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Himmelfahrtskommando El Alamein

zur OFDb   OT: Commandos

Herstellungsland:Deutschland, Italien (1968)
Genre:Krieg
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (1 Stimme) Details
10.02.2018
GKnoess
Level 0
XP 0
Vergleichsfassungen
FSK 16 DVD
Label Universum Film, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 16
Laufzeit 88:11 Min.
Tschechische DVD
Label Ritka Video, DVD
Land Tschechien
Laufzeit 114:05 Min.
Verglichen wurde die gekürzte deutsche DVD-Erstauflage von Universum Film (FSK 16) mit der ungeschnittenen tschechischen DVD von Ritka Video

Die deutsche DVD verfügt zwar über ein sehr gutes und scharfes Bild, hat jedoch starke Defizite in der Tonqualität. Gerade in den Gesprächsszenen im Mannschaftskasino fällt es oft schwer, den Dialogen zu folgen. Die tschechische DVD ist über Onlinehändler für einen fairen Preis beziehbar, kann aber kaum als Ersatz dienen, da sie nur die italienische und tschechische Tonspur enthält. Die Bildqualität entspricht der deutschen DVD. Beide Verleiher griffen dabei – genauso wie die leider nicht zum Vergleich vorliegende japanische DVD (oop) - auf das italienische Master zurück. Die tschechische DVD weist dieselbe Lauflänge auf wie die in der IMDB gelistete italienische Fassung und ist daher ebenfalls als ungekürzt anzusehen. Beide Vergleichsfassungen wurden im Widescreen-Format veröffentlicht. Es existiert auch ein US-Master, auf dem andere europäische Veröffentlichungen basieren. Auf diese gehen wir jedoch in einem separaten Schnittbericht ein.


Story & Vermarktung von Himmelfahrtskommando El Alamein


Ein amerikanischer Sabotagetrupp wird hinter den Linien des deutschen Afrika-Korps per Fallschirm abgesetzt, um bis zum Beginn einer anstehenden Invasion eine von den Italienern besetzte Wasserquelle unbemerkt zu sichern, die Rommel für die Versorgung seiner Truppen braucht. Damit die Deutschen die Aktion nicht bemerken, sollen die italienischen Soldaten liquidiert und ihre Positionen von verkleideten amerikanischen Soldaten mit italienischen Wurzeln übernommen werden. Als unerwartet eine Gruppe deutscher Soldaten einer benachbarten Panzerdivision zu Besuch kommt und einige gefangene italienische Soldaten ausbrechen, droht das Unternehmen zu scheitern. Es kommt zu einem actiongeladenen Showdown, der die Erkenntnis bringt, dass der Krieg nur Verlierer kennt.

Die Inszenierung ist für einen Kriegsfilm ungewöhnlich. Die übliche schwarz/weiße Trennung der „guten“ und „bösen“ ist hier fließend. Die deutschen und italienischen Soldaten werden nicht als gewissenlose Mordmaschinen dargestellt. Die Rolle des „Unsympathen“ wurde klar dem amerikanischen Sergeant Sullivan (gespielt von Lee van Cleef) zugeschrieben, der keine Hemmungen hat, seine wehrlosen Gegner im Schlaf umzubringen. Die Soldaten auf beiden Seiten werden häufig von ihrer menschlichen Seite gezeigt, wenn sie über klassische Literatur und Naturwissenschaften diskutieren und ihre Freundschaft und Kameradschaft ausleben. Hierdurch gewinnt der Film gerade zum Finale hin stark an Dramatik.

