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Der Tag danach

zur OFDb   OT: Day After, The

Herstellungsland:USA (1983)
Genre:Drama, Katastrophenfilm, Krieg,
Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (30 Stimmen) Details
07.10.2008
VideoRaider
Level 11
XP 1.608
Vergleichsfassungen
DVD Erstauflage ofdb
Label Euro-Video, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 12
Laufzeit 115:13 Min. (113:55 Min.) PAL
DVD Neuauflage ofdb
Label Euro-Video, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 12
Laufzeit 121:54 Min. (120:13 Min.) PAL
Wer gerne mehr über die Produktion des Films erfahren möchte, sollte (unauffällig) diesen Link folgen: VideoRaiders.net.


I. Einleitung

„The Day After“ gehört wohl zu den beeindruckendsten und wichtigsten amerikanischen TV-Produktionen aller Zeiten. Normalerweise sollte man mit Superlativen immer sparsam sein, dennoch muss man bei „The Day After“ zwangsläufig darauf zurückgreifen, um den heutigen Filmfans dessen Einfluß auf eine ganze Generation von jungen Amerikanern deutlich zu machen. Bei seiner Fernsehpremiere am 20.November 1983 saßen mehr als 100 Millionen Amerikaner vor dem TV-Bildschirm (dies bei einer damaligen Gesamtbevölkerung von geschätzten 260 Millionen). Selbst die US-Regierung konnte sich diesem Medienereignis nicht entziehen und musste öffentlich Stellung zum Konzept der nuklearen Kriegsführung beziehen. Der damalige US-Präsident Ronald Reagan schrieb in seinen berühmten Tagebüchern, dass der Film ihn tief betroffen hätte. Nach der Unterzeichnung der Abrüstungsverträge von Reykjavik zwischen den USA und der Sowjetunion 1987 (vier Jahre nach der Erstaustrahlung), ließ die Reagan-Administration Nicholas Meyer, dem Regisseur des Films, ein Telegram zukommen, indem auf Anweisung von Reagan persönlich folgender Text übermittelt wurde: „Don't think your movie didn't have any part of this, because it did.“

Der kulturelle Einfluß von „The Day After“ ist (zumindest für den angel-sächsischen Raum) unbestritten und ABC wußte von Anfang an, dass diese Produktion, wenn sie erfolgreich wäre, für Wochen die Medien dominieren würde. Einen Mißerfolg konnte sich ABC weder für ihre Reputation, noch für ihre Finanzen erlauben. Deswegen ließ der Fernsehsender die gesamte Produktion pingelig überwachen und versuchte auf verschiedenste Art und Weise die Produktion zu beeinflußen. Am deutlichsten wurde dies in der Nachproduktion, beim Schnitt des Films, bemerkbar, was u.a. dazu führte, dass der Ausstrahlungstermin immer wieder um mehrere Monate verschoben werden musste und fast im Rücktritt des Regisseurs ausuferte.

Im folgendem soll nun mehr Wert auf die verschiedenen (Haupt-)Schnittfassungen gelegt und euch ein kurzer Überblick über die Probleme der Nachprodution beim Schnitt verschafft werden.


II. „The Day After“ - ein Schnittmassaker in der Produktion

„The Day After“ war ursprünglich als ein vierstündiges TV-Event geplant, das über zwei Abende ausgestrahlt werden sollte. Der erste Teil würde die Vorgeschichte behandeln und mit den Einschlägen der Atombomben enden, während der zweite Teil demzufolge den eigentlichen „Tag danach“ zum Thema machte und die Auswirkungen des nuklearen Holocausts darstellte. Nach dem Dreh entschieden ABC und der Regisseur Nicholas Meyer sich, den Film auf 2 Stunden herunterzukürzen, da nach eigener Aussage von Meyer sich niemand an zwei ganzen Abenden einer Thematik wie dem nuklearen Holocaust zuwenden möchte („Noone wants to sit through two evenings of nuclear holocaust.“). Der Film wäre somit der Gefahr eingegangen massiv an Zuschauern zu verlieren (zumal die eigentliche Handlung erst im zweiten Teil einsetzt). Die vierstündige Version war allerdings bereits abgedreht (mit Ausnahme einiger SFX-Einstellungen) und so musste Meyer den Film „lediglich“ einen neuen Rhytmus verpassen und entscheiden welche Szenen nun für einen 2-Stunden-Schnitt und für die Botschaft des Films bedeutend wären.

Was sich auf dem Papier leicht liest, ist natürlich aus künstlerischer Sicht eine extrem schwierige Aufgabe, da viele Handlungsstränge aufeinander aufbauen und miteinander verwoben sind und man nicht einfach „jede zweite Szene“ entfernen kann. Des Weiteren beeinflußt ein kompletter Umschnitt natürlich extrem den Gesamtton des Films und man muss sehr vorsichtig beim Schnitt vorgehen und die Szenen aufeinander abstimmen. Aber nicht nur dies sorgte für erhebliche Probleme in der Nachproduktion, sondern ABC selber stellte Forderungen an Meyer, wie der Film am besten zu schneiden sei. Dies hatte verschiedene Gründe.

Zum einem waren diese Gründe marketing-strategischer Natur, da der Film natürlich zu einer der teuersten TV-Produktionen zählte und ein finanzieller Misserfolg für ABC nicht hätte in Frage kommen können, zum anderen politischer Natur. Meyer benötigte für den Film dringend hoch-qualitative Aufnahmen von Raketenstarts (bzw. des Army-Personals). Diese befanden sich allerdings im Besitz der US-Army und dessen Verwendung wurde an massive Verbindlichkeiten geknüpft. So verlangte das Pentagon, dass der Film es deutlich machen würde, dass die USA nicht den Erstschlag ausführen, sondern rein defensiv handeln würden. Für Meyer war klar, dass dies eine absurde Forderung sei, da es letztlich egal wäre, wer zuerst auf den Knopf drückt, weswegen dies im Film einfach komplett weggelassen wurde. In den Original-Drehbüchern wird zumindest noch angedeutet, dass die USA offensiv handeln, da ein Erstschlag der Sowjetunion, die im Film bereits Brüssel bombadiert hatten, mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten sei. Dies beeinflußte die Schnittfassung zwar nur minimal, lässt aber einen kleinen Einblick in den problematischen Schnittprozess gewähren.

Das Hauptproblem sollte allerdings ABC selber sein, die sogar Psychologen anheurten um die verschiedenen Schnittfassungen zu begutachten. So wurden auf Anraten der Psychologen mehrere Szenen herausgeschnitten, die besonders für jüngere Zuschauer zu „verstörend“ hätten sein können. Des Weiteren machte ABC sich Sorgen, dass manche Szenen auf den Zuschauer zu absurd wirken könnten (so z.B. der Verzehr von Ratten), da durch die neue Längenvorgabe von zwei Stunden die Verrohung der Gesellschaft zu schnell für den Zuschauer hätte vonstatten gehen können. Wiederum andere Szenen wurden aus rein politischen Gründen geschnitten (die Erschießung von Plünderen durch das US-Militär). Ebenfalls „Gewalt-Schnitte“ wurden auf Wunsch von ABC vorgenommen. Nicholas Meyer sah sich schnell vor einem Scheiterhaufen stehen und wollte die Produktion verlassen, da er sich mit der von ABC verlangten Schnittfassung nicht mehr identifizieren konnte. Mindestens vier verschiedene Fassungen musste er anfertigen - und selbst bei seiner letzten Fassung (die der ersten TV-Ausstrahlung am ähnlichsten sah) wurden noch Schnittauflagen angeordnet.

Nicholas Meyer hat sämtliche Drehbücher und Produktionsnotizen der Bibliothek der „University of Iowa“ (in Iowa City), seinem Alma Mater, vermacht. Hierunter befindet sich auch ein Brief an ABC, den er zwar verfasste, allerdings nie abschickte. Dieser Brief war de facto eine Rücktrittserklärung vom Regieposten und gewährt uns einen interessanten Einblick in die wohl sehr anstrengende und nervenzerrende Arbeit an einer (damals) „endgültigen“ Fassung von „The Day After“. Hier ist der Brief in voller Länge (Hinweis: der Text ist eine originale Abschrift, die Grafik natürlich zur besseren Lesbarkeit des Artikels konstruiert):



In einem Interview sagte Meyer einst, dass der Brief, bzw. seine Rücktrittserklärung, vollkommen ernst gemeint gewesen sei, er sich allerdings im letzten Moment umentschied, da der Film und dessen Thematik für ihn persönlich zu wichtig gewesen wäre und er deswegen über die vielen Kompromisse hinwegsehen konnte, vor allem da sein Rücktritt den zu erwartenden Kritikern des Films zuviel Angriffsfläche geboten hätte. Dennoch machte er auch während der Produktion nie einen Hehl aus seinen Unmut über die vom Studio gewollte Fassung und hing den Brief im Produktionsbüro öffentlich aus - versehen mit einer kleiner Randnotiz: „Not Sent YET.“

Auch nach der TV-Erstausstrahlung musste Meyer weiterhin um seine Schnittfassung kämpfen. Für das Video-Release bot ABC ihm an mehrere Szenen wieder in den Film zu integrieren - hierbei handelte es sich allerdings mehr um einen faulen Kompromiss. Zwar war die erste Video-Veröffentlichung (die auch in Deutschland erschien) tatsächlich länger und entsprach eher Meyers Wunsch - aber es fehlten aus seiner ursprünglichen Schnittfassung für einen Zwei-Stunden-Film noch rund acht weitere Minuten, die bis heute nicht veröffentlicht wurden.


III. Verschiedene Schnittfassungen

Bisher gibt es keine „endgültige“ Schnittfassung von „The Day After“, geschweige denn einen (wirklichen) „Director's Cut“. Alle veröffentlichten Fassungen weisen Makel auf - und so ist selbst die längste Fassung (in Deutschland als „Special-Uncut-Version“ auf DVD erschienen) lediglich als eine vom Regisseur favorisierte Schnittversion zu betrachten, da diese eben dem oben erwähnten Video-Release entspricht.

Insgesamt kann man von fünf offiziellen Fassungen sprechen (unzählige TV-Ausstrahlungen/ausländische Video-/Kino-Veröffentlichungen nicht mitgerechnet; mit Ausnahme einer offiziellen aber ominösen brasilianischen TV-Fassung).

