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Königreich der Himmel

zur OFDb   OT: Kingdom of Heaven

Herstellungsland:USA, Großbritannien, Spanien (2005)
Genre:Abenteuer, Drama, Krieg, Historie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,63 (31 Stimmen) Details
30.07.2006
Imbor Ed
Level 10
XP 1.565
Vergleichsfassungen
Kinofassung ofdb
Freigabe FSK 12
Director's Cut ofdb
Der Director’s Cut von Ridley Scotts Ritterfilm "Königreich der Himmel" bietet zahlreiche neue Handlungsszenen und fügt viele für die Kinofassung zensierte Gewaltszenen wieder ein, die den Film jetzt auf mehr als 3 Stunden anwachsen lassen.

Noch bevor mit einem neuen Director’s Cut von "Blade Runner" im nächsten Jahr das 25 Jubiläum des Science Fiction Klassikers gefeiert wird, bekam Regisseur Ridley Scott dieses Jahr die Möglichkeit seine favorisierte Fassung des Kreuzritter-Epos "Königreich der Himmel" auf DVD zu veröffentlichen. Teils sichtlich enttäuscht über die Kompromisse, die für die um knapp 50 Minuten kürzere Kinofassung eingehen musste, betonte er in der Einleitung der DVD, dass es sich hierbei nicht nur um Szenenverlängerungen, sondern um ganze Handlungselemente und historische Gegebenheit geht, deren Fehlen vor allem Kenner der Historie unangenehm auffielen.

Von größter Bedeutung hierbei ist die Wiedereingliederung von Sybilles Sohn in die Filmhandlung, der nach dem Tot König Balduin IV., selbst kurz König war, bevor seine Mutter ihn umbrachte, um ihm, selbst an Lepra erkrankt, dass gleiche Schicksal wie ihrem Bruder zu ersparen.
Die Kinofassung verschweigt das Kind und sein tragisches Ende völlig um die Laufzeit im Kino möglichst nah am Idealmaß von 135 Minuten zu halten. Vor allem die Entfernung dieses Subplots hielt Ridley Scott schon immer für einen Fehler, ist sie doch auch für Sybilles Entscheidung ihren verhassten Mann Guy zu unterstützen so wichtig.

Ebenfalls deutlich erweitert wurden die Szenen zu Beginn in Frankreich. Die Beweggründe Bailans seinem Vater Godfrey ins heilige Land zu folgen, wurden im Director’s Cut deutlich besser ausgearbeitet. So erfährt man im Director’s Cut nun, dass der Priester, der die Beerdigung von Bailans Frau gleich zu Beginn des Films beaufsichtigte, in Wahrheit der Bruder von Bailan ist. Auch Godfreys Verwandtschaft mit dem Lehnsherren der Region lässt sein Verhältnis mit Bailans Mutter damals in einem anderen Licht erscheinen. Genauso wie verlängerte Gespräche Bailans, die seine Vergangenheit genauer beleuchten, sorgen diese deutlich erweiterten Szenen im ersten Akt dafür, dass vieles im späteren Verlauf der Geschichte nachvollziehbar ist, etwas was in der Kinofassung nicht immer der Fall. Vor allem Bailans Talent im Umgang mit schwerem Kriegsgerät, ist jetzt kein Mysterium mehr.

In weiteren neuen Szenen wird auch die Liebesbeziehung von Sybille und Bailan sorgfältiger bearbeitet und ihrem Mann Guido und ihrem Bruder mehr Spielzeit eingeräumt.

Unerwähnt darf auch nicht bleiben, dass die Kinofassung damals in den USA für das R-Rating stark zensiert werden musste. Einzelne Gewaltspitzen wurden kräftig gekürzt und verändert, während in normalen Kampfszenen oft nur das Blut wegretuschiert wurde – ähnlich wie es bereits bei "King Arthur" getan wurde – hier allerdings um eine PG 13 Freigabe zu erhalten. Die zensierte R-Rated Fassung erhielt hierzulande eine Freigabe ab 12 Jahren. Eine Prüfung des Director’s Cut, der im September auch hierzulande erscheint steht noch aus, aber die meisten Seiten kündigen ihn bereits mit einer FSK 16 Freigabe an.

Zum Schnittbericht selbst

Bei diesem Schnittbericht gehe ich erstmals neue Wege. So fasse ich häufiger mehre Schnitte (vor allem wenn es sich um Umschnitte oder alternative Szenen handelt) in Blöcken zusammen, um ein einfacheres Lesen zu ermöglichen. Die Gesamtschnittlänge wird natürlich weiterhin präzise erfasst. Kleinere Schnitte, die keine relevanten neuen Informationen erhalten, werden, wie auch schon in anderen Schnittberichten gesehen, kleiner geschrieben und nicht bebildert. Die zahlreichen Gewaltzensuren, deren Unterschied oft nur in einem einzigen Frame zu finden ist, werden natürlich weiterhin in gewohnter Weise aufs Genaueste dokumentiert. Prinzipiell ging es darum weit mehr als 150 Unterschiede, sinnvoll und lesbar zusammenzufassen.

Bei den Namen nutze ich die deutsche Schreibweise.

Der Director's Cut ist bei mehr als 150 unterschiedlichen oder ergänzten Szenen um 46:08 Minuten (inkl. Intermissions 50:31 Minuten) länger.

