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Saber Rider und die Star Sheriffs

zur OFDb   OT: Sei jûshi Bismarck

Herstellungsland:Japan, USA (1987)
Genre:Action, Anime, Science-Fiction,
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,85 (20 Stimmen) Details
20.03.2008
Mario
Level 8
XP 877
Episode: 1.09 Wer wagt, gewinnt (Der Kampf für die Zukunft)
Dt. DVD / amerikanische Fassung ofdb
Japanische Originalfassung
Verglichen wurde die amerikanische Fassung, vertreten durch die dt. DVDs von Anime House, mit der japanischen Originalfassung, vertreten durch die limitierten Seijushi Bismark DVD Boxen 1 und 2 von Pioneer LDC.

Laufzeit der amerikanischen Fassung: 00:21:47:14
Laufzeit der japanischen Fassung: 00:24:08:20


In der Zukunft haben die Menschen ihren Lebensraum ausgedehnt und mit der Besiedlung der Galaxie begonnen. Das neue Zentrum der Menschheit ist der Planet Yuma. Die oberste Heeresleitung des so genannten „Neuen Grenzlandes“, das „Kavallerie-Oberkommando“, soll die Planeten der Menschen schützen. Das geregelte Leben wird jedoch gestört, als die Outrider, Phantomwesen aus einer anderen Dimension, den Planeten Alamo überfallen. Die Truppen beider Seiten erleiden schwere Verluste und die Schlacht geht für die Outrider nur knapp verloren.
Nach 15 Jahren Wiederaufbau kehren die Outrider mit neuer Technologie und Entschlossenheit zurück. Diesmal sind die Menschen den Invasoren hoffnungslos unterlegen und stehen vor der sicheren Niederlage. Letzte Hoffnung ist ein geheimes Projekt namens „Ramrod“, ein mächtiges Schlachtschiff, welches sich in einen Kampfroboter verwandeln kann. Es gehört zu den „Star Sheriffs“, einer Spezialeinheit unter der Schirmherrschaft von Commander Eagle.
Als ein Outriderspion namens Vanquo alles über das Projekt herausfindet, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Star-Sheriff-Agent Saber Rider soll den Spion gefangen nehmen, bevor Ramrods Standort bekannt wird. Als dies misslingt, verbündet sich Saber Rider mit dem Rennfahrer Fireball und dem Kopfgeldjäger Colt. Zusammen mit Commander Eagles Tochter April können sie Ramrod retten und ihn im Kampf gegen die Outrider einsetzen.



Einleitung


Saber Rider and the Star Sheriffs (SRatSS) ist eine 52-teilige Zeichentrickserie aus den USA. Sie vereint die Genres Science Fiction, Mecha und Western. 1987 erstmals ausgestrahlt, kam die Serie 1988 nach Deutschland und wurde im beliebten Bim Bam Bino Kinderprogramm des Fernsehsenders Tele 5 gezeigt. Die letzte Ausstrahlung erfolgte 1996 auf RTL 2.

Die Abenteuer der Star Sheriffs und ihrem Ramrod-Kampfschiff erlangten schnell große Beliebtheit und mittlerweile sogar Kultstatus. Dafür waren nicht zuletzt der eingängige Soundtrack sowie die geniale deutsche Synchronisation verantwortlich, welche die amerikanische Synchronfassung mit flotten Sprüchen und Selbstironie aufpeppte. Hochkarätige Sprecher sind in Haupt- und Nebenrollen zu hören:

  • Christian Tramitz (u.a. Bullyparade, Schuh des Manitu)
  • Arne Elsholtz (u.a. deutsche Stimme von Tom Hanks)
  • Norbert Gastell (u.a. deutsche Stimme von Homer Simpson)
  • Ekkehardt Belle (u.a. deutsche Stimme von Steven Seagal und Eric Roberts)
  • Florian Halm (u.a. deutsche Stimme von Colin Farell und Jude Law)
  • Kathrin Fröhlich (u.a. deutsche Stimmen von Cameron Diaz und Gwyneth Paltrow)
  • Manfred Erdmann (u.a. deutsche Stimme von B.A. Baracus im Original-„A-Team“, deutsche Stimme von Dr. Zoidberg in „Futurama“)
  • Hartmut Neugebauer (u.a. deutsche Stimme von John Goodman)


Nachdem sie 1996 zum letzten Mal im Free-TV ausgestrahlt worden war, erfuhr die Serie 2003 ein unerwartetes Comeback, als sie vom deutschen Label Anime House auf DVD veröffentlicht wurde. Erneuten Aufschwung bekam die Serie 2010, als Anime House mit den Lost Episodes unveröffentlichte Folgen von SRatSS herausbrachte. 2011 erschien die Ultimate Collection und damit erstmals eine remasterte Fassung von Saber Rider and the Star Sheriffs.
Aber das war noch nicht alles. Zwischen 2013 und 2014 folgte ein fünfteiliges Saber Rider Hörspiel.
Zudem eroberten die Star Sheriffs 2014 auch die hochauflösenden Medien, als die komplette Serie auf Blu-ray veröffentlicht wurde. Das alles beweist wohl mehr als deutlich, dass SRatSS noch immer über eine treue Fangemeinde verfügt.


Der Ursprung - Seijûshi Bismark


Als Saber Rider and the Star Sheriffs 1987 in den USA veröffentlicht wurde, ahnte niemand, welche Entwicklung die Serie vollzogen hatte. Ursprünglich kommt sie aus Japan und trägt dort den Namen Seijûshi Bismark (SJB), was übersetzt so viel wie „Sternenmusketier Bismark“ bedeutet.



Seijûshi Bismark ist eine Mecha-Anime-Serie von Studio Pierrot, ein japanisches Animationsstudio, welches unter anderem die beliebte Zeichentrickserie Nils Holgersson produzierte. Heutzutage ist das renommierte Studio für Anime-Serien wie Naruto und Bleach bekannt. 1984 wurde Seijûshi Bismark erstmals auf dem japanischen Fernsehsender „Nippon Television“ ausgestrahlt. Der Erfolg hielt sich jedoch in Grenzen, da sich Seijûshi Bismark nicht aus der breiten Masse der damaligen Anime-Serien abheben konnte. Ein kleiner Auszug zur Handlung der Serie:

Wir schreiben das Jahr 2069. Die Menschen haben die Erde verlassen und damit begonnen, die Planeten des Sonnensystems zu besiedeln. Der Frieden, den sich die Menschen erhofften, rückt in weite Ferne, als die außerirdischen „Deathcula“ das Sonnensystem angreifen. Die vorhandenen Zivilisationen machen sämtliche Kräfte mobil und bilden eine große Planetenföderation, die ein gemeinsames Vorgehen gegen die Deathcula zum Ziel hat. Die so entstandene „Sonnensystem-Föderation“ schafft es nur mit Mühe und Not, sich gegen die Invasoren zu behaupten und sie zu besiegen.
15 Jahre später, im Jahre 2084, kehrt der bezwungen geglaubte Feind zurück. Der Sonnensystem-Föderation ist es nicht möglich, die Menschen auf allen Planeten zu schützen, die sich nicht aus eigener Kraft gegen die Deathcula verteidigen können.
Der Wissenschaftler und Generalsekretär der Sonnensystem-Föderation, Dr. Charles Louvre, entwickelt eine Kampfeinheit mit dem Namen „Bismark“, ein bewaffnetes Raumschiff, welches sich in einen Mecha-Roboter verwandeln kann. Ein vierköpfiges Team ebenso unterschiedlicher wie auch hoch qualifizierter Spezialisten soll Bismark steuern:
Der 17-jährige Pilot Shinji Hikari aus Japan, der 16-jährige Kopfgeldjäger Bill Willcox aus Amerika, der 18-jährige britische Agent Richard Lancelot aus Schottland und die 15-jährige Marianne Louvre aus Frankreich, die Tochter von Charles Louvre.



Die Entstehung von Saber Rider and the Star Sheriffs


1986 wurden die weltweiten Rechte für Seijûshi Bismark von der amerikanischen Produktionsfirma World Events Productions (WEP) erworben. Die in St. Louis (Missouri/USA) beheimatete Firma passte die Serie an den amerikanischen Markt an und veröffentlichte sie unter dem neuen Namen Saber Rider and the Star Sheriffs.

Damit ereilte Seijûshi Bismark dasselbe Schicksal wie viele andere Anime-Serien. Gewalttätige und moralisch verwerfliche Szenen wurden geschnitten oder verbal zensiert. Die Handlung, Charaktere und der Soundtrack wurden geändert und die Serie an die amerikanische Kultur angepasst. Weiterhin hat WEP nur 46 der 51 Folgen von Seijûshi Bismark herausgebracht und als Ausgleich 6 neue Folgen produziert.

Eines der Hauptaugenmerke bei der Bearbeitung der Serie lag auf der Betonung des Wilden Westens. Seijûshi Bismark kombinierte Science-Fiction mit einigen Westernelementen. WEP wollte diese Elemente hervorheben und der Serie einen markanten Wildweststil verleihen. Dies hing vermutlich damit zusammen, dass sich derartige Serien zu einem neuen Trend entwickelten. Den Anfang machte 1986 die amerikanische Zeichentrickserie „Galaxy Rangers“, gefolgt von „Bravestarr“, die zeitgleich mit „Saber Rider“ ein Jahr später erschien.

Aus Seijûshi Bismark wurde Saber Rider and the Star Sheriffs. In dieser Form wurde die Serie nicht nur in Amerika und Deutschland, sondern auch in vielen Teilen der Welt zum Erfolg - beispielsweise lief sie in Frankreich, Italien, Polen, Portugal und Lateinamerika.

Wie und warum die Serie so massiv verändert wurde, soll der folgende Text im Detail erläutern. Für diesen gilt:

  • Seijûshi Bismark (SJB)= japanische Fassung
  • Saber Rider (SRatSS)= amerikanische Fassung


Allgemeine Veränderungen



Die Namen
Bei der Bearbeitung der Serie wurden nahezu alle Namen von Personen, Orten, Planeten, Organisationen und Fahrzeugen verändert, wobei es sich bei einem Großteil der neuen Namen um amerikanische und Wildwestnamen handelt. Die Wildwestnamen dienten dazu, den Wildweststil der Serie zu verstärken. Im Folgenden sind die wichtigsten Namen beider Fassungen im Vergleich aufgeführt.
Hinweis: Da Saber Rider die bekanntere Fassung ist, verwende ich für den weiteren Text sowie für die Schnittberichte nur die Namen der amerikanischen Fassung.

japanische Version:amerikanische / deutsche Version:
DeathculaOutrider
Team BismarkDie Star Sheriffs
Sonnensystem-FöderationKavallerie Oberkommando
SonnensystemNeues Grenzland
Planet ErdePlanet Yuma/Planet Alamo
Jupitermond GanymedPlanet Yuma/Planet Alamo
östlicher Sektor von GanymedKönigreich Jarr
Shinji HikariFireball
Richard LancelotSaber Rider
Bill WilcoxColt
Marianne LouvreApril Eagle
Charles LouvreCommander Eagle
General DomesKönig Jarred
HyuzaNemesis
PeriosJesse Blue
ZatoraGattler
BismarkRamrod
Road LeonRed Fury Racer
DonatelloSteed
Arrow StrikerBroncobuster


Amerikanisierung
Bei der so genannten Amerikanisierung wird eine ausländische Serie an die amerikanische Kultur angepasst. Das bedeutet, dass ausländische Elemente wie Namen oder Schriftzeichen, die für die Zuschauer befremdlich wirken könnten, verändert werden. Im Falle von Saber Rider sind von der Amerikanisierung hauptsächlich die Namen betroffen, da andere auffällige Elemente nicht vorhanden sind.

Soundtrack
Um der Serie endgültig ein markantes Westernflair zu verleihen, wurde der komplette Seriensoundtrack vom amerikanischen Komponisten Dale Schacker neu arrangiert und ist hauptsächlich Wildwest geprägt. Dazu gehört auch die eingängige Titelmusik, welche im Vor- und Abspann zu hören ist.

