SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
The Last of Us 2 · Eine emotionale Geschichte · ab 59,99 € bei gameware Böses Zombie-Spiel PS4 aus AT · Hol dir den Klassiker ohne Zollprobleme · ab 19,99 € bei gameware

Full Metal Jacket

Herstellungsland:Großbritannien, USA (1987)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Krieg
Alternativtitel:Stanley Kubrick's Full Metal Jacket
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,88 (29 Stimmen) Details
inhalt:
South Carolina 1967. Im Camp von Parrish Island werden Joker und seine Kameraden auf traditionell brutale Art zu Marines gedrillt. Der Ausbilder bezahlt seine Profiarbeit mit dem Leben: Leonard, sein Lieblingsopfer, erschießt den Schinder, bevor er sich selbst tötet. An der Dschungelfront in Vietnam, nach der Tet-Offensive, geraten Joker - der inzwischen als Journalist Heldenberichte für die Soldatenzeitung "Stars & Stripes" schreibt - und seine Kameraden in den Hinterhalt eines Heckenschützen. Die scheinbar einfache Wiedereroberung Hues gerät zum verlustreichen Desaster. Der Scharfschütze, ein Vietcong-Mädchen, wird von den Soldaten getötet, die Aktion aber überleben nur wenige
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von knochentrocken:

"FULL METAL JACKET" (Vollmantelgeschoss) 

 

  • VORWORT:

"Ich bin Gunnery Sergeant Hartman und zuständig für eure Grundausbildung! Von nun an werdet ihr nur reden, wenn ihr angesprochen seid! Und das erste und das letzte Wort aus eurem dreckigen Maul wird "Sir" sein! Habt ihr Maden das verstanden?"

Stanley Kubrick ist schon ein Fuchs! Nachdem schon einige Filme über den Vietnamkrieg erschienen ("Platoon", "Apocalypse Now", ganz jung nach dem Vietnamkrieg 1978 "The Deer Hunter"), nam sich auch der Brite nach großen Filmen wie "2001", "Shining" und "Clockwork: Orange" das Thema 1987 zur Brust. Wenn auch zu spät, ist er doch ein interessanter Beitrag. Es ist sein Vorletzter Film. 

Aber nun zurück dazu, weshalb Kubrick ein so schlauer Fuchs ist. Einige sehen in dem Film die perfekte Umsetzung für den Schrecken des Krieges, und was die Ausbildung zum Soldaten und der Einsatz im Krieg aus einem Menschen machen kann. Andere wiederum sehen in dem Film nichts weiter als einen weiteren stupiden Patriotenschwachsinn ohne Hirn und nicht als wichtigsten Beitrag des Genres. Und dann gibt es welche, die schon fast ihren Hut vor Herrn Stanley Kubrick ziehen.

Denn in ihren Augen ist der Film eine glasklare SATIRE - gespickt mit schwarzem Humor (im Hinterkopf: Stanley Kubrick war Engländer) - an die Sinnlosigkeit des Krieges. Und unter diese Leute zähle auch ich mich. 

  • DER FILM: 

Der Film ist in seinen, für Kriegsfilme eher kurzen 118 min. in zwei Teile (wie viele Filme von Kubrick in England in  London gedreht) aufgeteilt. Der erste Teil zeigt die Ausbildung, die in vielen Augen als brutal und schonungslos dargestellt wird. Der zweite Part spielt in Vietnam und die Soldaten sind nun ausgebildet zum töten und dort stationiert.

Doch tasten wir uns doch ganz langsam ran...

  • AUSBILDUNG: PARRIS ISLAND (Teil 1):

"Marine Corps Recruit Depot Parris Island" ist ein tatsächlich existierender Ort in den USA in South Carolina. Dort werden Männer (zur Zeit 1965-1975) zu Marines ausgebildet. Hygiene und Sauberkeit wird sehr geschätzt. Die Abschottung der zivilen Welt und Integrierung in die Welt der Marines findet statt. Um die Abschlussprüfung zu bestehen, müssen Rekruten in einer 54-stündigen Übung mehrere Aufgaben unter besonderen Belastungen (Stress, Nahrungs- und Schlafentzug) erfüllen. 

"Haben Ihre Eltern je lebenden Nachwuchs gehabt?" - "Sir! Jawohl, Sir!" - "Ich wette, das tut denen Leid! Sie sind so hässlich, Sie könnten glatt ein modernes Kunstwerk sein! Wie ist Ihr Name, Sie Fettsack?" - "Sir! Lenard Lawrence, Sir!" - "Lawrence? Lawrence? Was? Von Arabien?" - "Sir! Nein Sir!" - "Der Name klingt richtig adelig! Sind Sie adelig?" - "Sir! Nein, Sir!" - "Lutschen Sie Schwänze?" - "Sir! Nein, Sir!" - "Bullshit! Ich wette, Sie saugen glatt 'nen Golfball durch 'n Gartenschlauch!" - "Sir! Nein, Sir!- "Ich kann den Namen Lawrence nicht ausstehen! Nur Schwuchteln und Matrosen heissen Lawrence!"

Nachdem wir gesehen haben wie unseren Privates der Kopf kahl rasiert wird, stehen alle stramm neben ihren Betten. Gunnery Sgt. Hartman kommt hinein, hält seine Rede. Diese ist klar und deutlich ausgesprochen. Er weiss wovon er redet und was er zu sagen hat. Doch dann fängt er an die jungen Männer zu prüfen. 

