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Metropolis

zur OFDb   OT: Metropolis

Herstellungsland:Deutschland (1927)
Genre:Drama, Liebe/Romantik, Science-Fiction,
Stummfilm
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (28 Stimmen) Details
13.05.2011
Odo
Level 11
XP 1.742
Vergleichsfassungen
Restaurierte Fassung (2001) ofdb
Label UFA / Universum Film, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 6
Laufzeit 118:38 Min. (117:30 Min.) PAL
Restaurierte Fassung (2010) - Teil 2 ofdb
Label Eureka!, DVD
Land Großbritannien
Freigabe PG
Laufzeit 150:09 Min. (146:37 Min.) NTSC
Weiterer Schnittbericht:

Meldungen:
Metropolis - Premiere der Langfassung auf der Berlinale (30.01.2010)
Metropolis - US-DVD/BD für November angekündigt (31.08.2010)

Teil 2
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Doppelt verwendete Einstellung in der 2001er Fassung
1:17:58 - 1:18:00

Nachdem Josaphat Freder davon berichtet hat, dass der Schmale seit zehn Tagen die Arbeiterstadt unsicher macht (Zwischentitel), sieht man die zwei Sekunden Film vor Einblendung des Zwischentitels noch einmal. Das hat man damals wohl ganz bewusst so gelöst, um einen Übergang zur danach folgenden Texttafel zu schaffen.
+ 2 Sek.


1:18:01 [1:35:30 - 1:35:59]
Der Schmale erstattet Fredersen an dessen Schreibtisch mit Notizblock und Stift Bericht: "Was allein die Arbeiter noch im Zaume hält, ist, dass sie noch immer auf den Mittler warten, der ihnen verheißen wurde." Fredersen blickt bedrohlich. In der 2001er Fassung wird diese Szene mit einer Texttafel überbrückt.
28,8 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


1:18:09 [1:36:13 - 1:36:33]
Josaphat berichtet Freder weiter von den seltsamen Vorkommnissen seit seinem Zusammenbruch. In der 2001er Fassung wird an dieser Stelle wieder eine Texttafel eingeblendet.
20,4 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


Doppelt verwendete Einstellung in der 2001er Fassung
1:18:17 - 1:18:19

In der 2001er Fassung sehen wir nun einen Szenenausschnitt (falsche Maria dreht sich um die eigene Achse und lässt dabei ihren Schleier bzw. Umhang durch die Luft wirbeln), der bereits ein paar Minuten früher (1:15:14 - 1:15:15) zu sehen ist. In der neuen Fassung taucht diese Sequenz nur einmal auf.

Bisher ließen nur die Stichworte der Partitur ("Tanz", "Tänzerin kniet") eine Wiederholung eines Teils der Tanzszene vermuten. Schaut man sich "Rückblenden" in anderen Filmen Fritz Langs an, fällt allerdings auf, dass es sich immer um alternatives, und nie um dasselbe Bildmaterial handelte. In diesem Fall hat man aus der in der argentinischen Fassung erhaltenen Szene jene Einstellungen durch Duplikate ergänzt, die denen der ersten Tanzszene entsprechen.
+ 1,6 Sek.


Doppelt verwendete Einstellung in der 2001er Fassung
1:18:19 - 1:18:21

Auch diese Szene kennen wir schon (1:15:12 - 1:15:14): Der lechzende Mob starrt auf Marias tanzenden Doppelgänger.
+ 1,6 Sek.


Dreifach verwendete Einstellung in der 2001er Fassung
1:18:21 - 1:18:23

Die Sequenz aus 1:18:17 (siehe oben) wird ein drittes Mal wiederholt. Erneut sehen wir die sich drehende und mit ihrem Schleier wirbelnde Maria. Einziger Unterschied: Die Szene wird nun komplett (so wie bei 1:15:12) und nicht nur ausschnittsweise wiederholt.
+ 2,4 Sek.


Umschnitt
1:18:23 - 1:18:26 [1:36:38 - 1:36:40]

Die falsche Maria auf dem Boden kniend mit ausgebreiteten Armen und kreisendem Oberkörper.

Umschnitt / Doppelt verwendete Einstellungen in BEIDEN Fassungen
1:18:26 - 1:18:29 [1:36:33 - 1:36:36]

Die nun folgende Einstellung des tanzenden Maria-Doppelgängers und der schmachtenden Zuschauer wird in der neuen Fassung einige Sekunden früher gezeigt. BEIDE Fassungen greifen hier jedoch bereits zum zweiten Mal auf besagte Einstellungen zurück: In der 2001er Fassung kann man die Bilder bereits in 1:15:19 - 1:15:22 sichten, in der neuen Fassung bei Zeitindex 1:32:28 - 1:32:32.

1:18:29 [1:36:36 - 1:36:38]
Wieder kommt eine kurze Ansicht der paralysierten Zuschauer hinzu.
1,2 Sek.


1:18:29 [1:36:40 - 1:36:44]
Erneut bekommen wir eine Einstellung der Zuschauer präsentiert. Sie scheinen nun aus ihrer Lethargie zu erwachen und blicken sich feindselig an.
3,3 Sek.


1:18:44 - 1:18:51 [1:36:59 - 1:37:07]
Die Selbstmord-Szene weist in der 2001er Fassung einen Bildsprung bei 1:18:45 auf. In der neuen Fassung wurde dies ausgemerzt, indem man die komplette Einstellung durch Material aus der neuseeländischen Fassung ersetzte. Die Einstellung wird dadurch um einige Frames länger.
0,6 Sek.



Bildsprung
1:18:59 [1:37:16]

Kurz bevor die Zuschauer sich gegenseitig an die Gurgel gehen, folgt ein weiterer tänzerischer Auftritt der falschen Maria. In der 2001er Fassung ist bei o.g. Zeitindex ein deutlicher Bildsprung zu erkennen. Dieser wurde in der neuen Fassung ausgebügelt, indem man wieder auf das neuseeländische Material zurückgriff.
1 Sek.



Umschnitt
1:19:07 - 1:19:08 [1:37:24 - 1:37:25]

Die falsche Maria stürmt die Treppe hoch, eine frenetisch jubelnde Menschenmasse folgt ihr. Der kurze Part, in dem die Doppelgängerin das Ende der Treppe erreicht und sich zur Menge wendet, folgt in der 2001er Fassung ca. 1 Sekunde später. Man sieht zuvor noch eine von oben gefilmte Einstellung der Menschenmenge, wie diese den Fuß der Treppe erreicht. In der neuen Fassung wird die besagte Einstellung erst gezeigt, nachdem sich die falsche Maria zur Menge umgedreht hat.