III. a) Ur-Version
Wie bereits erwähnt war „The Day After“ als vierstündiges TV-Event geplant. Da dies letztlich für zu lang erachtet wurde, schnitt man den Film auf knapp 2 Stunden runter. Diese vier Stunden an Filmmaterial wurden allerdings abgedreht, bisher jedoch noch nie veröffentlicht. Lediglich die verschiedenen Drehbuchfassungen lassen uns einen Einblick in diese Mammut-Version werfen. So wurden unzählige Szenen im Krankenhaus gekürzt (u.a. der Tod der Krankenschwester Bower; revoltierenden Patienten; Angriffe auf das Krankenhaus-Personal; aufgrund von Medikamenten-Knappheit Operationen an bewußten Patienten), wie auch an der Universität (die Sport-Studenten versuchen gewaltsam die Forschungslabore zu stürmen, da sich dort die letzten Essensreste befinden; der Strahlentod eines Studenten, der kurz nach den Einschlägen die Antenne auf dem Dach richtete) und von Armee-Einheiten, die Menschen zum Aufräum- und Wiederaufbaudienst zwangsrekrutieren. Wann und ob wir diese Version, oder zumindest Teile desssen (z.B. als Deleted-Scenes) jemals zu sehen bekommen, steht in den Sternen.

Selbst zum diesjährigen 25-jährigen Jubiläum wurde von Seiten von ABC oder MGM ein weiteres DVD-Release, geschweige denn eine längere Fassung, noch nicht einmal in Erwähgung gezogen. Auch Regisseur Nicholas Meyer hält sich eher bedeckt. Er bestätigte zwar mehrmals die Existenz dieser vierstündigen Ur-Fassung, eine Veröffentlichung hält er allerdings selber für unwahrscheinlich (oder zeigt zumindest kein goßes Interesse an einer Veröffentlichung).

III. b) US-TV-Version
Die amerikanische TV-Version, die erste veröffentlichte Fassung, kann ebenfalls nicht als ungeschnitten angesehen werden. Für dieses Release musste Regisseur Meyer mehrere Kompromisse eingehen und einige „extreme“ Szenen entfernen. So wurde auf Druck von ABC eine Szene geschnitten, in der ein Kind aus einem Albtraum erwacht und in die Kamera schreit. Dies geschah auf Anraten von Psychologen, da diese Szene jüngere Zuschauer hätte „verstören“ können. Eine weitere geschnittene Szene zeigt, wie am Ende des Films Plünderer von US-Soldaten erschossen werden. Hierbei handelte es sich wohl um einen „politischen“ Schnitt, da ABC befürchtete, dass die zu negative Darstellung des Militärs gerade bei konservativen Zuschauern vom eigentlichen Thema, dem nuklearen Holocaust, ablenken würde. Man wollte keine Nebenkriegsschauplätze in zukünftigen Diskussionen eröffnen und den Focus auf die Auswirkungen der Atombombeneinschläge richten. Trotz dieser Schnitte enthält diese Fassung dennoch eine Szene, die so nur bei dieser Ausstrahlung gezeigt wurde. Dies gilt wohlgemerkt nur für die englische Originalfassung. Als der Präsident zum amerikanischen Volk via Radio spricht, versuchte man den damaligen Präsidenten Ronald Reagan nachzuahmen und heuerte einen Stimmenimitator an, der Reagans doch sehr makante Sprechweise, perfekt imitierte. Aufgrund mehrerer Proteste, insbesondere von partei-politischer Seite, wurde für alle zukünftigen Veröffentlichungen (im englisch-sprachigen Raum) diese Stimme durch eine Andere ersetzt.

Als Reagan die TV-Version bei ihrer Premiere sah, bot er ABC und dem Regisseur Nicholas Meyer übrigens seine eigene Schnittfassung an. Dies dürfte wohl das erste (und einzige) Mal in der Filmgeschichte gewesen sein, das ein amerikanischer Präsident eine eigene Schnittfassung zu einem Film vorschlug. Leider ist über diesen, nennen wir ihn mal, „President's Cut“ nicht allzuviel bekannt.

III. c) Video-Fassung
Für die US-Video-Veröffentlichung durfte Nichloas Meyer seine „favorisierte“ Version schneiden, die sich in einigen Punkten von der TV-Fassung unterschied. Es ist anzunehmen, dass diese Fassung mit der deutschen Kino-Version identisch ist. Diese „längste“ Fassung wurde von Euro-Video als „Special-Uncut-Version“ (DVD-Neuauflage) auf den deutschen Markt gebracht.

III. d) brasilianische TV-Fassung
Für die brasilianische TV-Auswertung wurde der Film erheblich umgeschnitten. So wurde das Bildformat geändert (wahrscheinlich von 4:3 auf 16:9), alternative Filmmusik eingesetzt und sämtliche Dokumentationsszenen herausgeschnitten. Da dies den Film erheblich verkürzte, soll der brasilianische TV-Sender beim Produktionsstudio ABC um Füllmaterial (sprich: zusätzliche Szenen) gebeten haben, um die Spieldauer quasi künstlich auf Spielfilmlänge zu halten. Dies würde bedeuten, dass diese (offizielle) Fassung viele „unveröffentlichte“ Szenen enthält. Diese Fassung ist allerdings mit sehr viel Skepsis zu betrachten, da es bisher keine weitere Veröffentlichung gibt (weder eine Video-, noch DVD-Auswertung) und die Existenz sich in erster Linie auf Fan-Berichte in internationalen Foren stützt. Diese Berichte sind allerdings so massiv und treten so häufig auf, dass es sich zumindest bestätigen lässt, dass die Brasilianer eine andere, neu-geschnittene Fassung im TV zu sehen bekamen. Ob und wieviel alternative/neue Szenen eingefügt wurden, lässt sich leider nicht sagen, da diese Austrahlung allerdings mit offizieler Absegnung von ABC geschah und so oder so eklatante Unterschiede zu den westlichen Schnittfassungen aufwies, handelt es sich hierbei zumindest um eine weitere offizielle Schnittfassung. Bleibt zu hoffen, dass irgendein Brasilianer irgendwann auf seinen alten Tapes diese Fassung findet und wenigstens für die Fans unkommerziell digitalisiert...

III. e) „moderne“ Fassung
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, und zumindest dem offiziellen Ende des Kaltes Krieges, entschied man sich eine neue, moderne Fassung zu schneiden, die vor allem in der ersten Stunde des Films viele Szenen, die deutlich auf den Ost-West-Konflikt anspielten heraus- oder umschnitt. Somit versuchte man wohl die Aktualität des Films künstlich aufrechtzuerhalten. Allerdings ließ man merkwürdigerweise dennoch zahlreiche Szenen im Film, die direkt auf den Kalten Krieg anspielten. Dies ist wohl die meistverbreitete Fassung und wurde für den Heimvideomarkt, für TV-Austrahlungen und von Euro-Video als DVD (Erstauflage) veröffentlicht. Der folgende Schnittbericht behandelt diese Fassung.


IV. deutsche Schnittfassungen

Es gibt somit zumindest für den deutschen Markt zwei verschiedene Versionen von „The Day After“. Der Filmfreund würde selbstredend die offiziell längere Fassung, die Neuauflage namens „Special-Uncut-Version“, kaufen - allerdings ist diese, trotz ihres Namens, nicht uncut! Sie sollte ohne Frage dennoch für jeden Fan des Films erste Wahl sein, aber auch die geschnittene, „moderne“ Fassung, hat ihre wenigen Vorzüge. Der Einfachheit halber, zähle ich kurz die Unterschiede auf und gebe ein paar Gründe an, warum die „moderne“ Fassung zumindest für Sammler und Fans von Interesse ist.

IV. a) Schnitte
Zwar enthält die „Special-Uncut-Version“ die längere Fassung, dennoch kommt auch sie nicht ganz ohne Schnitte aus, und so enthält die Erstauflage ein, zwei kurze Einstellungen, die in der „Special-Uncut-Version“ (als auch der US-DVD von MGM) komplett fehlen. Hierbei handelt es sich in der Regel nur um kleine, unwichtige Einstellungen, dennoch kann die „Special-Uncut-Version“ somit zumindest eben nicht mehr als „uncut“ bezeichnet werden.

IV. b) alternatives Bildmaterial
Dies ist zwar nur ein weiterer kleiner Faktor, aber zur Überraschung findet sich an ein, zwei Stellen der „modernen“ Fassung alternatives Bildmaterial. Warum das so ist, lässt sich nur mutmaßen.

IV. c) Bildformat
Die „Special-Uncut-Version“ wurde (wahrscheinlich aus marketing-strategischen Gründen) im 16:9-Format präsentiert. Da der Film für den deutschen Markt 1983 im Kino ausgewertet wurde, versuchte man wohl die „Special-Uncut-Version“ darauf basierend ebenfalls im 16:9-Format zu präsentieren. Man vergaß hierbei allerdings, dass „The Day After“ für das Fernsehen gedreht wurde. Von daher ist auch das von Nicholas Meyer bevorzugte Format 4:3. Selbst die US-DVD von MGM ist in diesem Format gehalten. Dies ist nun die Crux für die Fans des Films. Die Erstauflage wird zwar im richtigen Format (4:3) präsentiert und bietet somit auch viel mehr (vom Regisseur gewollte) Bildinformationen, allerdings befindet sich die Bildqualität auf dem Niveau eines alten VHS-Tapes. Zum besseren Verständnis habe ich einen kurzen Bildvergleich angefertigt:



Wiederum wirkt der ausgewählte Bildausschnitt oftmals viel zu groß und viele Details verschwinden im Hintergrund. Somit wäre es den Fans auch mal zu empfehlen, einen Blick auf die US-DVD zu werfen, die ein hervorragendes Bild aufweist, im richtigen Format gehalten und oftmals einen besseren Bildauschnitt präsentiert - aber inhaltlich eben identisch mit der „Special-Uncut-Version“ ist.

Für den folgenden Schnittbericht sind allerdings nur die beiden deutschen DVD-Versionen von Interesse.

V. Schnittbericht

Verglichen wurde die deutsche DVD-Erstauflage (FSK 12), auch bekannt als „moderne“ Fassung, mit der deutschen DVD-Neuauflage (FSK 12), hier als „Special-Uncut-Version“ bezeichnet.

DVD-Erstauflage

Länge: 115:13 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Special-Uncut-Version

Länge: 121:54 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16


Beide Fassungen wurden von Euro-Video auf DVD veröffentlicht.

Der Übersicht halber wurde der Schnittbericht in insgesamt zwei Kategorien unterteilt.

