihn von dem verstorbenen Sohn zu erzählen, um diesen wieder um sich zu haben. Cody versucht mit aller Kraft nicht schlafen zu gehen, da er weiss das auch seine Alpträume war werden...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von occator:

Mike Flanagan ist ja irgendwie der neue Shootingstar des Horrorgenres. Vor ca. zwei Jahren war er mit „Occulus“ plötzlich auf der Bildfläche und zwar zu recht, ist genannter Streifen doch ein Musterbeispiel für intelligentes, innovatives und überraschendes Genrekino. Dem folgten der Homeinvasion-Thriller „Hush“ und das erstaunlich gute Sequel „Ouija – Origin of evil“. Nun also „Before I wake“. Und dieser Film musste einiges an Kritik einstecken, wobei ich gleich anmerken will, dass jene Kritik eigentlich völlig unberechtigt ist.

Dem Film wird in fast allen Foren das Gleiche vorgeworfen: es handelt sich nicht um einen Horrorfilm, sondern um ein übersinnliches Familiendrama. Was für ein Bullshit! Wenn in einem Film nicht die Blutfontänen spritzen oder alle fünf Sekunden ein Jumpscare kommt, ist es also kein Horrorfilm? Es tut mir wirklich furchtbar leid, aber der „Cankerman“ kommt mir verdammt creepy vor. Dazu die Vorstellung, dass ein Kind – wenn auch unbeabsichtigterweise – für das Verschwinden verschiedener Adoptiveltern verantwortlich ist....für mich fällt das Ganze durchaus in den Bereich Horror. Vor allem ist das Creature-Design wirklich gut, im Verlauf der Handlung gibt es schmerzliche Verluste zu beklagen, es bleibt offen, ob es wirklich ein Happy End gibt; was verlangt man denn noch mehr?

Neben einer gelungenen Story, die altbekannte Topoi des Genres – Träume werden Wirklichkeit – spannend neu aufbereitet, liefern auch die Darsteller gute Arbeit ab. Kate Bosworth agiert sehr überzeugend als trauernde Mutter, die die Gabe ihres Adoptivkindes erst für sich selbst ausnutzen will, bevor sie sich ihrer Verantwortung bewusst wird. Thomas Jane gibt den Familienvater – inklusive Rudi-Völler-Gedächnisfrisur - sehr sympathisch und sein Ausscheiden schmerzt. Der Schuss des Filmes lässt einen nachdenklich zurück und ich halte ihn sogar für – gewollt – unbequem. Was würde man an der Stelle der Eltern machen? Kann man ein Kind noch lieben, nachdem es für den Verlust eines anderen geliebten Menschen zwar nicht verantwortlich per se, so aber doch der Verursacher ist?

Mit diesem Film hat Flanagan ein weiteres, kleines Genre-Juwel geschaffen, dass sich traut, unbequeme Fragen zu stellen und zum Schluss nicht in rührselige „Heile-Welt“-Auflösung zu verfallen. Guter Streifen. 8/10

8/10
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Kommentare

20.03.2017 18:51 Uhr - leichenwurm
1x
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Erfahrungspunkte von leichenwurm 420
"Hush" und besonders "Oculus" haben mir sehr gut gefallen. Den "Ouija"-Krams hab ich bisher ignoriert, wobei Flanagans Prequel ja nen ganz guten Ruf hat. Aber auf diesen hier freue ich mich richtig. Im Kino hab ich ihn leider verpasst. Wird aber auf jeden Fall von mir gesichtet, denn wie du schon richtig sagst sollte man den Regisseur echt im Auge behalten.

20.03.2017 21:21 Uhr - CHOLLO
1x
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Erfahrungspunkte von CHOLLO 161
Klingt nach einem Streifen der in mein Beute-schema fällt.Wird auf jeden Fall gesichtet.Danke für das informative Review!

21.03.2017 13:54 Uhr - Intofilms
"Oculus" gefällt mir auch hervorragend. "Ouija" habe ich damals geliehen und fand den durchaus akzeptabel. Das Prequel von Flanagan kenne ich leider noch nicht. Aber das soll ja wirklich ganz gut, deutlich besser als Teil 1 sein. Ist bei mir definitiv vorgemerkt.

Gute, nachdrückliche Besprechung, an der mir vor allem gefällt, dass sich hier endlich mal ein engagierter Fürsprecher zu Wort meldet. Denn bislang habe ich zu "Before I Wake" fast nur gnadenlose Verrisse finden können. Der Film bleibt auf meinem Radar.

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