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leichenwurm
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Eintrag: 03.10.2017

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Perkins' 14 - Die Brut des Wahnsinns

(Perkins' 14)
Herstellungsland:USA (2009)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror
Alternativtitel:Perkins 14 - Cannibal Slaughter

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Vor zehn Jahren sind in kleinen Stadt Stone Cove 14 Kinder auf mysteriöse Weise verschwunden, darunter auch der Sohn des Sheriffs Dwayne Hooper. Hooper findet heraus, dass die 14 Kinder die ganzen Jahre lang vom Psychiater Perkins unter unmenschlichen Bedingungen in seinem Haus in einem Kellerverlies gefangen gehalten wurden. Durch barbarische Experimente und Gehirnwäsche sind sie zu grausamen Kannibalen und rasenden, zombiegleichen Raubtieren verkommen. Bei der Untersuchung des Hauses werden unbeabsichtigt die Käfige geöffnet und über die Kleinstadt bricht die Hölle auf Erden herein.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von leichenwurm:

Die Entstehungsgeschichte des Films „Perkins 14“ ist durchaus interessant. Entstanden ist die Idee zum Film nämlich während eines Wettbewerbs, der „Massify Ghosts in the Machine Competition“, in dem findige Schreiberlinge ihre Ideen für einen abendfüllenden Horrorfilm online ins Rennen schicken konnten. Gewonnen hat diesen Wettbewerb Jeremy Donaldson, der die Grundidee zu „Perkins 14“ lieferte. Diese wurde dann von Drehbuchautor Lane Shadgett zu einem kompletten Script ausgebaut und der Regiestuhl wurde mit Craig Singer besetzt, der drei Jahre zuvor den Horror-Slasher „Dark Ride“ inszeniert hatte. Die Schauspieler wurden auf ähnliche Weise ausgewählt, indem sie in Eigenregie „Bewerbungsvideos“ online stellten, die dann von den zuständigen Produzenten begutachtet und für den weiteren Castingprozess bearbeitet wurden. Den Film produzieren sollten die genreerfahrenen „After Dark Studios“. Das solch ein waghalsiger Produktionsprozess ein tatsächlich vorzeigbares Endergebnis zu Tage fördert ist dabei schon bemerkenswert, denn der im Jahr 2009 veröffentlichte „Perkins 14“ kann sich wirklich sehen lassen.

Der Film beginnt beinahe wie der finale Akt eines Psycho-Thrillers der Marke „Sieben in Kleinformat“. Ein  inhaftierter Biedermann mit dem Namen Perkins entpuppt sich schnell als Hauptverdächtiger in einer, vor über zehn Jahren stattgefundenen Entführungsserie, in der 14 Kinder, darunter der Sohn des hier ermittelnden Deputys, von einem Unbekannten verschleppt wurden. Die Hauptfigur, Deputy Dwayne Hooper, gespielt vom überwiegend aus amerikanischen TV-Serien bekannten  Patrick O'Kane, wird als traumatisierter Vater und immer wieder privat sowie dienstlich aneckender Zeitgenosse, schnell als Sympathieträger etabliert. Und auch wenn seine eigenwilligen Ermittlungsmethoden manchmal etwas befremden, man steht hier klar auf seiner Seite. Ihm gegenüber steht der in einschlägigen Genrefilmen immer wieder gern gesehene Richard Brake, u.a. bekannt aus Rob Zombies „Halloween 2“ oder „31“ als mysteriöser Ronald Perkins, der sein Psychospielchen mit Deputy Hooper auf die Spitze treibt und diesen dadurch immer drastischere Ermittlungsmethoden ergreifen lässt.  Und diese führen schnurstracks zum ersten Spannungshöhepunkt des Films, in dem Deputy Hooper einen Partner per Funk in das Haus des Verdächtigen dirigiert und  dieser in völliger Dunkelheit ein verkommenes Verließ samt eingesperrter Gestalten entdeckt. Nachdem die Käfige versehentlich geöffnet wurden nimmt das Unheil seinen blutrünstigen Lauf… und Filmhälfte zwei setzt ein.

Während man sich bisher in einem finchereskem Psycho-Thriller aus der zweiten Reihe wähnte, entwickelt sich der Film nun zu einem waschechten Horrorschocker mit deutlichem Terroreinschlag und kaum zu ignorierenden Slasheranteilen. Denn die damaligen Entführungsopfer wurden durch grausame Experimente zu beinahe zombieähnlichen Killermaschienen abgerichtet, die nun die beschauliche Kleinstadt unsicher machen. Dieses Szenario entwickelt sich zu einer äußerst packenden, spannenden und derben Angelegenheit, denn  die Attacken dieser Brut gipfeln meist in kurzen aber umso heftigeren Goreschüben, die in schöner, blutroter Regelmäßigkeit über den Zuschauer hereinbrechen. Und im letzten Drittel zaubert man dann auch noch ein klaustrophobisches Belagerungsszenario, in dem sich die Überlebenden im Polizeirevier verschanzen, aus dem Hut. Im Showdown läuft natürlich alles auf die unvermeidliche Konfrontation von Vater und zum Killer mutierten Sohnemann hinaus, bei dem ein Happy End allerdings mehr als unwahrscheinlich bleibt.

