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Horace Pinker
Level 19
XP 7.617
Eintrag: 22.09.2017

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Crimen Ferpecto: Ein ferpektes Verbrechen
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Scalps - Der Fluch des blutigen Schatzes

Shellshock 2 - Blood Trails

(Shellshock 2: Blood Trails)
Herstellungsland:Großbritannien (2009)
Standard-Freigabe:ungeprüft

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,50 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Der Vietnam Krieg ist zwar bereits verloren, doch während sich die GIs auf den Rückzug vorbereiten kommt es dazu, dass die Geheimwaffe Whiteknight entfesselt wurde. Nate Walker, trifft auf seinen mit Whitekinight infizierten Bruder Cal, dieser kann während eines Vietcong Angriffs fliehen und zieht eine Blutspur hinter sich her die Nate verfolgt. Dabei kämpft Nate nicht nur gegen den Vietcong sondern infizierten, blutdürstigen Opfern des Whiteknight Opfern...
eine kritik von horace pinker:

Anmerkung: Diese Besprechung basiert auf der Xbox 360 Version.

Der Vietnamkrieg ist eine der größten militärischen Niederlagen der USA, welche sich trotz überlegener Ausrüstung und höherer Truppenstärke geschlagen geben mussten. Dieses amerikanische Trauma sowie die damit verbundenen Gräueltaten wurden bereits mehrfach filmisch adaptiert, wobei eine große Vielfalt von Oscarprämierten (Anti-)Kriegsfilmmeisterwerken wie Apocalypse Now oder Platoon bis zu reaktionären Actionknallern der Marke Missing in Action oder Rambo 2 vertreten sind. Auch für Versoftungen durfte der Konflikt bereits mehrfach herhalten, wobei Call of Duty: Black Ops und Battlefield Vietnam die prominentesten Titel sein dürften. Etwas weniger bekannt ist der 2004 erschienene Third Person Shooter Shellshock: Nam’67. Dieses erhielt 2009 in Form des First Person Shooters Shellshock 2: Blood Trails eine Fortsetzung, um die es in diesem Review gehen soll. Die Geschichte dreht sich um den frisch nach Vietnam geschickten Soldaten Nathaniel Walker, dessen Bruder Caleb Walker mitsamt seinem Team bei einem Spezialeinsatz auf der Suche nach dem biologischen Kampfstoff White Knight verschwand. Einen Monat später wird der mit dem Virus infizierte Cal gefangengenommen, kann aber während eines Angriffes der Vietnamesischen Truppen entkommen. Nate bekommt den Auftrag seinen Bruder wiederzufinden und muss dabei nicht nur die Viet Cong bekämpfen, sondern sich auch der wahnsinnigen und blutgierigen Infizierten erwehren und die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Als erstes fällt positiv auf, dass sich S2 durch die starke Einbindung von Survival Horror Elementen vom Genredurchschnitt abgrenzt. So gibt es besonders in den in Tunneln oder Höhlen spielenden Leveln viele spannende Elemente, da jederzeit ein „Zombieangriff“ stattfinden kann oder sich Viet Cong verstecken könnten. Perfekt dazu bei trägt die Finsternis in einem Großteil der Orte bei, welche der Spieler lediglich mit dem Strahl seiner Taschenlampe und einer begrenzten Anzahl Signalfackeln etwas erhellen kann, was für viele Schreckmomente sorgt da nie sicher ist ob und wo etwas in der Dunkelheit lauert. Auch in den Dschungelepisoden ist durch die Einbindung verschiedener Fallen, wie Minen, Fallgruben oder Stolperdrähten genug Angstpotential vorhanden. Akzentuiert wird das Ganze durch eine gute Portion Kriegsaction, besonders zu Spielbeginn. Die KI der Gegner und ihre Reaktionen sind auch recht ordentlich, so können gegnerische Soldaten etwa in Deckung gehen und White Knight Opfer greifen nicht nur einzeln sondern auch in größeren Gruppen an, zudem kommt es oftmals zu Auseinandersetzungen zwischen den vietnamesischen Truppen und den Infizierten. Die grundlegende Geschichte ist zwar nicht gänzlich neu, allerdings gut genug um das Interesse über die gesamte Spielzeit aufrecht zu erhalten. Dabei gibt es einige überraschende Wendungen, witzige Nebencharaktere (etwa der Hollywoodagent und seine attraktive Klientin) und Kriegsfilmreferenzen (so erinnert die Bootszene etwa an Apocalypse Now). Gefallen hat mir auch,  dass die gesteuerte Figur ausreichend charakterisiert wird und ihre Motivation nachvollziehbar dargestellt ist (außerdem spricht sie auch, für mich ein Pluspunkt, da ich es immer etwas ärgerlich finde einen „stummen“ Charakter zu spielen).

