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Der Texaner

(Originaltitel: The Outlaw Josey Wales)
Herstellungsland:USA (1976)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Western
Alternativtitel:Rebel Outlaw: Josey Wells, The
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,10 (10 Stimmen) Details
inhalt:
Missouri Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Der Bürgerkrieg geht dem Ende zu. Am Rande dieser brutalen Auseinandersetzung fallen Redlegs-Guerillas unter Captain Terill über die friedliche Farm von Josey Wales her. Joseys Frau und sein Sohn werden brutal getötet, er selbst schwer verwundet, die Farm dem Erdboden gleichgemacht. Josey schwört Rache.
eine kritik von horace pinker:

Clint Eastwood erlangte neben seiner Paraderolle als Dirty Harry vor allem durch seine Western  Bekanntheit, so durfte er in Sergio Leones Dollar Trilogie bestechen und später auch selbst als Regisseur Kultklassiker wie den mehrfach Oscar prämierten Unforgiven oder den später vielfach zitierten Pale Rider drehen. Noch vor diesen beiden Titeln wurde er jedoch bereits 1976 mit The Outlaw Josey Wales in diesem Genre tätig, wobei er sowohl schauspielerisch als titelgebende Figur als auch hinter der Kamera als Regisseur involviert war. Als Grundlage diente ein Drehbuch von Philip Kaufman (Indiana Jones Reihe, Rising Sun) und Sonia Chernus, welches auf dem 1972 erschienen Roman The Rebel Outlaw: Josey Wales aka Gone to Texas von Forrest Carter (Rawhide, Mr. Ed) basiert. Zur Story:  Das beschauliche Leben des Südstaatenfarmers Josey Wales nimmt ein jähes Ende, nachdem eine Horde Nordstaaten Soldaten sein Haus niederbrennt, seine Familie ermordent und Josey selbst schwer verletzt zurücklässt. Um Rache zu üben schließt sich Wales den Bushwhackers, einer konföderierten Guerilla Gruppe, an und bekämpft fortan erfolgreich die Nordstaaten. Als sich die Gruppe am Kriegsende ergeben will werden sie verraten und von Nordstaatlern niedergeschossen, Josey Wales gelingt es als einzigem zu entkommen. Daraufhin wird ein Kopfgeld auf den Outlaw ausgesetzt, so dass dieser vor seinen Häschern nach Texas flieht. Verfolgt wird er u.a. vom in den Mord an seiner Familie involvierten Captain Terrill.

Ein Punkt der sofort positiv auffällt ist, dass sich Eastwood, wie auch in seinen späteren Western, von der idealistischen Darstellung früherer Genrevertreter abgrenzt und stattdessen eine (relativ) realistische Darstellung der damaligen Zustände abliefert und dabei auch nicht vor dem Aufzeigen damals sicherlich tatsächlich präsenter Grausamkeiten wie Vergewaltigungen, rücksichtslosen Morden und Ungleichbehandlung der Indianer zurückschreckt. Ebenfalls recht interessant ist die gewählte Perspektive, da die Geschichte mal  nicht wie üblich aus Sicht der Nordstaaten sondern der unterlegenen Südstaaten erzählt wird. Man könnte hier eventuell kritisieren, dass nicht auf die Sklavenfrage eingegangen wurde, allerdings wird dafür gut gezeigt, dass auch nicht alle Nordstaatler glänzende Helden waren, und auch im Amerikanischen Süden während des Bürgerkrieges vielen Unschuldigen Unrecht und Gewalt geschehen ist. Zudem wird hier auch von der klischeehaften Darstellung amerikanischer Ureinwohner abgewichen und ihre Probleme, Kultur und Geschichte ernst genommen, authentisch dargestellt und von tatsächlichen indianischen Darstellern toll verkörpert, zudem sie auch eine recht große Rolle einnehmen. Auch insgesamt wurde die Dramatik des Films exzellent umgesetzt und es fällt an keiner Stelle schwer mit dem von Schicksalsschlägen gebeutelten Protagonisten mitzufühlen. Ebenso  großartig gelungen sind die Actionszenen, welche sowohl durch einen hohen Spannungsgrad als auch durch eine große Vielfalt bestechen, so ist hier über klassische Mann gegen Mann Duell, über  einen Angriff mit einer Gatling Gun , bis zum Einsatz eines Schwertes  alles vertreten. Außerdem sind derartige Konfrontationen auch recht häufig vertreten und gut über den Film verteilt, so das nie Langeweile aufkommt. Trotz des Größtenteils ernsten Tons ist The Outlaw Josey Wales keineswegs komplett humorlos, so ist besonders das Zusammenspiel zwischen Wales und seinem indianischen Unterstützer Lone Watie oftmals sehr witzig (etwa wenn letzterer mehrfach versucht sich an Eastwood heranzuschleichen), außerdem darf Eastwood ab und an einen gewitzten Oneliner ablassen und auch sein dauerndes ausgespucke von Kautabak kann aufgrund der absurden Häufigkeit schon mal zum Lachen anregen.