Was meine ich damit? Man kennt es aus moderneren Vertretern wie "Jarhead" oder "Hacksaw Ridge" wo die Rekruten zur 'Sau' gemacht werden. Doch auch wenn man jetzt sagen könnte, dass diese beiden Filme sich an diesem hier bereichert haben, muss ich sagen, so unrealistisch und übertrieben komisch habe ich es nur in "Full Metal Jacket" gesehen. Es hat mich nicht abgeschreckt sondern viel mehr belustigt, was im Kontext doch eher merkwürdig gewesen ist. Doch noch heute lache ich über Sgt. Hartmans Kommentare zum Aussehen anderer oder deren Herkunft. 

Es mag sein dass es nur so lustig rüberkommt, da Sgt. Hartman bzw. Darsteller R. Lee Ermey den Großteil der Szene nur improvisiert hat, doch auch in anderen Medien und auch in der Masse der Bevölkerung wird diese Figur noch heute parodiert ("The Frighteners" zb.).

  • WICHTIGSTE FIGUREN:

"Das Marine Corps will keine Roboter, das Marine Corps will Killer!"

​- GUNNERY SGT. HARTMAN: 

 R. Lee Ermey ist 1944 geboren und ist tatsächlich ein US-Marine. Mittlerweile im Ruhestand. Ursprünglich nur als Berater angesetzt (er lieh dem Darsteller Tim Colceri sogar ein altes Buch mit Sprüchen und Beleidigungen aus seiner Dienstzeit), sah Kubrick ein Testvideo von ihm in der Ermey ohne Komma und Pause durchgehend die Rekruten beleidigt. Doch diese Figur ist sehr überspitzt dargestellt. Am Ende der ersten Hälfte stirbt Gunnery Sgt. Hartman durch die Hand von Vincent D'Onofrios' Rolle.

- PRIVATE PAULA: 

Lenard Lawrence alias "private Paula" ist einer der Neulinge. Er ist anderst als die anderen, denn Lenard Lawrence ist übergewichtig und vlt. auch etwas zurückgeblieben. Doch warum sollte man ihn von den anderen abgrenzen? Er hat genauso die Chance wie alle anderen ein guter Marine zu werden. Auch heute noch ist jeder bei der Armee "willkommen". Reden wir hier also um ein Vorreiter von Mobbing? Diskriminierung in der Armee? Unter den Rekruten bzw. den Marines ganz sicher. Das wird es geben. Aber vom Ausbilder selbst? Tut mir leid. Das glaube ich nicht. Ich glaube auch nicht dass der Ausbilder (in diesem Fall Sgt. Hartman gegenüber Lawrence/Paula) den Rekruten entgegen handgreiflich wird. Für mich ist dies eine klare, absichtliche Übertreibung um den Zuschauer abzuschrecken. Denn selbst in "Hacksaw Ridge" werden die Soldaten schickaniert und beschimpft, die Ausbilder werden allerdings nicht handgreiflich. 

Nach ausreichendem Mobbing und Schickanierung, wird Paula wahnsinnig, meistert seine Ausbildung mit dem Antrieb zu töten, um sich selbst am Ende umzubringen. 

Eine deutliche Warnung vom Meister des 20. Jahrhunderts, das Diskriminierung überall existiert. 

- PRIVATE JOKER: 

"Sind sie vielleicht John Wayne, oder bin ich das?!"

Der von Matthew Modine verkörperte private James T. Davis scheint ein Faible zum Humor zu haben. Auch wenn dieser nicht immer passend und mit viel schwarzem Humor gespickt ist, ist diese Hauptfigur wohl der zentrale Ausgangspunkt um zu behaupten, dass dieser Film eine Satire ist und "Joker" den 'Geist' und die Aussage des Filmes wiederspiegelt.  

"Private Joker" muss sich während der Ausbildung um Lenard Lawrence kümmern. Er sorgt sich um ihn als er mitbekommt dass Paula mit seiner Waffe redet und sich komisch verhält. Und er ist auch derjenige, der sich zunächst scheut, private Paula in der Nacht mit der Seife in der Socke zu schlagen. Somit kann er als Symbol für das "Gute" bzw. den "beschützenden Engel" gesehen werden, welcher nicht nur versucht zu schützen, sondern der auch über die Sinnlosigkeit des Krieges lacht und ihn neben ernsten Momenten dennoch mit Humor nimmt.

"Marine, was haben Sie da für ein Abzeichen an Ihrer Kugelweste?" - "Ein Friedenssymbol, Sir!" - "Wo haben Sie das her?" - "Ich weiß nicht mehr, Sir!" - "Und was haben Sie da oben auf Ihren Helm geschrieben?" - ""Born to Kill", Sir!" - "Sie schreiben "Born to Kill" auf Ihren Helm und tragen ein Friedensabzeichen!? Was soll das bedeuten? Halten Sie das etwa für witzig?"

  • EINSATZ IN VIETNAM (Teil 2):

"Wenn ihr Ladys meine Insel verlasst, wenn ihr meine Ausbildung überleben solltet, seid ihr eine Waffe, seid ihr Priester des Todes und betet um Krieg!"

