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Lolita

zur OFDb   OT: Lolita

Herstellungsland:USA, Frankreich (1997)
Genre:Drama, Erotik/Sex, Liebe/Romantik
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,84 (21 Stimmen) Details
13.03.2010
pippovic
Level 13
XP 2.857
Vergleichsfassungen
FSK 16 ofdb
Land Deutschland
FSK 18 ofdb
Land Deutschland
Nachdem der russische Schriftsteller Vladimir Nabokov im Jahre 1955 seinen Skandal-Roman Lolita veröffentlichte, wurde das auf englisch geschriebene Buch schnell zum Bestseller und gilt heute als eines der wichtigsten literarischen Werke des 20.Jahrhunderts. Der Name Lolita (eigentlich ein Spitzname) ist seitdem, ähnlich wie etwa der Name Rambo, zu einem festen Begriff im Sprachgebrauch geworden und wird vielfach im Titel von Schmuddelfilmen eingesetzt.


Inhalt

Der pädophile Ich-Erzähler Professor Humbert Humbert ist durch den tragischen Verlust seiner ersten großen Liebe in seiner Jugendzeit, den er nie überwunden hat, geprägt. Er zieht in eine US-amerikanische Kleinstadt und mietet dort ein Zimmer bei der Witwe Charlotte Haze. Obwohl er die Frau nicht ausstehen kann, heiratet er sie, nur um weiterhin mit ihrer gerade zwölfjährigen Tochter Dolores, genannt Lolita unter einem Dach leben zu können. Kurz nach der Hochzeit liest Charlotte in Humberts Tagebuch seine wahren Gefühle und läuft entsetzt und wie von Sinnen aus dem Haus, wo sie prompt von einem Auto angefahren wird und auf der Stelle stirbt. Humbert holt Lolita aus dem Ferienlager ab und verschweigt ihr zunächst den Tod der Mutter. Die beiden beginnen eine Reise quer durch die USA und geben sich als Vater und Tochter aus. Humbert liebt Lolita und hat regelmäßig Sex mit ihr. Sie jedoch möchte aus der Beziehung ausbrechen. Dies gelingt ihr schließlich mit Hilfe von Clare Quilty, einem Autor von Theaterstücken, der ebenfalls ein besonderes Interesse an Lolita hat. Er möchte sie als Darstellerin in erotischen Filmen sehen, was Lolita jedoch ablehnt. Drei Jahre lang sucht Humbert vergeblich nach "seiner Lo", findet sie jedoch nicht. Eines Tages erhält er schließlich einen Brief von der mittlerweile fast 18jährigen, die mit einem Mann verheiratet ist und ein Kind erwartet. Sie bittet Humbert um Geld, weil sie und ihr Mann mittellos sind. Humbert versucht noch einmal, Lolita dazu zu überreden, mit ihm zu kommen, was sie jedoch ablehnt. Daraufhin knüpft er die finanzielle Hilfe an die Bedingung, dass Lolita ihm sagen muss, wer ihr damals zur Flucht verholfen hat, was sie auch tut. Krank vor Eifersucht erschießt Humbert Quilty und wird anschließend von der Polizei verhaftet. Er und Lolita sterben schließlich fast zeitgleich. Humbert erliegt im Gefängnis einem Herzinfarkt und Lolita stirbt einen Monat später bei der Geburt ihres Kindes.


Die Verfilmungen

Bereits 1962 wagte sich Kultregisseur Stanley Kubrick an eine Verfilmung des Stoffes. Das Originaldrehbuch wurde sogar von Nabokov selbst geschrieben, jedoch nicht verwendet. Stattdessen entfernte sich Kubrick in seinem Schwarz/Weiß-Film recht weit von der Vorlage und baute viel Humor ein, der oft sehr beißend und schwarz daherkommt. Humor sucht man in der 1997 gedrehten Verfilmung des Romans durch Adrian Lyne über weite Strecken vergeblich. Seine Interpretation hält sich sehr viel näher an die Vorlage und ist wesentlich dramatischer. Kritiker bemängeln jedoch zurecht, dass in seinem Werk der Charakter des Humbert zu sehr als Opfer wiedriger Umstände dargestellt wird, mit dem man teilweise sogar richtig mitfühlen kann. Beide Verfilmungen sind zum großen Teil mit exzellenten Schauspielern besetzt. In Kubricks Fassung, in der das Alter Lolitas noch von 12 auf 15 angehoben werden musste, stechen besonders Humbert Darsteller James Mason und Peter Sellers hervor, der hier Clare Quilty spielt. Die Figur des Quilty ist durch das eindrückliche Schauspiel von Sellers vielleicht sogar etwas überrepräsentiert, während sie in Lynes Werk viel zu kurz kommt und fast nur am Ende auftaucht. Hier jedoch wird der Mord an Quilty durch Humbert sehr ausladend und überzogen dargestellt. Ansonsten lässt sich über Lynes Verfilmung nicht viel Negatives sagen. Jeremy Irons als Humbert und vor allem Dominique Swain als Lolita liefern eine ausgezeichnete Darstellung ab. Auch die Rolle vom Melanie Griffith als Charlotte Hayes kann sich sehen lassen. Die Geschichte ist exzellent fotografiert und die Musik von Ennio Morricone ein Traum. Welche der beiden Versionen man bevorzugt, muss jeder selbst entscheiden.


