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Ghostfacelooker
Level 14
XP 3.287
Eintrag: 17.07.2017

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Der Satan mit den langen Wimpern



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Cold Blood - Kein Ausweg. Keine Gnade.

(Deadfall)
Herstellungsland:USA, Frankreich (2012)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Cold Blood
Blackbird
Kin

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,60 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Addison (Eric Bana) und seine Schwester Liza (Olivia Wilde) sind nach einem Casino-Überfall auf der Flucht im verschneiten Nirgendwo von Michigan. Nach einem Autounfall beschließen sie, sich zu trennen. Mitten in einem Blizzard wird Liza von Jay (Charlie Hunnam) aufgelesen, der – gerade aus dem Gefängnis entlassen – zum Haus seiner Eltern Chet (Kris Kristofferson) und June (Sissy Spacek) unterwegs ist. Zur gleichen Zeit schlägt sich Addison zu Fuß durch und hinterlässt eine blutige Spur, unberechenbar und gewaltbereit, eine Gefahr auch für Sheriff Becker (Treat Williams) und dessen Tochter und Deputy Sheriff Hanna (Kate Mara). Auch Addison führt der Weg zum Haus von Chet und June, die sich nichtsahnend auf das Thanksgiving-Wochenende vorbereiten.
eine kritik von ghostfacelooker:

Unterkühlt, wie die schneebedeckte Landschaft, so könnte man die Figur des Edison, gespielt von Eric Bana ruhig beschreiben. Jedoch ist unter dieser Schale ein sehr zynischer Kern, der in seinem Dialog oftmals an George Clooney´s Seth erinnert.

Zusammen mit seiner Schwester Liza, die von Olivia Wilde gespielt wird, sind sie ein Gangsterpärchen, auf der Flucht. Pärchen nenne ich die beiden bewusst weil es eine kaum zu übersehende Spannung, ja fast Begierde seitens Addison für seine Schwester zu geben scheint, die bis auf zwei Situationen jedoch der Phantasie des Zuschauers überlassen bleibt.

Warum man den Titel Deadfall in Cold Blood umbenannte, kann ich mir eigentlich nur wegen der verschneiten Landschaft erklären, die den Norden Michigans darstellen respektive einen Teil nahe der kanadischen Grenze, denn dahin sind die beiden unterwegs.

Durch einen kaltblütigen Mord entscheidet Addisison, dass es klüger wäre, sich getrennt auf den Weg zu machen, aber damit beginnt die Story ihren Lauf zu nehmen, denn ausgerechnet in dem „Niemandsland“, wo man sonst niemanden finden würde, steht das Haus der Eltern von Jay, unseres zweiten männlichen Hauptdarstellers, gespielt von Charlie Hunnam, der mich wiederum visuell stark an eine „Kopie“ von Tom Hardy erinnert, was aber wohl eher an der Kleidung liegt, die er trägt.

Um dem ganzen Karmaaspekt noch ein oder zwei drauf zu setzen, trifft Jay natürlich auf Liza, die sich ihm erst abweisender dann emotional hingezogen fühlt und merkt das der eingeschlagene Weg nicht der Richtige für sie sein kann.

Jay´s Eltern werden von keinen geringeren als Sissy „Schweineblutdusche“ Spacek und Kris „Convoy“ Kristofferson gespielt. Wobei auch Nebenrollen von Graham Greene oder Treat Williams verkörpert und somit hochgradig besetzt sind.

Ein Punkt dem man dem Österreicher Stefan Ruzowitzky zugute halten muss, der dieses Jahr mit Die Hölle-Inferno zu sehen sein wird, und diesen soliden Krimi mit Starbesetzung drehte, dessen Geschichte zu einhundert Prozent von Eric Bana getragen wird.

Sein wie schon erwähnter Sarkasmus gepaart mit der Kaltblütigkeit eines Killers mit Herz macht diesen Film zu dem was er ist und läßt Hannman´s Rolle dadurch erst aufleben. Ja ich bin sogar gewillt zu sagen, dass ohne Bana der Film weniger sehenswert gewesen wäre, denn man kauft ihm jede Emotion in jeder Situation ab.

