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Rogue One: A Star Wars Story

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Drama, Fantasy,
Krieg, Science-Fiction
Alternativtitel:Rogue One
Star Wars: Rogue One
Star Wars Anthology: Rogue One
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,18 (67 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Schwere Körperverletzung, Besitz gestohlener Güter, Fälschung imperialer Dokumente - Jyn Erso hat eine Reihe Schandtaten in ihrem Lebenslauf, als sie von den Rebellen angeheuert wird. Andererseits: Der Kampf gegen das Imperium wird nicht mit Samthandschuhen gewonnen, das wissen die Widerstandskämpfer um Mon Mothma. Und außerdem war Jyns Vater Galen Erso maßgeblich daran beteiligt, die neue Superwaffe des Imperiums zu bauen, weswegen sein Insiderwissen und Jyns Verbindung zu ihm wertvoll sind. Insofern ist die undisziplinierte junge Frau, die sich seit ihrem 15. Lebensjahr allein durchschlägt, genau die Richtige für ein Team, das Galen finden und eine Himmelfahrtsmission ausführen soll: Das Imperium will den Todesstern testen und die Rebellen wollen wissen, was genau die Waffe kann - und wie man sie zerstört. Zusammen mit ihrer Gruppe, darunter ihr Aufpasser Captain Cassian Andor, der blinde Krieger Chirrut Imwe und dessen Kumpel Baze Malbus sowie der umprogrammierte Ex-Sicherheitsdroide K-2SO, zieht Jyn los. Der imperiale Militärdirektor Krennic will den Todesstern unterdessen so schnell es geht einsatzbereit bekommen, auch weil er unter der Fuchtel von Darth Vader steht. (Walt Disney)

eine kritik von tschaka17:

Diese Review geht an alle Non-Star-Wars-Hyper.

Star Wars ist kein wesentlicher Bestandteil meiner Jugend gewesen. Irgendwann habe ich irgendwie alle Teile mal gesehen, aber wirklich intensiv war die Beschäftigung mit den Jedi und Lichtschwertern nie. Von daher habe ich keine besondere Bindung zu diesem Franchise.

Somit ist diese Review aus Sicht eines relativ neutralen Zuschauers geschrieben, welcher den groben Kontext des Star Wars-Universum kennt. Den Trailer zu Rogue One: A Star Wars Story fand ich jedoch ansprechend und habe einen unterhaltsamen Sci-Fi-Action-Abenteuer-Film erwartet.

Die Story: Jyn Erso ist eine junge Kriminelle zu Zeiten der imperialen Herrschaft in der Galaxie. Ihre Vergangenheit holt sie allerdings ein, als eine Truppe Rebellen sie bittet Kontakt zu einem alten Freund herzustellen. Es stellt sich heraus, dass das Imperium eine mächtige Waffe - den Todesstern - baut. Beteiligt an diesem Projekt ist Jyns Vater, welcher heimlich einen Schwachpunkt in das System eingebaut hat. Zu Rettung der Welt - pardon, Galaxie - müssen Jyn und die Rebellen die Baupläne des Todessterns erbeuten und diesen zerstören. Natürlich für Eine neue Hoffnung.

Der Cast: Rebellische Rebellin ist Felicity Jones. Der aufmüpfige und quirlige Charakter der Jyn Erso passt sehr gut zu ihr. Sie ist kampferprobt und sympathisch, dabei aber kein doofes Blondchen, sondern eine hübsche Brünette. So hat sie sowohl Motivation als auch Willen zu tun was eben getan werden muss, ohne zu platt zu geraten. Ein bisschen mehr emotionale Tiefe in der Darstellung hätte ihr allerdings nicht geschadet.

Diego Luna steht ihr als Rebell an der Seite. Leider hat er nicht so viel Charisma wie Jones. Seine Figur wirkt eher wie der unbedeutende Sidekick und die monotone Performance von Luna trägt ihren Teil dazu bei. Austauschbar wäre wohl der passende Begriff, von schlecht ist seine Leistung aber trotzdem weit entfernt.

Donnie Yen als blinder Mönch unterstützt das Team. Zwar wirkt er ein wenig übertrieben spirituell, im Kampf und von der Einstellung her kloppt Yen im wahrsten Sinne des Wortes Alles wieder raus. Eine solide Wahl und ordentliche Darstellung.

K-2SO als Figur zu bezeichnen ist durchaus richtig. Der umprogrammierte imperiale Droide kämpft auf Seiten der Rebellen. Wie in den anderen Filmen auch sorgt der Roboter für einiges an Humor. Manchmal etwas gewollt, aber auf einen herzliche Art. Gefällt!

In so einem großen Universum gibt es noch viele weitere Charaktere. Generell bescheinige ich dem gesamten Cast eine akzeptable Leistung.