In Frankreich

Da der Film als Roadshow gezeigt wird, ist noch vor dem Logo eine Overture zu sehen, mit der Einblendung und Schwarzbild.
103 Sekunden


Die Eröffnungsszene, in der die Selbstmörderin an einer Kreuzung verscharrt wird, wurde im Director's Cut deutlich erweitert.
Während die Szene in der Kinofassung fast ohne Dialog auskommt, erhalten wir im Director's Cut mehr Informationen.
Einer der Totengräber (der auch später in Jerusalem wieder zu sehen ist) sagt zum Priester: "She denied the cross for suicide and buried at the center of a crossroad. Show me the logic. Father?". Der Priester lässt sich diese Zweifel des Totengräbers nicht gefallen und erstickt die Diskussion im Keim.
Nachdem die Kreuzritter Godfreys vorbei gezogen sind, kehrt dessen Knappe noch einmal zurück und gibt dem Priester im Namen seines Herren etwas Geld - für die Berdigung und für eine Messe zu Ehren der Toten. Als der Priester den Totengräbern den Befehl gibt, der Selbstmörderin den Kopf abzuschlagen, erfährt man von einem der Männer, dass es sich bei der Toten sogar um die Frau vom Bruder des Priesters handelt. Dem Priester ist das egal.

Der Director's Cut ist hier ingesamt 55 Sekunden länger.



Lange Handlungserweiterung mit ingesamt 6:53 Minuten
Godfrey und seine Mannen reiten weiter auf die Burg zu und sehen dabei das erbärmliche Dorf davor, während der Priester vor der Burg mit dem Bischof redet. Die Szene mit Godfrey ist in der Kinofassung etwas später zu sehen, kurz bevor sie auf Balian treffen.

Der Bischof fragt, ob der Priester mit seinem Bruder gesprochen hat und will dass der aus dem Gefängnis freigelassen wird. Der Priester ist aber dagegen, weil er glaubt, dass sein Bruder vom Teufel bessessen ist. Der Bischof fragt ihn auch über die Beerdigung seiner Schwägerin aus und mit leichtem Unbehagen auch ob die Leiche verstümmelt wurde, wie es eigentlich die Pflicht ist bei einer Selbstmörderin. Der Priester lügt. Der Bischof ist beruhigt, aber auch enttüscht, wie weit das Gesetz geht und wie viel sich das Christentum erlaubt, was Christus selbst nie getan hätte. Am Ende kommt der Witwer frei, weil ihn der Bischof für den Bau seiner Kirche braucht. Der Priester bekommt noch etwas Geld für seinen Bruder und soll ihm ausrichten, dass er im Zentrum der Gebete des Bischofs steht. Der Priester lächelt heuchlerisch, geht und behält das Geld für sich. Für seinen Bruder hat er nichts übrig.


Wir sehen Balian in seinem Haus, wie er seine schwangere Frau im Garten beobachtet. Das Bild wechselt - ohne Schnitt vom sonnigen Tag und Balians Lächeln zum trauerndem Witwer im Kerker. Wir erfahren jetzt, dass Balian der Bruder des Priesters ist und seine Frau diejenige war, die Selbstmord beging und an der Straße zu Beginn des Films geköpft und verscharrt wurde. Balian kommt aus dem Gefängnis frei. Sein Bruder ist darüber nicht sehr glücklich.


Godfrey isst mit seinem Bruder, dem Burgherren zu Abend. Man unterhält sich kurz über die Muslime, dem neuen Kriegsherren Saladin und die Rolle von Rittern und Geistlichen, die nicht vermischt werden sollten - mit Anspielung auf den Hospitaler, der Godfrey begleitet. Als man das Thema hin zu Balian und seiner toten Frau, die ihr Kind verlor, wechselt, wird auch Balians Bruder, der im Hintergrund sitzt, hellhörig. Als Godfrey den Tisch verlässt, erfährt man, dass er ein Baron ihn Jerusalem, scheinbar ohne Erben ist. Sein Bruder und dessen Sohn könnten davon profitieren.


Balian betet an der Kreuzung, an der seine Frau begraben wurde. Sein Bruder kommt und lügt erneut, in dem erzählt, dass er den genauen Ort des Grabes unter dem Schnee, nicht kennt, da er bei der Beerdigung nicht anwesend war. Balian bleibt ruhig, auch als sein Bruder ihn dazu auffordert, ihn Lügner zu nennen. Aber Balian setzt sich einfach nicht zur Wehr nicht. Der Priester schlägt ihm ins Gesicht, doch Bailan bleibt weiterhin ruhig. Zurück in seinem Haus und seiner Schmiede beginnt Balian am Morgen wieder mit der Arbeit. Zuvor verbrennt er aber die Babykleidung, die er noch in seinem Haus fand.


In einigen Umschnitten und neuen Szenen, spricht im Director's Cut der Hospitaler in Balians Schmiede zuerst sein Beileid dem Witwer gegenüber aus, dann erfahren wir etwas mehr über Balians Vergangenheit - auch er diente bereits in einem Krieg, vor allem als Ingenieur. Weiterhin ist Balians Bruder im Gespräch mit den Kreuzrittern eher lästig und unbeholfen, nicht so stark wie alleine seinem Bruder gegenüber.
Eine interessante Szene im Director's Cut, ist wie Godfrey einen Hang hinunterschaut und sich an das Verhältnis mit Balians Mutter erinnert. Schlussendlich fällt im Director's Cut eine Szene kürzer aus, in dem Godfrey vom Hospitaler erfährt, was mit Balians Frau passiert, da er das im Director's Cut bereits in der vorherigen Szene erfahren hat.

Bei mehreren (Um-)Schnitten ist der Director's Cut 97 Sekunden länger.


Als Godfrey mit Balian persönlich spricht, sagt er, dass Gott die Männer erschaffen hat, und sie am meisten leiden zu lassen, während er in der Kinofassung selbst noch sein Beileid ausdrückt. Danach gibt es in beiden Fassungen eine anderes Geständnis von Godfrey. In der Kinofassung, sagt er, dass er Balians Mutter geliebt habe - auf seine Art, aber geliebt. Hier betont er auch noch einmal, dass er Balians Vater ist. Im Director's Cut dagegen, erwähnt er nichts von Liebe, sondern sagt, dass sie keine Wahl hatte, da Godfrey der Bruder vom Lehnsherren war. In beiden Fassungen, sagt er aber auch, dass er sie zu nichts gezwungen hat.