1:19:08 [1:37:26 - 1:37:27]
Die folgende Szene wird in der neuen Fassung um eine Einstellung bereichert, in der die falsche Maria ihr linkes Strumpfband vom Knie löst und in die Menge wirft. Dies begründet, warum die Menge im Anschluss so schnell wieder von der Treppe zurückweicht – alle wollen das Strumpfband fangen. Das Strumpfband sahen wir schon in der älteren Fassung anschließend in der Hand eines Kämpfenden.
1,3 Sek.


1:19:27 [1:37:47 - 1:37:50]
Nachdem sich die tobende Menge gegenseitig ans Leder gegangen ist, sieht man in der neuen Fassung noch, wie einer der Raufbolde eine Pistole zieht und seinen Kontrahenten erschießt.

In der argentinischen Fassung folgt nach dem Mord die Einstellung, in der die falsche Maria durch den Vorhang verschwindet. In der neuen Rekonstruktion ist sie VOR dem Erschießen platziert. Eine Begründung dafür findet sich auch nicht im Drehbuch. Eine Unachtsamkeit in der neuen Bearbeitung?
3,2 Sek.


Umschnitt
1:19:27 - 1:19:40 [1:35:59 - 1:36:13]

Als die falsche Maria hinter dem Vorhang verschwunden ist und die tobende Menge ihrem Schicksal überlassen hat, folgt in der 2001er Fassung eine Szene, in der Freder mit Josaphat spricht. Diese Szene taucht in der neuen Fassung viel früher auf - nämlich unmittelbar VOR der ausgedehnten Tanzvorstellung.

1:20:06 [1:38:16 - 1:38:22]
Freders Frage, ob es sich bei der Frau, "an deren Füße sich alle Sünden heften" um dieselbe handelt, zu der die Arbeiterschaft wie zu einer Heiligen aufsieht, wird von Josaphat noch mit einem Nicken bestätigt.
5,3 Sek.


1:20:06 - 1:20:07 [1:38:30]
Der Schichtwechsel wird angekündigt. In der 2001er Fassung dauert die Szene länger: Bevor der Dampf aus allen Rohren der Sirene schießt, sieht man zunächst nur einen dünnen Strahl. In der neuen Fassung hingegen strömt der Dampf sofort aus allen Öffnungen.

Dass die Sirene in der neuen Rekonstruktion sofort in vollem Gange ist, begründet sich dadurch, dass Freder und Josaphat in der argentinischen Fassung bereits in der vorherigen Einstellung auf die Sirene reagieren (und dort auch schon die "Sirenen-Musik" einsetzt).
+ 1,3 Sek.


1:20:11 [1:38:26 - 1:38:59]
Freder verheißungsvoll beseelt blickend: "Jetzt gehen viele in die Stadt der Toten..." Freder breitet die Arme auseinander: "Dabei darf der Mittler wohl nicht fehlen." Freder wendet sich näher zu Josaphat. In der 2001er Fassung wird dieser Szene mit zwei Texttafeln Rechnung getragen.
32,8 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


1:20:34 [1:39:09 - 1:39:24]
Fredersen und der Schmale im Büro. Fredersen, sitzend, dreht sich zum Schmalen, gibt diesem mit erhobenem Finger die Anweisung "Was heute Nacht auch geschieht, es ist mein ausdrücklicher Befehl, die Arbeiter gewähren zu lassen!" Der Schmale, nah, nickt untergeben. Die 2001er Fassung zeigt stattdessen eine Texttafel, die jedoch aus unerfindlichen Gründen so kurz eingeblendet wird, dass sie ohne Pausieren des Films nicht vollständig gelesen werden kann.
15,4 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


Umschnitt
1:21:06 - 1:21:17 [1:39:59 - 1:40:10]

Rotwang sitzt der gefangenen Maria gegenüber und erzählt ihr von Fredersens Unterwanderungsplänen. Umgeschnitten wurde der Zwischentitel "Wenn Du zu Deinen armen Brüdern sprachst, hast Du zum Frieden geredet, Maria...heute hetzt ein Mund auf Befehl Joh Fredersens zum Aufruhr gegen ihn...".


Nach der Einstellung der vielen Köpfe in Mehrfachbelichtung mit der falschen Maria im Zentrum (bei 1:40:29 in der neuen Fassung) muss etwas fehlen. Das Stichwort "Rotwang" kommt in der Partitur 4 Takte später. Insgesamt mussten hier 8 Takte gestrichen werden, knapp 10 Sekunden. Was fehlt?



Umschnitt
1:22:13 - 1:22:19 [1:41:17 - 1:41:23]

Die falsche Maria redet auf die gebannt lauschenden Arbeiter ein. Umgeschnitten wurde der Zwischentitel "Ihr wisst, ich habe immer zum Frieden geredet...aber Euer Mittler ist nicht gekommen...".

Umschnitt
1:24:10 - 1:24:11 [1:43:09 - 1:43:11]

Ein Arbeiter lässt sich von Marias Hetzrede dermaßen mitreißen, dass er die "Bühne" stürmt und euphorisch die Arme ausbreitet.

1:24:16 [1:43:11 - 1:43:13]
Nach obiger Szene folgen in der neuen Fassung noch zwei Einstellungen, in der der besagte Arbeiter in Nahaufnahme wie im Wahn auf seine Kollegen einbrüllt, was diese mit zustimmendem Geschrei quittieren.
2,5 Sek.


Nachdem die Arbeiter die Halle verlassen haben, fehlt weiterhin eine wesentliche Szene: Rotwang redet weiter auf Maria ein: "Und zweifach habe ich Joh Fredersen betrogen…". Maria windet sich, den Kopf zwischen den Armen, und wirft diesen schließlich in den Schoß. Nun fehlt weiterhin, wie sich im Mondlicht an der Wand über Maria Fredersens Schatten schiebt, Rotwang erschrocken herumfährt und dort Fredersens bedrohliche Silhouette sieht.



Umschnitt
1:26:21 - 1:26:54 [1:45:29 - 1:46:04]

Georgy, der sich während eines Messerangriffs auf Freder mutig vor ihn geworfen und den Stich abgefangen hat, stirbt in den Armen von Josaphat und Freder.

1:27:03 [1:46:04 - 1:46:09]
Nach Georgys Tod folgt eine beachtliche Einstellung: Fredersens und Rotwangs Schatten kämpfend im Mondlicht an der Wand, Maria schleicht sich voller Entsetzen davor aus dem Raum.
5,3 Sek.