Nach der Ausbildung zum Marine werden die Soldaten zu verschiedenen Orten in Vietnam gebracht. Private Joker ist nun Kriegsberichterstatter bei der Armeezeitung "Stars and Stripes" und zunächst hinter der Front im Einsatz, was ihm nicht schmeckt. Später aber kommt er in Huế zum Einsatz und soll dort über die Ereignisse und die zerstörte Stadt berichten. Er trifft seinen alten Kameraden "Cowboy" wieder und sie ziehen zusammen weiter.

Irgendwann fallen sie unter schweren Beschuss in einer zerstörten Umgebung, einer Ruine. Dort werden viele getötet, es fließt viel Blut. 

ACHTUNG ES FOLGT EIN FETTER SPOILER ZUM ENDE DES FILMS:

 

Nachdem auch "Cowboy" vom Heckenschützen niedergestreckt wird, tötet private Joker den Heckenschützen. Dieser entpuppt sich nicht als Mann, sondern als vietnamesische Frau. Joker tötet sie durch einen Gnadenschuss. Dies ist einmal mehr der Beweis, dass Joker als "Engel" für jeden da ist, und kein Monster im eigentlichen Sinne. 

Als Private Joker sich vorbereitet, den Heckenschützen zu erschießen, rückt nach und nach sein Friedenszeichen an der Brust in den Hintergrund, während sich der „Born-to-Kill“-Schriftzug auf seinem Helm langsam nur noch auf das „Kill“ beschränkt. Damit wird die "Reife" bzw. die Vollendung zum entgültigen Killer und Marine dargestellt. Obwohl sich Joker immer beschwerte, nicht im Einsatz zu sein, war er jetzt doch im Krieg! 

 

SPOILER ENDE

  • FAZIT:

So war die Ausbildung also völlig sinnlos und nichtsbringend, denn Sgt. Hartman hatte zwar recht, jeder Marine ist nun ein guter Marine und ein Priester des Todes, doch bleibt vorallem Joker ein Mann mit Gewissensbissen und jemand, der über seine Taten nachdenkt, obwohl er auch darüber "Witze" machen kann.

Und somit bleibt am Ende, in Jokers Augen, der Krieg nur ein schlechter Witz...

Und in meinen Augen neben "2001", der Meisterstreich von Stanley Kubrick. Denn auch wenn der Film im zweiten Part ganz klar schwächelt und man immer gerne nur den ersten sieht, punktet dieser Film bei mir einfach mit seiner Intelligenz!

 

Vielen Dank Mr. Kubrick.

 

The Mickey Mouse Club Theme Song: 

Who's the leader of the club that's made for you and me?
M-I-C-K-E-Y M-O-U-S-E.

Hey there. Hi there. Ho there. You're as welcome as can be.
M-I-C-K-E-Y M-O-U-S-E.

Mickey Mouse. (Mickey Mouse.)
Mickey Mouse. (Mickey Mouse.)

Forever let us hold our banner high.
High. High. High.

Come along and sing a song and join the jamboree.
M-I-C-K-E-Y M-O-U-S-E.

Here we go a-marching and a-shouting merrily.
M-I-C-K-E-Y M-O-U-S-E.

We play fair and we work hard and we're in harmony.
M-I-C-K-E-Y M-O-U-S-E.

Mickey Mouse. (Mickey Mouse.)
Mickey Mouse. (Mickey Mouse.)

Forever let us hold our banner high.
High. High. High.

Boys and girls from far and near you're as welcome as can be.
M-I-C-K-E-Y M-O-U-S-E.

Who's the leader of the club that's made for you and me?
M-I-C-K-E-Y M-O-U-S-E.

Who is marching coast to coast and far across the sea?
M-I-C-K-E-Y M-O-U-S-E.

Mickey Mouse. (Mickey Mouse.)
Mickey Mouse. (Mickey Mouse.)

Forever let us hold his banner high.
High. High. High.

Come along and sing a song and join the family.
M-I-C-K-E-Y M-O-U-S-E.

 

 

 

 

 

 

 

8/10
mehr reviews vom gleichen autor
Es
Knochentrocken
10/10
schwarze
Knochentrocken
9/10
Aliens
Knochentrocken
10/10
Terminator:
Knochentrocken
die neuesten reviews

Kommentare

13.06.2017 00:53 Uhr - Knochentrocken
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 441
Ich freue mich auf eine Diskussionsrunde, wer möchte, ist herzlichst eingeladen mitzumachen.
Thank you guys!

13.06.2017 07:11 Uhr - NoCutsPlease
4x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 23
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 12.120
Für mich ist der Film eine sehr gute 9/10 und auf seine Weise einfach einzigartig.

Trotz Spoilerwarnung ist der Leser nicht unbedingt darauf gefasst, dass du das komplette Ende verrätst. Ich empfehle dringend diese Textstellen mit einem gesonderten Hinweis abzugrenzen.

Kubricks erste Arbeit zum Thema Vietnam, aber nach "Fear and Desire" und "Paths of Glory" ist dies bereits sein dritter Kriegsfilm.
Erstgenannter läuft übrigens rund eine Stunde, DAS ist eine kurze Laufzeit für das Genre und nicht unbedingt 118 Minuten, auch wenn manche großen Werke natürlich die zwei Stunden weit überschreiten.

Deine eine Aussage beim Absatz zu Private Paula wirkt etwas seltsam, denn ein Ausbilder kann auch mobben und diskriminieren ohne handgreiflich zu werden. Schließlich macht Hartman die Jungs ja permanent fertig.

