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Occator
Level 3
XP 124
Eintrag: 20.03.2017

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Cyborg

Clown

Herstellungsland:USA (2014)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,01 (26 Stimmen) Details
inhalt:
Jack feiert seinen 10. Geburtstag, doch der Clown, der zur Feier kommen sollte, musste absagen. Jacks Vater Kent findet auf dem Dachboden ein altes Clowns-Kostüm und rettet die Party. Doch kaum sind die Kinder weg, hat Kent ein Problem: das Kostüm lässt sich nicht mehr ablegen. Was als kleiner Witz beginnt, wird schnell zu einem unvorstellbaren Alptraum. Jeder Versuch, das Kostüm loszuwerden, endet in schrecklichen Schmerzen. Außerdem scheint sich Kent ganz allmählich zu ändern. Mit dem Kostüm hat sich auch das Böse in seinen Kopf eingenistet. Er entwickelt einen unersättlichen Hunger – auf Kinder!
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von occator:

John Wayne Gacey, Joker, Pennywise, Stitches und im letzten Jahr die Killer-Clowns: der traditionelle Spaßmacher macht schon lange keinen Spaß mehr, sondern ist vielmehr zum Synonym für Schrecken, Terror und Tod geworden. Umso erstaunlicher, dass sich bis jetzt nur wenige Filme ernsthaft und gekonnt diesem Thema gewidmet haben; meist kommen dabei nur Trashfilme wie „Killerclowns from out of space“ oder Funsplatter wie „Stitches“ heraus. Bis jetzt, denn Regisseur Jon Watts hat sich an den Clown herangewagt und einen Film geschaffen, der nicht nur gut ist, sondern sich an einen Klassiker des Horror-Genres orientiert.

 

Angefangen hat das Ganze als Faketrailer auf youtube. Doch der als Produzent genannte Eli Roth fand den Gag so gut gut, dass er sich bereit erklärte, tatsächlich einen Film über einen dämonischen Clown zu produzieren. Und Jon Watts lieferte ab. Dabei hatte er eindeutig einen Klassiker der 80er Jahre als Vorbild: „An American Werewolf in London“. Beide Filme verbinden Humor mit garstigem Horror, wobei der Horror überwiegt. In beiden Filmen muss ein sympathischer Hauptcharakter, der absolut nichts für sein Schicksal kann, sondern einfach nur Pech hatte, sich damit abfinden verflucht zu sein und entweder weiter zu morden oder seinem Leben ein Ende zu setzen. In beiden Filmen wird besagter Protagonist durch den Tod erlöst und zwar durch die Frau, die er liebt. Ich denke, die Parallelen sind klar. Wobei „Clown“ natürlich nicht an AAWiL herankommt, was für ein Regiedebüt wohl aber auch zuviel verlangt wäre. Man kann aber auch damit zufrieden sein, aus einem schwierigem Thema einen wirklich guten und spannenden Film gemacht zu haben.

 

Gerade die Backstory ist hier wirklich gelungen und unheimlich geraten. So wird gegen Mitte des Films erklärt, dass der Mythos des Clowns aus dem eisigen Norden stammt und es sich dabei eigentlich um einen kinderfressenden Dämon namens „Cloyne“ handelt, der für jeden der fünf Wintermonate ein Kind verspeist, bevor er sich wieder zur Ruhe begibt. Im übrigen handelt es sich hierbei um eine rein für den Film erdachte Legende. Zumindest habe ich im Netz nichts gefunden, was diese Geschichte belegt. Ist aber auch egal, denn es ist eine stimmige und verstörende Geschichte. Der arme Familienvater Kent – dargestellt von Andy Powers – will nun seinen Sohn zum Geburtstag eine Freude bereiten und tritt als Clown auf. Nur bekommt er das Kostüm nicht mehr ab und sein Magen beginnt seltsam zu knurren, jedesmal wenn er Kinder sieht. Nachdem er den vorherigen Besitzer – dargestellt von Peter Stormare – ausfindig gemacht hat, erfährt er, dass es sich nicht um ein Kostüm handelt, sondern um die Haut und Haare eines Dämons, der nun von Kent langsam aber sicher Besitz ergreift. Während jener nun also nach einer Möglichkeit sucht, dem Fluch zu entkommen, ohne sein Leben zu verlieren, gewinnt der Dämon immer mehr Macht über ihn und bald hagelt es Kinderleichen.

Der Film ist dabei ziemlich kompromisslos. Kinder werden zwar oft in Horrorfilmen bedroht, aber es ist doch äußerst selten, dass sie tatsächlich ums Leben kommen. Hier ist das nicht so. Der Goregehalt des Films ist dabei ebenfalls recht hoch, wobei es sich nicht um einen Splatterfilm handelt, sondern einfach um einen harten Horrorstreifen. Das Makeup des Dämons wird dabei von Szene zu Szene schlimmer, bis zum Schluss ein wirklich fies aussehendes Monster zu bewundern ist.

Die Darsteller machen ihre Sache gut, wobei niemand oscarreife Darstellungen abliefert, aber es sind ebenso wenig irgendwelche Totalausfälle zu beobachten, vielmehr liefert jeder routinierte, professionelle Arbeit ab.

Bei „Clown“ haben wir einen wirklich guten, klassischen und harten Horrorfilm, der sich perfekt für einen Halloween-Film-Abend eignet und eine gute Mischung aus Lachen und Grauen liefert, ohne jemals ins komplett Lächerliche abzudriften oder das Ganze zu sehr in die ironische Ecke zu drängen. 7 von 10 Punkten sind da nicht zu viel.

 

7/10
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Kommentare

20.03.2017 14:20 Uhr - JasonXtreme
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Würde ich glatt so unterschreiben - wobei ich auch gleich im Netz nach der Legende des Clowns geforscht habe^^ bin aber auch nicht fündig geworden

23.03.2017 13:30 Uhr - Fratze
1x
DB-Helfer
User-Level von Fratze 7
Erfahrungspunkte von Fratze 694
So, jetzt hast du's geschafft. Hab mir den gestern nach Lektüre deines Reviews über Amazon ausgeliehen und angeguckt. Weil du mich hier so anfixt, geb ich mein hart verdientes Geld aus. Zufrieden?!?

... ;D

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