Nach der vorgenannten Szene fehlt in der Rekonstruktion das Ende der Einstellung. Man sieht nicht mehr, wie Maria aus dem Bild verschwindet. In der argentinischen Kopie, welche der Verfasser sichten konnte, war dies definitiv enthalten. Eine Unachtsamkeit der Bearbeiter?



1:27:06 [1:46:13 - 1:46:21]
Freder und Josaphat machen sich auf den Weg zur Arbeiterstadt.
8,5 Sek.


1:27:36 [1:46:53]
Zwei Arbeiter zeigen auf die falsche Maria, die vor einem großen Gong steht. Von dieser Szene sieht man in der 2001er Fassung nur drei Frames, in der neuen Fassung mit Material aus der neuseeländischen Fassung vervollständigt.
0,8 Sek.



Alternatives Bildmaterial
1:27:44 - 1:27:45 [1:47:01 - 1:47:05]

Nachdem Maria die versammelte Menschenmenge mit den Worten "Frauen und Männer, keiner darf heute fehlen! Tod den Maschinen!" auf die Stürmung der Maschinenstadt eingestimmt hat, folgt in der 2001er und der 2010er Fassung jeweils eine Sequenz, die in der anderen Fassung nicht enthalten ist. In der neuen Fassung sieht man, wie Maria von ihrem Podest heruntersteigt und sich ihren Weg durch die Menschenmenge bahnt (hier kommt wieder das neuseeländische Material zum Einsatz). In der 2001er Fassung wird das Heruntersteigen vom Podest nicht gezeigt, dafür in einer alternativen Einstellung, wie Maria sich neben dem Podest aufrichtet, den rechten Arm hochreißt und rechts an der Kamera vorbeiläuft. Die Einstellung in der neuen Fassung läuft 2,5 Sekunden länger. Es handelt sich um eine typische Abweichung der verschiedenen Ausgangsnegative.
2,5 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)



1:28:55 [1:48:18 - 1:48:26]
Ergänzt wurden zwei kurze Einstellungen der Aufzüge, in die sich immer mehr Arbeiter drängen.
8,6 Sek.


Umschnitt
1:28:55 - 1:29:05 [1:48:35 - 1:48:45]

Unmengen von Arbeitern stürmen Richtung Absperrgitter. Zwei weitere Einstellungen zeigen, wie sich die ständig nachdrängenden Arbeiter in die bereits voll besetzten Aufzüge zu hangeln versuchen.

1:29:08 [1:48:30 - 1:48:35]
Es folgen zwei weitere Einstellungen von den in die Anlage stürmenden Menschenmassen.
5,1 Sek.


1:29:08 [1:48:45 - 1:48:49]
Neu: zwei Einstellungen, in denen man die Arbeiter in den Aufzügen sehen kann.
3,6 Sek.


1:29:12 [1:48:52 - 1:48:55]
Weitere kurze Einstellung von den Aufzügen.
3 Sek.


1:29:37 [1:49:21 - 1:49:24]
Auch hier wieder eine neue Einstellung der Aufzüge, die einzige Totale.
3 Sek.


1:29:57 [1:49:45 - 1:51:04]
Nun eine längere Lücke, die komplett geschlossen wird. Zur besseren Übersicht erfolgt wieder eine Aufteilung nebst separater Beschreibung und Bebilderung. Die Gesamtlaufzeit beträgt
79,3 Sek.

Nach dem Einströmen der Arbeiter in die Maschinenhalle: Erstürmung der M-Maschine, die falsche Maria agitierend auf der Treppe der Maschine: "Weg von den Maschinen, lasst sie sich zu Tode rasen!" Die Arbeiter stürmen die Maschine, holen die Arbeitenden herunter. Sie: "Zur Herz-Maschine!" Dann die Herzmaschine total.

Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


Nah: Grot poliert liebevoll eine Scheibe der Maschine. Erschrocken sieht er rhythmisch "Gefahr" aufleuchten. Er rennt zu einem großen Hebel, reißt ihn herum. Total: die Herzmaschine, von oben und unten schiebt sich das Tor ins Bild. Sehr bemerkenswert übrigens die Einstellung, wie sich das schwere Eisentor schließt und ineinander schiebt. Da hätten sich viele Science-Fiction-Filme inspirieren lassen können. Fredersen über dem zusammengeschlagenen Rotwang in der Dachkammer, geht hinaus. Grot läuft nervös auf und ab. Arbeiter vor dem geschlossenem Tor tobend.

Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


1:31:02 [1:51:55 - 1:51:57]
Neu: Einstellung der tobenden Menge vor den verschlossenen Toren.
2,2 Sek.


Umschnitt
1:31:03 - 1:31:04 [1:52:13 - 1:52:14]

Kurze Einstellung von Fredersen beim Telefonieren mit Grot.

Umschnitt
1:31:08 - 1:31:09 [1:51:57 - 1:51:58]

Fredersen spricht wütend in den Telefonhörer, hebt seine rechte geballte Faust und lässt sie wieder heruntersausen.

1:31:09 [1:52:02 - 1:52:13]
Folgendes kommt hinzu: Man sieht Grot wild gestikulierend in den Hörer brüllen, danach wird ein Zwischentitel eingeblendet, in dem Grot Fredersen warnt, dass im Maschinenviertel kein Stein auf dem anderen bleibt, wenn die Herz-Maschine zugrunde geht. Danach folgt eine Einstellung aus der neuseeländischen Fassung: Fredersen lässt erneut vor Wut seine geballte Faust herabsausen. In der 2001er Fassung bekommt der Zuschauer zur Überbrückung die obligatorische Texttafel zu sehen.
10,7 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)



Umschnitt / fehlende Szene
1:31:17 [1:52:19 - 1:52:44]

Grot befolgt widerwillig Joh Fredersens Befehl und öffnet die Tore (indem er gegen den entsprechenden Hebel tritt). Nun dringen die Arbeiter in die Herz-Maschine vor. In der 2001er Fassung wird die Lücke mit einer Texttafel gefüllt, wobei diese allerdings an einer anderen Stelle eingeblendet wird als es in Anbetracht der Platzierung der entsprechenden Szene in der neuen Fassung eigentlich der Fall sein müsste.
25,8 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


1:31:52 [1:53:11 - 1:53:14]
Die Arbeiter stürmen die Herzmaschine. Ergänzt wurde eine Szene, in der die Arbeiter an der sich in der Menge suhlenden (falschen) Maria vorbeilaufen.
2,8 Sek.


