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    Der Feuersturm

    zur OFDb   OT: The Winds of War

    Herstellungsland:USA (1983)
    Genre:Drama, Krieg
    Bewertung unserer Besucher:
    Note: - (0 Stimmen) Details
    30.06.2020
    GKnoess
    Level 6
    XP 470
    Episode 2: Der Sturm bricht los (Se desata la formenta)
    Der Feuersturm - Folge 2 - Der Sturm bricht los ofdb
    Label Polyband, DVD
    Land Deutschland
    Freigabe FSK 12
    Laufzeit 121:11 Min. PAL
    Vientos de Guerra - Episodio 2 - Se desata la formenta ofdb
    Label Research Entertainment, DVD
    Land Spanien
    Freigabe No recomendada para menores de 7 anos
    Laufzeit 139:32 Min. PAL
    Verglichen wurde die deutsche DVD-Erstauflage "The winds of war - Der Feuersturm" von Polyband GmbH (FSK 12) mit der spanischen DVD-Edition "Vientos de guerra" von Research Entertainment. Die deutsche DVD-Fassung entspricht der TV-Ausstrahlung im ZDF, die spanische DVD-Edition ist identisch mit der US-TV-Fassung. Beide liegen in PAL und 4:3-Vollbild-Format vor. Bild- und Tonqualität sind in beiden Editionen gut. Auf der deutschen Edition ist umfangreiches Bonus-Material beigefügt.

    Weitere Informationen zu der Miniserie können dem Intro des Schnittberichtes zum ersten Teil entnommen werden.

    Wie bereits bei der TV-Ausstrahlung von "Holocaust - Die Geschichte der Familie Weiss" wurden auch bei der TV-Ausstrahlung von "Der Feuersturm" Szenen und Ereignisse, die gerade einmal 40 Jahre nach Kriegsende noch nicht geeignet für die öffentliche Wahrnehmung in Deutschland waren, entfernt. Auch wurden nach damaliger Auskunft des ZDF alle Szenen entfernt, die historisch nicht eindeutig belegt waren.

    Der vorliegende Schnittbericht befasst sich it dem zweiten Teil der Saga "Der Sturm bricht los". Es fällt auf, dass durch die vorgenommenen Kürzungen in dieser Folge jede Szene mit Adolf Hitler entfernt wurde. Die Vorbereitungen für den "Fall Gelb" (Angriff im Westen) wurden nahezu vollständig gelöscht.



    Laufzeit geschnittene deutsche DVD: 121:11 Minuten
    Laufzeit ungeschnittene spanische DVD: 139:32 Minuten

    18 Änderungen in der deutschen Fassung gegenüber der ungeschnittenen Fassung mit einer Summe von 18 Minuten und 21 Sekunden.
    Deutsch 01:09
    Spanisch 01:09 bis 01:17
    (Span) Der Vorspann der ungeschnittenen Fassung läuft etwas länger und zeigt noch einmal den Filmtitel.
    8 Sec


    Deutsch 03:52
    Spanisch 04:01 bis 04:07
    (Span) Ein Doppeldecker steuert auf eine Landebahn zu. Es wird "PENSACOLA NAVAL AIR STATION - PENSACOLA, FLORIDA" eingeblendet.
    6 Sec


    Deutsch 06:47
    Spanisch 07:02 bis 07:13
    (Span) Man sieht die amerikanische Fahne über dem Tor der US-Botschaft wehen. Es wird "AMERICAN EMBASSY WARSAW" eingeblendet.
    11 Sec


    Deutsch 20:59
    Spanisch 21:27 bis 21:43
    (Span) Die Kamera bleibt länger auf Byron gerichtet und blendet dann in einer Schwarzblende ab. Anschließend ist das Radio-Orchester in Nahaufnahme zu sehen. Eine Tänzerin und ein Clown albern über die Bühne. Es wird "CBS RADIO NEW YORK" eingeblendet. Der Clown und die Tänzerin klatschen kurz ab.
    16 Sec


    Deutsch 26:48
    Spanisch 27:32 bis 27:37
    (Span) Der Zug steht länger. Es wird "GERMAN HIGH COMMAND TRAIN - September 17, 1939" eingeblendet.
    5 Sec


    Deutsch 41:58
    Spanisch 42:48 bis 42:51
    (Span) Es folgt eine längere Schwarzblende.
    3 Sec

