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Dark Water - Dunkle Wasser

zur OFDb   OT: Dark Water

Herstellungsland:USA (2005)
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,72 (18 Stimmen) Details
29.10.2006
Glogcke
Level 17
XP 5.212
Vergleichsfassungen
Kinofassung ofdb
Freigabe FSK 12
Unrated ofdb
Das Machwerk
Kaum spannender und zusammenhangloser Film, mit wenig Höhepunkten und unspektakulärem Ende, der auf der von „Ring“ losgetretenen US-Remake-Welle erfolgreicher japanischer Horrorfilme mitschwimmt, dort letztendlich aber in seinem eigenen Wasser versinkt. Auch Jennifer Connelly und die zum Augenreiben niedliche Jungschauspielerin können da nicht mehr viel reißen.

Das Unrated-Rätsel
Werbewirksam erschien auch „Dark Water“ nach dem Kinorelease in den USA gleich in zwei Versionen auf DVD, der üblichen Kinofassung (Fullscreen DVD), sowie einer Unrated-Version. Mysteriöser als der Film selbst sind jedoch die Rätsel und Gerüchte um die besagten Versionen. Im gesamten Internet finden sich zahlreiche Reviews, deren Autoren sich ebenfalls kurz mit der Unrated Version beschäftigen und konsterniert bemerken, dass sie keine Unterschiede feststellen konnten. Teilweise wurde sogar klar behauptet, beide Versionen seien identisch. Andere wiederum führten an, die Unrated Version würde lediglich mehr Schimpfwörter enthalten.

Weiterhin fiel relativ schnell auf, dass die Unrated Version gegenüber der Kinofassung sogar mit einer geringeren Laufzeit angegeben wurde. Dies muss selbstverständlich nicht viel bedeuten, denn Coverangaben können durchaus ungenau sein, allerdings lässt sich meist zumindest eine ungefähre Einschätzung vornehmen.

Im deutschsprachigen Raum ist bis heute zudem nicht bekannt, welche Version hierzulande eigentlich veröffentlicht wurde. Zumindest zeigt das deutsche DVD Cover keinen Hinweis auf eine etwaige verlängerte Fassung.

Die Lösung
Obwohl für die Problemlösung die Anschaffung beider US-DVDs erforderlich war , ist die Lösung schnell erzählt: Tatsächlich enthält die Unrated Version nur äußerst wenig neues Material. Eine Szene wurde hier eingefügt, die in der Kinofassung nicht, wohl aber auszugsweise im Trailer, zu sehen war. Diese Szene hat mit Zensur nichts am Hut.
Im Gegenzug wurden in der Unrated Version zwei Handlungsschnitte vorgenommen, durch die hier eine komplette Szene zum Opfer fiel. Dadurch dass zwar eine Szene neu hinzukam, insgesamt aber erheblich mehr entfernt wurde, ist die Unrated-Version tatsächlich kürzer als die Kinofassung. Weitere Veränderungen, insbesondere solche die auf Zensur zurückzuführen sind, gibt es nicht. Auch beinhaltet die Unrated-Version keine zusätzlichen obszönen Ausdrücke oder Schimpfwörter. Dies wurde nachhaltig kontrolliert.

Zuletzt kurz und knapp: Die deutsche DVD beinhaltet die (längere) Kinofassung, womit wir…

Die Wertung
…zur Bewertung kommen:
Während die Unrated Versionen vieler PG-13-Filme in der Regel schon wenig brisantes Material zeigen, lassen sich hier jedoch meist zumindest ein paar Inhalte finden, die auf Zensur zurückzuführen sind. Und sei es nur ein Schimpfwort oder ein etwas weiter ausgeschnittenes Dekolleté. Die Unrated-Version von „Dark Water“ hingegen bietet nichts von all dem. Das wäre ohne weiteres zu verkraften, wenn die restlichen Handlungsszenen eine Bereicherung wären. Aber auch dem ist nicht so. Im Gegenteil: Inhaltlich trägt die hinzugekommene Szene rein gar nichts zum Film bei. Vielmehr handelt es sich dabei um einen überlangen Schockeffekt. Und auch als solcher ist er nicht der Rede wert, da hier vor allem Effekte gezeigt werden, die seit Stephen Kings Shining keinen mehr hinter dem Ofen hervorlocken.
Die im Gegenzug aus der Unrated-Version entfernten Szenen schmerzen: Zum einen stellte die Traum-/Realitätsszene der Kinofassung einen der wenigen Spannungsmomente im Film dar, zum anderen wird die Unrated Version durch das Fehlen in sich unlogischer.