Die Steuerung fällt leicht verständlich aus und entspricht zum Großteil dem gewohnten Ego Shooter Standard, etwas ungünstig fand ich lediglich, dass sich die Entfernung von Granatenwürfen durch die Länge des Tastendrückens variieren lässt, was (zumindest bei mir) zu Ungenauigkeiten führt. Für manche Spieler problematisch könnten sich allerdings die sowohl Story bedingt als auch in Relation zu den Fallen vorhandenen Quick Time Events erweisen, in denen schnellstmöglich eine vorgegebene Taste gedrückt werden muss um den virtuellen Tod zu vermeiden. Für einen gesteigerten Realismus sorgt die Tatsache, dass es kaum Einblendungen gibt (die Munitionsanzeige erscheint nur direkt nach dem nachladen oder beim Waffenwechsel) und das Fadenkreuz abgestellt werden kann. Der Schaden wird statt durch eine Leiste mittels eines zunehmend roter werdenden Sichtfelds dargestellt, die Regeneration erfolgt automatisch wenn der Spieler nicht von Gegnern getroffen wird. Die Waffenauswahl fällt befriedigend aus, zur Auswahl stehen neben der allzeit beliebten Ak47  und der damaligen US Standardwaffe M16, eine Pump Action Schrotflinte, zwei verschiedene Gewehre, ein tragbares Maschinengewehr, 2 Pistolen, 1 Revolver, Macheten, Kampfmesser, Splittergranaten und die bereits erwähnten Signalfackeln. Es ist dem Spieler dabei möglich gleichzeitig eine Primärwaffe, eine Sekundärwaffe und eine Nahkampfwaffe bei sich zu tragen. Anzumerken ist, dass es aufgrund in vielen Abschnitten vorliegender Munitionsknappheit und der Zähheit mancher Gegner (besonders die „Machetenzombies“) keine gute Idee ist draufloszuballern und man seine Munition sparen sollte, bei den Infizierten empfiehlt es sich generell auf den Kopf zu zielen, da sonst erst nach vielen Körpertreffern der Tod eintritt. Die Grafik wirkt aus heutiger Sichtweise ein wenig veraltet, geht aber mit Blick aufs Entstehungsjahr in Ordnung. Besonders die Umgebung sieht recht ansprechend aus, etwas schade ist dagegen dass es lediglich 4 oder 5 Zombiearten gibt, so dass es vom Aussehen her wenig Variation gibt. Die Erfolge sind zum Großteil relativ einfach erreichbar und für mich als reinen Offlinespieler gibt es erfreulicher Weise keinerlei Onlineerfolge.

Ein für viele Genrefans wichtiger Punkt ist der Härtegrad und in dieser Hinsicht befriedigt Shellshock 2 auf ganzer Linie, so wird der Bildschirm nicht nur regelmäßig von reichlich austretendem roten Lebenssaft besudelt, sondern es können auch Arme und Beine der Gegner abgetrennt werden, oder ihr halber Kopf weggeschossen werden. Ragdoll, inklusive Splattereffekten, sowie massig Dekoleichen sind ebenfalls vorhanden.

Wie nicht anders zu erwarten verweigerte die USK ihre Freigabe, so dass auf ein Deutschlandrelease des Spiels verzichtet wurde. Dies rettete Shellshock 2 dennoch nicht davor 2009 auf Liste B indiziert zu werden. 2015 erfolgte schließlich eine Umtragung auf Liste A.

Trotz der eher negativen bis durchwachsenen Kritiken ist Shell Shock 2 ein Spiel das mich gut unterhalten hat und besonders durch die optimale Mischung von gruseligen Passagen mit ausreichend Action von sich überzeugt. Freunde von Survival Horror können definitiv zugreifen, während Fans von reinen Kriegsshootern a la Call of Duty eventuell enttäuscht werden könnten. Ich vergebe 8/10 Tretminen.

8/10
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Kommentare

22.09.2017 01:12 Uhr - Fratze
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Tja, das hätt ich mir ja denken können ;D (Insider)

Schön geschrieben, scheint ein Titel zu sein, der mir auch gefallen könnte. Hab allerdings erst noch mal einige andere Games aufm Zettel (z.B. grad mal die gute alte GTA-Trilogie im Sale erstanden ^^), aber Shellshock 2 ist hiermit vorgemerkt. Vielen Dank für diese anstachelnde Besprechung!


