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Verblendung

zur OFDb   OT: Girl with the Dragon Tattoo, The

Herstellungsland:Norwegen, Schweden, USA (2011)
Genre:Drama, Krimi, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,30 (20 Stimmen) Details
25.02.2014
Blade41
Level 35
XP 31.000
Vergleichsfassungen
ProSieben ab 12
Label Pro7, Free-TV
Land Deutschland
Freigabe ab 12
FSK 16
Label Sony Pictures, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 16
Weil die Amerikaner ganz gerne ihre eigene Version eines Stoffes haben, wurde 2011 auch Stieg Larssons Weltbesteller Verblendung für die USA neu verfilmt. Die Regie übernahm David Fincher und für die beiden Hauptrollen konnten Daniel Craig und Rooney Mara verpflichtet werden. Zwar enttäuschte die US-Version nicht an den Kinokassen, aber war auch nicht so erfolgreich, dass die Fortsetzung weit oben auf der Prioritätenliste von Sony Pictures steht.

Weil sich Fincher nah an der Vorlage gehalten hat, bekam Verblendung in den USA folgerichtig ein R-Rating. In Deutschland eine Freigabe "ab 16". Im deutschen Fernsehen dürfte die ungeschnittene Fassung daher erst nach 22 Uhr ausgestrahlt werden. Dass das ProSieben nicht aufhält, so einen Film zur besten Sendezeit zu zeigen, ist bekannt. Also kürzte der Sender einige Minuten heraus, damit er um 20:15 Uhr auf Quotenfang gehen konnte. Für 12-jährige ist der Film auch in dieser Fassung eher bedingt geeignet. Eine Wiederholung im Tagesprogramm blieb uns in diesem Fall glücklicherweise erspart. Es ist nicht so, dass wir den deutschen Sendern so etwas zutrauen würden...

Verglichen wurde die geschnittene Ausstrahlung auf ProSieben vom 23. Februar 2014 um 20:15 Uhr mit der ungeschnittenen Fassung von Sony Pictures Home Entertainment.

Es fehlen 21 Szenen bei einer Schnittdauer von 237,68 Sekunden (~ 3:58 Minuten).

51:20 Minuten
Lisbeth liegt auf dem Bett. Auf ProSieben folgt an dieser Stelle eine Schwarzblende, während die Geschehnisse in der FSK 16-Fassung natürlich weitergehen: Lisbeth zappelt, windet sich und winselt. Bjurman packt ihr an die Hose und zieht ihr dann das T-Shirt über den Kopf. Anschließend folgt ihre Hose und er reißt Lisbeth den Slip vom Körper. Nachdem Bjurnman sich seiner Hose entledigt hat, drückt er sein Gesicht an den Hintern von Lisbeth. Erst als er sich über sie hockt, setzt die ProSieben wieder ein.
51,08 Sek.



52:16 Minuten
Bjurman holt ein Kondom aus einer Jackentasche und zieht es sich über. In Zwischenschnitten ist immer wieder Lisbeth zu sehen, welche versucht sich gegen das Kommende zu wehren. Dann fängt er an, sie zu vergewaltigen.
20,24 Sek.



52:37 Minuten
Die Vergewaltigung geht weiter.
4,32 Sek.



1:02:44 Minuten
Lisbeth holt einen Dildo aus ihrem Rucksack.
1,2 Sek.



1:02:53 Minuten
Lisbeth drückt Bjurman zur Seite, greift nach dem Dildo und den Rest kann man sich vorstellen.
9,08 Sek.



1:03:09 Minuten
Lisbeth sagt zu Bjurman, dass er aufpassen und sie ansehen soll. Dann tasert sie ihn.
7,56 Sek.



1:04:11 Minuten
Lisbeth: "Nein, nicht das Video."
Dann tritt sie auf Bjurman ein.
9,48 Sek.



1:05:11 Minuten
Lisbeth: "Ich hab das noch nie vorher gemacht... und es wird sicher bluten."
3,24 Sek.