Genau diese Musik war mit Sicherheit einer der Hauptgründe für den Erfolg der Serie und vor allem die Titelmusik ist bis heute ein Ohrwurm. Glücklicherweise wurde sie auch bei uns in Deutschland beibehalten und nicht, wie es häufig der Fall ist, ein eigener Titelsong produziert.
Frankreich und Italien bekamen jeweils eine eigene Titelmusik spendiert. Diese sind auf dem offiziellen Saber-Rider-Soundtrack zu finden und tragen die Titel „Sab-Rider“ (Frankreich) und „Sceriffi Delle Stelle“ (Italien).

Neben dem Seriensoundtrack wurde auch die gesamte Geräuschkulisse (Laserfeuer, Raumschiffantriebe, Explosionen etc.) neu erstellt, weil sich Musik und Geräusche im Regelfall auf einer Tonspur befinden.

Vor - und Abspann
Der Vor- und Abspann wurde für die amerikanische Fassung neu erstellt. Genaueres dazu gibt es im Schnittbericht der ersten Folge.

Folgenpreview
In beiden Fassungen gibt es kurze Vorschauvideos auf die nächste Folge der Serie. Zu einigen Ausschnitten wird kurz etwas zum Inhalt erzählt. In der japanischen Fassung ist die Folgenpreview nach dem Abspann der vorherigen Folge zu sehen und wird von den Hauptcharakteren kommentiert. In der amerikanischen Fassung wurde die Vorschau in den Vorspann der jeweiligen Folge hinein geschnitten und wird von einem Erzähler (deutsche Synchronfassung: Manfred Erdmann/ amerikanische Synchronfassung: Peter Cullen) kommentiert. Auf die Folgenpreview wird in den Schnittberichten nicht eingegangen.

Episodentitel
In der japanischen Fassung wird der Episodentitel in einer zusätzlichen mit Sound unterlegten Szene nach dem Vorspann gezeigt. In der amerikanischen Fassung wird der Episodentitel erst am Anfang jeder Folge eingeblendet.

Eyecatcher
Bei den Eyecatchern handelt es sich um zwei kurze, mit einer Melodie unterlegte Sequenzen, welche bei der japanischen TV-Ausstrahlung die Werbung eingeleitet und wieder beendet haben und auf den japanischen DVDs enthalten sind. In der amerikanischen Fassung findet man die Eyecatcher natürlich nicht.

Eyecatcher 1


Eyecatcher 2
Ab Episode 33 (in der deutschen DVD Reihenfolge Episode 36 - Der schöne Schein) wurden die Eyecatchersequenzen erneuert.



Eingefügte Szenenübergänge
WEP hat sehr oft Übergänge zwischen zwei Szenen eingefügt. In der japanischen Fassung gibt es solche Szenenübergänge so gut wie gar nicht zu sehen. Hervorzuheben wäre die „Schwertblende“, welche in Anlehnung an die Waffe von Titelheld Saber Rider erstellt wurde.

  • Schwertblende:




  • Weitere Szenenübergänge:





Die Zensur der Serie


In Japan zählt Seijûshi Bismark zum so genannten Shonen-Genre. Trotz Gewalt und brutaler Szenen sind Serien dieses Genres für junge Menschen im Alter von etwa 8 – 17 Jahren freigegeben. Etwas Blut, Tod und Freizügigkeit sind für die jungen Japaner bzw. deren Eltern kein Problem. Anders jedoch in Amerika oder Europa, wo derartige Szenen in Kinderserien nichts verloren haben.

Aus diesem Grund musste Seijûshi Bismark umfassend zensiert werden, da die Serie für das Nachmittagsprogramm zu viele gewalttätige Szenen enthielt. WEP benutzte dafür zwei Methoden. Neben dem einfachen Schneiden von Szenen, wurde im großen Rahmen die „verbale Zensur“ eingesetzt. Bei der Synchronisation hat man den Charakteren passende Worte in den Mund gelegt, um bedenkliche Szenen zu verharmlosen, ohne jedes Mal schneiden zu müssen. WEP zensierte so weit, dass in der gesamten Serie kein einziges Lebewesen sein Leben verliert. Einige der angewendeten Zensuren muten daher vielleicht etwas lächerlich an.

Noch etwas Grundlegendes zur verbalen Zensur. Im Prinzip wurde diese Zensur auf einen Großteil aller Dialoge angewendet. Das heißt, dass sämtliche Dialoge „abgemildert“ wurden und harte Ausdrucksweisen, Flüche etc. generell nicht in der amerikanischen Fassung zu finden sind.

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der gängigen Zensuren.


Gewaltszenen gegen die Outrider


Die meisten Gewaltszenen gegen die Outrider wurden mit Hilfe der Synchronisation zensiert. Da in jeder Folge der Serie unzählige Outrider getötet werden, konnte WEP nicht ständig die Schere ansetzen, sondern musste sich der verbalen Zensur bedienen. Die Outrider werden in der amerikanischen Fassung als „Phantomwesen“ dargestellt, die nicht sterben, sondern nach ihrem Tod in die so genannte Phantomzone auf ihren Heimatplaneten teleportiert werden. Diese Zensur wird dadurch begünstigt, dass sich die Outrider auch in der japanischen Fassung nach ihrem Tod auflösen. Fast immer, wenn ein Outrider getötet wird, sind in Saber Rider Dialoge zu hören wie:
„Zurück in die Phantomzone.“
„Du hast ihn in seine Dimension zurückgeschickt.“
Durch diese Veränderung wird den Zuschauern vorgetäuscht, dass die Outrider nicht sterben können. Somit spielt es auch keine Rolle, wie viele von ihnen getötet werden. Sie kehren auf ihren Planeten zurück und greifen erneut an.

Trotz dieser cleveren Zensurmethode wurden zusätzlich noch einige Gewaltspitzen geschnitten. Zum Beispiel:

1. Einem Outrider wird mit einem Schwert der Arm abgeschlagen.
2. Einem Outrider wird in den Kopf geschossen und schwarzes Blut tritt aus.

Gewaltszenen gegen Menschen


Fast alle Szenen, in denen Menschen deutlich sichtbar erschossen, geschlagen oder in die Luft gesprengt werden, wurden aus der Serie entfernt. Andere Szenen wurden mit der verbalen Zensur verharmlost. In diesen Fällen setzen die Outrider Waffen ein, welche die Menschen nicht töten, sondern nur betäuben. Dies wird gut in Dialogen wie „Schaltet eure Waffen auf Betäubung“ deutlich.

In Szenen, bei denen die Outrider Fahr- und Flugzeuge abschießen oder Städte angreifen/bombardieren, werden dank der Synchronisation nur ferngesteuerte Fahr- und Flugzeuge abgeschossen und evakuierte Städte zerstört. Beispielsweise:

1. „Die Menschen wurden gerettet, aber viele unserer automatischen Transportfahrzeuge zerbarsten in einem Hagel vernichtender Geschosse.“
2. „Die Leute wurden alle in Sicherheit gebracht. Wir haben sie schon evakuiert, als die ersten Anzeichen von Nemesis' Flotte auf dem Radar zu erkennen waren.“

Weitere Zensuren


Neben den reinen Gewaltzensuren hat WEP noch viele weitere Zensureingriffe an der Serie vorgenommen. Alle Szenen, die in irgendeiner Form bedenklich und unmoralisch wirkten, wurden genau wie die Gewaltszenen geschnitten oder per Synchronisation zensiert. Dazu zählen unter anderem:

Emotionale Szenen (Aggressives Verhalten, Wutausbrüche, Trauer, Tränen u.ä)
Beispiel 1: Eine Person bekommt einen Wutanfall und schimpft vor sich hin.
Beispiel 2: Eine Person bricht in Tränen aus und redet mit verzweifeltem Ausdruck in der Stimme.

Zensur: Solche Szenen wurden meistens durch die Synchronisation abgeschwächt bzw. ausgemerzt, indem man die betreffende Person einfach „normal“ sprechen lässt.

Hier muss erwähnt werden, dass alleine durch die reinen Gewaltzensuren viele emotionale Szenen überflüssig geworden waren und sie somit zwangsläufig zensiert werden mussten. Wenn zum Beispiel der Tod einer Person geschnitten wurde, fiel automatisch auch die Trauer darüber weg. Somit wurde die Szene überflüssig. Ein gutes Indiz für derartige Zensuren sind Szenen, in denen ein Charakter zwar sichtbar Tränen in den Augen hat, aber dennoch ganz normal redet.

Alkoholkonsum
Beispiel: Zwei Personen trinken ein Glas Wein.
Zensurbeispiel: Der „Wein“ wird per Synchronisation zu „Kaktus- bzw. Guavensaft“.

Gewalt gegen Kinder
Beispiel: Ein Vater schlägt seinen Sohn zur Strafe.
Zensurbeispiel: Solche eher selten vorkommende Szenen wurden einfach entfernt.

Kinder mit Waffen
Beispiel: Ein Kind trägt eine Waffe und benutzt diese auch.
Zensurbeispiel: Aus der echten Waffe wurde durch die Synchronisation eine „Spielzeugwaffe“.

Handlungsszenen mit bedenklichem Inhalt
Beispiel: Einer der Hauptcharaktere spielt mit einem Gefangenen Russisches Roulette. Während er das tut, schreit er den Gefangenen an und steckt ihm den Lauf der Waffe in den Mund.
Zensurbeispiel: Ein Großteil der Szene wurde geschnitten und der Rest einfach mit einem belanglosen Dialog unterlegt, so dass von dem Russischen Roulette nichts mehr zu erahnen ist.

Bildzensur
Bildzensur dient dazu bestimmte Elemente im Bild zu zensieren ohne die Szene zu schneiden. Dazu wurde der Bildausschnitt einfach verkleinert bis das zu zensierende Element nicht mehr zu sehen ist.

Beispiel:
Die Folge Der große Lazardo spielt zu großen Teilen in einer Kirche. In den meisten Szenen, welche das Innere der Kirche zeigen, ist ein großes Kreuz auf dem Altar zu sehen. Da man diese Szenen nicht alle schneiden oder durch alternatives Material ersetzen konnte, wurde der Bildausschnitt so verkleinert, dass das Kreuz nicht mehr zu sehen ist.

Seijûshi BismarkSaber Rider



Die Charaktere


An dieser Stelle wundert es sicher niemanden mehr, dass die Charaktere ebenfalls einige Veränderungen über sich ergehen lassen mussten. Die Liste der Änderungen ist lang.
Neben den oben erwähnten Namensänderungen, wurde häufig der Hintergrund der Charaktere verändert: z.B. sein Beruf/Rang, die Motive für sein Handeln, Beziehung zu einer anderen Person/Verwandtschaftsgrad etc.
Ebenso kommt es vor, dass ein „böser Charakter“ zu einem „guten Charakter“ gemacht wurde oder man gleich die ganze Herkunft/Rasse geändert hat.
Aus Zensurgründen mussten zudem sämtliche Nebencharaktere, welche in der japanischen Fassung getötet wurden, am Leben erhalten werden.
Das sind aber noch nicht alle Änderungen. Dank der Zensur werden in Saber Rider weniger Emotionen als in Seijûshi Bismark gezeigt. Das hat zur Folge, dass die Charaktere im Bezug auf ihre Gefühle weniger authentisch wirken, weil ihnen ein Teil ihrer Menschlichkeit genommen wurde. Die amerikanische Fassung bietet als Ausgleich dazu mehr Wortwitz als die japanische Fassung.

Anhand einiger Hauptcharaktere möchte ich ein paar konkrete Beispiele für die Änderungen an den Charakteren aufzeigen.

Fireball (Shinji Hikari)


In der japanischen Fassung ist Fireball ein Pilot der Streitkräfte und wird auf Grund seiner herausragenden Fähigkeiten zum Piloten und etwas später Anführer des Ramrod-Kampfschiffes ernannt. Seit der Schule ist er ein guter Freund von April Eagle (Marianne Louvre) und nimmt in seiner Freizeit an Autorennen teil. Fireball ist ein guter Anführer, aber auch ein Hitzkopf, der Probleme gerne in Alleingängen löst.
In der amerikanischen Fassung ist er ein professioneller Rennfahrer. Durch Zufall lernt er Saber Rider, Colt und April zu Beginn der Serie kennen und wird aufgrund einiger glücklicher Umstände zum Piloten von Ramrod und zum Star Sheriff ernannt. Den Posten des Anführers hat man ihm jedoch entzogen und ihn offiziell zum „jüngsten“ im Team erklärt. Diese Entmachtung ändert jedoch nur wenig an Fireballs charakteristischer Rolle in der Serie.