An der Kameraarbeit des 2012 verstorbenen Bruce Surtees (Dirty Harry, Beverly Hills Cop) ist ebenfalls nichts auszusetzen, fängt er doch sowohl die Actionszenen ansprechend und gut verfolgbar ein und liefert auch tolle Landschaftsaufnahmen.

Natürlich ist klar, dass man bei einem Western nicht gerade Splatterszenen erwarten sollte, dennoch hat The Outlaw Josey Wales durchaus die ein oder andere Härte aufzuweisen. Neben oftmals kunstbluthaltigen Einschüssen, wird u.a. gezeigt wie ein Mann von einem Schwert aufgespießt wird und auch Gewalt gegen Frauen und eine versuchte Vergewaltigung sind zu sehen, so dass die Brutalität des Wilden Westens und des Bürgerkrieges adäquat vermittelt werden, zudem der Body Count sich auch in große Höhen schraubt. Ebenfalls erfreulich ist die hohe Qualität und Glaubwürdigkeit von Sets und Kostümen, welche den Eindruck vermitteln sich tatsächlich in dieser Zeit zu befinden.

Vor der Kamera ist natürlich vor allem Clint Eastwood selbst erwähnenswert. Es gelingt ihm hier nicht nur den typischen stillen und tödlichen Revolvermann zu verkörpern, sondern auch seine Emotionen von der tiefen Trauer über den Tod seiner Familie, über den Hass auf die Nordstaaten, bis zur aufkeimenden Liebe zu einer jungen Siedlerin glaubwürdig zu vermitteln und zudem eine nachvollziehbare Entwicklung vom verschlossenen Outlaw zum mitfühlenden Helden, der einer Vielzahl unterdrückter Menschen hilft, rüber zu bringen. Der Antagonist Terrill wird vom 2011 verstorbenen Bill McKinney ( Rambo: First Blood, The Green Mile) verkörpert, welcher ein passendes Gegengewicht liefert und seine Figur als skrupellos, blutrünstig und mitleidlos verkörpert und dabei nicht nur absolut hassenswert, sondern auch als ernstzunehmende Bedrohung erscheint. Der 1981 verstorbene Chief Dan George (Little Big Man, Americathon 1998) ist als Lone Watie mit von der Partie und schafft es neben seiner Komik auch absolut liebenswürdig und weise zu erscheinen. Laura Lee, welche später noch mehrfach mit Eastwood zusammenarbeitete u.a. in Dirty Harry 4 und Every Which Way But Loose, ist als Joseys Love Interest Laura Lee zu sehen. Neben ihrem guten Aussehen bleibt ihr Schauspiel eher durchschnittlich, allerdings schafft sie es immerhin gut die Naivität ihrer Figur zu vermitteln. In einer kleineren Rolle als Jamie ist auch der aus Apocalypse Now bekannte Sam Bottoms dabei. Alle weiteren Darsteller leisten ebenfalls gute Arbeit, so das niemand negativ heraussticht und den verschiedenen Figuren eine gewisse Individualität verliehen wird.

Erstaunlicherweise erhielt Josey Wales trotz vorhandener Härten ein PG Rating, in England sah man das nicht ganz so locker und vergab eine BBFC 18 Freigabe, während man sich in Deutschland mit einer FSK 16 Freigabe in der Mitte einfand und die ungekürzte Fassung unter dem Titel Der Texaner veröffentlichte.

TOJW ist dank der optimalen Mischung aus Action, Dramatik, Humor und kritischem Subtext (nicht nur) für Western und Eastwoodfans ein definitives Must See. Von mir gibt es 10/10 Outlaws.

 

Zusatzinfos: Aufgrund des hohen Alters von  Chief Dan George hatte dieser Schwierigkeiten sich die Texte zu merken, so das Eastwood ihm schließlich sagte er solle stattdessen einfach Geschichten erzählen.

Angeblich basiert der Film auf dem Leben des Missouri Farmers Thomas Atticus Hawkins.

TOJW ist der einzige Western bei dem Clint Eastwood die Regie übernahm der ein PG erhielt.

Clint Eastwood hatte eine Beziehung mit der Darstellerin Sondra Locke.