Die italienisch-deutsche Co-Produktion aus dem Jahr 1968 wurde international unter mehreren Titeln ausgewertet, die sich in puncto Laufzeit, Charakterentwicklung und Gewaltdarstellung teilweise erheblich unterscheiden. In Deutschland wurde der Titel 1969 unter dem Titel "Himmelfahrtskommando El Alamein" mit einer FSK-Freigabe ab 18 Jahren veröffentlicht. Auf VHS wurde der reißerische Titel "Mit Eichenlaub und Schwertern" gewählt. Unter diesen Titel stand er dann auch von 1987 bis 2006 auf dem Index der jugendgefährdenden Medien, obwohl er gegenüber der hier vorliegenden DVD-Fassung noch weiter geschnitten war. Im englischsprachigen Ausland wird der Streifen als "Commandos" oder "Sullivans Marauders" vermarktet


Cast & Crew von Himmelfahrtskommando El Alamein


Liest man die Darstellerliste, stellt man fest, dass hier für die Produktion geklotzt wurde. Neben Lee van Cleef spielt Jack Kelly, der in Europa durch die TV-Serie Maverick bekannt wurde, die zweite Hauptrolle. Ergänzt wurde die Darstellerliste durch bekannte italienische und deutsche Darsteller. Hier seien vor allem Joachim Fuchsberger, Götz George und Heinz Reincke erwähnt. Insbesondere Joachim Fuchsberger spielt hier als deutscher Hauptdarsteller gegen sein Image als charmanter Kommissar aus den Edgar-Wallace-Verfilmungen an. Leider wurden gerade viele seiner Dialogszenen in der deutschen Fassung entfernt. Unter den italienischen Darstellern sind besonders Marino Masè (u.a. Astaron - Brut des Schreckens) und Giampiero Albertini (u.a. Bataillon der Verlorenen) zu erwähnen.

Inszeniert wurde der Streifen von Regisseur Armando Crispino, der in den sechziger und siebziger Jahren insgesamt nur neun Filme drehte. Himmelfahrtskommando El Alamein war darunter die aufwändigste Produktion. Bekannter als der Regisseur dürften zweifelsohne zwei andere Beteiligte sein, die Einfluss auf die Geschichte nahmen: Menahem Golan und Dario Argento. Golan, der später als Mitbegründer der "Cannon Group" und Regisseur von Delta Force bekannt wurde, lieferte die Grundidee für den Film und wurde hierfür in den End-Credits gewürdigt.



Dario Argento hingegen war zum Zeitpunkt der Produktion selbst noch nicht als Regisseur tätig und arbeitete am Drehbuch mit. Sein Beitrag hierzu ist in den zugänglichen Quellen nicht belegt. In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass sein Name in den Credits des italienischen Masters deutlich kleiner ausgewiesen wird, als in den Credits des US-Masters. Dies deutet darauf hin, dass sein Beitrag deutlich geringer war, als der von den drei anderen genannten Drehbuch-Autoren.


Italienisches MasterUS-Master


Dies lässt auch auch ein Vergleich der weiteren Drehbuchbeteiligungen von Dario Argento aus diesem Zeitraum vermuten. Oftmals wird Argento als Drehbuchautor von Spiel mir das Lied vom Tod genannt. Dies ist jedoch insofern unzutreffend, als dass er das bereits vorliegende Drehbuch nur überarbeitete und Einfluss auf Dialoge nahm, um die Charaktere zu vertiefen. Ähnlich dürfte der Fall auch bei Himmelfahrtskommando El Alamein liegen. Betrachtet man den Film aufmerksam, erkennt man viele Elemente, die später stilbildend für Argentos Filme wurden.

So beobachtet Lee van Cleef das Geschehen im Mannschaftskasino durch einen Spalt in der Holzdecke und wird dabei immer paranoider. Erinnert sei in diesem Zusammenhang beispielhaft auf die voyeuristischen Elemente in Opera. Auch der Dialog zwischen dem deutschen Oberleutnant Agen (Joachim Fuchsberger) und dem (vermeintlich) italienischen Captain Valli (Jack Kelly), in dem Valli erkennt, dass er durchschaut wurde und eine Konfrontation mit seinem neu gewonnenen Freund bevorsteht, trägt klar die Handschrift Argentos. Die Elemente „Freundschaft“ und „Verrat“ spielen wenige Jahre später in seinem Meisterwerk Profondo Rosso eine zentrale Rolle. Abschließend sei auf den Dialog zwischen Oberleutnant Rudi (Götz George), Captain Valli und Oberleutnant Agen hingewiesen, in dem Rudi über den ungewöhnlichen Beruf Agens als Universitätsprofessor und Insektenforscher spricht und Agen seine Beziehung zu Insekten verteidigt. Eine Beziehung, die in Argentos meisterhaftem Phenomena zum Hauptthema wurde.


