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Der Exorzist

zur OFDb   OT: The Exorcist

Herstellungsland:USA (1973)
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,97 (107 Stimmen) Details
02.11.2010
VideoRaider
Level 11
XP 1.608
Vergleichsfassungen
Director's Cut Blu-ray ofdb
Label Warner Home Video, Blu-ray
Land Deutschland
Freigabe FSK 16
Laufzeit 126:41 Min. (123:24 Min.) PAL
Director’s Cut DVD ofdb
Label Warner Home Video, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 16
Laufzeit 126:41 Min. (123:24 Min.) PAL
I. Einleitung (übernommen von Neon-Zombie.net)

Glaubt man der Werbemaschinerie von Warner Bros., so erschien 1973 der schrecklichste Film aller Zeiten. Glaubt man dem Einspielergebnis (inflationsbereinigt 2010: zirka 1.8 Milliarden US-Dollar), so ist es zumindest einer der erfolgreichsten - wenn nicht sogar der erfolgreichste Horrorfilm aller Zeiten. Und glaubt man vielen Kritikern, so ist es zumindest einer der klügsten Horrorfilme aller Zeiten, der immerhin für zehn Oscars nominiert wurde und von denen auch zwei gewann. Egal welches Attribut man „Der Exorzist“ nun anhängen mag, er ist ohne Zweifel ein Klassiker des modernen Horrors, der auch nach fast 40 Jahren noch vollends überzeugen kann. William Peter Blattly schrieb den Original-Roman im Jahre 1971 - angeblich nach einem wahren Fall von Exorzismus, der in den 40er Jahren in den USA Aufsehen erregte. Die Verfilmung seines Erfolgromans übernahm William Friedkin, der vorher bereits dem zum Kultfilm avancierten „French Connection“ inszenierte. Zweifelsohne setzte Friedkin bei „Der Exorzist“ für damalige Verhältnisse auf drastische Schockeffekte. Die besessene Regan kotzt Priestern ins Gesicht, dreht ihren Kopf um 360 Grad oder rammt sich ein Kreuz in die blutigen Geschlechtsteile - aber diese, teils sehr simplen Schockeffekte, sind nicht der wahre Grund für die immer noch anhaltende Popularität des Films (wobei dies nicht zwigend für die damalige Popularität gilt). Die eigentliche Handlung ist weitaus komplexer und behandelt die simpelsten Fragen des Glaubens. Im Grunde ist der eigentliche Hauptdarsteller nicht Regan oder ihre Mutter - schon gar nicht der Dämon - sondern Priester Karras, der unter einer Glaubenskrise leidet und sich für den Tod seiner Mutter verantwortlich macht. So wundert es auch nicht, dass die Kontroverse um den Film zwar oberfläch im öffentlichen Auge um die Schockeffekte, aber die eigentliche Diskussion rein inhaltlich geführt wurde. Hat der Teufel die Priester ausgetrickst? Begann Priester Karras in einem Akt der Selbstlosigkeit den Freitod? Wenn ja, hat er damit nicht seinen Platz in der Hölle eingenommen? Oder hat der Dämon ihn ermordert und ihm aus dem Fenster geschleudert? Und aus welchen Gründen? War es lediglich ein perfides Spiel um zwei gläubige Seelen zu ergattern - denn schließlich verlangte er ja selber nach Pater Merrin - oder wollte er nur Unruhe stiften, den Gottesglauben erschüttern, so wie es Pater Merrin ausdrückte? Doch wenn dies der Fall ist, dann stellt sich wiederrum die Frage, ob seine Existenz nicht bereits den Beweis für die Existenz eines Gottes abliefert - wie könnte man diesen dann erschüttern? Wie immer man es sehen möchte, wie immer man auch die Frage beantworten möchte, eines steht zweifelsohne fest, der Film kann auch noch nach 40 Jahren begeistern und unterhalten.