Umschnitt
1:32:04 - 1:32:08 [1:53:30 - 1:53:34]

Grot bedroht die Arbeiter mit einem übergroßen Schraubenschlüssel.

1:32:16 - 1:32:20 [1:53:38]
In der 2001er Fassung wird noch eine weitere Ansicht vom tobenden Grot und den ebenso aufgebrachten Arbeitern (mittendrin die falsche Maria) gezeigt. In der 2010er Fassung ist diese Sequenz abgängig.

Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen beiden Einstellungen um die aus einem anderen Ausgangsnegativ entnommenen alternativen Takes der beiden Einstellungen, die in 2001 direkt vor den eben beschriebenen Sequenzen platziert wurden und in der 2010er Rekonstruktion dann "übrig geblieben" sind.
+ 3,9 Sek.


Umschnitt
1:32:25 - 1:32:35 [1:53:52 - 1:54:03]

Maria fährt mit dem Aufzug in die Arbeiterstadt. Ihr Blick schweift über die menschenleeren Straßen.

1:32:35 [1:54:03 - 1:54:06]
Die 2001er Fassung lässt eine weitere Einstellung von Maria missen: sorgenvoll schweift ihr Blick umher, während sie mit dem Lift nach unten fährt.
3,2 Sek.


1:34:19 [1:55:46 - 1:55:48]
In der 2001er Fassung bleibt dem Zuschauer verwehrt, wie Freder und Josaphat durch den Untergrund der Arbeiterstadt rennen und aufgrund des Lärms der herabstürzenden Aufzüge erschrocken nach oben blicken.
1,5 Sek.


1:35:16 [1:56:47 - 1:56:56]
Die Rettung der Kinder mittels Gong: Maria kämpft mit den Hebeln, die ständig zurückschnippen, das macht die Sequenz extrem dramatischer.
9 Sek.


Umschnitt
1:35:16 - 1:35:18 [1:56:59 - 1:57:01]

Kinder rennen durch die Straßen der Arbeiterstadt.

Umschnitt
1:35:21 - 1:35:25 [1:57:04 - 1:57:07]

Eine weitere Szene mit den aus den Häusern und durch die Straße rennenden Kindern wurde umgeschnitten.

1:35:29 [1:57:09 - 1:57:14]
Immer mehr Kinder strömen zu dem Gong-Podest, um darauf Schutz vor den herannahenden Fluten zu suchen. Maria betätigt derweilen immer noch den Gong.
4,8 Sek.


Umschnitt
1:35:29 - 1:35:33 [1:57:25 - 1:57:29]

Aus der Vogelperspektive: Von allen Seiten strömen die Kinder Richtung Podest, während der Platz immer mehr von Wasser umspült wird.

1:35:40 [1:57:21 - 1:57:25]
Eine Einstellung, in der Kinder aus den Häusern strömen, fehlt in der 2001er Fassung.
3,1 Sek.


Umschnitt / Montagefehler in der 2001er Fassung
1:35:40 - 1:35:50 [1:57:45 - 1:57:54]

Totale der Arbeiterstadt, die das von Kindern umringte Podest und den sich flutenden Platz zeigt, sowie die Folgeeinstellung der durch die überfluteten Straßen rennenden Kinder. Die Totale des sich überflutenden Platzes war 2001 spiegelverkehrt montiert worden.

Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


Umschnitt
1:35:51 - 1:35:55 [1:57:54 - 1:57:59]

Erneuter Umschnitt einer Szene, die die auf das Podest zuströmenden Kinder zeigt.

1:35:55 [1:57:59 - 1:58:04]
Eine weitere Einstellung, die Maria beim Betätigen des Gongs zeigt.
5,2 Sek.


Umschnitt
1:36:02 - 1:36:16 [1:57:31 - 1:57:45]

Diverse Einstellungen, die Freder und Josaphat beim Klettern Richtung Arbeiterstadt zeigen. Hier wurde für die neue Rekonstruktin wieder Material aus der neuseeländischen Fassung eingesetzt. Sehr wahrscheinlich jedoch nur im Bezug auf die letzte Einstellung, da diese in der neuen Fassung eine deutlich bessere Bildqualität aufweist als das 2001er Pendant.


Umschnitt
1:36:20 - 1:36:22 [1:58:51 - 1:58:53]

Nahaufnahme des sich vor- und zurückbewegenden Gongschlegels.

Umschnitt
1:36:31 - 1:36:34 [1:58:46 - 1:58:50]

Aufnahme des schlagenden Gongs mit der verzweifelten Kinderschar im Hintergrund.

1:36:39 [1:58:29 - 1:58:46]
Neu hinzu kommt eine Einstellung von Maria, wie sie mit aller Kraft den Gong läutet. Ebenfalls neu eine Aufnahme der Kinder, die verzweifelt ihre Hände nach Maria recken.
16,6 Sek.


1:36:39 [1:58:50 - 1:58:51]
Kurze Einstellung der durch das Wasser laufenden Kinder.
1,9 Sek.


1:36:39 [1:58:54 - 1:59:04]
Kinder im Wasser und um das Gongpodest. Kindergesichter, dann schließlich Maria fragend: "Wo sind Eure Väter, Eure Mütter?"
10,1 Sek.


Doppelt verwendete Einstellung in der neuen Fassung
1:36:39 [1:59:04 - 1:59:09]

Die Arbeiter tanzen Hand in Hand vor der zerstörten Mensch-Maschine. Diese Szene ist ein paar Minuten später sowohl in der 2001er Fassung (1:41:29), als auch ein zweites Mal in der neuen Fassung (2:06:58) zu sehen.

Hier wurde in der Rekonstruktion die sehr lückenhafte Einstellung der argentinischen Fassung ersetzt.
5,4 Sek.


Umschnitt
1:36:40 - 1:37:48 [1:59:16 - 1:59:25]

Außenansicht von Metropolis bei Nacht.

1:37:52 [2:00:25 - 2:00:54]
Freder späht durch ein Loch in der Wand zur Arbeiterstadt. Sein Blick fällt nach unten auf die überfluteten Straßen und die Kinder, die sich panisch um Maria und das Gongpodest scharen. Dann folgt erneut eine Nahaufnahme des schlagenden Gongs. Freder brüllt Marias Namen und versucht zusammen mit Josaphat, über ein Rohr nach unten zu klettern. Durch Lüftungsschächte dringt immer mehr Wasser ein.
29 Sek.