Die Kürzungen der deutschen DVD von Himmelfahrtskommando El Alamein


Die vorliegende deutsche DVD weist starke Schnitte auf. Man erkennt, dass es das Ziel war, die zweistündige und für einen Kriegsfilm sehr dialoglastige Geschichte kürzer und actionreicher zu gestalten. Nachweislich verschiedener Onlinequellen entspricht diese Fassung der deutschen Kinoveröffentlichung. Trotz aller Schnitte, die sehr unauffällig gesetzt wurden, kann man dem Film gut folgen. Mangels vernünftiger deutsch- oder englischsprachiger Veröffentlichungen bleibt sie bis auf weiteres die einzige Alternative für deutsche Filmfans.

Im Internet kursiert in diversen Download-Foren noch ein von Fans erstellter Integral-Cut, der auf Basis mehrerer internationaler Quellen die fehlenden Stellen in der jeweiligen Synchronfassung in die deutsche DVD-Fassung integriert. Es versteht sich von selbst, dass diese Fassung nicht lizenziert ist und wie ein Bootleg zu beurteilen ist. Dieser Integral-Cut weist jedoch dieselbe Laufzeit auf, wie die hier zum Vergleich herangezogene tschechische Fassung.

Ebenso wird in einem Forum erwähnt, dass es noch eine Fassung mit mehr Screentime von Joachim Fuchsberger gäbe, in der er u.a. in einer Nachtszene „Contra-Natura-Schreie“ in die Wüste absetzt. Diese Angabe ist jedoch nicht weiter belegt. Auf Basis der ausgewerteten Vergleichsquellen, insb. der vollständigen tschechischen Fassung, kann diese Angabe nicht bestätigt werden. Eventuell handelt es sich dabei um die in der OFDB gelistete, leider käuflich nicht verfügbare, französische Pay-TV-Fassung, die sogar noch länger laufen soll, als die ungeschnittene italienische (identisch mit der tschechischen) Fassung.


Laufzeit geschnittene deutsche DVD: 88:11 Minuten
Laufzeit ungeschnittene tschechische DVD: 114:05 Minuten

54 Schnitte = 25 Minuten und 54 Sec
sowie drei Tonänderungen ohne Laufzeitunterschied
Dieser Schnittbericht hat mehrere Seiten
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5:19
Sergeant Sullivan spricht noch zu seinen Männern, dass sie den neuen Kommandanten Captain Valli zu respektieren haben. Szenenwechsel: Der neue Kommandant besucht Sergeant Sullivan in seinem Zimmer. Sullivan liegt auf seinem Bett, raucht und trinkt Schnaps. Als Captain Valli nach kurzem Klopfen das Zimmer betritt, springt Sullivan auf. Valli will von Sullivan wissen, womit er dessen Unmut verdient habe. Sullivan fragt ihn, bei wie vielen Kommando-Aktionen er bereits beteiligt gewesen sei. Valli entgegnet, dass es sein erstes Kommando sei.
86 Sec


9:10
Nachdem Sullivan den Captain im Flugzeug angegrinst hat, wirft dieser seine auffällige Sonnenbrille zur Seite. Sullivan grinst weiter. Corporal Aldo fragt seine Kameraden, was sie sich nach der Mission wünschen. Ein Kamerad zieht dabei ein Foto seiner Mutter aus der Brusttasche. Sullivan nimmt dem Soldaten das Foto ab, schaut es genau an und zerreißt es vor den Augen des entsetzten Soldaten. Die übrigen Soldaten und Captain Valli springen empört auf und wollen ihrem Kameraden beistehen. Sullivan erklärt ihnen, dass ein italienischer Soldat wohl kaum ein Foto seiner Mutter mit sich herumtragen würde, das von „Empire State Photos“ in New York aufgenommen wurde. Auf diese Weise könnte die gesamte Einheit enttarnt werden. Valli versteht Sullivans Sorge und befiehlt den Soldaten, dass sie sich wieder hinsetzen sollen.
139 Sec


