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Big Snuff

zur OFDb   OT: Snuff

Herstellungsland:USA, Argentinien (1976)
Genre:Splatter, Trash
Bewertung unserer Besucher:
Note: 3,83 (6 Stimmen) Details
04.07.2007
Playzocker
Level 23
XP 11.910
Vergleichsfassungen
deutsche Kinofassung ofdb
Freigabe ungeprüft
US Version ofdb
Insgesamt ist die deutsche Kinofassung an 13 Stellen um 887,2 Sekunden kürzer und an 2 Stellen um 831,8 Sekunden länger als die US Fassung, dadurch ergibt sich ein Zeitunterschied von insgesamt 55,4 Sekunden.

Laufzeit der deutschen Fassung inkl. dem Schwarzbild am Ende: 1:15.44 Min
Laufzeit der US Fassung inkl. dem Schwarzbild am Ende: 1:16.39 Min
Die Laufzeitangaben stammen von beiden Fassungen nach dem Schema US / DT.

Für diesen Schnittbericht wurde die gekürzte deutsche Kinofassung mit der ungekürzten US-Version verglichen, beide befinden sich auf der DVD von New Entertainment Wave, die in insgesamt 3 Ausführungen (auf 500 Stück limitierte große Hartbox und 2 kleine Hartboxen) mit jeweils unterschiedlichen Covermotiven erschienen ist.

„Big Snuff“ ist obwohl der Film an sich dürftig ist ein sehr interessantes Kapitel der Filmgeschichte. Vom Ehepaar Findlay wurde er unter dem Titel "The Slaughter" um ca. 30.000 Dollar in Argentinien gedreht und landete dann in der Schublade eines Produzenten, der die Rechte zwar günstig erworben, den Film aufgrund der Qualität aber nicht veröffentlicht hat. Erst, als die Medien über die Manson-Familie berichteten und die Diskussion über Snuff-Filme öffentlich aufkamen, drehte der Produzent selbst die Schluss-Szene nach (über deren Gore-Gehalt das Ende des SBs Aufschluss gibt), benannte den Film in "Snuff" um und behauptete nachträglich, sie sei echt und die Darstellerin wirklich gestorben. Der Produzent verfasste reißerische Werbeslogans und Taglines und organisierte Protestgruppen, die dann vor den Kinos gegen den Film protestierten und rührte so die Werbetrommel. Als er aufgrund des Verdachts der Tötung der Frau sogar vor Gericht musste, konnte er sich selbst leicht aus der Schlinge winden, indem er die Dame lebendig vor Gericht auftreten ließ.
In Deutschland lief anfangs sogar die ungeschnittene Fassung, die dann aber aufgrund der Diskussionen über Snuff-Filme und der „freiwilligen“ Proteste wieder eingezogen wurde. Der Verleih zog den Film dann wieder zurück und kürzte ihn um die blutigen Details im Finale und etliche Handlungsszenen, von denen eine sogar einen Deutschen als Waffenhändler tituliert. Aufgrund dieser weitreichenden Cuts hatte der bereits unzensiert nur ca. 77 Minuten dauernde Filme gar nur mehr eine Spieldauer von ca. 63 Minuten, sodass man um wieder auf eine halbwegs normale Spieldauer zu kommen kurzerhand eine Szene aus Richard Kanters Bikermovie "Wild Riders" eingefügt hat. Diese passt sowohl aufgrund der Cinematografie als auch aufgrund der Thematik recht gut in „Big Snuff“, der in der umgeschnittenen Fassung dann unter dem Titel „American Cannibale“ aufgeführt wurde.

mehr Informationen zu diesem Titel

0.00
Die deutsche Fassung beginnt mit dem Logo des AB-Filmverleihs, die US-Fassung hat kein Logo.
+15,04 Sec


11.53 / 12.08
Während der Autofahrt fehlt ein Dialog:
Die Frau fragt, ob die Hitze normal für diese Jahreszeit ist. Der Mann bejaht und sie merkt an, dass sie die Hitze nicht gut verträgt. Dann fragt sie, ob das Haus noch weit entfernt sei. Der Mann antwortet, dass sie gleich ankommen werden.
33,28 Sec


20.44 / 20.25
Der Sektenführer uns das Mädchen baden, aus dem Off spricht eine Stimme, dass die Seele des Mädchens gereinigt und „ihm“ gewidmet werden wird. Das Mädchen bejaht (ebenfalls im Off) und meint, dass es für „ihn“ sogar töten würde.
Dann kommen zwei andere Mädchen, ebenfalls Mitglieder der Sekte, an dem kleinen See an, ziehen sich aus und springen ins Wasser. Eine kurze Wasserschlacht darf da natürlich auch nicht fehlen.
142,88 Sec