Umschnitt
1:38:02 - 1:38:09 [2:01:05 - 2:01:13]

Freder und Josaphat laufen durch die überfluteten Straßen.

1:38:11 [2:01:13 - 2:01:21]
Erneute Einstellung des schlagenden Gongs. Man sieht Maria in einer Nahaufnahme, wie sie den Kindern etwas zubrüllt und eine Einstellung der schreienden Menge. Es folgt noch eine kurze Einstellung vom durch die überfluteten Straßen sprintenden Freder. Letztere Einstellung fand sich übrigens auch schon in der MoMA- und der Patalas-Fassung.
8 Sek.


1:39:22 [2:02:40 - 2:02:42]
Nachdem Freder zusammen mit Josaphat, Maria und den Kindern die Flucht angetreten hat, sieht man in der neuen Fassung noch eine Einstellung der durch das stetig steigende Wasser watenden Kinderschar.
2,4 Sek.


1:39:28 [2:02:48 - 2:04:37]
Eine lange, dramatische Sequenz kommt hinzu: Die Kinder strömen die Treppe hinauf. Oben verschließt die Gittertür den Weg. Der Zug stockt, Freder und Josaphat klettern am Trägerwerk hinauf, Freder schwingt sich abenteuerlich an die oberste Plattform (ein kühner Stunt!), wirft sich gegen die Tür. Dramatisches Kindergewimmel, Maria alleine unten, versucht, die Kinder zu beruhigen. Die alte Fassung zeigt an dieser Stelle die üblichen Texttafeln.

In dieser Sequenz gibt es in der Mitte Unstimmigkeiten mit den Stichworten der Partitur, es fehlt jedoch nichts an der Länge gemessen. Die Unterschiede sind wahrscheinlich wieder auf die verschiedenen Ausgangsnegative zurückzuführen.
109 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


1:39:40 [2:04:41 - 2:04:54]
Maria versucht immer noch die Kinder zu beruhigen, während Freder und Josaphat weiter mit vereinten Kräften das Gitter bearbeiten.
13 Sek.


1:39:40 [2:05:00 - 2:05:06]
Freder und Josaphat schaffen es, das Gitter aufzudrücken und somit Ihren Fluchtweg freizumachen. In der 2001er Fassung wird dieser Einstellung mit einer Texttafel Rechnung getragen, welche allerdings erst in 1:39:46 eingeblendet wird.
5,2 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


Umschnitt
1:39:40 - 1:39:46 [2:05:22 - 2:05:29]

Maria schnappt sich nacheinander zwei kleine Mädchen und hebt sie über die Köpfe der anderen Kinder hinweg, um sie näher Richtung Ausgang zu bugsieren. In der 2001er Fassung ist diese Szene so platziert, dass der Zuschauer annehmen muss, der Fluchtweg wäre noch blockiert. In der neuen Fassung folgt diese Szene erst dann, nachdem Freder und Josaphat das Gitter aufgedrückt haben, der Weg für die Flüchtenden also frei ist.

Umschnitt
1:39:51 - 1:39:55 [2:01:48 - 2:01:52]

Entfernte Häuseransicht der Arbeiterstadt. Immer heftiger stürzen die Wasserfluten über die Stadt herein.

1:39:55 [2:05:08 - 2:05:22]
Freder klettert wieder nach unten, um Maria und die Kinder zu holen. In der 2001er Fassung wird diese Szene mit einer Texttafel erläutert.
13,8 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


Umschnitt
1:40:00 - 1:40:03 [2:04:37 - 2:04:41]

Weitere entfernte Häuseransicht der Arbeiterstadt nebst der darüber hereinbrechenden Wassermassen.

1:40:11 [2:05:34 - 2:05:43]
Freder schnappt sich ein kleines Mädchen, um es in Sicherheit zu bringen. Es folgt eine weitere Einstellung der durch den frei gewordenen Fluchtweg strömenden Kinder.
9 Sek.


Umschnitt
1:40:11 - 1:40:17 [2:04:54 - 2:05:00]

Wieder wurde eine Häuseransicht der sich flutenden Arbeiterstadt umgeschnitten.

1:43:59 [2:09:31 - 2:09:40]
Das Yoshiwara von außen, wie die Ersten, allen voran die falsche Maria auf den Schultern eines Mannes, herauskommen. Erst die Totale, dann zwei Nahaufnahmen im Portal von der falschen Maria. Dann eine Aufnahme der tanzenden Leute.
8,8 Sek.


1:44:03 [2:09:43 - 2:09:46]
Eine weitere Einstellung der tanzenden Yoshiwara-Gäste wurde ergänzt.
2,8 Sek.


1:44:39 [2:10:27 - 2:10:34]
Freder hat Maria in der Kinderschar aus den Augen verloren und ruft nach ihr. Es fehlt, wie Maria seinen Ruf erhört, ihm die Arme entgegenstreckt und ihm antwortet. Freder nimmt dies erfreut zur Kenntnis und ruft ihr etwas zu.

Fehler in der Rekonstruktion: Unnötigerweise wurde eine Einstellung von Freder zwischen den beiden Einstellungen von Maria ergänzt und damit verdoppelt. Die schon 2001 bestehende Einstellung von Freder besaß zwei Bildsprünge. Dorthinein hätten lediglich die zwei Einstellungen von Maria gesetzt werden müssen, mehr nicht. Nun bekommen wir noch mehr von Freder zu sehen und der zweite Bildsprung blieb uns erhalten.
7,1 Sek.


Umschnitt
1:44:55 - 1:45:01 [2:12:17 - 2:12:23]

Einstellung der durch die Straßen der Oberstadt strömenden Arbeiter.

1:45:15 [2:11:06 - 2:11:36]
Rotwang, nachdem er in seiner Dachkammer erwacht ist: Er taumelt auf das Denkmal der Hel zu, breitet die Arme auseinander. Frontal "Mit Ausdruck stillem Wahnsinns im Gesicht" (so laut Drehbuch) spricht er: "Jetzt gehe ich, dich heimzuholen, meine Hel!" Darauf, total: Der Yoshiwarazug füllt eine Straße.
30,4 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


Umschnitt
1:45:21 - 1:45:25 [2:09:50 - 2:09:54]

Einstellung der tanzenden Menschenmenge, in deren Mitte die falsche Maria auf den Schultern eines Mannes.

Umschnitt
1:45:25 - 1:45:29 [2:14:06 - 2:14:11]

Der feiernde Yoshiwarazug flaniert durch die Straßen. Die falsche Maria, immer noch huckepack getragen, wirft jauchzend die Arme in die Luft.