Die Zensur

Während es in Kubricks Verfilmung dem Zuschauer überlassen bleibt, sich die Art der Beziehung zwischen Humbert und Lolita auszumalen, gibt es bei Lynes Werk deutliche Anspielungen darauf, dass die beiden eine sexuelle Beziehung pflegen. Es ist jedoch nie eine expliziete Szene zu sehen. Der einzige Grund für die Kürzungen war die sehr blutig dargestellte Ermordung Quiltys durch Humbert. Hier wurden einige Szenen etwas entschärft, die Darstellung ist aber immer noch blutig und intensiv genug. Die gekürzte Fassung ist auf DVD nicht erhältlich. Sie erschien lediglich als VHS und ist im TV zu sehen.


Dieser Vergleich

Für diesen Vergleich wurde die gekürzte VHS (FSK 16) und die ungekürzte DVD (FSK 18), beide von BMG/UFA verwendet. Die gekürzte Fassung ist nicht auf DVD erschienen. Bei 6 Schnitten wurden lediglich rund 30 Sekunden gekürzt. In Deutschland läuft der Film selbst nach 23:00 Uhr oft nur in der gekürzten Fassung. Zudem wird die TV-Fassung, zumindest auf den dritten Programmen, schneller abgespielt und hat daher eine deutlich kürzere Laufzeit. Wie immer stammen die Laufzeitangaben aus der ungekürzten Fassung.
Weitere Schnittberichte
Lolita (1997) FSK 16 - FSK 18

Meldung
Lolita bekommt im November die Blu-ray-Premiere (09.10.2014)


2:03:01
Nachdem Humbert auf Clare Quilty geschossen hat, fehlt eine Einstellung, wie Blut auf die Tasten des Klaviers spritzt.
0,4 Sek.


2:03:44
Ein blutiger Treffer in den Rücken wurde herausgeschnitten. Der Getroffene spuckt ziemlich viel Blut.
1,2 Sek.


2:03:59
Der schwer verwundete und blutüberströmte Quilty kriecht länger auf das Bett zu.
2,5 Sek.


2:04:16
Schwer atmend zusselt Quilty noch deutlich länger an der blutverschmierten Bettdecke.
5,5 Sek.


2:04:28
Noch einmal schießt Humbert auf Quilty. Der blutige Treffer wurde wieder gekürzt. Der Getroffene reißt noch einmal die Arme hoch und sackt dann zusammen. Es folgt ein Gegenschnitt auf den Schützen, der langsam die Waffe sinken lässt.
9 Sek.


2:04:47
Noch einmal ist Quilty in einer Nahaufnahme zu sehen. Bei einem letzten Atemversuch entsteht eine Blase auf seinen Lippen. Ein weiterer Gegenschnitt auf Humbert, dann schwenkt die Kamera nach unten auf seine Hand, mit der er einen Schuh seines Opfers festhält.
11 Sek.
Einige Aushangfotos








Kommentare

13.03.2010 00:04 Uhr - MUSTANG
Eher belangloser Film mit allzu offensichtlicher Gewaltdarstellung, die der Film gar nicht bräuchte.

13.03.2010 00:08 Uhr - Undead
1x
Seh ich genauso, der Film ist doch kein Slasher, da muss man den Mord nicht so auswalzen.

13.03.2010 01:52 Uhr - Evil Wraith
1x
Wobei die Szene ohnehin reichlich überdramatisiert und dadurch entsprechend unauthentisch wirkt.

13.03.2010 06:44 Uhr -
Der Film selbst war nicht besonders. Aber die Musik von Ennio Morricone war klasse!

13.03.2010 11:24 Uhr - KielerKai
1x
Ein todlangweiliger Film.

13.03.2010 13:03 Uhr - ~ZED~
1x
User-Level von ~ZED~ 1
Erfahrungspunkte von ~ZED~ 25
Das nenn ich eine Hinrichtung!

13.03.2010 15:06 Uhr - bernyhb
1x
Also ich fand den Film GENIAL!!!
Und auch das dramatisierte Ende passt da rein wie Faust aufs Auge!!!

