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    Dark Star - Finsterer Stern

    zur OFDb   OT: Dark Star

    Herstellungsland:USA (1974)
    Genre:Komödie, Science-Fiction
    Bewertung unserer Besucher:
    Note: 7,42 (12 Stimmen) Details
    01.07.2020
    Muck47
    Level 35
    XP 52.887
    Vergleichsfassungen
    Director's Cut (Britische Blu-ray)
    Label Fabulous Films, Blu-ray
    Land Großbritannien
    Freigabe PG
    Laufzeit 71:09 Min. (70:51 Min.)
    Erweiterte Kinofassung
    Label Fabulous Films, Blu-ray
    Land Großbritannien
    Freigabe PG
    Laufzeit 82:58 Min. (82:40 Min.)
    Vergleich zwischen dem Director's Cut und der erweiterten Kinofassung (beide enthalten auf der britischen Blu-ray von Fabulous Films)


    - 5 Schnitte
    - Schnittdauer: 709,2 sec (= 11:49 min)



    John Carpenters Debutwerk Dark Star ist ein klassischer Low Budget-Streifen, der mit viel Herzblut sowie Hartnäckigkeit inszeniert wurde und sich somit seinen Kultstatus verdient hat. Über Jahre hinweg wurde die schräge Science-Fiction-Story von Dan O'Bannon und Carpenter mühsam als Studentenprojekt realisiert und als Produzent Jack H. Harris die Rechte erwarb, ließ er Nachdrehs anordnen, um auf die übliche Kinolänge zu kommen. Diese "erweiterte Kinofassung" erschien auch u. a. in Deutschland bzw. generell in den weltweiten Kinos. Vereinzelt wurde sie auch als "Director's Cut" bezeichnet, das ist bei der besagten Historie aber irreführend und die Kino-Bezeichnung somit passender.

    Schon im Schnittbericht zur kürzeren Fassung auf der australischen DVD haben wir die Hintergründe detaillierter vorgestellt. Der dort fehlende, knapp 10 Minuten lange Block ist auch ohne Frage der bekannte Hauptteil des Materials, welches erst nachträglich für die Kinoauswertung ergänzt wurde. Bei der dann 2012 nachgereichten Blu-ray in Großbritannien ist jedoch eine als "Director's Cut" bezeichnete Kurzfassung an Bord, welche nochmal etwas kürzer ist bzw. knapp 12 Minuten an Material missen lässt.

    Dabei kann man gleich festhalten, dass diese Version vom HD-Master der (erweiterten) Kinofassung heruntergekürzt wurde bzw. auch nur eine Rekonstruktion darstellt. Es ist aber plausibel, dass der Film hier letztendlich näher an Carpenters ursprünglicher Version ist. Die zusätzlichen Eingriffe beziehen sich nämlich im Grunde alle auf den langen Szenenblock, sie wirken also auch wie nachträgliche Ergänzungen in dem Plot. Entsprechend ist es einleuchtend, dass sie anfangs noch nicht zum Film gehörten und nun auch wieder entfernt wurden. Obendrein ist zu Carpenters Ur-Fassung oft die Rede von einer 68-minütigen Laufzeit, was zwar nochmal ein wenig kürzer wäre, aber eben schon näher dran.



    Laufzeitangaben sind nach dem Schema
    Director's Cut auf britischer Blu-ray / Kinofassung auf britischer Blu-ray
    angeordnet
    Weiterer Schnittbericht:

    14:04 / 14:04-23:21

    Im Gegensatz zur australischen DVD hat man die Crew noch tanzen gesehen und auch die entfernte Ansicht des Asteroidensturms war noch zu sehen. Dann fehlt jedoch auch hier, wie der Computer die Musik ausschaltet und auf den Ernst der Lage hinweist. Die Crew ist schockiert und bereitet sich auf die Kollision vor.

    Nachdem das Kraftfeld eingeschaltet ist, fliegt die Dark Star durch den Asteroidensturm. Durch eine Fehlfunktion werden die Bombendecksysteme aktiviert. Dabei fährt Bombe #20 heraus, diskutiert mit dem Computer, der die Bombe auf ihr Fehlverhalten hinweist, und fährt kurz danach wieder herein. Anschließend entfernen sie sich von dem Asteroidensturm und das Kraftfeld erlischt. Nachdem der Computer der Crew die Fehlfunktion gemeldet hat, verlassen sie die Kommandobrücke.