    Deutsch 58:13
    Spanisch 59:05 bis 59:21
    (Span) Die verängstigten Botschaftsmitarbeiter schauen länger nervös, was ihre SS-Bewacher vorhaben. Der SS-Offizier legt einen Schalter um und die auf die Botschaftsmitarbeiter gerichteten Scheinwerfer gehen aus. Gleichzeitig gehen die Lampen hinter den SS-Wachen an.
    16 Sec


    Deutsch 60:48
    Spanisch 61:57 bis 63:05
    (Span) Die Botschaftsangehörigen feiern ausgelassen. Aus den Lautsprechern spielt "Du, Du liegst mir am Herzen". Die SS-Wachsoldaten und die Botschaftsangehörigen singen mit und prosten sich gegenseitig mit Bier zu. Hartley hakt sich bei Byron ein und feiert ausgelassen. Die Szene blendet langsam auf die nächste Einstellung über.
    68 Sec


    Deutsch 72:17
    Spanisch 74:33 bis 74:36
    (Span) Erneut folgt eine längere Schwarzblende.
    3 Sec

    Deutsch 77:41
    Spanisch 80:00 bis 80:22
    (Span) Rhoda zieht noch länger an ihrer Zigarette, nachdem Pug gemeint hat, dass er Palmer Kirby mag. Szenenwechsel. Eine Gruppe BDM-Mädels macht Turnübungen am Seeufer.
    22 Sec


    Deutsch 80:42
    Spanisch 83:23 bis 84:00
    (Span) Nach der Lautsprecherdurchsage, die den Fall Warschaus verkündet, fallen sich die deutschen Besucher des Restaurants in die Arme und jubeln, während am Tisch der amerikanischen Botschaftsangehörigen Betroffenheit herrscht. Die Restaurantbesucher erheben sich zum Hitlergruß und singen das Horst-Wessel-Lied. Überall im Park stehen Sportler, Besucher, Spaziergänger und Braunhemden stramm mit erhobenem Arm und singen zu dem über die Lautsprecher übertragenen Lied. Der Kellner schaut wütend zu dem Tisch, an dem die amerikanischen Botschaftsangehörigen sitzen, da diese wenig Begeisterung für den Fall Warschaus zeigen.

    Zur Einordung: Es handelt sich zwar um eine fiktionale Szene. Allerdings wurde der schnelle Sieg über Polen tatsächlich seinerzeit in einer Sondermitteilung via Rundfunk übertragen. An vielen Stellen des Reiches stand das Leben für einige Momente still, als die Menschen vor den Volksempfängern oder bei öffentlichen Übertragungen der Sendung zuhörten und anschließend jubelten. Hierbei ist zu beachten, dass vielfach die Auffassung bestand, nach diesem schnellen Sieg würden zügig Friedensverhandlungen mit den Westmächten geführt. Diese Szene wurde somit vermutlich eher wegen des Singens des nach § 86a StGB verbotenen Horst-Wessel-Liedes entfernt.
    37 Sec


    Deutsch 84:19
    Spanisch 87:37 bis 87:39
    (Span) Erneut folgt eine längere Schwarzblende.
    2 Sec

    Deutsch 93:37
    Spanisch 96:58 bis 98:55
    (Span) 29. September 1939. Hitler sitzt mit Göring, Keitel, von Brauchitsch, Halder, von Roon, Raeder und Jodl zusammen und bringt zum Ausdruck, dass er die Reaktion der Westmächte bedauert. Aber die Zeit sei mit dem deutschen Volk. Die Zeit zum Gegenschlag sei jetzt. Die Engländer und Franzosen hätten während des Polenfeldzuges bewiesen, dass sie nicht bereit zum Kampf seien und nur reden könnten. Ein Sprecher informiert aus dem Off, dass Hitler die führenden Köpfe des deutschen Militärs zu einem dringenden Gespräch mitten in der Nacht einbestellt habe. Hitler beendet seinen Monolog damit, dass er das Militär anweist, die Ausführung des "Falles Gelb" vorzubereiten. Frankreich solle mit dem Einsatz aller Kräfte im November 1939 angegriffen werden. Raeder fragt entsetzt "November? Fünf Wochen von jetzt an?". Göring sitzt entspannt in seinem Sessel und entgegnet, dass die Luftwaffe bereit für den Kampf sei und es kaum abwarten könne. Die anderen schauen Göring sprachlos an. von Brauchitsch kann als erster reagieren und weist seinen Führer darauf hin, dass der Transport der gesamten verfügbaren Teile der Wehrmacht und ihres Materials an die Westfront ein gewaltiges, logistisches Problem sei. Raeder nickt zustimmend. Jodl widerspricht, dass es leistbar sei. Von Roon und von Brauchitsch schauen sich an. Halder versucht noch einmal, einen Aufschub um fünf Monate zu erreichen, sein Einwand wird aber von Keitel als "Unsinn" abgetan. Hitler hört sich die Diskussion seiner Generäle an und gibt ihnen klar zu verstehen, dass seine Entscheidung unwiderruflich sei. Deutschland werde im Westen angreifen. "Fall Gelb" sei bis spätestens 12. November 1939 auszuführen. Mit den Worten, dass das alles gewesen sei, gibt er den erschrockenen Generälen, Admirälen und Feldmarschällen zu verstehen, dass sie den Raum verlassen dürfen. Raeder, von Roon, von Brauchitsch und Halder schauen sich nervös an und stehen zusammen mit den anderen auf. Alle außer Hitler verlassen den Saal. Szenenwechsel. Byron läuft durch die Fußgängerzone und liest dabei "Mein Kampf".

