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Punisher77
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Eintrag: 15.01.2018

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Horror House: House III

(The Horror Show)
Herstellungsland:USA (1989)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror
Alternativtitel:House 3: Der Fluch des Massenmörders
House III: The Horror Show

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,90 (25 Stimmen) Details
inhalt:
Detective Lucas McCarty (Lance Henriksen) kann endlich den Massenmörder Max Jenke dingfest nehmen. Jenke kommt auf dem elektrischen Stuhl. Auf diesem schwört er Rache an McCarty und seiner Familie. Jenke wird hingerichtet, aber Jenke ist nicht tot. Er hat einen Schritt in ein höheres Bewußtsein gemacht und beginnt nun seinen Plan gegen den Detective auszuführen. McCarty muß erkennen, daß Jenke anscheinend unbesiegbar ist. Wie soll man jemanden töten, der bereits Tod ist ?
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                           HOUSE III/THE HORROR SHOW

Mit House (1986) und House II – The Second Coming (1987) hatte Produzent Sean S. Cunninghmam (Freitag, Der 13., 1980) zwei Horrorfilme in die Kinos gebracht, die zwar keine Blockbuster im klassischen Sinne waren, aber ordentliche Gewinne einfuhren und unter Fans einen gewissen Kultstatus genießen. Nicht verwunderlich also, dass so schnell wie möglich ein dritter Teil nachgeschoben werden sollte, dessen Produktion jedoch unter keinem guten Stern stand – zudem war der dritte Teil inhaltlich so weit von seinen Vorgängern entfernt, dass er in den USA nicht als House-Film vermarktet wurde, sondern den Titel The Horror Show erhielt.

Dabei benutzte Sean S. Cunningham den Titel House III, als er die Rechte an Verleihfirmen aus aller Welt verkaufte. Das produzierende Studio, United Artists, empfand den Titel House III aber nicht beeindruckend genug, so dass man ihn in den USA The Horror Show nannte. Bis der Film in die Kinos kam, hatte er eine Reihe von Hindernissen zu überwinden. Der eigentliche Regisseur David Blyth wurde gefeuert und durch James Isaac (1960 – 2012; Jason X, 2001) ersetzt.Drehbuchautor Allyn Warner distanzierte sich von dem Film und ließ seinen Namen durch das berühmt-berüchtigte Pseudonym „Alan Smithee“ ersetzen, das immer dann verwendet wird, wenn ein Filmschaffender nicht mehr mit seinem Werk in Verbindung gebracht werden möchte. Davon sollte man sich als Genrefan jedoch nicht ins Bockshorn jagen lassen, schließlich verfügt Isaacs Film mit Lance Henriksen (Aliens, 1986) und Brion James (1945 – 1999; Blade Runner, 1982) über zwei hervorragende Hauptdarsteller und die Effekte stammten von  der berühmten KNB FX Group, die sowohl Low Budget-Streifen als auch Hollywood-Blockbuster mit hervorragenden Make Up – und Spezialeffekten beliefert. Allerdings muss man aufpassen, welche Fassung des Films man sich ansieht: Greg Nicotero und Co. haben so gute Arbeit geleistet, dass House III/The Horror Show für ein R-Rating gekürzt werden musste und auch in Deutschland wurde – trotz 18er-Freigabe – die Schere angesetzt.

Detective Lucas McCarthy (Lance Henriksen) hat es geschafft: Endlich hat er den grausamen Serienmörder Max Jenke (Brion James) zur Strecke gebracht. Der Job hat Spuren hinterlassen – McCarthy wird von Alpträumen geplagt, in denen er schon mal auf seine Frau losgeht. Das Ende des Killers auf dem elektrischen Stuhl bringt dem Polizisten jedoch keinen Frieden. Bevor der tödliche Strom durch Jenkes Körper fließt, schwört er McCarthy und seiner Familie blutige Rache. Und schon bald muss McCarthy feststellen, dass Jenke sein Wort hält …