Eastwood selbst sagt, das der Film zu seinen liebsten von ihm selbst umgesetzten Filmen zählt.

Ursprünglich sollte Philip Kaufman den Film inszenieren, letztlich wurde er aber von Clint Eastwood ersetzt. Laut Gerüchten soll der Grund dafür gewesen sein das beide Männer mit der Hauptdarstellerin Sondra Locke ausgehen wollten.

 

10/10
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Kommentare

05.07.2017 11:08 Uhr - TheRealAsh
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Heidewitzka, ich liebe diesen Film, wie Eastwood überhaupt, geiles Review Horace! Der Hai ist hier Josey Wales selbst, der durch die Wüste schwimmt. Super Zusatzinfo übrigens wieder mit Chief Dan George, Eastwood hats in der Regie eben schon drauf!

05.07.2017 11:30 Uhr - Horace Pinker
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05.07.2017 11:08 Uhr schrieb TheRealAsh
Heidewitzka, ich liebe diesen Film, wie Eastwood überhaupt, geiles Review Horace! Der Hai ist hier Josey Wales selbst, der durch die Wüste schwimmt. Super Zusatzinfo übrigens wieder mit Chief Dan George, Eastwood hats in der Regie eben schon drauf!

Vielen Dank Ash, nach deiner Westernkritik hatte ich Lust mich auch mal reviewtechnisch in diesem Genre auszutoben: )
Der Film ist definitiv ein zeitloser Klassiker und Clint sowohl vor als auch hinter der Kamera (fast) immer eine Wucht. Wäre er nicht schon so alt hätte ich ihn auch sehr gerne als Roland in der Dark Tower Verfilmung gesehen ( finde Idris Elba ist eine extreme Fehlbesetzung).
P.S. Wahrscheinlich werde ich noch einige Eastwood Werke besprechen als nächstes wahrscheinlich Letters from Iwo Jima und Flags of our Fathers.

05.07.2017 11:37 Uhr - Knochentrocken
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Echt tolle Review zu einem echt tollen Eastwoodwestern. Mir haben auch fast alle Regiearbeiten von Eastwood gefallen, und sind wir mal ehrlich, ein Western mit Eastwood kann nur gut sein. :)

05.07.2017 11:42 Uhr - JasonXtreme
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Saubere Arbeit zu einem sehr coolen Film! Für mich bis heute nicht nachvollziehbar, wie der eine PG-13 kriegen konnte, da der durchaus ziemlich zur Sache geht für einen Western!

05.07.2017 11:57 Uhr - TheRealAsh
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05.07.2017 11:30 Uhr schrieb Horace Pinker
05.07.2017 11:08 Uhr schrieb TheRealAsh
Heidewitzka, ich liebe diesen Film, wie Eastwood überhaupt, geiles Review Horace! Der Hai ist hier Josey Wales selbst, der durch die Wüste schwimmt. Super Zusatzinfo übrigens wieder mit Chief Dan George, Eastwood hats in der Regie eben schon drauf!

Vielen Dank Ash, nach deiner Westernkritik hatte ich Lust mich auch mal reviewtechnisch in diesem Genre auszutoben: )
Der Film ist definitiv ein zeitloser Klassiker und Clint sowohl vor als auch hinter der Kamera (fast) immer eine Wucht. Wäre er nicht schon so alt hätte ich ihn auch sehr gerne als Roland in der Dark Tower Verfilmung gesehen ( finde Idris Elba ist eine extreme Fehlbesetzung).
P.S. Wahrscheinlich werde ich noch einige Eastwood Werke besprechen als nächstes wahrscheinlich Letters from Iwo Jima und Flags of our Fathers.


Eastwood als Roland, das wärs gewesen, jau! Flags und Letters sind eine der wenigen, die ich bisher von ihm ausgelassen habe, da ich die nie irgendwo beide rumstehen sah und deshalb nie mitgenommen habe^^ Da freu ich mich schon daruf!

05.07.2017 13:13 Uhr - NoCutsPlease
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Saubere Sache, H.P.!
Dafür, dass du mit Western bislang gar nicht so viel zu tun hattest (wie du ja schon bereits mehrfach angemerkt hast), ist das eine sehr ordentliche Kritik geworden.

05.07.2017 13:32 Uhr - Tom Cody
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Sehr gutes Review zu einem hervorragenden Eastwood-Western.
Nachdem ich mir nach einer deiner letzten Kritiken ("Bait 3D") den dazugehörigen Film direkt geordert habe, steht dieser natürlich längst im Regal. ;-)

Eine kurze Anmerkung hätte ich noch: Es wäre in deinen Reviews etwas lesefreundlicher, wenn du im Text erwähnte Filmtitel optisch ein wenig abgrenzen würdest, egal ob durch Fett- oder Kursivschrift oder einfach nur Anführungsstrichlein.
Abgesehen davon: Top!