    Pinback erzählt, dass beim letzten Asteroidensturm die Schlafräume explodiert sind. Deshalb gehen sie nun herunter in den Vorratsraum, um sich von den Strapazen zu erholen. Dort vertreiben sie sich nun die Zeit, indem sie rauchen (Boiler und Pinback), Karten spielen (Doolittle), mit Scherzartikeln herumalbern (Pinback) oder das sog. "5-Finger Fillet" spielen (Boiler). Doolittle ist von Pinbacks Gummihuhn so erschrocken und genervt, dass er die Karten hinschmeißt und geht.

    In einem anderen Raum schägt Doolittle zuerst probeweise auf die angebrachten Flaschen, füllt ein paar der Flaschen mit etwas Wasser, nimmt einen Holzhammer und schlägt nochmals leicht dagegen. Dann beginnt er auf seinem selbstgebauten Instrument, einem mit Tasten zu bedienenden Schlaginstrument, zu spielen. Während des Musikspiels erfolgt ein Schnitt zum sich entspannenden Pinback und Boiler, der sich den Bart stutzt. Anschließend gibt es einen Blick ins All und erneut Doolittle beim Musizieren. Nachdem er aufgehört hat zu spielen, geht er hoch zu Talby.

    556,7 sec (= 9:17 min)



    31:17 / 40:34-41:11

    Nachdem Pinback nach oben gezogen wurde, sieht man das Alien hier in weiteren Einstellungen durch den Gang wandern und letztendlich den Laser bedienen. Wie daraus resultierend die Kontrolllämpchen leuchten und Talby aufmerksam machen, ist im Director's Cut wieder enthalten.

    37,4 sec



    31:35 / 41:29-42:37

    Nach einer weiteren Ansicht der Kontrolllämpchen fehlen noch ein paar Außenaufnahmen. Wie schon im langen Schnitt zu Beginn, werden auch hier wieder die Bombendecksysteme aktiviert und der Bordcomputer weist darauf hin. Erneut gibt es eine kleine Diskussion zwischen dem Bordcomputer und dem Bombendecksystem, letzteres gibt nur widerwillig nach und fährt dann wieder ein.

    67,5 sec (= 1:08 min)



    46:57 / 57:59-58:44

    Im Anschluss an die diversen Videobotschaften fehlt wieder eine Fahrt durch das Schiff, während der die Computerstimme auf die Probleme durch den ausgefallenen Laser und den zuvor geschnittenen Bomben-Vorfall hinweist.

    45,1 sec



    52:23 / 64:09-64:12

    Vor der Außenansicht kommt es im Kontrollraum zum Kurzschluss.

    2,9 sec
    Cover der britischen Blu-ray:

    Kommentare

    01.07.2020 06:20 Uhr - Postman1970
    1x
    Ich hielt den Film selten durch, zumal die Schlafräume und auch die Haare der Besatzung eher an eine Hippiekommune erinnern. Zudem ist die Qualmerei auf einem engen Raumschiff sicherlich sehr realistisch.

    Klar ist das einer der ersten Gehversuche Carpenters.
    Trotzdem eher gruselig und selbst für B-Ware Fans nur schwer zu ertragen, zumal die Story eher nur um den Hauptplot mit der denkenden Bombe herumkonstruiert wurde.

    01.07.2020 07:29 Uhr - Taran
    7x
    Moderator
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    Erfahrungspunkte von Taran 98
    Da es zu jedem Film immer mindestens zwei Meinungen geben muß, hier die andere:

    Ich liebe diesen Film und er ist in meinen Augen neben THE FOG auch Capenters Bester! Schon zig mal gesehen und immer wieder genau mein Humor. Alleine schon die Schlafräume und die Haare der Besatzung, die eher an eine Hippiekommune erinnern...Herrlich! Zugegeben, mit dem Alien muss man sich erst mal anfreuden, aber heute feier ich auch diesen groben Unfug. Ansonsten ist der Film voller unglaublich witzigen Ideen mit einem ganz eigenen speziellen Humor.
    Das gibt schon wegen nostalgischer Verklärung mindestens 10 von 10 möglichen Punkten, IMMER!!! ES WERDE LICHT!