Abweichen tut in meinen Augen nur Forest Whitaker. Seine Rolle ist gut in den Film eingefügt und besitzt auch ihre Berechtigung, die Performance aber fand ich zu over-the-top und absolut unpassend im Vergleich zu alllen anderen und geerdet wirkenden Personen. Glück für mich: Herr Whitaker hat wenig Screentime.

Technische Aspekte: Der Trumpf dieses Films. Handlung und Charaktere sind solide, den besonderen Reiz machen aber die visuellen Eindrücke aus. Das CGI ist erstklassig, es gibt viele unterschiedliche Planeten und Settings zu sehen und wenn dann der Todesstern am Horizont in seiner bedrohlichen Schönheit mäjestätisch emporsteigt ist man selbst als Star Wars-Passiver fasziniert.

Dazu passend ist die Musik eine leichte Abwandlung des typischen Star Wars-Score mit eigener Note. So bleibt sie individuell und trotzdem unverkennbar. Ziemlich geschickt gemacht.

Action: Für mich Hauptgrund der Sichtung war die versprochene Action. Und auch hier gibt es nichts zu beanstanden. Im Gegenteil: Es gibt viele spaßige Ballereien. Dabei bleibt die Kamera auch bei wechselnden Schlachtfeldern und unzähligen Teilnehmern ruhig genug um den Überblick zu wahren. Daumen hoch. Insbesondere das Finale ist eine langgezogene und immer wieder von Handlung unterbrochenen Kampfsequenz, die rasant und unterhaltsam daherkommt.

Referenzen zu Star Wars: Selbst aus meiner Position lässt sich nicht verleugnen, dass ich eingige Anleihen und Bezüge zu den anderen Filmen entdeckt habe. Und für Fans wird es hier noch viel mehr zu sehen geben. Gerade gen Finale hin kam mir eine Sache sehr bekannt vor, jedoch nicht negativ. Die Produzenten wissen halt was den Fans gefällt und für passive Zuschauer ist es keineswegs störend.

Negatives? Leider dauert es etwas bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, gerade der Start und das Gehoppe von Planet zu Planet sind etwas langatmig. Größtes Manko bleibt aber das Ende. Und dafür gibt es massiven Punktabzug!

Da dieser Film vor Episode 4 spielt muss das Ende einen Anknüpfungspunkt zu Eine neue Hoffnung bieten. Verständlich. Die gewählte Lösung mag Fans aufgrund von Bezügen zu den anderen Teilen - vor allem eben 4 - gefallen, aber für mich hätte der Film 5-10 Minuten früher enden müssen. In diesen wenigen Minuten ändern sich der ansonsten kontinuierlich gehaltene Grundton und das Tempo plötzlich in "husch husch noch schnell die Teile verbinden". Die Handlung wird in totaler Beschleunigung förmlich in das Gesicht des Zuschauers geworfen und damit war ich dann raus. Fans werden bestimmt reklamieren, aber mich hat das Ganze schon arg gestört und einen leicht negativen Nachgeschmack hinterlassen. Leider! Da hat dann auch Darth Vader mit rotem Lichtschwert nicht mehr viel dran geändert.

Fazit: Kann ich als Non-Star-Wars-Fan mit mässigem Hintergrundwissen den Film empfehlen? Wem das Universum vollkommen fremd sein sollte rate ich dann doch eher ab. Dafür ist der Braten zu speziell. Allen Anderen gebe ich grünes Licht:

Der Film ist sehr unterhaltsam, hat über die 134 Minuten Laufzeit nur geringe Längen, eine spannende Geschichte mit soliden Figuren und akzeptablen Darstellerleistungen und überzeugt durch geniale Optik, einen guten Score und vor allem jede Menge Action. Da lässt sich auch das Ende verschmerzen.

Klare Empfehlung. Vielleicht auch beim nächsten Mal ein halber Punkt mehr, aber diesmal liegt mir das Ende noch blöd im Magen.

7/10

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Kommentare

08.05.2017 16:22 Uhr - Laughing Vampire
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Super Kritik, vor allem, da du Star Wars aus einer ähnlichen Position angehst wie ich es auch würde: Auch ich habe keine emotionale Bindung zum Franchise, mir aber doch alle Teile (leider nur in den verstümmelten 90er- und 2000er-Fassungen) irgendwann mal angesehen. Da macht deine Kritik doch Lust, und das Ende wurde mir auch bereits "gespoilert" (bin überhaupt nicht Spoiler-empfindlich), weswegen ich wohl weiß, was mich da erwartet. Weiter so!

08.05.2017 18:24 Uhr - tschaka17
User-Level von tschaka17 7
Erfahrungspunkte von tschaka17 787
Danke. Ich persönlich hatte einen unterhaltsamen Sci-Fi-Action-Streifen erwartet, ohne groß im Star-Wars Universum erfahren zu sein. Und da war es echt nen ordentlicher Film.

Dachte mir, dass es bestimmt etliche Andere gibt, die sich für so eine Sichtweise interessieren würden ;)

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