V. a) Schnitte (beinhaltet ebenfalls alternatives Bildmaterial und veränderte Tonspuren)
Die Erstauflage weist insgesamt 37 Schnitte mit einer Gesamtlänge von 271,5 Sekunden auf. Ebenfalls enthalten beide Fassungen alternatives Bildmaterial oder Einstellungen. Diese ergeben i.d.R. keinerlei Zeitunterschied. Des Weiteren wurden Dialoge gekürzt oder mussten dem neuen Arrangement angepasst werden.

V. b) neuangeordneter Handlungsablauf
Bei der Erstauflage wurden viele Handlungsstränge in einer anderen Reihenfolge in den Film angeordnet oder zumindest einzelne Szene und Einstellungen aus diesen Handlungsträngen herausgeschnitten und an anderer Stelle integriert. Dies ergibt keinerlei Zeitunterschied.

Hinweis: Es ist gut möglich, dass die Zeit-Differenz beider Fassungen nicht der Gesamtlänge der geschnittenen Szenen entspricht. Zum einen enthalten beide Fassungen kurze Einstellungen, die in der jeweils anderen Fassung nicht vorkommen, was die tatsächliche Differenz verkürzt. Des Weiteren lässt sich eine sekundengenaue Zählung nur sehr schwer umsetzen, so dass manchmal ab- oder aufgerundet werden musste, da viele einzelne Szene teils gekürzt - oder teils auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit - an einer vollkommen anderen Stelle im Film integriert wurden. Ebenfalls weisen die Lauflänge des Abspanns als auch einzelner Dokumentationsszenen (beider Fassungen!) eine geringe unterschiedliche, aber in der Summierung signifikante Abspielgeschwindigkeit auf. Dies alles kann eine Differenz von mindestens 30 Sekunden ergeben - ändert aber nichts an den eigentlich vorgenommen Schnitten.
Weiterer Schnittbericht:
DVD Neuauflage - DVD Erstauflage

mehr Informationen zu diesem Titel

VI. a) Schnitte (beinhaltet ebenfalls alternatives Bildmaterial und veränderte Tonspuren)

0:00.14
Ein Sprecher aus dem OFF übersetzt die englische Textafel. Dies ist minimal länger.
4 Sec

Sprecher: „Wir danken der Bevölkerung von Lawrence, Kansas, für ihre Mitwirkung und Hilfe bei der Herstellung dieses Films.“


0:00.23
Ursprünglich beginnt der Film mit Dokumentarszenen an Bord eines Army-Flugzeugs. Diese Szenen wurden an anderer Stelle in der Erstauflage eingefügt. Da das Starten des Air Force-Flugzeugs in den Vorspann visuell und audiell überblendet, wurden Teile des Titelvorspanns entfernt. Die Erstauflage beginnt direkt mit dem Einsetzen der Titelmusik und des Filmtitels. Sowohl der Studio- als auch Director-Credit wurden entfernt. Desweiteren setzt die Musik in der Erstauflage etwas früher ein.
10 Sec



0:03.59
In der Erstauflage fehlt eine alternative Einstellung von der Kansas City Handelskammer.
3 Sec



0:07.20
Um Zeit zu sparen wurden mehrere Einstellungen eines fliegenden Army-Hubschraubers herausgeschnitten.
10 Sec



0:08.03
In der „Special-Uncut-Version“ sieht man anstatt des Zeitungsberichts mit der Überschrift „President warns Sowjets!“ eine weitere Einstellung der Soldaten. Demzufolge ist in der Erstauflage der Zeitungsbericht zu sehen.
kein Zeitunterschied



0:08.05
Eine weitere Einstellung des fliegenden Hubschraubers fehlt.
4 Sec



0:08.06
In der „Special-Uncut-Version“ landet McCoys Crew nun mit ihrem Hubschrauber auf dem Raketenstützpunkt. Diese Szene wurde an späterer Stelle in den Film geschnitten. Die darauffolgenden Szenen der Crew mussten, um den Übergang flüssiger zu machen, mit alternativen Bildmaterial aufgefüllt werden.
kein Zeitunterschied




0:08.06
Dennoch fehlt auch hier ein kurze kurze Einstellung eines Soldaten.
2.5 Sec



0:08.44
Hier wurde nun ein kurzer Dialog beim Routinecheck der Raketenstützpunkt-Crew entfernt. Da die Erstauflage einige Szenen in einer anderen Reihenfolge zeigt, fehlt ebenfalls eine kurze Überblendung, die eine Atomrakete zeigt und auf das „Liberty Memorial Monument“ von Kansas City (passenderweise ein Obelisk) überblendet, an dem sich Dr.Oakes mit seiner Tochter trifft.
4 Sec

Soldat 1: „Aerostatik?“
Soldat 2: „Sämtliche Silos fehlerfrei und fabrikneu, mit Ausnahme von Oscar 11. Diese Lage bleibt noch etwa für zwei Stunden.“


0:09.14
Es fehlt eine Einstellung vom Haus der Farmerfamilie Dahlberg mitsamt Texteinblendung.
7,5 Sec



0:09.44
Eine kurze Szene fehlt, wie Familie Dahlberg vor der Kirche auf Tochter Denise und ihrem Verlobten Bruce wartet.
13,5 Sec



0:10.43
Es fehlt eine kurze Einstellung wie Bruce an Herrn Dahlberg vorbeigeht.
2 Sec



0:16.07
Aus unerfindlichen Gründen fehlt bei der Erstauflage der Schriftzug „The McCoy House - Whiteman AFB, Sedalia, Missouri - 85 miles east of Kansas City“.
kein Zeitunterschied



0:18.12
Bruce und Denise unterhalten sich alleine vor einer Scheune auf der Dahlberg-Farm. Hier wurde der Dialog aus dem Off gekürzt, der mit einem Kameraschwenk eingeleitet wird.
8 Sec


Bruce: „Und Andy hat so eine Art Polterabend organisiert und deswegen sehen wir uns heute das letzte Mal vor Sonntag.“
Nicky: „Ja, aber Mum will noch das Kleid mit mir ausprobieren.“


0:18.12
Alternatives Bildmaterial: Da der Dialog zwischen Denise und Bruce eigentlich mit einem Kameraschwenk begann und man den Anfang des Dialogs entfernte, wollte man einen zu abprubten Übergang, der dann in der Mitte des Schwenks begonnen hätte, vermeiden. Also nahm man den Kameraschwenk komplett heraus und ersetzte ihn durch ein Standbild der Dahlberg-Farm und ließ den Dialog, den man nicht rausschnitt, drüberlegen.
kein Zeitunterschied



0:18.26
Der eigentliche Kameraschwenk, der mit der Familie Dahlberg, wie sie ins Haus geht beginnt, wird nun teilweise nachgeholt, die Unterhaltung im Off weitergeführt. Dadurch wurde eine kurze Einstellung von Bruce und Denise herausgeschnitten.
kein Zeitunterschied



0:20.14
Denises kleine Schwester Joleen hat ihre Verhütungsmittel versteckt. Sie jagt Joleen etwas länger durch das Haus und fällt dabei hin. Dabei fiel auch ein kleiner Dialog weg.
12 Sec

Nicky: „Joleen! Joleen! Wirst du mir das sofort geben, du Biest! Joleen! Joleen!“


0:29.55
Aufgrund der neuen Szenenfolge setzt nun das Dokumentarmaterial der Mobilmachung der AirForce-Streitkräfte, welches eigentlich als Eröffnungssequenz dient, ein. Eine kleine Szene wurde hier gekürzt. Es fehlt ein Dialog.
16 Sec

Funker: „Hier ist das Oberkommando der Luftstreitkräfte. Wie ist der Empfang?“
General: „Diesen Überlick müssen sie vervollständigen, sobald wir...“
Offizier 1: „Ja, Sir.“
Offizier 2: „Möchten sie einen Kaffe, General?“
General: „Ja, danke. Mit Zucker und Sahne.“


0:37.17
Man sieht wie Dr.Oakes länger die Abfahrt nach Kansas City runterfährt. Desweiteren fehlt nun ein Teil des Radio-Kommentars, der aus dem Off über die Szene gelegt wurde.
2 Sec

Radiosprecherin: „...folgende Maßnahmen für den Fall eines drohenden Angriffs.“


0:37.58
Alternative Einstellung: Als die Nachrichtensprecherin im Fernsehen erwähnt, dass „mehrere Atomwaffen im unteren Kilotonnenbereich gegen angreifende sowjetische Truppen“ eingesetzt wurden, zoomt das Bild in der „Special-Uncut-Version“ an den Fernsehbildschirm langsam heran.
kein Zeitunterschied




0:38.16
Anscheinend ist jetzt aufgrund der vielen alternativen Einstellungen, Schnitte und Szenenfolgen, sogar dem Schnittmeister schwindelig geworden und so wurden in der Erstauflage zwei kurze Szenen vertauscht! Man erkennt es nicht auf den ersten Blick, da der Ton aus dem Off kommt und das Augenmerk des Zuschauers auf den kleinen Jungen gerichtet ist. Zum folgenden Dialog wurde die falsche Szene (rechtes Bild) in der Erstauflage hereingeschnitten. Zu allem Übel wurde der (falsche) Nachrichtensprecher auch noch zu früh herausgeschnitten. In der der Erstauflage fehlt das Wort „erreichen“.
0.5 Sec

Nachrichtensprecher: „...und das beide Seiten zusammenarbeiten, um so schnell wie möglich einen Waffenstillstand zu erreichen.“


0:38.38
Demzufolge ist die zweite Szene mit dem kleinen Jungen vor dem Fernseher ebenfalls falsch angeordnet. Hier musste man nun den etwas längeren Dialog in die nächste Szene enden lassen, da die falsch gewählt Szene (siehe oben) zu kurz war.
kein Zeitunterschied

Nachrichtensprecher: „Das Außenministerium gibt bekannt, dass der Präsident mit dem sowjetischen Stabschef in direkter Verbindung steht.“


0:38.53
Es fehlen mehrere Einstellungen von der Gefechtsbereitschaft der US-Army.
8 Sec



0:39.34
Man sieht wie Dr.Oakes versucht seine Frau über eine Telefonzelle zu erreichen. Dabei spricht ihn ein sichtlich verängstigter Vater an. Dr.Oakes entscheidet sich daraufhin, wieder in sein Auto zu steigen und weiter in Richtung Kansas City zu fahren.
39.5 Sec