1:45:38 [2:11:45 - 2:12:17]
Nachdem Rotwang aus seinem Haus und an der Kamera vorbei getaumelt ist, folgt eine längere Sequenz. Total: Die letzten Kinder werden in den Klub der Söhne geführt. Nah: Maria erschöpft, lehnt sich an die Wand. Aufgebrachte Arbeiter strömen zwischen stehenden Autos hindurch (sie wissen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass der Aufstand von einem Maria-Doppelgänger angezettelt wurde und dass ihre Kinder noch am Leben sind). Maria blickt auf. In der 2001er Fassung wird der Zuschauer mit einer kurzen Texttafel abgespeist.
31,3 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


1:45:38 [2:12:23 - 2:12:34]
Maria, die sich noch außer Sichtweite der Arbeiter befindet und nichts von deren Racheplänen ahnt, bewegt sich arglos in deren Richtung, während sich die Arbeiter mit hasserfüllten Gesichtern weiter ihrem Standort nähern.
11,4 Sek.


1:45:55 [2:12:36 - 2:12:38]
Maria erscheint am Treppenabsatz und wird nun von der rasenden Menge erspäht. In der 2001er Fassung erscheint stattdessen wieder eine Texttafel.
1,3 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


1:45:58 [2:12:47 - 2:12:50]
Nachdem Grot Maria erblickt und dies lautstark der Menge mitgeteilt hat ("Die Hexe! Da ist sie!"), sieht man in der neuen Fassung noch eine Ansicht der fassungslosen Maria.
2,4 Sek.


1:45:58 [2:12:50]
Nahaufnahme von Grot. In der Fassung von 2010 wurde diese Lücke mit Material aus der neuseeländischen Fassung geschlossen.
0,6 Sek.



Umschnitt
1:45:58 - 1:46:01 [2:13:00 - 2:13:02]

Die Menge, angeführt von Grot, stürmt wutentbrannt auf Maria zu.

1:46:07 [2:12:57 - 2:13:00]
Weitere Einstellung von Maria, die versucht, beschwichtigend auf die Menge einzuwirken.
2,7 Sek.


Umschnitt
1:46:07 - 1:46:12 [2:13:11 - 2:13:16]

Die mit Hämmern und Eisenstangen bewaffneten Arbeiter nähern sich Maria.

Umschnitt
1:46:12 - 1:46:14 [2:13:18 - 2:13:21]

Weitere Einstellung der herannahenden Arbeiter, die nun mit ihren Hämmern nach der Verfolgten werfen.

1:46:21 [2:13:09 - 2:13:11]
In der 2001er Fassung folgen zwei Texttafeln, die die fehlenden Szenen knapp umschreiben. In der neuen Fassung folgt wieder eine Einstellung von Maria, die nun begreift, dass sie mit Worten nichts ausrichten kann und ihr nur die Flucht bleibt.
2 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


1:46:21 [2:13:16 - 2:13:18]
Maria weicht langsam vor der aufgebrachten Menge zurück.
2,2 Sek.


1:46:21 [2:13:21 - 2:13:28]
Maria will sich in den Klub der Söhne retten, muss jedoch feststellen, dass das Tor bereits geschlossen wurde. Sie macht auf dem Absatz kehrt und flieht vor ihren Verfolgern, die sie immer noch mit ihren Schlagwerkzeugen bewerfen.
7,2 Sek.


Die Einstellung von der Hochbrücke, auf der der Mob hinter Maria herjagt (bei 2:13:38 in der neuen Fassung), ist 2010 wie schon 2001 immer noch unvollständig. Die Bearbeiter der 1920er Jahre hatten hier beim Umschnitt den Anfang der Einstellung entfernt, damit nicht ersichtlich ist, dass die Arbeiter hinter Maria herjagen. In der MoMA-Fassung und der Münchner Fassung sowie im argentinischen Material (!) ist die Einstellung komplett, in der neuen Rekonstruktion nicht!



1:46:48 [2:13:43 - 2:13:58]
Maria läuft eine Treppe hinunter, die Arbeiter ihr nach. Dann um eine Straßenecke, die Arbeiter zuerst in die falsche Richtung. Dann jedoch wieder in die richtige Richtung.
14,8 Sek.


1:46:52 [2:14:02 - 2:14:06]
Weitere Einstellung des verfolgenden Mobs.

Hier findet sich sehr wahrscheinlich ein Fehler in der Rekonstruktion. In der Musik wurden 4 Takte (bzw. 6, wenn man die Wiederholung zweier Takte einrechnet) gestrichen. Das musikalische Motiv, das auf abgebildeter Einstellung zu hören ist, begleitet sonst immer Szenen, in denen Rotwang Maria bedroht. Wo ist die Einstellung mit Rotwang? Mit Sicherheit handelte es sich um jene Einstellung von Rotwang vor dem Dom, die sich in der Rekonstruktion direkt nach der Totale findet, in der die Massen zusammenlaufen. Die Einstellung von Rotwang müsste eigentlich zwischen den um die Hausecke laufenden Arbeitern und der falschen Maria im Yoshiwara-Zug platziert sein. Das bedeutet, dass Rotwang ursprünglich die falsche Maria sah – seine Hel! – und nicht das Gewühl.
4,2 Sek.


1:46:56 [2:14:15 - 2:14:19]
Beachtliche Kamerafahrt vor Maria her. Der aufgebrachte Mob ist ihr dicht auf den Fersen. In der 2001er Fassung wird an dieser Stelle wieder eine Texttafel eingeblendet.
3,9 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)


1:47:11 [2:14:33 - 2:14:35]
Nachdem die Arbeiter auf den feiernden Yoshiwara-Korso getroffen ist, folgt noch eine kurze Einstellung der sich vermischenden Menschenmassen.
2,3 Sek.


1:47:11 [2:14:40 - 2:14:52]
Nachdem sich Rotwang hinter einer Steinstatue versteckt hat (diese Szene folgt in der 2001er Fassung erst wesentlich später) sieht man in der neuen Fassung noch, wie die sich immer noch auf der Flucht befindliche Maria ins Bild gelaufen kommt und sich, ohne von Rotwangs Anwesenheit zu wissen, ihm gegenüber in der Nische verbirgt (in den älteren Bearbeitungen konnte man meist noch in ca. drei Frames den ersten Ansatz von Marias Haarschopf am unteren Bildrand auftauchen sehen). Gleich im Anschluss sieht man die feiernden Yoshiwara-Leute, zwischen die sich erneut die Arbeiter mischen. Man erkennt Grot, wie er sich zusammen mit den anderen Arbeitern einen Weg durch das Menschengewühl bahnt.
12 Sek.


