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Life

Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Drama, Science-Fiction, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,19 (24 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Manche Träume sollten sich besser nie erfüllen… Atemberaubend spannend, überraschend und in faszinierenden Bildern erzählt der Sci-Fi-Thriller LIFE von der sechsköpfigen Crew einer internationalen Raumstation, die kurz vor einer der wichtigsten Entdeckungen der Geschichte der Menschheit steht: dem ersten Beweis extraterrestrischen Lebens auf dem Mars. Als die Crew ihre Forschungen beginnt und die Methoden unerwartete Konsequenzen offenbaren, stellt sich plötzlich heraus, dass die Lebensform weit intelligenter ist als jemals erwartet… (Sony Pictures)

eine kritik von derrezensierer:

Im Jahr 2012 entstand die Grundidee zum Film "Life". Zurückblickend waren die Ereignisse damals mit dem Curiosity Rover verknüpft. David Ellison, Sohn vom Milliardär Larry Ellison(Gründer der Oracle Corporation CTO) und seine Skydance Produktion waren der Gründer dieser Idee. Ellison ist auch bekannt unter seinen weiteren Produktionen, wie zum Beispiel Jack Reacher, Mission Impossible: Ghost Protocol, Star Trek: Into Darkness und Terminator Genisys.  „Wir hatten die Idee, was wäre wenn der Marsrover neues Leben auf dem Mars entdecken und es zur Analyse zur Internationalen Raumstation bringen würde“, meinte Ellison. Mit dieser Begründung war die Idee zum Film geboren. Außerdem wollten Ellison und Dana Goldberg, einer weitere Produzentin des Films, schon immer eine Geschichte in der Schwerelosigkeit drehen.

Rett Reese und Paul Wernick, auch Co-Autoren von Deadpool, konnten mit dieser durchaus kurzen Rahmenhandlung eine hohe Begeisterung an den Tag legen und wollten unbedingt das Script und später das Drehbuch dazu verfassen, welches auch später als Final Draft in die Produktion eingeflossen ist. Als Regisseur konnte der Chilenisch-Dänische Daniel Espinoza, bekannt aus Kind 44 sowie Safe House, als künstlerische Hand gewonnen werden. Espinoza meinte in einem Interview mit Deadline.com, dass der Film eine Low-Budget Produktion werden sollte und nicht mehr als 10 Millionen Dollar kosten wird, doch nachdem Espinoza, Ryan Reynolds und Jake Gyllenhaal dazu verpflichtet werden konnte wuchs das Budget sprunghaft auf 65 Millionen Dollar an und hatte somit einen guten Startpunkt, um diesen Wert erkennen zu lassen, künstlerisch, versteht sich! Zuvor wollte man sich auf einen unerfahrenen Regisseur beziehen, welches sich aber nicht realisieren ließ. Die Filmaufnahmen hatten am 16 Juli 2016 begonnen...So viel zu den Filmfakten! Doch nun noch einige Worte zu Kritiken an sich:

Ich frage mich manchmal, beim Lesen von Kritiken warum man ständig Filme in Schubladen sortieren muss. Das ist ja schon fast eine zwanghafte Handlung und setzt Vergleiche frei, die eher daran erinnern Absätze zu füllen als es in irgendeiner Form ein Inhalt darstellt. Warum betrachtet man Filme nicht als Gesamtwerk und muss ständig Parallelen ziehen, seien sie auch noch so abwegig. Da geht man auch gerne auf Kategorien und Werke ein, die als Grundkonzept mit dem Film gar nicht vereinbar sind. Ein Feuilleton Schreiber meinte auch, dass der Film eine Dystopie darstelle. Da fragt man sich zwanghaft, ob Titel und Inhalt dieser Kritiken zum Film "Life" nicht doch zwangläufig auf einen anderen Film hindeuten und der Titel nur versehentlich gewählt wurde.

Aus meiner Perspektive hat der Film alles was ein Science Fiction Film braucht. Spannung bis zur letzten Minute! Schon zu Anfang des Films wird eine sehr gute Einführungssequenz geboten gepaart mit einer musikalischen Untermalung, die Gänsehaut verursacht! Und das gleich zu Anfang des Films, der Zuschauer wird sofort in den Bann gezogen, obwohl, streng genommen auf dem Schirm nur ein weißer Punkt mit Sternenhintergrund zu sehen ist! Doch genau das ist an Sci-Fi Filmen so spannend mit der dazu passenden Sound-Kulisse. Die Weite des Raums, die Bedeutungslosigkeit jeden einzelnen Punktes gegenüber dem riesigen Universum und den liebsamen oder unliebsamen Überraschungen, die in diesem Raum inne wohnen.