1:22:28 Minuten
Ein Tatortfoto der ermordeten Prosituierten.
Lisbeth: "... aber die Todesursache war ersticken durch eine Damenbinde."
Mikael: "Aha"."
2,44 Sek.



1:22:35 Minuten
Lisbeth: "Gefesselt mit einer Wäscheleine. Geknebelt. Vergewaltigt. Den Kopf mit einem Stein eingeschlagen. Moses 20:27."
6,12 Sek.



1:23:00 Minuten
Mikael und Lisbeth gehen weitere Opfer durch. Zwischendurch werden auch viele explizite Tatortfotos gezeigt.
Lisbeth: "Magda Luisa Sjöberg. 1960. In einer Scheune mit Gartenbaugeräten vergewaltigt und erstochen. Der Kuh in der Nachbarbox wurde die Kehle aufgeschlitzt. Sie wurden gegenseitig mit dem Blut des anderen bespritzt."
Mikael: "Moses. Kapitel 20. Vers 16. Wenn ein Weib sich irgendso einem Viech tut. Die sollst du beide töten. Ihr Blut soll auflehnen."
Lisbeth: "Lea Persson. 1962. Wurde von ihrer Schwester in der Tierhandlung der beiden gefunden. Vergewaltigt. Erschlagen. Der Mörder hat die Tiere freigelassen, die Aquarien zertrümmert. Ein Wellensittich steckte in ihr. Die Nächste: Eva Gustavsson. 1960. Eine Ausreißerin. Vergewaltigt. Erwürgt. Eine verbrannte Taube war ihr um den Hals gebunden."
30,8 Sek.



1:26:14 Minuten
Die tote Katze ist zu sehen. Lisbeth geht wieder ins Haus.
1,52 Sek.



1:26:21 Minuten
Nachdem Lisbeth ein Foto der toten Katze gemacht hat, endet die TV-Fassung. In der ungeschnittenen Fassung macht sie noch weitere Bilder.
6,4 Sek.



1:32:55 Minuten
Mikael sitzt mit blutigem Gesicht in der Badewanne.
2,88 Sek.



1:42:42 Minuten
Lisbeth scrollt sich durch einige Tatortbilder.
1,48 Sek.



1:58:26 Minuten
Martin: "... und wenn ich die Hoffnung aus ihrem Gesicht am weichen sehe. So wie bei Ihnen jetzt. Spüre ich, wie ich... einen Harten kriege. Wir sind doch nicht so verschieden. Sie und ich. Wir haben beiden Bedürfnisse und das befriedigen meiner verbraucht mehr Handtücher."
18,84 Sek.



1:59:57 Minuten
Mikael ringt unter der Tüte nach Luft.
4,44 Sek.



2:00:03 Minuten
Mikael hängt in der Luft. Kann aber wegen der Tüte über seinem Kopf nach wie vor nicht richtig atmen. Währenddessen greift Martin nach einem Schneidewerkzeug.
12,36 Sek.



2:00:18 Minuten
Martin reißt das Hemd von Mikael auf und zerschneidet dann das T-Shirt. Anschließend öffnet er den Knopf an Mikaels Hose und sagt, dass er noch nie einen Mann hier hatte.
27,2 Sek.



2:00:57 Minuten
Martin geht weiter mit dem Messer in der Hand auf Mikael zu und stellt sich dann vor ihn. Bei der nachfolgenden Einstellung, in der Lisbeth durch die Tür kommt, fehlen die ersten Frames.
8,04 Sek.



2:05:14 Minuten
Lisbeth: "... und bei lebendigem Leib zu verbrennen. Ich hab etwa 80% von ihm erwischt."
8,96 Sek.

Kommentare

25.02.2014 00:07 Uhr - cut-suck
das alles war raus ?óh man gut das ich den nicht um 20.15 gesehen habe

25.02.2014 00:08 Uhr - sterbebegleiter
9x
Meiner Ansicht nach hätten die Amis sich das Remake sparen können, hat mich auf ganzer Linie enttäuscht. Das Original ist 1000 mal besser.