27.46 / 25.05
Es fehlt der Anfang des Karnevals. Man sieht etliche Menschen tanzen, außerdem bewundert die junge Frau den Karneval und fragt den Mann, ob er denn ein Kostüm für sich und sie besorgt habe.
Dann wird zur Nacht übergeleitet, die beiden sitzen nun verkleidet an einem Tisch.
117,88 Sec


30.01 / 25.21
Wieder fehlen einige Einstellungen des Kanevals.
49,36 Sec


32.00 / 26.31
Es fehlt die zweite Hälfte des Dialoges zwischen der jungen Frau und ihrem „Entführer“, in der sie zu ihm sagt, dass sie lieber mit ihm zusammen sein möchte, Max aber nicht verletzen will. Dann sind wieder einige Eindrücke des Karnevals zu sehen.
142,04 Sec


35.05 / 27.13
Es sind Abwechselnd Einstellungen des Geschlechtsaktes der jungen Frau und des Karnevals zu sehen.
66,72 Sec


40.50 / 31.53
Es fehlt ein längerer Dialog, in dem der deutsche Waffenhändler zuerst über einen Vertragsabschluss spricht und sich dann vor der jungen Frau für seine kriminellen Geschäfte rechtfertigt. Ungebetene Gäste tauchen plötzlich an der Tür auf und der Mann, Juan, liefert sich ebenfalls ein kurzes Streitgespräch mit dem Waffenhändler.
201,36 Sec


45.18 / 32.59
An dieser Stelle wurde in der deutschen Fassung ein langer Szenenkomplex aus Richard Kanters Bikermovie "Wild Riders" eingefügt.

Zwei Biker halten in der Nähe eines Hauses und beschließen, einzubrechen und „wenn eine Puppe im Haus ist“ sich auch zu „amüsieren“. Pete läutet an und meint zu Rona, dass sein Motorrad heißgelaufen sei und er Wasser braucht. Sie antwortet, dass Motorräder luftgekühlt sind und er antwortet, dass es er selber sei, dem heiß ist. Rona kontert, er könne ruhig den Gartenschlauch nehmen und geht wieder. Er folgt ihr mit seinem Motorrad, meine, er könne auch freundlich sein, und stellt ihr Stick vor, seinen Partner und angeblich ein Gourmet.

In der nächsten Szene mampft und säuft Stick wie ein „Gourmet“ in sich hinein. Pete und die Frau scheinen sich schon besser zu verstehen (an der Stelle wurde beim Einfügen scheinbar etwas ausgelassen) und gehen gemeinsam ins Schlafzimmer, wo sie sich küssen.

Stick konfrontiert die Frau mit einem Frosch-Aufsteller und behauptet, der wurde aufgestellt um ihn zu veräppeln. Er bedroht sie, doch sie flüchtet vor ihm. Er verfolgt sie kurz, reißt ihr die Sachen vom Leib und beginnt damit, sie zu vergewaltigen. Dabei sind immer wieder Zwischenschnitte auf Pete und Rona zu sehen, die im Bett miteinander schlafen.

Ronas Ehemann Harry kommt nach Hause. Pete und Stick bedeuten den Frauen, dass sie still sein sollen, dann schlagen sie Harry zusammen und Pete erzählt ihm, dass er es mit seiner Frau getrieben hat. Dann zwingt er ihn, dass er für ihn spielt (Anm: Harry ist Musiker), da er sonst den „Klimperkasten“ auf Ronas Schädel zertrümmern würde. Harry spielt und stößt plötzlich den Bogen ins Auge des daneben hockenden Pete. Dann schlägt er mit dem „Klimperkasten“ auf Stick ein und befördert ihn durch die Verandatür. Er stößt ihm etwas in den Magen, Pete fällt in den Pool und ertrinkt darin.

816,76 Sec (= ca. 13,5 Min)

Bei allen ab diesem Schnitt folgenden Szenen mit der Sekte wurden in beiden Fassungen unterschiedliche Farbfilter verwendet. Während in der US Fassung hier blaue Töne vorherrschen bietet die deutsche Kinofassung die komplette Szene in schwarz/weiß.

