SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Assassins Creed Valhalla · Schreibe deine eigene Wikingersaga · ab 58,99 € bei gameware Daymare: 1998 Black Edition · Blutiges Horror-Gameplay mit Resi 2-Geschmack · ab 37,99 € bei gameware

Doctor Strange

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Fantasy, Science-Fiction
Alternativtitel:Dr. Strange
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,96 (38 Stimmen) Details
inhalt:
In DOCTOR STRANGE steht der egozentrische, hochintelligente Neurochirurg Dr. Stephen Strange nach einem Autounfall bei dem seine wichtigsten Instrumente – seine Hände – schwer verletzt wurden, vor dem Nichts. Seine letzte Hoffnung auf Heilung führt ihn nach Tibet zu einem sonderbaren Einsiedler, doch überfällt ihn dort eine komplett neue, übernatürliche Realität. Nur sehr langsam schwinden seine Zweifel an der Existenz magischer Kräfte und beginnt er sich seiner wahren Begabungen und Fähigkeiten bewusst zu werden. Immer weiter dringt er in neue, mystische Dimensionen vor, doch als Mittelsmann zwischen Raum und Zeit, entdeckt er nicht nur kosmische Parallelwelten, sondern entfesselt auch deren dunkelste Mächte, die unserer Welt bisher verborgen blieben…
eine kritik von rayd:

Hallo,
der Film Doctor Strange startete am 26. Oktober.2016 in den deutschen Kinos und erschien am 9.März.2017 auf DVD/Blu-ray und VOD. Er ist dem Genre des Fantasy-Films zuzuordnen und wurde von Scott Derrickson gedreht. Außerdem ist er Teil des Marvel Cinematic Universe.

Die Hauptrolle des Stephen Strange spielt grandios Benedict Cumberbatch (u.a in Star Trek into Darkness und Sherlock zu sehen).An seiner Seite sind Tilda Swanton als die Älteste, Chiwetel Ejiofor als Meister Mordo, Rachel McAdams (True Detective) als Christine Palmer und Benedict Wong als gleichnamiger Wong. Als Gegenspieler tritt Mads Mikkelsen (Hannibal, Walhalla Rising) in der Rolle des Kaecilius auf.

Zur Story: Doctor Stephen Strange ist ein genialer, narzistischer Mediziner, mit großem Ansehen, viel Geld und ist sehr von sich eingenommen. Eines Tages kommt er mit seinem Auto von der Straße ab, wobei er sich schwere Verletzungen zuzieht, unter anderem auch am Nervengewebe seiner Hände, sodass er seinen Job nicht mehr ausüben kann und seine Karriere beendet scheint. Durch einige Umwege bekommt er einen Hinweis über einen Ort namens Kamar-Taj wo das Unmögliche möglich werden könnte.

Soviel zur Handlung des Filmes, welche sich im ersten Moment nicht wie die, eines klassischen Superheldenfilms liest. Und das ist er auch nicht wirklich. Sicher, Doctor Strange hat viele Elemente eines dieser Filme, alleine der letztliche Hauptplot, in dem wie es üblich ist, gut gegen böse kämpft, doch die Machart unterscheidet sich dennoch. So bleibt der Bösewicht Kaecilius eher blass (vorallem in der ersten Hälfte) und wirkt als Gegenspieler austauschbar. Die ersten 50% des Films gehören ganz Stephen Strange. Mit viel Humor wird sein Character eingeführt. Einen Kritikpunkt sehe ich jedoch darin, dass er seine Kräfte ziemlich schnell erhält und schnell lernt mit diesen umzugehen. Sicher mag das zu der Rolle des ehrgeizigen Doktors passen, doch wirkte es im Film eher so, als würde man versuchen, durch diese gehetzt wirkene Erzählweise, den Film möglichst kurz zu halten. Mit 1 Stunde und 51 Minuten ist er dies zwar nicht unbedingt, aber im Gegensatz zu anderen Superheldenfilmen (die teilweise die 2-Stunden-Marke überschritten, teils auch weit überschritten), hätten ihm 10 Minuten mehrsicher ganz gut getan. So wirkte alles etwas gehetzt und in der zweiten Hälfte war es zumeist nurnoch eine Actionsequenz an die nächste gereiht (bis auf eine kurze Ausnahme auf dem Balkon des Krankenhauses). Das Finale kommt dann relativ schnell daher und dauert auch nicht (hier wieder der Vergleich zu anderen Superheldenfilmen) sehr lange, wartet aber mit einem interessanten Kniff auf.