Bei mehreren (Um-)Schnitten und alternativen Einstellungen ist der Director's Cut nur 1 Sekunde länger.


Nachdem Godfrey weggeritten ist, sieht man im Director's Cut, wie Balians Bruder auf ihn zu geht, ohne ein Wort zu sagen und dann wegrennt. In der Kinofassung dafür Balian etwas länger, der Godfrey nachschaut. Der Director's Cut ist 14 Sekunden länger

Das Gespräch zwischen Balian und seinem Bruder ist im Director's Cut länger. In der Kinofassung fehlen vor allem Szenen, in dem deutlich wird, dass der Priester Balians Bruder ist. So wird, sobald Balian verschwunden ist, er die Schmiede übernehmen, auch wenn er die Kirche als zukünftigen Besitzer nennt. Auch macht der Bruder noch mehr Druck in dem er er nicht nur sagt, dass das Dorf Balian nicht mehr will, sondern dass er keine Zukunft hier haben wird, wenn der Lehnsherr und der Bischof erst einmal tot sind.

Bei mehreren (Um-)Schnitten ist der Director's Cut 25 Sekunden länger.


Als die Truppe im Wald rast macht, sieht man den Hospitaler, wie er sich am Fluss die Zähne putzt, während ein anderer weiter oben am Fluss in den Fluss pinkelt. Der Schwarze, der dazwischen kommt, schnautzt ihn dafür an. Weiterhin ist in kurzen Zwischenschnitten zu sehen, wie einer der Männer Waschmittel anrührt, mit dem er später seine Rüstung putzt.

Der Director's Cut ist 30 Sekunden länger


Mit drei Zwischenschnitten beim Schwertkampf-Training sieht man, dass sich einer der Männer etwas von der Gruppe entfernt und dann kurz bevor Godfreys Neffe kommt, um Balian zu holen, von einem der Gegner getötet wird. Dadurch wird von vorne herein die Absicht des Neffen klar, nicht nur Balian zu holen, sondern auch seinen Anspruch auf den Titel und das Land in Palästina zu sichern, in dem er alle tötet - worüber er sich in einer vorherigen Szene des Director's Cut mit seinem Vater unterhalten hat.

Der Director's Cut ist insgesamt 16 Sekunden länger.


Als Godfreys Neffe die Herausgabe von Bailan verlangt, fehlen in der Kinofassung sämtliche Hinweise auf ihr Verwandtschaft und auch die Anmerkung, dass der getötete Priester Balians Bruder ist. Durch kurze (Um-)Schnitte ist der Director's Cut 3 Sekunden länger.

Gewaltzensuren während des Kampfes im Wald
Bei den retuschierten Szenen befindet sich der Director's Cut immer links und die Kinofassung rechts.

Retusche Godfrey schlägt den ersten Angreifer vom Pferd.

Zwei Frames der gleichen Szene fehlen in der Kinofassung.

Interessant ist, dass im Director's Cut ein paar der CGI-Pfeile fehlen.

Den nächsten Gegner hohlt Godfrey im Director's Cut in einer anderen Aufnahme vom Pferd. Im Director's Cut mit Blut.

Bailan wird in einer anderen Einstellung gegen den Baum gedrückt.

In der längeren Einstellung des Director's Cut, schlägt er dem Gegner zu Beginn einmal mehr das Schwert gegen den Hals.

Der Gegner sinkt zu Boden. In der Kinofassung ist dafür Bailan länger zu sehen.

Der Director's Cut ist hier ingesamt 1,5 Sekunden länger.

Der Schwarze erschlägt einen Gegner.
2 sec

Retusche Als der Schwarze sich ein letztes mal wehrt und dann getötet wird, wurde mehrmals das Blut wegretuschiert.

Retusche Auch als Bailan einen Gegner erschlägt, wurde das Blut wegretuschiert.

Ein Gegner, der den Kampf überlebt hat, kniet vor Godfrey, sagt seinen Namen und das er das Privileg besitzt, dass man für ihn Lösegeld verlangen kann. Godfrey interessiert das nicht.
28 Sekunden

Godfrey dreht sich weg - auch in der Kinofassung.
Dann geht einer seiner Männer hinter den Gefangenen und schlägt ihm in den Kopf.
6,5 Sekunden

In der Kinofassung gibt es dafür eine andere Szene, in der einer von Godfreys Männer zu sehen ist.



Der Mönch auf dem Berg in Messina ist zu Beginn länger zu sehen. 3 Sekunden

Der Hospitaler fragt einen sehr alten Mann, was er hier macht. Der ist auf den Weg nach Jerusalem und vertraut darauf, dass Gott ihn leiten wird. Dann sieht man den Trupp wie sie das Nachtlager aufschlagen. Godfrey liegt am Boden und zittert leicht. Als der Hospitaler zu ihm geht, sagt er, dass man diesen Wahnsinn [der Kreuzzüge] stoppen muss. Godfrey antwortet, dass das bald nicht mehr seine Sorge ist.
31 Sekunden


Balian läuft mit einem seiner Kameraden am Pier entlang. Er erfährt, dass die italienischen Schiffe meist Handel mit den Muslimen betreiben, für Geld aber auch Pilger ins Heilige Land bringen.
11 Sekunden


Im heiligen Land

Nachdem Balian den Nasirs Diener erschlagen hat, spritzt in unterschiedlichen Einstellungen dessen Blut gegen das Pferd von Nasir.


