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Slumber Party Massacre - The Sequel

Originaltitel: Slumber Party Massacre II

Herstellungsland:USA (1987)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror, Splatter
Alternativtitel:Don't Let Go
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,80 (5 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Nach einem schrecklichen Massaker wird die 16-jährige Cortney von brutalen Träumen gequält. Sie kann sich weder von diesen Aplträumen befreien, noch kann sie die in ihr erwachende Sexualität verleugnen. Sex, Drugs, Boys und ihre große Liebe, Rock'n'Roll, bestimmen immer mehr ihren Alltag. Ausgerüstet mit Junk Fod, Rauschgift sowie Rockmusik, bricht sie mit ihrer Clique zu einer wilden Wochenendfete auf. Doch ihre Alpträume werden zunehmend schlimmer: sie träumt von einem psychopathischen Rockstar, der am Ende seiner E-Gitarre einen Drillbohrer hat. Auch ihre Freunde können ihr nicht helfen, denn der Rock'n'Roll-Star mit seiner mörderischen Killergitarre wird grausame Wirklichkeit. Nach und nach metzelt der Lederrocker die Clique nieder - wer kann überleben...? (City Lights VHS)

eine kritik von dissection78:
Teenie-Miezen werden von irrem Killer mit riesiger Bohrmaschine terrorisiert...

Und ein weiterer Vertreter aus dem unerschöpflichen Slasher-Fundus der 80er-Jahre, und ein kleiner Slasher-Kultklassiker, der Spaß macht.

Klar gibt es bessere Filme als diesen, doch "Slumber Party Massacre" hat eine solch herzerfrischende Art, dass er aus dem damaligen Einerlei heraussticht. Er ist primitiv, hat eine seltsam-trashige Atmosphäre, kommt recht schnell zur Sache und ist amüsant. Die Charaktere sind sympathischer als die sonstigen dämlichen, drogenvernebelten Verlierer, die in anderen Schlitzer-Heulern dieser Zeit das Schlachtvieh abgeben. Außerdem werden parodistische Elemente eingebaut, die einem schon das eine oder andere Schmunzeln entlocken können. Die Effekte sind recht einfach und nicht sooo grafisch, dass sie eine Beschlagnahme rechtfertigen würden.

Die treibende Kraft hinter diesem für nur ca. 250.000 Dollar in Los Angeles und Umgebung gedrehten Films sind unüblicherweise zwei Frauen.
Für das Drehbuch war Rita Mae Brown zuständig, eine Schriftstellerin, die zugleich Aktivistin der linksliberalen Bürgerrechtsbewegung und der feministisch-lesbischen Frauenbewegung in den USA ist.
Regie führte Amy Holden Jones (später u.a. verantwortlich für das Drehbuch zu "Das Relikt", einer Verfilmung des gleichnamigen Horror-Romans von Douglas Preston und Lincoln Child).

Aus diesem Grund wurde "The Slumber Party Massacre" oftmals als "feministischer Slasher" bezeichnet. Dies ist jedoch irreführend, da die erste Drehbuchfassung etliche Male überarbeitet und so die eigentlich beabsichtigte Aussage und die Persiflierung der weiblichen Stereotypen im Slasher-Subgenre abgemildert und die tatsächliche Absicht von Brown verfremdet wurde. Jedoch... die Phallus-Symbolik in Form der Bohrmaschine dürfte selbst einem blinden Taubstummen mit Krückstock auffallen.

Als ausführender Produzent fungierte - in den Credits allerdings unerwähnt - Roger Corman.
Die Darsteller sind vielleicht nicht gerade herausragend, doch gefallen sie mir persönlich besser als jene in vergleichbaren Werken (und, nein, dies NICHT nur optisch).
Dazu passt die gesamte Machart, denn diese und die Filmmusik tragen zur bereits vorher erwähnten seltsam-trashigen Atmosphäre bei.

Also: Ein cooler Exploiter, der nie in deutscher Synchronisation erschien und der mehrere Fortsetzungen nach sich zog, als da wären:
"Slumber Party Massacre II" (1987), "Slumber Party Massacre III" (1990), "Cheerleader Massacre" (2003) und "Cheerleader Massacre 2" (2009).

Interessant ist, dass "The Slumber Party Massacre" als in Deutschland beschlagnahmt gilt, allerdings ist unklar auf welche Fassung sich der Beschlagnahmebeschluß bezieht.
Im BPJM-Report findet sich dazu folgender Eintrag:
"The Slumber Party Massacre", Virgin Vision Ltd., London/England, Beschlagnahmebeschluss vom 17.04.1989, AG München (AZ.: 4510s 465 bJs 164816/88), Beschlagnahmebeschluss rechtskräftig seit 08.08.1989

Allerdings ist der Film in England nie bei Virgin erschienen und hieß dort auch nicht "Slumber Party Massacre" sondern "Slumber Party Murders".

In Deutschland hieß die Fortsetzung "Slumber Party Massacre II" hingegen einfach nur "Slumber Party Massacre".

7 von 10 Punkten
7/10
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Kommentare

26.01.2017 02:18 Uhr - Der Todesking
1x
User-Level von Der Todesking 1
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Ist dies nun die Kritik für den offiziell 1. od. 2. Teil? Hab ich das richtig verstanden dass der offiziell 1. Teil bei uns in D Teil 2 ist & umgekehrt???

27.01.2017 02:12 Uhr - Dissection78
DB-Co-Admin
User-Level von Dissection78 15
Erfahrungspunkte von Dissection78 3.905
Seht gut beobachtet, Todesking! :)
Ist in der Tat die Kritik für den offiziell ersten Teil. Das Sequel hat mir nicht so gut gefallen. Da würde ich eher zu 5 Punkten tendieren, wobei ich alle drei Originalteile seit dem Rev nicht mehr gesehen habe. Da der erste bei uns "offiziell" nicht erschienen ist und soweit ich weiß bis heute keine deutsche Synchronisation vorliegt (nichtsdestotrotz wurde er "natürlich" beschlagnahmt), ist Teil 2 - wie im Text vermerkt - einfach als "Slumber Party Massacre" vermarktet worden.

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