Vater: „Meine Kinder sind gerade zum Camping gefahren. Ich weiß nicht wie ich ihnen...was ich ihnen...“


0:39.43
Versetzte Tonspur: Während es zu Hamsterkäufen im Supermarkt kommt, setzt die Tonspur in der Erstauflage knapp 4 Sekunden später ein.
kein Zeitunterschied



0:41.43
Und wieder fehlen mehrere Dokumentarszenen vom Militärpersonal.
9.5 Sec



0:42.03
Ein Kameraschwenk vom Inneren des Dahlberg-Kellers wurde entfernt und durch eine Außenaufnahme von Jim Dahlberg, wie er die Kellerfenster mit Erde bedeckt, ersetzt. Da die Aussenaufnahme kürzer ist als der Schwenk, fehlen hier immerhin 1 1/2 Sekunden.
1.5 Sec



0:42.17
Man sieht noch wie Billy Dahlberg die Milchkanne mit Wasser abstellt und etwas zu seiner Schwester sagt.
1.5 Sec

Billy Dahlberg: „Keine Ahnung, warum ich das machen muss.“


0:42.44
Steven Klein schaut noch einmal kurz zurück.
0.5 Sec



0:42.48
Man sieht wie Steven Klein sich (viel) länger umschaut.
10.5 Sec



0:42.50
Man sieht die Kühe länger auf der Weide grasen.
3.5 Sec



0:42.53
Man sieht das Pferd länger auf der Weide.
2 Sec



0:42.55
Man sieht die Schaukel länger.
2 Sec



0:43.12
Es fehlt eine kurze Einstellung der Gefechtsbereitschaft.
2 Sec



0:43.32
Es fehlt erneut eine kurze Einstellung der Gefechtsbereitschaft. Interessant hierbei zu erwähnen ist, dass sich hier ein Dialog in der „Special-Ucut-Fassung“ wiederholt (Masterfehler?).
9 Sec



0:44.21
Beim Start der ersten Rakete ist das aufgeschreckte Pferd länger zu sehen.
3.5 Sec



0:44.50
Es fehlt, wie ein Malermeister ungläubig in den Himmel schaut.
1.5 Sec


0:45.21
Es fehlt eine kurze Einstellung einer startenden Rakete.
6 Sec



0:45.34
Es fehlt eine weitere Einstellung einer startenden Rakete.
3 Sec



0:46.18
Erneut gekürzter Raketenstart.
4 Sec



0:46.18
Man sieht das Auto von Dr.Oakes eine Abfahrt nach Kansas City fahren.
4 Sec



0:47.54
Man sieht das Auto von Dr.Oakes die leere Autobahn nach Kansas City runterfahren. Da diese Szene eigentlich viel früher in den Film gehört, wurde ein Radiokommentar aus dem Off entfernt, der so zusammenhangslos gewirkt hätte.
4 Sec

Radiosprecherin: „Deshalb ist es unbedingt notwendig, das sich die Bevölkerung mit den Maßnahmen vertraut macht.“


0:48.05
Erneut wurde eine kurze Totale von Dr.Oakes' Fahrt in Richtug Kansas City entfernt.
4 Sec



1:12.09
Als Dr.Oakes und Schwester Bower sich über die Widerstandsfähigkeit der Kakerlaken unterhalten, fehlt wie ein verletztes Kind in die Kamera schreit.
3 Sec



1:12.09
Alternatives Bildmaterial: Da Dr.Oakes' Gespräch in den Schrei des Kindes übergeht, ist dieser Schnitt nicht nur extrem abprubt und unsauber, es musste zusätzlich ein kurze Einstellung der Kakerlaken über die Szene gelegt werden. Die erste Einstellung der Kakerlaken wird wiederholt und ersetzt die Einstellung von Dr.Oakes und Schwester Bower.
kein Zeitunterschied



1:12.09
Alternatives Bildmaterial: dadurch fiel die zweite Einstellung der Kakerlaken komplett weg.
kein Zeitunterschied



1:53.20
Als die Kamera vom sterbenden Dr.Oakes wegfährt, hört man bereits vor der Überblendung die Stimme von Professor Huxley aus dem Off.
kein Zeitunterschied



1:53.31
Der englische Rolltext am Ende des Films wurde in der „Special-Uncut-Version“ durch zwei deutsche Textafeln ersetzt. Dies ist unverständlich, da die Texttafeln von der Gestaltung deplatziert wirken und am Anfang des Films weiterhin auf Englisch sind und von einer Off-Stimme passend übersetzt wurden. Desweiteren hat sich in der „Special-Uncut-Version“ bei der zweiten Textafel ein Rechtschreibfehler („nationen“) eingeschlichen. Die deutschen Textafeln werden länger eingeblendet, wodurch sich eine Differenz von 51 Sekunden ergibt.
51 Sekunden





VI. b) neuangeordneter Handlungsablauf

Hinweis: Hier werden NUR die Szenen erwähnt, die im Filmablauf anders arrangiert wurden (i.d.R. wurden diese Szenen vorgezogen). Unerwähnt bleiben die Szenen, die sich dadurch zwangsläufig weiter nach hinten verschoben (aber in der Schnitt-Chronologie eben nicht verändert) haben.

0:04.46
Durch einen recht aprubten Schnitt (hörbar durch eine musikalische Überblendung, deren Anfang jetzt fehlt) setzt in der Erstauflage nun bereits das Treffen zwischen Dr.Oakes und seiner Tochter ein.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 0:10.32 ein.



0:08.07
Direkt nach dem Hubschrauberflug setzt nun bereits eine weitere Dokumentar-Szene ein, in der das Armee-Personal des Raketenstützpunktes Kontrolle macht.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 9:57 ein.



0:08.44
McCoys Crew landet auf seinem Militärstützpunkt. Diese Szene müsste eigentlich vor der oben genannten stattfinden.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 0:09.07 ein.



0:16.07
Der Soldat McCoy packt seine Sachen für den Dienst und gerät in eine Diskussion mit seiner Frau.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 0:24.51 ein.



0:17.51
McCoy fliegt zu seinem Militär-Stützpunkt.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 0:26.33 ein.



0:24.13
Nun folgt bereits die Morgendämmerung und Farmer Dahlberg kümmert sich um sein Vieh.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 0:26.55 ein.



0:29.00
Nun erst folgt das Dokumentarmaterial der US-Army, die sich auf einen Bombeneinsatz vorbereitet. Ursprünglich kam diese Szene bereits am Anfang des Film, noch vor dem Titelvorspann.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 0:00.00 ein.



0:37.17
Farmersfrau Hardy bereitet das Essen für ihre Kinder vor.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 0:41.59 ein.



0:39.06
Der Farmer Dahlberg hilft zusammen mit seinem Sohn die Kellerfenster der Kirche mit Erde zu bedecken. Der Pastor bedankt sich daraufhin bei ihm und fordert ihn auf, sich jetzt um seine eigene Familie zu kümmern.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 0:39.27 ein.



0:43.01
Eine kurze Aufnahme eines Raketensilos ist zu sehen.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 0:10.39 ein.



0:54.50
Dr.Oakes wandelt durch die verwüsteten Straßen von Lawrence.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 1:00.02 ein.



0:58.32
Die Studenten an der Kansas University bauen einen Geigerzähler zusammen.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 1:00.41 ein.



1:06.49
Die Operation von Dr.Oakes wurde nach dessen Gespräch mit Schwester Bower gelegt.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 1:09.41 ein.



1:45.53
Dr.Hachia kümmert sich um den erblindeten Billy Dahlberg. Stephen holt Billy und Denise danach ab und will mit beiden nach Hause fahren.
Diese Szene setzt in der „Special-Uncut-Version“ bei 1:48.10 ein.

VI. Cover-Galerie


Cover der deutschen DVD-Erstauflage (Euro-Video):

Cover der deutschen DVD-Neuauflage (Euro-Video):

Cover der US-DVD (MGM):

Cover der deutschen VHS-Erstauflage (Cannon):

Cover der deutschen VHS-Kaufkassette (United Video):

Kommentare

07.10.2008 00:12 Uhr -
Schönen Dank für diesen sehr umfangreichen und informativen SB!

07.10.2008 00:27 Uhr - Trism
Im Gegensatz zum Verfasser des Schnittberichts soll die US-DVD laut OFDb eine schlechte Bildqualität haben und wird dort ausdrücklich nicht zum Kauf empfohlen - was ist nun davon zu halten? Schade, dass EV nicht eine Doppel-DVD mit beiden Versionen rausgegeben hat, allerdings gibt's die alte Version ja auch günstig gebraucht zu erstehen.
Vielen Dank für den aufwändigen SB und die interessanten Informationen, ich weiss diese Arbeit zu schätzen.

07.10.2008 00:29 Uhr -
langweilliger Film!

geiler SB.

07.10.2008 00:32 Uhr - VideoRaider
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@ Trism:

Bei der OFDB befinden sich so manche Fehler. Es wird dort auch behauptet, dass die "Special-Uncut-Version" eben uncut ist - was NICHT stimmt (dazu kommt später noch mal ein SB von mir).

Wieviele US-Fassungen (bzw. DVD-Auflagen) es gibt, kann ich nicht sagen - allerdings könnte es sehr gut sein, dass es eine US-Erstauflage gibt, die der Erstauflage von EuroVideo ähnelt (oder gar dieselbe ist). Die schwammige VHS-Quali kann man im SB ja sehr gut erkennen.

07.10.2008 00:33 Uhr - deftoned
da wär ein remake eindeutig besser, gell hilli :-))

07.10.2008 00:43 Uhr - Once
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3. 07.10.2008 - 00:29 Uhr schrieb Hllenboy01234
langweilliger Film!


Warum?
Schlechte Effekte?
Wartest du lieber auf ein Remake?
Sorry, aber du hast echt so viel Ahnung von Filmen wie eine Kartoffel.

(Sorry fürs Off-Topic, aber bei so Kommentaren kommt einem irgendwann mal sowas hoch...)

The Day After ist für mich einer der besten Filme überhaupt, kaum ein anderer Film fängt so bewegend dieses Thema auf.