25.02.2014 00:13 Uhr - Walter_White
12x
Erst einmal: Ein wirklich schneller und guter Schnittbericht zu einem Film bei dem ich nicht verstehen kann, wie man ihn um 20:15 zeigen kann... Es gibt einige 16-er bei denen ich das tolerieren oder sogar akzeptieren könnte, dass Kinder ab ca. 12 diese sehen können z.B. Stirb Langsam (egal ob nun cut oder nicht, da der Film kein heftige oder beängstigende Atmosphäre besitzt... aber einige Thematiken sind für 12-jährige völlig ungeeignet... siehe Verblendung. Ich würde, hätte ich eines, meinem Kind im Alter von 12 Jahren nicht erlauben diesen Film zu sehen... egal ob cut oder uncut. Meiner Meinung nach ist die Sendung um 20:15 moralisch äußerst fragwürdig...

25.02.2014 00:16 Uhr - Critic
Fand den Film gut, vor allem die Atmosphäre - aber ganz ehrlich, tatsächlich konnte ich durch all die fehlenden Dinge der Handlung streckenweise nicht folgen. Allein durch das fehlen der Tatortfotos und Aufzählung der Taten.

Aber gut, mit dem Inhalt war eigentlich schon eine 20:15 Ausstrahlung überraschend (es wird zwar explizit nichts gezeigt, aber...).

25.02.2014 00:23 Uhr - JayDee
1x
Ich hatte eigentlich erwartet, dass der Satz "Darf ich ihn töten" auch rausgeschnitten wurde.

25.02.2014 00:24 Uhr - Victor75
Erstmal danke für den Schnittbericht, tolle Arbeit. Allerdings solltest du trotzdem über die Texte zu den Bildern noch einmal drüberlesen, sind einige Rechtschreib- bzw. Tippfehler.

25.02.2014 00:32 Uhr - Clemens
4x
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Da ich erklärter Craig-Gegner bin hatte das Remake bereits im Vorfeld einen schweren Stand bei mir. Ich finde das Original einfach atmosphärischer, gnadenloser, pessimistischer. Und Noomi Rapace ist die einzig wahre Lisbeth Salander.

25.02.2014 00:43 Uhr - Catfather
1x
25.02.2014 00:13 Uhr schrieb Walter_White
Erst einmal: Ein wirklich schneller und guter Schnittbericht zu einem Film bei dem ich nicht verstehen kann, wie man ihn um 20:15 zeigen kann... Es gibt einige 16-er bei denen ich das tolerieren oder sogar akzeptieren könnte, dass Kinder ab ca. 12 diese sehen können z.B. Stirb Langsam (egal ob nun cut oder nicht, da der Film kein heftige oder beängstigende Atmosphäre besitzt... aber einige Thematiken sind für 12-jährige völlig ungeeignet... siehe Verblendung. Ich würde, hätte ich eines, meinem Kind im Alter von 12 Jahren nicht erlauben diesen Film zu sehen... egal ob cut oder uncut. Meiner Meinung nach ist die Sendung um 20:15 moralisch äußerst fragwürdig...


Also, gerade in dieser elenden cut Fassung ist der Film jawohl kein Problem für 12 jährige heutzutage mehr! Der Tatort letzten Sonntag fand ich z.B. nicht harmloser! Ich bin allerdings grundsätzlich dagegen Filme für einen früheren Sendetermin geschnitten zu senden, das geht gar nicht und ist eine Unsitte! Lieber später bringen und dafür uncut...

25.02.2014 00:59 Uhr - Trism
25.02.2014 00:32 Uhr schrieb Clemens
Da ich erklärter Craig-Gegner bin

Kann diesen Versandkatalog-Dressman auch nicht ausstehen. Trotzdem Dank für den SB.