    Zur Einordnung: Hitlers Aussage, dass die Westmächte nicht bereit zum Kampf wären und nur reden wollten, deckt sich mit der Aussage mehrerer Historiker. Tatsächlich ließen England und Frankreich ihren Ultimaten und Kriegserklärungen zunächst keine Taten folgen. Auch ist es zutreffend, dass von Brauchitsch, Halder und Raeder Bedenken wegen des aus ihrer Sicht zu frühen Ausführungstermins für "Fall Gelb" gegenüber Hitler äußerten. Ob dies im Zuge einer eiligst einberufenen Nachtsitzung in der Reichskanzlei war, ist allerdings aus den vorliegenden Quellen nicht erkennbar. Vielmehr ist bekannt, dass Hitler am 27. September 1939 die Generalität mit seiner Entscheidung für einen frühen Angriff im Westen ("Fall Gelb") in Aufruhr versetzte. Die Szene ist zwar sicher dramaturgisch angereichert, stellt aber keine grobe Geschichtsverfälschung dar.
    117 Sec


    Deutsch 100:04
    Spanisch 105:26 bis 105:29
    (Span) Es fehlen die ersten Bilder des auf seiner Terrasse sitzenden Aaron Jastrow. Es folgt die Einblendung "October 25, 1939". Durch den Schnitt kommt es in der deutschen Fassung zu einem deutlichen Tonsprung.
    3 Sec


    Deutsch 101:40
    Spanisch 107:02 bis 115:06
    (Span) Eine Limousine fährt in den Hof der Reichskanzlei ein. Ein SS-Soldat hilft Feldmarschall von Brauchitsch beim Aussteigen. Es wird "November 5, 1939" eingeblendet, als von Brauchitsch die Treppen empor steigt. Ein Sprecher informiert darüber, dass von Brauchitsch um eine Audienz beim Führer gebeten habe. In seiner Aktentasche würde er ein Memorandum mitführen, das von allen führenden Köpfen der Wehrmacht unterzeichnet worden sei. Darin würden sie den Führer darüber informieren, dass ein Angriff auf Frankreich zum aktuellen Zeitpunkt unmöglich sei. Szenenwechsel.



    Eine Limousine fährt in den Hof des Oberkommandos der Wehrmacht in Zossen ein. Im Gebäude sitzen die obersten Generäle und Feldmarschälle der Wehrmacht und warten auf Nachricht von von Brauchitsch. Die Stimmung ist nervös. Halder steht auf und sagt zu von Roon, dass er einen Spaziergang brauche. Von Roon überlegt kurz und ruft Halder hinterher, dass er ihn begleitet. Szenenwechsel.



    Von Brauchitsch betritt Hitlers Büro und grüßt. Hitler empfängt die Laufmappe mit dem Memorandum und beginnt zu lesen. Nach wenigen Sätzen mustert er von Brauchitsch wütend. Szenenwechsel.



    Von Roon und Halder laufen über den Hof des Anwesens in Zossen. Von Roon redet mit Halder darüber, dass er aus Teilen des Generalstabs vernommen habe, dass das Vertrauen in den Führer nicht mehr voll gegeben sei. Szenenwechsel.



    Hitler ist auf der zweiten Seite des Memorandums angekommen und mustert von Brauchitsch immer schärfer. Dieser schluckt ängstlich. Szenenwechsel.