Ein Lob an den Autor, eine tolle Leistung =)


07.10.2008 01:09 Uhr -
Sehr tolle Einleitung und 1 A SB !!!!! Danke für die Informationen !!! Typischer RTL2-Streifen aber immerhin bringt ein Sender diesen Film überhaupt. Eine ordentliche DVD-Collection wär mal angebracht. Spannende wenn auch gleich erschütternt realistische Darstellung. Gut das er eine Freigabe ab 12 besitzt, wenn die Älteren schon versagen und mit geschlossenen Augen ihr '' Werk '' vollrichten und somit in aller Ruhe auf ne mögliche Katastrophe zusteuern, muss es der Nachwuchs ja wohl nicht nachmachen. Der Film bekommt ne 1, aber die DVD-Ausstattung gleicht schon der Katastrophe -,-

Bin auf den nächsten SB gespannt :-)

07.10.2008 01:19 Uhr -
@ Once

Lass ihm doch seine Meinung ich fand den Film auch total langweilig vllt. 3 Punkte hätte ich ihm auf einer Skala von 10 Punkten gegeben und ich kann nun wahrlich über mich selbst behaupten einen sehr guten Filmgeschmack bzw. eine gute Filmkenntnis zu haben....
Bin auch noch etwas jünger, mögl. gefällt mir der Film deshalb nicht...

Aber das ändert nichts am 1A SB !!

Edit: Black Panther was ist den mit deinem "Habe die Ehre" Spruch??
Ich vermisse den nämlich ;)


07.10.2008 01:25 Uhr -
@ Hllenboy01234:
Mit Deinen Kommentaren beweist Du nur eins - daß Du von Filmen keine Ahnung hast und noch dazu keinerlei Bildung besitzt!
Du bist hier nur der nervige Forentroll, der uns daran erinnert, wie niveaulos und primitiv unsere mediengeprägte Jugend ist... -_-

Der Schnittbericht ist absolute Spitzenklasse und stellt so ziemlich alles in den Schatten was ich seit langem hier gelesen habe!

Alleine die Einleitung ist sehr verständlich verfasst, strotzt vor Informationen und wurde wohl mit sehr viel Aufwand gestaltet.

Ein riesengroßes Lob für diesen SB!!! :)

Der Film ist - egal in welcher Fassung - auf Grund seiner Thematik und der brillianten Bildsprache ein Muß für jeden Cineasten und ein Meilenstein der Filmbranche.
Schade, daß es einen Director`s Cut wohl niemals geben wird, wo ich seit langem auf die gepkante 4-Stunden-Fassung hoffe... :(

07.10.2008 01:29 Uhr -
Top-A-Bomb Movie,realitätsnah,eindringlich,erschreckend,spannend.In die gleiche Richtung geht auch FALE SAFE.Kammerspielartig,schwarz/weiss gedrehtes Hochspannungswerk mit George Clooney,Richard Dreyfuss,Brian Dennehy,Don Cheadle,Sam Elliott,Harvey Keitel,Hank Azaria.Mal was Anspruchsvolles !

07.10.2008 02:26 Uhr - PoliWanKenobi
Super SB und ein grandioser Film, ich war echt fertig danach.
Nirgendwo wird das Grauen eines Atomschlags besser dargestellt.

07.10.2008 06:04 Uhr - hellium
War bestimmt viel Arbeit und mir fallen mal wieder nur die Fehler auf, aber nichts für ungut.

5. „moderne“ Fassung
"meistverbreiteste"


Normalerweise sollte man mit Superlativen immer sparsam sein


Meistverbreitete müsste es heißen. "Am häufigsten verbreitet" ginge auch, aber so klingt das nach Türken-deutsch!
http://www.dict.cc/deutsch/weit+verbreitet.html


07.10.2008 06:19 Uhr - VideoRaider
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Danke für den Hinweis. Ich nehme an irgendwer mit genug Admin-Power wird dies hier lesen und das "s" entfernen.

07.10.2008 - 06:04 Uhr schrieb hellium
aber so klingt das nach Türken-deutsch!

Beim nächsten Mal werde ich darauf achten NUR Deutschen-deutsch zu verwenden.

07.10.2008 07:12 Uhr - Nez_Perces
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Sehr guter und wichtiger Film.
Ein hervorragender SB. Respekt.

07.10.2008 07:43 Uhr - Max Rockatansky
...dann spann ich meinen Regenschirm auf, bin vor dem atomaren Schlag erstmal sicher und mit ein bisschen Glück finde ich noch die alte Uhr meines Vaters in den Trümmern wieder... konnte mit dem Fim noch nie etwas anfangen, aber der SB ist einsame Klasse.
P.S. Ach ja... natürlich hol ich mir trotzdem die "full uncut" aus Österreich" ;-)

07.10.2008 07:59 Uhr -
@Trance~King: Der dient nun als Unterschrift im Bereich Forum bzw. PN, aber spiele mit dem Gedanken ihn wieder zu reaktivieren;) wurde aber zuletzt beim Posting der Indizierungs - und Beschlagnahmungsliste wieder eingesetzt xD

07.10.2008 08:04 Uhr - Il Gobbo
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RESPEKT! Der Schnittbericht ist an Ausführlichkeit nicht zu übertreffen. Hier wurde so gut wie jede Information hineingepackt, die es über das Fassungschaos gibt!
Ich verneige mich vor dem Autor!

07.10.2008 08:56 Uhr - Curtis79
Starker SB! Gleicht schon der Arbeit eines Filmwissenschaftlers.

07.10.2008 09:03 Uhr - CJJC
Respekt. Umfangreicher SB.
War ja Schwerstarbeit

Fande den Film interessant.
Aber die DVD Veröffentlichung da hätte mehr Bonusmaterial schon geholfen, z.B. ein "Making Of" wäre ganz nett gewesen.


07.10.2008 09:39 Uhr - VideoRaider
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@ CJJC

Kann ich ehrlich gesagt auch nicht verstehen, dass nicht einmal zum 25-jährigen Jubiläum es keine SE (o.Ä.) gibt. Leider sind Bibi Besch (Frauh Dahlberg) und Jason Robards (Dr.Oakes) bereits verstorben, so dass sie sich nicht mehr zum Film äußern können - aber alle anderen Darsteller hätte man sicherlich mal vor die Kamera zerren können.

07.10.2008 10:04 Uhr - COOGAN
Die Stimmung, die dieser Film vermittelt und die Botschaft können wohl nur diejenigen von uns nachvollziehen, die in den 80er-Jahren groß geworden sind und das ganze Ausmaß des kalten Krieges (inklusive des Säbelrasselns der damaligen Supermächte) bewußt miterlebt haben. "Rambo 2" oder "Rocky 4" (obwohl sie rein gar nichts mit "The day after zu tun haben") sind typische Filme aus dieser Zeit (genau wie eben "The day after"). User, die nach 1985 geboren wurden, können das damalige Feeling überhaupt nicht nachvollziehen und demzufolge auch gar nichts mit diesem Film anfangen, wenn sie solche tricktechnischen Spektakel wie "The day after tomorrow" gewohnt sind. Die gemächliche Handlung vor dem Einschlag muss ihnen wie eine Folge aus "Dallas" vorkommen, wenn sie sich diese heute ansehen (auch den damaligen Hype um diese Serie werden diese User wohl nicht nachvollziehen können). Daher kommt es immer wieder zu solchen Kommentaren wie "Öder Film!". Ein anderes sehr schönes Beispiel für das Feeling aus dieser Zeit ist m.E. "Wargames", obwohl unter heutigen technischen Gesichtspunkten vieles darin unfreiwillig komisch wirkt. Für die Generation Golf war und ist es aber ein Kultfilm der 80er genau wie eben der vorliegende Tag danach...

07.10.2008 10:20 Uhr - LUCASLOAN
Der film war ganz gut
Klar keine Effekte oder action aber interessant

07.10.2008 10:46 Uhr - Dr. Lecter
Ich besitze selbst die ''Special Uncut Edition'' und denke das der film einer der bedeutensten Filme überhaupt ist. Der Film baut eine Atmosphäre der Angst auf, die den Zuschauer verstört und verängstigt zurück lässt. Kurz: Toller Film zum Nachdenken und Warnen vor dem Nuklearkrieg...

07.10.2008 10:51 Uhr - peda
Hervorragender SB zu einem verstörenden Film.


07.10.2008 10:58 Uhr -
Ich habe den 1983 im Kino gesehen - war Pflicht (Schulvorstellung). In dieser Zeit glaubte man eben trotz Neuer Deutscher Welle, dass es nicht mehr lange dauert bis zum Atomschlag. Daher war der Film ein ganz schöner Hammer. Ebenso dieser SB jetzt einer ist.

07.10.2008 11:25 Uhr -
Ewig her das ich den Film gesehen habe. Wird wohl Zeit das ich mir die DVD besorge. Geniale Einleitung und super SB. Aber der Regisseur heißt immer noch "Meyer" mit ohne "s" hinten dran.;-)
Und bei Sätzen wie "...die vor allem in der ersten Stunde des Films viele Szenen, die deutlich auf den Ost-West-Konflikt anspielten heraus- oder umschneidete."
Wie bitte...."umschneidete" ? Das tut ja körperlich weh und sollte hoffentlich "umschnitt" heißen.
Aber nix für ungut, die Einleitung ist trotzdem klasse!

07.10.2008 11:31 Uhr - Alien666
Auch von meiner Seite ein großes Danke an diesen tollen Bericht. Ich habe die 80er Jahre politisch zwar nicht erlebt, weil ich da noch zu jung war, trotzdem hat der Film bei mir eine sehr große Beklemmung ausgelöst. Ein weiterer, sehr gut gemachter Endzeitfilm über einen Atomkrieg ist übrigens "Briefe eines Toten". Ich glaube, ein russischer Film, der hin und wieder mal im Fernsehen läuft. Wer sich für diese Thematik interessiert, sollte sich diesen Film auch mal ansehen. Verstehe allerdings nicht so ganz, warum hier im Forum immer in einer sehr unschönen Art und Weise auf Schreibfehler hingewiesen werden muß. Ist nett, auf solche Fehler aufmerksam zu machen, aber dann bitte im richtigen Ton.

07.10.2008 11:47 Uhr - NitPicker
Ich war von THE DAY AFTER ebenfalls nich wirklich angetan - ich kann gar nicht genau sagen warum. Mein bevorzugter "Nuklearkrieg-Klassiker" heißt "Threads"! Ein englischer Film aus den Siebzigern, wenn ich mich nicht irre. Empfehle ich jedem, der sich für die Materie interessiert!

07.10.2008 11:54 Uhr - VideoRaider
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@ Alle:

Danke für die netten Kommentare!

