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tschaka17
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Eintrag: 22.05.2017

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Warcraft - The Beginning

(Warcraft)
Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Fantasy

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,30 (10 Stimmen) Details
inhalt:
In Azeroth, dem Reich der Menschen, herrscht seit vielen Jahren Frieden. Doch urplötzlich sieht sich seine Zivilisation von einer furchteinflößenden Rasse bedroht: Ork-Krieger haben ihre, dem Untergang geweihte, Heimat Draenor verlassen, um sich andernorts eine neue aufzubauen. Als sich ein Portal öffnet, um die beiden Welten miteinander zu verbinden, bricht ein unbarmherziger und erbitterter Krieg um die Vorherrschaft in Azeroth los, der auf beiden Seiten große Opfer fordert. Die vermeintlichen Gegner ahnen jedoch nicht, dass bald schon eine weitere Bedrohung auftaucht, die beide Völker vernichten könnte. Statt sich zu bekämpfen, müssen sie nun zusammenhalten. Ein Bündnis wird geschlossen und zwei Helden, ein Mensch und ein Ork, machen sich gemeinsam auf den Weg, dem Bösen im Kampf entgegenzutreten — für ihre Familien, ihre Völker und ihre Heimat.
eine kritik von tschaka17:

Für Orks ist Krieg immer eine Lösung!

Verfilmungen von Computerspielen erfreuen sich stets der größten Beliebtheit bei Fans. Ok, lassen wir die Ironie. Grandiose Flops wie zuletzt Assassin´s Creed oder der geleckte 2015er-Hitman bescheren diesem Genre keine allzu guten Noten. Doch wenige gelungene unterhaltsame Werke wie Hitman - Jeder stirbt alleine oder auf dämliche Art belustigende Streifen wie DOA: Dead or Alive lassen einen ab und an hoffen. Wo genau positioniert sich da das technisch aufgeladenen Spektakel namens Warcraft: The Beginning?

Nein. Ich habe das Spiel nicht gespielt. Und im Gegensatz zu anderen Games kenne ich hier höchstens die Begriffe Orks, Horde und Allianz. Keine Übertreibung, mein Wissen über WoW tendiert gegen 0. Der Trailer dieses typischen PG-13 Vehikels versprach aber akzeptable Unterhaltung. Da kann man zwei Stunden mal investieren.

Story

Das Zuhause der Orks ist zerstört oder geht kaputt. So ganz genau kann man das nicht sagen. Auf jeden Fall hat der Haufen von Kriegern - Entschuldigung, die Horde - sich die Lebenswelt der Menschen als neues kuscheliges Plätzchen auserkoren. Und da man dort nur mit Hilfe eines Portals hinkommt besteht schnell ein Problem: Der Saft geht aus. Unglücklicherweise für die Menschen und ähnliche Wesen betreibt der böse Ork-Zauberer das Weltentor mit Energie aus Lebenssaft. Jap: Wenn die Leuten verrecken bleibt das Ding auf. So metzelt sich die Horde munter durch die Welt und nimmt Gefangene als Brennstoff. Doch die Menschen sind wehrhaft und finden bald Verbündete in Reihen der Orks. Denn auch einige dieser Monster erkennen das Ausmaß des Grauens, welches der fiese Magier Allen zufügt.

Die relativ vorhersehbare und simple Geschichte lässt sich auch durch Wortspiele kaum aufwerten. Hier haben wir wieder ein Beispiel von Zweckdienlichkeit. Der Film ist kein tiefgreifendes Drama mit schockierenden Twists, sondern pures Popcornkino. Und dafür langt die Handlung vollkommen.

Cast

Punkt Nummer 2 für die Zweckdienlichkeit. Die Charaktere sind schlicht gehalten, leicht flach und selbstredend sind Gut & Böse so einfach zu erkennen wie Arnie an seinem Dialekt. Wer hier mehr erwartet sollte seine Kompetenz zur Einschätzung stark überdenken.

Als Protagonist der Menschen haben wir Lothar (Travis Fimmel). Nein, nicht Loddar, sondern einen kräftigen Anführertypen, dem seine Mannen brav folgen. Wenn er quatscht wirkt er geerdet und clever, wenn er kloppt will ich nicht das Ziel seines Schwertes sein.

Boss der Frostwölfe auf Seiten der Orks ist Durotan. Einen Darstellernamen zu nennen wäre hier falsch, denn hier wird mit Motion-Capture-Verfahren gearbeitet. Mit verdammt krass genial gutem Motion-Capture-Verfahren! Dazu ein Schauspieler, der feine Details in sein Spiel einbaut - fertig ist ein riesiger Orkkrieger mit Herz.

Zudem dabei ist Ben Foster als Wächter. Dieser Kollege hat immer einen Hang zum Overacting und leichter Madness (Hostage hat mich nachhaltig verstört!). Auch hier finden wir einen typischen Ben Foster. Aber: Es passt und stört nicht. Geht in Ordnung.

Zuletzt erwähnenswert ist noch Dominic Cooper in seiner Rolle als König Llane. Er hat etwas Erhabenens und ist sich trotzdem nicht zu fein an vorderster Front zu kämpfen. Kann man so stehen lassen.

Technische Aspekte

Jetzt zum Kernpunkt des Interesses. Story ok, Cast & Figuren ok, wie steht´s mit Action und Optik? Richtig gut!