House III/The Horror Show spielte in den USA gerade mal 1,7 Millionen Dollar ein und erhielt hauptsächlich negative Kritiken. Einer der Hauptvorwürfe war, dass der Film zu große Ähnlichkeiten mit Wes Cravens Shocker aufwies, der im selben Jahr in die Kinos kam (Allerdings erst im Oktober 1989, während James Isaacs Film bereits im April veröffentlicht wurde …) und in dem es auch um einen Serienkiller ging, der auf dem elektrischen Stuhl landete und den für das Urteil Verantwortlichen über den Tod hinaus terrorisiert. Doch damit nicht genug – auch Einflüsse aus den A Nightmare On Elm Street-Filmen (1984 – 2010) lassen sich hier finden, so dass der Film keinerlei Aussichten auf einen Innovationspreis hat. Außerdem dürfte der Film so manchen Fan der ersten beiden Teile vergrault haben, da ihm das Geisterbahn-Feeling der ersten beiden Teile völlig abgeht und man hier eher ein Slashermovie mit übernatürlichen Elementen serviert bekommt...United Artist taten tatsächlich gut daran, den Film in den USA nicht als House III zu vermarkten, da er so weit weg von seinen Vorgängern ist, wie es nur geht. Wenn man unbedingt eine Gemeinsamkeit über´s Knie brechen will, dann geht es auch hier um Menschen, die in einem Haus von einem Spuk heimgesucht werden – das war´s dann aber auch schon. Man sollte House III/The Horror Show tatsächlich eher als eigenständigen Horrorfilm ansehen und nicht als Teil eines Franchises, wie man es z.B. mit Halloween III – Season Of The Witch (1982) tun sollte. Denn ein schlechter Film ist House III/The Horror Show wirklich nicht.

Auch wenn man die meisten Versatzstücke des Films bereits in anderen Horrorstreifen gesehen hat, ist House III/The Horror Show ein spannender, atmosphärischer Film. Schon die Szenen, in denen der Zuschauer Zeuge von Max Jenkes Verhaftung wird, dürften zartbesaiteten Zuschauern eine gehörige Gänsehaut verpassen – und auch im weiteren Filmverlauf, in dem Jenke regelmäßig in McCarthys Privatleben eindringt und es immer schwieriger wird, zwischen Realität und Alptraum zu unterscheiden, dreht James Isaac, der hier sein Regiedebut feiert, konsequent an der Spannungsschraube. Außerdem ist der Film mit einer angenehmen Spieldauer von 95 Minuten auf´s Wesentliche reduziert, so dass im Grunde keine Langeweile aufkommt.

Der größte Teil der Darstellerriege – z. B. Rita Taggart (Splash, Too, 1988), Deedee Pfeiffer (Vamp, 1986) und Aron Eisenberg (Puppet Master III, 1989) – mag routiniert und zweckmäßig agieren, aber mit Lance Henriksen und Brion James verfügt der Film über zwei Hauptdarsteller, die den Film mühelos schultern. Henriksen gibt eine glaubwürdige Vorstellung als Polizist, der traumatisiert ist und für den es immer schwieriger wird, seine Visionen vor der Familie geheim zu halten, was zu manch skuriller Szene (z.B. beim Truthahn-Essen) führt. Auf der Gegenseite überzeugt Brion James, dem man durchaus Overacting vorwerfen könnte – allerdings geht er so sehr in der Rolle des schmierig-brutalen Serienkillers Max Jenke auf, dass es einfach nur Spaß macht, ihm bei der „Arbeit“ zuzusehen. Ohne diese beiden Darsteller würde House III/The Horror Show deutlich weniger Spaß machen.

Die Effektcrew hat in diesem Film ebenfalls ganze Arbeit geleistet. Die ersten zwanzig Minuten des Films sind, was Gore angeht, absolut „State Of The Art“. Allein McCarthys Gang durch die Küche bietet einige derbe Überraschungen und auch danach geizt der Streifen nicht mit blutigen Momenten – auch wenn man als Horrorfan heutzutage einiges gewohnt ist, bekommt man in House III/The Horror Show bis zu Jenkes grausiger Hinrichtung eine ganze Menge geboten. Und im Gegensatz zu vielen aktuellen B-Horrorfilmen sehen die Effekte hier noch wirklich heftig aus. Im Mittelteil des Films geschieht das Gros der Bluttaten Off-Screen, aber im letzten Filmdrittel wird das Gaspedal wieder etwas weiter durchgetreten. In der Uncut-Fassung hat House III/The Horror Show einige Schauwerte zu bieten, die so manche Freitag, Der 13. - bzw. Halloween-Episode übertreffen.