    01.07.2020 09:11 Uhr - Cryptkeeper78
    5x
    Kann ich nur so bestätigen. Ich finde den Film herrlich und habe mich schon als Jugendlicher köstlich über die "Hippies im Weltraum" amüsiert. Denn genau das ist es ja @Postman1970. Man darf das ja alles nicht ernst nehmen. Es ist sozusagen eine Studentenarbeit von Carpenter, die keinerlei Professionalität besitzt, dafür aber echt kultig witzig rüberkommt. Der Dialog mit der Bombe (Persiflage auf 2001) finde ich heute noch grandios. Aber es stimmt - es gibt Menschen, die geradezu abticken und dem Streifen hasserfüllt den Tod wünschen. So auch bei "PantoffelkinoTV" bei Youtube, also Mario völlig fassungslos war :D Meine Güte, das ist Trash, das ist ein Studiwerk von Carpenter, null Budget. Aber dafür witzig, unterhaltsam und die Charaktere wirklich sympathisch. Einfach mal ausprobieren!

    01.07.2020 10:19 Uhr - danielcw
    Mich irritiert eher der Name und die Filme auf dem Cover. Was hat Alan Dean Foster mit Poseidon Adventure zu tun?

    01.07.2020 12:23 Uhr - Don Corrosione
    Computer: Sorry to interrupt your recreation, fellows, but it is time for Sgt. Pinback to feed the alien.

    "Intriguing. I wish I had more time to discuss this." - "why don't yot have more time?" - "Because I must explode in 75 secons."

    01.07.2020 12:43 Uhr - Jimmy Conway
    2x
    Über Geschmäcker sollte man sich nicht streiten, aber auch nicht wenn es darum geht, welche Filme Carpenters beste sind. "Dark Star" ganz bestimmt nicht :-) Dennoch viel Spaß beim abfeiern.

    01.07.2020 13:05 Uhr - Cryptkeeper78
    1x
    01.07.2020 12:43 Uhr schrieb Jimmy Conway
    Über Geschmäcker sollte man sich nicht streiten, aber auch nicht wenn es darum geht, welche Filme Carpenters beste sind. "Dark Star" ganz bestimmt nicht :-) Dennoch viel Spaß beim abfeiern.


    Das ist ja das Problem. "Dark Star" kann man aufgrund seiner unprofessionellen Art auch gar nicht mit späteren Werken vergleichen. Siehe "Bad Taste" von Peter Jackson. Als "einen der besten" würde ich "Dark Star" auch nie bezeichnen. Das sind dann eher "Halloween", "Das Ding aus einder anderen Welt" oder "Die Klapperschlange" etc.

    01.07.2020 14:08 Uhr - Taran
    3x
    Moderator
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    Wobei vielleicht mal von DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT abgesehen (auch genialer Film) Carpenter nicht wirklich High End-Filme gemacht hat und sich seine ruppige Studentenart irgendwie doch ein bisschen bewahrt hat ;-)

    01.07.2020 19:38 Uhr - Dissection78
    DB-Co-Admin
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    Ich muss Taran da zustimmen. Mir hat "Dark Star" aufgrund seiner rohen Machart und seines schrägen Humors ebenfalls ausnehmend gut gefallen. Ich fand ihn sympathisch und irgendwie sogar richtiggehend herzerfrischend. Das soll jetzt in keinen Carpenter-Wettstreit ausarten, doch neben "The Fog", "Assault - Anschlag bei Nacht", "Das Ding aus einer anderen Welt", "Die Mächte des Wahnsinns" und vielleicht "Die Fürsten der Dunkelheit" gehört "Dark Star" zu meinen Carpenter-Lieblingen. Wobei... außer "Jagd auf einen Unsichtbaren", "Das Dorf der Verdammten", "Flucht aus L.A." und "Ghosts of Mars" ist in meinen Augen keines seiner Werke wirklich richtig schwach. Selbst dem viel gescholtenen "The Ward" konnte ich noch was abgewinnen (habe ihn bislang allerdings auch nur einmal gesehen) ;)

    02.07.2020 09:51 Uhr - theNEWguy
    Moderator
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    Ihnen ist das Klopapier ausgegangen. :D Dark Star ist einfach eine schöne kleine Sci-Fi-Satire. Wird immer wieder gern geschaut.

    05.07.2020 11:40 Uhr - muffin
    Herrlicher Sci-Fi Klamauk, schon alleine die Szenerie mit dem "Außerirdischen".

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