1:13.35 / 1:14.53
Der Mann schneidet der Frau länger in die Schulter.
8,8 Sec


1:14.00 / 1:15.08
Der Frau wird ein Finger abgeschnitten.
4,24 Sec


1:14.07 / 1:15.11
Die verstümmelte Hand der Frau ist lange Zeit in der Vogelperspektive zu sehen.
6,8 Sec


1:14.15 / 1:15.12
Nach einem kurzen Zwischenschnitt des Peinigers sieht man wieder die Hand der Frau.
2,64 Sec


1:14.40 / 1:15.33
Mit einer Stichsäge wird der Frau die rechte Hand amputiert.
17,92 Sec


1:15.06 / 1:15.42
Die deutsche Kinofassung ist zu Ende als der Mann zusticht und die Frau etwas Blut spuckt.
In der US Fassung spuckt sie etwas mehr Blut, dann ist noch sehr ausführlich zu sehen, wie der Mann ihr den Bauch aufschlitzt und ihre Eingeweide ans Tageslicht befördert. Danach folgt ein Filmriss-Effekt und während dem danach folgenden Schwarzbild bestätigt der Kameramann noch, dass er alles im Kasten hat.
93,28 Sec
Dieser Schnittbericht wurde ausschließlich für www.schnittberichte.com verfasst!
Eine Verwendung auf anderen Internetseiten oder in Printmedien, auch auszugsweise, ist ohne das Einverständnis des Autors untersagt und wird geahndet.

Kommentare

04.07.2007 00:15 Uhr - spannick
exzellent! vielen Dank für den wunderbaren SB :)

04.07.2007 07:37 Uhr - will-lee
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Sehr ausführlicher Schnittbericht. Nur bei 45.18 / 32.59 fehlt der Titel des anderen Filmes. Schon ganz lustig um den Filme wieder auf eine vernünftige Lauflänge zu bringen Szenen aus einem anderen Film einzufügen^^.

04.07.2007 09:19 Uhr - Playzocker
DB-Helfer
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THX 8)

Und auch Danke für den Hinweis, ich hatte den Text so vorbereitet und wollte mir die Info dann aus dem I-Net raussuchen ... habe aber dann vor dem Upload darauf vergessen. Ist geändert.

04.07.2007 10:27 Uhr - Evil Wraith
Mannomann *händereib*, danke für den SB - Auf den habbich schon eine Ewigkeit gewartet *g*... Der Streifen spielt ja auch eine Major Role in der TV-Doku "The Dark Side of Porn".

04.07.2007 11:26 Uhr - Hickhack
Was für ein dummer Film... "Er konnte nur in Südamerika gedreht werden, wo ein Menschenleben nicht viel zählt." Einfach dämlich.
Aber guter Schnittbericht! Hat mich schon immer interessiert, was das eigentlich für ein Film ist.

04.07.2007 11:53 Uhr - Playzocker
DB-Helfer
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Ich hielt ihn ja anfangs für so einen Müll a la "Faces of Death", wenn man genau hinsieht, sind die Kills aber so "echt", dass man beim abgeschnittenen Finger am Ende des Films den echten Finger der Darstellerin darunter erkennen kann.

Aber eines finde ich schon interessant: Als FILM gesehen, ist "Big Snuff" sicherlich kein Glanzstück, hat man diesen Snuff-Gedanken aber im Hintergrund, passt die Billigheit und Schlechtheit sogar so gut, dass man an dem Film gefallen finden könnte. 8)

Ich jedenfalls fand ihn überraschend gut, das Beste am Film ist allerdings das nachgedrehte Ende. Endlich sieht man Schauspieler, die wirklich was draufhaben - denn sowohl dem Mann als auch der Frau kauft man den Sadismus/die Angst wirklich ab. In der sehr interessanten Texttafel zum Film auf DVD wird außrdem berichtet, dass die Frau am Set beruhigt werden musste, weil der Mann so gut gespielt hat, dass sie richtig Angst vor ihm bekam...

04.07.2007 14:15 Uhr - PaulBearer
Ob sich die Macher von "Guinea Pig" den Film auch mal angeschaut haben? :)

04.07.2007 15:37 Uhr - KoRn
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interessante vorgeschichte zum film & wie immer hervorragender SB!

04.07.2007 16:06 Uhr - jenzi
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Beim nachträglichen cutten scheint man die Tonaufnahmen der Szenen gleich mit entsorgt zu haben :(

07.07.2007 13:42 Uhr - SergioSalvati
Dass die Szene aus "Wild Riders" erst in der geschnittenen Fassung eingefügt wurde, stimmt nicht. Sie war in der deutschen Version bereits von Anfang an enthalten. Sie wird in der alten Filmdienst-Kritik, die sich auf die Uncut-Fassung bezieht, beschrieben. Scheinbar hielt der Verleih den Kernstreifen "The Slaughter" von Anfang an für nicht blutig genug und nach den Handlungskürzungen wohl auch für zu kurz.

08.07.2007 14:02 Uhr -
Also das alles klingt irgdenwie lanweilig und uniteressant. Kaum Gewalt wurde geschnitten, nur Handlung. Da ist die Uncut wahrscheinlich richtig dialog und Handlungslastig und es dauert 60 inuten, bis wenigstens etwas passiert. Den Kauf werde ich mir ersteinmal schenken.

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