Pater Karras: „Wieso dieses Kind? Es ergibt keinen Sinn.“
Pater Merrin: „Es geht ihm darum uns verzwiefeln zu lassen. Er will, dass wir uns anders sehen. Animalisch, häßlich. Damit wir erst gar nicht auf die Idee kommen, dass Gott uns lieben könnte.“

Dies liegt vor allem an der sehr ruhigen Erzählweise des Films. Bis es zum eigentlichen Exorzismus kommt, vergehen rund 90 Minuten. Das, wofür der Film am meisten bekannt ist, findet im Grunde nur im letzten Drittel statt. Die Präsenz vom vermeintlichen Hauptdarsteller Max von Sydow als Pater Merrin, beschränkt sich gar auf 20 Minuten. Friedkin verwebt die Geschichte mit mehreren Schicksalen, die er recht klug miteinander verbindet. Und bei keiner der Geschichten hat man das Gefühl, dass sie zu kurz geraten sind. Sei es die Glaubenskrise des Pater Karras, die Ermittlungen von Lt. Kinderman, der Exorzismus von Father Merrin, die fürsorgliche Sorge der modernen und unabhängigen Mutter Chris MacNeil oder die schleichende Inbesitznahme des Dämons von Regan. All diese Plots bauen aufeinander auf und besitzen ihr eigenen Schwerpunkte über die man ganze Bücher füllen könnte. Und dies ist im Grunde das, was den Film auszeichnet. Der Exorzimus oder die Besessenheit Regans ist nicht zwingend der Mittelpunkt des Films, sondern eher der Aufhänger, an dem die Charaktere sich messen müssen. Jeder wird auf seine Art und Weise herausgefordert und getestet. Als Pater Karras die besessene Regan mit Leitungswasser bespritzt und ihr vorgaukelt, dass es sich dabei um Weihwasser handeln würde, spielt der Dämon dieses Spiel mit - um für Verwirrung zu sorgen. Karras hingegen ist sich sicher, dass Regan nicht besessen, sondern phsychisch gestört ist - da sie eben auf das Leitungswasser dämonisch reagierte. Ihre Mutter hingegen ist sich sicher, dass es nicht mehr Regan, sondern der Dämon ist. Eine Mutter könne dies spüren, eine Mutter weiß das. So handelt Friedkin auf sehr kluge Weise mehrere Aspekte der Handlung ab. Auf der einen Seite steht der tief in seinem Glauben erschütterte Pater Karras, der die Besessenheit als Werkzeug des Teufels nicht wahrhaben kann und will, und auf der anderen Seite steht die aufgeschlossene, erfolgreiche und selbstständige Mutter, die im Zeitalter des Feminismus zu alten Glaubensansichten zurückkehrt - oder zu dessen Rückkehr regelrecht gezwungen wird. Sie ist die einzige Person, die weiß, das dieses Wesen nicht Regan sein kann. Und damit akzeptiert sie - vielleicht unwissentlich - sogar den Teufelsglaube. Und somit auch den Gottesglaube.

Pater Karras: „Ich sagte Regan, dies sei Weihwasser. Und als ich sie damit besprengt habe, wurde sie gewalttätig. Es ist Leitungswasser.“
Chris MacNeil: „Wo ist der Unterschied?“
Pater Karras: „Leitungswasser ist nicht geweiht. Regans Reaktion ist also kein Beweis von Besessenheit.“

Diese teils sehr komplexen Handlungen werden wie erwähnt von Friedkin sehr routiniert, ruhig, aber auch pointiert inszeniert, wobei man allerdings anmerken muss, das der ein oder andere Szenenübergang teils recht ruppig gestaltet ist. Interessant ist hierbei seine Musikauswahl - im gesamten Film ist nur an einer Stelle Musik eingesetzt wurden, die man auch wirklich als Filmmusik identifizieren kann. Somit als filmisches Stilmittel. Erst ab Minute 15 erklingt einmal im Film das mittlerweile legendäre Musikstück „Tubular Bells“ von Mike Oldfield. Interessanterweise dann, als alle wichtigen Charaktere eingeführt wurden und bevor die ersten verhaltenen Anzeichen des Grauens sich breit machen. Eine solch fast schon passioniert ruhige Inszenierung, die sich wirklich Zeit damit lässt, ihre Charaktere einzuführen und ihre Geschichte aufzubauen, findet man heutzutage in diesem Genre leider nur noch sehr selten. Ein weiterer Grund den Film hochzuhalten.