10:09
Während die Soldaten ihre Fallschirme vergraben, sieht einer das Lichtsignal des Captains. Sein Kamerad greift ebenfalls zu seiner Taschenlampe.
3 Sec


10:37
Die Soldaten sind an ihrem Sammelplatz eingetroffen. Sullivan wird ungeduldig, da Dino und ein Kamerad noch fehlen. Captain Valli kontrolliert die Uhrzeit. Plötzlich tauchen die beiden noch fehlenden Soldaten auf. Sullivan ist erleichtert.
39 Sec


11:27
Nachdem Sullivans Gruppe losgerobbt ist, folgen die anderen Gruppen ebenfalls aus ihrer Deckung und robben auf den italienischen Stützpunkt zu.
27 Sec


15:29
Nachdem Sullivan seinen Kameraden Dino angestarrt hat, sieht man in einem Flashback, wie er bei einem anderen Einsatz von einem japanischen Soldaten mit dem Bajonett angegriffen wurde. Dino blickt Sullivan an und fragt ihn, ob alles in Ordnung sei. Sullivan antwortet, dass nichts sei.
9 Sec


17:27
Der Wachsoldat läuft von der Mannschaftsbaracke weg. Einer von Sullivans Männern folgt ihm leise mit einer Drahtschlinge in der Hand.
5 Sec


19:20
Nachdem der Kübelwagen explodiert ist, schaltet einer der restlichen italienischen Wachposten einen Suchscheinwerfer ein.
2 Sec


19:37
Die durch die Schießerei aufgewachten italienischen Soldaten versuchen aus der Mannschaftsbaracke zu fliehen. Captain Valli, der mittlerweile die Baracke ebenfalls betreten hat, hält die unbewaffneten Soldaten in Schach.
4 Sec


20:26
Der Suchscheinwerfer beleuchtet die im Graben in Deckung gegangenen amerikanischen Soldaten. Die Italiener schießen aus einem der Gebäude mit einem Maschinengewehr auf die Eindringlinge. Der Captain spricht mit Sullivan, dass die Zeit knapp werde.
25 Sec


21:10
Sullivan geht mit seiner Gruppe in Deckung, während sie aus einem der Gebäude mit einem Maschinengewehr beschossen werden. Eine andere Gruppe folgt ihnen. Sullivan winkt sie zu sich.
9 Sec


21:31
Die amerikanischen Soldaten finden in dem Material der Italiener eine Kiste Panzerfäuste und bereiten eine davon zum Abschuss vor. Eine andere Gruppe von Sullivans Männern schleicht sich heran und wird von Sullivan zu sich gewunken.
8 Sec


22:01
Sullivan stürmt mit seinen Leuten zu dem Haus mit dem MG-Nest auf dem Dach. Dino feuert eine Salve durch die Tür.
5 Sec


22:09
Sullivan und seine Leute schleichen länger durch das Erdgeschoss.
2,5 Sec


22:30
Während die Italiener weiter mit dem Maschinengewehr aus dem Fenster feuern, schleicht sich ein amerikanischer Soldat mit einer Handgranate in der Hand durch den Flur zur Zimmertür.
14 Sec


30:11
Die Amerikaner versuchen die von einem anderen Stützpunkt herannahenden italienischen Soldaten zu täuschen, indem sie gelangweilten Truppenalltag vorspielen. Ein Amerikaner spachtelt derweil die Einschusslöcher des Kampfes aus der Nacht zu. Sullivan führt den gefangen genommenen italienischen Leutnant Tomassini heraus, während die italienische Fahne am Mast gehisst wird.
31 Sec