25.02.2014 01:03 Uhr - Walter_White
4x
25.02.2014 00:43 Uhr schrieb Catfather
25.02.2014 00:13 Uhr schrieb Walter_White
Erst einmal: Ein wirklich schneller und guter Schnittbericht zu einem Film bei dem ich nicht verstehen kann, wie man ihn um 20:15 zeigen kann... Es gibt einige 16-er bei denen ich das tolerieren oder sogar akzeptieren könnte, dass Kinder ab ca. 12 diese sehen können z.B. Stirb Langsam (egal ob nun cut oder nicht, da der Film kein heftige oder beängstigende Atmosphäre besitzt... aber einige Thematiken sind für 12-jährige völlig ungeeignet... siehe Verblendung. Ich würde, hätte ich eines, meinem Kind im Alter von 12 Jahren nicht erlauben diesen Film zu sehen... egal ob cut oder uncut. Meiner Meinung nach ist die Sendung um 20:15 moralisch äußerst fragwürdig...


Also, gerade in dieser elenden cut Fassung ist der Film jawohl kein Problem für 12 jährige heutzutage mehr! Der Tatort letzten Sonntag fand ich z.B. nicht harmloser! Ich bin allerdings grundsätzlich dagegen Filme für einen früheren Sendetermin geschnitten zu senden, das geht gar nicht und ist eine Unsitte! Lieber später bringen und dafür uncut...


Ich denke schon, dass 12-jährige gewisses Wissen bzw. Erfahrungen nicht mitbringen, die zum Teil zum logischen Verständnis des Films nötig sind... Auch finde ich diese Fassung in der Atmosphäre noch immer düster, bedrückend und brutal... also nichts für Kinder.

25.02.2014 01:04 Uhr - Kable Tillman
5x
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Ich habe mir gestern aus Interesse die FSK-12 Fassung angesehen und war überrascht darüber, wie wenig fehlte. Martin sagte bspw. auch gestern Abend, dass er noch nie an einem Mann Hand angelegt hätte, abgesehen von seinem Vater. Szenen der Vergewaltigung gab es zum Teil, man sah Bjurmans neues Bauch-Tattoo in voller Pracht sowie man sich vieles auch im Kopf zusammenreimen konnte aufgrund einiger Dialoge und kurzer Einstellungen (vor allem in der Revenge-Szene von Lisbeth). Fazit: Auch gestern Abend lief kein Film für 12 Jährige, wobei "Verblendung" dies allein von der Thematik schon nicht ist. Verstehe einer diese Sendeplanung. Den Quoten nach zu urteilen waren sie immerhin erfolgreich.

25.02.2014 08:40 Uhr - S.K.
5x
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Ich fand Finchers Version ansprechender, allein schon in Sachen Fotografie kann das Original nicht mitziehen (dieses wirkt dagegen wie ein einfacher TV-Mehrteiler), und Thriller-Stimmung zu erzeugen ist ja etwas was er seit "Sieben" mit Links kann wie kein Zweiter.
Desweiteren merkt man an Finchers Version auch eine andere Gewichtung des Stoffs, bei ihm steht die Recherche-Arbeit rund um die Vanger-Nichte im Zentrum, die Millenium-Krise ist da eher eine kleine Randnotiz.

Mir gefällts, das Remake hat bei mir hauchdünn die Nase vorn.

25.02.2014 09:01 Uhr - Zubiac
War die ORF Fassung weniger (oder gar nicht) geschnitten? Lief am gleichen Tag zur selben Uhrzeit.

25.02.2014 09:27 Uhr - R_Bogatz
1x
25.02.2014 00:08 Uhr schrieb sterbebegleiter
Meiner Ansicht nach hätten die Amis sich das Remake sparen können, hat mich auf ganzer Linie enttäuscht. Das Original ist 1000 mal besser.


Das sehe ich genauso.
Ich finde es sowas von einfallslos und unkreativ, 1 zu 1 Kopien anzufertigen. Habe gestern bis zum zweiten Werbeblock reingeschaut. Alles komplett kopiert vom Original. Sorry, ich finds erbärmlich.

25.02.2014 09:38 Uhr - Daniel83
Die Nacht-Wiederholung war "uncut".

25.02.2014 09:54 Uhr - Mäx
2x
Moderator
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25.02.2014 08:40 Uhr schrieb S.K.
... (dieses wirkt dagegen wie ein einfacher TV-Mehrteiler), ...