Im Zuge des Erfolgs des ersten Films wurden über die Jahrzehnte mehrere Fortsetzungen inszeniert. Bereits 1977 folgte "Exorzist II – Der Ketzer" ("Exorcist II: The Heretic", 1977) der von Kritikern als auch Publikum abgelehnt wurde. Der Film zählt mittlerweile zu den "schlechtesten" Fortsetzungen aller Zeiten, wobei er zweifelsohne seine Qualitäten besitzt. Der unvergessliche Score von Ennio Morricone gehört sicherlich dazu und wurde von Quentin Tarantino sogar für "The Hateful 8" (2015) recycelt. 1990 folgte "Der Exorzist III" ("The Exorcist III", 1990), der unter der Regie von William Peter Blatty, dem Autor des Originalromans, entstand. Seine ursprüngliche Vision schaffte es nicht auf die Leinwand. Der Film wurde vom Studio regelrecht zerschnitten. Erst 2016 erschien der Director's Cut auf Blu-ray. Gleiches galt auch für das Prequel "Exorzist: Der Anfang" ("Exorcist: The Beginning", 2004) von Regisseur Renny Harlin. Dieser übernahm während des Drehs die Regie von Paul Schrader und produzierte einen vollends anderen Film. Schrader durfte seine Version unter dem Titel "Dominion: Exorzist – Der Anfang des Bösen" ("Dominion: Prequel to the Exorcist", 2005) immerhin veröffentlichen und auf Filmfestivals vorführen, doch beide Versionen konnten die Fans letztlich nicht vollends überzeugen. Mittlerweile wurde von Fox sogar eine TV-Serie produziert, die inhaltlich die Ereignisse des ersten Films verarbeitet. Diese umfasst bisher lediglich eine Staffel bestehend aus zehn Episoden. Ob sie fortgesetzt wird, bleibt offen.

„Der Exorzist“ kann auch nach 40 Jahren noch immer begeistern, auch wenn der Zahn der Zeit an dem Etikett „schrecklichster Film aller Zeiten“ sehr genagt hat. Aber im Grunde ist dies auch vollkomen egal, da er seine wirkliche Stärke nicht aus den Schockeffekten zieht, sondern aus den weitaus komplexeren Nebenhandlungen, besonders der Konflikt Religion/Wissenschaft und die Glaubenskrise stehen hier im Vordergrund. Dennoch muss man dem Film zugestehen, dass es die Schockeffekte waren, die dessen Popularität damals hervorriefen. Solch drastische Szenen kannte der reguläre Zuschauer nicht. Weder die vulgäre Sprache, noch der derben Schockeffekte. Im Kontext der Filmgeschichte muss allerdings erwähnt werden, dass „Der Exorzist“ natürlich für Filmfreunde abseitiger Genre-Produktionen gewissermaßen harmlos war. Nichts, was auf der großen Leinwand präsentiert wurde, wurde nicht schon in Bahnhofskino präsentiert. Man denke nur an Herschell Gordon Lewis' „Blood Feast“ aus dem Jahre 1963, oftmals als der Urvater des modernen Splatterfilms bezeichnet, oder aber auch George A. Romeros „Die Nacht der lebenden Toten“ („Night of the living Dead“, 1968). Heißt: Die Schockwirkung konnte sich am Ende natürlich nur unter einem normalen Publikum des Studiosystems vollends entfalten, was wiederum letztlich dazu führte, das drastische Horrordarstellungen den Mainstream erreichten.

Dies ist wohl zweifelsohne einer der Gründe, warum „Der Exorzist“ verhältnismässig früh auf DVD und Blu-ray veröffentlich wurde. Doch leider ist das erste Blu-ray-Release, das den Director’s Cut beinhaltet, nicht komplett. Man kann hier zwar nicht von wirklichen Schnitten sprechen, aber zumindest fehlen in einer Szene zwei Einblendungen, die 2000 nachträglich für den Director’s Cut eingefügt wurden. Folgender Schnittbericht wird dies behandeln.

II. Schnittbericht

Verglichen wurde die deutsche DVD-Fassung des Director’s Cut mit der deutschen Blu-ray-Veröffentlichung des Director’s Cut. Beide Fassungen wurden von Warner Bros. veröffentlicht.

dt. Blu-ray-Fassung

Länge: 126:41 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
dt. DVD-Fassung

Länge: 126:41 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16


Schnitte wurden keine vorgenommen - die Unterschiede beschränken sich lediglich auf Einblendungen.
Weitere Schnittberichte
Der Exorzist (1973) Kinofassung - Director's Cut
Der Exorzist (1973) Director's Cut Blu-ray - Director’s Cut DVD
Exorzist 2 - Der Ketzer (1977) VHS - DVD
Exorzist 2 - Der Ketzer (1977) RTL 2 ab 16 - FSK 16 Kinofassung
Der Exorzist III (1990) Kinofassung - Director's Cut