30:40
Die Italiener fahren länger unter dem Wasserbehälter durch und beginnen mit dem Auftanken. Ein italienischer Unteroffizier steigt aus einem der LKW und läuft mit den Papieren quer durch den Stützpunkt. Die Amerikaner beobachten ihn misstrauisch. Währenddessen unterhalten sich die italienischen Soldaten am Wassertank darüber, dass sie gerne noch das Mädchen Adriana im Mannschaftskasino besuchen würden.
21 Sec


32:34
Corporal Aldo begleitet einen italienischen Tanklastwagen aus dem Stützpunkt. Er unterhält sich mit dem Fahrer über die englischen Einheiten. Währenddessen wacht der schwerverletzte deutsche Soldat in der Garage auf. Er beobachtet, wie einer der italienischen Fahrer zusammen mit Corporal Aldo nach Ersatzteilen für den Motor seines Fiat-LKW sucht. Nachdem er eine Rolle Draht gefunden hat und zusammen mit dem Corporal wieder die Garage verlassen hat, sinkt der deutsche Soldat mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden zusammen.
Unterdessen setzt sich der von Adriana enttäuschte italienische Soldat auf einen Lichtschacht, steckt seinen für Adriana gesparten Sold wieder weg und dreht sich eine Zigarette. Er bemerkt nicht, dass im Keller unter dem Lichtschacht die italienische Mannschaft des Stützpunktes gefangen gehalten wird. Nachdem diese den Soldaten über sich bemerken, werden sie unruhig und werden von ihren amerikanischen Bewachern daran erinnert, dass sie sich ruhig zu verhalten haben, wenn sie nicht sterben wollen. Gleichzeitig gesellen sich einige verkleidete amerikanische Soldaten zu dem rauchenden Italiener und lenken ihn ab.
Offensichtlich reicht der Draht alleine noch nicht aus, um den Fiat wieder zum Laufen zu bringen. Der Fahrer betritt noch einmal alleine die Garage. Nachdem der deutsche Soldat ihn durch die Reifen gesehen hat, laufen beide Fassungen wieder parallel.
81 Sec


33:29
Die gefangenen italienischen Soldaten unterhalten sich nach dem Abzug der Tanklastwagen mit ihren Bewachern über Amerika. Nachdem ihr Leutnant wieder zu ihnen gebracht wurde, verlassen die Bewacher den Keller und verriegeln die Tür.
53 Sec


33:41
Die italienische Mannschaft überzeugt ihren Leutnant davon, dass sie nicht im Keller abwarten können, was mit ihnen geschieht. Sie wollen versuchen, die Wache zu überwältigen und zu dem vor dem Keller geparkten Transporter zu gelangen. Während ein italienischer Soldat durch den Lichtschacht das Geschehen im Hof beobachtet, drücken zwei andere eine Matratze an die Tür. Der Rest zerlegt eines der leeren Weinfässer und montiert den Metallriemen ab.
72 Sec


33:59
Einer der amerikanischen Soldaten setzt sich zum Essen auf die Pritsche eines der in der Nacht ermordeten italienischen Soldaten. Unter dem Kopfkissen findet er zahlreiche Familienfotos des Toten. Als er auf der Decke die Blutflecken sieht, fragt er verzweifelt seine Kameraden, ob es tatsächlich notwendig war, die schlafenden Soldaten umzubringen. Einer seiner Kameraden wirft ihm eine Packung Zigaretten zu und fordert ihn auf, sich zu beruhigen.
38 Sec


34:09
Sullivan lacht noch länger über seinen Captain und provoziert ihn. Captain Valli wird wütend und schreit ihn vor seinen Männern an. Er fordert Sullivan zu mehr Respekt gegenüber seinem Vorgesetzten auf. Plötzlich kommt ein Funkspruch der deutschen Panzerdivision an und die Situation beruhigt sich wieder, da man schlagartig andere Probleme hat. Mitten im Funkspruch setzt die deutsche Fassung wieder ein.
62,5 Sec


