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Duell

Originaltitel: Duel

Herstellungsland:USA (1971)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,74 (19 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Vertreter David Mann ist unterwegs zu seinem Kunden. Er hat es eilig, denn er will schnellstmöglich auch wieder zurück nach Hause. Als es mit dem Strassenverkehr in der glühend heissen Wüste Kaliforniens gerade mal zu laufen scheint, blockiert ein dreckiger Truck seinen Weg. Als ein Überholvorgang gelingt setzt Mann seinen Weg fort... doch der Truck holt auf. Und diesmal lässt dieser sich nicht abhängen! ()

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von (sic)ness_666:

Ein Film meiner Kindheit, der immer mit der Familie geschaut wurde wenn er im Free-TV kam. Doch ist der Film, den ich das letzte Mal vor ca. 20 Jahren gesehen habe, wirklich noch so gut wie ich ihn in Erinnerung habe? Ich spoilere und beantworte die Frage mit einem „Na aber hallo!“.

Duell ist als TV-Film produziert wurden und somit in seinem Budget begrenzt gewesen. Doch Regisseur Steven Spielberg zeigt, wie man mit wenigen Mitteln einen hochspannenden Nervenkitzel in TV-Länge baut. Und zwar so gut, dass der Film so einige Werke über die Jahre inspirierte, u.a. „The Hitcher“ und die „Joy Ride“-Reihe. „Duel“ ist übrigens nicht der erste Spielfilm von Steven Spielberg, wie er des Öfteren umworben wird. Sein erster Film „Firelight“ ist jedoch zum größten Teil verschollen. So könnte man sagen „Duel“ ist der erste Film von Steven Spielberg der der breiten Masse zur Verfügung steht.

Im Film selber befinden wir uns hauptsächlich bei David Mann (Dennis Weaver) im Auto  und verfolgen aus nächster Nähe wie er mit der Situation konfrontiert wird, dass ihn ein überholter Truck, aus dem Nichts, auf einmal nach dem Leben trachtet. Fährt er anfangs nur dicht auf oder bremst David aus, fängt er schon bald an ihn von der Straße zu drängen oder vor einen Zug zu schieben. Dann verschwindet er, um nur kurze Zeit später wieder aus dem Nichts aufzutauchen und noch erbarmungsloser zuzuschlagen. Da man die Gedanken, die David durch den Kopf gehen, mithört (öfters auch weil er einfach „laut denkt“) erfahren wir, was David für ein Charakter ist und können sein Handeln und Tun gut nachvollziehen und begründen. Schnell wird dadurch auch klar: Wir haben es bei David mit keinem Draufgänger zu tun, sondern mit einem einfachen Tagträumer, der mit seinem Privatleben und seinem Job eigentlich schon genug überfordert ist. Was vor allem bei einem Halt in einer Bar sehr deutlich wird, als er telefoniert und anschließend, versucht den Truckfahrer, der ihn terrorisiert, unter den Gästen auszuspähen.

Das Motiv oder gar ein Blick auf den Truckfahrer verwehrt uns der Film. Hier geht es nicht um die Fragen „Wer?“ oder „Warum?“. Der Film setzt einfach diese extreme Situation vor und der Zuschauer bleibt so ahnungslos wie der Hauptdarsteller. Und den interessiert nach einiger Zeit auch nicht mehr, wer ihm das antut oder warum. Es gilt nur noch aus dieser Situation zu entkommen. Der Soundtrack ist relativ schmal. Kommt der Film doch ohne viel musikalisches Beiwerk aus. Wenn dann aber sich der Soundtrack einschaltet, dann mit spannungsvollen Tönen die, der Atmosphäre noch einen draufsetzen. Kameratechnisch sind wir auch während der Verfolgungsszenen, dank Haubenkameras oder nahen Aufnahmen der Fahrzeuge, immer nah am Geschehen dabei. Meist jedoch auf der Höhe von Davids kleinem Auto, was den Truck noch mächtiger/bedrohlicher wirken lässt.

Die Spannung ist den Film über kontinuierlich oben, da es auch kaum Verschnaufpausen gibt. Denn gerade wenn David (oder der Zuschauer) denkt es wäre vorbei, taucht der Truck unter Geheul wieder auf der Straße auf oder wartet am Straßenrand auf uns.

Ein spannendes Katz und Maus-Spiel, das trotz kleinem Budget Hochspannung erzeugt.

 

9/10

9/10
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Kommentare

18.05.2017 08:18 Uhr - cecil b
3x
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Ich finde dass du einige wesentliche Punkte dieses spannenden Films ansprichst!

Was noch interessant wäre, sind der Soundtrack, die schauspielerische Leistung, und vielleicht noch ein Wort zu den Verfolgungsjagden, bzw. wie diese in Szene gesetzt werden.

Des Weiteren gehst du davon aus, dass jeder Leser weiß wer "Spielberg" ist. Auch wenn das nahe liegt, ist es doch sinnvoll zu erwähnen dass er der Regisseur von DUELL ist, und ein paar Klassiker zu benennen. Auch wenn in der Regel Filmfans die Leser sind, denke ich dass es sinnvoll ist, nicht UNBEDINGT jedes Wissen vorrausszusetzen. ;)

Flüchtigkeitsfehler: "Schnnel wird klar...."


23.05.2017 11:25 Uhr - (sic)ness_666
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Habe es mal bisschen überarbeitet. Danke für das Feedback!

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