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tschaka17
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Eintrag: 01.09.2017

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Killer's Bodyguard - Leben am Abzug!

(The Hitman's Bodyguard)
Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Komödie, Liebe/Romantik,
Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,80 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Der weltbeste Bodyguard (Ryan Reynolds) wird engagiert, um ausgerechnet das Leben seines Erzfeindes zu schützen – eines weltweit berüchtigten Killers (Samuel L. Jackson). Der unaufhaltsame Bodyguard und der manipulative Auftragsmörder versuchen seit Jahren sich gegenseitig auszuschalten, und müssen nun die nächsten total abgefahrenen 24 Stunden gemeinsam durchstehen. Bei ihrer unfassbar toughen Reise von England nach Den Haag müssen sie Highspeed-Autorennen und absurde Bootsverfolgungsjagden meistern und sich dem gnadenlosen osteuropäischen Diktator (Gary Oldman), der Blut sehen will, entgegenstellen. Salma Hayek rundet das Chaos als Jacksons nicht minder berüchtigte Ehefrau ab.
eine kritik von tschaka17:

Tick Tack, Motherfucker!

Wer Action-Komödien mag wird bestimmt schon sein Augenmerk auf den neuesten Streifen in diesem Genre geworfen haben, Killer´s Bodyguard. Mir gefällt der englische Titel The Hitman´s Bodyguard deutlich besser, weshalb ich diesen verwenden werde.

Diese Review soll dazu dienen, die richtige Erwartungshaltung für den Film aufzubauen. Dieser hat etliche Schwächen, macht aber unter angepassten Voraussetzungen richtig Spaß.

STORY

Michael Bryce ist ein 1A-Personenschützer, wie er selbst sagt. Als eine Freundin ihn um einen Gefallen bittet ahnt er nicht, dass er den Profikiller Darius Kincaid als neuen Klienten bekommt. Mit diesem versteht er sich nämlich so garnicht! Ist ja auch logisch, arbeiten beide normalerweise gegeneinander. Aber Kincaid muss nach Den Haag, um gegen den Diktator Dukhovich auszusagen. Binnen 27 Stunden. Und da die Truppe von Interpol aufgrund eines Lecks keine 2km weit kommt schlagen sich nun Bodyguard und Killer durch Europa und jede Menge Gegner. Knappe Zeit, wichtige Aufgabe und zwei Profis, die sich nicht verstehen. Das kann ja heiter werden!

Wird es auch. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Grundidee der Story ist ja nett, aber die Umsetzung allenfalls zweckdienlich. Vorhersehbar ist hier einfach alles, ohne Ausnahme! Zudem gibt es Logiklöcher. Diese sind zwar nicht groß wie Schlaglöcher, aber offensiv offensichtlich. Gut gelöst wurde allerdings, warum ein Profikiller eigentlich den Behörden helfen sollte.

CAST

Samuel L. Jackson, Mr. Motherfucker, tritt als Darius Kincaid auf den Plan. Köstliche Killer-Performance! Over the top, die Knarre als Lieblingslösung, trockener Humor und eine Lache zum Wegrollen. Gebt dem Mann eine skurrile Rolle und er macht was draus! Seine Figur erhält die meiste Tiefe im Film und die Hintergrundgeschichte ist durchaus solide aufgebaut, wenn auch vorhersehbar.

Nummer 2 des Duos wird von Ryan Reynolds gestellt. Michael Bryce kann einem schon fast leidtun. Seine Karriere geht den Bach runter und dann muss man sich auch noch mit dem Todfeind verbünden. Zu Beginn steif und immer brav an die Vorschriften haltend wird dem Bodyguard irgendwann das Regelwerk zu eng. Und wenn Kincaid kloppen darf, warum dann nicht auch der Profibeschützer?! Die teilweise nüchtern berechnende Art, die durch das totale Chaos von Kincaid gekontert wird ist genial. Die Chemie der Protagonisten stimmt, trägt den Film und übertüncht ein mangelhaftes Skript.

Gary Oldman liefert hier einen seiner gewohnten Bösewichte ab. Wenig Screentime schadet ihm nicht, denn der Hauptfokus des Films liegt klar auf Jackson und Reynolds. Doch jeder Auftritt von Oldman hat Wucht und so funktioniert seine einfach Figur. Tiefe sollte man aber nicht erwarten.

Mit dabei ist noch Salma Hayek als rassige Frau von Kincaid. Wäre ihre Figur zentraler geworden hätte es genervt. In diesem Maß ist es perfekt und immer ein besonderer Lachknaller. Elodie Yung mimt die Bekannte von Bryce und dient als Bindeglied zu Interpol. Sie ist ok, reicht dem restlichen Hauptcast aber nicht das Wasser.

TECHNISCHE ASPEKTE

In dieser Kategorie gibt es leider erhebliche Abzüge. Die Effekte sind nämlich allesamt aus dem Computer. Gutes CGI stört micht kaum, sondern fasziniert mich eher. Hier gibt es aber nur schwächere Arbeit. Explosionen sind teilweise passabel getrickst, stellenweise aber sehr, sehr offensichtlich. Blut kommt fast ausschließlich aus dem Rechner, nur manche Wunden sind geschminkt. Auch hier wäre mehr Handarbeit feiner gewesen.