Eine Dystopie ist dieser Film auf gar keinen Fall! Weder wird im Film darauf hingewiesen noch in irgendeiner abwegigen Form inszeniert. Der Film ist was er ist: Ein gelungener Horror-Sci-Fi Film!

Das Gebotene neigt zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit "Leben". Doch nicht trocken und Öde, sondern mit Spannung und Erklärung für das nötigste. Hier wird auch keine "Alles ist freundlich" Atmosphäre erzeugt sondern, dass es auch in unserer heutigen Zeit, zu Entdeckungen kommen kann, die alles andere als eine E.T. freundliche Spezies darstellen. Außerdem spielt die Handlung nicht in ferner Zukunft sondern im hier und heute!  Zu Anfang benimmt sich diese Lebensform auch recht unspektakulär und "Handzahm" fast  wie ein nasser Lappen der zufällig immer irgendwo gegen klatscht und wirklich gelungen aussieht. Doch im späteren Verlauf zeigt sich die evolutionäre Wandlung und der Organismus sieht schon zu fürchten aus!

Obwohl Ryan Reynolds eine eher bescheidenen Zeit-Spanne im Film zu sehen ist, macht er seinen Job aber alle Ehre und die schauspielerische Leistung als Rory „Roy“ Adams nimmt man ihm in diesem kurzen Zeitraum auch ab. Jake Gyllenhaal spielt Dr. David Jordan sehr leidenschaftlich und gekonnt anders als in seinen sonstigen Rollen. Auch der "Nebencast" kann sich sehen lassen, da alle in ihren Darstellungen aufgehen und so gekonnt ein Szenario aufgebaut wird, welches man als Zuschauer sehr genießen kann, weil alles sehr natürlich abläuft und nicht mechanisch nach Schema F abgedreht worden ist.

Daniel Espenoza hat mit Life einen sehr guten Horror Sci-Fiction Film produziert, der mit Hochspannung garniert ist und mit einer Kreatur arbeitet, die so noch nicht im Kino zu sehen war. Das Design des Film als auch die Produktionswerte sind auf einen sehr hohen Niveau und heben den Film auch von "Vergleichbaren" Genres gekonnt ab. Bisher hat man noch keinen Film gewagt der in der heutigen Zeit auf einer Raumstation spielt, doch das macht diesen Film meines Erachtens so besonders, weil er im hier und jetzt spielt. Der Film arbeitet gekonnt mit ruhigen Panoramen als auch mit gut geschnittenen Actionszenen, die eher an Plansequenzen erinnern und somit ein gutes Pacing aufgebaut wird und der Zuschauer den Protagonisten auch stets folgen kann. Auf Bildsymbolik wird, bis auf ein paar Aufnahmen in der Farbe Sepia, komplett verzichtet, was auch sehr gut umgesetzt ist und zu keinem Zeitpunkt stört. Positiv und wirklich gekonnt ist das Zusammenspiel zwischen Musik- Sound- und Akustik Effekte. Die Filmmusik wurde von John Ekstrand kreiert und somit ist "Life" schon der sechste Film in Zusammenarbeit mit Daniel Espenoza, es hat ca. ein Jahr verlangt bis die Musik zu dieser Produktion in dem Film eingeflossen ist. Fantastisch gelungen, wie ich meine!

Fazit: Ein Science Fiction Film mit hohen Erinnerungswert und der vollen Dosis an Horror! Spannung pur und gekonnt umgesetzt.

 

8/10
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Kommentare

06.08.2017 14:49 Uhr - Knochentrocken
1x
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Der war wirklich nicht schlecht. Aber auch kein Meisterwerk oder was bahnbrechendes. Mit ner 7 bin ich dabei.

06.08.2017 18:01 Uhr - naSum
3x
User-Level von naSum 12
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Qualitativ auf den Punkt gebracht und das in einem ganz eigenen Stil. Mich hast du geködert, dieses Werk in nächster Zeit mal in Angriff zunehmen.
Danke für die Schreibe.

10.08.2017 12:28 Uhr - DerRezensierer
1x
User-Level von DerRezensierer 3
Erfahrungspunkte von DerRezensierer 172
Gern geschehen naSum! :-)

04.02.2018 21:09 Uhr - Insanity667
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Erfahrungspunkte von Insanity667 1.641
Der hat mich wirklich positiv überrascht, das Ende ist zwar wieder mal so typisch "auf die Fresse", weil es ja zum guten Ton gehört! :) Mit deiner 8/10 gehe ich gerne mit, deine Rezi ist Zucker!

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