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leichenwurm
Level 5
XP 420
Eintrag: 01.10.2017

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Rites of Spring

Herstellungsland:USA (2011)
Genre:Horror, Thriller
Alternativtitel:Rites of Spring: Fear Has A Season

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,38 (8 Stimmen) Details
inhalt:
Rachel und ihre beste Freundin werden nachts von einem mysteriösen Fremden überwältigt und entführt. Beide sollen als Opfer in einem blutigen Ritual dienen. Zur gleichen Zeit, an einem anderen Ort, entführen Ben und seine Komplizen die Tochter eines Industriellen. Bei der geplanten Lösegeldübergabe passiert es. Aus dem Nichts taucht die vollkommen verstörte Rachel auf, die sich auf der Flucht vor ihren Peinigern befindet. Ihr dicht auf den Fersen: ein grauenhaftes Wesen!
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von leichenwurm:

Eine einleitende Texttafel klärt den Zuschauer über eine mysteriöse Mordserie auf, die bereits einen Zeitraum von 24 Jahren umspannt und immer zum Frühlingsbeginn neue Opfer fordert. Danach folgt, wie sollte es auch anders sein, die obligatorische Pre-Title Sequenz, die hier allerdings nicht wie sonst so üblich auf einen ersten Mord, sondern vielmehr auf eine Entführung zweier junger Frauen hinausläuft. Dieser erste inszenatorische Vorgeschmack lässt eine, für diese Budgetklasse durchaus hochwertige Film- Optik erkennen, die in Verbindung mit einem eigenwilligen Soundtrack eine befremdliche Atmosphäre kreiert.

Nach diesem durchaus gelungenen Einstieg, heftet man sich aber nicht an die Versen eben verschleppter Frauen, sondern wird Zeuge wie sich an anderer Stelle eine Truppe Kleinkrimineller auf einen Kidnapping-Coup vorbereitet. Der Film teilt sich also recht zügig in zwei parallel verlaufende Handlungsstränge, was sich leider ziemlich schnell als Fluch und Segen zugleich herausstellt. Denn, auch wenn es erst mal zu begrüßen ist, dass man hier versucht dem üblichen „Wald-und-Wiesen-Slasher“ einen dramaturgisch sinnvollen Unterbau zu verpassen,  stellt man schnell fest, dass ein eklatantes Ungleichgewicht zwischen diesen beiden Handlungssträngen herrscht.

Während Szenario Nummer eins, sprich die beiden entführten Frauen, die in Gefangenschafft anscheinend auf ein bizarres Opferritual vorbereitet werden, sich als das wesentlich interessantere von beiden herausstellt, widmet man sich leider viel zu ausführlich Szenario Nummer zwei, also dem Kidnapping-Coup, der leider viel zu spannungsarm und wenig temporeich inszeniert wurde. Und der Film braucht viel zu lange um diese beiden Szenarien in einem sinnvollen Kontext zusammen zu führen. Es wird hier gut 2/3 der ohnehin schon recht knapp bemessenen Laufzeit von schlanken 80 Minuten benötigt, um das „Set-Up“ für das eigentliche Slasher-Szenario auf den Weg zu bringen. Bis also eine der beiden Opferlämmer  ihren Weg zur Kidnapper-Truppe gefunden hat vergehen fast 55 (!!!) Minuten. Im Schlepptau hat die Flüchtige natürlich die hier relativ mysteriös eingeführte Killerfigur, die nun endlich von der Leine gelassen wird. Doch „Rites of Spring“ liefert nach dieser zu langatmigen und komplizierten Vorbereitungsphase bestenfalls mittelprächtig ab. Zugegeben: Die hier präsentierte Killerfigur macht optisch einiges her und einige Attacken von „Wormface“ (so wird der Unhold zumindest auf dem Filmplakat betitelt, im Film fällt diese Bezeichnung kein einziges Mal) werden recht brauchbar und z.T. auch moderat blutig inszeniert. Allerdings bleibt die Mythologie dieser Figur und ihre genaue Bedeutung innerhalb des hier vorbereiteten Opferrituals beinahe völlig im Unklaren. Der Film hat an dieser Stelle auch einfach keine Zeit mehr bzw. nimmt er sich nicht die Zeit um einen mitreißenden Überlebenskampf von Gangstern und Opferlämmern gegen das mordende Ungetüm zu destillieren. Denn kaum sind zwei ,drei Figuren gemeuchelt,  geht es auch schon schnurstracks auf  die finale Konfrontation zu. Nach dem abrupt einsetzenden Abspann folgt dann noch eine Mini-Szene, die abschließend noch mehr Fragezeichen über den Köpfen der Zuschauer aufblinken lässt als der komplette Restfilm .

Insgesamt bleibt „Rites of Spring“ also ein äußerst zweischneidiges Schwert, das eindeutig zu viel Inhalt in zu wenig Zeit presst. Ganz brauchbar gespielt und solide produziert ist die ganze Nummer, inhaltlich setzt man aber fast komplett die falschen Schwerpunkte…  schade um die eigentlich reizvolle Grundidee und um die grundsätzlich coole Killerfigur.

Ganz knappe 5 von 10 Punkten

5/10
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Kommentare

02.10.2017 11:47 Uhr - dicker Hund
1x
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Hat ja auch bei anderen Autoren nicht gefunzt, das Teil. Bin gewarnt - spätestens dank dieser anschaulichen Besprechung, die keine Fragen offen lässt.

02.10.2017 13:06 Uhr - JasonXtreme
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Hm schade, ich hoffte bei dem auf bessere Ware :( das Poster rockt nach wie vor - danke für die Warnung!

03.10.2017 09:01 Uhr - leichenwurm
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Ja... der hatte damals in einigen Fachzeitschriften gar nicht so schlecht abgeschnitten. In der "Deadline" hatte er es sogar auf die Titelseite geschafft. Hat glaub ich am Ende so einige enttäuscht. Hätte ja auch durchaus was werden können, hätte man die richtigen Schwerpunkte gesetzt. Danke für die Rückmeldungen euch beiden ;-) !

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