Und dafür, dass du dich so als kunstvoller Drehbuchautor bezeichnest, haust du immer ein paar echt schräge inhaltliche/schriftliche Kinken in deine Texte.

13.06.2017 07:34 Uhr - Angertainment
3x
DB-Helfer
User-Level von Angertainment 15
Erfahrungspunkte von Angertainment 3.893
Hi, ich bin zwar nicht mehr so aktiv hier, aber lese hin- und wieder gerne die aktuellen Reviews auch wenn ich nicht immer kommentiere.
Bei dieser bin ich aber neben den inhaltlichen Fehlern die Kollege NoCuts ansprach auch über diverse Formulierungen gestolpert und fragte mich ob diese ganzen Zitate so hintereinander geklatscht werden müssen, das füllt doch nur... und was soll dieser Mickeymouse-Kram?
Struktur ist ja gut gemeint, aber wenn dann nicht so viel drin steht ausser Zitate kann man es sich auch sparen.
Das soll allerdings konstruktiv gemeint sein, ist ja grundsätzlich schön das jemand so viel Energie mitbringt.

13.06.2017 08:44 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 18
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 6.696
Das Review reflektiert meiner Meinung nach wiedermal zu sehr den Selbstdarstellungsdrang, wie ich es als Meinung schon bei der News zu American Gods angesprochen habe, als es sich wirklich mit dem Film auseinandersetzt. Fadenscheinige Erläuterungen zu Charakteren mit psychologischen Auswüchsen wie Kubrick den Film gedacht haben könnte und wie er die Figuren darin dem Zuschauer zeigen will und Zitate aus dem Film überdecken dies nur.
Zur Joker-Szene am Ende und hier möchte ich FETTE SPOILERWARNUNG ansetzen:
Er hatte meiner Meinung nach durch die Erfahrung mit Paula auf der Toilette (was im Subtext mit dem gleichen Musikscore unterlegt wird), in der er mit Gewalt und Tod noch unberührter war und somit handlungsunfähiger, jetzt auch eine Gewissensentscheidung zu treffen. Zugleich kam der verbale Aspekt der Gruppe dazu und die Tatsache das Cowboy erschossen wurde. Somit und als quasi Selbstheilungsprozess damals nicht gehandelt zu haben ergreift er hier die Initiative.
Und was ist ein Meistersteich? Hybrid zwischen Geniestreich und Meisterstück? Ich denke JETZT ist die Diskussion eröffnet:)))

13.06.2017 09:49 Uhr - leichenwurm
1x
DB-Helfer
User-Level von leichenwurm 5
Erfahrungspunkte von leichenwurm 420
@Angertainment: Der "Mickey Mouse Kram" ist ebenfalls ein direktes Zitat aus dem Film... und wird am Ende im "Militär Jargon" zum besten gegeben... ;-) !

Ansonsten hab ich leider schon wieder das Gefühl, dass ihr geschätzten Kollegen etwas übers "konstruktive kritisieren" hinaus schiesst. Gerade weil an anderer Stelle jüngst ein gewisses "Legomännchen" als "notorischer Nörgler" bezeichnet wurde... nix für Ungut!

13.06.2017 09:52 Uhr - Knochentrocken
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 441
@Nocuts

Ich werde eine zusätzliche Spoilerwarnung einfügen, danke für den Hinweis ;-)

@Ghost

Das ist deine Meinung, ich versuche mit dieser Review lediglich meine Empfindungen zum Film auszudrücken ;-)

13.06.2017 09:54 Uhr - Knochentrocken
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 441
@Angertainment

Die Zitate habe ich hinzugefügt, da sie meines Erschtens zu den jeweiligen Punkten passen. Bzw. sind sie eine Verdeutlichung von dem was bspw. in der Ausbildung passiert. (Schikane, Mobbing etc.)

Der Mickey mouse song am Ende ist einfach nur ein kleines Gimmick. ;-)

13.06.2017 10:01 Uhr - Angertainment
DB-Helfer
User-Level von Angertainment 15
Erfahrungspunkte von Angertainment 3.893
@Weltraumgott: ist ja in Ordnung, fand es nur etwas viele Zitate.
@Leichenwurm: Danke für's aufklären wegen der Mouse. Das mit dem Legomännchen verstehe ich nicht und wollte dem neuen Schreiber wirklich nichts böses.

13.06.2017 10:02 Uhr - Ghostfacelooker
2x
User-Level von Ghostfacelooker 18
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 6.696
13.06.2017 09:49 Uhr schrieb leichenwurm
@Angertainment: Der "Mickey Mouse Kram" ist ebenfalls ein direktes Zitat aus dem Film... und wird am Ende im "Militär Jargon" zum besten gegeben... ;-) !

Ansonsten hab ich leider schon wieder das Gefühl, dass ihr geschätzten Kollegen etwas übers "konstruktive kritisieren" hinaus schiesst. Gerade weil an anderer Stelle jüngst ein gewisses "Legomännchen" als "notorischer Nörgler" bezeichnet wurde... nix für Ungut!


Im Kontext dessen das besagtes Legomännchen und dieser Kollege hier die zwanghafte zur Schaustellung Ihrer Meinung gemeinsam haben, ob sie nun Sinn macht oder nicht gebe ich dir Recht. Lego Ash sollte erstmal Reviews verfassen bevor er andere maßregelt, während Weltraumgott mal sein Ego anders definieren sollte, was man leider auch im Review hier wieder deutlicher merkt.

