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dicker Hund
Level 14
XP 3.012
Eintrag: 24.07.2017

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Absurd

(Originaltitel: Rosso Sangue)
Herstellungsland:Italien (1981)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror, Splatter
Alternativtitel:Absurd - Ausgeburt der Hölle
Ausgeburt der Hölle
Antropophagus II
Grim Ripper 2, The
Grim Reaper II
Horrible
Man-Eater 2
Monster Hunter
Z Piekła Rodem
Zombie 6: Monster Hunter

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,93 (99 Stimmen) Details
inhalt:
Wirklichkeit ist nicht alles, was wir sehen, denn sie kann tausend Gesichter eines Alptraums annehmen. Existiert sie wirklich, die kleine Hexe der Legende, welche sich daran erfreut, ihre Opfer grausam zu verstümmeln. Vielleicht läßt sich die Antwort in Dr. Kramers Villa finden, die, im grünen Wald gelegen, zur Falle eines unaussprechlichen Horrors wird. Leute, die das mörderische Spiel auffangen wollen, werden in den Irrsinn der unversöhnlichen Geister getrieben. Gibt es Hoffnung auf Erlösung? Vielleicht wird sich einmal die Tür zu dem Mysteriösen öffnen.
eine kritik von dicker hund:

Nach Lektüre der obigen Inhaltsangabe muss man sich sprichwörtlich rückversichern, ob man nicht im falschen Film gelandet ist. Hier geht es weder um eine Hexe, noch um Geister. Stattdessen geht in "Absurd" ein gewisser Mikos, eine Art Super-Zombie, in einer Kleinstadt umher und mordet so vor sich hin. Gespielt wird er von George Eastman, also Luigi Montefiori, der seit der ähnlichen Rolle in "Man-Eater" seinen Psychoblick perfektionieren konnte und auch wieder Gedärm vor sich hertragen darf. Den Film dann aber gleich als Fortsetzung des im Original "Antropophagus" genannten Streifens um einen kannibalistischen Schiffbrüchigen zu vermarkten, war aber etwas übertrieben. Zwar stammt er ebenfalls von Joe D'Amato (Aristide Massaccesi), erinnert aber mehr an den drei Jahre zuvor veröffentlichten "Halloween" als an seinen vermeintlichen Vorgänger.

So hat Mikos ähnlich wie Michael einen Spezialisten im Genick, der ihn engagiert verfolgt. Dieser Klon von Dr. Loomis hört auf den Namen "Padre", weil er als Priester mit Kenntnissen über Radioaktivität genau Bescheid weiß, was hier Sache ist. Unsinn? Ja, Entschuldigung, so steht es nun einmal in dem beknackten Drehbuch, das der Mime des Leben nehmenden Untoten höchstselbst verfasst hat. In der Rolle des Predigers walzt Edmund Purdom (Regisseur von "Fröhliche Weihnacht") seine Informationen über das Monstrum in einer zähen Andacht, pardon, Geschichte, aus. Diese hätte in Form einer Rückblende Potential gehabt, ist aber vermutlich aus Budget-Gründen als Monolog zu erdulden. Mit lästiger Handlung weiß die Regie nicht viel anzufangen - und agiert entsprechend lustlos. Wenn zum Beispiel der kleine Junge Willy (Kasimir Berger) die Fernbedienung ergreift, um eine Dialogszene auf der Röhrenglotze wegzuschalten, die mutmaßlich aus "Porno Holocaust" entnommen wurde, wird ihm das Gerät gleich wieder weggenommen. Er macht eine kurze Pause und schaut in Richtung Bildrand, als ob ihm dort ein Mitarbeiter am Set ein Zeichen gibt. Nun schreit er vor "spontaner" Wut los, bis er das nächste unterstellte Signal erhält. Auf jenes hin hört er abrupt auf mit seinem Wutanfall und setzt sich, ohne noch eine Miene zu verziehen. Derartiges Schauspiel, das wie an der Schnur gezogen wirkt, häuft sich. Neben dem blutrünstigen Killer liefert noch Katya Berger als die unter einer Bewegungseinschränkung leidende Katia eine der angenehmen Ausnahmen, die Motivation mit einem guten Schuss Talent vermengen.