Hatte ich mit diesen Abzügen gerechnet muss ich leider die generelle Optik bemängeln. Sehr oft ist der Hintergrund unscharf gehalten und soll so oft einen Greenscreen kaschieren. Das hat für mich meistens nicht funktioniert. Ansonsten passt der Hochglanzstil zu den Effekten, es wirkt aber alles arg poliert. Etwas mehr Dreck wäre nett gewesen.

Die Settings sind auch eher zweckmäßig. 0815-Gebäude, Straßen und Autos. Selbst der internationale Gerichtshof in Den Haag ist etwas öde geraten. Mein Highlight war erstaunlicherweise eine Kuhwiese.

Solide ist die Kameraarbeit. Einige Actionszenen, insbesondere die Verfolgungsjagd zu Fuß, sind etwas wackelig geraten, dafür sind die anderen sauber gefilmt. Zu loben ist hier vor allem die Kreativität, die mit Witz und Charme sehr coole Bilder schafft. Die Kamera dient in The Hitman´s Bodyguard auch als Humormittel.

Die Musik ist fetzig und nicht so aufdringlich wie gedacht. Der Gute-Laune-Soundtrack unterstützt die Handlung und jeweilige Situation passend. Ab und an war die Abmischung meines Erachtens nach aber mangelhaft.

FAZIT

Der Film hat meine Erwartungen genau erfüllt. Die Story ist eher zweckdienlich, die Figuren sind ziemlich schlicht, die Effekte wie im Trailer zu sehen mäßige Computerarbeit und das Ende hätte man vielleicht ein paar Minuten früher setzten können. Aber hey, ich hatte das erwartet!

Für mich waren die Chemie der Hauptfiguren und der Humor wichtig. Die Chemie stimmt zu 100% und auch wenn in der deutschen Synchro nicht jeder Gag zündet habe ich durchgängig gegrinst und oft laut aufgelacht.

Einen Kick-Ass oder Kingsman mit cleverer Story, vielschichtigen Figuren und starker technischer Arbeit sollte hier niemand erwarten. The Hitman´s Bodyguard spielt für mich einige Liegen drunter. Trotzdem macht der Streifen bei mäßiger Erwartungshaltung (vor allem in technischen Bereichen) Spaß und ist die Sichtung absolut wert. Und die 118 Minuten sind niemals zäh oder langatmig, auch dank der Gesangseinlagen der beiden Protagonisten ;)

7/10

Bei der nächsten Sichtung vielleicht auch ein halber Punkt mehr.

Was wollen die machen, mich mit einem Käse schlagen?!

7/10
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Kommentare

01.09.2017 14:35 Uhr - Punisher77
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Tolle Kritik, die meine Meinung über den Film, den ich gestern im Kino gesehen habe, fast hundertprozentig wiedergibt. Ich hätte zwar punktemäßig etwas wohlwollender geurteilt, aber letztlich denke ich auch, dass der Film gut ist (Ich hatte `ne Menge Spaß im Kino!), aber kein Klassiker wie "Lethalo Weapon" oder "Nur 48 Stunden".

01.09.2017 22:20 Uhr - Tom Cody
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"Dieser Kerl hat im Alleingang die Bedeutung des Wortes 'Motherfucker' entwertet. Und das ist verdammt schwer!"

Volltreffer! Ich habe den Streifen gerade vor 2 Stunden gesehen und würde deinem sehr guten Review in allen Punkten zustimmen.
Das mit den CGI -Explosionen ist mir auch aufgefallen. Aber trotz kleinerer Schwächen habe ich mich echt amüsiert. Der Film ist zwar nicht so ein Klassiker wie die von Punisher77 genannten Beispiele, wird aber sicherlich irgendwann auch als Blu-ray bei mir im Regal stehen.

Und, CGI hin oder her, die Schießereien waren teilweise ziemlich ruppig. In den 80ern (und auch 90ern) wären diese Art von Gewalt mindestens (!) mit einer 18er-Freigabe belegt worden, wenn man nicht sogar gleich komplett einige Kopfschüsse (oder andere Details) entfernt hätte.

Meine Lieblingsszene ist übrigens der "romantische Rückblick", als man erfährt, wie Kincaid sich während eines kleinen Massakers in seine temperamentvolle (und äußerst wehrhafte) zukünftige Frau verliebte.
"Als sie einem Typen mit einer abgebrochenen Flasche den Hals aufschlitzte, wusste ich...DAS IST SIE!"

02.09.2017 18:06 Uhr - tschaka17
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01.09.2017 22:20 Uhr schrieb Tom Cody
Meine Lieblingsszene ist übrigens der "romantische Rückblick", als man erfährt, wie Kincaid sich während eines kleinen Massakers in seine temperamentvolle (und äußerst wehrhafte) zukünftige Frau verliebte.
"Als sie einem Typen mit einer abgebrochenen Flasche den Hals aufschlitzte, wusste ich...DAS IST SIE!"

Ja, die Szene ist sehr geil :D Auch bei deiner Einschätzung der Härte und ihrer eventuellen Bewertung in vergangenen Jahrzehnten stimme ich absolut zu. Kein Klassiker, aber super Unterhaltung!

Definitiv im Regal zu finden, wenn´s geht im schicken Steelbook (orange Farbe, eigentlich wie das Kinoplakat, dazu geprägter Titel - mega!)

Mein Favorit ist/sind eigentlich 2: Der "Pupser" hat mich umgehauen und auch der Kommentar auf der Kuhweide zum Autogeruch *haha*

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