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Passwort: Swordfish

(Originaltitel: Swordfish)
Herstellungsland:USA (2001)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Thriller
Alternativtitel:Password Swordfish
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,76 (25 Stimmen) Details
inhalt:
Stanley Dobson ist der König der Hacker - und deshalb vorbestraft, arbeitslos und unter ständiger Beobachtung durch das FBI. An die Arbeit am Computer darf er nicht einmal denken. Eines Tages aber bekommt Dobson einmysteriöses Angebot. Der superreiche Geschäftsmann Gabriel Shear sucht einen Mann wie ihn für ein hochbrisantes Projekt: Er soll ins Computernetz der Regierung eindringen, um die schwarzen Kassen der nationalen Drogenbehörde zu plündern. Für zehn Millionen Dollar steigt Dobson ein, dochschon bald wird ihm klar, dass er sich auf ein doppeltes Spiel ungeahnter Dimensionen eingelassen hat...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von ivan_danko:

John Travolta ("Pulp Fiction") hält eine Rede über fehlenden Realismus in Hollywood, kommentiert lässig Sidney Lumets "Hundstage", lobt Al Pacino für seine Leistung darin, stellt allerdings dann auch Handlungsweisen des Hauptdarstellers in Frage. Was durchaus auch ein reales Szenario sein könnte, ist in Wahrheit der Auftakt eines Actionthrillers der interessanteren Sorte. Szenenwechsel. Ein Raub mit Geiselnahme läuft völlig aus dem Ruder und endet in einer der spektakulärsten Explosionen der Filmgeschichte. CGI-lastig zwar, aber unglaublich kreativ gefilmt, die Kamera fährt 360 Grad um die Action herum, während Autos, Stahlkugeln und Menschen in Superzeitlupe durch die Gegend fliegen. Hatte man damals noch nie so gesehen und ist bis heute für mich eine der prägendsten Actionszenen überhaupt. 

 

PASSWORT: SWORDFISH (2001)

 

Nach einem derart furiosen Auftakt muss man sich zwangsläufig die Frage stellen, ob es für die weitere Action im Film überhaupt noch eine Steigerung geben kann. Leider ist dies nicht der Fall, trotzdem bleibt "Passwort: Swordfish" allemal sehenswert. Auch die Story um einen mysteriösen Auftraggeber, der die besten Hacker der Welt anheuert, um mit deren Hilfe auf intelligente Weise Geldmittel zu stehlen, bleibt bis zum Ende relativ undurchschaubar. Weiters bietet sie keine großen Logiklücken und schafft es durchaus, auf etwas niveauvollere Art (zumindest im Action-Genre) zu unterhalten. Zusätzliche Spannung erzeugt die teilweise zeitverschobene Ansammlung der Szenen, die sich erst gegen Ende zu einem erklärenden Ganzen zusammenfügt.

Regisseur Dominic Sena bietet eine ähnlich kreative Vita wie sein Film, am bekanntesten sind sicher der Brad Pitt Kultthriller "Kalifornia" und das Nicolas Cage Vehikel "Nur Noch 60 Sekunden". Dazu will ich einen netten Fakt nicht vorenthalten, Sena war der Lieblings-Videoclip-Regisseur von Janet Jackson! Wirklich, vor allem in den 90er Jahren entstanden zahlreiche Musikvideos, besonders lustig daran ist eigentlich, dass der Regisseur in Hollywood fast nur im Action und Thrillerbereicht tätig ist, welch Stilbruch... Alles in allem macht er seine Sache bei vorliegendem Titel allerdings hervorragend, das stimmige Drehbuch von Skip Woods ("Hitman") und viele äußerst rasante Sequenzen machen "Passwort: Swordfish" zu einem guten bis sehr guten Reißer mit hohem Wiedersehwert.