Balian und Nasir reiten länger nach Jerusalem. 14 Sekunden

Am Morgen badet Balian in seiner Stadtwohnung. Ein muslimischer Diener und ein paar Frauen stehen um ihn herum und wollen in abtrocknen. Er verlangt aber mehrmals nach dem Handtuch, damit er sich bedecken kann. Die Frauen kichern, während sie ihn abtupfen. Balian versucht so würdevoll wie möglich wegzugehen.
29 Sekunden


Balian schleicht durchs Haus und sieht das Kettenhemd und die Waffen seines Vaters, während der im Off zu ihn spricht. Der Hospitaler kommt an.
32 Sekunden


Der Besuch Sybilles wurde minimal umgeschnitten, da im Director's Cut jetzt der Hospitaler im Hintergrund zu sehen ist. 2 Sekunden

Der Hospitaler redet länger zu Bailan über die Fanatiker im Namen Gottes. 4,5 Sekunden

Renaud de Chatillon verlässt das Büro von Tiberius. Zurück bleibt ein wütender Karawanenführer. Tiberius sagt ihm, dass er sich nicht wundern muss, ständig überfallen zu werden, wenn er die Karawanen nicht von Tiberius' Männern bewachen lässt. Der Mann kann aber keine christlichen Soldaten in seiner Karawan zulassen, da er damit seinen Gott beleidigen würde. Das christliche Gold, dass er von Tiberius als Entschädigung bekommt, stellt allerdings kein Problem dar.
23 Sekunden


Vor dem Essen bei Sybille und Guido, gibt es eine Aufnahme von Jerusalem bei Nacht.
6 Sekunde


Als sich Balian mit dem König Balduin IV. beim Schachbrett unterhält, wurde zu Beginn leicht umgeschnitten, da es im Director's Cut eine längere Einleitung gibt. Über eine Schachmetapher fragt der König Balian, ob er sich sicher ist, wo er am Ende seines Lebens stehen würde. Balian antwortet, dass er es einmal war und nicht mehr als 100m von seiner Heimat beerdigt sein würde. Jetzt ist er aber in Jerusalem und sitzt mit einem König zusammen. Erst dann erzählt der König von seinen Aussichten und dem baldigen Tot.
Weiterhin unterhalten sie sich kurz über Befestigungsanlagen und die Anordnung von Mauern. Bailan schlägt eine Sternform vor, dadurch sind die Mauern durch Belagerungsgerätschaft schweren zu erreichen. Als Bailan von einem Diener am Ende aus dem Palast geleitet wird, bemerkt er einen Spielzeugreiter am Boden und sieht dann auch erstmals Sybilles Sohn.
Der Director's Cut ist 131 Sekunden länger.


Bailan reitet länger in Ibalin ein. 9 Sekunden

dto. 9,5 Sekunden

Bailan läuft länger durch sein neues Haus und schaut sich um.
39 Sekunden


Bailan kommt von der Arbeit auf dem Feld nach Hause und geht, noch immer verdreckt, ins Gästehaus zu Sybille. Sie wäscht ihm - mehr als Geste - das Gesicht. Er ist zu Beginn etwas reserviert, weil er Annäherungsversuche fürchtet, lächelt dann aber dennoch.
89 Sekunden


Am Ende des Abends, erzählt sie im Director's Cut noch von dem Sohn aus ihrer ersten Ehe - dadurch ein kleiner Umschnitt im Director's Cut. Der Director's Cut ist hier 5,5 Sekunden länger.

Bailan läuft über sein Land, sieht ein kleines Spielzeugboot im Bewässerungssystem und schickt es dann auf die Reise. Währenddessen sieht man, wie die Felder langsam zu gedeihen beginnen.
45,5 Sekunden


Sybille bemerkt, während sie sich die Hände bemalen lässt, Bailan auf den Felder. 3 Sekunden

Sybille sagt, als sie in seinem Türrahmen steht, noch, dass sie für immer hier bleiben könnte. 6 Sekunden

Sybille zieht im weiter die Robe runter. 3 Sekunden

Sie küssen sich einen Moment länger. 1 Sekunden

dto. 2 Sekunden

Es ist im Director's Cut länger zu sehen, wie sie miteinander schlafen.
Der Director's Cut ist 32,5 Sekunden länger.


Der Angriff auf die Karawane wurde etwas umgeschnitten, um zwei Gewaltszenen zu entfernen. Renaud spaltet mit dem Schwert einen Gegner. In der Kinofassung ist er dafür in einer anderen harmlosen Einstellung etwas länger zu sehen. Guido ersticht einen weiteren mit dem Speer.
Der Director's Cut ist 4,5 Sekunden länger.


Sybille wacht am nächsten Morgen mit Bailan an ihrer Seite auf. Sie turteln noch etwas herum, bevor wir auch im Director's Cut zu Tiberius' Anklage wegen des Angriffs auf die Karawane kommen.
93 Sekunden


Beim Zusammentreffen der Reiter wurde in einer Szene das Blut wegretuschiert.


Nachdem Tiberius die Burg verlassen hat, sieht man Bailan und wie sich seine Blicke mit Sybille treffen. Guido bemerkt, dass da etwas im Busch ist.
24,5 Sekunden



Intermission und Entr'Acte.
160 Sekunden


Nachdem der Imam das Zelt von Saladin verlassen hat, sagt Saladin noch, dass er einen Krieg braucht um Frieden zu erreichen. Nasir meint daraufhin, dass der König von Jerusalem bald sterben wird und sein Nachfolger das Land nicht mehr kontrollieren kann, dadurch werden die Christen eben diesen Krieg, den Saladin braucht, selbst anfangen. 25,5 Sekunden


Als Guido abzieht, ist in der Kinofassung eine weitere Einstellung mit den Kreuzrittern zu sehen. 4 Sekunden

Lange Handlungserweiterung mit ingesamt 6:17 Minuten
Die Ärzte von Saladin kommen in die Gemächer von Balduin IV., während Guido draußen im Gang sehr schlecht gelaunt mit seinem Schwert herumspielt.


In einem Zwischenschnitt ist der schreiende und wütende Renaud im Gefängnis zu sehen.


