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Onkel Dagobert

OT: Uncle Scrooge

Bewertung unserer Besucher:
Note: - (0 Stimmen) Details
02.06.2011
-Der-Tribun
Level 16
XP 4.841
Ausgabe: #4 - Wiedersehn mit Klondike
Gekürzte Fassung
Ungekürzte Fassung
Die Geschichten von der reichsten Ente der Welt, Dagobert Duck, aus der Feder von Carl Barks, bedürfen wohl keiner weiteren Erklärung, da sie in Deutschland inzwischen schon praktisch zum Allgemeingut gehören und sich noch immer der allergrößten Beliebtheit erfreuen. Gezeichnet von 1952 bis 1968 stellen sie die unumstößliche Grundlage für das heutige Entenhausen dar.

Weniger bekannt ist, dass Barks bei der Erstellung der Geschichten des Öfteren Ärgernisse mit dem Verlag hatte, welcher aus verschiedenen Gründen eine Reihe seiner Geschichten teilweise stark kürzten.

Bei der hier vorliegenden Geschichte "Wiedersehn mit Klondike", im Original "Back to the Klondike", von 1953 setzte sich Barks so richtig mit dem Verlag in die Nesseln. Er hatte es darauf angelegt und versucht, einen Teil von Dagoberts rauher Vergangenheit zu zeigen. Der Verlag war not amused über einen zwielichtigen Saloon komplett mit Besitzerin Nelly, einer heftigen Schlägerei in selbrigem Saloon und wie Dagobert Nelly zu Arbeitsdienst verpflichtet. Auch deuteten sie an, was Dagobert und Nelly wohl außerhalb der Arbeit gemacht hätten.

Barks war zwar zu wichtig geworden, um ihn für so etwas zu feuern, aber er hatte Ärger bekommen. Um es mit seinen Worten zu sagen: "I think they figured I should have had sense enough to know you couldn't get involved in fights in a barroom...It was quite a while afterwards before I found out why they cut it...I got a letter from the office, or was told on my next visit to the office, that I had violated a lot of their taboos and should have had sense enough to know it wouldn't work..."

Das Endresultat war eine Kürzung von satten 5 Seiten - von 32 auf 27 Seiten. Diese zerstückelte Fassung wurde dann auch noch in alle Welt exportiert! Erst 1981 wurde die Geschichte rekonstruiert, wobei Barks einige Panels die verschollen waren neu zeichnen musste. Und erst mit der Barks Library wurde die Geschichte regulär in der ungekürzten Fassung veröffentlicht.

Verglichen werden hier die gekürzte Fassung, wie sie im Erstabdruck und allen folgenden Heften veröffentlicht wurde, mit der ungekürzten Fassung, welche so in der Barks Library auch in Deutschland erschien und die gekürzte Fassung inzwischen ersetzt hat.
Dagoberts Rückblick

Tick, Trick und Tack möchten endlich von Onkel Dagobert wissen, was denn genau während des Goldrausches in dem Saloon passiert ist, und er erzählt es ihnen.

Dagobert hat Gold gefunden, und präsentiert stolz im Saloon seinen Riesen-Goldklumpen. Sofort macht sich Nelly an ihn ran, kann aber nichts über den Claim erfahren, also schüttet sie Drogen in seinen Kaffee und raubt ihn aus. Dagobert lässt dies nicht auf sich sitzen, prügelt alle zwielichtigen Gestalten im Saloon nieder und konfrontiert Nelly. Den Goldklumpen kriegt er zwar wieder, aber sein restliches Gold ist futsch, also zwingt er Nelly, einen Schuldschein zu unterschreiben (der Grund für die Geschichte). Anschließend zwingt er Nelly noch zu einem Monat Arbeit auf seinem Claim, um ihr eine Lektion darin zu erteilen, wie mühselig das Goldsuchen doch ist.



Heute nicht!

Direkt nach den vorher wieder eingesetzten Seiten wurde die nächste Seite ergänzt. Dagobert ist wild entschlossen, sein Gold zu holen und seine Neffen prüfen lieber, ob er auch seine Gedächnismedizin nimmt (die Szene ist für den Schluss ganz wichtig), weigern sich aber, in der Dunkelheit sich zum Claim aufzumachen.