P.S.: Kannst du was zum ersten Teil sagen?

22.09.2017 07:25 Uhr - Intofilms
2x
So, Game-Rezis kannst du also auch! Sehr gut geschrieben, war auch sofort als qualitätsbewusste HP-Schreibarbeit zu erkennen. :)
Ich bin ja nun überhaupt kein Zocker und habe diesen Text nur gelesen, weil er von dir stammt (***SCHLEIM***). Und es hat sich wirklich gelohnt. Ich weiß jetzt zum Beispiel auch, was eine "Versoftung" ist...
Ja damals, als der Gameboy rauskam und dann das SuperNES, da habe ich natürlich auch leidenschaftlich gezockt. Aber das ist jetzt schon lange vorbei. War aber echt eine coole Zeit. Heute reizt mich das Ganze überhaupt nicht mehr. Da bleibe ich doch lieber bei den Filmen. Deren Appeal hat über die Jahre kein bisschen abgenommen. Im Gegenteil! Das wird immer 'schlimmer'! :) Außerdem, wenn ich auch noch zocken würde, dann käme ich mit meiner freien Zeit ja gar nicht mehr aus...

22.09.2017 08:35 Uhr - Horace Pinker
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22.09.2017 01:12 Uhr schrieb Fratze
Tja, das hätt ich mir ja denken können ;D (Insider)

Schön geschrieben, scheint ein Titel zu sein, der mir auch gefallen könnte. Hab allerdings erst noch mal einige andere Games aufm Zettel (z.B. grad mal die gute alte GTA-Trilogie im Sale erstanden ^^), aber Shellshock 2 ist hiermit vorgemerkt. Vielen Dank für diese anstachelnde Besprechung!


P.S.: Kannst du was zum ersten Teil sagen?

Danke Fratze, freut mich dass das Review deinen Geschmack trifft und ich dein Interesse am Spiel wecken konnte. Shellshock 2 ist soweit ich weiß übrigens auch für PC erschienen, also steht deinem Zockerspaß nichts im weg ;) Teil 1 habe ich noch nicht gespielt (ist damals wohl noch für die erste XBox und Play Station 2 erschienen) ist aber soweit ich weiß mehr ein reines Kriegsspiel, welches laut einigen Reviews allerdings recht gelungen und vielfältig sein soll und recht viele Möglichkeiten bietet. Das mit den vielen noch anstehenden Spielen kamn ich auch verstehen, so gibt es auch noch viele Titel die ich spielen möchte, aber man hat halt nicht Zeit und Geld alle zu besorgen.

22.09.2017 08:47 Uhr - Horace Pinker
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22.09.2017 07:25 Uhr schrieb Intofilms
So, Game-Rezis kannst du also auch! Sehr gut geschrieben, war auch sofort als qualitätsbewusste HP-Schreibarbeit zu erkennen. :)
Ich bin ja nun überhaupt kein Zocker und habe diesen Text nur gelesen, weil er von dir stammt (***SCHLEIM***). Und es hat sich wirklich gelohnt. Ich weiß jetzt zum Beispiel auch, was eine "Versoftung" ist...
Ja damals, als der Gameboy rauskam und dann das SuperNES, da habe ich natürlich auch leidenschaftlich gezockt. Aber das ist jetzt schon lange vorbei. War aber echt eine coole Zeit. Heute reizt mich das Ganze überhaupt nicht mehr. Da bleibe ich doch lieber bei den Filmen. Deren Appeal hat über die Jahre kein bisschen abgenommen. Im Gegenteil! Das wird immer 'schlimmer'! :) Außerdem, wenn ich auch noch zocken würde, dann käme ich mit meiner freien Zeit ja gar nicht mehr aus...

Danke Intofilms, ich fühle mich geehrt das du trotz fehlendem Interesse an Games meine Kritik gelesen hast:) Einen Gameboy habe ich übrigens auch noch und benutze ihn auch ab und an, meist spiele ich aber auf meiner XBox 360. Besonders mit einem oder mehreren Kumpels macht es mir viel Spaß mal einen Zockerabend zu machen und auch im Single Player gibt es viele Spiele die nicht nur sehr spaßig sind, sondern auch eine packende Geschichte erzählen, die besonders in den letzten Jahren oft das Niveau von Filmen erreicht oder sogar übertrifft. Ich kann aber auch verstehen, wenn das nichts für dich ist, v.a. da es ein sehr zeitintensives Hobby ist. Übrigens kannst du, falls dich die Geschichte eines Videospiels intetessiert, du aber keine Lust hast es zu spielen, bei manchen Titeln Zusammenfassungen aller wichtigen Momente und Cut Scenes online finden (ein Kumpel von mir guckt sich so was recht häufig an).