1:47:17 [2:14:57 - 2:15:00]
Freder und Josaphat, die mittlerweile von dem Aufruhr Wind bekommen haben, rennen in Richtung des Geschehens.
2,4 Sek.


Umschnitt
1:47:58 - 1:48:01 [2:15:45 - 2:15:49]

Kurze Einstellung des durch die Straßen rennenden Freder.

1:48:05 [2:15:49 - 2:16:03]
Bevor Grot alleine neben der angebundenen falschen Maria auf dem Scheiterhaufen steht: Zwei Einstellungen, wie die falsche Maria gefesselt wird und die drei Arbeiter vom Haufen (total) herunterklettern.
14 Sek.


1:48:48 [2:16:51 - 2:16:54]
In dem Glauben, dass die Arbeiter die echte Maria auf den Scheiterhaufen gebunden haben, versucht Freder panisch, zu der Festgebundenen zu gelangen. Doch die Arbeiter halten ihn zurück.
2,4 Sek.


Umschnitt
1:49:09 - 1:49:13 [2:16:21 - 2:16:25]

Einstellung vom brennenden Scheiterhaufen und der davor stehenden, jubelnden Menschenmenge.

Umschnitt
1:49:06 - 1:49:09 [2:14:29 - 2:14:33]

Rotwang streift wie ferngesteuert mit ausgestreckten Armen die Straße entlang.

Umschnitt
1:49:13 - 1:49:18 [2:14:35 - 2:14:40]

Rotwang versteckt sich hinter einer Steinstatue.

Zwischen der Einstellung, wie Freder angerannt kommt und von den Arbeitern festgehalten wird und der Einstellung der Hochbrücke mit Josaphat (bei 2:16:37 in der 2010er Fassung), findet sich laut Partitur eine 12-taktige Lücke mit den Stichworten "Hexe", "Freder Handgemenge" und "Hochstraße" (letzteres lässt sich zuordnen). Dies ist vor allem deswegen bedauerlich, da hier 8 musikalisch sehr wichtige Takte wegfallen mussten, die das minutenlange rhythmische "Gestampfe" mit 4 Takten melodisch aufwärtstreibender Steigerung und einem 4 Takte langem absteigenden Unisono-Lauf in hoher Lage über Tremolo-Bass gekonnt unterbrachen und die Wirkung erheblich steigerten.



1:49:26 [2:17:21 - 2:17:29]
Neu eingefügt wurde eine Einstellung des brennenden Scheiterhaufens und eine erneute Ansicht von Freder, der weiterhin von der Menschenmenge daran gehindert wird, der vermeintlich echten Maria zu helfen. Ebenfalls neu ist ein Zwischentitel, in dem Freder "Maria!" ruft.
8,2 Sek.


Umschnitt
1:49:26 - 1:49:30 [2:17:55 - 2:17:58]

Entfernte Aufnahme des brennenden Scheiterhaufens und der rundherum stehenden, tobenden Menschenmenge.

Doppelt verwendete Einstellung in der neuen Fassung
1:49:46 [2:17:47 - 2:17:48]

Man sieht den Teil einer Szene, die in der neuen Fassung noch einmal ab Zeitindex 2:18:07 gezeigt wird (die falsche Maria windet sich lachend im Feuer). In der 2001er Fassung ist an dieser Stelle ein schwarzer Frame für eine fehlende Szene eingefügt worden.
1,1 Sek.


Nachdem Josaphat Fredersen und den Schmalen alarmiert hat, folgt laut Partitur eine 19-taktige Lücke (ca. 32 Sekunden), den Kampf auf der Domgalerie betreffend. Stichworte in der Partitur: "Kampf", "beide an der Wand", "gegen das Dach", "beide am Boden", "beide auf", "Freder boxt", "Scheiterhaufen" und "Domgalerie". Nicht alle Stichworte lassen sich (auch im Timing) passend zum überlieferten Bild zuordnen.



1:52:00 [2:20:10 - 2:20:18]
Ansicht des brennenden Scheiterhaufens und der johlenden Menge, die selbigen umringt. Danach folgt eine Einstellung des mit Rotwang auf der Balustrade kämpfenden Freder. Rotwang umklammert Freder und schleudert ihn quasi nach hinten, Freder löst sich und beide gehen boxend aufeinander los.
7 Sek.


1:52:11 [2:20:29 - 2:20:44]
Nahaufnahme, wie Rotwang gegen das Dach fliegt, dann wieder auf Freder los, beide sich würgend, dann Maria am Boden liegend, über ihr an der Wand die kämpfenden Schatten, dann halbtotal: Rotwang schleudert Freder gegen das Dach, springt auf dessen Rücken, wird von Freder abgeworfen, beide rollen sich über den Boden, Freder kann Rotwang wegstoßen.
15,5 Sek.


Umschnitt
1:52:11 - 1:52:15 [2:20:47 - 2:20:51]

Fredersen beobachtet den Kampf zwischen Rotwang und Freder und fasst sich mit beiden Händen entsetzt an den Kopf.

Umschnitt
1:52:18 - 1:52:20 [2:20:54 - 2:20:56]

Fredersen, immer noch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, fällt auf die Knie.

1:52:22 [2:20:56 - 2:21:03]
Die Arbeiter beobachten gebannt den Kampf zwischen Rotwang und Freder.
7,1 Sek.


Umschnitt
1:52:31 - 1:52:34 [2:21:18 - 2:21:20]

Nahaufnahme von Fredersen mit den Händen über dem Kopf zusammengeschlagen und entsetzt den Kampf beobachtend.

1:52:56 [2:21:39 - 2:21:51]
Zwei neue Einstellungen der Arbeiter, die soeben erfahren haben, dass ihre Kinder noch am Leben sind, brechen in Jubelgeschrei aus.

Hier findet sich ein offensichtlicher Schnittfehler. Eben stand Grot noch Josaphat gegenüber, plötzlich umarmt er einen Arbeiter. Vielleicht wäre es korrekter gewesen, die beiden neuen Einstellungen einfach in ihrer Position zu vertauschen.
12,4 Sek.


Umschnitt
1:54:38 - 1:54:49 [2:23:42 - 2:23:53]

Freder hilft Maria vom Dach herunter. Die Beiden umarmen sich.