Anzumerken ist, dass hier leicht ummontiert wurde und der Inhalt nicht zu 100% dem verschollenen Original entspricht.

Gekürzte FassungUngekürzte Fassung


Warum keine Polizei?

Hier geht die Szene im Camp noch weiter. Donald möchte wissen, warum Dagobert nicht einfach die Polizei holt, um die Besetzerin zu vertreiben. Dagobert muss zugeben, dass er nie Steuern auf das Land gezahlt hat, und daher rechtlich keinen Anspruch durchsetzen kann. Donald nimmt dies hämisch zur Kenntnis.

Gekürzte FassungUngekürzte Fassung

Kommentare

02.06.2011 01:22 Uhr - Much
Sehr schöne SBs! Allerdings hat sich ein Fehler in die Einleitung geschlichen. Barks zeichnete von 1942 an Duck Comics, nicht 1952.

02.06.2011 02:46 Uhr - Der-Tribun
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02.06.2011 - 01:22 Uhr schrieb Much
Sehr schöne SBs! Allerdings hat sich ein Fehler in die Einleitung geschlichen. Barks zeichnete von 1942 an Duck Comics, nicht 1952.


Die Einleitung bezieht sich auf die Dagobert-Comics, und die Serie begann eben erst 1952 (Dagobert hatte zwar schon vorher einige Auftritte, hier wurde er aber die Hauptperson).

02.06.2011 13:25 Uhr - YPSmitGimmick
Es sei noch angemerkt, daß die von Barks neugezeichnete halbe Seite im zweiten Beispiel ("Heute nicht!") offenbar nicht der verschollenen Originalfassung entspricht. In dem Bild, auf dem die Ducks über den Baumstamm gehen, ist die Schrift in der Sprechblase links angeschnitten, zudem ist das Bild etwas kleiner als das danebenstehende "Next Day"-Bild. Offenbar befanden sich diese Bilder ursprünglich nicht in derselben Zeile und wurden bei der Ummontage beschnitten.
In der oberen Reihe ist der Abstand zwischen den beiden Bildern größer als sonst, was dafür spricht daß dort ebenfalls ummontiert wurde.
Die Tatsache, daß hier keine kompletten Seiten (bzw. Halbseiten) entfernt wurden sondern nur einzelne Bilder der Seite herausgeschnitten wurden (wahrscheinlich direkt aus den Originalzeichnungen) dürfte auch der Grund sein, warum diese Kürzung anders als die anderen Seiten nicht mehr im Original existiert.

02.06.2011 13:42 Uhr - YPSmitGimmick
Zwei kleine Kritikpunkte habe ich übrigens noch an diesen ansonsten sehr schönen Dagobert-Schnittberichten:
1. Der Einleitungssatz "Weniger bekannt ist, dass Barks bei der Erstellung der Geschichten des Öfteren Ärgernisse mit Disney hatte, welche aus verschiedenen Gründen eine Reihe seiner Geschichten teilweise stark kürzten." ist falsch. Den Ärger hatte Barks mit dem Dell-Verlag, der die Comics in Lizenz herausgab. Weder Walt selbst noch sein Studio hatten mit der Erstellung der Comichefte zu tun.
2. Die angegeben Nummern (28, 10, 4) finde ich auch nicht so geeignet, beziehen sich diese doch auf die deutschen (ungekürzten) Veröffentlichungen in den "Barks Library"-Alben, verglichen werden jedoch amerikanische Erstveröffentlichung und amerikanische ungekürzte Barks-Library-Fassung (die eine andere Nummerierung als die deutschen Alben hatte). Sinnvoll wäre hier wohl eher die Heftnummer der amerikanischen (gekürzten) Erstveröffentlichung, also 51 für "Grüner Salat", 13 für "Land unter der Erdkruste" und 2 für "Wiedersehn mit Klondyke" (erschien in "Four Color 456", was aber das zweite Scrooge-Heft war).

02.06.2011 16:57 Uhr - Der-Tribun
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YPSmitGimmick> Punkt 1 habe ich ausgebessert und spreche nur noch von "dem verlag", das ist Neutral. Punkt 2 lasse ich so, weil das für deutsche Leser ist, die die entsprechende Geschichte lesen wollen.

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