Drinnen kümmern sich die Ärzte um Balduins durch die von Lepra zerfressene Haut, während auch der Bischof von Jerusalem im Raum ist. Balduin sagt ihm, dass er die Krönungszeremonie für seinen Neffen vorbereiten soll. Der Bischof fragt daraufhin, ob der König die Beichte ablegen will. König Balduin erwidert aber, dass er das nur vor Gott machen wird. Der Bischof geht und trifft draußen vor der Tür auf Guido, der ihm das Schwert an den Hals hält. Beide haben nicht viel für einander übrig. Der Bischof geht weiter und Guido begibt sich in das Zimmer von einer Dienerin seiner Frau. Er sagt zu ihr, dass sie, wo sie doch immer davon träumte so wie Sybille zu sein, jetzt auch deren Pflichten nachkommen kann. Demütig zieht sie ihren Rock hoch und Guido kommt auf sie zu.


Währendessen ist Sybille bei Balian zu sehen. Sie unterhalten sich über die Machtverhältnisse nach Balduins Tot, wenn Sybilles Sohn König ist. Bailan macht sich vor allem wegen Guido Sorgen.


Sybille kehrt nach Jerusalem zurück und trifft ihn ihren Gemächern auf ihren Mann Guido, der bei ihrem Sohn ist. Guido meint, dass der zukünftige König unbedingt seine Armee braucht, sonst wird seine Herrschaft sehr schnell und sehr blutig enden. Die 100 Männer ihres Liebhabers Bailan werden nicht genügen. Guido macht also deutlich, dass zwischen den Beiden unbedingt eine Übereinkunft über seine Machtbefugnisse getroffen werden müssen, wenn sein Stiefsohn erstmal König ist.


Als der König und Tiberius Bailan die Armee anbieten und ihn darum bitten Sybille zu heiraten, fehlt in der Kinofassung ein Moment, in dem Sybilles Kind als zukünftiger König erwähnt wird. 4,5 Sekunden

Kurz danach wurde das Zusammentreffen von Sybille und Bailan umgeschnitten. Im Director's Cut erfährt man, wie ihr Großvater mit viel Blutvergießen Jerusalem eroberte und sie vor hat, wenn nötig, die Stadt auch zu verteidigen. Bailan bleibt aber reserviert. Am Ende, als er ihr einen Korb erteilt, weil er es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, wenn er für den Tot von Guido verantwortlich ist, dreht sie sich noch einmal um und fragt ihn, ob es nicht wert ist, etwas Böses zu tun, was einem größerem Guten dient.
Der Director's Cut ist hierbei 22 Sekunden länger


Die Wachen und Renaud sind im Verlies zu sehen, bevor Guido dort ankommt. 6,5 Sekunden

Renaud bekommt von Guido etwas länger das Essen gereicht, der schnappt es sich in einer späteren Einstellung schnell, gibt dann aber doch auch Guido ein Stück zurück, dass der selbst ist. Renaud redet am Ende dann auch noch etwas länger auf Guido ein, Bailan zu töten.
Ingesamt 22 Sekunden


Sybille unterrichtet ihren Sohn in Geographie, als Tiberius kommt und sie darum bittet, zu ihrem Bruder zu gehen. Sie will das aber nicht, weil sie sein enstelltes Gesicht nicht mehr tragen kann - was aber nicht bedeuten soll, dass sie ihn nicht mehr liebe, wie sie betont. Tiberius besteht aber darauf, weshalb sie geht.
Ihr Sohn bleibt weiter über der Europakarte gebeugt, bemerkt dann aber die Flamme der Öllampe vor sich. Neugierig hält er die Hand darüber und obwohl er sich dabei böse verbrennt, scheint er keine Schmerzen zu empfinden.
79 Sekunden


Die letzte Szene mit Balduin im Sterbebett und seiner Schwester Sybille dauert länger. Man lässt sich in mehreren Einstellungen einfach nur etwas länger Zeit, ohne neue Informationen zu liefern. 38 Sekunden

Vor den Gemächern ihres Bruders trifft Sybille, nach dessen Tot, dann auf ihren Mann Guido. Durch Umschnitte fragt sie ihm Director's Cut nicht nach seinen Rittern für sich selbst, sondern für ihren Sohn - im Gegenzug für ihre Treue als Ehefrau. Am Ende bleibt sie auch länger mit Tränen in den Augen zu sehen.
Insgesamt 8 Sekunden länger.


Nachdem sie sich das zerfressene Gesicht ihres Brudes angesehen hat, legt sie ihm im Director's Cut die Maske wieder an. 13,5 Sekunden


Der König ist tot

Aufgrund der vorherigen Krönung von Sybillas Sohn, wurde im folgenden der Ablauf mancher Szenen abgeändert. In der Kinofassung kommt der Angriff auf Bailan in der Wüste und die Befreiung von Reynard nach Sybillas Krönung. Im Director's Cut vor der ihrer Krönung, aber eben nach der Krönung ihres Sohnes.


Lange Handlungserweiterung mit ingesamt 6:59 Minuten
Die Krönung von Sybilles Sohn zum König Balduin V. ist zusehen.


Bailan sitzt in der Wüste und zweifelt weiterhin als Gott. Der Hospitaler kommt und Bailan demonstriert die "Macht Gottes" in dem er Steine auf den Boden vor einem Busch wirft, bis einer Funken schlägt und den trockenen Busch entzündet. Dieser Gegenbeweis zu Moses Wunder, überzeugt den Hospitaler aber nicht davon, dass Gott nicht exisitiert. Bailan ist weiterhin von der Welt enttäuscht.


Sybille erklärt dem jungen König seine Pflichten, als er einige wichtige Dokumente unterzeichnet. Als er Wachs für das Siegel auf das Dokument träufelt, landet auch etwas heißes Wachs auf seiner Hand. Er scheint es aber nicht zu bemerken. Dafür aber erstmals seine Mutter und auch der Bischof. Beide schauen besorgt, bzw. entsetzt.