Saber Rider (Richard Lancelot)


Saber Rider ist der älteste, reifste und ruhigste Hauptcharakter. Er ist gewissermaßen der „Denker“ mit der meisten Erfahrung, der überlegt handelt und seinen Kollegen stets hilfreiche Informationen liefert. In der japanischen Fassung arbeitet er für den britischen Geheimdienst. Aufgrund seiner Fähigkeiten im Bereich des Nachrichtendienstes wird er von der Regierung des Planeten Yuma zum Mitglied im Ramrod-Team ernannt.
In der amerikanischen Fassung ist er ein Agent der „Star Sheriffs“ und soll das Ramrod-Kampfschiff vor den Outridern schützen. Aufgrund seines Ranges wurde er schon im Vorfeld zum Captain des Schiffes und Anführer des Teams ernannt.
Saber Riders Ernennung zum Anführer stellt einen der größten Eingriffe der Serie dar. Dies wird schon an Ihrer Umbenennung von Seijûshi Bismark in Saber Rider and the Star Sheriffs deutlich. Es waren jedoch noch mehr Änderungen notwendig, um Saber Riders Anführerrolle glaubhaft zu machen.

  • Die neue Titelmusik wurde Saber Rider gewidmet.
  • Saber Rider fungiert als Erzähler. In der ersten Folge leitet er die Serie wie eine Geschichte ein, in der er dem Zuschauer den Verlauf erzählt. Zudem leitet er viele Folgen mit einem Monolog ein und beendet sie auf diese Weise wieder. Dadurch hat er den Zuschauern gegenüber eine gewisse Autorität und wird einfacher als Anführer akzeptiert.
  • Befehle und Anweisungen von Fireball wurden meist entfernt und durch Befehle und Anweisungen von Saber Rider ersetzt.
  • Wenn Saber Rider längere Zeit nicht zu sehen war, wurden Szenen von ihm in die Serie eingefügt.
  • Obwohl Saber Rider fast immer abseits steht oder gar nicht zu sehen ist, wird er aufgrund seines neuen Ranges möglichst häufig angesprochen und gibt aus dem Hintergrund Anweisungen.


Die Frage ist, warum WEP gerade Saber Rider für die Rolle des Anführers ausgewählt hat. Es ist anzunehmen, dass ein erfahrener und besonnener Charakter, wie er durch Saber Rider verkörpert wird, besser geeignet ist, ein Team zu leiten und es mit durchdachten Entscheidungen zu führen. Dem jungen Heißsporn Fireball fehlt dagegen diese Vorbildfunktion, da er stets spontan agiert und bereit ist, sich in gefährliche Situationen zu begeben.

Trotz der umfangreichen Änderungen konnte Fireballs ursprüngliche Position nicht vollständig unterdrückt werden. Dafür ist Fireball zu dominant. Er übernimmt meist die Führung bei Gesprächen und möchte das letzte Wort für sich beanspruchen. Zudem steht er immer ganz vorne, was seine führende Rolle bestätigt.

Colt (Bill Willcox)


Der Cowboy wurde auf den ersten Blick wenig verändert. In beiden Fassungen ist er ein ehemaliger Kopfgeldjäger mit einem losen Mundwerk, einer Schwäche für Frauen und einem Talent für Fettnäpfchen. Zudem ist er ein exzellenter Schütze. Seitdem seine Eltern von den Outridern getötet worden sind, hat er sich dem Kampf gegen sie verschrieben.
In der japanischen Fassung verhält sich Colt den Outridern gegenüber deutlich hasserfüllter, aggressiver und gewaltbereiter als in der amerikanischen Fassung, wo der Tod seiner Eltern nur angedeutet wird. Auffällige Unterschiede gibt es bei Colts Einstieg in die Serie.
In der japanischen Fassung soll er als Kopfgeldjäger im Auftrag der Regierung Fireball finden. Schlussendlich stellt sich heraus, dass Colt neben Fireball, Saber Rider und April zum Mitglied im Ramrod-Team bestimmt worden ist.
In der amerikanischen Fassung jagt er als Kopfgeldjäger den Outriderspion Vanquo und begegnet dabei eher zufällig den anderen Hauptcharakteren. Zusammen mit Fireball wird er aufgrund glücklicher Umstände zum Mitglied des Teams und zum Star Sheriff ernannt.

April Eagle (Marianne Louvre)


Die Tochter von Commander Eagle ist der einzige weibliche Star Sheriff im Ramrod-Team. In der japanischen Fassung ist sie gerade einmal 15 Jahre alt und benimmt sich dementsprechend kindlicher und sensibler als die anderen Charaktere.
In der amerikanischen Fassung wird sie deutlich reifer und erwachsener dargestellt. In beiden Fassungen ist sie Agentin und die Navigatorin von Ramrod. In der amerikanischen Fassung wurde sie zusätzlich zu einer Wissenschaftlerin und (Mit-)Entwicklerin von Ramrod gemacht.

Commander Eagle (Dr. Charles Louvre)


Der Vater von April gehört zu den weniger veränderten Charakteren der Serie. In der japanischen Fassung ist er der Generalsekretär und damit der oberste Vertreter der Sonnensystem-Förderation, welche es in der amerikanischen Fassung nicht gibt. Diese Förderation ist eine Vereinigung der von den Menschen besiedelten Planeten des Sonnensystems und dürfte mit der UNO vergleichbar sein. Zudem ist Eagle in der japanischen Fassung ein Wissenschaftler und hat das Ramrod (Bismark) Kampfschiff entwickelt.
In der amerikanischen Fassung ist Eagle einer der ranghöchsten Offiziere des Kavallerie-Oberkommandos, der obersten Heeresleitung des Neuen Grenzlandes (Sonnensystems). Gleichzeitig ist er der Kopf einer Friedensinitiative und setzt sich aktiv für den Frieden ein.

Jesse Blue (Perios)


Der Erzfeind der Star Sheriffs ist der am stärksten veränderte Charakter der Serie. In der amerikanischen Fassung ist er ein arroganter Star-Sheriff-Kadett, welcher sich in April Eagle verliebt, jedoch von ihr zurückgewiesen wird. Aus verletztem Stolz über diese Ablehnung läuft er zu den Outridern über und kämpft fortan gegen die Star Sheriffs. Damit will er April beweisen, dass er besser ist als alle anderen und sie ihn niemals hätte abweisen dürfen. In der japanischen Fassung ist Jesse Blue kein Mensch, sondern ein raffinierter hochrangiger Outrider, der die Star Sheriffs nur bekämpft, weil sie den Plänen der Outrider im Weg stehen.

An dieser Stelle muss man WEP loben. Im Vergleich zur japanischen Fassung haben sie den Charakter des Jesse Blue positiv verändert. Er ist weitaus komplexer und interessanter, da sein Kampf gegen die Star Sheriffs kein Befehl, sondern ein persönlicher Feldzug ist. Jesses neue Hintergrundgeschichte wird in zwei der sechs zusätzlich produzierten Episoden erzählt („Das Kavallerie-Oberkommando“ und „Jesses Rache“).

Die Outrider


Die Outrider werden in der amerikanischen Fassung nicht nur als Phantomwesen dargestellt, sondern wurden auch in anderen Details verändert.

In der japanischen Fassung sind die Outrider raffinierte und brutale Außerirdische. Unter der strikten Führung ihres obersten Anführers Nemesis (Hyuza) wollen sie die menschliche Galaxie erobern und deren Bewohner vernichten. Da in der amerikanischen Fassung sämtliche Gewaltszenen zensiert wurden, wirken die Outrider bei Weitem nicht mehr so grausam und damit weniger bedrohlich. Zudem werden sie häufig als dumm und einfältig dargestellt. Unterstrichen wird dieser Aspekt durch komische bzw. witzige Stimmen und sinnfreie Dialoge.

Zum Beispiel:
Outrider A fragt: „Wie spät ist es?“
Outrider B antwortet: „Ich weiß nicht. Ich kann die Uhr nicht lesen.“
Outrider A sagt: „Ich habe gehört es gibt Partys auf diesem Planeten.“
Outrider B fragt: „Was ist eine Party?“
Outrider A: „Frag mich nicht.“

Nemesis (Hyuza)


Bei der Analyse der Outrider ist es wichtig, ihren obersten Anführer etwas genauer zu beleuchten. Nemesis ist das Staatsoberhaupt der Outrider und genießt den uneingeschränkten Gehorsam seines Volkes und seiner Truppen. Seine Rolle in der Serie ist relativ einfach gehalten und beschränkt sich auf das Erteilen und Durchsetzen von Befehlen. Seine finstere Stimme und sein Respekt einflößendes Äußeres machen ihn zu einer perfekten Führungspersönlichkeit.
In der amerikanischen Fassung wurde der Phantomboss zu einem unfreiwillig komischen Charakter gemacht. Er gehört zwar immer noch zu den bedrohlichsten, aber gleichzeitig auch zu den unglaubwürdigsten Charakteren. Das liegt einfach daran, dass Nemesis in der amerikanischen Fassung an chronischer Langeweile leidet und dies permanent zum Besten geben muss.

Als Beispiel ein typisches Nemesis-Zitat:

„Ich hasse langweilige Subjekte. Vor allem, wenn sie nichts als langweilige Ausreden auf Lager haben ... und Phantomwesen sind die langweiligsten von allen. Im Gegensatz zur Star-Sheriff-Dimension. Die wissen, was Spaß macht. Aber wir Outrider haben keine Ahnung, wie man das anstellt.“

Diese „Macke“ von Nemesis trägt nicht gerade zu seiner Glaubwürdigkeit bei und lässt die Zuschauer unfreiwillig schmunzeln. Ebenso unpassend sind seine Spitznamen in der amerikanischen Fassung. So wird er von seinen eigenen Leuten hin und wieder „Oberindianer“ oder „Oberpfadfinder“ genannt. Solche Namen zeugen nicht gerade von Respekt gegenüber einem Staatsoberhaupt.

Allerdings sind diese Ausdrücke Eigenkreationen der deutschen Synchronsprecher. In der amerikanischen Fassung wird Nemesis etwas ehrfurchtsvoller "supreme trail boss" genannt.

Rache und Lebensraum kontra Spaß und Langeweile


Der letzte Fakt, welcher die Outrider lächerlich wirken lässt, sind ihre Beweggründe, warum sie Krieg gegen die Menschen führen. In der japanischen Fassung wollen die Outrider neuen Lebensraum erobern, da ihr Heimatplanet völlig zerstört und ausgebeutet ist. Außerdem will Nemesis Rache für seine erste Niederlage gegen die Menschen.
In der amerikanischen Fassung sind die Motive teilweise widersprüchlich und zudem unglaubwürdig. Im Gegensatz zur japanischen Fassung kennen die Outrider keinerlei menschliche Gefühle. Da Nemesis permanent Langeweile hat, führen die Outrider auf seine Anordnung Krieg gegen die Menschen, um ein bisschen Spaß zu haben bzw. um zu lernen, was Spaß ist. Erst als den Outridern gegen Ende der Serie die Energie ausgeht, versuchen sie einen neuen Planeten zu erobern, um ihr überleben zu sichern.


Die WEP-Folgen


Wie bereits erwähnt, hat WEP für die amerikanische Fassung sechs komplett neue Folgen produzieren lassen. Diese werden im Allgemeinen als „WEP-Folgen“ bezeichnet.

Hier die Titel:

  • Blutsbrüder (The Saber And The Tomahawk)
  • Die Highlander (The Highlanders)
  • Das Kavallerie Oberkommando (Cavalry Command)
  • Jesses Rache (Jesse's Revenge)
  • Goldfieber (All that glitters)
  • Saber in der Phantomzone (Stampede)


Diese Folgen stellen innerhalb der Serie eine Besonderheit dar. Nicht nur, dass sie komplett von WEP gezeichnet wurden, sie zeigen auch genau, wie sich WEP die gesamte Serie vorgestellt hat.