34:27
Dino beobachtet Sullivan, wie dieser in seiner Stube sein Gewehr reinigt und Zielübungen macht. Als er das Zimmer betritt, erschreckt Sullivan und zielt mit der Waffe auf Dino. Sullivan wird nervös und schaut sich in dem zerschlagenen Spiegel selbst an. Im Anschluss fehlen die ersten Bilder von Corporal Aldo, der vor einem Spiegel im Mannschaftskasino seine Haare ordnet.
22 Sec


35:03
Nachdem die Pistole unter die Tischplatte geklebt wurde, nehmen zwei der amerikanischen Soldaten einige Flaschen Wein und gehen damit zu Adriana, während ihre Kameraden weitere Pistolen in Sofakissen verstecken.
26 Sek


35:54
Die verkleideten amerikanischen Soldaten ziehen die italienische Fahne wieder am Fahnenmast hoch, da eine Delegation der deutschen Panzerdivision auf dem Weg zum Stützpunkt ist. Der verletzte deutsche Soldat, der sich in der Garage versteckt hat, klettert von der Empore herunter und landet vor einem unter einer Plane versteckten Fahrzeug. Während dessen holen die amerikanischen Soldaten den italienischen Leutnant wieder zu sich ins Mannschaftskasino und erklären ihm die Situation. Er versteht, dass Sullivan und einige seiner Männer mit schussbereiten Waffen im Raum über dem Gastraum sitzen und das Geschehen durch Schlitze in den Bodendielen beobachten. Dort gerät Sullivan mit Dino aneinander, der die Situation seiner Meinung nach nicht ernst genug nimmt. Als er sich abwendet und aus dem Fenster schaut, sieht er am Horizont die herannahenden deutschen Fahrzeuge.
95 Sek

Dieser Schnittbericht hat mehrere Seiten
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Kommentare

10.02.2018 01:34 Uhr - FdM
3x
Danke für den SB.
Ich finde es allerdings sehr unpassend FanWare mit Bootlegs in eine Tüte zu schmeissen,dem ist nicht so.
Fan-Dubs oder Fan-Edits,sind von Fans für Fans (oftmals auch im Menu noch extra erwähnt) und unverkäuflich,da schmeissen dann Sammler (und meistens auch Könner) ihre Fassungen zudammen,dann kann etwas wie oben beschrieben dabei heraus kommen.Es gibt natürlich ganz helle Lichter,die auf soetwas stossen,ihre Mark darin wittern und dann in den Verkauf damit gehen (so ist es weder gewünscht,noch gedacht),theoretisch und praktisch müsste man jeden Verkäufer mit seiner österreichischen Flohmarktware in den Knock Out bringen.
Zum Bootleg wird es,wenn mir jemand soetwas als Original DVD verkaufen will,da wird dann ne schicke limited Hülle noch gebastelt und fertig ist der deutsche uncut Hostel 2,Wrong Turns usw.
Hier wird auch viel drüber erwähnt,nur leider nicht gewarnt,auch wenn es auffällt,das mit einem Vier Fliegen auf grauen Samt etwas nicht stimmen kann (Kinowelt hat es ja bestätigt, als sie den selber veröffentlicht haben)...
Fan-Dubs können oftmals die einzige Option sein,deshalb gibt es die auch schon seit VHS Zeiten,leider kommt ein Betrüger zum anderen und dann wird der gute Wille oder das Produkt zum Bootleg gemacht - es gibt ja auch so ein bis zwei Länder,wo die Copyright Bestimmungen so nicht existieren (siehe USA,da sind Boots was ganz normales und werden auch so angeboten,natürlich nicht vom Spiderman oder so,allerdings haben die ne riesige Public Domain Auswahl,vielleicht liegts auch daran).Nicht jeder Dubber ist ein Bootlegger,mittlerweile nutzen auch Label jene Leute,um ihre Tonsen anzupassen habe ich letztens gehört... Footlegs sind scheisse,Fan Dingens finde ich ok.