22.09.2017 09:52 Uhr - JasonXtreme
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Puh ich fand das Game damals ziemlich schlecht muss ich sagen, aber dafür finde ich die Besprechnung gelungen. Teil 1 war grafisch zwar kein Burner und in kurzer Zeit durchgespielt - aber sicher mit eines der härtesten Games damals! Das war schon ziemlich krank, was da so abging^^

22.09.2017 10:07 Uhr - Horace Pinker
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22.09.2017 09:52 Uhr schrieb JasonXtreme
Puh ich fand das Game damals ziemlich schlecht muss ich sagen, aber dafür finde ich die Besprechnung gelungen. Teil 1 war grafisch zwar kein Burner und in kurzer Zeit durchgespielt - aber sicher mit eines der härtesten Games damals! Das war schon ziemlich krank, was da so abging^^

Vielen Dank fürs Lob Jason, da sieht man mal wieder wie die Geschmäcker auseinander gehen. Mal aus Interesse da ich Teil 1 bisher nicht gespielt habe: Liegt der hohe Härtegrad an gezeigten Folterungen (wirkte nämlich in Trailer so) und kann man tatsächlich Drogen nehmen und Sex mit Vietnamesinnen haben (in einer Kritik wurde das behauptet und ich war etwas überrascht da ich kein Kriegsspiel kenne in dem sowas möglich ist)? Geht mir manchmal auch so, es gibt einige hochgelobte Games die absolut nicht meinen Geschmack getroffen haben (so fand ich etwa Mass Effect ziemlich langweilig) und weniger gut aufgenommene Games die mir sehr gut gefsllen haben (z.B. Clive Barkers Jericho).

22.09.2017 10:50 Uhr - leichenwurm
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Ja... man konnte tatsächlich im ersten "Shellshock" Prostituierten einen Besuch abstatten und auch Geld für Drogen ausgeben und die im Spiel auch einschmeissen. Tatsächlich schaffte es das Spiel sogar einige moralische Dilemma auf zu zeigen, in denen sich die damaligen GIs befanden, da auch im Spiel Freund und Feind manchmal nicht zu unterscheiden waren. Es konnte also vorkommen, daß man hektisch auf alles geschossen hat was sich bewegt (denn sauschwer war das Spiel auch noch) nur um dann fest zu stellen einen Trupp unbewaffneter Reisbauern umgemäht zu haben. Es wurde sogar eine Spielsituation entworfen, die entfernt an das Massaker von My Lai erinnert und wo spielerische Entscheidungen verheerende Konsequenzen haben konnten. Insgesamt ein drastisches Anti-Kriegsspiel das versucht hat die hässliche Fratze des Krieges in den Vordergrund zu stellen.
Der von dir sehr gut besprochene 2te Teil geht da ja eher in eine andere Richtung... wenn man es mal mit Filmen vergleichen möchte könnte man sagen "Shellshock Nam 67" spielt in der Liga eines "Platoon" während "Shellshock 2: Blood Trails" den schundigen, italienischen Exploitation-Bruder der Marke "Jäger der Apokalypse mit Zombies" darstellt... ;-)) !

22.09.2017 11:47 Uhr - JasonXtreme
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22.09.2017 10:07 Uhr schrieb Horace Pinker
22.09.2017 09:52 Uhr schrieb JasonXtreme
Puh ich fand das Game damals ziemlich schlecht muss ich sagen, aber dafür finde ich die Besprechnung gelungen. Teil 1 war grafisch zwar kein Burner und in kurzer Zeit durchgespielt - aber sicher mit eines der härtesten Games damals! Das war schon ziemlich krank, was da so abging^^

Vielen Dank fürs Lob Jason, da sieht man mal wieder wie die Geschmäcker auseinander gehen. Mal aus Interesse da ich Teil 1 bisher nicht gespielt habe: Liegt der hohe Härtegrad an gezeigten Folterungen (wirkte nämlich in Trailer so) und kann man tatsächlich Drogen nehmen und Sex mit Vietnamesinnen haben (in einer Kritik wurde das behauptet und ich war etwas überrascht da ich kein Kriegsspiel kenne in dem sowas möglich ist)? Geht mir manchmal auch so, es gibt einige hochgelobte Games die absolut nicht meinen Geschmack getroffen haben (so fand ich etwa Mass Effect ziemlich langweilig) und weniger gut aufgenommene Games die mir sehr gut gefsllen haben (z.B. Clive Barkers Jericho).