  • Beim Betrachten der WEP-Folgen wird der veränderte Zeichenstil deutlich. Sämtliche Zeichnungen wirken kantiger und gröber als in der japanischen Fassung. Eine Auffälligkeit ist Aprils verändertes Aussehen, denn nur in den WEP-Folgen trägt sie Lippenstift.

    Japanische FolgenWEP Folgen


  • WEP sah es vor, aus Seijûshi Bismark eine Westernserie zu machen und hat dieses Flair mit einigen Veränderungen erfolgreich erzeugt. Bei den WEP-Folgen haben sie es richtig krachen lassen. Vier der sechs Folgen sind fast vollständig vom Wildwest-Thema geprägt. In der Doppelfolge „Das Kavallerie-Oberkommando“ und „Jesses Rache“ fliegen die Star Sheriffs zum Hauptquartier des Kavallerie-Oberkommandos, welches ein einfaches „Fort“ darstellt, wie man es aus Westernfilmen kennt. Der Leiter des Hauptquartiers ist zudem ein waschechter Indianer mit dem Namen „General Whitehawk“. Die Folgen „Blutsbrüder“ und „Goldfieber“ sind außerdem reine Wildwest-Folgen, deren Handlungen typische Themen dieses Genres behandeln. In „Blutsbrüder“ provozieren die Outrider einen Krieg zwischen Siedlern und Indianern. Nur Saber Rider, welcher der Blutsbruder des Häuptlingssohnes ist, kann noch helfen. In „Goldfieber“ sind die Siedler einer Kleinstadt im Goldrausch. Dies ist jedoch ein Ablenkungsmanöver der Outrider, welche sich auf einen Angriff vorbereiten.



  • Um seinem Anführerposten gerecht zu werden, wurde Saber Rider in den WEP-Folgen in den Vordergrund gestellt. In seiner Rolle als Anführer ist er am häufigsten zu sehen und löst die schwierigsten Probleme im Alleingang, ähnlich wie es Fireball in der japanischen Fassung tut. Fast immer an Saber Riders Seite zu sehen ist April Eagle. Während sie in der japanischen Fassung verhältnismäßig wenig an den Actionszenen beteiligt ist, nimmt sie in den WEP-Folgen aktiv am Geschehen teil. Im Gegenzug sind Fireball und Colt etwas seltener zu sehen.

  • An dieser Stelle möchte ich kurz auf die Beziehung zwischen Saber Rider und April eingehen. Eigentlich zeigt April nur an Fireball Interesse und kommt am Ende der Serie mit ihm zusammen. In der WEP-Folge „Die Highlander“ wurde jedoch mit einer anderen Möglichkeit experimentiert. Saber Rider fliegt nach einem Notruf zu seinen Eltern. April folgt ihm heimlich und redet sich wie ein verlegenes Schulmädchen heraus, als sie von Saber Rider erwischt wird. Kurz darauf wird April von Saber Rider gerettet. Prompt versucht sie ihn zu küssen, worauf er aber nicht eingeht.



  • Die WEP-Folgen wurden ebenfalls genutzt, um die Darstellung der Outrider als Phantomwesen zu festigen. Um den Zuschauern zu verdeutlichen, dass die Outrider aus der Phantomzone wiederkehren können, taucht in vier der sechs WEP-Folgen ein bekannter Charakter auf. Vanquo, der Outriderspion aus der ersten Folge, kehrt als Gegenspieler der Star Sheriffs zurück. In jeder der vier Folgen wird er besiegt, verschwindet in die Phantomzone und taucht dann in der nächsten Folge wieder auf, bevor er in der letzten WEP-Folge mit dem Titel „Saber in der Phantomzone“ zu einem Menschen gemacht wird (siehe Bild 2).



  • In der Doppelfolge „Das Kavallerie-Oberkommando“ und „Jesses Rache“ wird die neue Hintergrundstory des Charakters Jesse Blue erzählt. Er ist ein Kadett im Ausbildungszentrum des Kavallerie-Oberkommandos und verliebt sich in April Eagle, der er seine Liebe gesteht. Als sie ihn abweist, bedrängt er April und wird dafür vorübergehend suspendiert. Aus verletztem Stolz verlässt er das Oberkommando, verbündet sich mit einer Ganovenbande und überfällt das KOK und die Star Sheriffs. Von da an ist er auf der Flucht vor ihnen und läuft schließlich zu den Outridern über. Erwähnenswert wäre hier noch ein auffälliger Fall von Verniedlichung, der dem realistischen Stil der japanischen Fassung widerspricht. Der Anführer der Ganovenbande, mit der sich Jesse Blue zusammentut, ist eine Mischung aus Mensch und Wolf. Einer der Gangster dieser Bande ist zudem ein Tiger im Cowboyoutfit.



  • Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass es in den WEP-Folgen keinen einzigen Kampf zwischen Ramrod und einem Renegade gibt, obwohl dieser den Höhepunkt fast jeder Folge darstellt.



Die Lost Episodes


Bei den so genannten Lost Episodes handelt es sich um jene fünf Folgen von Seijûshi Bismark, die von WEP nicht zu Saber Rider umgearbeitet und somit auch nicht veröffentlicht wurden.

  • Folge 20 - Kiken na raihousha (Gefährlicher Besuch)
  • Folge 23 - Captain Horidee (Käpt´n Holiday)
  • Folge 30 - Heiwa wo uri watashita machi (Kämpft für den Frieden!)
  • Folge 36 - Juno sei kyuushutsu sakusen (Die Rettungsmaßnahme für den Planeten Juno)
  • Folge 42 - Daiyousai sekkin (Die große Festung naht)


Über die Gründe warum WEP diese Folgen nicht veröffentlicht hat kann im Nachhinein nur spekuliert werden. Sie enthalten prinzipiell nichts, was es nicht auch in den anderen Episoden zu sehen gibt. Schaut man sich die Methoden an, mit denen die anderen Seijûshi-Bismark-Folgen umgearbeitet wurden, kann man die Behauptung aufstellen, dass die Lost Episodes ebenfalls auf diese Weise hätten bearbeitet werden können.

Seit August 2010 können sich die Saber-Rider-Fans selbst ein Bild davon machen, denn zwischen August und Oktober 2010 veröffentlichte das deutsche Label Anime House die fünf Lost Episodes auf zwei DVDs
und erfüllte damit nicht nur den Fans, sondern auch den Synchronsprechern einen Traum. Für die deutsche Synchronisation konnten fast alle Originalsprecher gewonnen werden. Ein paar Sprechrollen mussten jedoch umbesetzt werden. So ist zum Beispiel Philipp Moog (deutsche Stimme von Ewan McGregor) anstelle von Arne Elsholtz als Jesse Blue zu hören.

Da die Lost Episodes nie von WEP bearbeitet wurden und somit nie als Teil des Saber Rider Universums existierten, hat Anime House die original Seijûshi Bismark Folgen erworben und behutsam an die amerikanische Fassung angepasst.

  • Der japanische Vorspann wurde durch den amerikanischen Vorspann ersetzt. Auf die Vorschauvideos der amerikanischen Fassung wurde verzichtet.
  • Der japanische Abspann wurde durch einen für die Lost Episodes neu zusammengestellten Abspann ersetzt. Die Abspannmusik der amerikanischen Fassung wurde beibehalten. Bilder gibt es im Schnittbericht der ersten Folge.
  • Die Tonspur wurde komplett neu aufgenommen und enthält die original Saber-Rider-Musik von Dale Schacker.
  • Die japanischen Namen durch die amerikanischen ersetzt. Es wurden aber (fast) nur diejenigen geändert, die schon in der amerikanischen Fassung von WEP vorkamen. Die meisten anderen sind unverändert geblieben.
  • Einige wenige Namen wurden durch neue ersetzt, da sie einfach seltsam klingen bzw. nicht zu Saber Rider passen. Beispiel: Bazou wurde zu Mike ("Rettung wider Willen").
  • Der japanische Episodentitel wurde entfernt. Ein eigener Episodentitel wurde allerdings nicht eingefügt.
  • Die Eyecatcher wurden entfernt.
  • Bis auf Folge 23 (Käpt´n Holiday) haben alle Lost Episodes eigene deutsche Episodentitel erhalten.


Ansonsten sind die Lost Episodes komplett ungeschnitten und die Handlung ist weitgehend unangetastet geblieben, sodass es zu diesen Folgen keine Schnittberichte geben wird.


Handlung


Zur geänderten Handlung muss nicht mehr viel gesagt werden. Es ist problemlos nachvollziehbar, dass die im Text aufgezeigten Veränderungen die Originalhandlung von Seijûshi Bismark stark beeinflusst haben. Die wesentlichen Abläufe und Ereignisse der einzelnen Folgen sind zwar erhalten geblieben, mussten jedoch zum Teil sehr aufwendig an die Zensuren und Änderungen angepasst werden. Ein gutes Beispiel ist die veränderte Hintergrundgeschichte von Jesse Blue. In der amerikanischen Fassung redet er häufig von seiner großen Liebe April und denkt ebenso oft an sie. In der japanischen Fassung tut er dies natürlich nicht, da er April nur flüchtig kennt und schon gar nicht in sie verliebt ist. Durch solche Anpassungen wurden viele Handlungsszenen teilweise oder völlig in ihrem Sinn geändert. Unabhängig davon kommt es aber auch oft genug vor, dass Handlungsszenen in ihrem Sinn verändert wurden, dies aber nicht auf Zensur oder andere Änderungen zurückzuführen ist. Manchmal wurden Handlungselemente auch einfach weggelassen.

Beispiel: In Folge 3 benutzen die Outrider künstliche Meteoriten, um unbemerkt Baumaterial für einen Stützpunkt auf den feindlichen Planeten zu bringen. Dies findet in der amerikanischen Fassung keinerlei Erwähnung.


Veränderte Episodenreihenfolge


WEP hat nicht nur sechs neue Folgen produziert und fünf Folgen weggelassen, sie haben auch die ursprüngliche Reihenfolge der Folgen geändert. Grundlegend ist dieser Schritt nicht problematisch. Die meisten Folgen der Serie sind in sich abgeschlossen und bauen nicht aufeinander auf. Bis zu einem gewissen Punkt hätte WEP die Folgen ohne Schwierigkeiten mischen können. Stellt sich erst mal die Frage nach dem Warum. WEP hätte doch nur die japanische Episodenreihenfolge verwenden und ihre WEP-Folgen an den passenden Stellen einbauen müssen. Ein möglicher Grund ist das „Storyboard“ der Serie. In den ersten zwei Dritteln der Serie taucht ausschließlich Kommandant Gattler als Hauptgegenspieler der Star Sheriffs auf. Im letzten Drittel ist es nur noch Jesse Blue. Mit der veränderten Episodenreihenfolge wollte WEP diese beiden Charaktere möglicherweise abwechslungsreicher über die Serie verteilen. Bei der Umstellung der Folgen wurden jedoch zwei kleine Fehler gemacht, denen grobe Logikfehler folgten. Diese werden im Folgenden dargestellt:

    1. In der Folge „Peacekeeper 7 meldet sich nicht“ wird Commander Eagle von den Outridern entführt. Bei der amerikanischen Abfolge wurde diese Episode jedoch vor allen anderen Folgen platziert, in denen Commander Eagle zu sehen und nicht entführt ist.

    2. Die Folge „Das Alkalit“ stellt den letzten Auftritt des Kommandanten Gattler dar. In der amerikanischen Reihenfolge taucht er nach dieser Episode noch mehrmals auf. Der amerikanische Folgentitel „Gattler's Last Stand“ (Gattlers letztes Gefecht) sorgt in diesem Zusammenhang für Verwirrung, da man ein weiteres Vorkommen des Charakters nicht mehr erwarten würde.