@ NitPicker

THREADS ist aus den 80'ern und entstand u.a. als Reaktion auf DAY AFTER, da DA eben einige Themen nicht behandelte (z.B. nuklearer Winter - allerdings war das Konzept des nuklearen Winters zur Produktion 1982 noch nicht hinreichend bekannt) und "nur" maximal die ersten vier Wochen darstellt (THREADS geht bis 10 Jahre nach den Einschlägen).

THREADS ist in der Tat ein SEHR heftiger Streifen und ist Pflichtprogramm für Endzeit-Junkies.

http://www.ofdb.de/film/44545,Threads

Leider nie in Deutschland veröffentlicht...

07.10.2008 12:00 Uhr - COOGAN
Ein wirklich Hammerfilm zu diesem Thema ist auch "The War Game - Kriegsspiel" von Peter Watkins aus dem Jahre 1965:

http://www.ofdb.de/film/8898,Kriegsspiel

Leider lief der schon lange nicht mehr. Schaut ihn euch an, wenn er mal wieder gesendet wird!

07.10.2008 12:33 Uhr - Muck47
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Gobbo hat es schon abslut treffend formuliert, auch den anderen kann man sich ja eigentlich nur anschließen: Respekt für diesen umfangreichen und liebevoll gestalteten Bericht, weiter so!

So oder so ganz schön, dass du hierhin gefunden hast, die Trashzombies waren mir seit jeher sympathisch ;)

07.10.2008 13:11 Uhr -
WoW, super Schnittbericht. Leider hab ich den Film noch nich gesehn

07.10.2008 13:45 Uhr -
Muss NitPicker zustimmen.
The Day After ist auch für mich nicht der Knaller.
Kann man sich mal anschauen.
Zum SB muss ich sagen - Respekt.(viel Arbeit)

Wer weiss, vielleicht kommt ja mal ein Film über Bio-, Chemie - oder Genwaffen.

07.10.2008 13:56 Uhr - FreshDudel
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toller SB!
Und ich hab den Film schon ewig hier rumliegen und den noch nicht gesehen.....glaub das lass ich auch, hab nämlich die erstauflage. Da leg ich mir nochmal die "special uncut version" zu.

07.10.2008 14:12 Uhr -
Vielen Dank für den super SB!

Meinungen gehen hier zwar auseinander, aber ich finde den Film sehr gelungen! Schau ich immer wieder gern an :)

07.10.2008 17:35 Uhr - David_Lynch
WOW !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

(bisher) bester SB auf dieser Seite, 100% perfekt und mit sehr viel mühe und liebe hergestellt...echt genial...und das zu einem der besten fernsehfilme aller zeiten....für beides 10/10 punkte

und die SE-UNCUT Version, sprich die deutsche DVD Neuauflage kann ich echt nur empfehlen...mit ca. 9.99€ nicht überteuert, dafür aber in einem schicken pappschuber, mit dem o-ton und echt lustigen schwarz-weiß filmchen nach dem motto "Wie reagiere ich auf einen Atomangriff"....darunter auch der berühmte "duck and cover"-lehrfilm...sehr zu empfehlen

07.10.2008 17:39 Uhr - Chop-Top
Erstmal ein großes Lob für den sehr ausführlichen Schnittbericht.

Ich bin ebenfalls der Meinung,dass "The Day after" ein sehr guter und wichtiger Film ist,auch wenn er heute bereits veraltet ist.Ich kann auch nicht verstehen,dass einige von dem Film nur Spannung und Action erwarten...dann sollte man sich doch lieber einen James Bond-Film angucken."The Day after" schaut man sich normalerweise nicht wegen der Unterhaltung an,oder wenn man einen "romantischen Abend vor dem Fernsehr" verbringen will.

07.10.2008 18:00 Uhr -
Hallo,

ich bin neu hier, muss mich aber zu diesem Film auch mal äussern. Ich habe ihn damals im Kino gesehen und bin mit einem sehr unguten Gefühl raus gegangen. Vorallem, da ich ~3km von einem potenziellem Ziel entfernt aufgewachsen bin. Weitere imho sehr gute Filme zu dem Thema sind: On the Beach (Original und Remake), Briefe eines Toten und Wenn der Wind weht.

Gruß
/derGoblin

07.10.2008 18:12 Uhr - Bl8runner
Hab den Film damals als kleiner Minime auch gesehen. Fand den damals auch seher beängstigend obwohl ich zur damaligen Zeit nicht wirklich wusste worums beim Kalten Krieg so wirkilich ging.

Genialer und erschreckend ausführlicher SB!!! Weiter so!

07.10.2008 18:58 Uhr - El Duderino
@ SB: fetter beitrag zu einem (erst 1x gesehen) schlimmen szenario! RESPEKT...
@ alle: bezogen auf endzeit filme, suche ich seit jehren einen, welcher mehr sci-fi is: mit atomraketen, riesen-skorpione & 'ner truppe überlebender, welche halt ums überleben kämpfen & in spezial trucks unterwegs sind.
hab ich damals als kl. junge auf ard oder zdf gesehen - glaub ich & hoffe das is keine einbildung! kann mir jemand den namen nennen oder sagen wo ich gucken kann (außer ofdb.de). DANKE

07.10.2008 19:23 Uhr - omar
erstmal; dickes lob für diesen mammut-sb und die vielen hintergrund-infos.

alle (ausnahmslos) mit denen ich über 'the day after' geredet habe meinten 'das ist ein klassiker', 'hammerfilm, da läufts dir eiskalt den rücken runter',... aber ich finde diesen film einfach scheiße!
nicht wegen den effekten, (die gehen für '83 in ordnung) oder weil er langweilig und aktionslos wäre, (ist er nämlich nicht) sondern einfach als gesamtwerk. einiges war imho unfreiwillig komisch, bzw. einfach schmerzhaft überzogen oder zu künstlich gespielt. eher wirkte der film bisweilen wie ein theaterstück, aber nicht wie ein film.

zu der zeit als der film lief war der kalte krieg noch voll im gange, die gefahr eines atomkrieges allgegenwärtig. das rückt den film in ein anderes licht, und macht ihn auch heute wohl deutlich beklemmender wenn man ihn zu der zeit sah.


nichtsdestotrotz ist es beeindruckend wie nachhaltig der film die gesellschaft und offensichtlich auch die politik beeinflusst hat, wow.

07.10.2008 20:06 Uhr - Trism

07.10.2008 - 18:58 Uhr schrieb El Duderino
suche ich seit jehren einen, welcher mehr sci-fi is: mit atomraketen, riesen-skorpione & 'ner truppe überlebender, welche halt ums überleben kämpfen & in spezial trucks unterwegs sind.

Tönt nach "Straße der Verdammnis"

07.10.2008 20:18 Uhr -
Top Film & auch nen Super Schnittbericht...
Aber berichtigt bitte dieses elende "schneidete"(bei 0:18.12")Ansonsten vielen herzlichen Dank.

07.10.2008 21:23 Uhr - Mario
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Krasser Schnittbericht. Geil.

07.10.2008 22:12 Uhr - Pyri
Wunderbarer Schnittbericht. Ganz grandios. Große Klasse und Respekt!

08.10.2008 01:37 Uhr - Emilio Estevez
the day after - der tag ars** AT: Die AA
der katastrophenthriller der extraklasse: erleben sie die letzten tage unserer erde wie sie von einem riesigen **sch zugesch***en wird. in den hauptrollen: marjoe gortner und david hasselhoff. demnächst hier!

entschuldigung, aber ich konnte es nicht lassen. Toller SB!

08.10.2008 01:52 Uhr -
Also ich weiß zwar nicht was die meisten hier an dem Film auszusetzen haben, aber meiner Meinung nach ist das einer der wichtigsten Filme der Neuzeit.... Der schonunglos zeigt wie schnell es gehen kann. Einmal auf den roten Knopf gedrückt, und schon isses dahin mit "Friede, Freude, Eierkuchen (salopp gesagt)....

Ergo: Ein Film der in keiner Filmsammlung fehlen darf.

08.10.2008 03:50 Uhr - VideoRaider
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@ Kritiker des Films
Bitte behaltet im Hinterkopf, dass mindestens 2 Stunden herausgeschnitten wurden. Viele Kritikpunkte (Zeitsprünge, schnelle Wendungen, zu wenig Charakterentwicklung) basieren darauf.

Etwas Off-Topic nun....

@ derGoblin und COOGAN

Da bist du nicht der Einzige. Ich wohne 2 km von der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze entfernt (Anfang der 80'er geboren) und habe von daher SEHR gute Erinnerungen an den Kalten Krieg - sicherlich "nur" Kindheitserinnerungen, aber die Präsenz von US-Militär in meiner Ecke war alltäglich. Jeden Tag rollten Militärfahrzeuge über die Landstraßen. In "Day After" wird meine Nachbarstadt (Helmstedt) sogar erwähnt.

Den meisten jüngeren Deutschen (Geburtsjahr '85 aufwärts) ist die damalige alltägliche Bedrohung heutzutage gar nicht mehr bewußt.

Der Film ist keine Spinnerei - auch wenn natürlich nicht alles so dargestellt ist, wie man es aus heutiger Sicht machen würde (->nuklearer Winter, etc.) - aber wenn es zu einem dritten Weltkrieg gekommen wäre, dann wäre Deutschland das Schlachtfeld gewesen.

Und erst ab dem berüchtigten Fulda-Becken wäre es zu massiven militärischen Widerstand der NATO und einer Art Zurückeroberungskrieg gekommen (gegen die Masse der Sowjetarmee - 3,5 Millionen Soldaten in Ost-Deutschland allein! - hätte die NATO nicht viel ausrichten können, man ging aber davon aus, dass "nur" 60% des sowjetischen Kriegsmaterials einsatzbereit gewesen wäre - von daher war die Taktik ein Zermürbungskrieg - auf deutschen Boden).

Das bedeutet das mindestens 2/3 von West-Deutschland (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen, Hamburg, Bremen, etc.) zum totalen Kriegsgebiet gewordne wären - dazu zählt auch der Einsatz von Atombomben.

An die jüngeren Deutschen:
Ihr müsst mal an Autobahnbrücken oder-übergängen auf kleinere Schächte und Einbuchtungen achten. Das sind keine Zugänge in die Brücke oder gar Baufehler, sondern provisorische Sprengstellen, an denen die Infrastruktur für die anrückende Sowjetarmee vernichtet werden sollte. Da gibt's TAUSENDE solcher Besipiele die auch noch heute präsent sind!