13.06.2017 11:38 Uhr - Knochentrocken
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 441
13.06.2017 10:01 Uhr schrieb Angertainment
@Weltraumgott: ist ja in Ordnung, fand es nur etwas viele Zitate.
@Leichenwurm: Danke für's aufklären wegen der Mouse. Das mit dem Legomännchen verstehe ich nicht und wollte dem neuen Schreiber wirklich nichts böses.



Habe ich auch nicht so wahrgenommen Anger ;-)

13.06.2017 11:39 Uhr - Knochentrocken
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 441
Hat denn jemand eine andere Sichtweise zu dem Film?

13.06.2017 15:12 Uhr - JasonXtreme
2x
DB-Co-Admin
User-Level von JasonXtreme 13
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.531
Ich mag den Film zwar, er ist für mich aber nicht so hochgelobt wie vielerorts. Zudem ist es für mich wiederum aber Kubricks bester Film, da seine Sachen sonst nicht so wirklich an mich gehen. Das dazu.

Die Rezi.... nun ja mir sind es zuviele Spoiler und vor allem zu heftige für eine Rezension. Einige Formulierungen stimmen so nicht ("Und unter diese Leute zähle auch ich mich" müsste heißen ZU diesen Leuten...) - aber das is mein persönliches Faible ;). Die Zitate fallen mir auch zu umfangreich aus - wenn man die wegnimmt ist die Seite um einiges kleiner. Das wäre nicht schlimm, aber man sollte eine Rezi nicht um Zitate rumbauen, finde ich.

Was die Meinung angeht der Film sei eine Satire.... puh, damit komme ich nicht klar, weil ich keinen Ansatzpunkt dafür erkenne. Aber das ist ja nur subjektiv - da kann man diskutieren statt meckern.

@ leichenwurm
Wieso? Kritik ist doch erwünscht? Es wurde bislang nichts unverschämtes geschrieben - meinerseits zumindest.

13.06.2017 16:10 Uhr - leichenwurm
1x
DB-Helfer
User-Level von leichenwurm 5
Erfahrungspunkte von leichenwurm 420
@Jason: Klar Kritik ist immer erwünscht. Mein Kommentar bezog sich darauf, daß ein anderer User an anderer Stelle ähnlich Kritik äusserte wie die Kollegen hier. Allerdings wurde besagter User dort prompt zum "notorischen Nörgler" abgestempelt. Das wirkt auf mich einfach unfair und nicht wie konstruktive Kritik. Aber... egal. Der Autor dieses Reviews siehts ja auch ganz entspannt. Mich nervts...

13.06.2017 16:28 Uhr - Knochentrocken
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 441
@Jason

Schaue ich mir nochmal an ;-) Danke für dein Feedback.
Für mich ist der Film, vorallem in der ersten Hälfte, einfach zu überspitzt, Comichaft.

13.06.2017 16:28 Uhr - Knochentrocken
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 441
Darum Satire

13.06.2017 16:35 Uhr - naSum
1x
User-Level von naSum 12
Erfahrungspunkte von naSum 2.099
13.06.2017 15:12 Uhr schrieb JasonXtreme

Was die Meinung angeht der Film sei eine Satire.... puh, damit komme ich nicht klar, weil ich keinen Ansatzpunkt dafür erkenne. Aber das ist ja nur subjektiv - da kann man diskutieren statt meckern.


Jason, da muss ich dir Xtreme widersprechen, denn Full Metal Jacket trieft nur so vor satirischer und schwarzhumoriger Aktualität. Dazu sei vor allem die Verbindung von Bild und Musik zu erwähnen oder der Kontrast zwischen Aussagen und Handlungen der Charaktere.

Wenn man die Ansatzpunkte der Satire allerdings nicht erkennt, ist klar, warum man den Film nicht mag. Evtl einfach nochmal ne Chance geben oder mal in mein Review zum Film schauen, da bin ich glaub auch drauf eingegangen.


@ Weltraum:
Deine Deutungen zum Film gefallen mir sehr gut, speziell die Analyse der Bildkomposition der finalen Szene. Die Zitate waren aber auch mir ein wenig zu viel. Aber das ist ja einfach Geschmackssache.

13.06.2017 17:55 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 18
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 6.696
13.06.2017 16:10 Uhr schrieb leichenwurm
@Jason: Klar Kritik ist immer erwünscht. Mein Kommentar bezog sich darauf, daß ein anderer User an anderer Stelle ähnlich Kritik äusserte wie die Kollegen hier. Allerdings wurde besagter User dort prompt zum "notorischen Nörgler" abgestempelt. Das wirkt auf mich einfach unfair und nicht wie konstruktive Kritik. Aber... egal. Der Autor dieses Reviews siehts ja auch ganz entspannt. Mich nervts...