Kristofferson und Spacek scheinen sich in diesem Film zumindest mit der Nebenrolle zufrieden zu geben und vor allem Spacek als Mutter June, ist in ihrem Auftreten jede Minute Screenzeit wert. Kristofferson selbst ist hier eher der stummere Akteur der im Höchstfall ganze zehn Sätze spricht, dies aber durch Präsenz wieder wettmacht.

Ich möchte fast behaupten, das die Jungs und Mädels Spaß beim Dreh hatten, denn es wirkt alles sehr versiert und in sich rund, sodass sogar Kate Mara in ihrer Rolle als weniger akzeptierte und unterschätzte Tochter des Sherriffs und ebenfalls Polizistin, glänzen kann.

Der Blutgehalt ist der Handlung angemessen und ausgewogen, sodass auch die emotionale Seite Addiosons gut zur Gewaltbereitschaft der Figur passt, die im Kern versucht gut zu handeln auch wenn sie selbst schlechtes hervorruft.

Jede Figur macht im Verlauf des Film eine charakterliche Entwicklung wegen seiner selbst getroffenen oder ihr aufgezwungenen Entscheidungen durch, was den „Showdown“ als solches ist insofern gleichsam tiefsinnig werden läßt, bedenkt man die Familienbande der Geschwister, deren Hintergrund und Interaktion miteinander, vor allem im Kontext zu Jay und Lizas Sichtweise.

Ich gebe diesem kleinen Schneegestöber eine 8 

8/10
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Kommentare

17.07.2017 12:17 Uhr - rosso_sangue
1x
Tolles Review zu einem meiner Meinung nach zu wenig beachteten Film . Bin ebenfalls bei 8/10 Evt sogar 9/10 denn Der Film hat mich wirklich gepackt und auch schon mehrmals gesehen . Bana ist, wie beschrieben , eine Wucht . Sehe ihn eh immer gerne. Er hat :Erlöse uns vor dem Bösen , ebenfalls extrem aufgewertet. Toller Film den ich damals mit Cold in July gesehen hatte . Beides absolut starke Filme die mehr Beachtung verdienen. Hoffe dafür sorgt das Review

17.07.2017 14:03 Uhr - Ghostfacelooker
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17.07.2017 12:17 Uhr schrieb rosso_sangueTolles Review zu einem meiner Meinung nach zu wenig beachteten Film . Bin ebenfalls bei 8/10 Evt sogar 9/10 denn Der Film hat mich wirklich gepackt und auch schon mehrmals gesehen . Bana ist, wie beschrieben , eine Wucht . Sehe ihn eh immer gerne. Er hat :Erlöse uns vor dem Bösen , ebenfalls extrem aufgewertet. Toller Film den ich damals mit Cold in July gesehen hatte . Beides absolut starke Filme die mehr Beachtung verdienen. Hoffe dafür sorgt das Review


Danke für die Blumen und ja in beiden Filmen ist Bana die tragende Säule. Werd dich ja bestimmt im Erlöse uns vom Bösen Review lesen^^

17.07.2017 17:10 Uhr - rosso_sangue
;-) nein aber gelesen hab ich es aufmerksam :-) . Bin weniger der Schreiber , eher der Leser . Ebenso : the Girl with all the Gifts . Auf den freu ich mich auch , obwohl der von einigen dort erwähnte "Maggie " mir gar nicht gefallen hat . Hoffe also eher auf weniger Parallelen zwischen den Beiden .

18.07.2017 21:08 Uhr - Tom Cody
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Ein schönes Review zu einer kleinen, leider etwas unterschätzten Filmperle. Da kriege ich direkt Lust, die Blu-ray dazu aus dem Schrank zu holen und mir das Ding direkt mal wieder anzuschauen. ;-)

18.07.2017 21:22 Uhr - Ghostfacelooker
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18.07.2017 21:08 Uhr schrieb Tom CodyEin schönes Review zu einer kleinen, leider etwas unterschätzten Filmperle. Da kriege ich direkt Lust, die Blu-ray dazu aus dem Schrank zu holen und mir das Ding direkt mal wieder anzuschauen. ;-)


^^^ja bei manchen Filmen sollte man beim grossen A-Händler nicht den Sternen glauben ^^^^ wär der Film sonst glatt an mir vorbeigeschrammt

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