Meldungen


0:00:00
Das Warner Bros.-Logo wurde für die Blu-ray erneuert.


kein Zeitunterschied

0:58:39
Die Dämonenfratze fehlt.



kein Zeitunterschied

0:59:22
Neben der Tür erscheint ganz schwach ein Dämon.


kein Zeitunterschied
III. Cover-Galerie





Kommentare

02.11.2010 00:01 Uhr - I Know what you did
Großartiges Meisterwerk

02.11.2010 00:02 Uhr - executor
Interessanter Schnittbericht.
Aber gibt es mal einen Tipp, wo bei der letzten Cut-Szene neben der Tür eine Dämonenfratze zu sehen sein soll? Links oder rechts? Ich sehe überhaupt nichts...

02.11.2010 00:04 Uhr - BallerSant
@ executor linke auf dem rechen bild ;)
danke für den SB
hab den noch nie gesehen wird jezt aber nachgeholt :)

02.11.2010 00:07 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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Erfahrungspunkte von VideoRaider 1.608
@ executor:
Rechtes Bild, linke Türseite - ist nur sehr schwach zu sehen.

02.11.2010 00:09 Uhr - PolloxTroy
Am besten sieht man den Unterschied, wenn man beide Bilder markiert.

Großartiger Film, meine Mutter hat Heute noch Angst davor :)

02.11.2010 00:50 Uhr - Hearthammer87
1x
Damals, 1983, im jugendlichen Alter zum ersten Mal gesehen und danach monatelang Einschlafprobleme, Alpträume und Angstzustände gehabt. Der erste und bislang einzige Film, der mir richtig an die Substanz ging und heute noch auf mich ziemlich drastisch einwirkt, trotz seines Alters und obwohl ich ihn inzwischen schon oft genug gesehen habe - ich hasse dieses Teil genauso wie ich es liebe, weil es für mich persönlich DER Horrorfilm überhaupt ist.

Meisterwerk, ohne Wenn und Aber. Wobei: diese bei der Neufassung kurz einblendenden Dämonenfratzen mindern sicher nicht die Qualität in dem Sinne, aber albern finde ich diese Neuerung trotzdem irgendwie, völlig unnötiger (und noch dazu billiger) Effekt. Ansonsten ist "Der Exorzist" für mich Horror in Perfektion!

02.11.2010 01:00 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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Erfahrungspunkte von VideoRaider 1.608
@ Hearthammer87:

Seh ich genauso. Die Einblendung sind eher störend - da gibts ja noch mehr im Film, als die, die hier jetzt wieder fehlen (aus welchen Grund auch immer). Auch die Spiderwalk-Szene ist zu reißerisch. Ansonsten ist der DC top.

02.11.2010 02:21 Uhr - marioT
02.11.2010 - 01:00 Uhr schrieb VideoRaider
Die Einblendung sind eher störend - da gibts ja noch mehr im Film, als die, die hier jetzt wieder fehlen (aus welchen Grund auch immer). Auch die Spiderwalk-Szene ist zu reißerisch. Ansonsten ist der DC top.


Wie ich schon ähnlich beim SB zwischen Kinofassung - Directors Cut schrieb:
Die neue Fassung gefällt mir nur bedingt, was zum größten Teil an der fürchterlichen Neu-Synchro liegt.
Einige Sätze von der unvergessenen Hanne Wieder als Dämonenstimme, waren um einiges fieser/obszöner und das Timbre ihrer Stimme bleibt einfach unerreicht.
Aber ich habe irgendwo gelesen, dass die Blu-Ray wieder die alte Sprachfassung enthalten soll?

02.11.2010 08:13 Uhr - Silent Hunter
Ein brillanres Meisterwerk.

02.11.2010 09:33 Uhr - göschle
@ mario T

nur die Kinofassung hat auf BD die ursynchro drauf. Und die ist natürlich einzigartig !
Ansonsten ist Warner mit dem neuen Blu ray Set ein richtig tolles Release gelungen, dem man
zudem, verblüffende Extras spendiert hat.

02.11.2010 09:56 Uhr - Partyboy Nr. 1
Ein absolutes Meisterwerk auch aus heutiger Sicht noch.

Gabs von dem nicht auch mal ne überarbeitete Langfassung aus DVD die ab 18 war?