Es gibt viel Action. Dabei steigert sich der Film stetig vom kleinen Scharmützel zur mittelgroßen Schlacht und dann gegen Ende zu einem riesigen Aufeinanderprallen von zwei Heeren. Trotz der niedrigen Alterfreigabe bietet Warcraft: The Beginning einige brutalere Aufnahmen wie zerquetschte Köpfe, die aber aufgrund ihres Fantasy-Kontextes absolut FSK-12-tauglich sind. Die Kamera bietet viele Einstellungen und dabei trotzdem genug Übersicht. Von einem zu hektischen Geschneide wurde freundlicherweise abgesehen.

Absolute Sahne sind aber die Effekte. Vom grandiosen Motion-Capturing einmal abgesehen hat der Film einen polierten Hochglanzlook mit hellen Farben. Mag manch einer meckern, aber mir gefiel die frische Aufbereitung sehr! Bei Zaubern ist das CGI natürlich klar als solches erkennbar, aber so in den Film eingebettet, dass es passt. Landschaftsaufnahmen aus dem PC, ein Klopper von Lehmgolem und das Portal sind mehr als ordentlich animiert und generell hat man wohl Großteile des Budgets im SFX-Raum gelassen. Mit Erfolg!

Wer mich kennt weiß, dass mir auch der Soundtrack und dessen Abmischung wichtig sind. Und hier hat mich Warcraft extrem überrascht: Erwartet hatte ich eine 0815-Unterlegung. Der majestätische und treibende episch donnernden Brocken den ich dann bekam hat mich glatt weggehauen. Hier ein dickes Lob an die zuständigen Leute. Echt klasse Arbeit! Nebenbei bemerkt höre ich den Soundtrack während ich diese Rezi schreibe. Macht Laune das Ding.

Fazit

Selten würde ich in diesem Genre die Worte Fortsetzung und Wiederholung nennen. Hier tue ich es aber.

Warcraft ist ein simpel gestrickter Film mit passablen Figuren, der durch seine geniale Optik und den treibenden Sound einfach Spaß macht. Es gibt viel auf die Schnauze und eine große Liebe zum Detail. Und für Spielefans sicher noch mehr zu entdecken als für mich. Auch die für das Genre recht lang erscheinenden 123 Minuten Laufzeit sind erstaunlich kurzweilig.

Für reines Unterhaltungskino wird die Disc wohl noch öfter ihren Weg in den Player finden und der Autor bei einer möglichen Fortsetzung wahrscheinlich auch den Weg ins Kino.

Eine sehr positive Überraschung! Wer noch zweifelt sollte dem Vehikel einfach mal eine Chance geben.

Anspruchslose, aber spritzig spektakelnde 7/10

7/10
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Kommentare

22.05.2017 20:34 Uhr - TheRealAsh
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sehr launige Rezi, Tschaka. den Film hab ich mir tatsächlich zwecks Unterhaltung ab und an mal überlegt. Und da ich seit Dries nun weiß, dass Filme der Unterhaltung dienen, werd ich mir den dank deiner Fürsprache auch mal reinziehen, gibts glaub ich sogar auf netflix. Wenn er gut gemacht ist, lass ich mir das gerne gefallen :-D

22.05.2017 22:37 Uhr - tschaka17
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Da bist du bei mir genau an der richtigen Adresse :D

Für mich sind Rewatch-Faktor & vor allem Unterhaltungswert fast noch wichtiger als das Drumherum. So ist ein Revenant cineastisch einwandfrei und hat mich doch sehr gequält nicht einzuschlafen.

Warcraft sind pompöse Bilder und donnernder Sound - wer damit 2 Stunden Spaß haben kann macht nix falsch. Überraschungskandidat meiner Meinung nach, dachte nicht dat dat Vehikel mir echt so Laune bereitet.

23.05.2017 10:20 Uhr - NoCutsPlease
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22.05.2017 22:37 Uhr schrieb tschaka17
Für mich sind Rewatch-Faktor & vor allem Unterhaltungswert fast noch wichtiger als das Drumherum.

Und was ist, wenn du mal einen Film erwischst, der gar nicht für Unterhaltungszwecke gedacht ist? Kriegt der dann automatisch eine miese Bewertung?

23.05.2017 11:17 Uhr - tschaka17
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23.05.2017 10:20 Uhr schrieb NoCutsPlease
Und was ist, wenn du mal einen Film erwischst, der gar nicht für Unterhaltungszwecke gedacht ist? Kriegt der dann automatisch eine miese Bewertung?

Unterhaltungswert ist immer auf das Genre angepasst. Ein Warcraft soll einfach nur Laune machen, ein American History X zum Beispiel zum Nachdenken anregen oder ein Drama vielleicht tiefere Emotionen erzeugen.

Wenn diese Erwartung-Erfüllung stimmig ist kann der Film gute Punkte bekommen. Wenn es da hapert gibt´s halt Abzüge.

Ich persönlich kann aber mit vielen ach so gehypten Werken die aus produktionstechnischer Sicht das Non-Plus-Ultra sind nicht viel anfangen, wohingegen als "Dummenkino" bezeichnete Filme mir öfter echt Spaß machen. Geschmäcker sind halt verschieden.

Ich mag simple Spektakel meistens ;) Faire Deals!

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