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leichenwurm
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Eintrag: 27.09.2017

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The Redwood Massacre - Das Böse lässt sich nicht töten

(The Redwood Massacre)
Herstellungsland:Großbritannien (2014)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Fantasy

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,25 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Fünf abenteuerlustige Freunde suchen das legendäre Redwood House auf, in dem eine Familie auf grausame Art und Weise massakriert worden ist. Über die Jahre ist das Haus zu einer Art Attraktion geworden, einem Spukhaus, in dem sich die Besucher gegenseitig Angst einzujagen versuchen. Doch an diesem Jahrestag ist alles anders. Diesmal müssen die Partygänger feststellen, dass die Redwood-Legende mehr als nur ein Mythos ist. Sie ist Realität. Nach 20 Jahren ist der Axt schwingende Maniac zurück – und er hackt alles und jeden in kleine Stücke!
eine kritik von leichenwurm:

Pah… Backwood-Slasher die 765ste… ! „The Redwood Massacre“ (Donnerwetter, mit „Massacre“ im Titel hört sich wirklich alles uuuultra böse und einfach viel geiler an) versucht tatsächlich eine Geschichte zu erzählen… wirklich… bestimmt… irgendwo…irgendwann in diesem stümperhaften Blutbad hat sich bestimmt der heilige Gral in Sachen Horror versteckt. Darf sich jeder gern selbst auf die Suche nach machen, denn ich spar mir hier jetzt mal ne Inhaltsangabe (würd ich eh nicht schaffen dieses hochkomplexe Filmkonstrukt annähernd treffend zusammen zu fassen). Teenager, Campen, Party, Massaker… das dürfte als grober Wegweiser ausreichen… ;-)) ! Und los geht’s auch gleich mit der obligatorischen Pre-Titel Sequenz, die schon einen kleinen Vorgeschmack auf das inszenatorische Grauen der folgenden 82 Minuten verschwendeter Lebenszeit gibt.

Sofort fällt eine extrem billige DV- Optik auf, die bestenfalls Heimvideo-Charme versprüht.  Untermalt wird diese unvorteilhafte Präsentation von einem nervtötenden Retortensoundtrack, der wirklich permanent, ununterbrochen und fürchterlich penetrant vor sich hin dudelt. Die amateurhafte Ausleuchtung des Szenarios tut dann noch ihr Möglichstes um den semi-professionellen-, ja beinahe amateurhaften Look ab zu runden.

Was allerdings nicht lange auf sich warten lässt ist der Gore. Der hält recht zackig Einzug ins Geschehen und präsentiert sich auch recht heftig. Die tatsächlich ganz okay gestaltete Killerfigur (man stelle sich einen mit diversen Mordwerkzeugen herumfuchtelnden, gefeuerten Praktikanten von „Slipknot“ vor) langt ordentlich zu und darf hier hauptsächlich mit einer Axt oder einem Sensenblatt vor sich hin meucheln. Dabei geht’s rabiat zur Sache und die handgemachten Effekte können sich im ansonsten eher stümperhaften Erscheinungsbild sehen lassen.

Retten tut dieser Umstand hier natürlich herzlich wenig, denn ansonsten herrscht hier fröhliche Stümperei an allen Ecken und Enden. Die Charaktere des Films haben es noch nicht mal aufs Reißbrett geschafft, müssen Dialoge des Grauens aufsagen und permanent die dämlichsten Entscheidungen treffen, die man sich vorstellen kann. Ein paar wirklich unattraktive Hackfressen sind auch noch dazwischen (ein Umstand, der vor allen Dingen bei der Hauptdarstellerin negativ verbucht werden muss). Und da wird es besonders bitter, wenn sich der Gore dann mal für längere Zeit verabschiedet. Denn wo in der ersten Filmhälfte noch munter und ohne Sinn und Verstand drauflosgeschlitzt und gefoltert wurde und sich so die blutigen Schauwerte stapelten, was zumindest teilweise von den anderen Defiziten ablenken konnte, präsentiert sich Filmhälfte zwei wesentlich zahmer und unspektakulärer.  Und da macht sich dann schnell Langeweile breit, die noch nicht mal motiviert sich über die dargebotene inszenatorische Inkompetenz lustig zu machen. Und so hangelt man sich dann von Kill zu Kill, und versucht im Endlos-Showdown gegen den Killer tatsächlich so etwas wie Spannung, scheitert aber, wie sollte es auch anders sein, an der hier vorherrschenden Inkompetenz in Sachen Film.