Die Schauspielerauswahl ist ebenso hervorragend. Der bereits erwähnte John Travolta zeigt zum wiederholten Male, dass er coole Charaktere wie kein zweiter spielen kann und eigentlich in jedem Genre zuhause ist. Auch hier spielt er den undurchschaubaren Geschäftsmann Gabriel Shear mit kriminellem aber ambitioniertem Hintergrund ohne Schwächen und ist seinen Verfolgern stets einen Schritt voraus. Superstar Hugh Jackman ("Logan"), damals noch am Beginn seiner mittlerweile großartigen Karriere, braucht sich als Hacker Stanley Jobson allerdings nicht hinter seinem berühmten Schauspielkollegen verstecken und liefert ebenfalls hervorragende Arbeit ab. 

Auch in den Nebenrollen ist "Passwort: Swordfish" noch hervorragend besetzt. Oscar-Preisträgerin Halle Berry ("Monster's Ball") als verdeckte Ermittlerin (kassierte angeblich 500.000 Dollar extra für die Lüftung ihrer Oberweite), Oscar-Nominee Don Cheadle ("Hotel Rwanda") als Ermittler auf den Fersen von Shear und Jobson und Paradehackfresse Vinnie Jones ("Mean Machine") wurden gut in den Film eingearbeitet und machen ihre Sache mehr als ordentlich.

Lobenswert zu erwähnen ist, dass die Beweggründe der Akteure allesamt gut durchdacht und ausgearbeitet wurden. Sei es Jackmans Charakter Jobson, der eigentlich seine kriminelle Vergangenheit hinter sich lassen wollte und nur wieder einsteigt, um das Geld für einen Sorgerechtsprozess für seine Tochter zu sammeln oder Travolta als Shear, der die mit allen illegalen Mitteln erbeuteten Gelder zur Bekämpfung von Ungerechtigkeit und Terrorismus einsetzen möchte, alles hat irgendwie Hand und Fuß. Die Stunts sind hervorragend, außer der bereits beschriebenen Explosion zu Beginn sind rasante Verfolgungsjagten und ruppige Schießereien mit akzeptablem Blutzoll vorhanden, die den Puls durchaus in die Höhe treiben.

"Passwort: Swordfish" gehört sicherlich zu der Kategorie Film, die trotz mittlerweile 16 vergangenen Jahren gut gealtert sind. Die Actionszenen sind kaum verbesserungswürdig, die Schauspieler sympathisch und kompetent, die Story interessant und alles andere als langweilig. In Kombination mit den enthaltenen gewitzten Dialogen und guten neuen Ideen gehört er eindeutig in jede gut sortierte Sammlung. Trotz oder gerade wegen häufiger Sichtung meinerseits kann ich immer noch sehr gute 8 Punkte vergeben, auch beim öfters vorhandenen Publikum zum Filmabend war die Rückmeldung eigentlich immer positiv.

8/10
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Kommentare

28.06.2017 08:16 Uhr - NoCutsPlease
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Den hatte ich auch schon im schriftlichen Auge, aber deine Besprechung hat mir (mal wieder) sehr gekonnt die Arbeit angenommen, hihi. ;)
Ich schließe mich einfach mal rundum deinen Ausführungen an.

28.06.2017 08:18 Uhr - Ivan_Danko
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Danke NoCutsPlease, war ich schon wieder schneller... Also absichtlich mach ich das eigentlich nicht :-)

28.06.2017 08:22 Uhr - NoCutsPlease
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Kein Ding. :)
Bei solch prominenten Titeln muss man ja täglich damit rechnen, dass da jemand zuschlägt.

28.06.2017 08:28 Uhr - Ivan_Danko
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Hat mich auch schwer gewundert, dass da noch keiner dran war. Beim Gangs of New York das selbe.

28.06.2017 08:43 Uhr - JasonXtreme
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Und abermals eine würdige Rezi zu einem guten Streifen! War eine meiner ersten DVDs damals, und die Explosion zu Beginn war wirklich atemberaubend - ebenso wie Halles Tüten natürlich mindestens :D^^ müsste den mal wieder sichten, aber ich denke die Wertung kann er halten, vor allem dank des super Cast. Sowas liegt Travolta einfach im Blut

28.06.2017 08:55 Uhr - Ivan_Danko
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Nochmals danke Jason, hab den erst am letzten Wochenende wieder geschaut und war echt überrascht, der hat nicht den geringsten Staub angesetzt. Wirklich ein guter Kracher mit super Ideen.

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