Letztendlich unterbietet die Unrated-Fassung von „Dark Water“ damit noch diejenige von Chucky's Baby, welche wohl bisher den Tiefpunkt aller hier geprüften Unrated- und Extended-Fassungen darstellt und bekommt mithin das SB.com-Prädikat für großen Schwindel.
Interessenten des Films können und sollten mithin ohne Bedenken zur deutschen DVD greifen, da Touchstone hierzulande glücklicherweise bei der Kinofassung geblieben ist.

Verglich wurde die Kinofassung (PG-13) der US-Fullscreen DVD von Touchstone(= deutsche DVD) mit der US-Unrated DVD von Tochstone

mehr Informationen zu diesem Titel

0.59.46
Nachdem Dahlia (Jennifer Connelly) sich erschöpft hingelegt hat erfolgt in der Unrated Version eine längere Traumsequenz, die in Auszügen auch im Trailer zu sehen war. Die Traumsequenz setzt sich zunächst aus einigen Erinnerungsstücken und Bildern zusammen, die im Appartement 10F hängen. Anschließend steht Ceci (die Tochter) auf ihrem Bett und streckt ihre Arme unheimlich von sich während Wasser die Wände hinterläuft.. Schnittartig befindet sich später Dahlia im selben Raum, während aus den Wänden dunkles Wasser zu laufen beginnt. Dahlia ist verzweifelt und schreit.

In der Kinofassung sind an dieser Stelle einige Einstellungen des Stadtviertels bei Nacht zu sehen (4,63 Sec.). Im Anschluss folgt eine vollständig alternative Szene (siehe übernächster Schnitt).
44,87 Sec. (in der Kinofassung)


Zeitindex Unrated (US-DVD): 1.00.38
In der Unrated-Version wurde nach der neu eingefügten Traumszene hingegen ein Riesenschnitt gesetzt, der die wesentlich längere Traum/Realitätsszene aus der Kinofassung, bestehend aus drei Szenen, vollständig entfernt. In der Szene träumt Connelly ihrer Tochter würde vom Besuch bei ihrem Vater zurückkehren. Tatsächlich ist es der Geist des verstorbenen Mädchens, den sie aber für ihre Tochter hält. Das Mädchen möchte lediglich eine Mutter und versetzt sich daher in die Rolle der Tochter. Die Szenen im Einzelnen:

1. Szene
Connelly sitzt am Abend im Erdgeschoss und wartet auf die Rückkehr ihrer Tochter, die zu Besuch bei ihrem Vater ist. Als das Auto vorfährt steht sie auf, um ihre Tochter zu begrüßen. Die Tochter (in Wirklichkeit der Geist) steigt aus dem Auto aus und läuft hocherfreut zu ihrer Mutter und springt ihr auf den Arm. Im Hintergrund ist ein geisterhaftes Kinderlachen zu hören.


2. Szene
Connelly sitzt mit ihrer Tochter/dem Geist in der Küche und serviert ihr Spaghetti. Die Tochter (Geist…) sagt ihr, dass das ihr Lieblingsessen sei. Die Mutter freut sich, steht auf und geht zur Spüle. Dann setzt eine unheimliche Musik ein und die Tochter wird gezeigt und sagt: „Ich liebe dich, Mami“.
Im Anschluss sitzt die Tochter in der Badewanne, während ihre Mutter sich vor dem Spiegel bettfein macht. Sie unterhalten sich über den Wohnort des Vaters. Die Mutter fragt, wie es ihr dort gefällt. Die Tochter antwortet, dass es ihr nicht gefällt. Connelly erwidert, dass es ihr vielleicht nur deshalb nicht gefalle, weil sie sich noch nicht daran gewöhnt habe. Die Tochter aber meint, dass sie sich nicht an den Ort gewöhnen will. Die Stimmung der Szene wird zunehmend unheimlicher; Die Tochter ist hinter der beschlagenen Badewannentür nicht zu erkennen. Sie fasst mit der Hand an die Scheibe und fängt an zu singen. Connelly wird aufmerksam, als sie den Liedtext hört und bittet ihre Tochter mit dem Singen aufzuhören. Dann holt sie sie aus der Wanne und trocknet sie ab.