Das hat auch einen Grund:
Ursprünglich war die schwedische Verfilmung als Fernsehproduktion angelegt, wurde schließlich aber in verkürzter Fassung zunächst ins Kino gebracht. [WIKI]

;-)

25.02.2014 10:01 Uhr - Xavier_Storma
3x
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25.02.2014 00:08 Uhr schrieb sterbebegleiter
Meiner Ansicht nach hätten die Amis sich das Remake sparen können, hat mich auf ganzer Linie enttäuscht. Das Original ist 1000 mal besser.


Amen. Vor allem Noomi Rapace ist wesentlich überzeugender.

25.02.2014 11:13 Uhr - Stoi
2x
Leute, Finchers Fassung ist kein Remake sondern eine erneute Literaturverfilmung des Stoffe - mit anderer Optik und leicht anderen Schwerpunkten.
Ich finde, beide haben Ihren Reiz und Rooney Mara macht ihre Sache sehr, sehr gut.
Klar, Noomi Rapace war die erste und somit die wahre Lisbet Salander aber Fincher ist ein erstklassiger Regisseur und hat eine sehr eindringlichen Thriller gemacht.
Ich behaupte mal, die Ablehnung seines Films wäre bei weitem nicht so stark, wäre die Erscheinungsreihenfolge andersrum - als erst Finchers Film, dann der schwedische Mehrteiler.
Schade wäre es, wenn die Fortsetzungen der US-Versionen nicht mehr gedreht werden würden.

25.02.2014 11:18 Uhr - S.K.
DB-Co-Admin
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25.02.2014 09:54 Uhr schrieb Mäx
25.02.2014 08:40 Uhr schrieb S.K.
... (dieses wirkt dagegen wie ein einfacher TV-Mehrteiler), ...

Das hat auch einen Grund:
Ursprünglich war die schwedische Verfilmung als Fernsehproduktion angelegt, wurde schließlich aber in verkürzter Fassung zunächst ins Kino gebracht. [WIKI]

;-)

War mir bereits bekannt, darum war der Ausflug in die Lichtspielhäuser formal betrachtet großer Quatsch.

25.02.2014 11:19 Uhr - Catfather
Die"Amis" drehten das Remake ja auch nicht für den deutschen Markt! Für uns mögen 1:1 Umsetzungen witzlos sein, aber das US-Publikum hasst bekanntlich Untertitel bei fremdsprachigen Filmen.

Ich persönlich finde beide Versionen in etwa gleichwertig, sie haben gleichermaßen ihre Vor- und Nachteile. David Finchers Version ist düsterer und kunstvoller in Szene gesetzt, technisch perfekter, während das Original die überzeugenderen Schauspieler aufweist und insgesamt irgendwie sympathischer und wärmer erscheint.

25.02.2014 11:33 Uhr - Trism
25.02.2014 09:27 Uhr schrieb R_Bogatz
Ich finde es sowas von einfallslos und unkreativ, 1 zu 1 Kopien anzufertigen. Habe gestern bis zum zweiten Werbeblock reingeschaut. Alles komplett kopiert vom Original. Sorry, ich finds erbärmlich.

Falsch, es ist eben nicht 1:1 kopiert, Finchers Fassung liegt näher am Buch als die Schweden-Verfilmung. Allerdings ist die schwedische Filmfassung eben besser als das öde Buch. Besser auch weil Noomi Rapace Salander als Punk darstellt, während sie bei Fincher mit Rooney Mara als Emo-Würstchen daherkommt. Finchers Streifen mag atmosphärischer sein, aber atmosphärische Schei**e ist eben am ende doch immer noch nur Schei**e.

25.02.2014 11:59 Uhr - burzel
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25.02.2014 08:40 Uhr schrieb S.K.
Ich fand Finchers Version ansprechender, allein schon in Sachen Fotografie kann das Original nicht mitziehen (dieses wirkt dagegen wie ein einfacher TV-Mehrteiler), und Thriller-Stimmung zu erzeugen ist ja etwas was er seit "Sieben" mit Links kann wie kein Zweiter.
Desweiteren merkt man an Finchers Version auch eine andere Gewichtung des Stoffs, bei ihm steht die Recherche-Arbeit rund um die Vanger-Nichte im Zentrum, die Millenium-Krise ist da eher eine kleine Randnotiz.