In Deutschland wurde die japanische Originalreihenfolge beibehalten. Nur die WEP-Folgen wurden nicht logisch in das Storyboard einsortiert, sondern an die letzte Folge der Serie angehängt. Da in den WEP-Folgen Jesse Blues Vorgeschichte erzählt wird, diese durch den Fehler in der Reihenfolge aber erst nach Ende der Serie zu sehen war, konnte man Jesses Verhalten gegenüber den Star Sheriffs und vor allem April nicht konkret nachvollziehen. Die deutschen DVDs korrigieren diesen Fehler. In die japanische Episodenreihenfolge sortierte man die sechs WEP-Folgen logisch ein.


Hoch damit und raus mit ihnen - Die Ramrod Transformationssequenz


Schaut man sich verschiedene Zeichentrickserien an, fällt ein Detail schnell ins Auge. Es gibt immer wieder Szenen, die sich in jeder Folge wiederholen. Dabei handelt es sich meist um Sequenzen, in denen sich die Charaktere und/oder ihre Fahrzeuge/ Raumschiffe verwandeln. Diese Szenen sind im Regelfall mit eingängiger Musik und einprägsamen Dialogen unterlegt. Sie stellen meist das Highlight jeder Folge da und sind ein entscheidender Faktor, um das Publikum an die Serie zu fesseln.

Bei Seijûshi Bismark gibt es solch eine Sequenz auch. Dabei handelt es sich um die Ramrod-Transformationssequenz, welche in einem Großteil der Folgen zu sehen ist. Sie zeigt die Verwandlung des Ramrod-Raumschiffes in einen Kampfroboter (Mecha).
In der japanischen Fassung gibt es verschiedene Versionen dieser Szene, wobei meistens nur eine verkürzte gezeigt wird. Obwohl sie mit einer schnellen und stimmigen Musik unterlegt ist, kann man sie nicht wirklich als Highlight bezeichnen. Wohl aus diesem Grund hat WEP die Transformationssequenz umgearbeitet. Dazu wurde aus allen Folgen der japanischen Fassung die längste Version dieser Sequenz zusammengefügt. Die komplette Szene wurde mit einer eingängigen Musik unterlegt und wird von Fireball durch das Drücken des roten Knopfes eingeleitet. Dem sich anschließend, ist ein überwiegend gleich bleibender Monolog von April:

„Ramrod übernimmt ab sofort die Steuerung.“

„Ramrod will now take navigational control.“

Während der Sequenz ist die Stimme von Ramrod, in der deutschen Synchronfassung gesprochen von Manfred Erdmann und in der englischen von Peter Cullen, zu hören. Die Aussagen sind ebenfalls zum größten Teil identisch:

„ Bestätige April. Übernehme Steuerung. Ramrod-Kampfbereitschaftsphase eins. Hoch damit und raus mit ihnen. Volle Energie und fertig ist die Ramrod-Infanterie!“

„Acknowledged April. Navigational control on. Ramrod challenge phase one
Head em up move em out. Power stride and ready to ride!“




In der amerikanischen Fassung genießt die Szene zu Recht Kultstatus und stellt das Highlight der meisten Folgen von Saber Rider dar.

Neben der „Transformationssequenz“ hat WEP nebenbei eine weitere einprägsame Szene geschaffen. Jeder der drei männlichen Hauptcharaktere besitzt ein eigenes Fortbewegungsmittel. Fireball hat einen bewaffneten Rennwagen, den „Red Fury Racer“, Colt einen Raumjäger, den „Bronco Buster“, und Saber Rider das Roboterpferd „Steed“. Jedes Mal, wenn sich die drei Charaktere mit ihren Fortbewegungsmitteln auf den Weg machen, dürfen sie laut dessen Namen rufen. Bei Fireball und Colt wurden sogar zusätzliche Szenen eingefügt, in denen dies zu hören ist.

Fireball: „Red Fury Turbo Power ein!“
Colt: „Bronco Buster ein!“
Saber Rider: „Steed!“




Bildunterschiede


Das Bild der amerikanischen Fassung unterscheidet sich in mehreren Aspekten von der japanischen Fassung. Diese haben nichts mit unterschiedlicher Bildqualität der einzelnen Medien zu tun, sondern sind auf Bildbearbeitung zurückzuführen. Ob nun WEP bei der Bearbeitung der Serie oder Studio Pierrot bei der Produktion der japanischen DVDs das Bild verändert haben kann ich leider nicht sagen. Möglicherweise hat WEP damals auch ein fehlerhaftes japanisches Master verwendet.

Bildauschnitt


Im Allgemeinen hat die amerikanische Fassung einen etwas anderen Bildausschnitt als die japanische Fassung. So bietet die amerikanische Fassung an manchen Bildrändern mehr Material als die japanische Fassung und dafür an den anderen Bildrändern etwas weniger Bildmaterial. Dieser minimale Unterschied ist leider nicht alles zum Thema Bildausschnitt. Laut dem Bildvergleich auf Yuma-City.de hat die amerikanische Fassung, vor allem bei späteren Folgen, häufig einen deutlich kleineren Bildausschnitt als die japanische. Um dies zu überprüfen habe ich ein wenig verglichen und bin zu einem verblüffenden und zugleich ärgerlichen Ergebnis gekommen. Die letzten neun Folgen der Serie haben in der amerikanischen Fassung durchgehend einen kleineren Bildausschnitt, sodass an allen vier Seiten relativ viel Bildmaterial verloren geht. In welchen Folgen dieses Phänomen noch auftritt werde ich in den einzelnen Schnittberichten überprüfen.

Beispiel
japanische Fassungamerikanische Fassung


Farbe und Kontrast


In diesem Bereich weisen die beiden Fassungen ebenfalls ein paar Unterschiede auf. Die amerikanische Fassung hat häufig einen zu hohen oder auch zu niedrigen Kontrast, wodurch das Bild mitunter zu hell oder zu dunkel wirkt und Farben blasser aussehen können. Durch diese Kontrastunterschiede und zugleich eine veränderte Farbbalance sehen viele Farben der amerikanischen Fassung auffallend anders aus. Beispielsweise hat das Bild der amerikanischen Fassung sehr häufig einen Blaustich und die japanische Fassung eher einen Grünstich.

Beispiele
japanische Fassungamerikanische Fassung


Ein Sonder-Beispiel für veränderte Farben sind die Haare des Charakters Jesse Blue. Seine Haarfarbe ist eine Mischung aus blau und grün, welche manchmal eher grün und manchmal eher blau aussieht. Dies ist in beiden Fassungen identisch. In den letzten neun Folgen der amerikanischen Fassung erstrahlen Jesses Haare allerdings in einem sehr hellen, reinen blau. Diese Haartönung ist der perfekte Beweis wie viel Einfluss ein paar Farb- und Kontraständerungen haben können. Auch wenn sich die berechtigte Frage stellt, warum dieser Farbunterschied erst in den letzten Folgen der Serie zu finden ist. In den Schnittberichten gehe ich auf Jesses Haarfarbe nicht weiter ein.

japanische Fassungamerikanische Fassung


Interlacingstreifen


Im Bild der amerikanischen Fassung sind häufig waagerechte Streifen, ähnlich Interlacingstreifen zu erkennen. Diese treten unterschiedlich stark auf und sind zum Teil sehr störend. Die Streifen waren schon bei der TV-Ausstrahlung der Serie zu sehen sind deshalb auch auf den deutschen DVDs enthalten, da diese ja auf den TV-Masterbändern beruhen. Die US-DVDs enthalten diese Streifen ebenfalls. Eine Erklärung kann die Nutzung von interaktivem Spielzeug sein, welches z.B. in Frankreich angeboten wurde. Die Interlacingstreifen dienten dabei als Steuersignal für ein Spielzeug, welches mit der Serie interagieren konnte. Auf ein Beispielbild verzichte ich an dieser Stelle, da die Streifen auf kleinen Screenshots leider schlecht zu erkennen sind.


Bildvergleich


japanische Fassungamerikanische Fassung


Quellen

DVDs und Booklets
  • „Seijûshi Bismark DVD-Box 1 und 2“
  • „Saber Rider and the Star Sheriffs Vol. 1 bis 10”
  • „Saber Rider and the Star Sheriffs Lost Episodes Vol. 1 und 2”
  • „Saber Rider and the Star Sheriffs Ultimate Collection”

    Webseiten


    Mein Dank geht an die Betreiber der genannten Webseiten sowie allen Personen, die für deren Inhalte verantwortlich sind. Folgenden Menschen möchte ich ganz besonders für ihre Unterstützung danken: Franzi, Collie, Neon, Katty, Natsukawa, Marcus Herberger, Timo R. Schouren, Stefan-Harald Kaufmann, Markus Krapf und dem Team von Schnittberichte.com

    Hinweise zum Schnittbericht
    1. Da Seijûshi Bismark bisher nur in japanischer Sprache und ohne Untertitel veröffentlicht wurde, kann ich in den Schnittberichten leider nicht auf die inhaltlichen Unterschiede eingehen. Einzige Ausnahme bildet die erste Folge der japanischen Fassung, welche mit Untertiteln auf der deutschen Saber Rider DVD Vol 9 erschienen ist. Abgesehen davon gibt es im Internet zahlreiche Informationen zu Seijûshi Bismark, die ich natürlich in die Schnittberichte einarbeiten werde. Ansonsten versuche ich möglichst viele Szenen zu deuten, um daraus Rückschlüsse über mögliche Unterschiede anstellen zu können.
    2. Schnitte bis 5 Frames werden aus Platz- und Relevanzgründen nicht zwingend im Schnittbericht aufgeführt, sofern es sich nicht um Gewaltschnitte handelt oder ganze Einstellungen verloren gehen.
    3. Bei den Szenenübergängen gehen fast immer wenige Frames an Bildmaterial verloren. Für einige Übergänge wurden sehr oft einzelne Einstellungen verlängert. Dies findet im Schnittbericht keine detaillierte Beachtung.
    4. Einen bebilderten Vergleich zwischen dem Vor- und Abspann beider Fassungen gibt es im Schnittbericht der ersten Folge. In allen weiteren Berichten wird darauf nicht mehr eingegangen.

Wer wagt, gewinnt


Um den Planeten Yuma kreisen Wetterkontrollsatelliten, ohne die das Wetter gefährlich verrückt spielen würde. Die Star Sheriffs sollen die Satelliten bewachen. Als die Outrider angreifen, sind sie zur Stelle. Einer der Outrider flüchtet nach Yuma. Die Star Sheriffs verfolgen den Outrider und entdecken einen Outriderstützpunkt unter dem größten Staudamm des Planeten. Die Star Sheriffs erstatten dem Chef des Staudammes Meldung und bekommen Unterstützung zugesichert. Fireball trifft seinen Schulfreund Philip wieder, der Chefingenieur des Staudammes ist. Fireball erzählt ihm von der Outriderbasis. Philip will den Damm um jeden Preis schützen und ist deshalb sauer auf die Einmischung der Star Sheriffs. Saber Rider ordert eine Militäreinheit, um den Damm zu schützen und die Outrider zu provozieren. Ein Neutronenstrahler erweist sich als Problem und vernichtet die Militäreinheit und fügt Ramrod erheblichen Schaden zu. Während Ramrod repariert wird, beraten sich die Star Sheriffs mit Commander Eagle. Das Personal des Dammes muss evakuiert werden. Fireball hat den Plan, den Strahler der Outrider noch einmal anzugreifen. Die Outrider könnten nervös werden und den Strahler verteidigen. Fireball redet mit Philip über die Evakuierung. Doch Philip weigert sich energisch, den Staudamm zu verlassen und so kommt es zum Streit zwischen den beiden. Kurz darauf greifen die Star Sheriffs den Neutronenstrahler an. Wie erwartet schlagen die Outrider zurück, um den Strahler zu beschützen. Ramrod wird von dem Abwehrstrahl getroffen und stürzt ins Wasser. Da taucht plötzlich ein Renegade auf und es kommt zum Kampf. Unter Einsatz seines Lebens öffnet Philip Schleusen des Staudammes. Der Damm bricht durch den Wasserdruck auseinander und zerstört den Renegade und Gattlers Basis gleich mit.