    Halder und von Roon spazieren weiter über den Hof. Halder fragt von Roon was er auf die Aussagen im Generalstab geantwortet habe. Von Roon antwortet ihm, dass er diese als Hochverrat zurückgewiesen habe. Halder antwortet, dass er nun von Roon weiter vertrauen könne. Szenenwechsel.



    Hitler überblättert die nächsten Seiten des Memorandums und legt es verächtlich weg. Er setzt seine Brille ab und wendet sich von Brauchitsch zu. Er fordert ihn auf, ihm zu erklären, welche neuen Informationen in dem Memorandum stünden. Von Brauchitsch antwortet nervös, dass die Wehrmacht noch nicht in der notwendigen Position sei. "Fall Gelb" könne noch nicht ausgeführt werden. Hitler unterbricht ihn mit der Frage "Warum nicht?". Von Brauchitsch verweist ihn auf die Ausführungen in dem Memorandum. Hitler fragt nach, welche er zum Beispiel meinen würde. Von Brauchitsch weist seinen Führer darauf hin, dass die Jahreszeit ungünstig sei und mit wochenlangem Regen zu rechnen sei. Hitler antwortet schnippisch, dass dann der Gegner auch nass würde. Szenenwechsel.



    Von Roon und Halder reden weiter über eine mögliche Verschwörung des Generalstabs. Halder macht deutlich, dass er jede Art von Verschwörung gegen Hitler nach dessen Triumphen mit dem Münchener Abkommen und der Erboberung Polens für aussichtslos hält. Solche Überlegungen seien nichts weiter als inhaltsloses Geschwätz. Halder redet weiter, dass er selbst über einhundert Gelegenheiten hatte, den Mann (Adolf Hitler) zu erschießen. Und es würde sicher noch weitere Gelegenheiten geben. Aber was wär das Ergebnis? Nichts als Chaos. Die Bevölkerung stünde hinter Hitler. Er habe das Land geeint. Von Roon gibt zu bedenken, dass "Fall Gelb" zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht durchführbar sei. Halder korrigiert, dass er vermutlich nicht durchführbar sei. Von Roon fragt, was passieren wird, wenn er nicht durchführbar sei? Szenenwechsel.