Mir gefällts, das Remake hat bei mir hauchdünn die Nase vorn.


äh, das schwedische Original war ein TV-Mehrteiler, an dem auch das ZDF als Produktionsfirma betiligt war

25.02.2014 12:04 Uhr - S.K.
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25.02.2014 11:59 Uhr schrieb burzel
25.02.2014 08:40 Uhr schrieb S.K.
Ich fand Finchers Version ansprechender, allein schon in Sachen Fotografie kann das Original nicht mitziehen (dieses wirkt dagegen wie ein einfacher TV-Mehrteiler), und Thriller-Stimmung zu erzeugen ist ja etwas was er seit "Sieben" mit Links kann wie kein Zweiter.
Desweiteren merkt man an Finchers Version auch eine andere Gewichtung des Stoffs, bei ihm steht die Recherche-Arbeit rund um die Vanger-Nichte im Zentrum, die Millenium-Krise ist da eher eine kleine Randnotiz.

Mir gefällts, das Remake hat bei mir hauchdünn die Nase vorn.


äh, das schwedische Original war ein TV-Mehrteiler, an dem auch das ZDF als Produktionsfirma betiligt war

Wie ich schon oben schrieb, war mir längst bekannt. Die TV-Wurzeln konnte aber auch der Kino-Ausflug der Trilogie nicht verheimlichen. Das Schweden-Original hat mir nie das Gefühl vermittelt, einen echten Kinofilm vor mir zu haben.

25.02.2014 12:17 Uhr - S.K.
3x
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25.02.2014 11:33 Uhr schrieb Trism
25.02.2014 09:27 Uhr schrieb R_Bogatz
Ich finde es sowas von einfallslos und unkreativ, 1 zu 1 Kopien anzufertigen. Habe gestern bis zum zweiten Werbeblock reingeschaut. Alles komplett kopiert vom Original. Sorry, ich finds erbärmlich.

Falsch, es ist eben nicht 1:1 kopiert, Finchers Fassung liegt näher am Buch als die Schweden-Verfilmung. Allerdings ist die schwedische Filmfassung eben besser als das öde Buch. Besser auch weil Noomi Rapace Salander als Punk darstellt, während sie bei Fincher mit Rooney Mara als Emo-Würstchen daherkommt. Finchers Streifen mag atmosphärischer sein, aber atmosphärische Schei**e ist eben am ende doch immer noch nur Schei**e.

Mit anderen Worten: Buchvorlage Schrott, Schwedische Verfilmung Top ???

Ah ja... *rolleyes*

25.02.2014 16:24 Uhr - Dante123
2x
Während ich die schwedische Verfilmung überhaupt nicht mochte (wobei ich da vor allem ein Problem mit den Hauptdarstellern hatte, die beide so unfassbar unsympathisch waren, dass es mich nicht die Bohne interessiert hat, was ihnen so alles angetan wurde, und das ist leider Gift für diesen Film), ist Finchers Werk für mich klar einer der besten Filme aller Zeiten. Unglaublich fesselnde Atmosphäre, tolle Bilder, perfekter Soundtrack und eine überragende Rooney Mara. Und dabei wollte ich mir den Film eigentlich gar nicht ansehen, da ich eben weder die schwedische Verfilmung mochte noch ein großer Daniel-Craig-Fan bin. Der Name Fincher hat mich dann aber - zum Glück - doch überzeugt.

Geschmäcker sind halt verschieden...

25.02.2014 21:48 Uhr - Der Dicke
25.02.2014 12:17 Uhr schrieb S.K.
Mit anderen Worten: Buchvorlage Schrott, Schwedische Verfilmung Top ???

Ah ja... *rolleyes*


Ganz ehrlich? Larssons Millennium-Romane sind furchtbar amateurhaft geschrieben. Das meine ich gar nicht einmal als Vorwurf: der Mann war Journalist, die Millennium-Serie sein erster wirklicher Abstecher ins Literarische. Was er da kurz vor seinem fatalen Herzinfarkt einreichte, war noch nicht einmal Korrektur gelesen worden.

