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tschaka17
Level 6
XP 546
Eintrag: 29.09.2017

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Kingsman: The Golden Circle

Herstellungsland:Großbritannien (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Komödie, Thriller
Alternativtitel:The Golden Circle
Kingsman 2
Secret Service 2
The Secret Service 2

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,75 (8 Stimmen) Details
inhalt:
KINGSMAN - THE SECRET SERVICE machte die Welt mit den Kingsman bekannt – einem unabhängigen, internationalen Geheimdienst, der auf höchstem Level von Diskretion operiert und dessen ultimatives Ziel ist, die Welt sicher zu halten.
In KINGSMAN – THE GOLDEN CIRCLE müssen sich unsere Helden einer neuen Herausforderung stellen. Als ihre Hauptquartiere zerstört und ihre Welt bedroht werden, führt sie ihre Reise zur Entdeckung einer verbündeten US-Spionageorganisation namens Statesman, die bis in die Tage der Gründung beider Organisationen zurückreicht. In einem neuen Abenteuer, das die Stärke und den Einfallsreichtum der Agenten bis zum Äußersten fordert, verbünden sich die beiden Elite Geheimorganisationen. Sie bekämpfen ihren rücksichtslosen, gemeinsamen Feind, um die Welt zu retten, was für Eggsy langsam zur Gewohnheit wird…
eine kritik von tschaka17:

Wir haben hier so 'ne Rettet-die-Welt-Situation.

Kingsman war 2015 ein absoluter Überraschungshit. Eine innovative Geschichte, freche Charaktere, durchgestylt bis zum Ende und total over-the-top. Die Kirchenszene sollte wohl jeder Filmfan kennen. Zudem ein genialer Humor. Fertig ist ein richtiger Kracher. So ist die Vorfreude auf Teil 2 bei vielen (mich eingeschlossen) ziemlich groß. Mein Kurzfazit: Spaßiger Streifen, der aber Part 1 nicht das Wasser reichen kann.

STORY

Nachdem Richmond Valentines Todes-SIM-Karten gestoppt wurden steht schon der nächste Konflikt an. Die in den 50er-Jahren steckengebliebene Poppy hat weltweit Drogen mit Gift gestreckt und nimmt nun die Konsumenten als Geiseln. Ganz gemütlich von ihrem Stützpunkt im Dschungel aus. Valentine ist sie aber einen Schritt voraus. Sie vernichtet den Großteil der Kingsman. Die verbliebenen Gentleman machen sich also auf in die USA, um dort mit ihren Vettern, den Statesman, die Drogenkönigin zu bekämpfen. So mischen sich alte und neue Gesichter, um erneut auf eine turbulente Reise um den Erdball zu gehen.

CAST

Eigentlich gehe ich ja gerne ins Detail. Aber bei Kingsman: The Golden Circle gibt es alleine soviel bekannte Namen, dass hier der Rahmen mühelos gesprengt werden könnte. Durch die Vielzahl von Figuren kommen aber etliche, beispielsweise Channing Tatum, zu kurz und werden oberflächlich. Die wichtigsten Leute nun etwas näher.

Taron Egerton als Eggsy muss sich nun auch mit privaten Problemen herumschlagen. Sein Agent wirkt professioneller und teilweise leicht überheblich. Eggsy als Privatfigur wird hier aber schön ausgebaut und weiterentwickelt. Erwartbar gut von Egerton.

Mark Strong rückt in Teil 2 mehr in den Mittelpunkt. Merlin ist einer der wenigen Überlebenden des Anschlags auf die Kingsman. So muss er die Rolle als Techniker auch mal etwas weiter definieren. Netter Kerl, netter Charakter, gefällt. Sorgt außerdem für viele Gags.

Colin Firth kehrt als Harry Hart zurück. Sieht man ja auch schon im Trailer. Seine Verwandlung möchte ich nicht spoilern, aber mir gefiel er in Part 1 deutlich besser. Von der Rolle her, nicht der Performance. Gestorbene Figuren wiederzubeleben ist immer schwierig und klappt hier eher mäßig. Geht aber in Ordnung soweit.

Julianne Moore. Leistung top, Bösewicht flop. Schön im 50er-Look und mit offenem Wahnsinn bedrohlich und komplett durch. Moore sorgt für eine gute Präsenz, wenn Onscreen. Wer jedoch den genialen Samuel L. Jackson aus Teil 1 ersetzen muss hat es schwer. Und ihre Figur hockt nur in ihrem Versteck, dirigiert hier und da mal ein paar Schergen, hat eklatante Fehler in ihrem Plan nicht bedacht und so weiter. Eine Geschichte steht und fällt oft mit dem Antagonisten. Hier ist "Die Böse" eher mau geraten. Schade.

STYLE OVER SUBSTANCE?

Der Nachfolger eines Überraschungshits hat es oft schwer. Doch positive Beispiele wie John Wick: Kapitel 2 sorgen im Vorhinein für eine angepasste Erwartungshaltung und performen dann sehr ordentlich. Den Trailern von Kingsman: The Golden Circle konnte man schon entnehmen, dass hier auf Bigger. Better. gesetzt wird. Funktioniert oft nicht wirklich gut. Und auch hier wollte man zu viel.

