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Ghostfacelooker
Level 14
XP 3.336
Eintrag: 24.09.2017

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Blutiger Zahltag

Berlin Syndrome

Herstellungsland:Australien (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Die australische Backpackerin Clare zieht mit dem Fotoapparat durch Friedrichshain-Kreuzberg, besonders die alten DDR-Bauten haben es ihr angetan. Als sie den sympathischen Englischlehrer Andi kennenlernt, verstehen sich die beiden sofort. Er zeigt ihr Schrebergärten und den Kiez. Was als Romanze beginnt, nimmt eine unerwartet finstere Wendung: Am nächsten Morgen, Andi ist schon in der Schule, will Clare seine Wohnung in einem ansonsten leerstehenden Altbau verlassen und merkt, dass sie eingeschlossen ist. Zunächst glaubt sie an ein Versehen. Doch Andi hat nicht vor, sie jemals wieder gehen zu lassen.
eine kritik von ghostfacelooker:

Die Frage, die ich mir anfangs bei der, mit diesem Kirsten Stewart Twillight Gedächtnislook ausgestatteten, australischen Touristin stellte war einerseits, warum muss man aus der U-Bahn in einer fremden Stadt steigen und auf einem Dach landen und wieso andererseits zu einem seltsam wirkendem Fremden eine Art Zuneigung aufbauen, der, kaum das er einen anrempelt englisch zu sprechen beginnt und sich dann als vermeintlicher Englischlehrer ausgibt, der nicht mal die einfachsten Verben gelernt zu haben scheint.

Gut, Momente später bekam ich die Antwort auf den ersten Teil, weil, sie scheinbar ein Zimmer in dem Wohnblock von besagtem Dach gemietet zu haben scheint, und die Antwort auf den zweiten Teil, bekommt man vorher schon erahnend, dann visuell freizügig beantwortet.

Das Gespräch, nach dem unausweichlichen Vollzug körperlicher Begierde, läßt durch die Aussage des Fremden, alias Andi ( Max Riemek ), den Zuschauer, mindestens schlimmes erahnen, denn wer würde auf die Frage, was passiert wenn du jemanden kennst, mit der Aussage man sähe die ganze Häßlichkeit antworten, nur um dann von der selben Person zu schwärmen?

So reißerisch die Inhaltsangabe oben auch klingen mag, soviel verrät sie auch schon über den gesamten Ablauf. Man könnte sagen sie spiolert in sich selbst. Der Film versucht auf eine typisch deutsche Weise, beklemmend zu wirken, was er nicht schafft. Oh, hab ich deutsche Weise gesagt, ja ?

Nun ich meine dies in filmischer Hinsicht und im Kontext des deutschen Films, es gibt selten Filme die wirklich Spannung erzeugen können und ja ich weiß, das der Film im Drehbuch von Shaun Grant stammt, der auch schon die Morde von Snowtown inszenierte, diesen Film aber, basierend auf den ersten Roman von Melanie Joosten, sowie das beide Australier sind. Aber der Film versucht so typisch deutsches Tatort oder schlechten Krimi zu imitieren, dass man auch meinen könnte er stamme von hier.

Weitere Aspekte die diese Aussage stützen sind, meiner Meinung nach, die Tatsache das Clare ( Teresa Palmer ) in eine vollkommen möblierten Wohnung befindlich ist und ihr „Zu Hälter“ tagsüber an einer Schule unterrichtet, doch scheinbar will oder kann sie die Zeit nicht zu wirklichen Fluchtversuchen nutzen.

Des weiteren photographiert er sie irgendwann in Dessous und sie macht einige Kampfsport ähnliche Bewegungen vor ihm, anstatt dass sie wirklich versuchen würde ihn damit zu schaden. Achso ja ich vergaß, die erste, schlussendlich gescheiterte Attacke mit dem Schraubenzieher auf Andi, hat sie jeglichen Fluchtwillens beraubt und nun ergibt sie sich in ihr Schicksal. Wirklich?!

Und das soll der Zuschauer, ausgerechnet in der heutigen Zeit, in der alle Stunde über Wahnsinn auf der Welt und ab und an in vermeintlich gut bürgerlichen Wohnungen geschieht zustimmend hinnehmen und als reale Reaktion einer gesunden jungen Frau werten, die jederzeit an Messer oder andere Utensilien gelangen könnte um damit auf ihn zu warten.

Schauspielerisch kann man beiden Hauptdarstellern, den mehr oder weniger besteht der Film nur aus den beiden, nichts vorwerfen, denn sie spielen die angedachten Rollen in ihrer psychotisch eigenbrötlerisch, naiven und unbeholfenen Art jeder seinen Part, glaubhaft.

Doch genau diese Glaubhaftigkeit nimmt man der Geschichte einfach nicht ab. Besonders und zunehmend dann nicht mehr, falls man es vorher versuchen wollte, sobald es Weihnachten wird und man „Stille Nacht heilige Nacht", mit dem trauten Paar, für Sekundenbruchteile anders zu interpretieren hat.

Leider schafft es auch Teresa Palmer, anders als in Wolf Creek, durch ihre Naivität nicht, dass man mit ihr mitfiebern würde, Sympathie für sie empfände, oder sie einem wirklich leid täte, weil man sich einfach nur denkt: Mädel wie dumm bist du eigentlich, auch wenn sie in den letzten Minuten Lichtblicke zu bekommen scheint.

Für mich ist es ein Film den man gesehen hat und dessen Handlung wie ein schlechter Traum nach einigen Momenten aus dem Gedächtnis auflöst, weshalb ich zu einer 40 % Prozentwertung kommen will, die ich beiden Darstellern jeweils anteilig zuschreibe.

 

4/10
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Kommentare

27.09.2017 10:51 Uhr - Stoi
Da kann ich mich zum größten Teil anschliessen.
Die schauspieleriechen Leistungen in diesem Kammerspiel waren gut, das Verhalten der Protagonisten - besonders Claire - war teilweise sehr unglaubwürdig. Am Anfang dachte ich noch, ihr unterwürfiges und "braves" Verhalten wäre Bluff, um dann um so heftiger zurückzuschlagen und sich zu befreien.
Das Ganze war irgendwie mehr Psychostudie als Thriller.

27.09.2017 12:00 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.336
27.09.2017 10:51 Uhr schrieb StoiDa kann ich mich zum größten Teil anschliessen.
Die schauspieleriechen Leistungen in diesem Kammerspiel waren gut, das Verhalten der Protagonisten - besonders Claire - war teilweise sehr unglaubwürdig. Am Anfang dachte ich noch, ihr unterwürfiges und "braves" Verhalten wäre Bluff, um dann um so heftiger zurückzuschlagen und sich zu befreien.
Das Ganze war irgendwie mehr Psychostudie als Thriller.


Danke, dachte ich beim Anschauen auch^^âber scheinbar sehen die Australier ihre "Opferrollen" anders als die Amerikaner^^

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