05.07.2017 15:26 Uhr - Intofilms
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Das könnte tatsächlich der italienischste aller großen US-amerikanischen Western sein... Deine Ausführungen in dieser Richtung kann ich nur unterstreichen: Hier wird entschieden nichts idealisiert/poetisiert. Ein John Ford-Film etwa hätte niemals so aussehen können (das ist natürlich auch gut so)! Man merkt hier einfach deutlich, dass Eastwood ganz entscheidend von seinem großen Förderer Leone geprägt wurde. Für mich war der Film deshalb schon immer eine Art Liebeserklärung an den ruppigen Italo-Western à la Leone. Ich bin ein großer Fan von "Josey Wales"! Und was für eine tolle Rezi!! :)
(Du solltest ruhig noch mehr Western besprechen. Die Haie schwimmen dir ja nicht weg! ☺️)

05.07.2017 18:32 Uhr - Horace Pinker
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Vielen Dank für eure fleißigen Rückmeldungen und euer Lob, es freut mich sehr das mein Ausflug ins Westerngenre so gut angekommen ist.
Weltraumgott: Kann dir nur zustimmen, mir würde spontan kein schlechter Western mit Eastwood einfallen und auch allgemein ist er genreübergreifend meist qualitativ hochwertig und unterhaltsam unterwegs.
Jason: Ich habe das Gefühl, dass die MPAA in den 70er und 80er Jahren noch weit liberaler war als heute, haben ja auch viele andere durchaus einige Härten enthaltene Filme wie Jaws, Raiders of the Lost Ark, Temple of Doom oder Poltergeist die gleiche Freigabe erhalten.
Ash: Hol beide definitiv nach, insbesondere Letters ist ein echtes 10/10 Meisterwerk welches die Perspektive der japanischen Soldaten und die Schrecken des Krieges perfekt vermittelt.
NCP: Abgesehen von den Leone Western und einigen Werken von und mit Herrn Eastwood kenne ich bisher nur vereinzelte Werke wie The Quick and the Dead, die beiden Ausflüge ins Genre von Tarantino oder The Missing, allerdings habe ich vor da noch einiges nachzuholen.
Tom: Habe schon gedacht, dich waschechten Westernfan hier anzutreffen, umso mehr freut es mich das dir meine Kritik gefallen hat :). Das mit den Filmtiteln werde ich gleich mal abändern und das auch in Zukunft beachten.
P.S. Ich habe übrigens dein The Package Review gelesen und kommentiert und werde bei Gelegenheit auch mal dein Pale Rider Review nachholen (finde diesen Eastwood Western ebenfalls genial).
Intofilms: Du hast recht, Leone hatte sicherlich einen großen Einfluss auf Eastwoods Western, so hat er ihm u.a. ja auch Unforgiven gewidmet. Da mir aufgefallen ist das eine Vielzahl von Clint Eastwoods Filmen (darunter auch einige Western) hier noch kein einziges Review bekommen haben, werde ich dem wohl bei dem ein oder anderen Titel mal Abhilfe schaffen, zudem ich mit den Haien ohnehin erst mal durch bin.


05.07.2017 19:21 Uhr - Pratt
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Großartiges Review zu einem hervorragenden Clint Eastwood Western, Chief Dan George glänzt in einer großen Nebenrolle, dazu der teilweise kauzige Humor, in allen Belangen Top!!!

06.07.2017 12:20 Uhr - Der DVD Sammler
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Sehr gute Kritik, Horace Pinker zu wirklich einer von Clints besten Filmen.

Hier noch einige Zusatzinfos:

- Mit Chief Dan George verstand sich Clint am Dreh bestens. Auch wenn der wirkliche Häuptling fast kein Englisch sprach.

- Kyle Eastwood sein wahrer Sohn ist übrigens das Kind von Josey das am Anfang starb. Es war damals normal das Clint seine Kinder zum Dreh mitnahm.

- Das mit Sondra Locke stimmt auch, die beiden waren lange zusammen verkrachten sich aber dann Ende der 80er schwer.

-Es ist ein typische Malpaso Company Film. Clint holte sich seine Leute für den Film.

- Die Redlegs gab es auch in Wirklichkeit und die waren auch in Echt so brutal wie im Film. Philip Kaufman wollte ursprünglich das sie die Gegner für Clint für den ganzen waren. Wollte Clint nicht er war mit vielen nicht einverstanden was Kaufman drehte deshalb haben sie sich verkracht.