10.02.2018 09:40 Uhr - Muck47
2x
SB.com-Autor
User-Level von Muck47 35
Erfahrungspunkte von Muck47 40.669
Klasse Intro, sehr interessantes SB-Debut - weiter so!

10.02.2018 11:01 Uhr - Oberstarzt
1x
10.02.2018 09:40 Uhr schrieb Muck47
Klasse Intro, sehr interessantes SB-Debut - weiter so!

Dem muss ich uneingeschränkt zustimmen !

10.02.2018 12:02 Uhr - Kaleun
1x
Auch von mir vielen Dank für die ausführliche Einleitung. Ich kenne den Film zwar nicht, aber der Hinweis auf den Verzicht von der üblichen Schwarz/Weiß Zeichnung der Characktere hat mich neugierig gemacht. Auch dafür vielen Dank!

10.02.2018 14:21 Uhr - Eisenherz
2x
Die Kriegsfilme aus den 60/70er-Jahren waren dahingehend schon mal weiter als vieles von dem, was heutzutage rauskommt. Man achtete damals eher auf das Zwischenmenschliche, weniger auf die pure Vernichtung des verhassten Feindes. Klar, es gab auch damals die Filme, die die Deutschen als Comic-Bösewichte dargestellt hat, aber da war irgendwie kein Hass zu spüren - eher die Lust auf einen anständig-fiesen Feind.

Wenn ich mir "Die Brücke von Arnheim" oder "Die Schlacht an der Neretva" nehme und sie gegen einen "Soldaten James Ryan" setze, fallen da schon Unterschiede auf. In den 90ern begann leider in den USA dieser "Fuck Yeah Murrica!"-Trend, wo man sich immer selbst vergewissern musste, dass man immer auf der Seite der Guten steht, während dem unmenschlichen Gegner keine Gnade zuteil werden sollte, da er dir ansonsten sein Messer in den Rücken rammt.

Kein Vergleich zu Filmen wie "Stoßtrupp Gold", wo sich die unmoralischen und geldgeilen Amis am Ende mal eben mit der Waffen SS verbünden und die Kohle aus der Bank klauen.

10.02.2018 15:33 Uhr - FdM
1x
Solche Filme würden heute vom "Stargebot" gar nicht mehr bezahlt werden können (deshalb gibt es sowas wohl auch nicht mehr), ich erwähne nur :
Der längste Tag,
wobei jeder selbst entscheiden muss,ob Farb-oder S/W Fassung bei dem besser funktionieren,ich finde beide Versionen interessant.

10.02.2018 21:06 Uhr - Kaleun
3x
10.02.2018 14:21 Uhr schrieb Eisenherz
Die Kriegsfilme aus den 60/70er-Jahren waren dahingehend schon mal weiter als vieles von dem, was heutzutage rauskommt. Man achtete damals eher auf das Zwischenmenschliche, weniger auf die pure Vernichtung des verhassten Feindes. Klar, es gab auch damals die Filme, die die Deutschen als Comic-Bösewichte dargestellt hat, aber da war irgendwie kein Hass zu spüren - eher die Lust auf einen anständig-fiesen Feind.

Wenn ich mir "Die Brücke von Arnheim" oder "Die Schlacht an der Neretva" nehme und sie gegen einen "Soldaten James Ryan" setze, fallen da schon Unterschiede auf. In den 90ern begann leider in den USA dieser "Fuck Yeah Murrica!"-Trend, wo man sich immer selbst vergewissern musste, dass man immer auf der Seite der Guten steht, während dem unmenschlichen Gegner keine Gnade zuteil werden sollte, da er dir ansonsten sein Messer in den Rücken rammt.

Kein Vergleich zu Filmen wie "Stoßtrupp Gold", wo sich die unmoralischen und geldgeilen Amis am Ende mal eben mit der Waffen SS verbünden und die Kohle aus der Bank klauen.