Inszenatorisch entpuppt sich „Perkins 14“ als äußerst gelungen. Zwar hat der Film formal hier und da seine Ecken und Kanten, versprüht aber einen rauen, archaischen Charme, der der szenenweise zum schneiden dichten Atmosphäre zugutekommt. Beide Filmhälften sind mit sicherer Hand inszeniert und punkten mit ihren ganz eigenen Stärken. Dass der Film trotzdem wie aus einem Guss wirkt, bleibt dabei natürlich bemerkenswert. Selten hat man es im Horrorgenre erlebt, dass ein Film mit zwei so unterschiedlichen Filmhälften ein so homogenes Ganzes ergibt wie hier.

Regisseur  Craig Singer hat mit „Perkins 14“ einen richtig guten, toll gespielten, in z.T. rauer Bildästhetik eingefangenen, atmosphärischen Hybriden aus Psycho-Thriller und Terror-Slasher  inszeniert, der sich durch fesselnde Atmosphäre, einem gut durchdachten sowie originell-eigenwilligen Szenario und nicht zuletzt wirklich bösem Splatter als waschechter Geheimtipp ausweist. Klasse…

 

8 von 10 Punkten

8/10
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Kommentare

03.10.2017 19:51 Uhr - JasonXtreme
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Puuuh. Als der hier rauskam sah ich den, aber ich hab den eher günstig in Erinnerung. Er blieb mir jedenfalls nicjt weiter im Gedächtnis, aber ich muss ehrlich sagen ich hätt nach Deiner Rezi schon fast Bock auf den^^

03.10.2017 20:20 Uhr - leichenwurm
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Klaro... der ist auf jeden Fall als B-Movie zu bezeichnen. Macht dafür seine Sache aber echt gut und holt ne ganze menge aus seinen (finanziellen) Möglichkeiten...! Vielleicht überzeugt er dich ja bei ner Zweitsichtung ;-) !

03.10.2017 20:39 Uhr - TheRealAsh
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Auf den machst du mich jetzt echt gespannt, das mit dem schreibwettbewerb find ich auch klasse, kennst du da noch andere Filme auf basis dessen?

03.10.2017 20:52 Uhr - leichenwurm
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@Ash: Hmmm... ne nicht so wirklich. Ich weiß, dass die "After Dark"-Schmiede regelmäßig ein Horrorfilm-Festival ausgerichtet hat indem Independent-Filmemacher ihre Werke vorstellen konnten. Auch bekannt unter "8 Films to die for"... da waren auch ganz brauchbare Dinger dabei wie z.b. "Husk" (Review vorhanden falls du Interesse hast). Aber weitere Filme, die aus ähnlichen Wettbewerben entstanden sind... da fällt mir höchstens noch "Hobo with a shotgun" ein... muss ich mal ein bisschen recherchieren, da gibt's bestimmt noch mehr ;-) ! Und im Falle von "Perkins 14" hat sich die ganze Nummer ja auch echt gelohnt...

03.10.2017 21:13 Uhr - TheRealAsh
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Bin gespannt, weil da glaube ganz coole Ideen rauskommen können

03.10.2017 21:55 Uhr - Sonnyblack745
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Sauber umgesetzte Review!

Vor allem die Abschnitte sorgen für die nötige Übersicht.

Weiter so!!!

03.10.2017 23:29 Uhr - Chímaira
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Gut gelungene Review mit tollem Hintergrundwissen.

So eine gute Bewertung hätte er von mir nicht bekommen, aber ich finde es schön, dass er hier mal Aufmerksamkeit genießt.

Von mir ursprünglich wegen Michale Graves (2. Misfits-Sänger) gekauft, der im Film sogar "Blackbird" singt und dabei Gitarre spielt. Als Misfits- oder Graves-Fan also eine Überlegung wert.

04.10.2017 08:43 Uhr - leichenwurm
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Vielen dank für die weiteren Rückmeldungen ;-)

@Chimaira: Oh... cool. Dieser Umstand war mir mal so überhaupt nicht bewusst. Bin kein grosser "Misfits"-Fan so daß diese Tatsache komplett an mir vorbeigerauscht ist. Besten Dank also für die Ergänzung ; -) !

04.10.2017 16:59 Uhr - Chímaira
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04.10.2017 08:43 Uhr schrieb leichenwurm
Vielen dank für die weiteren Rückmeldungen ;-)

@Chimaira: Oh... cool. Dieser Umstand war mir mal so überhaupt nicht bewusst. Bin kein grosser "Misfits"-Fan so daß diese Tatsache komplett an mir vorbeigerauscht ist. Besten Dank also für die Ergänzung ; -) !


Gern geschehen :)

05.10.2017 14:48 Uhr - Horace Pinker
1x
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An dieser Stelle möchte ich dir ein Lob für deine Slasher Reviewreihe aussprechen, in der du sowohl potentiell lohnenswerte Vertreter als auch eher unterdurchschnittliche Filmchen sehr anschaulich, aussagekräftig und lesenswert vorstellst. Von Perkins 14 hatte ich vorher überhaupt noch nicht gehört, die Mischung aus Psycho Thriller und knallhartem Horror klingt jedoch recht reizvoll und könnte mich sobald ich die Zeit finde zu einer Eigensichtung motivieren.

05.10.2017 15:01 Uhr - leichenwurm
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Vielen Dank Horace... ;-) ! Ja... "Perkins 14" ist echt ne kleine fiese B-Movie-Perle. Und es freut mich natürlich, daß dir die anderen Reviews ebenfalls gefallen haben. Ich hab noch ein paar Slasher Filmchen auf der Liste. Werden demnächst also noch ein paar Reviews folgen... hach, der Oktober ist einfach DER Slasher Monat schlechthin... ;-)) !

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