Der Schlusstitel "Mittler zwischen…" (bei 2:26:23 in der 2010er Fassung) ist in der australischen Kopie (in englischem Text) mit definitiv originaler Trickblende überliefert: Wie in der Babel-Sequenz blenden sich kreisförmige Strahlen vom Bildrand her ein. Dies wurde noch in keiner Rekonstruktion berücksichtigt.





Längerer Abspann in der neuen Fassung.
142 Sek.
Restaurierte Fassung (2001)
Restaurierte Fassung (2010)
Auf der 2010er Restaurierung basierende DVD-/Blu-ray-Veröffentlichungen

UK DVD (Eureka!)


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Weitere DVD-Veröffentlichungen (Auswahl)

Deutsche DVD - Deluxe Edition (Universum Film)


Deutsche DVD [Edition Deutscher Film] (Kinowelt)


DVD-Studienfassung


UK DVD (Eureka!)


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Spanische DVD (Divisa)


UK DVD (Eureka Video)


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US DVD (Synergy Entertainment)US DVD (Synergy Entertainment)


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Australische DVD (Potential Films)


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Italienische DVD (Ermitage Cinema)


Französische DVD (MK2)


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Schwedisches Filmplakat

Kommentare

13.05.2011 00:16 Uhr - GamingEconomist
Tja selbst der SB ist ein kleines Meisterwerk

13.05.2011 00:18 Uhr - Marcel2000rot
Ok,Leute! Habt Euch wieder mal selbst übertroffen. Hier müsste jeder Medienwissenschaftler seinen Hut ziehen!!

13.05.2011 00:29 Uhr - (sic)ness_666
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Erfahrungspunkte von (sic)ness_666 177
Was für ein Schnittbericht... Helm ab Frau Mütze!

Metropolis an sich ist ein Klassiker, und entweder hasst man ihn oder man liebt ihn. Eines steht jedenfalls fest: Der Film erfordert eine gewisse Kondition des Zuschauers.

13.05.2011 02:24 Uhr - Der-Tribun
SB.com-Autor
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Erfahrungspunkte von Der-Tribun 4.841
Ich muss offen zugeben, dass der Film nicht für mich ist. Er spicht mich einfach nicht an.

Was mich hingegen sehr beeindruckt hat ist die akribische Kleinarbeit, mit der es geschafft wurde, den Film fast vollständig wieder zusammenzufügen. Wenn ich mich die noch immer gruselige Bildqualität der argentinischen Szenen ansehe, so müssen die vor der Restaurierung ja katastrophal gewesen sein.

13.05.2011 04:15 Uhr - Pyri
Es ist immer noch ein widersprüchlicher Film der mir persönlich ziemliches Unbehagen bereitet.
Mal sehen: vielleicht leg ich mir eine der neuen UK-Fassungen zu -

@Der-Tribun
Das kann ich nicht bestätigen. Ich stehe dem Ganzen jedenfalls ambivalent gegenüber und finde in "Metropolis" weiterhin eine unmenschliche Grundlage, so sehr ich mich über die neuen Passagen auch gefreut habe.
Der Anime erscheint mir jedenfalls wesentlich humaner zu sein.

13.05.2011 04:19 Uhr - Freak
1x
Die Fassung muss ich sehen ... muss ich haben!

Einer der edelsten Schnittberichte zu einem der edelsten Filme.
Danke!

13.05.2011 04:50 Uhr - u-man
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was für ein SB. da sieht man das es auf SB.com auch niveau gibt und niveau ist keine creme.
will nicht wissen wie lange es gedauert hat, diesen bericht zu verfassen, ein ganz grosses lob dafür.

eigentlich erschreckend, wie wenig science fiction Metropolis in der heutigen zeit ist. ok ist fast 100 jahre her, aber dennoch.

13.05.2011 06:54 Uhr - 909
verdammt faszinierender film, der kein stück an relevanz verloren hat.

13.05.2011 09:26 Uhr - KielerKai
Ich fand den Film überraschend fesselnd und wirklich beeindruckend. Selbst nach so vielen Jahrzehnten haben viele Szenen nichts von ihrer Wucht und Faszination verloren!

Super SB!

13.05.2011 12:22 Uhr - Ulic
...darf ich den Artikel für meine Doktorarbeit verwenden? - hab grade Stress und so....

Ne Spass beiseite: man kann nur Respekt zollen, vor so einer akribischen Arbeit - die unzähligen Stunden könnte man echt nicht bezahlen!!

13.05.2011 12:26 Uhr - burzel
DB-Helfer
User-Level von burzel 8
Erfahrungspunkte von burzel 858
13.05.2011 - 04:15 Uhr schrieb Pyri
Es ist immer noch ein widersprüchlicher Film der mir persönlich ziemliches Unbehagen bereitet.
Mal sehen: vielleicht leg ich mir eine der neuen UK-Fassungen zu -

@Der-Tribun
Das kann ich nicht bestätigen. Ich stehe dem Ganzen jedenfalls ambivalent gegenüber und finde in "Metropolis" weiterhin eine unmenschliche Grundlage, so sehr ich mich über die neuen Passagen auch gefreut habe.
Der Anime erscheint mir jedenfalls wesentlich humaner zu sein.


Die Unmenschlichkeit der Bedinungen der Arbeiter zu zeigen, ist mE auch eine der hauptsächlichen Anliegen.
Viel schlimmer finde ich, wie auch 909 schreibt, dass der Film nichts an Relevanz verloren hat, ja gerade wieder aktueller wird (siehe Dumping-Löhne etc)...

13.05.2011 22:00 Uhr - Critic
Die Cover-Arts sind allesamt cool.

13.05.2011 22:14 Uhr - JakkieEstakado
WOW !!!

Was für Hammer geile Poster!!!
Total old school, retro flair...sehr edel !!!
Sowas lieb ich..

19.05.2011 13:55 Uhr - Rudi Ratlos
User-Level von Rudi Ratlos 1
Erfahrungspunkte von Rudi Ratlos 8
Vielen Dank für den tollen SB!
Die Poster sind stellenweise auch verdammt schick - 1000mal besser als die heutigen generischen Kinoplakate... Gibt es da eine Quelle für die hochauflösenden Versionen? Die könnte man sich gut auf Leinwand ziehen!

13.06.2016 01:48 Uhr - Grosser_Wolf
Schon fünf Jahre alt, dieser Schnittbericht, als ich diese Zeilen schreibe. Und noch immer eine un-glaub-liche Arbeit zu einem grandiosen Film. Ein großartiger, sehr detaillierter Schnittbericht, ganz große Verbeugung.

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