    Von Brauchitsch schwitzt aus jeder Pore. Er gibt seinem Führer zu bedenken, dass bereits die Versorgung mit Artillerie-Granaten nicht gewährleistet sei. Hitler will wissen, wer ihm diese Information gegeben habe. Von Brauchitsch stockt und verweist auf den für die Versorgung zuständigen General seines Stabes. Hitler mustert seinen Feldmarschall und will von ihm wissen, ob er selbst überhaupt wüsste, wieviele Artillerie-Granaten jetzt in diesen Augenblick verfügbar seien? Von Brauchitsch verneint. Er kenne die Zahl nicht. Hitler unterbricht ihn und will wissen, wieviele Artillerie-Granaten noch bei den Reserveeinheiten bereit stünden. Von Brauchitsch stottert, dass er diese Information von seinem Stab eruieren lassen müsse. Hitler lässt ihn nicht ausreden und fährt fort, ob von Brauchitsch überhaupt eine Ahnung habe, welche Kapazität und Produktionsleistung die deutschen Munitionsfabriken hätten? Von Brauchitsch ist kurz davor zusammenzubrechen und fragt verzweifelt, wer denn solche Informationen in seinem Kopf haben könne. Hitler schreit "ICH!". Von Brauchitsch ist still. Hitler fährt ihn an, dass die Versorgung adäquat sei. Er könne sich auf ihn berufen. Er solle seinen Stab anweisen, die Daten des Memorandums noch einmal genauer zu prüfen. Hitler wirft das Dokument über den Schreibtisch zu dem sprachlosen Offizier. Solange nicht bewiesen sei, dass Hitler falsch läge, sei mit "Fall Gelb" fortzufahren. Das nächste mal, wenn von Brauchitsch zu ihm käme, solle er gefälligst wissen, worüber er redet. Von Brauchitsch atmet kurz durch und stützt sich auf Hitlers Schreibtisch ab. Bereits beim Polenfeldzug sei es trotz guter Versorgungslage zu Fällen von Fahnenflucht und Befehlsverweigerung gekommen. Er gibt Hitler zu bedenken, dass er die Zerstörung der Wehrmacht und des Vaterlandes riskieren würde, wenn man jetzt unvorbereitet losmarschieren würde. Hitler verliert die Fassung und schreit von Brauchitsch an, wie er es wagen könne, ihm gegenüber den Mut und die Entschlossenheit des deutschen Soldaten in Frage zu stellen. Der Feldmarschall sammelt sich kurz und antwortet Hitler, dass er nur Fakten darlegen würde. Hitler springt auf und schreit "Welche Fakten?". Er macht deutlich, dass er keinen Fall von Feigheit dulden würde. Feigheit vor dem Feind sei mit dem Tode zu ahnden. Ihm sei egal, wieviele Todesurteile hierfür zu vollstrecken seien. Er solle genau benennen, auf welche Vorfälle er sich berufe. Von Brauchitsch stammelt, dass er keine genauen Fälle bezeichnen könne. Es sei vielmehr allgemeine Kenntnislage in der Truppe. Hitler ist außer sich und wirft dem General vor, dass das Oberkommando der Wehrmacht in Zossen nur aus Feiglingen bestünde. Von dort habe man ihn vor der Besetzung des Rheinlandes, vor dem Anschluss Österreichs, vor der Annektion der Tschechoslowakai und der Besetzung Polens gewarnt. Man werde schon noch sehen, dass die Briten auf den Knien zu ihm kriechen werden. Habe er trotz aller Warnungen der Feiglinge aus Zossen, die nichts als Dreck im Kopf hätten, falsch gelegen? Habe von Brauchitsch jemals richtig gelegen? Als von Brauchitsch stumm bleibt, faucht Hitler ihn an "Antworten Sie mir!". Von Brauchitsch läuft der Schweiss über die Stirn. Er stammelt "Mein Führer ...", doch Hitler würgt ihn damit ab, dass er die Verzögerungstaktik seines Generalstabes leid sei. Er kenne die Tricks und Ideen aus Zossen. Jeder, der diesen Müll aus Zossen (das Memorandum) mit unterschrieben habe, sollte gut vorbereitet sein. Hitler wirft das Memorandum quer über seinen Schreibtisch und schreit, dass er auch nicht vor einem Feldmarschall halt machen würde, wenn dieser es wagt, sich Hitler zu widersetzen. Von Brauchitsch findet keine Worte mehr. Hitler dreht sich von ihm weg und geht zu seinem Stuhl. Er wendet sich dem General wieder zu und sagt ihm, dass es nicht seine Aufgabe sei, die Befehle des Führers zu verstehen. Seine einzige Aufgabe sei es, zu gehorchen. Das deutsche Volk würde ihn verstehen. Er sei Deutschland. Von Brauchitsch schaut zu Boden. Szenenwechsel. Es folgt eine Außenansicht der Villa von Aaron Jastrow. Es wird "November 9, 1939" eingeblendet.



    Zur Einordnung: Es ist bekannt, dass Halder und von Brauchitsch sowie andere Teile des Generalstabs des Heeres nicht einverstanden waren, dass Hitler den "Fall Gelb" noch im Herbst/Winter 1939 ausführen wollte. Es bildete sich tatsächlich eine Widerstandsgruppe, die Hitler für den Fall des zu frühen Ausrufs des "Falles Gelb" verhaften und absetzen wollte. Weiterhin ist auch dokumentiert, dass von Brauchitsch Hitler persönlich seine Bedenken wegen des zu frühen Ausführungstermins für den "Fall Gelb" überbrachte und dabei von diesem abgekanzelt wurde. Hitler drohte ihm in dem Gespräch damit, den "Geist von Zossen" auszumerzen. Auch die hier vorliegenden Szenen sind sicher dramaturgisch angereichert, allerdings nicht grob geschichtsverfälschend.

    484 Sec

    Deutsch 112:34
    Spanisch 126:00 bis 126:45
    (Span) Natalie schaut noch auf die von Byron beim Rausgehen hinter sich geschlossene Tür. Szenenwechsel. Byron liegt im Bett und schaut durch das Fenster auf den Regen. Es folgt eine längere Schwarzblende.
    45 Sec