Episodentitel



Seijushi Bismark


Saber Rider


Saber Riders Monolog


Gleich zu Beginn der Episode gibt Saber Rider wieder einen einleitenden Monolog zum Besten.
„Der Planet Yuma war der erste von Menschen besiedelte Planet im neuen Grenzland. In seinem Orbit kreisten Wetterkontrollsatelliten, die das Ökosystem aufrecht erhielten, denn ohne sie würde Yuma von Wirbelstürmen, Sturmfluten und Vulkaneruptionen heimgesucht werden. Diese Satelliten mussten von den Star Sheriffs beschützt werden.“

02:47:16 - 02:49:17
Das Outriderschiff wird von Ramrods Rakete zerfetzt. Der erste Frame der Folgeeinstellung fehlt ebenfalls.
2 Sek 1 Frame


03:29:24 - 03:31:11
Ramrod wird länger von der Explosion erschüttert.
1 Sek 12 Frames


Ausgetauschte Szene
04:26:19 - 04:32:01
In der japanischen Fassung folgt ein kurzer Dialog zwischen Fireball und April, bevor April auf ihrem Radarschirm den Outrider verfolgt. In der amerikanischen Fassung folgt stattdessen ein Satz von Saber Rider. Er sagt: „April. Hast du den Outrider noch auf deinem Schirm? “
Die japanische Fassung geht 2 Sek und 23 Frames länger.

Seijushi Bismark


Saber Rider


2 Sek 23 Frames

05:31:14 - 05:32:06
Saber Riders Dialog wurde um 17 Frames gekürzt.
17 Frames


05:32:07 - 05:36:01
Die Kamerafahrt über den Staudamm wurde deutlich verkürzt.
3 Sek 19 Frames


Eingefügter Szenenübergang
05:49:06
Hier wurde zwischen zwei Szenen (Bild 1+2) ein Szenenübergang (Bild 3) eingefügt. In der amerikanischen Fassung fehlen insgesamt 5 Frames.
5 Frames


Die Exekution


Die Star Sheriffs folgen einem flüchtigen Outrider. Als dieser Ramrod beschießt, steuert Fireball direkt in einen See. Der Outrider glaubt, er hätte die Star Sheriffs abgeschossen und fliegt zum geheimen Stützpunkt. Ganz stolz berichtet er Kommandant Gattler von seiner Tat. Da tauchen plötzlich die Star Sheriffs auf, welche dem leichtgläubigen Outrider zur geheimen Basis gefolgt sind. Gattler ist natürlich stinksauer, dass einer seiner Leute die Star Sheriffs zur Basis geführt hat. In der japanischen Fassung lässt er den Outrider hinrichten. Dies wurde in der amerikanischen Fassung (mies) geschnitten und mit einem lächerlichen Wortwechsel verfeinert. Diese Szene ist eine der lächerlichsten Zensuren der Serie. Die nachfolgenden Bilder dienen nur zur Untermalung des Dialoges.



Gattler:
„Schon wieder diese Ramrodeinheit. Warum haben wir nicht so eine Maschine?“
„Du sagtest, du hättest sie abgeschossen. Du hast wohl da draußen eine Vergnügungsfahrt gemacht. Häääh? “

Outrider:
„Nein ich habe mich nicht vergnügt, ich vergnüge mich nie ehrlich...ich bin ein echter Miesepeter.“

Gattler:
„Slacker. Zur Strafe stellst du dich 3 Jahre lang in die Phantomecke.“

06:09:09 - 06:10:11
Die Erschießung des Outriders, welche nur im Off stattfindet, wurde entfernt. Zu sehen ist nur eine Einstellung der schießenden Outriderwachen. Diese Szene wurde übrigens sehr unsauber geschnitten. 3 Frames wurden vergessen und sorgen für einen hässlichen Bildsprung. In dieser Szene klingen die Waffen der Outriderwachen weniger wie Laserkanonen, sondern mehr wie Maschinengewehre. Das aber nur am Rande.
1 Sek 2 Frames


Nach der Off-Erschießung hört man in dieser Szene den Outrider schreien. In der amerikanischen Fassung fehlt der Schrei natürlich.
Kein Zeitunterschied


06:13:03 - 06:13:11
Nach der Erschießung gibt Gattler einen kurzen entschlossenen Befehl. Diese Einstellung wurde um 8 Frames gekürzt.
In der amerikanischen Fassung sagt Gattler: „Nun gut. Wer will Slackers Posten?“
8 Frames


07:25:08 - 07:26:01
Diese Einstellung wurde um 18 Frames verkürzt.
18 Frames


Angriff auf den Stützpunkt


Eingefügter Szenenübergang
07:26:02
Hier wurde ein Szenenübergang eingefügt. Die Folgeeinstellung ist um etwa 8 Frames verkürzt.
+1 Sek 1 Frame


07:52:23 - 07:53:09
Saber Riders Dialog wurde etwas verkürzt.
11 Frames


07:59:06 - 08:01:14
April dreht sich zu Fireball und fragt ihn etwas.
2 Sek 8 Frames


08:06:03 - 08:06:14
Das Ende dieser Einstellung wurde um 11 Frames verkürzt.
11 Frames


Eingefügter Szenenübergang
08:06:15
Hier wurde wieder ein Szenenübergang eingefügt.
+1 Sek 1 Frame


08:25:21 - 08:26:14
Der Offizier redet etwas länger und macht noch eine Armbewegung.
18 Frames


Tonzensur
09.00:05 - 09:03:21
Ein Düsenjäger wird abgeschossen. Dies ist nicht zu sehen. Man sieht nur, wie der Jäger im Sturzflug Richtung Boden rast. In der amerikanischen Fassung hört man währenddessen den Piloten reden. Er sagt: „Bereit machen zur Notlandung.“ Damit soll der Tod des Piloten vertuscht werden - siehe nächster Schnitt.
Kein Zeitunterschied.


09:03:22 - 09:11:06
Der Düsenjäger zerschellt auf dem Boden. Im Anschluss folgt eine Kamerafahrt über die Trümmer.
7 Sek 9 Frames


09:24:10 - 09:26:06
Die Star Sheriffs schießen 3 Frames länger auf den Sockel des Neutronenstrahls und es gibt eine Explosion im Inneren.
1 Sek 21 Frames


09:36:20 - 09:37:08
Diese Einstellung wurde um 13 Frames verkürzt. Dialog geht nicht verloren.
13 Frames


Eingefügter Szenenübergang
10:17:11
Noch ein eingefügter Szenenübergang.
+1 Sek


Eingefügter Szenenübergang
10:28:12
Und noch mal wurde ein Szenenübergang eingefügt. Die Szene nach dem Übergang (Bild 2) wurde deutlich verkürzt, sodass die japanische Fassung trotz der Blende 6 Frames länger läuft und damit 6 Frames fehlen.
6 Frames


10:42:09 - 10:43:17
Aprils Dialog wurde etwas verkürzt.
1 Sek 8 Frames


11:43:10 - 11:43:21
Diese Einstellung wurde um 11 Frames verkürzt. In diesen 11 Frames ist nur der Rest von Fireballs Dialog zu hören. Wirklich etwas verloren geht also nicht.
11 Frames


Ausgetauschte Szenen
11:46:23 - 12:01:09
Nach der folgenden Einstellung von Saber Rider unterscheiden sich beide Fassungen.


Seijushi Bismark
In der japanischen Fassung blendet die besagte Einstellung von Saber Rider ab und es folgt ein kurzes Schwarzbild. Nun folgen die Eyecatcher.


Saber Rider
In der amerikanischen Fassung wurde an der Stelle, wo die japanischen Fassung abblendet, eine Schwertblende eingefügt. Die Szene nach der Schwertblende, die in der japanischen Fassung nach den Eyecatchern kommt, ist durch die Schwertblende etwa 18 Frames kürzer. Die Einstellung in Bild 4 geht komplett verloren.


Insgesamt fehlen 12 Sek und 16 Frames

Fireballs Plan


Nachdem die Star Sheriffs an dem Neutronenstrahler gescheitert sind, brauchen sie einen Plan. Fireball hat eine simple Idee. Wenn sie den Strahler noch einmal angreifen, werden die Outrider denken, die Star Sheriffs hätten eine Möglichkeit gefunden, den Neutronenstrahler zu zerstören und werden ihre Basis verlassen.
Diese Szene ist ein gutes Beispiel für die Anführerproblematik, die durch die Bearbeitung der Serie entstanden ist. Da Fireball in der japanischen Fassung der Anführer ist, erläutert er seinen Kollegen das weitere Vorgehen. Eigentlich müsste dies in der amerikanischen Fassung Saber Rider tun, da er ja der Anführer ist und Fireball der Grünschnabel.

12:21:18 - 12:34:00
Saber Rider redet noch etwas länger (Bild 1). Fireball fragt darauf irgendetwas. Nun redet Saber Rider in einer weiteren Einstellung (Bild 2). Zwei Frames der Folgeeinstellung (Bild 3) fehlen auch noch.
12 Sek 7 Frames


Eingefügter Szenenübergang
12:48:17
Ein weiterer eingefügter Szenenübergang.
+24 Frames


13:10:24 - 13:20:00
Philip beschimpft Fireball in einer zusätzlichen Einstellung.
9 Sek 1 Frame


13:36:09 - 13:40:01
Hier fehlen 2-3 Frames, in denen Philip mit dem Rücken zu Fireball steht. Danach fehlt, wie Philip geht, während Fireball ihm nachschaut.
3 Sek 17 Frames


Eingefügte Schwertblende
13:40:01
Hier wurde eine Schwertblende eingefügt. Von der Folgeeinstellung fehlen 23 Frames. Die Blende ist insgesamt 2 Sek lang. Die amerikanische Fassung ist damit 1 Sek und 2 Frames länger.
+1 Sek 2 Frames


Gattlers Report


Eingefügter Monolog
Hier hört man einen kurzen Monolog von Saber Rider:
„Währenddessen wartete in der Phantomzone der Dimensionsherrscher Nemesis auf den Bericht seines übelsten Handlangers...Gattler.“


13:50:10 - 13:54:01
Die Kamerafahrt auf Nemesis Zentrale wurde verkürzt.
3 Sek 16 Frames


Ausgetauschte Szenen
14:04:21 - 14:05:01
Als Gattler mit Nemesis redet, wurden 5 Frames ohne ersichtlichen Grund verändert. Gattler redet über einen großen Bildschirm mit Nemesis (Bild 1). Während des Gespräches schaltet der Bildschirm um und zeigt Gattlers Kommandozentrale (Bild 2), bevor wieder zu Gattler geschaltet wird (Bild 3). Folgende 5 Frames wurden verändert.


Seijushi Bismark
3 Frames von Gattlers Kommandozentrale und 2 Frames schwarzer Bildschirm, bevor wieder Gattler zu sehen ist.


Saber Rider
Anstelle der 5 Frames sieht man Gattler schon 5 Frames früher.


Kein Zeitunterschied

14:18:11 - 14:30:01
Der letzte Frame der Einstellung (Bild 1) fehlt. Nun sieht man eine zusätzliche Aufnahme der Outriderflotte und eine Blende zu einer weiteren Einstellung der Flotte, welche in der amerikanischen Fassung verkürzt zu sehen ist.
11 Sek 15 Frames


14:49:18 - 14:50:01
Diese Einstellung wurde um 8 Frames verkürzt.
8 Frames


14:54:00 - 14:54:06
Hier fehlen die letzten 2 Frames der Einstellung von Colt und Saber Rider und die ersten 4 Frames der Folgeeinstellung.
6 Frames


15:02:02 - 15:14:15
Hier fehlt noch etwas Dialog zwischen den Star Sheriffs. Da Fireball das ganze Gespräch ziemlich dominiert, merkt man hier wieder mal recht deutlich, dass Fireball in der japanischen Fassung der Anführer ist. Deshalb und/oder aus Straffungsgründen musste dieser Dialogteil wohl weichen.
Zur Szene: Fireball fragt April etwas. Nachdem sie geantwortet hat, wendet er sich an die anderen beiden. Colt sagt was und Fireball redet nochmal. Die amerikanische Fassung setzt ein, als Saber Rider wieder was sagt.
12 Sek 13 Frames


Eingefügter Szenenübergang
15:22:15
Hier wurde wieder ein Szenenübergang eingefügt.
+24 Frames


Bereit machen zum zweiten Angriff


Die Star Sheriffs lassen alle Mitarbeiter des Dammes evakuieren. Nur Philip will bei dem Damm bleiben. Inzwischen fliegen die Star Sheriffs den Neutronenstrahler an, um Gattler aus der Reserve zu locken.