Besagter User hat sich unter anderem bei The Void von Calahan gezeigt und ich finde er sollte, da er das auch woanders so handhabt erstmal selbst Reviews verfassen wie ich es schon oben geschrieben habe, schade das es dich nervt wenn man andere die vielleicht keine überspitzten Fehler gemacht haben wie Calahan in Schutz nimmt

13.06.2017 19:05 Uhr - leichenwurm
1x
DB-Helfer
User-Level von leichenwurm 5
Erfahrungspunkte von leichenwurm 420
@Ghost: Nein... DAS nervt mich nicht. Ich bin der erste, der auf überspitzte oder zu penibele Kritik allergisch reagiert (kann NoCuts nen Lied von singen ;-)) ! Aber dem einen vorwerfen ein "Nörgler" zu sein nur um im nächsten Moment mindestens genauso penibel zu "nörgeln" passt ja irgendwie auch nicht... ! Ansonsten... siehe PN-Posteingang ;-)

13.06.2017 19:10 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 18
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 6.696
13.06.2017 19:05 Uhr schrieb leichenwurm
@Ghost: Nein... DAS nervt mich nicht. Ich bin der erste, der auf überspitzte oder zu penibele Kritik allergisch reagiert (kann NoCuts nen Lied von singen ;-)) ! Aber dem einen vorwerfen ein "Nörgler" zu sein nur um im nächsten Moment mindestens genauso penibel zu "nörgeln" passt ja irgendwie auch nicht... ! Ansonsten... siehe PN-Posteingang ;-)


Sag ja, ihr kennt euch Jungs^^

13.06.2017 19:30 Uhr - NoCutsPlease
3x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 23
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 12.120
Hier wird gerade vergessen, dass ich auch sehr oft lobe und davon können sehr viele Leute ein Liedchen singen. ;)
Das ist ein großer Unterschied zu jemandem, der sich anscheinend nur unter Reviews blicken lässt, um den Autoren vorzuwerfen, dass sie die falsche Punktzahl geklickt haben und ansonsten unter Newstexten mit mächtig Schleichwerbung für Kinovorstellungen in Wolfsburg genervt hat.
Und zweitens besteht ein Unterschied zwischen der Kritik an etwas objektiv/sachlich falschem und einer subjektiven Filmeinschätzung, die individuell ist.
OK, das von meiner Seite. Da das auch mit dem hier vorliegenden Review nur am Rande zu tun hat, lass ich es darauf beruhen.

13.06.2017 19:52 Uhr - JasonXtreme
4x
DB-Co-Admin
User-Level von JasonXtreme 13
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.531
13.06.2017 16:35 Uhr schrieb naSum
13.06.2017 15:12 Uhr schrieb JasonXtreme

Was die Meinung angeht der Film sei eine Satire.... puh, damit komme ich nicht klar, weil ich keinen Ansatzpunkt dafür erkenne. Aber das ist ja nur subjektiv - da kann man diskutieren statt meckern.


Jason, da muss ich dir Xtreme widersprechen, denn Full Metal Jacket trieft nur so vor satirischer und schwarzhumoriger Aktualität. Dazu sei vor allem die Verbindung von Bild und Musik zu erwähnen oder der Kontrast zwischen Aussagen und Handlungen der Charaktere.

Wenn man die Ansatzpunkte der Satire allerdings nicht erkennt, ist klar, warum man den Film nicht mag. Evtl einfach nochmal ne Chance geben oder mal in mein Review zum Film schauen, da bin ich glaub auch drauf eingegangen.


@ Weltraum:
Deine Deutungen zum Film gefallen mir sehr gut, speziell die Analyse der Bildkomposition der finalen Szene. Die Zitate waren aber auch mir ein wenig zu viel. Aber das ist ja einfach Geschmackssache.


Deine Rezi schau ich mir beizeiten nochmal an, hab den Film aber sicher zehnmal gesehen, und der war für mich so satirisch wie Apocalypse Now, nämlich nicht :D aber auch nicht so gut

13.06.2017 20:25 Uhr - OUATIA
2x
Ein großartiger Film. Erst letzte Woche mal wieder gesehen. Mein Lieblingsfilm von Kubrick (bedeutet für mich in dem Fall, welcher mich am meisten unterhält) ist allerdings Lolita :)

13.06.2017 22:00 Uhr - cecil b
2x
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 18
Erfahrungspunkte von cecil b 6.136
Nun. Das Review ist experimentell und gewöhnungsbedürftig. So wie der Film, unabhängig davon, dass es sich dabei um einen Film der ersten Liga handelt. Es wurde schon viel über diesen Film geschrieben, fast jeder Filmfan kennt ihn, und FULL METAL JACKET bietet viele Interpretationen. Bei manchen sehr bekannten Filmen wird das oft als willkommen geheißen, wenn mal etwas experimentelles dazu geschrieben wird, weil sowieso schon viel zum Film gesagt wurde. Das geht doch in diesem Fall auch so. :)

Kritik: Die richtigen Worte zu schreiben, den richtigen 'Ton' zu treffen, ist nicht unbedingt leicht, wenn man kritisch ist. Lob ist einfach. Der Autor bietet freundlich eine Diskussionsrunde an, und geht souverän damit um. Wer sich weit aus dem Fenster lehnt, kriegt auch schnell negative Kritik ab, das hat dann doch auch eine Berechtigung, solange es nicht maßlos oder gar beleidigend ist. Die Meinung soll hier bestimmt nicht verboten werden, solange man es nicht übertreibt, und an dieser Stelle sind doch alle Meinungen verständlich. :)

Grundsätzlich kann doch auch JEDER eine Kritik äußern, auch wenn es sich NUR um einen Besucher handelt. Dabei kommt es aber natürlich ganz besonders auf die Form an, denn es ist ja so eine Sache, jemand seine 'Arbeit' zu erklären, der nicht selber in diesem Bereich tätig ist. ;)