Das ist absolut richtig.
Ich erinnere mich auch noch an den hervorragenden "Rommel - der Wüstenfuchs" von 1951 mit James Mason. Der ebenfalls sehr neutral gehalten ist. Und ich denke, dass diese Filme, ebenso wie zum Beispiel "Die Brücke" von 1959 wesentlich besser die damalige Realität abbilden, als der Großteil der heutigen Filmproduktionen, die sich mit dem Thema 2. Weltkrieg befassen. Ich meine selbst die ausländischen Produktionen zeichneten damals ein viel objektiveres Bild der deutschen Soldaten, als es die heutigen einheimischen Produktionen machen. Selbst ein ostpolitisch gefärbter Film, wie "Die Abenteuer des Werner Holt" (1965) konnte das noch besser.
Es ist traurig, aber der Lauf der Dinge. Der Zeitgeist ist heute einfach ein anderer und dementsprechend, werden, mit ganz wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel "Unter dem Sand" auch die Filme gestaltet.
Man kann natürlich nicht alles immer 100%ig für bare Münze nehmen, aber ich traue den Aussagen eines Kriegsveterans mehr, als einem Historiker, der keinen Krieg, keinen Hunger und keine Entbehrungen erleben musste, mir aber erzählen möchte, wie die Menschen damals gelebt, gedacht und gefühlt haben.

11.02.2018 00:27 Uhr - Eisenherz
3x
Erinnert mich an eine Doku über das "Biest von Omaha Beach", den deutschen Soldaten Heinrich Serverloh. Er tötete am Strand wahrscheinlich dutzende, wenn nicht sogar über hundert Amerikaner. Nach dem Krieg traf er sich mit amerikanischen Veteranen und man vergab sich einander. Mit einigen schloss er sogar Freundschaft. Jüngere Amis kritisierten dann ihre alten Landsmänner, wie sie denn mit diesem "Mörder" auch nur reden könnten.

Wahrscheinlich kannten die Filmemacher der 50er/60er und 70er noch selbst den Krieg und konnten besser differenzieren als die, die es nur aus den Büchern kennen. Sie wussten, dass es immer mehr als nur schwarz und weiß gibt.

11.02.2018 11:07 Uhr - Kaleun
1x
Wiederum kann ich mich dem Gesagten nur anschließen.
Das ist wohl die Tragik der Menschen. Als junger Mensch will man die Geschichten der Alten nicht hören und glauben tut man ihnen ohnehin erst einmal nicht. Bis man seine eigenen Erfahrungen gemacht hat und feststellt, dass sie oftmals recht hatten. Ein ewiger Kreislauf.

Die Dokumentation, die du meinen könntest, oder zumindest eine ähnliche gibt es bei Youtube unter dem Titel "Heinrich Severloh: Die Todfeinde von Omaha Beach" zu finden.
Ja, Heinrich Severloh, ebenso wie zum Beispiel Rochus Misch, sind zwei sehr interessante Personen, die die Geschichte mal aus einem anderen Blickwinkel zeigen. Die Biografie von Rochus Misch (Der letzte Zeuge) kann ich ebenfalls empfehlen. Natürlich gab es auch Anfeindungen gegen das Buch. Es würde zu unkritisch mit der Zeit und den behandelten Personen umgehen. Aber wer kennt schon die ganze Wahrheit? Empfindungen sind immer subjektiv. Interessant ist das Buch aber allemal.

12.02.2018 16:49 Uhr - der neue1067
1x
User-Level von der neue1067 1
Erfahrungspunkte von der neue1067 7
@ GKnoess

Das ist ja wohl mehr als ein gelungener Einstand, Review und Schnittbericht gleich Mal zusammen geliefert. Hut ab dafür!!!
Obwohl ich glaube den Film noch als Original Video von Toppic-Video im Keller zu haben, habe ich den nicht mehr wirklich auf dem Schirm. Nur der prägnante deutsche Titel "Mit Eichenlaub und Schwertern" und Blacky Fuchsberger auf dem Cover mit MG ist irgendwie haften geblieben bei mir!
Nochmals meinen Respekt für diesen SB und das Intro was manchem Review das Wasser abgraben kann, echt gut gelungen das ganze!



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