- Wer auch gut aufpasst sieht das Clint im Film die Zügel im Mund hatte so konnte reiten und gleichzeitig schießen.

06.07.2017 13:16 Uhr - Horace Pinker
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Vielen Dank auch an Pratt und Der DVD Sammler für Lob und interessante Hintergrundsinfos.

06.07.2017 21:00 Uhr - Punisher77
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Eine absolut brillante Kritik zu einem meiner Lieblingsfilme mit Clint Eastwood, die ich so unterschreibe, nur dass ich hier sogar 10/10 geben würde. Sehr schön auch die Zusatzinfos am Schluss.

Ich bin nicht der größte Westernfan, da ich z.B. das Schema "Edle Cowboys gegen niederträchtige, "wilde" Indianer" nicht besonders mag. Aber die Western von und mit Clint Eastwood gefallen mir sehr, da sie - wie Du ja geschrieben hast - deutlich differenzierter sind. In "Der Texaner" zollt man den Indianern deutlich mehr Respekt als sonst und in "Erbarmungslos" geht man ebenfalls deutlich interessanter mit Themen wie Gewalt und dem Westernmythos um.

Aber nochmal - ganz tolle Kritik!

06.07.2017 23:11 Uhr - Horace Pinker
User-Level von Horace Pinker 21
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 9.350
06.07.2017 21:00 Uhr schrieb Punisher77
Eine absolut brillante Kritik zu einem meiner Lieblingsfilme mit Clint Eastwood, die ich so unterschreibe, nur dass ich hier sogar 10/10 geben würde. Sehr schön auch die Zusatzinfos am Schluss.

Ich bin nicht der größte Westernfan, da ich z.B. das Schema "Edle Cowboys gegen niederträchtige, "wilde" Indianer" nicht besonders mag. Aber die Western von und mit Clint Eastwood gefallen mir sehr, da sie - wie Du ja geschrieben hast - deutlich differenzierter sind. In "Der Texaner" zollt man den Indianern deutlich mehr Respekt als sonst und in "Erbarmungslos" geht man ebenfalls deutlich interessanter mit Themen wie Gewalt und dem Westernmythos um.

Aber nochmal - ganz tolle Kritik!

Vielen Dank Punisher, freut mich das Kritik und Film nach deinem Gusto waren. Deine Haltung zu Western kann ich nachvollziehen, ich finde z.B. die einfache schwarz weiß Zeichnung und den makellosen Helden klassischer Amerikanischer Western bei weitem nicht so interessant wie die Antihelden in z.B. Italowestern oder Regiearbeiten eines Eastwood( welcher aber auch Genre übergreifend ein Garant für hohe Qualität ist).

07.07.2017 21:22 Uhr - Tom Cody
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Erfahrungspunkte von Tom Cody 8.482
06.07.2017 23:11 Uhr schrieb Horace Pinker
06.07.2017 21:00 Uhr schrieb Punisher77
Ich bin nicht der größte Westernfan, da ich z.B. das Schema "Edle Cowboys gegen niederträchtige, "wilde" Indianer" nicht besonders mag. Aber die Western von und mit Clint Eastwood gefallen mir sehr, da sie - wie Du ja geschrieben hast - deutlich differenzierter sind. In "Der Texaner" zollt man den Indianern deutlich mehr Respekt als sonst und in "Erbarmungslos" geht man ebenfalls deutlich interessanter mit Themen wie Gewalt und dem Westernmythos um.
Aber nochmal - ganz tolle Kritik!

Vielen Dank Punisher, freut mich das Kritik und Film nach deinem Gusto waren. Deine Haltung zu Western kann ich nachvollziehen, ich finde z.B. die einfache schwarz weiß Zeichnung und den makellosen Helden klassischer Amerikanischer Western bei weitem nicht so interessant wie die Antihelden in z.B. Italowestern oder Regiearbeiten eines Eastwood( welcher aber auch Genre übergreifend ein Garant für hohe Qualität ist).

Die klassische Schwarz/Weiß-Zeichnung zwischen "edlen Cowboys" und den "roten Wilden" wurde aber auch im US-Western bereits seit den 50ern gebrochen. Ich erinnere nur an James Stewart in "Der gebrochene Pfeil" (1950!), Robert Aldrichs "Apache" (1954), John Fords "Cheyenne"(1964), Kirk Douglas in "Zwischen zwei Feuern" (1955), "Ich kämpfe niemals wieder" (1975), "Das Wiegenlied vom Totschlag" (1970), Die weiße Feder" (1955), "100 Gewehre" (1969) etc. etc.

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