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Ghostfacelooker
Level 14
XP 3.378
Eintrag: 20.04.2017

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The Whole Truth - Lügenspiel

(The Whole Truth)
Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Drama, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 2,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Als er seiner Freundin Loretta Lassiter (Renée Zellweger) verspricht, ihren Sohn Mike (Gabriel Basso) vor dem Gefängnis zu bewahren, nimmt Strafverteidiger Richard Ramsay (Keanu Reeves), entgegen seiner Überzeugung, einen sehr persönlichen Fall an. Mike wird beschuldigt, seinen Vater Boone (Jim Belushi) ermordet zu haben. Er hat die Tat sogar gestanden, spricht aber mittlerweile kein Wort mehr – auch nicht mit seinem Anwalt. Doch während des Verfahrens kommen neue Details über Boone ans Licht und es stellt sich schnell heraus, dass fast alle Zeugen etwas zu verheimlichen haben. Das nutzt Ramsay aus, um einen Freispruch für seinen Klienten zu erwirken, denn darum allein geht es ihm. Unterdessen stellt seine Assistentin Janelle (Gugu Mbatha-Raw) weitere Nachforschungen an und erhebt einen ungeheuren Verdacht.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von ghostfacelooker:

Michael „Mike“ Lassiter hat seinen Vater mit einem Messer ins Herz gestochen, soweit die Fakten und sie sind unwidersprochen. Dumm nur wenn der eigene Mandant einerseits nicht mit seinem Anwalt, in dem Fall Keanu Reeves sprechen will, und noch dümmer, wenn er die Tat eigentlich schon gestanden haben soll, denn somit könnte der Fall aussichtsloser kaum sein.

Bereits das sogenannte Eröffnungsplädoyer scheitert für die Verteidigung, besser gesagt es findet aus deren Sicht gar nicht erst statt, während die Staatsanwaltschaft munter mit ihrer Befragung loslegt.

Bei jeder Aussage eines Zeugen werden Rückblenden eingestreut, die die Aussagen der Zeugen für den Zuschauer deutlich in sich widerlegen, somit weiß man schon sehr früh, dass an dem ganzen Fall die Wahrheit hinter den Aussagen zu finden sein muss.

Der lateinische Schriftzug über dem Richterstuhl „Veritas ex Memoria“ - Die Wahrheit aus den Gedanken/Gedächtnis- könnte somit ironischer kaum sein. Spannung kommt lange Zeit nicht wirklich auf, denn die Figuren wirken alle hölzern, ja fast als würden sie zwar im selben Film spielen aber nicht wirklich zusammen harmonieren.

Boone Lassiter zum Beispiel, wird von James Belushi dargestellt und selten habe ich den, für mich überwiegend tollen Schauspieler in einer schlechteren Rolle gesehen. Nicht weil Belushi ein schlechter Schauspieler ist, sondern weil die Figur ein Arschloch ist und man merkt Belushi förmlich an, dass er keine Spielfreude an der Rolle findet.

Seine Frau wird von Renée Zellweger gegeben, die ich bis zum Auftritt der Polizistin kaum erkannt hätte. Loretta mimt hier die innerlich ausgebrannte und von der schlechten Ehe gezeichnete Ehefrau. Gut und schön, würde man Zellweger diesen emotionalen Druck und das seelische Leid abnehmen. Leider wirkt ihre Darstellung der Rolle mehr wie eine auf Alkoholentzug befindliche Magersüchtige.

Gleichzeitig ist er, Lassiter, im Film der Mentor von Kenau Reeves gespielten Figur, Richard Ramsey. Jener wiederum wirkt über weite Strecken des Films lethargisch und packt ein wenig Anwaltsgehabe aus „ Im Auftrag des Teufels aus“, hat aber im Vergleich zur damaligen Rolle als solches eine naive, fast schon unbeholfene Ausstrahlung.

Emotional erfrischender ist Mbatha Raw, die die Assistentin von Reeves, Janelle Brady spielt, denn ist sie eine der wenigen in dem Film mit der man sich als Zuschauer anfreunden will, auch wenn sie mehr Anhängsel für Reeves darstellt um seinen Monolog zu einem glaubhafteren Dialog zu wandeln. Sie schafft es sogar gegen Ende dem Film noch so etwas wie Spannung zu verleihen.

Dieser Film ist wahrlich keine „Frage der Ehre“ oder „Die 12 Geschworenen“ er ist nicht mal in der Nähe von „Die Jury“ oder „Zwielicht“. Es ist ein Drama im schlechtesten Sinne und ein Gerichtsfilm der an eine schlechte Folge von „Medical Detectives“ erinnert, der man auch nur unbeteiligt zuschaut, weil man doch irgendwie wissen will wer es gewesen ist.

Da hilft es auch nichts das eigentlich sehr gute Schauspieler darin vorkommen und man gegen Ende zum Beispiel bei Zellwegers Aussage von ihr und Reeves die emotionale Ebene bekommt, die man als Spannungsgrad den ganzen Film über vermisst hat.

Des Rätsels Lösung oder den Kern der Wahrheit, denn man dann als Begründung anbietet, ist in der Art und Weise wie es durch den gesamten Verlauf des Films bis zu diesem Punkt kommt, durch die spannungsarme und fast emotionslose Darbietung der Beteiligten eher lächerlich als glaubwürdig.

Unweigerlich fiel mir dabei die wirklich Herz zerreißende Ansprache vom Mcconaughey in „Die Jury“ ein und wie tief sie mich als Zuschauer bei dem sowieso emotionsgeladenen Film beeindruckte weil sie alle zu Betroffenen machte.

In dem Moment dieses Films jedoch nimmt die Aussage, die traurig genug ist, wahr aber kommt um ein absurdes Kopfschütteln nicht herum. Mit diesem Gefühl ist dann auch der Versuch eines Handlungstwists kurz darauf wenig überraschend.

Am Ende ist nur eins wirklich wahr, zumindest für mich, dass dies der zweite enttäuschende Film nach „Knock Knock“ mit Keanu ist und einer der langweiligsten „Justizdramen“ obendrein, dies mildert auch die schlussendliche Wahrheit, die in den letzten Minuten des Films zu finden ist nicht.

Für Keanu ein Sympathiepunkt und für das Ende einen Überraschungspunkt, ansonsten ist Justicia hier mehr als blind.

2/10
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Kommentare

20.04.2017 17:23 Uhr - JasonXtreme
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Also langsam gehst ja gut Abseits meiner Meinung :D der is kein Hammer aber ne 6 würd ich geben

20.04.2017 18:20 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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20.04.2017 17:23 Uhr schrieb JasonXtremeAlso langsam gehst ja gut Abseits meiner Meinung :D der is kein Hammer aber ne 6 würd ich geben


^^^^ dafür hab ich dir Drifter gewidmet, den du bisher noch gar nicht gelesen zu haben scheinst^^

20.04.2017 19:01 Uhr - JasonXtreme
DB-Helfer
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Nope, s mir durchgegangen, hol ich glatt mal nach ^^

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