Am Abend kommen Ärzte und untersuchen den Jungen. Während einer ihn mit einer Puppe ablenkt, sticht ein anderer ihm Nadeln in den Fuß. Er scheint nichts zu spüren. Für seine Mutter Sybille bricht eine Welt zusammen.


Später erzählt ihr Tiberius von dem Gerücht [der Erkrankung ihres Sohnes], dass die Runde macht. Sie sagt daraufhin, dass jeder der das Gerücht verbreitet, wegen Hochverrats hingerichtet werden soll. Tiberius bleibt hartnäckig und verlangt, dass der Sohn solange es noch geht möglichst präsent in der Öffentlichkeit gezeigt werden soll. Sybille verliert die Nerven und fragt sich mit Tränen in den Augen, wie lange es noch dauern wird, bevor auch ihr Sohn, genauso wie ihr Bruder eine Maske trage muss. Sie fragt sich, wie er das das verdienen konnte. Sie kann es nicht zulassen, dass er so leiden soll und die Hölle auf Erden durchmachen muss. Lieber geht sie selbst in die Hölle.


Sie beschließt ihrem Sohn das bevorstehende Leid zu ersparen. Gemeinsam verbringen sie einen letzten Tag im Garten. Sie erzählt ihm eine Geschichte, singt ihm ein Lied und träufelt ihm dann ein tödliches Gift ins Ohr.


Als Guido Renaud aus dem Verlies holt, ist der Director's Cut etwas länger und anders geschnitten, weil sich hier Renaudauf den toten Jungen und nicht dem toten König bezieht. 7,5 Sekunden länger.

Der verletzte Bailan wird vom Hospitaler gefunden.
17 Sekunden


Als der Botschafter der Muslimen beim König Guy um die Herausgabe der toten Schwester von Saladin bietet und Guido dem einen Dolch von unten in den Kopf sticht, wurde der Director's Cut und die Kinofassung in den darauffolgenden Einstellungen umgestellt. Grund dafür ist, die Tatsache, dass Guido hier im Director's Cut noch sein Schwert nimmt und dem Mann den Kopf abschlägt. Das und Aufnahmen weiterer ensetzten Menschen, inklusive dem Bischof und Tiberius, auf den Blut spritzt, fehlen.
Der Director's Cut ist ingesamt 8 Sekunden länger.


Beim Abmarsch der Truppen, fehlt ein Teil des Tiberius/Bailans Gespräch, in dem Tiberius vom Tot des Jungen erzählt. 15 Sekunden

Die Armee rückt länger ab und Bailan ist in der nächsten Szene früher zu sehen. 4 Sekunden

Das Schlachtfeld ist nach der Niederlage der Christen länger zu sehen. 7 Sekunden

Nachdem Saladin den gefangenen Renaud die Kehle aufgeschnitten hat, sackt der zu Boden, während Blut aus seinem Hals spritzt.
4 Sekunde


Renaud wird von Saladins Wachen länger festgehalten, während das Blut weiter fließt.
1 Sekunde


Jetzt nimmt Saladin doch das Schwert, geht zum noch lebenden Renaud hinaus, der dort von den Wachen festgehalten wird. Beide schauen sich tief in die Augen, Renaud röchelt. Dann schlägt ihm Saladin den Kopf ab. Guido schaut bei der ganzen Angelegenheit nicht zu Renaudhin und bleibt ruhig. Der Imam schaut zufrieden.
27 Sekunden


Saladin läuft zurück zu Guido. Im Hintergrund ist der abgeschlagene Kopf von Renaud zu sehen.
5 Sekunden


Geier laben sich an den Leichen. 4,5 Sekunden
Renauds aufgespießter Kopf in Nahaufnahme, als Tiberius und Bailan die Schlachtfelder besuchen. In der Kinofassung fehlt die Szene, weil die Köpfung nicht zu sehen war.
2,5 Sekunden


Bei den Vorbereitungen zur Verteidigung von Jeruslaem erkennen sich der Totengräber von Beginn des Films und Bailan wieder.
14,5 Sekunden


Der Schwenk über die Befestigungsmauer runter zu Bailan vor dem Tor, dauert zu Beginn länger. 3 Sekunden

Bailan übergibt vor dem Tor Marek sein Land Ibalin, sofern er den anstehenden Kampf überlebt. Dann ernennt er ihn zum Ritter.
40 Sekunden


In der Kinofassung sind während des Bombardements Menschen in den Katakomben zu sehen.
- 3,5 Sekunden

Während in der darauffolgenden Szene Sybille in der Kinofassung länger im Close-Up zu sehen ist, sieht man im Director's Cut das Spielzeugpferd ihres toten Sohnes in der Hand. 1,5 Sekunden

Nachdem die Belagerungstürme umgestürzt sind, verbindet Sybilla die Hand des Totengräbers. In der Kinofassung schenkt man dieser Person keine Aufmerksamkeit und beide sprechen nicht miteinander. Im Director's Cut dagegen, sagt er zu ihr, dass sie nicht wie eine Schwester aussieht, worauf sie antwortet, dass man ist, was man tut. Dann zweifelt er kurz daran, wofür er hier her kam und kämpft, woraufhin sie sich für diesen Umstand entschuldigt. Am Ende gibt er aber zu erkennen, dass er weiß, dass sie die Königin ist.
Mehrere Umschnitte mit ingesamt 22,5 Sekunden mehr im Director's Cut.