Lisbeth Salander ist zweifelsohne eine hochinteressante Figur, aber ein Drehbuch hätte es hier auch getan. Am lesenswertesten fand ich die Passagen der Bücher, die von der eigentlichen Handlung abschweiften, und auf einmal seitenweise zum Großen Fermatschen Satz, oder dem politischen und rechtlichen System Schwedens, etwas zu lesen war.

Die Handlung selbst aber rumpelte vor sich hin, wie die deutsche Elf im Endspiel 1990. Da kamen beide Verfilmungen wesentlich eleganter daher.

26.02.2014 01:14 Uhr - Trism
Abgesehen davon, dass in den Büchern jede Kaffeepause mit detaillierten Angaben zu den dabei eingenommenen Nahrungsmitteln, breit ausgewalzt wurde, hatte der schriftstellerische Ausdruck einen gewissen chauvinistischen Grundton der in der Darstellung Blomkvists durch Craig eine entsprechung fand. Mara agierte so nervig wie Winona Ryder in "Girl Interrupted" und die Dialoge waren so geschliffen wie in einem Trashfilm aus der C-Tonne - ja ich bin wahnsinnig.... Aber es ist schon wahr, hätte man die Dialoge gestrichen und die Darsteller durch Köttbullar ersetzt, wäre es ein Meisterwerk geworden.

26.02.2014 07:16 Uhr - Der Dicke
25.02.2014 08:40 Uhr schrieb S.K.
Desweiteren merkt man an Finchers Version auch eine andere Gewichtung des Stoffs, bei ihm steht die Recherche-Arbeit rund um die Vanger-Nichte im Zentrum, die Millenium-Krise ist da eher eine kleine Randnotiz.


Ganz genau. Vielen, die Finchers Film bevorzugen, gefallen dessen "Wer ist der Mörder?"-Struktur, die man von Agatha Christie oder Freitagabendkrimis kennt. Die schwedische "Verblendung"-Version hingegen bietet eher charakterliche Vorbereitung auf die Auflösung ganz am Ende, als Lisbeth späte Gerechtigkeit zukommt.

26.02.2014 21:23 Uhr - Martyrs666
2x
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Fand den Film an sich ziemlich gut, genauso wie die schwedische Verfilmung, allerdings ist Rooney Mara die absolute Idealbesetzung und schlägt Noomi Rapace deutlich, da sie sich sowohl optisch als auch schauspielerisch weitaus näher am Roman bewegt! Sie wirkt einfach noch viel fertiger als Rapace, deren Darstellung alles andere als schlecht war, aber Mara ist einfach besser! Ihre Lisbeth Salander ist düster, krank und soziopathisch, aber auch zerbrechlich und auf eine sehr sehr untergründige Weise schön, auch wenn dies durch ihre fertige Optik gekonnt fast völlig übertüncht wird! Noomi Rapace fand ich fast schon zu hübsch und extrem auf Punk getrimmt, was Salander in den Büchern eigentlich nicht ist! Von daher hat mir diese Figur in der Neuverfilmung besser gefallen, den Rest fand ich eigentlich ebenbürtig!

27.02.2014 12:37 Uhr - Nummer19
25.02.2014 09:01 Uhr schrieb Zubiac
War die ORF Fassung weniger (oder gar nicht) geschnitten? Lief am gleichen Tag zur selben Uhrzeit.


Die ORF Fassung war nicht ganz so stark geschnitten, vor allem die Gespräche sind fast unangetastet geblieben, aber (vor allem) bei der Vergewaltigungsszene und dem darauf folgenden Racheakt wurde auch die Schere angesetzt

24.01.2016 17:54 Uhr - comicfan
Es gibt so viele Filme, die man uncut um die Zeit senden dürfte. Ich verstehe einfach nicht, warum man die Ausstrahlungszeit nicht mehr nach der Freigabe richtet.

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