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(sic)ness_666
Level 2
XP 96
Eintrag: 04.09.2017

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Let Me Make You a Martyr

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Drama, Krimi, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 1,00 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Drew (Niko Nicotera) kehrt nach Jahren der Abwesenheit zurück in seine Heimatstadt, wo er die Liebe seines Lebens wiedertrifft – seine Adoptivschwester June. Gemeinsam wollen sie ihren kriminellen Adoptivvater (Mark Boone Junior) endgültig loswerden und so ihrer Vergangenheit entfliehen. Dabei stellen sich ihnen jedoch nur Vater Larry, sondern auch der von ihm angeheuerte eiskalte Auftragskiller Pope (Marilyn Manson) in den Weg, sodass den Adoptivgeschwistern nur eine Möglichkeit bleibt...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von (sic)ness_666:

Let me make you a Martyr” wenn sich der Zuschauer dadurch angesprochen fühlen soll, weil er sich einem Martyrium von Film aussetzt, passt der Titel wie die Faust aufs Auge. Das einzige (und wohl auch etwas ziehende) Verkaufsargument ist wohl Brian Hugh Warner (besser bekannt als Marilyn Manson) in einer tragenden Rolle als Killer. Im Endeffekt waren es auch lediglich seine Szenen und die Nachos, welche wir zur Sichtung hatten, die ein Wegschnarchen bzw. eine Flucht verhindert hatten.


Aber der Reihe nach. Worum geht es in „Let me make you a Martin“? Wir befinden uns in einer Art Verhörraum. Drew (Niko Nicotera) soll die Vorgänge schildern die ihn hierher gebracht haben. Er beginnt also zu erzählen, wie er nach Jahren in sein verruchtes Heimatnest zurückgekehrt ist und wohl mit seinem kriminellen Leben abgeschlossen hat. Der Grund warum er zurückkam, bleibt im Dunkeln (wie vieles andere auch in dem Film). Wie wir im Verlauf erfahren ist sein Adoptivvater (Mark Boone Junior), ein lokaler Gangsterboss, jedoch nicht sehr erfreut über die Rückkehr Drews. Da dieser ihn wohl vor Jahren beklaut hatte, will sein Adoptivvater die Gelegenheit nutzen und heuert den Profikiller Pope (Marilyn Manson) an, um Drew umzulegen. Doch das ist nicht das einzige Problem. Drew trifft auf seine alte Liebe June, die im Gegenzug für Drogen ein Kind „verschwinden“ lassen soll. Dieses hat wiederum  ihr Drogendealer entführt, weil dessen Eltern (wohl inzwischen tot) ihre Rechnung bei ihm nicht zahlten. Es sei hier kurz erwähnt, dass an sich alle Figuren in diesem Film entweder Junkies und/oder kriminell sind. Und so wie ich versuche die Handlung hier zusammenzufassen, fällt mir wieder auf, was für ein Flickenteppich aus konfusen, unerklärten, ja gar sinnlosen Handlungen hier zusammengekleistert wurde. Und zwar so extrem, dass es schwerfällt die Handlung in einen Text zu packen.


Der Film will eins dieser beklemmenden Dramen um die Unterschicht  sein (wie z.B.  Joe – Die Rache ist Sein). Doch der Film versagt in jeglicher Hinsicht. Die Handlung ist, wie schon beschrieben, eine reine Wilkür ohne jegliche Substanz. Man kann als Zuschauer nicht irgendeinen Bezug zu den Figuren aufbauen, da sie durchweg unsympathisch und regelrecht dämlich sind. In Dialogen, widersprechen sie sich öfters innerhalb kürzester Zeit selbst, so dass man regelrecht drauf warten konnte, dass alles Gesagte wieder relativiert wird. Das Fass zum platzen, brachte die Szene in der June zu Drew sagt, dass sie durch das Mädchen endlich wieder einen Sinn im Leben gefunden hat.  Sie möchte für die Kleine  da sein, da sie einen gewissen Mutterinstinkt zu ihr aufgebaut hat und möchte mit ihr und Drew ein neues Leben anfangen. Dann setzt sie sich ‘nen Schuss und bittet Drew, dass er sie umbringen mag. Sie möchte so nicht mehr leben. Und der nüchterne(!) Drew kommt der Bitte seiner zugedröhnten Liebe nach und erwürgt sie. Die Pistole wäre ja zu einfach gewesen, die er einstecken hat. Man konnte im Kinosaal die Facepalms aus jeder Reihe hören. Es klang fast schon wie Applaus. Soviel Dämlichkeit habe ich noch nie in einer Szene gesehen. Es ist zwar fast unnötig noch zu erwähnen, dass der Film sich dann auch noch (oder auch dadurch) länger zog als eine Packung Hubba Bubba und der Saal sichtlich erleichtert war, als endlich der Abspann lief.