Nach dem letzten Kampf an der Mauer sieht man die Opfer der Schlacht.
48,5 Sekunden


Bei den Kapitulationsverhandlungen übergibt Saladin auch noch den König Guido an Bailan.
8,5 Sekunden


Das Gespräch zwischen Bailan und Sybille, in dem sie fragt, was sie jetzt tun soll, ist im Director's Cut etwas länger. Ohne neue Informationen. 2,5 Sekunden

Bailan läuft durch die Gassen von Jerusalem. Als er kurz anhält um einen Schluck Wasser aus einem Brunnen zu trinken, hält ihm Guido ein Schwert hin und fordert ihm zum Duell. Beide bekämpfen sich in der Gasse. Am Ende siegt Bailan und Guido kniet schwer verletzt vor ihm. Er fordert Bailan auf, ihn zu töten. Der erwidert aber nur, dass wenn Guido wieder aufsteht, er als Ritter aufstehen soll. Dann geht er weg und lässt Guido zurück.
2 Minuten, 18 Sekunden


Saladin läuft länger durch den Palast und sieht blutverschmierte Tücher. Umschnitte. 11 Sekunden

Saladin betritt den Palast und kniet sich nieder.
54 Sekunden


Zurück in Frankreich läuft Bailan länger durch die Häuser. 13 Sekunden

Bailan schaut den Berg hinab und bemerkt im Director's Cut eine neu gewachsene Pflanze. In der Kinofassung sieht man nur ihn.
Der Director's Cut ist 2 Sekunden länger.


Kommentare

30.07.2006 02:09 Uhr -
SUPER GENIALER SCHNITTBERICHT.


30.07.2006 02:22 Uhr -
Geniales Layout, Respekt, Respekt, Respekt. Der DC scheint kein Vergleich zur KV zu sein, echt mal wieder eine Unrated die sich den Namen Unrated verdient hat. Aber vor allem scheint die Handlung nun deutlich besser zu sein.

Danke für diesen denkwürdingen SB.

30.07.2006 08:01 Uhr - Mr. Schneebly
Ein wirklich toller SB, sehr beeindruckend!
Was freue ich mich schon so lange auf diesen DC. Dagegen war die Kinoauswertung hinsichtlich Charakter- und Plotentwicklung viel zu kurz geraten. Dieser Film hatte einen DC wirklich bitter nötig!

30.07.2006 09:36 Uhr - Steven
Ganz ganz großes Lob an Doc Idaho für diesen großartigen Schnittbericht!
Das neue Gewand steht den Schnittebrichten sehr gut und wird hoffentlich jetzt öffter in der Form auftauchen...

30.07.2006 11:23 Uhr -
Wirklich sehr guter Schnittbericht. Vielen Dank. Auch die Lesbarkeit ist durch das neuere Layout stark erhöht. Allerdings finde ich es etwas schade, dass die Timecodes weggefallen sind. Vielleicht liese sich da noch eine Lösung finden. Z.B. könnte man die Schnitte vielleicht durchnummerieren und am Ende eine Tabelle mit den jeweiligen Nummern und den dazugehörigen Timecodes einfügen.
Noch eine kleine Frage zu den "Gewaltschnitten": Ist das Blut in der Kinofassung wirklich rausretuschiert, oder nicht vielmehr im DC nachträglich eingefügt worden? Einige Blutfontänen sehen doch stark nach CGI aus, oder?
Noch mal vielen Dank für den ausführlichen SB!

30.07.2006 16:12 Uhr -
Ein echt *DICKES FETTES* Lob für diesen SB an dich, Doc! Als ich den Film erstmals in der Fassung gesehen habe, habe ich bei mir gedacht "...der arme Kerl bei SB.com der DEN SB machen wird, der tut mir jetzt schon leid..." da es ja teils oft nur minimale Dialogänderungen waren, die es zu berücksichtigen gab.

Hast du GENIAL HINBEKOMMEN!

Zum Film selbst:

Er gefällt mir in der Version besser. Allerdings fehlt eine Sache auch in dieser Fassung die Ridley Scott im AC und auch im Bonusmaterial erwähnt: Es wird nicht richtig deutlich das der Sohn Sybills auch ihr Bruder ist, den er stammt aus einer inzestiösen (SP?) Beziehung zwischen ihr und dem König (der ja auch ihr Bruder ist). Dies war damals ja recht üblich und ist auch ein Mitgrund dafür das er eben an Lepra erkrannt. Wen man diesen Subplot schon wieder aufgreift - der den Film IMO ziemlich verlangsamt und wirklich recht unnötig ist, da gebe ich Fox mal Recht! - dann hätte man das auch deutlich sagen können, anstatt es nur anzudeuten; was ja des öfteren geschieht.

30.07.2006 19:53 Uhr - Doc Idaho
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Erfahrungspunkte von Doc Idaho 18.927
Danke für's Lob

Bezüglich des Timecodes. Diese Daten habe ich während der SB Erstellung als Abfallprodukt mit angesammelt, halte sie aber in Schnittberichten eigentlich nicht für nötig, wichtiger ist, dass man anhand von Bildern oder der Beschreibung weiß, wo der Schnitt ist.

Wegen dem Blut. Scott nutzt sowenig CGI wie möglich, also wohl kaum für sowas banales wie Blut, wo er sich doch beim rumfliegenden Dreck auch schon soviel Mühe gibt.
Im AK der Cutterin wird erwähnt, dass Scott das Blut bewußt aus der Kinofassung entfernte und es offensichtlich ihr zu verdanken ist, dass es jetzt im DC drin ist. Es ist also auch nicht 100% sicher, dass alle Gewaltschnitte wegen der MPAA stattfanden. Scott war das Blut scheinbar nie so wichtig - könnte ein Grund sein, warum in der Extended Fassung von Gladiator die zensierten Szenen immer noch fehlten.
Weiterhin wurde dass Blut öfters nicht vollständig retuschiert und man sieht auch fehlerhafte Hintergründe (wenn man beim Standbild ganz genau anschaut und den Vergleich hat). Von daher war das Blut sicher vorher da.

mfg

31.07.2006 07:48 Uhr - TheHutt
SB.com-Autor
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Hallo,

Mit den Timecodes finde ich ebenfalls, daß etwas essenzielles fehlt. Vielleicht weil die einfach dazugehören. :) Ansonsten ein echt klasse SB, gut zu lesen und interessant nachzuvollziehen.