02.11.2010 10:03 Uhr - göschle
Ist mir nicht bekannt.

02.11.2010 10:10 Uhr - marioT
02.11.2010 - 09:56 Uhr schrieb Partyboy Nr. 1
Ein absolutes Meisterwerk auch aus heutiger Sicht noch.

Gabs von dem nicht auch mal ne überarbeitete Langfassung aus DVD die ab 18 war?


Nein, alle Deutschen DVD Fassungen sind FSK ab 16.
Als überarbeitete Fassung gibt es bei uns auch nur den Dir.Cut.

02.11.2010 10:16 Uhr - Cardian
Die Synchros sind mir ja ziemlich egal, aber ich finde gerade diese eingeblendeten Dämonen viel zu explizit für den Film. Der ist viel spannender ohne solches Zeug.

02.11.2010 10:21 Uhr - göschle
2x
Nee, gerade die Synchro ist doch das Salz in der Suppe über die Dämonen läßt sich bestimmt diskutieren.

02.11.2010 10:24 Uhr - Roadie
User-Level von Roadie 1
Erfahrungspunkte von Roadie 22
Einer meiner Lieblingsfilme im gesamten Horrorgenre.
Der DC gefällt mir sogar einen Tick besser.(auch wenn dort die deutsche Synchro etwas verändert wurde).

02.11.2010 10:46 Uhr - marioT
1x
02.11.2010 - 10:21 Uhr schrieb göschle
Nee, gerade die Synchro ist doch das Salz in der Suppe....


Eben.
Obwohl die engl. Originalfassung eigentlich das Non plus Ultra darstellt.
-The Power of Christ compels you!-
Trotzdem ist die alte Kino Synchro klasse, und um einiges stimmiger als der Neue Murks.
>Du Fotze, tu es, tu es! Lass Jesus dich ficken! Lass dich ficken von Jesus!<
*g*


02.11.2010 11:32 Uhr - Sylver
1x
Die Dämonenfratzen sind auch nicht wirklich im Film zu sehen. Sie sollen vom Unterbewußtsein wahrgenommen werden und eine unterschwellige Angst, bzw. Unwohlsein erzeugen.
Darüber hinaus empfehle ich jedem einmal das Buch zu lesen. Dort bleibt es nämlich bis zum Schluß unklar, ob Regan besessen ist oder es sich bei ihr um ein psychisches Phänomen handelt.

02.11.2010 12:09 Uhr - afn
Als vor ca. 10 (?) Jahren der Directors Cut nochmal in die Kinos gebracht wurde und der Film als "schrecklichster Film aller Zeiten/angsteinflößender als alles Neue" etc. angepriesen wurde, war ich natürlich auch drin, um mich herum 80 - 90% Teenies, die mit den aktuellen Produkten ihrer Zeit aufgewachsen waren und für die dieser Film wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Epoche wirken musste, aber GUT! Die Werbung vermarktete ihn als immer noch "State Of The Art Horror", also geht man halt als 16-Jähriger auch rein.

Ich werde das n i e vergessen, wie sehr ich mich, ja, ich sage nicht geschämt habe, mir fällt irgendwie kein passendes Wort ein für das, was ich empfunden habe, als ich die Reaktionen um mich herum gespürt habe (und das Kino mit fast 500 Plätzen war voll!): Irgendwann haben viele nur noch gelacht und gekichert, und es war mit Händen zu greifen, wie sehr dieser Film auf gut deutsch abkackte.

Ich habe damals schon, Anfang der 80er, da war ich 14 oder 15, als wir ihn auf VHS ansahen, immer gesagt, man müsste diesen Film kürzen, für mich hatte der damals schon etliche Längen. Die Passagen, die gut waren, waren sehr gut, ja, und das Grausamste für mich ist immer noch, wenn der Teufel Karras als dessen alte, jammernde Mutter erscheint und ihn mit den Rufen "Dimi, Dimi!" quält. Das mit dem Kreuz in der Muschi fand ich immer eher erheiternd. Der Directors Cut ist aber ja noch behäbiger, das hat ihn für mich echt nicht besser gemacht!