08.10.2008 07:45 Uhr - Max Rockatansky
Also ich bin schon etwas älteren Jahrgangs und muss sagen, dass ich den Film damals wie heute einfach nur schlecht finde. Habe den "kalten Krieg" von Berlin aus, 500 Meter von der Mauer entfernt wohnend mitbekommen und gerade was in der übrig gebliebenen Fassung zu sehen ist, befremdet mich doch ein wenig und ich finde, dass einige Szenen eher verharmlosend wirken, als dass sie abschrecken. Alle, die den Film nicht gut finden auf ein "Day after tomorrow" - Niveau herunterzudrücken finde ich darüber hinaus schon sehr fraglich. Lässt man das Thema des Films weg (über das man sich ja so herrlich auslassen kann) bleibt ein qualitativ auf TV-Ebene befindlicher Streifen, mit mehr oder minder schlechten Schauspielern. Nur weil der Film "die Bombe" zum Thema hat, muss man ihn nicht gut finden, da gibt es wie zuvor bereits hier erwähnt, andere und damals wie heute finde ich, dass der Film die Überlebenschancen eines atomaren Holocaust eher gut darstellt, anstatt sie gegen null tendierend zu reduzieren. Gerade die Szenen danach (Familienzusammenführung, Suche in den Trümmern nach Erinnerungsstücken (keine Strahlung direkt im Einschlagskrater mehr?)etc. etc.) ist mir persönlich zu weichgespült und lässt die Grausamkeit schon fast wieder harmlos aussehen. Mir erscheint der Film mehr wie DER Streifen für Pseudointerlektuelle, die meinen, sie hätten nach Konsum des Films die Realität geshehen und verstanden. Letztlich ist das doch immer noch ein Film, der EINE mögliche Fiktion beschreibt und das handwerklich noch nicht ein mal besonders gut. Vielleicht ist das mit der 4-Stunden Fassung anderes (die ich persönlich nicht gesehen habe) aber das Gerüst, was hier für die Kino-/DVD-Auswertung übrigblieb, ist eben nur das: ein Torso (und der ist in der Form meiner Meinung nach viel zu wenig unterfüttert) und ich hatte mehr als einmal den Eindruck, als hätte sich der Regisseur darauf verlassen, das das Thema an sich ausreicht und der Rest eine untergeordnete Rolle spielt.

08.10.2008 08:45 Uhr - VideoRaider
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@ Max:
Alle, die den Film nicht gut finden, auf ein "Day after tomorrow" - Niveau herunterzudrücken finde ich darüber hinaus schon sehr fraglich. [...] Mir erscheint der Film mehr wie DER Streifen für Pseudointerlektuelle, die meinen, sie hätten nach Konsum des Films die Realität geshehen und verstanden.

Alle, die den Film gut finden und seinen enormen Einfluß nicht abstreiten als Pseudointerlektuelle zu bezeichnen, finde ich schon sehr fraglich.

Letztlich ist das doch immer noch ein Film, der EINE mögliche Fiktion beschreibt und das handwerklich noch nicht ein mal besonders gut.

Natürlich - keine Frage, aber man muss den Film auch im richtigen Kontext bewerten.

Es ist ein TV-Film von 1983, mit (für die Verhältnisse) geringen Budget, der um 2 Stunden gekürzt wurde und sich an ein (amerikanisches) MASSENpublikum richtete.

Der geniale "Brief eines Toten", hier öfters als Beispiel genannt, ist ohne Frage eindringlicher - aber hätte dieser Film WIRKLICH einen so großen Erfolg und Einfluß haben können? Nein, definitiv nicht. Aus künstlerischer Sicht mag er überlegen sein, aber man muss "The Day After" auch mal anrechnen, dass er gerade mit seinen gewählten Mitteln soviel Erfolg hatte. Ein "Day After" a la "Brief eines Toten" wäre (wohl leider) untergegangen.

Und viele inhaltliche Kritikpunkte sind (abgesehen von den gewählten Stilmitteln) oftmals nicht berechtigt. Das Konzept des nuklearen Winters, das so im Film nicht vorkommt, existierte zum Zeitpunkt der Produktion noch nicht. Alle Hauptdarsteller (bis auf Dr.Hachia, Frau Dahlberg, ihrem Sohn und Tochter) sterben (on- und offscreen). Und selbst die genannten Überleben haben wohl kein rosiges Schicksal (Billy Dahlberg ist für immer erblindet, und ob die Plünderer, die Herrn Dahlberg erschossen haben, sich WIRKLICH von Frau Dahlberg und ihrer 10-jährigen Tochter aufhalten lassen, ist sehr fraglich). Des Weiteren spielt der Film MAXIMAL 3 -4 Wochen nach den Einschlägen und am Ende wird beim Rolltext klar darauf hingewiesen, dass die wirklichen Auswirkungen viel schlimmer wären.

Über die gewählten Stilmittel kann man sich natürlich lange streiten (und im Bezug auf die Abschluß-Szene - insbesondere das Wiederfinden der Uhr - kann ich mit dir übereinstimmen, aber gewichte es nicht so extrem, sondern sehe es mehr als ein dramatisches und für ein Massenpublikum effektives Mittel an).

Ich kann dir zwar nicht widersprechen, dass letztlich nur ein Torso übrigblieb (ein Kritikpunkt den man gelten lassen muss - die extremen Zeitsprünge innerhalb der Geschichte sind schon wirklich viel zu groß), aber man muss dem Film auch mal anrechen, dass er wohl nur in dieser Art und Weise ein solches Massenpublikum fesseln konnte. Jeder Regisseur muss immer Abstriche machen und sich dem "höheren Ziel" unterordnen. Das gilt für Filme wie "Der Baader/Meinhof-Komplex" (siehe Ermordung in der schwed. Botshcaft, die so "human" wie im Film nie stattfand), genauso wie für "Schindlers Liste" oder auch "The Day After".

Es bringt einem Regisseur nichts, einen künstlerisch-anspruchsvollen Film wie "Briefe eines Toten" oder ein realistischeren-brutaleren Streifen wie etwa "Threads" zu drehen - WENN der Zuschauer dann nach 10 Minuten wieder abstellt.

08.10.2008 09:03 Uhr -
Hallo!
Oft, aber nicht oft genug gesagt: Klasse SB, auch wenn der Film nicht der meinige ist, obwohl ich ein Fernseh-Kind der 80er bin.

Hab hier kurz ne Frage und wusste nicht, wo ich sie sonst auf die Schnelle stellen könnte (sorry für OT):
Mir fällt der Name eines weiteren "Atomkrieg-Films" nicht ein. Es ist ein Zeichentrickfilm, der sich nur (?) mit einem alten Ehepaar beschäftigt, das im Radio von einem Atomschlag hört und versucht sich dagegen zu schützen. Habe den Film schon ewig nicht mehr gesehen, allerdings als sehr intensiv in Erinnerung.

08.10.2008 09:06 Uhr - VideoRaider
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@ mightymaze

Du meinst den Film "Wenn der Wind weht":

http://www.ofdb.de/film/19819,Wenn-der-Wind-weht

War ebenfalls Pflichtprogramm für jedes 80'er-Kind (bei mir jedenfalls).

08.10.2008 09:15 Uhr -
Klasse! Vielen Dank! :-)

08.10.2008 09:40 Uhr - Kalysaan
Klasse SB!

Aber ich fand "Wenn der Wind weht" besser, da beängstigender (???).

Auch ein guter Film zu dem Thema (obwohl es da um einen Unfall geht, nicht um einen Angriff) ist "Die Wolke".

08.10.2008 11:43 Uhr - COOGAN
Wenn ich hier lese, dass "The day after" das Szenario nach dem Einschlag als Weichspül-Oper darstellen würde, so kann ich es nur noch einmal erwähnen: Der Film, der die Schrecken des Atomkrieges am heftigsten darstellt ist der von mir erwähnte Doku-Film "The War Game". Lest Euch mal diese Rezie durch:

http://www.mitternachtskino.de/kriegsspiel.htm

08.10.2008 11:52 Uhr - FilmFan08
Spitzen SB!

Ein dickes Lob an das ganze SB Team,besuche eure Seite jetzt gut 2 Jahre (täglich) und wurde bis jetzt immer bestens informiert.

Wo wir grade bei dem Thema sind, suche auch einen "Atomkireg-Film" aus den 80er glaub ich.Er spielt in einer Kleinstadt,wobei es hauptächlich nur um eine Familie geht und um eine alten Man der ständig am funken ist.Die Atombombe schlägt dann Kilometer weiter ohne Vorwarnung in die nächst grösste Haupstadt ein,wodurch die Menschen, durch die Auswirkungen langsam zu grunde gehen.Eine Szene die ich mir noch merken konnte, war das der jüngste Sohn anfing aus dem Po zu bluten und die Familie dadurch bemerkte das sie verseucht war.Zum Schluss sind alle gestorben.
Vielleicht kann mir jemand weiter helfen suche den Film schon ein paar Jahre,er lief bis jetzt 1-2 im Tv.

Danke

08.10.2008 11:53 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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@ FilmFan08

Du meinst den Film "Das letzte Testament". Ebenfalls sehr gut und sehr bedrückend.

http://www.ofdb.de/film/19627,Das-Letzte-Testament

Auch wenn es arg Off-Topic ist, hier mal eine kurze Auflistung der "wichtigsten" (oder zumindest bekanntesten) "Atomkrieg-Filme, sonst beschäftigen sich die nächsten Post nur noch mit Anfragen...

Threads
The War Game
Das letzte Testament
Briefe eines Toten
Wenn der Wind weht
Das letzte Ufer
USS Charleston
Fail Safe
Jericho
Condition Red


Also, das sind alles NUR Streifen die mit dem direkten Atomkrieg zu tun haben. Gibt's natürlich noch unzählige andere Endzeitfilme...

08.10.2008 12:05 Uhr - FilmFan08
Einfach Top,danke Raider Vielen Dank ! :-)

08.10.2008 16:11 Uhr - El Duderino
@ TRISM: thx.
das cover des films lässt gutes hoffen. fragt sich nur, ob im zeitalter des digitalen mediums, sich der film (Straße der Verdammnis) noch auftreiben lässt!

08.10.2008 17:28 Uhr - djdger
Guter Film und guter Schnittbericht. Respekt!


08.10.2008 17:31 Uhr - Spoox
Für Hllenboy01234 ist zuwenig Verstümmelung, Mord, Folter, Sadismus im Film. Daher langweilig. Bleib lieber bei SAW, Hostel und Co...