1/10

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Kommentare

04.09.2017 11:20 Uhr - naSum
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Filmplakat: "Ein nahezu perfekter Film"
Sickness: "1/10"

uff....^^

Wie stehts denn um die Effekte und den Gewaltgrad des Filmes? Immerhin ist der ja ohne Jugendfreigabe eingestuft und muss irgendwelche Schauwerte zu bieten haben...
Oder ist da eher mit einem psychologischen Duell zu rechnen und langatmiger Dramatik?

Ebenso bleibt mir die Frage offen, wie es um die Bildqualität und Machart des Werkes steht, denn das Filmposter lässt ja mit der grobkörnigen Art eher auf einen altbackenen, optisch angerauhten Film schließen.

04.09.2017 11:54 Uhr - (sic)ness_666
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Die Fragen beantworte ich dir mal in einem Kommentar:

Der Film bietet an sich null Action, dahergehend auch keine nenneswerten Effekte. Sonst hätte ich die angesprochen ;)
Die Freigabe beruht wohl auf der Sprache und der Erniedrigungen einzelner Charaktere.Könnte aber auch einfach an der hundsmiserablen Szene liegen in der Drew vor den Augen seines Adoptivvaters vergewaltigt wird. Anders kann ich mir das nicht erklären. Ein psychologisches Duell hatten wir uns noch erhofft, aber wie schon gesagt ist es ein Flickenteppich aus wilkürlichen Handlungssträngen gepaart mit unterirdischen Dialogen. Das Drama findet wenn dann für den Zuschauer selbst statt. Das klingt vernichtend, aber ich kann das echt nicht anders in Worte fassen.

Und da es dich so interessiert: Ja der Film versucht sich am grobkörnigen 70er Jahre-Stil, zumindest glaube ich das. Denn davon bekommt man abgesehen vom Abspann nichts wirklich mit. Lediglich einen leichten Sepia-Stich hat das Bild, aber das ist echt kein Merkmal was man auswalzen muss. Der Film sieht nicht nach 70er Stil aus sondern nach gewollt und nicht gekonnt.

04.09.2017 12:07 Uhr - naSum
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Danke für die ausführliche Antwort, womit ich den Film dann definitiv ausscheiden lasse. Das ich dachte, in deinem Review fehle etwas, liegt also wirklich daran, dass es bereits im Film fehlt. Dann kann man dazu auch keine Worte verlieren ;)

Schade.

04.09.2017 12:15 Uhr - (sic)ness_666
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So ist es.

Hoffe Manson bekommt nochmal ein besseres Werk in dem er mitspielen kann. Aber das war leider ein Griff ins Klo für ihn. Was schade ist, weil er eigentlich gut in die Rolle eines Killers passt und hier in dem Cast am ambitioniertesten wirkt (für seine vielleicht insgesamt 10 Minuten Screentime).

05.09.2017 09:42 Uhr - DriesVanHegen
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Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 165
Oje...der wird ja wirklich überall zerrissen.
Eine Sichtung gegen Geld fällt somit aus. Vielleicht landet er irgendwann mal im Prime Video Angebot.

11.09.2017 14:34 Uhr - graf orlock
1/10 :D
Hart. Also ja, gut, ich kann es verstehen.
Ich hatte mich wahnsinnig auf den Film gefreut seit ich 2015 das erste Mal davon hörte und komme zum Schluss, dass Manson langsam seinen eigenen Film benötigt.
Deshalb war ich irgendwo bei 3-4 von 10.
Mansons Performance war mir das wert.
Aber abschliessend muss ich sagen: Riesige Enttäuschung und 1/10 wenn Manson den Film nicht beherrscht hätte. Soundtrack war noch ganz schön und zumindest war der Film einigermaßen düster. Für meine Begriffe allerdings WEIT entfernt von Filth und Nihility, Schlagwörter, die ja in vielen Reviews vollmundig erwähnt wurden :D

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