Ich will damit nur sagen, ich finde es überaus interessant, wie dieser Film hochgehalten wird, aber eben von denen, die ihn damals schon sahen, wahrscheinlich. Die hunderte Jugendlichen im Kino werden sich in ihrer Meinung bestätigt gefühlt haben, dass man Filme vor Star Wars nicht ansehen kann... :-)

02.11.2010 15:16 Uhr - Hakanator
Der Film ist gut, keine Frage - aber leider nicht so spannend oder angsteinflößend, wie oft berichtet wird. Sehr gut sind allerdings die kurzen Dämoneneinblendungen - man hofft immer, dass in der nächsten Szene nicht wieder so ein Schocker kommt. Aber kann ein Film allein von dieser Angst leben?

02.11.2010 16:22 Uhr - Isegrim
02.11.2010 - 10:46 Uhr schrieb marioT
02.11.2010 - 10:21 Uhr schrieb göschle
Nee, gerade die Synchro ist doch das Salz in der Suppe....


Eben.
Obwohl die engl. Originalfassung eigentlich das Non plus Ultra darstellt.
-The Power of Christ compels you!-
Trotzdem ist die alte Kino Synchro klasse, und um einiges stimmiger als der Neue Murks.
>Du Fotze, tu es, tu es! Lass Jesus dich ficken! Lass dich ficken von Jesus!<
*g*




Und was sagt sie bei der neu Synchron???

02.11.2010 16:36 Uhr - afn
Wwas mir auch schon immer aufgefallen ist, wie oft in dem Film der Ausruf "JESUS CHRISTUS!!", insb. von der Mutter fällt. Das muss anno 1973 schon heftiger Tobak gewesen sein, oder was meint ihr...?

02.11.2010 17:37 Uhr - Jason2009
4x
ha das mit den dämonenfratzen ist eines der für mich persönlich gruseligsten stellen im film überhaupt. Der film selbst ist und bleibt eines der größten meisterwerke des Horrorkinos.

02.11.2010 19:41 Uhr - superboingo
1x
@afn
Ich denke nicht dass diese Altersgruppe, die den Film mit dir gemeinsam im Kino gesehen haben, die angepeilte Zielgruppe der Macher des Films ist.
Aus dem Rückblick heraus kann man deutlich sehen wie sehr dieser Film auch ein Spiegel der Gesellschaft und ihre Zerissenheit der 70er Jahre in den USA darstellt. Deutlich wird dies z.B. auch in der langen Film-im-Film-Sequenz. Die Angst vor den eigenen Kindern (explizit vor den Studenten, die gegen den Krieg demonstrieren, eine niedliche Jugendliche, die für damalige Ohren absolute Tabus in den Mund nimmt (ob besessen oder nicht - ein Skandal!), das Kreuz als Dildo, eine Stoffwechselanomalie wie ADHS und das Medikament Ritalin etc.) wirkte auf die damalige Generation der 30-50 jährigen ganz sicher als der stärkste Tobak aller Zeiten. Zumal werden etliche Tabuthemen nebenbei "erwähnt", z.B. Nazi-Deutschland, der am Glauben verzweifelte "Dimi" usw. Und dies alles in einem, für damalige Verhältnisse, absoluten Kassenknüller. Der Exorzismus ist dabei im Grunde nur die Nebensache und so ziemlich schnell abgehandelt.

02.11.2010 20:15 Uhr - rebbrown2
@afn
Jugendliche lachen doch immer wenn sie Angst haben oder das gezeigte nicht ihren Intellekt anspricht, da kann man doch nicht davon sprechen das der Film nicht mehr funktioniert.Es gab auch sicher schon damals Leute die Lachten und das ganze nicht so Gruselig fanden oder einfach nur cool sein wollten.

Gibts eigentlich eine Dvd mit alter deutscher Syncro ?

02.11.2010 21:07 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
User-Level von VideoRaider 11
Erfahrungspunkte von VideoRaider 1.608
rebbrown2

Meines Wissen nur die DVD-Erstauflage - siehe die Cover im Footer.

02.11.2010 21:32 Uhr - rebbrown2
Verstehe ich das richtig das also auf der neuen Double Edition bei der original Kinofassung nicht die alte Syncro ist ? Danke an Videoraider (übrigens eine meiner Lieblingsseiten)

02.11.2010 23:03 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
User-Level von VideoRaider 11
Erfahrungspunkte von VideoRaider 1.608
rebbrown2:

Die dt. Kinofassung hatte schon immer die alte Synchro - ob auf VHS oder DVD (nagel mich jetzt nicht zu 100% fest, aber es müsste so sein). Es wurde 'ne zeitlang aber fast nur noch der DC im Fernsehen gezeigt und auf DVD aufgelegt.