Wie leichenwurm schon sagt. Aber wirklich GESEHEN hat man den Sex nicht, da wackelte die Hütte und es wurde gestöhnt "oooh good GI" und sowas. Die Härte war einerseits dass man Köpfe und Arme abschießen konnte, die Leute rannten brennend rum, man trieb die Bewohner eines Dorfes zusammen um sie zu erschießen... aber weit heftiger waren eigentlich die Cutscenes in Spielegrafik. Die steigerten sich in Folter und Erschießungen...

HEUTE sieht man das klar etwas anders, aber damals war ich mehr als überrascht. Das war halt eher real als sowas wie Bloodrayne seinerzeit

22.09.2017 12:15 Uhr - Horace Pinker
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22.09.2017 10:50 Uhr schrieb leichenwurm
Ja... man konnte tatsächlich im ersten "Shellshock" Prostituierten einen Besuch abstatten und auch Geld für Drogen ausgeben und die im Spiel auch einschmeissen. Tatsächlich schaffte es das Spiel sogar einige moralische Dilemma auf zu zeigen, in denen sich die damaligen GIs befanden, da auch im Spiel Freund und Feind manchmal nicht zu unterscheiden waren. Es konnte also vorkommen, daß man hektisch auf alles geschossen hat was sich bewegt (denn sauschwer war das Spiel auch noch) nur um dann fest zu stellen einen Trupp unbewaffneter Reisbauern umgemäht zu haben. Es wurde sogar eine Spielsituation entworfen, die entfernt an das Massaker von My Lai erinnert und wo spielerische Entscheidungen verheerende Konsequenzen haben konnten. Insgesamt ein drastisches Anti-Kriegsspiel das versucht hat die hässliche Fratze des Krieges in den Vordergrund zu stellen.
Der von dir sehr gut besprochene 2te Teil geht da ja eher in eine andere Richtung... wenn man es mal mit Filmen vergleichen möchte könnte man sagen "Shellshock Nam 67" spielt in der Liga eines "Platoon" während "Shellshock 2: Blood Trails" den schundigen, italienischen Exploitation-Bruder der Marke "Jäger der Apokalypse mit Zombies" darstellt... ;-)) !

Vielen Dank auch dir Leichenwurm für Rückmeldung und Infos zum Vorgänger. Das mit dem Einbau moralischer Entscheidungen und kriegskritischer Ansätze klingt doch erst prinzipiell sehr interessant und wenn dann auch noch der hohe Härtegrad sowie die anderen Möglichkeiten hinzukommen würde sich ein Anspielen mal lohnen. Ich werde mal sehen ob das zu den alten X-Box Spielen gehört die auch auf der 360 laufen, ansonsten finde ich vlt. einen Kumpel bei dem ich es mal anspielen kann. Was Teil 2 und Exploitation angeht, fehlt da vlt. etwas der kritische Anspruch, dafür ist es aber atmosphärisch und hat (zumindest mir) sehr viel Spaß gemacht.
Jason: Ich verstehe was du meinst, wenn man bedenkt das in den ungefähr zeitgleich erschienen ersten beiden Call of Duty Teilen außer kleineren Blutwolken nichts zu sehen war, ist das Spiel für seine Zeit wohl wirklich schockierend hart gewesen.

22.09.2017 16:48 Uhr - NoCutsPlease
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Sehr anschauliche Kritik zu einem Spiel, das ich mir vor gut fünf Jahren gekauft, aber nicht allzu lange gespielt habe. Die Grafik und die Physik fand ich für ein 2009er Game ziemlich schwach und dieser als kantig empfundene Bewegungsstil hat mir ganz schön die Atmosphäre verhagelt. Vielleicht wage ich mich ja mal wieder an einen "Replay". :)