House III/The Horror Show ist sicherlich kein Klassiker des modernen Horrorfilms, sondern eine inhaltlich wenig eigenständige Melange aus bekannten Genrebestandteilen. Dennoch bietet der Film gute und spannende Unterhaltung für Fans des Achtziger-Jahre-Slashermovies mit zwei überdurchschnittlich agierenden Darstellern und jeder Menge gut gemachter Effekte.

7-8/10

8/10
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Kommentare

15.01.2018 15:32 Uhr - JasonXtreme
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Super Rezi, ich mag den auch gerne, uncut glatt ne sichere 7/10 wert! Brion James rockt einfach als Jenke, und Henriksen war damals eh immer gut!

15.01.2018 15:40 Uhr - Punisher77
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Danke, Jason!
Brion James war immer `ne super Wahl als Schurke, sei es in "Blade Runner", "Red Heat", "Tango & Cash" oder eben hier. Schade, dass der Mann so früh gestorben ist.

15.01.2018 15:52 Uhr - JasonXtreme
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Auf jeden Fall! Auch in Die letzten Amerikaner will ich ihn nicht missen!

15.01.2018 17:11 Uhr - Insanity667
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Oh ja, ein netter kleiner übernatürlicher B-Slasher! :) Henriksen, mein Gott wie oft hat der in solchen und ähnlichen Filmen mitgespielt? Gefühlt jeder zweite 80er Horrorfilm! :P Herrlich! Und natürlich wieder sehr schön beschrieben, Puni!

15.01.2018 17:31 Uhr - Punisher77
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Danke, Insanity!
Hendriksen war als Darsteller auch immer `ne Bank.

15.01.2018 21:06 Uhr - Horace Pinker
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Klasse Kritik, die lesenswert ein klares Bild des Films zeichnet. Als bekennenden Shocker Fan könnte House 3 was für mich sein, zudem ist Lance Henriksen imho eh ein Topdarsteller, werde den mal vormerken.

15.01.2018 21:43 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank, Horace!
Ich denke, dass Du mit diesem Film nicht viel falsch machen kannst.

15.01.2018 21:46 Uhr - TheRealAsh
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Du strotzt wieder mal vor filmhistorischem wissen! Hab ich bisher bewusst ausgelassen, da ich ihn nicht von früher kenne, obwohl es mich manchmal aufgrund des Unterhaltungswerts bitzelt.

16.01.2018 07:21 Uhr - leichenwurm
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Jau... der ist echt nicht schlecht und, vor allen Dingen wenn man eine Unrated-VÖ ergattern kann, auch ganz schön derb zwischendurch. Kleine Kuriosität am Rande: das Titelchaos mit "House 3" bzw. "The Horror Show" sollte im Ausland noch ganz andere Ausmasse annehmen. Denn "House 3" wurde nicht nur hierzulande als "Horror House" vermarktet, sondern in Italien auch noch als 7ter Teil der "La Casa" Filmreihe vermarktet...die ja bekanntlich auf "Evil Dead 1+2" fusste. Während "La Casa 1+2" zusamnen gehören, mogelte sich ab "La Casa 3" ("Ghosthouse" von Umberto Lenzi) eine andere italienische Horrorfilmreihe dazu. Bis "La Casa 5" besteht diese "Filmreihe" dann aus den drei "Ghosthouse"-Filmen, wobei die erste Fortsetzung zu "Ghosthouse" (also "La Casa 4") mancherorts auch "Ghost House 2", "Ghosthouse 5" (!!!) oder hierzulande als "Witchcraft" vermarktet wurde. "La Casa 5" hieß dann hierzulande einfach "Horror House 2". Und mit "La Casa 6" schließt sich der Kreis dann wieder, denn der hört eigentlich auf den Namen "House 2" woran dann "La Casa 7" sprich "House 3" bzw. "The Horror Show" bzw. "Horror House" anschließt... ! Wenn ich das jetzt so lese... ist doch gar nicht sooo kompliziert ;-))) ! Klasse Review Punisher!

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