02.11.2010 23:31 Uhr - marioT
02.11.2010 - 16:22 Uhr schrieb Isegrim



Und was sagt sie bei der neu Synchron???


>Los, tu es du Schlampe, lass dich von Jesus ficken, lass dich von Jesus ficken...<

Aber schon alleine durch die neue lustlose Männerstimme (recht bekannter billig-Synchro Sprecher), verliert die Szene enorm an Wirkung.

Von wegen, damals heftig - heute lau.
Hier mal ein Spiegel Artikel von damals zum Film.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41674117.html
Das war schon ein ganz schön kontroverses, heftiges Filmchen, für die Leute zu der Zeit.

02.11.2010 23:58 Uhr - ichmir
1x
Die Blu-ray enthält doch Kino und neue Synchro die an sich nicht schlecht ist, jedoch die Dämonenstimme stellenweise so gepitcht ist, dass es für mich schon fast lächerlich wirkt.
Ich bevorzuge hier ganz klar und in jeder Hinsicht die original Fassung.
Der legendäre Spiderwalk und die neu eingefügten Pazuzu Statuen und noch mehr Deez-Fratzen machen den Film auch nicht besser oder schlechter und wirken
auf mich irgendwie fehl am Platz...
Interessanter finde ich hingegen die längeren Dialoge und generell die vorher nicht gesehenen Szenen.
Aber In jedem Fall ein Meilenstein und ich finde den Streifen sollte man allein und nicht mit gackernden, sich aufwiegelnden Jugendlichen im Kino ansehen...

03.11.2010 00:01 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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Erfahrungspunkte von VideoRaider 1.608
marioT

Danke für den Link! Genau nach sowas hatte ich gesucht!

03.11.2010 09:20 Uhr - KielerKai
Fand schon im Teenie-Alter die ALIEN-Filme um Welten spannender und gruseliger. THE EXORCIST hat mich nie wirklich packen können...

03.11.2010 12:07 Uhr - Jason2009
1x
lol man kann doch Exorcist nicht mit Alien vergleichen, was issen das fürn Blödsinn?

03.11.2010 22:05 Uhr - ph0en1xs
Schade!
Solche sowohl handwerklich fehlerlose als auch anspruchsvolle Filme werden heute gar nicht mehr gemacht.
Wenn nicht nach 10min die ersten splattereffekte zu sehen sind, kommt doch heutezutage gar kein Film mehr raus.
Und Handlung braucht heute auch keiner mehr...darauf kann sich ein Großteil der Dauerkonsumenten unserer Wegwerfgesellschaft ja nicht mehr konzentrieren.
Von wenigen Ausnahmen mal abgesehen.

Kann mich noch erinnern als ich den das erste mal gesehen habe.
Toller Film und Bereicherung für jede Filmsammlung.

04.11.2010 14:29 Uhr - Isegrim
02.11.2010 - 23:31 Uhr schrieb marioT
02.11.2010 - 16:22 Uhr schrieb Isegrim



Und was sagt sie bei der neu Synchron???


>Los, tu es du Schlampe, lass dich von Jesus ficken, lass dich von Jesus ficken...<

Aber schon alleine durch die neue lustlose Männerstimme (recht bekannter billig-Synchro Sprecher), verliert die Szene enorm an Wirkung.

Von wegen, damals heftig - heute lau.
Hier mal ein Spiegel Artikel von damals zum Film.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41674117.html
Das war schon ein ganz schön kontroverses, heftiges Filmchen, für die Leute zu der Zeit.


Das ist nen Argument!!!

Immer diese scheiss lieblosen neusynchros, die werden es nie lernen...^^

04.11.2010 14:35 Uhr - Isegrim
Der Spiegel bericht ist ja der Hammer!!!

Danke für den Link!

06.10.2018 13:26 Uhr - callahan
Nach wie vor ein Meilenstein des wahren Horrorfilms!

Wer den Film nicht nur auf seine, absolut treffenden, Schockmomente reduziert und sich mit der Materie/Botschaft des Films auseinandersetzt, wird in einer grandiosen Art und Weise in den Bann dieses "Teufelswerks" gezogen und zugleich nachdenklich als auch verstört am Ende des Films zurückgelassen.

Die volle Wirkung entwickelt sicherlich einzig die Ursynchro!


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