Technisch ist der Film ok. Leider ist ok hier eher negativ gemeint. Hochglanzoptik und CGI am laufenden Band hatte ich erwartet und auch gewollt, aber manche Sequenzen wirken hier eher wie aus einem Spieletrailer. Die Autoverfolgungsjagd zum Beispiel wirkt aggressiv digital und dadurch unrealistisch. Spaß macht sie trotzdem. Auch die Drohnen aus dem Trailer wirken etwas deplaziert im Film. Highlight dieser Kategorie ist aber das Stadium. Von oben. 0 Realität.

Der Kamera dagegen kann man keinen Vorwurf machen. Viele Kritiker fanden es zu hektisch, dies würde ich so nicht bestätigen. Chaotisch wie der Film, ja. Unübersichtlich, nein. Hier wurde wieder viel Kreativität walten gelassen und auch der Einsatz von Slow-Motion funktioniert meist gut, wenn auch ein wenig hoch dosiert. Die Settings, quer über die Welt verteilt, werden schön eingefangen und sind auch mit Liebe zum Detail designet.

Musikalisch wurde hier wieder der fetzige Stil des Erstlings gewählt. Alleine Country Roads gibt es in mehreren Variationen und der Soundtrack unterstützt den Film mit viel Witz. Passend gewählt.

Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch den Humor. Es gibt wirklich viele, oft derbe Sprüche und Gags, bei denen man herzlich lachen kann. Elton John ist eins der Highlights, mein Favorit jedoch ist Bruce Greenwood. Der Kollege haut Klopper raus, mein lieber Schwan!

Ein riesiges Problem von Kingsman: The Golden Circle sind aber massive Logiklöcher. Hey, ich kann nicht behaupten viel Realsismus erwartet zu haben. Aber die Reise der Figuren ist extrem offensichtlich konstruiert und wie sie am Ende im Hauptquartier von Poppy landen ist mir ein totales Rätsel geblieben. Wobei diese Basis sowieso an sich schon eine Broschüre über dämliche Platzierung füllen könnte.

FAZIT

Bin ich enttäuscht. Nein. Den Erstling schlagen kann Teil 2 nicht, muss er aber auch nicht. Zu viele Figuren, ein schwacher Antagonist und die Story bergen etliche Probleme. Die stolze Laufzeit von 141 Minuten zieht sich dabei aber in meinen Augen trotzdem nicht. Man bekommt, was man erwartet.

Alles ist over-the-top. Geschichte, Charaktere, die Action und auch der Humor. Wer sich daran stört wird nur mit dem Kopf schütteln können. Eine Senkung der Erwartungshaltung würde ich Interessierten empfehlen. Das Niveau von Kingsman wird nicht erreicht, eine Kirchenszene sucht man hier vergeblich. Aber: Kingsman: The Golden Cirle macht Spaß und bietet viel durchgeknallten Irrsinn. Nur das WOW blieb bei mir aus.

Zwischen 7 und 7,5/10 Punkten.

7/10
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Kommentare

30.09.2017 11:00 Uhr - Tom Cody
2x
DB-Helfer
User-Level von Tom Cody 18
Erfahrungspunkte von Tom Cody 6.755
Mit deiner gut formulierten Kritik triffst du den Nagel auf den Kopf.
Auch wenn ich mich ebenfalls sehr gut unterhalten habe, darf man mMn aber durchaus von einer gewissen Enttäuschung sprechen, eben weil der erste Teil die Latte wirklich sehr hoch angelegt hat.

Einige Sachen funktionieren überraschend gut, so zum Beispiel die Idee mit dem "Statesman"-Service. Und dass der eine Agent doch SEHR an den frühen Burt Reynolds erinnerte, ist ganz bestimmt kein Zufall.

Auch mit deiner Einschätzung von Julianne Moore liegst du genau richtig. Nicht schlecht, aber mit ihrem Henchman kein Vergleich zu Valentine/Gazelle.

Ein wenig schade fand ich, dass man die, gerade im ersten Teil doch recht patente Roxy/Lancelot so sang- und klanglos aus dem Film herausgeschrieben hat. Obwohl... wer weiß? Ein dritter Teil ist ja bereits angekündigt und "tot" muss hier ja nicht immer gleich auch "tot" bedeuten...
Bruce Greenwood war tatsächlich wirklich witzig als riesengroßes Polit-Arschloch, dessen Rolle natürlich mit voller Absicht (und auch ohne blonde Sturmfrisur) an den jetzigen US-Präsidenten angelegt war.

Und der Film ist definitiv harmloser als sein Vorgänger. Da hätte ich mir, trotz des halbierenden Lassos und der Fleischwolf-Szene, fast schon eine großzügig ausgelegte 12er-Freigabe vorstellen können.

Mein persönliches Highlight war der Abgang von XXXX...ganz großes Kino!
"Country roads, take me home
To the place I belong
West Virginia, mountain Momma
Take me home, country roads..."

30.09.2017 11:50 Uhr - tschaka17
1x
User-Level von tschaka17 6
Erfahrungspunkte von tschaka17 546
Besten Dank für das Lob.

Ja, der Charakter Roxy gefiel mir auch sehr gut und hätte gern in die Story eingebunden werden können. Wo du es sagst, der Punkt mit Burt Reynolds ist mir im Kino so garnicht aufgefallen.

Jetzt weiß ich, was ich vergessen hatte. Harmloser trifft es perfekt. FSK 16 geht ok, aber wirklich hart war da nichts in Teil 2, der Fleischwolf war eher widerlich als brutal. Ich hatte mit noch mehr over-the-top Kills gerechnt als beim Erstling, da wurde ich aber eines besseren belehrt. Und XXXX - grandiose Szene!

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