Eingefügter Szenenübergang
15:40:24
Hier wurde zwischen zwei Szenen (Bild 1+2) ein Szenenübergang (Bild 3) eingefügt. In der amerikanische Fassung fehlen insgesamt 26 Frames.
1 Sek 1 Frame


Eingefügtelr Szenenübergang
16:04:21
Noch ein eingefügter Szenenübergang.
+24 Frames


16:46:04 - 16:48:04
Philip beobachtet den Kampf mit erschrockener Miene.
2 Sek


17:00:20 - 17:02:01
Einer der Outrider wird von den Star Sheriffs getroffen. Bevor er abstürzt, schießt er den Laster mit den evakuierten Dammarbeitern ab. In der amerikanischen Fassung sieht man nur, wie der Laster Feuer fängt. Es fehlt, wie er länger brennt und explodiert.
1 Sek 6 Frames


Tonzensur
17:02:02 - 17:04:15
Nachdem der Laster mit den Dammarbeitern explodiert ist, schreit Philip verzweifelt. In der amerikanischen Fassung sagt er: „Mein Nachschub.“ Auch wenn der Dialog gar nicht zu Philips Gesichtsausdruck passt, soll er vorgaukeln, dass es sich bei dem Laster nicht um den mit Philips Kollegen handelt.
Kein Zeitunterschied.


17:31:05 - 17:32:24
Als Ramrod vom Neutronenstrahler getroffen wird und abstürzt, schreit April vor Angst.
1 Sek 19 Frames


Alternative Szene
18:07:04 - 18:07:10
Als Fireball den Knopf zur Transformation drückt, wurde in der amerikanischen Fassung eine alternative Fassung dieser Szene genommen, in der Fireball den Finger länger zum Knopf bewegt. Die amerikanische Fassung ist 6 Frames länger.
+6 Frames


Die Transformationssequenz


Zu Beginn der Sequenz ist die amerikanische Fassung 6 Frames länger.
+6 Frames


Hier wurden 5 Frames gekürzt.
5 Frames


Alternative Szene
Die Szene, in der Ramrod seine Beine ausfährt, ist eine alternative Fassung dieser Szene. In der japanischen Fassung sind gegenüber der amerikanischen Fassung Blitze/Stromschläge zu sehen. Auch der Hintergrund unterscheidet sich in beiden Fassungen. Der Ablauf der Sequenz unterscheidet sich nur minimal. Und zwar bewegt sich Ramrod für wenige Frames etwas schneller. In der amerikanischen Fassung ist die Szene außerdem 1 Sek und 2 Frames länger als in der japanischen Fassung.

Seijushi Bismark


Saber Rider


+1 Sek 2 Frames

In der amerikanischen Fassung ist die Transformation von Ramrods Brücke zu sehen.



+14 Sek 11 Frames

Das Ende der Sequenz ist in beiden Fassungen unterschiedlich.
In der japanischen Fassung fehlen die letzten 10 Frames, in denen Ramrod seinen Kopf aufrichtet. Eine Nahaufnahme seines Kopfes gibt es in dieser Episode gar nicht zu sehen. In der amerikanischen Fassung sieht man statt dieser 10 Frames das Ende, welches fast immer in der amerikanischen Fassung verwendet wird.

Seijushi Bismark


Saber Rider


Die amerikanische Fassung läuft 2 Sek und 6 Frames länger.
+2 Sek 6 Frames

18:35:12 - 18:36:05
Diese Einstellung wurde um 18 Frames gekürzt. Dialog geht nicht verloren.
18 Frames


18:37:20 - 18:38:12
Diese Einstellung wurde um 17 Frames gekürzt. Dialog geht nicht verloren.
17 Frames


19:53:02 - 19:53:20
Bevor Philip redet, wurde diese Einstellung um 18 Frames gekürzt.
18 Frames


20:19:19 - 20:21:02
Fireballs Dialog wurde etwas gekürzt.
1 Sek 8 Frames


Ausgetauschte Szene
20:26:01 - 20:30:02
Bevor Colt den Renegade anvisiert und feuert, wurde der Befehl dazu ausgetauscht. In der japanischen Fassung gibt Fireball den Befehl und Colt bestätigt. In der amerikanischen Fassung tut dies Saber Rider, da er ja der Anführer ist.
Er sagt: „Colt, so weit ich mich erinnern kann, bist du für den Feuerleitstand zuständig.“ Wieder eine klassische Szene, um Saber Rider als Anführer hervorzuheben.

Seijushi Bismark


Saber Rider


Die japanische Fassung läuft 16 Frames länger.
16 Frames

21:33:12 - 21:35:22
Die Kamerafahrt auf Philip wurde am Anfang verkürzt.
2 Sek 10 Frames


Eingefügter Szenenübergang
21:51:16
Hier wurde zwischen zwei Szenen (Bild 1+2) ein Szenenübergang (Bild 3) eingefügt. Die amerikanische Fassung ist insgesamt 38 Frames länger.
+1 Sek 13 Frames


21:53:17 - 21:56:23
Die Flotte fliegt in der japanischen Fassung länger.
3 Sek 6 Frames


Eingefügte Abblende
Am Ende dieser Szene wurde eine Abblende (Bild 2) und ein etwa 12 Frames langes Schwarzbild eingefügt. Abgesehen von dem Bildverlust entsteht kein Laufzeitunterschied.
Kein Zeitunterschied


Eingefügte Aufblende/Verkürzte Szene
22:03:17 - 22:04:00
Vom Anfang dieser Einstellung fehlen 8 Frames. Außerdem wurde nach dem Schnitt noch eine Aufblende (Bild 2) eingefügt. Abgesehen von dem Bildverlust entstehen nur die 8 Frames Laufzeitunterschied.
8 Frames


22:13:01 - 22:14:23
Fireball spricht in der japanischen Fassung länger mit Philip.
1 Sek 22 Frames


22:14:24 - 22:16:14
Der Anfang von Fireballs Dialog wurde gekürzt.
1 Sek 15 Frames


22:18:09 - 22:24:18
Die letzten 7 Frames von Fireballs Dialog fehlen ebenfalls. Im Anschluss fehlt ein kompletter Dialog von Philip. Der erste Frame der Anschlusseinstellung (Bild 3) fehlt auch.
6 Sek 9 Frames


22:32:06 - 22:36:06
Hier fehlt ein kurzer Kameraschwenk. Fireball und Philip sind im Hintergrund zu sehen, während im Vordergrund April, Colt und Saber Rider zu sehen sind.
4 Sek


22:36:07 - 22:38:00
Diese Einstellung wurde verkürzt. In der amerikanischen Fassung sieht man diese Einstellung nur für 1 Frame und gleich danach setzt eine Kamerafahrt nach oben zu Ramrods Kopf ein. In der japanischen Fassung sieht man diese Einstellung länger als Standbild.
1 Sek 18 Frames


22:45:01 - 22:48:07
Die letzte Einstellung dieser Episode wurde deutlich verkürzt. In beiden Fassungen blendet diese Einstellung ab und der Abspann folgt. In der japanischen Fassung ist die Abblende und das Schwarzbild vor dem Abspann etwas länger. Insgesamt fehlen 3 Sek und 6 Frames.
3 Sek 6 Frames


Cover der deutschen DVD Vol 3

Cover der deutschen limitierten Premiumbox

Cover der zweiten deutschen Saber Rider Sammeledition


Cover der US Best of DVD Vol 1

Cover der US Saber Rider Edtion Box 1

Cover der US Saber Rider Edtion Box 2

Cover der britischen DVD Vol 1

US Videokassetten







Saber Rider Soundtrack Vol 1

Saber Rider Soundtrack Vol 2

Soundtrack Seijushi Bismark Vol 1

Soundtrack Seijushi Bismark Vol 2

Kommentare

20.03.2008 02:41 Uhr - Morte
Äh WOW kann ich da nur sagen, Respekt für diesen umfangreichen Vergleich!!! Irgendwie habens die Japaner mit deutschen Namen - Richard, Marianne, Bismark...
Aber die vielen Beschönigungen sind schon bedauerlich, ab in die Phantomecke damit! Erinnert mich ans A-Team, wo auch oft aufs Wüsteste rumgeballert wurde, aber natürlich nie einer starb - welches Bild von Waffen DAS wohl der Jugend vermittelt, oh oh...
Aber nochmal: Hervorragende und interessante Arbeit!

20.03.2008 09:01 Uhr - pippovic
SB.com-Autor
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Wieder mal ein Traum von einem Schnittbericht. Vielen Dank!

20.03.2008 09:06 Uhr - flesh
booar. super geiler SB. top! Respekt!!! War bestimmt ne riesen Arbeit...

Da werden Erinnerungen wach. Ich habe diese Serie geliebt und oft gesehen.

@Morte ...ja die Japaner habens mit den deutschen Namen, das merkt man in vielen Animies. Ist schon lustig alles auf japanisch und zwischendurch hört man im trockenen deutschen Akzent einen HANS xD

20.03.2008 09:52 Uhr - StillCrazy
Im Grunde sind Schnittberichte zu dieser Serie eigentlich eher unsinnig, da beide Fassungen (japanische und US) eh komplett unterschiedliche Handlung haben und somit miteinander nix weiter zu tun haben.

Die japanische Fassung der Serie ging so, aber die US kommt auf keinen grünen Zweig... auch schon damals gegen Ende der 80er nicht!

20.03.2008 10:45 Uhr - Glogcke
Moderator
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Blödsinn. Ich finde die Schnittberichte zu dieser Serie höchst sinnig. Und die Unterschiede finde ich auch nicht so gravierend, dass ein Vergleich hier nicht mehr zu folgen ist.
Es gibt auch zahlreiche zensurbedingte Änderungen für den westlichen Markt. Das alleine ist eine Dokumentierung wert. Gerade wenn es um solche alten Serien mit derart hohem Kultstatus geht.
Weiter so Mario!
Glogcke

20.03.2008 11:50 Uhr - StillCrazy
@Glogcke
Saber Rider hat mit "Sei Juushi Bismarck" weder storytechnisch noch von den Charaktären (neue Namen und Hintergrundgeschichte) her etwas gemeinsam. Einzig die Animationen wurden stumpf weiter verwendet und zu einem komplett neuem Konzept umgemodelt. Auch Folgen wurde ganz wirr vertauscht, 5 wegrationalisiert und stattdessen 6 neue schlecht animiert um der neuen Story mehr Sinn zu verpassen. Die meißten Schnitte kamen auch nur zustande, da man viel ändern musste um den neuen Plot zu fördern.

Mit dem japanischen Original hat die westliche Variation jedenfalls rein garnix mehr zu tun! Da könnte man genauso jede andere SF Serie mit einer ganz anderen vergleichen und sich kramphaft einreden, daß es einen Sinn machen würde.

Wo der Kultstatus bei Saber Rider liegen soll, ist mir jedenfalls unbegreiflich. Selbst anno 198x war die amerikanisierte Fassung eher seichte Kost aus Amilanden mit einer sehr banalen Story und so gut wie keiner tiefen bei der Charaktergestaltung (was zumindest beim Original noch der Fall war).

20.03.2008 17:26 Uhr - Morte
20.03.2008 - 11:50 Uhr schrieb StillCrazy
Wo der Kultstatus bei Saber Rider liegen soll, ist mir jedenfalls unbegreiflich. Selbst anno 198x war die amerikanisierte Fassung eher seichte Kost aus Amilanden mit einer sehr banalen Story und so gut wie keiner tiefen bei der Charaktergestaltung [...].


Kultstatus resultiert ja auch nicht aus besonderem Anspruch irgendeiner Art, sondern begründet und definiert sich in der Begeisterung und Verehrung einer Fangemeinde - und da kann die hierzulande erschienene Fassung nunmal klar punkten, ich kenne viele in meinem Freundeskreis, die bei "Saber Rider" leuchtende Augen kriegen, obwohl keiner der Serie einen Story-Oscar verleihen würde. Das trifft auch auf unzählige andere Kultserien wie Knight Rider, Star Trek oder das schon erwähnte A-Team zu - so what? Kult zeichnet sich imho fast schon dadurch aus, dass sein Status eben keinerlei (pseudo-)objektiver Rechtfertigung bedarf.
Ach ja, und der Titelsong ist einfach nur SAUGEIL!!!