08.10.2008 17:34 Uhr - DieRed
Einfach wahnsinn dieser SB.
Macht weiter so!

08.10.2008 23:03 Uhr -
Warte Schon ne' ewigkeit auf die VÖ von Radioactive Dreams,weil jeder dem ich davon erzählte,mich nur blöd angeglotzt hat.Ich weiss noch das dort Michael Dudikoff mitspielte.Hab ich mir den nur Eingebildet oder wat?

08.10.2008 23:28 Uhr - uk501
also zu dem Sb kann ich nur sagen: einer der besten den ich je gelesen habe.

und dann frage ich mich vieviele leute hier in dem alter sind das sie damals mitbekommen haben was für revlotionärer streifen The Day After damals war

zudem kann ich noch sagen das ich mal eine VHS aus portugal hatte die auch jede menge alternative szenen hatte , könnte glatt mit der brasilianischen TV version übereinstimmen. ich muss mal suchen , vieleicht habe ich die noch, wenn ja würde ich die dem autor gerne zur verfügung stellen, damit der den Sb noch weiter verfollständigen kann.

08.10.2008 23:39 Uhr - VideoRaider
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@uk501

Das wäre der absolute Hammer! Und könnte sogar naheliegen - da ja zumindest in Brasilien portugisiesch gesprochen wird (und man vielleicht gleich für beide Märkte eine Fassung produzierte).

Wäre cool, wenn du die Fassung finden könntest.

09.10.2008 08:01 Uhr - pippovic
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Auch ich möchte es nicht versäumen, mich herzlich für diesen Schnittbericht zu bedanken. Ich kenne glaube ich keinen SB hier, der ausführlicher und informativer ist. Und dabei habe ich noch nicht mal die Hälfte von der Einleitung gelesen. Großer Respekt für deinen ERSTEN SB! Mach bei den nächsten so weiter.

Ich hatte mich damals im Forum von Eurovideo bei Cinefacts für eine Neuveröffentlichung der "längeren Version" (mittlerweile habe ich ja gelernt, dass Uncut hier der falsche Begriff ist) eingesetzt. Das neue Master wurde extra aus den USA besorgt, ebenso wie das Bonusmaterial. Das Bild hat sich deutlich verbessert gegenüber der gekürzten Erstauflage. Interessant ist auf jeden Fall, dass 4:3 das faforisierte Format des Regisseurs zu sein scheint.

Laut IMDb gab es scheinbar auf der raren US-Laserdisc sogar einen Audiokommentar von Regisseur Nicholas Meyer. Diese Version war übrigens auch in 1,75:1 und wurde als Directo's Cut bezeichnet. Laufzeit: 127 Minuten.

09.10.2008 10:27 Uhr - VideoRaider
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@ pippovic

Danke für die Info. Schade, dass der Audiokommentar es nicht auf die DVD geschafft hat. Aber ABC scheint generell nicht an großartige weitere Veröffentlichungen interessiert zu sein - so wird es wohl das andere Material auch nie als Deleted Scenes geben.

Meiner Meinung nach absolut unverständlich. Gerade zum diesjährigen 25-jährigen Jubiläum dachte ich, dass mal was kommt - aber ABC scheint da wirklich dicht zu machen.

Hier mal interessanter Beitrag, von jemanden der am Film beteiligt war und ABC seine Hilfe angeboten hat (zur Erstellung von DVD-Extras, etc.):

"Hello: I am the creator of The Day After (behind the scenes, through back channels, etc.) though you don't see anywhere me in the credits. It was created in part to help demonstrate the need for SDI the missile defense project. (I am the Democrat who created that project as well.)

After seeing a copy of the video disk in a K-Mart or Wal-Mart bargain bin of disks, I did write to ABC about doing a reissue of the disk that included the interviews segment. Because that interview was an integral part of my design and part of the show, as was the allowed pirating of the videos into the Soviet Bloc nations so they would understand us better, also being part of the design. And for other reasons such as historical significance, the viewers / fans / customers would probably buy more of them for their personal libraries.

However, instead of saying: Yes sir - be glad to, or A Second Edition & digitally re-mastered disk sounds like a good idea, or Not sure why we left it out on this first edition...

But instead I got a letter of about 2 1/2 pages of their corporate attorney's legalese rantings, that unfortunately seemed both incoherent and off topic. Too bad I didn't keep it or I could circulate it to many of you.

Seems the ABC I assigned my project to back then, has changed. Maybe from all the corporate buy-outs and Disney & AOL and so forth.

So it will be up to all of you the viewers and people who want a second re-mastered edition, including the interview cool-down session; it will be up to you folks to contact them or make it happen. I have already done what I could and have to focus on my next projects."

09.10.2008 10:31 Uhr -
bei alternativen schnittfassungen von cut und uncut zu reden halte ich für überflüssig, somit sollte die special uncut edition schon als uncut zu bezeichnen sein, wenn diese beiden szenen auf wunsch des regiesseurs entfernt wurden.

09.10.2008 10:43 Uhr - VideoRaider
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@ ElPopo:

Wurden die Szenen auf Wunsch des Regisseurs entfernt? Zum einem handelt es sich bei den Szenen um sehr kurze Einleitungen und um ein paar Einstellungen, eine Texttafel, alternatives Bildmaterial und eine, meines Erachtes sehr interessante Szene, die einen Verweis auf die längere Fassung gibt.

Ich bezweifle wirklich, dass der Großteil dieser Szenen bewußt herausgeschnitten wurden, sondern viel mehr im ganzen Schnittwirrwarr unterm Tisch fielen. Dies fällt insbesondere bei der englischen Tonspur auf, die teilweise SEHR merkwürdige Musikeinsätze hat.

Aber wie schon gesagt, da kommt dann noch ein SB...

09.10.2008 16:22 Uhr - JohnDoe
Absoluter Wahnsinns-SB. Meinen größten Respekt. Im übrigen finde auch ich den Film absolut genial.

09.10.2008 18:33 Uhr - kraste
Kann es möglich sein, das der Film "The Day After" schon in den 80ern im TV lief?Ich kann mich irgendwie noch daran erinnern,diesen Film im sogenannten "Westfernsehen" gesehen zu haben.Na ja,vielleicht kann ich mich auch irren und das war erst nach der "Wende", als ich mir diesen Film anschaute.

09.10.2008 19:42 Uhr - VideoRaider
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@ kraste

Der Film ist 1983 im Kino gelaufen, 84 kam das Video-Release. Von daher ist die Wahrscheinlichkeit wohl SEHR groß, das der Streifen in den 80ern im Fernsehen lief.

10.10.2008 01:23 Uhr -
Ich weiss gar nicht mehr, wie alt ich war, als ich den Film das erste Mal gesehen habe, aber muss noch ziemlich jung gewesen sein.
Freddy und Jason habe ich locker weggesteckt, aber der Film hatte mir damals echt Angst gemacht (ebenso der Zeichentrickfilm "Wenn der Wind weht").
Wer aber auf platte Action hofft und cooles Endzeitgemetzel, der kann dem Film sicher nichts abgewinnen. Da frage ich mich dann aber, wie abgestumpft, oder gleichgültig man sein muss, wenn einem die Thematik nicht in irgendeiner Weise nahe geht.

10.10.2008 06:43 Uhr - KoRn
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das es so einen streit um die endgueltige fassung gab war ir nicht bewusst. vielen dank fur den schnittbericht videoraider & vielen dank fuer die vielen interessanten hintergrundinfos! ein SB wie man ihn nicht alle tagen liest. respekt!

10.10.2008 13:28 Uhr -
Erst mal ein klasse SB. Hab den Film schon ein paar mal im TV gesehen. Das erste mal war ich glaub ich 13 od. 14 und war ziemlich geschockt was so ein Atomschlag anrichten kann.
@Hllenboy01234: Warum langweilig was passiert wenn es so einen Atomanschlag auf Europa gibt (hoffentlich nicht) das ist bestimmt nicht lamgweilig ich glaub nicht das man einfach aus seinen Häusern leuft und auf der Straße herumspringt und sagt:,, jahuu ein Atomschlag auf uns wir sterben alle.'' dieser Film sollte den Menschen zeigen was alles passieren kann wenn es einen Atomkrieg gibt und das ist bestimmt nicht langweilig.

11.10.2008 17:44 Uhr - Thodde
AFAIK erfolgte die Erstaustrahlung in deutschen TV im ZDF Ende der 80er. Die haben damals 'ne ganze Reihe mit Atomkriegsfilmen gezeigt (darunter auch den genialen BRIEFE EINES TOTEN).

Ich möchte mich auch herzlich für den Schnittbericht bedanken. Ich wusste von der Entstehungsgeschichte des Films bisher so gut wie gar nichts. Schon gar nicht, dass es so viele verschiedene Fassungen gab und Meyer sogar seinen Job hinschmeißen wollte. Dachte bisher, die EV-Erstauflage sei einfach nur gegenüber der Originalfassung gekürzt und fertig.

Meine Meinung zum Film: Meine erste Begegnung mit dem Film hatte ich ca. Mitte der 90er. Ich wusste zwar schon lange, dass es den Film gibt, hatte ihn aber noch nicht gesehen. Und dann hab ich damals auch nur etwa die mittleren zwanzig Minuten einschließlich der Einschläge der Raketen und dem nuklearen Inferno gesehen. In der darauffolgenden Nach hab ich kein Auge zugekriegt, so aufgewühlt war ich.
Dann, Jahre später, hab ich den Film komplett gesehen und fand ihn sehr gut. Wieder gesehen hab ich ihn dann erst, als die SE von Euro Video rauskam.
Und obwohl ich ihn immer noch sehr gut finde, finde ich doch, dass der Film heute sehr angestaubt wirkt. Vor allem die erste Hälfte ist die typisch klischeehafte Seifenoper, wie man sie aus den Katastrophenfilmen der Zeit (Siebziger, frühe Achtziger) kennt. Auch das beschränkte Budget und die noch nicht so ausgereiften Effekte lassen den Film viel von seiner Wirkung einbüßen.
Trotzdem bleibt er auch für mich ein sehenswerter, diskussionswürdiger Film, der trotz seiner Unzulänglichkeiten in vielen Momenten unter die Haut geht.
Ich hoffe doch sehr, dass es irgendwann noch einmal einen Director's Cut geben wird.

21.06.2009 17:29 Uhr - VideoRaider
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Wer es noch nicht bemerkt hat, der zweite SB zu "Day After" ist nun auch online: Zweiter SB!

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