Die Schauspielerleistungen sind durch die Bank weg sehr gut und spielen solide, außer Mads Mikkelsen und Konsorten, die leider etwas blass bleiben, was aber eher dem Drehbuch zuzuschreiben ist. Am besten spielt definitiv Benedict Cumberbatch, der sichtlich Spaß an der Art seiner Rolle hatte, jedenfalls wirkte dies so.

Der Film wurde in 3D nachkonvertiert, weshalb es keine Pop-Ups und ähnliche 3D-Effekte gab, was sich bei der Anzahl der exotischen Handlungsorte und vorallem im Finale gut angeboten hätte. Der Sound war jederzeit gut abgemischt. Daran gab es nichts auszusetzen. 

Fazit:
Trotz mehrerer negativer Punkte ist Doctor Strange eins, und zwar ein spaßiger (etwas zu) kurzweiliger Film mit viel Humor. Die meisten Witze zünden (auch mit deutschem Ton) und die Schauspieler spielen ihre Rollen stets souverän. Eine Vielzahl meiner Kritikpunkte sind mir auch erst beim zweiten sehen des Films aufgefallen. Durch die aufgezählten Punkte habe ich mich für 6 von 10 Punkten entschieden. Jeder der mit dem Genre des Filmes etwas anfangen kann, kann ruhig ein Blick wagen, es wartet ein unkonventioneller Superheldenfilm, der im Grundgerüst dennoch nichts neues bietet. Ich weiß, das ist ein Wiederspruch in sich, doch fallen mir da keine besseren Worte für ein.

6/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Limitless
Rayd
9/10
Blutgletscher
Rayd
6/10
Sieben
Rayd
9/10
die neuesten reviews
Turok
Inferis
Hateful
dicker Hund
9/10
Conspirators
Man Behind The Sun
7/10
Gintama
The Machinist
8/10

Kommentare

07.05.2017 14:57 Uhr - naSum
1x
User-Level von naSum 12
Erfahrungspunkte von naSum 2.099
Treffend beschrieben, warum der Film für Epilepsie taugt, aber nicht für gelungene Filmarbeit.
Prominente Besetzung hilft leider nicht über schlecht ausformulierte Rollen hinweg, wenn der Bösewicht zu dünn ist und der Held sofort alles blitzschnell erlernen kann. Zudem fand ich den typischen Marvel Humor hier deplatziert, in Anbetracht der Gesellschaft von Snobs und spießigen Karrierestrebern.

23.05.2017 12:16 Uhr - Cyberdyne
1x
Nachdem ich den Film nun endlich gesehen habe, bleibt bei mir ein gewisses Gefühl der Unentschlossenheit zurück. Cumberbatch gefällt mir sehr gut als Dr. Strange, Mordo hingegen ist viel zu brav und entspricht überhaupt nicht dem hinterhältigen Gegenspieler aus den Comics. Auch die "Älteste" haut mich nicht vom Hocker, macht ihre Sache aber ganz gut.
Dormammu – als einer von Docs gefährlichsten Gegnern – wird zügig in seine Schranken verwiesen; da wäre mehr drin gewesen. Fremde Dimensionen gehen unter in einem nebligen Farbrausch, ohne die bizarren Details aus den Comics zu zeigen. Da hat Zeichner Steve Ditko doch eigentlich hervorragende Arbeit geleistet.
Insgesamt kann ich mich dem Fazit 6/10 Punkten anschließen. Die Origin-Story wurde angemessen umgesetzt, Stranges Kostüm entspricht den Vorgaben aus dem Comic, und der Hauptdarsteller konnte mich auch überzeugen. Trotzdem blieb bei mir der zündende Funken aus, den ich sogar bei der ersten FANTASTIC-FOUR-Verfilmung hatte.

25.05.2017 12:24 Uhr - Rayd
User-Level von Rayd 5
Erfahrungspunkte von Rayd 333
Danke für die Rückmeldungen.
@cyberdyne: die Comics hab ich leider nie gelesen, aber danke für die Ergänzung, so macht die after Credit Szene noch etwas mehr Sinn.

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)