13.03.2010 20:52 Uhr - Once-Bitten
gute unterhaltung top schauspieler!!!

13.03.2010 22:33 Uhr - Pyri
Immer noch einer meiner Lieblingsfilme :-) Saukomisch und absolut sehenswert :-)

13.03.2010 23:47 Uhr - Lykaon
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
bin der selben Meinung wie meine Vorposter 7-9. Schaue den Film immer wieder gern und ein blutleeres Finale würde hier ganz ehrlich nicht passen.

14.03.2010 00:31 Uhr - PoliWanKenobi
Fand den Streifen okay, aber überflüssig, die Kubrick-Fassung ist eh nicht zu toppen!

14.03.2010 08:46 Uhr - gen78
1x
DB-Co-Admin
User-Level von gen78 8
Erfahrungspunkte von gen78 843
also mir gefällt diese verfilmung sehr gut.

eine dichte atmosphäre und überzeugende darsteller.

die szene, in der irons nach der tat gegen ende planlos durch die gegend fährt, ist grandios.

danke für den sb, pippovic!

14.03.2010 19:10 Uhr - s8freak
mag sein das der film belanglos ist aber ich finde ihn auch sehr sexy. ich meine bei meinem spangenfetisch hat mir der film sehr viel zu bieten.
ich weis keinen anderen film der ähnliche inhalte hat

14.03.2010 22:28 Uhr - Pyri
Ich hoffe auf eine Blu-Ray! Scheints auf der ganzen Welt noch nicht zu geben :-(
@PoliWanKenobi
Nein, Kubrick konnte den Film in seiner Zeit damals scheinbar einfach noch nicht angemessen verwirklichen: und damit meine ich nicht das angehobene Alter der Titelfigur, sondern Peter Sellers als Quilty. Viel zu "gut", zahm und zu wenig Kontrast zu Humpert Humpert
Ich habe das Buch noch vor dieser Neuverfilmung als Teenager gelesen, und davor den Kubrick-Film auch schon mehrmals im Fernsehen und auf Video gesehen.

15.03.2010 17:28 Uhr - diamond
Mit hat der Film auch sehr gut gefallen,vor allem das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller.Ich war etwas erstaunt dass der Film eine FSK18 hat,noch mehr da ich jetzt sehe dass dies gar nicht mit der Thematik an sich zu tun hat.Hier hätte,auch mit den Szenen,durchaus eine FSK16 gereicht.

23.11.2011 13:45 Uhr - bernyhb
Ich fand den Film Genial. Das Lustige als er rauskam lief er bei uns im Kino ab 12!
Erst nach ein paar Wochen hatte man ihn dann hochgestuft. Ob Absicht oder Versehen...

07.01.2012 22:57 Uhr - Sylar2015
Die hätten lieber die Szene kürzen sollen wo der mit lustig wackelndem Schniedelwutz vor dem gehörnten flüchtet.
Die Szene werd ich nie vergessen :D

13.01.2012 00:31 Uhr - Moviefreak120
na toll die wichtigste Scene in diesem Film wird rausgeschnitten, ne ne ne ne ne

13.01.2012 13:41 Uhr - ButtHead88
1x
DB-Helfer
User-Level von ButtHead88 5
Erfahrungspunkte von ButtHead88 364
Klasse Film!! :D

12.03.2012 15:03 Uhr - Komischerkleinermann
Kam ja erst neulich mal wieder im TV - natürlich die gekürzte Fassung. Klasse Film, aber eigentlich wünscht man sich doch noch ein wenig mehr von Lolita zu sehen. Um die geht es schließlich, oder?
Zahlreiche Details, die der Roman liefert - wie sie ihn verführt, sich ihm beim Sex bedingungslos hingibt, usw. kommen im Film leider gar nicht, oder nur ganz am Rande, vor. Das wird wohl am Jugendschutz liegen, aber Jugenschutz hin oder her, wenigstens in der FSK-18-Version hätten sie schon ein wenig mehr davon zeigen können.
Die Tatsache, dass eigentlich Lolita die Verführerin ist, die den Sex will, geht so im Film jedenfalls weitestgehend verloren.

16.04.2012 10:03 Uhr - VINDICATOR
User-Level von VINDICATOR 1
Erfahrungspunkte von VINDICATOR 3
Die bemerkenswerte Darstellung von Dominique Swain
und Jeremy Irons,bezüglich der wunderschönen Musik
von Ennio Morricone,machen diesen Film zu einem fesselnden
Erlebnis. Gleichfalls ist das Drama in schönen Aufnahmen
umgesetzt. Ob der blutige Schluss etwas zu übertrieben erscheint,
sei dahingestellt. Dies macht dem Film kein Abbruch.
Ein kleines Meisterwerk.

Gruß...

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