3. Szene
In der Nacht liegt Connelly alleine im Bett, als plötzlich die Tochter (der Geist) vor diesem steht und meint, sie habe Angst. Sie fragt weiterhin, ob sie bei Connelly im Bett schlafen kann. Diese bejaht das. Das Mädchen legt sich hinter sie und flüstert ihr unheimlich ins Ohr: „Ich liebe dich, Mami“.
Insgesamt: 85,03 Sec. (In der Unrated Fassung)


Zeitindex Unrated (US-DVD): 1.01.16
Kurz nach dem Riesenschnitt, wurde in der Unrated Version erneut ein erneut ein wichtiger Handlungsteil entfernt: Connelly wird in ihrer Wohnung von ihrer Tochter angerufen. Diese fragt sie aufgeregt, wo sie am vergangenen Tag gewesen sie und erklärt, dass sie zweimal angerufen habe. Die Mutter weiß gar nicht so Recht wovon die Tochter redet. Diese ist aber auch schnell beim nächsten Thema und erzählt ihr, dass ihr Vater sie gleich nach Hause bringt und die Mutter sie abholen soll.
Anmerkung: Entscheidende Szene, in der Connelly bemerkt, dass sie über 24 Std. lang geschlafen hat. Die Szene hängt auch direkt mit der vorherigen, in der Unrated-Version entfernten, Szene zusammen: Connelly schlief nur durch den Einfluss des Traumes verursacht durch das verstorbene Mädchen solange. Der lange Schlaf wird zwar kurz darauf auch in der Unrated-Fassung am Telefon erläutert (in der Kinofassung ebenfalls enthalten), der Hintergrund fehlt hier jedoch vollständig
27,1 Sec (In der Unrated-Fassung)

Kommentare

29.10.2006 00:21 Uhr - DerAlucard
Das nennt sich jetzt aber Abzocke^^

Der Film war auch so, nicht gerae unlogisch, aber doch sehr verwirrend

29.10.2006 00:59 Uhr - Cellarwork
Da wäre ich echt mal angepißt, wenn ich da die Unrated-Fassung gekauft hätte. Nicht, weil ich mehr Gore erwartet hätte, sondern weil echt einer der wenigen Höhepunkte fehlt - und der Ersatz sieht mager aus! Der Director´s Cut von Blade Runner hat mich damals aber auch genervt - ...

29.10.2006 11:15 Uhr - Schaffi
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Super Bericht. Wirklich gut gemacht. Jetzt bin ich mir zu 100% sicher, dass ich bei dem Film nix verpasst hab! ^^

30.10.2006 07:33 Uhr -
Wieso wird das so gemacht? Wieso nicht gleich die uncut Fassung raus bringen?

30.10.2006 08:12 Uhr - Herr Kömmlich
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So kann man 2 mal Geld verdienen!

31.10.2006 16:10 Uhr - turnstile67
Ich kenne nur die Unrated-Version (hab' mir damals gleich die US-DVD geholt). Wenn ich jetzt den SB hier lese, so wird doch ganz deutlich, warum die oben besagten Szenen in der Unrated-Version fehlen:

Diese Szenen sind in der Kinofassung enthalten, um auch ja dem letzten 08/15-Zuschauer schon relativ früh die "Lösung" aufzutischen und ihn nicht so lange im Dunkeln tappen zu lassen. DAS war aber genau die Absicht der Filmemacher, weshalb in der Unrated-Version diese besagten Szenen natürlich fehlen.

Ich mochte den Film sehr und kann nur betonen, dass die Unrated-Version meiner Meinung nach die bessere Fassung des Films ist.

31.07.2008 13:17 Uhr - McGloomy
Ich hatte mir von diesem Film wesentlich mehr erhofft. Die Schauspieler sind zwar erste Klasse, aber wieso musste das großartige Finale aus der japanischen Vorlage derart verstümmelt werden? Ich bin erstaunt, dass dieses Remake derart gute Kritiken bekommen hat. The Ring 1 bleibt wohl der einzige gelungene Versuch, einen japanischen Film für ein westliches Publikum zuzuschneidern.

10.08.2008 21:24 Uhr -
Der kommt doch jetzt gleich auf ProSieben. Auf OFDB steht der mit 100 min. bei uns in der Zeitung mit 93 min. Ist da was bekannt ob da was geschnitten wurde?

11.08.2008 16:03 Uhr - Gwendoline
also, ich war von dem film eher enttäuscht, zwar war die grundhandlung ganz akzeptabel, allerings wirkte der film mehr so, als wenn er dann später, wenn er mal groß ist, ein horrofilm wird, wirklich erschreckende momente oder einfach richtiger grudel, ahben irgendwie gefehlt...aber man kann sich ihn anschauen...

25.02.2010 19:16 Uhr - ~ZED~
User-Level von ~ZED~ 1
Erfahrungspunkte von ~ZED~ 25
Hab ich mir damals im Kino angesehen, musste mich damals reinschummeln, da ich noch nicht 16 war.
Der Film ist zwar spannend, aber kein wirklicher Horror, man kriegt zwar Angst, aber keine Panik. Kann man sich also ansehen, wenn man auf eher weicheren und sorfteren Horror steht.

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