„The Redwood Massacre“ ist ein stümperhaft inszenierter Schnellschuss, der versucht filmisches Unvermögen unter blutigem und sadistischem Gore zu verstecken. Für beinharte Gorehounds evtl. im Schnelldurchlauf noch im Ansatz interessant, für Zuschauer die Wert auf alles andere, was einen guten Horrorfilm ausmacht, legen ein Graus… ! Noch nicht mal so schlecht das er wieder gut ist… nein, einfach nur schlecht ;-) !

2 Punkte

2/10
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Kommentare

27.09.2017 11:13 Uhr - NoCutsPlease
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Eine gut begründete Warnung vor potentieller Verschwendung von Lebenszeit.
Angesichts der inflationär und ermüdend repetitiven Nutzung des Wortes 'Massacre' bei Horrortiteln hatte ich z.B. "The Windmill Massacre" damals auch gleich auf dem C-Stapel platziert.
Mich würde ja mal interessieren, was die 6- und 7-Punkte-Geber so an dem Titel hier gefunden haben.

27.09.2017 12:34 Uhr - Horace Pinker
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Feiner Verriss der sehr schön und humorvoll auf die Unzahl filmischer Schwächen aufmerksam macht, dabei aber auch nicht die (wohl sehr wenigen ) Stärken verschweigt. Auch witzig zu sehen das sich hinter einem titelmäßigen Massaker sowohl gute Unterhaltung als auch totale Grütze verbergen kann.

27.09.2017 13:05 Uhr - TheRealAsh
1x
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billige DV-Optik, brrrrr... Stümperei an allen Ecken und Enden... und dann noch Langeweile. Das sind ja 3 Dinge auf einmal, das geht nun wirklich nicht. Danke für die Schreckschusspistole und den wirklich extrem feinen Verriss:-D

27.09.2017 13:24 Uhr - Intofilms
1x
Schreiend billig und unfassbar inkompetent, ein hundsmiserabler Film, ein Fiasko!
Zum Glück hatte ich den damals nur geliehen. Ich habe den aber tatsächlich zu Ende geschaut... Freilich musste ich jetzt ganz angestrengt meine Erinnerung durchforsten. Denn als ich den Titel las, wusste ich zwar sofort, dass ich den kenne. Aber bis einige genauere Eindrücke (die freilich vage genug blieben) wieder ins Gedächtnis zurückkamen, das hat jetzt doch etwas länger gedauert. Hier handelt es sich wohl - ganz im Ernst! - um ein Paradebeispiel für Verdrängung...

Äußerst kompetent abgewascht! ;) Das ist hier aber auch bitter nötig!

27.09.2017 14:56 Uhr - leichenwurm
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Dankeschön fürs Feedback allerseits :-) ! Ich hatte ja tatsächlich die leise Hoffnung hier nen brauchbaren Low-Budget-Knaller zu entdecken (der Trailer zum Film hatte mir vor gut zwei Jahren gar nicht sooo schlecht gefallen). Aber das war mal überhaupt gar nix... ;-) !

@NoCuts: Ich kann mir die höheren Wertungen nur durch den schon beachtlich hohen Härtegrad erklären. Ich denke wenn man seinen Erwartungsschwerpunkt NUR auf "Guts'n Gore" legt und evtl. den nötigen Unernst, vielleicht noch ein zwei Gleichgesellte und jede Menge Alk mitbringt, dann kann man sich das Teil sicherlich schönsaufen und bei fliegendem Gedärm vor sich hin grölen... ;-)) !

27.09.2017 16:05 Uhr - dicker Hund
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"Bored Pacing Bargain Massacre" im Verriss, nur echt mit dem "Pah!". Klingt ziemlich übel, aber schöner Kontrast zur Windmühle...

27.09.2017 23:28 Uhr - Punisher77
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Toll geschriebenes, unterhaltsames Review, das belegt, dass Geschnetzel allein keinen guten (Horror-)Film macht. Danke für die Warnung, den Film werde ich dann mal auslassen...

28.09.2017 01:02 Uhr - naSum
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Pah... Ein Review Massaker das nicht in der zweiten Hälfte nachlässt, sondern durchgehend von Witz und Enttäuschung zeugt. Spaßige Lektüre.

28.09.2017 01:27 Uhr - Major Dutch Schaefer
2x
Leichenwurm ist wieder am Start :-)

Ein super Review, das humorvoll und locker-flockig den Film zerpflückt. Top

28.09.2017 11:11 Uhr - leichenwurm
2x
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Erfahrungspunkte von leichenwurm 420
Ebenfalls besten dank an euch vier für die Rückmeldung ; -) !

@Major: Joa... ich hoffe, dass ich in nächster Zeit hier in der Review-Ecke auch wieder etwas regelmäßiger dabei bin... ! Momentan hab ich mal wieder ein bisschen mehr Zeit und auch ma wieder Bock was zu schreiben... hoffe das bleibt so ;-) !

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