"Rosso Sangue" (Originaltitel) lebt nicht von der überwiegend holprigen (Körper-) Sprache, sondern von den Mordszenen, von denen einige drastisch ausgewalzt wurden (Gewalt 7/10). Zwei jener rotstichigen Langstrecken werden schon in der ersten halben Stunde geboten. Es folgt eine 40 Minuten andauernde Flaute aus Belanglosigkeiten, Offscreen und knappen Slasher-Standards, die hinter der selbst gesteckten Messlatte weit zurückbleiben. Ganz ist der Effekt-Ofen dann aber doch nicht aus, zumal Annie Belle noch ein wirklich beeindruckendes Make-Up erhalten soll. Sie ist manchen vielleicht in Erinnerung aus ihrer Rolle der hüllenlosen Lisa in "Der Schlitzer", bleibt hier als Emily jedoch züchtig bekleidet (Sex 1/10). Ihrer Spielfreude tut das keinen Abbruch, auch wenn sie als hübsche Frau an den Herd muss. Besonders erschreckend gerieten die Kills zwar nicht, zumindest nicht für Genrekenner, sie wurden aber mit Engagement in Szene gesetzt. Hier zeigt die Kamera den Mörder nicht, sondern präsentiert ihn regelrecht, wofür Eastmans hünenhafte Gestalt förderlich ist. Geschickte Perspektiven machen an den einschlägigen Stellen auf diese Weise das Beste aus dem farblosen Set. Die Kulissen hätten es sonst noch schwerer, beim Zuschauer nicht in Ungnade zu fallen, weil ihnen eine authentische Ausstattung fehlt. Wenn Sgt. Engleman (Charles Borromel) etwa an einem Schreibtisch telefoniert, auf dem sich außer dem Fernsprech-Apparat sonst nichts befindet, sieht der Raum einfach nicht nach einem Ermittler-Büro aus. Derlei Unzulänglichkeiten lassen die Augenbraue ähnlich hochfahren wie die Behauptung des auf der Straße taumelnden Penners, er sei stocknüchtern, worauf er einen guten Schluck aus der Weinflasche nimmt (Humor 2/10).

Situationsgerechter gelang da schon der Score, der mal sorglos pfeifend und mal treibend nachdrücklich geriet. Das war auch bitter nötig, denn Füllwerk wie der abgefilmte Flimmer-Bildschirm, auf dem eine Gruppe Italiener sich "American Football" zu Pasta gönnt, schaffen die ungebetene Nachfrage für akustische Muntermacher. Wenigstens klingen die Kommentatoren nicht so hohl wie viele der unnatürlich geschriebenen Dialoge, die auf eine "würdige" Null-Bock-Synchro treffen. Das Durchhalten bis zum Finale lohnt sich indes, bekommt man es hier doch mit einer naiven, aber keineswegs uninteressanten Choreografie zu tun, die annähernd Spannung aufkommen lässt (Horror 5/10). Warum das so ist, soll unausgesprochen bleiben, um keinen wesentlichen Unterhaltungswert dieses soliden, aber an Höhepunkten nicht gerade reichen Werks (5/10 Punkten) zu nehmen. Die Beschlagnahme ist mal wieder unberechtigt, angesichts bestimmter Derbheiten aber nicht ganz so "absurd" wie bei anderen Titeln.

5/10
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Kommentare

24.07.2017 09:56 Uhr - Intofilms
3x
Ich mag diesen schon ein wenig unbeholfenen Genrebeitrag wirklich gerne. Schlecht, aber gut, kann ich hier nur sagen. Die äußerst dünne Handlung hat hier wirklich nur die Funktion, Aufhänger für die derben Mordszenen zu sein. Mit Blick auf die Vita des Regisseurs würde ich "Absurd" daher einfach als Gewaltporno bezeichnen, der die Sensationslust des Zuschauers befriedigen will. Da ich billig bin, hat das bei mir auch hervorragend funktioniert. Ich bekenne mich schuldig. :) Völlig uninspiriert ist der Film natürlich trotzdem nicht. So finde ich den coolen Synthie-Score wirklich gut. Und Atmo hat der Film definitiv auch. Das Finale finde ich richtig spannend. Und das Schlussbild kann sich wirklich sehen lassen! Von mir gibt's eine knappe 7/10.
Sehr schöne Arbeit, dicker Hund! ☺️

24.07.2017 09:56 Uhr - Intofilms
3x
Sorry.

24.07.2017 10:00 Uhr - JasonXtreme
3x
DB-Helfer
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Wie immer super geschrieben!!! Deine Ausdrucksweise finde ich immer wieder aufs Neue erstklassig. Den Film selber... nuja :D klar einer der schwarzen Liste, aber bis auf den Gore is der auch ein ziemlicher Ödipus :D

24.07.2017 10:44 Uhr - NoCutsPlease
2x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 12.040
Sehr faire und gewohnt wortgewandte Kritik zu diesem ziemlich mittelprächtigen Streifen, dem ich noch eine knappe 6/10 gebe.
Abseits der recht harten Kills ist die Story wirklich dröge, aber immerhin hat der penetrante Score seinen Reiz.

24.07.2017 13:23 Uhr - Ghostfacelooker
2x
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Klasse geschrieben.

Kann mich noch an das damalige VHS Pressetape mt den ständigen Einblendungen erinnern das man um zick Ecken heimlich ergattert und mit Kumpels noch heimlicher angeschaut hat^^^^^nur um sich nach dem Film oder während des Sehens cooler zu fühlen, weil man ja was verbotenes durchgezogen hat.

Rückblickend sind mir auch nur die Kills und besonders der Anfang mit den Därmen

24.07.2017 16:36 Uhr - TheRealAsh
2x
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Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.210
Schön geschrieben, Hundemann, und ich stimme dir vollkommen bei, ist nicht gerade mein persönlicher Favorit, aber absolutes Mittelfeld;-)

24.07.2017 16:50 Uhr - dicker Hund
3x
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Vielen Dank Euch allen!

:-))

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