22.09.2017 17:43 Uhr - Fratze
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22.09.2017 10:50 Uhr schrieb leichenwurm
Ja... man konnte tatsächlich im ersten "Shellshock" Prostituierten einen Besuch abstatten und auch Geld für Drogen ausgeben und die im Spiel auch einschmeissen. Tatsächlich schaffte es das Spiel sogar einige moralische Dilemma auf zu zeigen, in denen sich die damaligen GIs befanden, da auch im Spiel Freund und Feind manchmal nicht zu unterscheiden waren. Es konnte also vorkommen, daß man hektisch auf alles geschossen hat was sich bewegt (denn sauschwer war das Spiel auch noch) nur um dann fest zu stellen einen Trupp unbewaffneter Reisbauern umgemäht zu haben. Es wurde sogar eine Spielsituation entworfen, die entfernt an das Massaker von My Lai erinnert und wo spielerische Entscheidungen verheerende Konsequenzen haben konnten. Insgesamt ein drastisches Anti-Kriegsspiel das versucht hat die hässliche Fratze des Krieges in den Vordergrund zu stellen.
Der von dir sehr gut besprochene 2te Teil geht da ja eher in eine andere Richtung... wenn man es mal mit Filmen vergleichen möchte könnte man sagen "Shellshock Nam 67" spielt in der Liga eines "Platoon" während "Shellshock 2: Blood Trails" den schundigen, italienischen Exploitation-Bruder der Marke "Jäger der Apokalypse mit Zombies" darstellt... ;-)) !

… hast du grade gesagt, ich bin hässlich?

22.09.2017 19:17 Uhr - Horace Pinker
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22.09.2017 16:48 Uhr schrieb NoCutsPlease
Sehr anschauliche Kritik zu einem Spiel, das ich mir vor gut fünf Jahren gekauft, aber nicht allzu lange gespielt habe. Die Grafik und die Physik fand ich für ein 2009er Game ziemlich schwach und dieser als kantig empfundene Bewegungsstil hat mir ganz schön die Atmosphäre verhagelt. Vielleicht wage ich mich ja mal wieder an einen "Replay". :)

Danke fürs Lob NCP, gib Shellshock 2 ruhig noch eine Chance, vlt. kann es dich mit angepasster Erwartungshaltung doch noch überzeugen.

22.09.2017 20:27 Uhr - JasonXtreme
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22.09.2017 17:43 Uhr schrieb Fratze
22.09.2017 10:50 Uhr schrieb leichenwurm
Ja... man konnte tatsächlich im ersten "Shellshock" Prostituierten einen Besuch abstatten und auch Geld für Drogen ausgeben und die im Spiel auch einschmeissen. Tatsächlich schaffte es das Spiel sogar einige moralische Dilemma auf zu zeigen, in denen sich die damaligen GIs befanden, da auch im Spiel Freund und Feind manchmal nicht zu unterscheiden waren. Es konnte also vorkommen, daß man hektisch auf alles geschossen hat was sich bewegt (denn sauschwer war das Spiel auch noch) nur um dann fest zu stellen einen Trupp unbewaffneter Reisbauern umgemäht zu haben. Es wurde sogar eine Spielsituation entworfen, die entfernt an das Massaker von My Lai erinnert und wo spielerische Entscheidungen verheerende Konsequenzen haben konnten. Insgesamt ein drastisches Anti-Kriegsspiel das versucht hat die hässliche Fratze des Krieges in den Vordergrund zu stellen.
Der von dir sehr gut besprochene 2te Teil geht da ja eher in eine andere Richtung... wenn man es mal mit Filmen vergleichen möchte könnte man sagen "Shellshock Nam 67" spielt in der Liga eines "Platoon" während "Shellshock 2: Blood Trails" den schundigen, italienischen Exploitation-Bruder der Marke "Jäger der Apokalypse mit Zombies" darstellt... ;-)) !

… hast du grade gesagt, ich bin hässlich?


Muahuahuahua :D

22.09.2017 22:33 Uhr - Punisher77
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Ich bin kein Gamer/Zocker, war es nie und werde es auch nie sein. Trotzdem finde ich Dein Review - das erste Spielereview, das ich gelesen habe, seitdem ich hier dabei bin - genauso gelungen wie Deine superben Filmbesprechungen. Du gestaltest beides informativ und unterhaltsam - well done!

23.09.2017 02:20 Uhr - Horace Pinker
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Ich bin kein Gamer/Zocker, war es nie und werde es auch nie sein. Trotzdem finde ich Dein Review - das erste Spielereview, das ich gelesen habe, seitdem ich hier dabei bin - genauso gelungen wie Deine superben Filmbesprechungen. Du gestaltest beides informativ und unterhaltsam - well done!

Danke auch dir Punisher, freut mich das mein Review auch bei Nichtgamern so gut ankommt!

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