Ich finde das Review interessant und gar nicht schlecht. Allgemein: wie fast immer an so einer Stelle, weise ich daraufhin hin bitte nicht zu oft zu experimentieren, und konstruktive Kommentatoren nicht grundsätzlich zu ignorieren, denn Reviews sind für die Leser. :) Mal zu experimentieren ist doch aber eine nette Abwechslung, mir selbst gefällt es auch mal ;)

13.06.2017 22:46 Uhr - Knochentrocken
1x
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 441
@cecil b

Vielen dank für dein Feedback. :-)
Ja diese Review ist in der Tat ein Experiment. Gerade weil ich davon ausging, dass jeder den Film kennen sollte, habe ich versucht ihn mal zu deuten.
Eine Art Besprechung sozusagen. ;-)

13.06.2017 23:18 Uhr - Calahan
1x
User-Level von Calahan 2
Erfahrungspunkte von Calahan 60
Full Metall Jacket als Satire, hmh ich denke so 2-3 x hab ich ihn gesehen. Deine Besprechung ist super und umfangreich aber Satire, nicht wirklich.
Der Kommandoton mit dem die Rekruten angebrüllt wurden lässt nichts auf einen lustigen oder auch nur ironischen Ansatz schließen.
Dieses Schema wurde auch in der Bundeswehr verwendet man brüllt die (meist 18 -20 Jahre alten Rekruten) an.

13.06.2017 23:26 Uhr - Knochentrocken
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 441
@Calahan

Erst einmal danke ;-)

Naja, das Brüllen nicht persé, aber schau dir doch nur alleine die Zitate an. So überzogene Dialoge... das muss Satire sein. Mit soeinem Text würde niemand angeschrien. Nicht einmal in der Bundeswehr. (Weiss ich aus sicheren Quellen). ;-)

13.06.2017 23:48 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 10
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.350
Wow, bei euch geht ja die Post ab. Ich will auch nicht allzu viel loswerden, nur sagen, dass mir die Leidenschaft hinter deinem Review gefällt und ich einiges sehr gelungen finde. Weiter so!

13.06.2017 23:52 Uhr - Calahan
1x
User-Level von Calahan 2
Erfahrungspunkte von Calahan 60
Satire bei der Bundeswehr.. ja hatte ich,
Falsche Antwort bei Fragen nach unseren Gegnern im Unterricht von Feinderkennung , (Befehl von meinem Feldwebel) gehen sie sofort zum Friseur.
Den bein Bund anmerke.. der hatte ne Glatzenmaschine^^
Hatte aber zu, sein Ruhetag..mein Glück^^
Ach und das wurde gebrüllt weil er sich von mir verarscht fühlte^^


14.06.2017 11:34 Uhr - JasonXtreme
2x
DB-Co-Admin
User-Level von JasonXtreme 13
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.531
@ nasum
Ja also ich hab Deine Rezi nochmal gelesen eben - ich verstehe auch wie Ihr das meint - aber ich gehe nach wie vor nicht konform in der Ansicht, dass FMJ satirisch ausgelegt sein soll.

Einerseits sowas wie "these boots are made for walking" zur entsprechenden Szene, andererseits die Nummer "Born to Kill" vs. "Peace Zeichen". Wenn man sich die Kriegsfilme - oder hier besser Antikriegsfilme - über die Jahre so anschaut, dann kriegt man solche Dinge doch durchaus immer wieder mal zu Gesicht.

Wieso? Einerseits die Namensgebung von Gunnery Sgt. Hartman für die Soldaten. Das ist eigentlich eine gängie Sache in der Army, dass Namen vergeben werden die komplett konträr zum Träger gehen - oder eben auch genau passend sind, je nach dem wie es eben ausgeht. Die Musik selbst im Film ist ja die typische Musik zur Zeit des Vietnam-Konflikts, und da diese auch in FMJ nicht jedesmal exakt so gesetzt wurde, dass daraus eben etwas satirisches ergeht... Dann ist es auch satirisch "Paint it Black" oder "Surfing Bird" in Apocalypse Now zu bringen, zu den jeweiligen Szenen? Oder gar den Walkürenritt? Mitnichten, da diese Musik für mich einerseits die jeweilige Szene passend untermalt, durchaus natürlich schwarzhumorig unterstreicht manchmal, aber eben auch zeitgenössisch typisch ist. Das wurde dort damals gehört, auch über Helikopterlautsprecher, wie dort zu sehen.

Dass Soldaten einerseits geprägt wurden durch den Tötungsdrill dort Menschen umzubringen, sich diese Zeichen und Sprüche angeeignet haben ect. ist ja bekannt. Aber es gab ja durchaus jene die das taten und zeitgleich aber nicht für den Krieg als solches waren - gerade gegen Ende der Geschichte. Auch da erkenne ICH keine Satire.

Aber no offense!!! Ich wollte nur mal meine Gründe darlegen, wieso es für mich einfach nicht so ist :) Eure Meinung ist ja dennoch da, und die will ich Euich auch nicht nehmen - is ja subjektiv für jeden richtig.

Andere Frage dazu: Gibt es von Kubrick zu der Thematik Aussagen? Aus Interviews oder dergleichen? Also in denen er Bezug nimmt zum Thema FMJ und Satire?