31.07.2006 18:06 Uhr - squirrel
Super SB! Werd mir den DC höchst wahrscheinlich kaufen

10.08.2006 19:35 Uhr -
Dieser Schnittbericht ist in der Tat Beispiellos. Allerdings...
War die Kinofassung (natürlich) stark gekürzt, gab es für eine ab 12J. fassung hier & dort doch schon einige gute Blutspritzer. Und im Directors Cut geht es nun natürlich etwas rabiater zu, was devinitiv sein muss (war eben eine extrem brutale Zeit). Aber als ich im Schnittbericht bemerkt habe das KEINE härteren Details in der Finalen Belagerungsschlacht enthalten sind, hätte ich fast gekotzt...
Da werden Leute von herumfliegenden Steinen getroffen (oder zumindest von deren Splittern), bekämpfen die Menschen sich bis zum letzten Tropfen Blut, ohne viel Blut, und nun noch immer keine härteren Details?!? Ich finde dass Das nicht so recht mit dem rest des Films zusammenpasst!? 2-3 Leute zerhacken sich & Literweise Blut ist zu sehen. Aber wenn eine Schlacht tobt, mit Hunderten von Kriegern, sieht man kaum etwas??? Da war ja selbst King Arthur "härter", wenn auch nur bedingt...
Dennoch jetzt ein garantiert besserer Film & so gut wie gekauft!!!
Nochmal ein Lob zu Diesem Schnittbericht. Echt cool.

20.09.2006 17:09 Uhr - im1983hs
Super D.C., endlich wirkt der Film nun realistischer (auch wegen mehr Blut/Gewalt.
Leider ist mir der D.C. viel zu teuer, ist ja fast schon abartig, naja ich warte, in der Hoffnung das er mal etwas billiger wird, zumindest nen Zehner muss das Teil runter gehen

19.10.2006 02:30 Uhr - gameria
Danke wieder einmal für eure grandiose Arbeit! Wie bei King Arthur war mir sofort klar, dass ich mit der Filmsichtung warten würde, bis die vom Regisseur favorisierte Version erhältlich ist und genau wie bei diesem Fall hat es sich zweifelsohne gelohnt! Auch wenn der Film nun vermutlich für das breite Publikum etwas zu lang ist, halte ich den Directir's Cut für die einzig richtige Version, ein epochales Meisterwerk, das Gladiator locker hinter sich lässt, auch wenn Orlando Bloom nicht wirklich ein ernstzunehmender Mime ist.

26.06.2007 11:18 Uhr - DaNelsOneGuy
Das Blut wurde nicht weg retuschiert! Im "Director's Cut" wurde einfach digital Blut eingefügt. -> siehe auch Alien vs. Predator

27.08.2007 11:33 Uhr - Xaitax

Mich hätte es nicht gewundert,wenn die
Director's Cut einen FSK 18 Stempel erhalten hätte.



-Xai-

02.01.2008 14:04 Uhr - Matthes
Hut ab für diesen Schnittbericht :-)

Mir gefiel der Directors Cut eindeutig besser. Die Kinofassung kam mir schon immer "nicht ganz fertig" rüber. Auch wenn der Dir.Cut fast ne Stunde länger läuft, werden fast alle Fragen beantwortet, die in der Kinofassung gestellt worden sind.

In diesem Sinne

greetzas Matthes

03.05.2009 11:04 Uhr - Weide_de
Zur Info:
Auf der BluRay fehlen:
- Overture
- Intermission
- Entr'acte

16.05.2009 13:29 Uhr - Thundersheep
Ein hervorragender Sb, Respekt!
Zum DC selbst, das ganze Paket ist nun viel kompakter und schon als ich den Film dahmals im Kino sah, hatte ich den Eindruck, dass etwas fehlt. Der gaze Prolog und auch die Gesichte um den Sohn Sybillas war mir gänzlich neu. Alles in allem ist der DC der KV weit überlegen. Wer sich für diese Epoche interesiert, sollte einen Blick riskieren, auch wenn es historisch nicht allzu exakt ist.

21.03.2010 10:17 Uhr -
Nachdem ich mich selbst sehr lange mit den beiden Fassungen beschäftigt habe und schwankend zwischen der Kinofassung und der Director`s Cut Fassung stehe, ist m.E. die Director`s Cut Fassung dennoch etwas zu lang geraten. Sicher sind einige wichtige Erweiterungen dabei aber auch unnötige die Story dehnende Szenenverlängerungen sind hinzugekommen, dass wird mir bei diesem hervorragenden Schnittbericht deutlich. Dennoch sollte man beide Fassungen haben. Die Normalfassung als hervorragende DVD, mit einem guten Blu Ray Player wird dieser toll ins 1080p Format skaliert und die Director`s Cut Fassung als Blu Ray. Kennt man beide Fassungen gut, so schließt sich der Kreis und man kann sich mit dem Wissen der Director`s Cut Fassung auch gut die Kinofassung erneut ansehen.

31.12.2012 00:02 Uhr - Rorberto24
Ich fand die kinofassung grottenschlecht, jetzt hab ich mir den directors cut auf bluray gekauft, übrigens saugeiles bild, und der DC ist um LÄNGEN besser als die kinofassung, vielleicht ein bisschen zu lang, aber sowas von genial. Kann ich nur sehr empfehlen.

20.01.2013 12:46 Uhr - AkiRawOne
Shit, ich hab mir den für 1 Euro in Rebuy geholt. Is leider nur die Kino-Fassung
Hoffentlich reicht die um den Film trotzdem Cool zu finden. Manche finden ja
die Lang-Fassung von Gladiator schlechter als die im Kino, was für mich absolut unverständlich ist.

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