20.03.2008 19:33 Uhr - Hinoki
Wie ich die Serie geliebt habe :)
Die Cover der US Kassetten sehen aber mal richtig lustig aus xD

20.03.2008 19:35 Uhr - magiccop
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Würd die Serie auch gerne nochmal sehen. Ist schon Ewigkeiten bei mir her. Kam damals, soweit ich mich erinnern kan, auf Tele 5. Da fällt mir ein... kennt einer von euch noch die Zeichentrickserie Inhumanoids (hoffe es ist so richtig geschrieben)? Lief ebenfalls auf Tele 5 und war ne richtig geile Serie mit (für Kinder zumindest) ekligen Monstern. Ansonsten.... Top SB (wie immer)!

20.03.2008 21:00 Uhr - flesh
Um mal den Kultstatus hier definitv festzuhalten

Saber Rider Openingtheme:

http://www.youtube.com/watch?v=YXtQTzJKikg

...wenn das nicht Erinnerungen wachrüttelt. Ich kenn da ne Seite mit veilen Serien und den Videos wo es einem die Tränen, nur allein durch die Titelmelodien. in die Augen treibt. Ach, ich vermisse diese guten alten Tele5-Zeiten und die TMHTurtels samstags auf RTL, etc.


20.03.2008 23:33 Uhr - theNEWguy
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toller sb mario!

@ still crazy: es wird doch zu anfang jedes saber rider sb's nochmals erwähnt, wo die storytechnischen unterschiede von seijushi bismark und saber rider liegen. von daher kann ich deine kritik nicht nachvollziehen.

insofern hat der schnittbericht, wie von glogcke ja bereits gesagt wurde, auf jedenfall seine daseinsberechtigung.

von daher kann ich mich dem allgemeinen tenor nur anschließen und hoffe auf viele weitere saber rider schnittberichte!

21.03.2008 17:43 Uhr - pippovic
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Als ob hier jemand gezwungen würde, einen Schnittbericht zu lesen? Irgendwie Kindergarten hier. Ich finde die SBs zu Saber Rider jedenfalls interessant und habe die (deutsche) Serie natürlich im Regal stehen :-)

Genauso wie zwei andere 80's Kult-Serien, die beide ebenfalls geniale Titelsongs haben:
http://www.youtube.com/watch?v=s6Gr_sCSYqQ
http://www.youtube.com/watch?v=inTdI-5htZk

Gruß
pippovic

21.03.2008 22:41 Uhr - will-lee
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Ach ja, Saber Rider, Silverhawk, Glaxy Rangers, Marshall Bravestar... wie hab ich Tele 5 als Kind geliebt.

Super Schnittbericht. Gibbet die japanischen fassungen wenigstens mit engl. Subs zum kaufen? So viel die Amis auch verändert haben, der Titelsong ist auch heute noch extrem geil.

23.03.2008 18:55 Uhr -
Die japanische Fassung hat mit der Ami/Euro-Fassung tatsächlich nicht mehr viel Gemeinsamkeiten vor zu weisen. Im japanischen Original sind die Outrider keine Phantomwesen, sondern Menschen. Sie sterben schreiend bei Kämpfen.
Ebenso die Zensur bei deren Angriffen - Outrider schlachten bevorzugt Frauen und Kinder ab, sieht man oft, wenn sie kleine Siedlungen angreifen. Des Weiteren gibt es auch KZ-ähnliche Einrichtungen zu sehen, in denen die "Deathculas" (so das Original) die Menschen vergasen.
Hinzu kommt noch Alkohol und Zigaretten sowie ein wenig seichte Erotik - das konnte man den armen Kindern damals einfach nicht zumuten.

Nichts desto trotz ist SR eine der besten (wenn nicht DIE beste) Animeserie der 80er und 90er, und dies verdanken wir zu großen Teilen der genialen Musikuntermalung von Dale Schacker sowie der sehr geilen deutschen Synchro. Diese betreibt zwar Sprachzensur en Masse, liefert aber dafür tolle Wortgefechte und witzige Wortspielereien.

Meines Erachtens sollte Seijushi Bismarck nochmal im Original belassen und neu synchronisiert werden, so daß die erwachsenen SR-Fans endlich in den Genuss der wahren Geschichte kommen.

Ich bin sicher, dies würde funktionieren - nach dem sehr erfolgreichen Release von DVDs und CDs müsste man doch bemerkt haben, daß die Fanbasis groß genug ist für eine neue Fassung von SR!

26.03.2008 10:18 Uhr - StillCrazy
@thenewguy
Das ist ja schön und gut, aber dennoch macht ein SB keinen logischen Sinn, da beide Varianten zwei unterschiedliche paar Schuhe sind.

@Der Professor
Was das Original angeht, ist es so eine Sache. Eigentlich war die Serie bei der damaligen Ausstrahlung in Japan überhaupt nicht erfolgreich und konnte gegen die enorm große und weit bessere Konkurrenz in diesem Genre in keinster Weise gerecht werden. Auch in den USA wurde nicht so eine Panik drum gemacht wie hier, da Serien wie Robotech weit mehr hermachten (auch wenn man diese ebenfalls aus 3 Serien zusammen gebastelt hat, jedoch zumindest Macross (abgesehen von kleinen Änderungen) weitgehend intakt belassen hat.
Die bittere Wahrheit ist letztendlich, daß die sonderbare Beliebtheit hierzulande auf einem absoluten Mangel vergleichbarer SF-Kost beruht. So steigen dann auch so gurkige Sachen wie "Säbelreiter" mit Leichtigkeit in den Nostalgie-Olymp auf.
Aber von Neusyncronisierter Originalfassung halten ich eher weniger, da man das Original besser "original" belassen sollte. Zumindest wenn man schonmal den Fan ansprechen will, der eher anspruchsvolle Unterhaltung will. Der gemeine Syncro-Fan wird sicherlich auch mit der amerikanisierten Fassung auskommen, denn mit Deutsch-Blah ist es eh nicht mehr original!
Als jemand, der schon seit Mitte der 80er Anime auf LAserDisc sammelt, verzichte ich dankend auf sowas und bevorzuge eine anständige Übersetzung. Syncronisationen sind ja oft der Grund dafür, daß Übersetzungen zugunsten passenderer Lippensyncronität angepasst/verfremdet werden und dies ebenfalls auf die Untertitel abfärbt (die wenigsten Label machen es doppelt gemoppelt). US Publisher, wie zB AnimEigo sind da eher ein reines Label für echte Fans. Hier wird auf unnütze Synco verzichtet und lieber in sehr gute Übersetzung der Untertitel investiert. Hierzulande würde sich sowas aber leider eher schwierig realisieren, da der großteil der Konsumenten eher eine schlechte Syncro bevorzugen würde um bloß nicht lesen zu müssen. Daraus resultieren gerede im Anime-Beriech die grausamen Ergebnisse und selbst bei Manga macht die Eindeutschung nicht halt (je jünger die Käuferschaft, desto schlimmer ist es auch).
Bei SR ist die Syncro ja ganz OK, was aber auch daran liegt, daß diese Serie noch vor dem Boom ausgestrahlt wurde und man professionällere Sprecher bezahlen mochte. Allerdings ist die Qualität bei SR eher Mittelmaß, die wohl größtenteils von den erbärmlich stumpfen Dialogen der US Fassung gezeichnet ist.
Außerdem sind die DVD Verkäufe der SR Serie auch nicht so eine Goldgrube gewesen, wie sich das Label wohl erhofft hatte bzw sich einige "die hard"-Fans wünschen würden. 99% dieser "Fans" haben sich die Serie wahrscheinlich eh aus'm Netz gezogen und würden nur zum absolut geringsten Teil auch noch eine Originalfassung kaufen, welche mit ihrer "Lieblingsserie" nix mehr zu tun hat. Man könnte nicht einmal eine Multiaudio-Fassung realisieren, da zwischen beiden Varianten absolut keine Chronologie besteht bzw Folgen wegfielne und andere dazu kamen.
Nicht einmal Captain Future bekommen wir endlich mal inclusive der 250 fehlenden Minuten. Dabei wäre diese eindeutig bekanntere und beliebtere Serie weit einfacher zu realisieren bzw sogar eine gute japanische R2 DVD source verfügbar. Hier wäre sogar ein Schnittbericht weit sinnvoller, da man zumindest sehr leicht an die französiche Fassung kommt, welche zum einen von der Länge her der japanischen entspricht und sogar auch noch die Originalmusik beinhaltet (mal von den lächerlichen "Captaine Flam"-Einspielungen abgesehen).

27.03.2008 20:01 Uhr - Mario
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User-Level von Mario 8
Erfahrungspunkte von Mario 877
Danke an alle für die netten Kommentare.

@StillCrazy: Ich bin sehr Traurig über deine Meinung, da mir die Serie und die Schnittberichte einiges Bedeuten und viel Mühe machen.
Wie auch immer. Es stimmt das sich beide Fassungen stark unterscheiden. Da ich kein Japanisch kann, besteht vieles was Storyunterschiede betrifft, leider nur aus Spekulationen. Für mich ist es aber wichtig das die Leser dieser Seite sehen was alles Geschnitten wurde(darum "Schnittberichte".com) und die groben Storyunterschiede und Veränderungen (z.b Der Fireball-Saber Rider Anführertausch) nachvollziehen können. Wie sehr sich die beiden Fassungen unterscheiden ist da doch unrelevant. Für solche Vergleiche ist die Seite doch da.

Gruß Mario

28.03.2008 10:53 Uhr - StillCrazy
@Mario
Schnittberichte haben ja nur dann einen größeren Bedarf, wenn man einen direkten Vergleich zu dem selben Film bzw Serie hat. Saber Rider ist ja nunmal "nicht geschnitten" wenn man es logisch betrachtet, sondern in dieser Form "uncut" vom "amerikanischem Original" 1:1 übernommen.
Man kann nicht so einfach einen Vergleich zwischen 2 so unterschiedlichen Serien ziehen, wie es nunmal SR und Bismark sind. Das wäre dann nämlich auch so, als würde man einen Schnittbericht machen, weil sich ein Film einige Szenen aus diversen anderen Streifen entliehen hat und genau der Fall ist es ja auch bei Saber Rider.

Zudem musst du über Meinungen nicht traurig sein, da die Möglichkeit hier Komments abzugeben ja zur positiven wie auch negativen Kritik gedacht sind und nicht nur für die üblichen Lobpreisungen. Hinzu kommt noch, daß ich deinen Bericht ja nicht kritisiert habe, sondern den Sinn des Vergleichs zweier Serien, welche nix meiteinander zu tun haben, einfach nur in Frage gestellt.

Saber Rider ist ein komplett neues Konzept und sollte im Grunde auch individuell betrachtet werden. Wenn Du also Unterschiede zwischen unterschiedlichen Versionen "dieser" Serie findest, dann ist esabsolut korrekt einen Schnittbericht zu machen. Aber dies ist nunmal nicht der Fall. Eine Serie, welche weder von der Chronologie, den Charaktären, noch dem Plot her vergleichbar ist, ist gegenüber einem neuen Konzept rein logisch betrachtet weder ungeschnitten noch geschnitten.

13.07.2008 21:47 Uhr - Mugen
Natürlich ist Saber Rider geschnitten. Verbale Zensur, Gewaltzensur, Alkohol und Erotikzensur...
Und ob wir das nun verbrochen haben, oder die Amis ist doch auf deutsch gesagt völlig latte.
Ich finde die Schnittberichte MEHR als interessant, Saber Rider ist mein Einstieg in die Anime-Welt gewesen und der Anime hat, wie du selbst sagst, eine völlig andere Handlung. Woher, wenn nicht von hier sollte man das erfahren?
Vielen Dank für die höllisch interessanten Infos, Mario. Welch eine Hingabe, Hut ab...

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