Obendrein sind es ja auch genau die Dinge die einen ANTIkriegsfilm zudem ausmachen

14.06.2017 13:56 Uhr - Knochentrocken
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 441
@Jason

Danach habe ich gesucht, da ich am Ende statt dem Mickey Mouse Text ein Statement von Kubrick hinzufügen wollte, in dem er sagt was sein Ziel mit FMJ war.

Leider habe ich dazu nichts bei good "old" Google gefunden. Sry. Auch an mich. :-(
;-)

14.06.2017 13:58 Uhr - Knochentrocken
User-Level von Knochentrocken 5
Erfahrungspunkte von Knochentrocken 441
@Jason

Ich habe einen Eintrag gefunden gehabt, in dem ein Kritiker den Film auch versucht als Satire mit viel schwarzem Humor zu deuten.

Klar ist es auch ein Antikriegsfilm, aber Satire ist ja auch nur komödiantisch mit ernstem Hintergrund. ;-)

14.06.2017 14:03 Uhr - JasonXtreme
4x
DB-Co-Admin
User-Level von JasonXtreme 13
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.531
Wie gesagt, mir ging es nicht darum Eure Meinung wegzureden - es hätte ja wirklich sein können Kubrick wollte das als Satire drehen, und ich sehe das nur für mich nicht. So bleibt Eure Meinung ja bestehen - und ich bleib bei meiner^^ ;)

14.06.2017 14:05 Uhr - Cyberdyne
3x
Antikriegsfilme gibt es viele. Nicht viele aber sind so intensiv wie dieser, da immer das Individuum im Mittelpunkt steht, also einer wie wir.
Auch "DER SOLDAT JAMES RYAN" ist ein Antikriegsfilm, macht für mich aber mit seiner unsäglichen Prämisse, einen Kompaniezug zu opfern, um einen einzigen Soldaten zu retten, weil dessen Mutter bereits mehrere Söhne im Krieg verloren hat, alles zunichte. Das ist nicht nur aus meiner Sicht abwegig, sondern sollte es auch aus Sicht des Militärs sein. Dort sitzen keine Menschenfreunde – ganz im Gegenteil.
Das aber macht FULL METAL JACKET deutlich. Die Verachtung des Einzelnen durch die Obrigkeiten steht im Zentrum. Das Menschsein wird demjenigen überlassen, dem es nicht zugestanden wird.
Bezeichnend zum Ende die Szene mit dem weiblichen vietnamesischen Scharfschützen.
Auch nur ein Mensch. Nicht anders als die Amerikaner. Leidend. Das Leben aushauchend. Eine(r) von uns. In einen Krieg getrieben, den keiner versteht.
Die "Ware Soldat" wird zum fühlenden Einzelwesen.
Ich könnte viel über Krieg philosophieren, denn jeder Krieg (1. und 2. Weltkrieg eingeschlossen) wurden nur aus wirtschaftlichen Interessen geführt.
Es gibt keine Notwendigkeit!
FULL METAL JACKET zeigt uns, dass wir uns wieder auf das Leben besinnen müssen, statt zu Robotern zu werden, die Befehle ausführen, die uns höchst zuwider sind.

14.06.2017 19:49 Uhr - cecil b
2x
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 18
Erfahrungspunkte von cecil b 6.136
@Cyberdyne SchMatz! Wie wärs mit einer Review von dir? Deine Sichtweise finde ich echt interessant!

16.06.2017 12:01 Uhr - naSum
1x
User-Level von naSum 12
Erfahrungspunkte von naSum 2.099
14.06.2017 14:03 Uhr schrieb JasonXtreme
Wie gesagt, mir ging es nicht darum Eure Meinung wegzureden - es hätte ja wirklich sein können Kubrick wollte das als Satire drehen, und ich sehe das nur für mich nicht. So bleibt Eure Meinung ja bestehen - und ich bleib bei meiner^^ ;)


Ich denke da liegt die Differenz in der Betrachtungsweise der Definition von Satire, die hier die Meinungen spaltet. Generell ist es ja eine in Extreme übertriebene oder mit ironischem Humor zugespitzte Darstellung eines Sachverhaltes.

Und in diesem Fall sind die Extreme nicht so weit ausgedehnt, wie zum Beispiel in Kubricks Dr. Seltsam, weshalb ich verstehen kann, warum du dich hier vom Begriff der Satire distanzierst. Man hätte sie stärker ausprägen können.

Mir reicht da in diesem Fall aber die Ironie mit ihrem schwarzen Humor als treffendes Kriterium für Satire aus. Das die Lieder, die den kritischen Unterton gewitzt herauskristalisieren, aktuellen Zeitgeistes sind und der dargestellten Epoche entstammen, mindert aus meiner Sicht die Satire nicht. Die treffende Zuordnung von Bild und Ton ist ja dennoch gegeben, egal, aus welcher Epoche die Lieder stammen.

17.06.2017 09:18 Uhr - Cyberdyne
1x
14.06.2017 19:49 Uhr schrieb cecil b
Wie wärs mit einer Review von dir? Deine Sichtweise finde ich echt interessant!


Meine Kommentare kommen spontan und erfordern nicht die fachliche Auseinandersetzung mit allen Komponenten eines Films, wie ihr sie immer so großartig durchführt. Ich möchte einfach nur ein paar Gedanken äußern und im besten Fall darüber diskutieren.
Sollte ich mich aber doch einmal dazu durchringen, eine Review zu schreiben, wäre mein Lieblingskandidat "Im Auftrag des Teufels".

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)