    Deutsch 114:34
    Spanisch 128:44 bis 132:51
    (Span) Ein Zug fährt durch eine bewaldete Landschaft. Die Szene schneidet auf Natalie und Byron, die in einem Abteil sitzen. Natalie fragt Byron, wann er sich in sie verliebt habe. Byron antwortet, dass er sich in dem Moment in sie verliebt hatte, als sie ihre Sonnenbrille abnahm und er ihre Augen sehen konnte. Natalie kann sich nicht an diesen Moment erinnern und Byron fährt fort, dass es an dem Tag gewesen sei, als sie ihn zusammen mit Slote abgeholt hatte. Natalie ist überrascht, da dies der Moment war, als sie sich das erst Mal sahen. Natalie bohrt weiter und will von Byron wissen, wie alt er eigentlich sei. Byron antwortet, dass er alt genug für Natalie sei, und will sie küssen. Diese reagiert blitzschnell und will wissen, ob er damit meint, dass er alt genug dafür sei, um mit ihr zu schlafen. Byron schaut sie an, während sie weiterfragt, welche Zukunft er sich mit ihr erwarten würde. Immerhin sei er ein angehender Marine-Offizier. Byron antwortet, dass er genau das nicht sei. Natalie gibt nicht nach und erinnert ihn daran, dass er sicher mitkämpfen würde, wenn die USA in den Krieg eintreten. Und sie wolle dann nicht die Frau eines Marine-Offiziers sein. Dies sei für sie die lächerlichste Art, ihr Leben zu verbringen. Lieber würde sie einen Testpiloten heiraten. Byron lächelt sie an. Wütend dreht sie sich weg. Byron versucht, ihren Kopf wieder zu ihm zu drehen und fragt sie, worin das Problem läge. Natalie weint. Byron fragt sie noch einmal, was los sei. Natalie unterbricht ihn, dass dies ein verrücktes Gespräch sei. Byron setzt an, Natalie zu küssen. Sie meint noch, dass dies auch keine Lösung sei, bevor sie Byrons Zuneigung erwidert. Szenenwechsel.



    Wehrmachtssoldaten versuchen im strömenden Regen, Geschütze und Fahrzeuge zu bewegen, die sich im Schlamm festgefahren haben. Der Sprecher informiert aus dem Off, dass es drei Tage vor dem angeordneten Termin für "Fall Gelb" sei. Adolf Hitler würde die Westfront inspizieren. Man sieht von Roon, Halder und von Brauchitsch, die im Regen auf die Ankunft der Führer-Limousine warten. Hitler eilt, begleitet von Göring, zu den Generälen und Feldmarschällen und erkundigt sich nach dem Stand der Dinge. Von Brauchitsch weist auf Beeinträchtigungen durch das schlechte Wetter hin. Hitler fragt, was der Wetterbericht aussagt. Von Brauchitsch schüttelt den Kopf, da der Wetterbericht auch für die kommenden zwei Wochen Regen vorausgesagt hätte. Hitler fragt, ob man vorbereitet sei, trotzdem zu marschieren. Von Brauchitsch überlegt einen Moment und antwortet seinem Führer dann, dass die Armee dessen Befehle erwarten würde. Hitler schaut zu den Soldaten im Feld und in den Himmel. Danach antwortet er, dass "Fall Gelb" zu verschieben sei. Der Sprecher informiert, dass dies die erste von insgesamt neunzehn Verschiebungen für "Fall Gelb" gewesen sei. Von Brauchitsch, von Roon und Halder schauen sich zufrieden an, als die Führer-Limousine an ihnen vorbei fährt.



    Zur Einordnung: Tatsächlich musste der von Halders Stab ausgearbeitete Plan für den Angriff im Westen mehrfach wegen des zuvor bereits prophezeiten schlechten Wetters verschoben werden. Der von Hitler angeordnete Termin war nicht haltbar. Ob Hitler allerdings im Rahmen einer persönlichen Truppeninspektion zu dieser Erkenntnis kam, ist den vorliegenden Quellen nicht zu entnehmen. Auch die hier vorliegenden Szenen sind sicher dramaturgisch angereichert, allerdings nicht grob geschichtsverfälschend.

    247 Sec

    Deutsch 118:51
    Spanisch 137:09 bis 137:14
    (Span) In der deutschen Fassung setzt der Abspann direkt ein, nachdem von Byron abgeblendet wurde. In der ungeschnittenen Fassung kommt es zu einer kurzen Schwarzblende, während der die Hintergrundmusik noch einen dramatischen Höhepunkt erhält. In der deutschen Fassung wird die Hintergrundmusik abgeblendet.
    5 Sec
    Cover der deutschen Fassung von Polyband (FSK 12):


    Cover der ungeschnittenen spanischen Fassung von Research Entertainment (No recomendada para menores de 7 anos):
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