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Rage of the Undead

zur OFDb   OT: Zonbideo

Herstellungsland:Japan (2011)
Genre:Horror, Komödie, Splatter,
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (1 Stimme) Details
29.07.2013
Mike Lowrey
Level 35
XP 37.454
Vergleichsfassungen
FSK 16 (KJ-DVD)
Label I-ON New Media, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 16
Japan-DVD
Land Japan
Freigabe King Records
Rage of the Undead. Das klingt martialisch. Nach Wut, Ernst und Zombiechaos. Dieser "eingedeutschte" Titel wird dem 2011 in Japan entstandenen Film aber überhaupt nicht gerecht, denn Zomvideo, wie er eigentlich heißt, ist weitaus humoriger und abgedrehter als die übliche Dutzendware mit blutrünstigen Untoten. Und das ist erstaunlich unterhaltsam geraten. Die festen Regeln des Genres werden hier eher links liegen gelassen, stattdessen gibt es einen Filmnerd, der über 300 Zombiewerke gesehen hat und ständig mit seinem Wissen um die Ecke kommt (Funfact nebenbei: er trägt ein Shirt des Films Primal, der ist bezeichnenderweise in Deutschland auch nur zensiert erschienen) und eine Reihe overactender Japaner. Damit muss man zurecht kommen und die Absurditäten, die einem präsentiert werden, akzeptieren und dann kann man mit dem Film durchaus seinen Spaß haben. Und dass auch verschiedenste Büroutensilien zum Erledigen von Zombies taugen, lernt man hier ebenso.

Das ist teilweise auch entsprechend blutig und Rechteinhaber I-ON New Media sah sich gezwungen, den Großteil dieser Szenen für den deutschen Markt aus dem Film zu tilgen. Der mit einer Nettolaufzeit von 71 Minuten ohnehin schon knackig-kurze Film wird dadurch nochmal mehr als 4 Minuten gestrafft und wurde in dieser Fassung von der FSK sogar schon ab 16 Jahren freigegeben. Trailer mit 18er-Freigabe sorgen aber zuverlässig dafür, dass auf der DVD und Blu-ray trotzdem das rote KJ-Siegel prangt, damit die Zielgruppe zugreift. Für diejenigen, die sich in Sachen Zensur informieren, ist wohl Geduld gefragt. Das Österreich-Mediabook für 30 Euro ist sicher schon in Vorbereitung, I-ON New Media und Dragon Entertainment haben damit ja schon Erfahrung gesammelt.

Verglichen wurde die geschnittene FSK 16-Fassung (DVD hat KJ wegen Trailern) (von I-ON New Media) mit der ungeschnittenen Japan-DVD (von King Records).

11 Schnitte = 258,36 Sec. bzw. ca. 4 Minuten 19 Sekunden

Meldungen:
Rage of the Undead voraussichtlich nur geschnitten (08.05.2013)

mehr Informationen zu diesem Titel

0:12:21: Der Postmann schreit noch vor Entsetzen und wird dann vom zombifizierten Herrn Takahashi in typischer Untotenmanier angefallen. Da es aber ein japanischer Film ist, spritzt das Blut natürlich fontänenartig durch die Gegend.
13,44 Sec.


0:14:31: Der Finger wird noch abgebissen, es wird schockiert geguckt und die Wunde suppt ein bisschen.
20,28 Sec.


0:15:04: Zombie-Takahashi entnimmt langsam seinem noch lebenden Angestellten die Gedärme aus dem Leib, bis dieser schließlich stirbt. Aiko sieht schockiert zu.
28,44 Sec.


0:15:39: Weiteres Fressen.
5,64 Sec.


0:29:53: Die Bikinidame malträtiert den Zombie noch mit der Kettensäge.
16,72 Sec.


0:31:55: Die Schere steckt dem weiblichen Zombie in den Augen und Aiko schiebt sie im Anschluss gegen die Wand. Dabei wird die Schere noch weiter in die Augen gedrückt. Danach sieht man noch Aiko, die perplex ihr Werk betrachtet.
27,64 Sec.


0:32:31: Es fehlt, wie der Scherenhieb den Zombiekopf in wei Hälften spaltet. Das Blut sprudelt und spritzt, während die Kamera stakkatoartig auf Aiko zoomt.
17,76 Sec.


0:34:59: Naja. Im Hintergrund läuft das Video noch ein bisschen weiter und dort sieht man, dass der Zombie noch ein bisschen mit der Gartenschere malträtiert wird. Die DF blendet davor rechtzeitig schwarz ab.
14 Sec.


0:44:08: Na, wenn das nicht der legitime Nachfolger des Braindead-Rasenmähers ist. Der mit Geodreiecken messerscharf bestückte Ventilator fräst sich durch zwei Zombies, als wären sie Butter. Nur spritzt hier das Blut unaufhörlich durch die Luft und gegen sämtliche Protagonisten. Der Schnitt ist verständlich, sonst kommen Schulkinder noch auf dumme Ideen.
53,72 Sec.


0:45:43: Weiter geht die wilde Fahrt. Ein weiterer Untoter wird von dem Ventilator perforiert.
19,04 Sec.


0:46:21: Von der vollen Funktionsweise dieser Zombieschnetzelventilatorkonstruktion sieht man in der FSK 16-Fassung wirklich nichts. Dabei kann sie nicht nur Löcher fräsen, sondern auch Köpfe abtrennen. Braucht zwar mehr als 40 Sekunden und suppt ganz ordentlich, aber führt zum Ziel. Zwischendurch ein paar kurze Flashbacks, damit wir wissen, wer da gerade enthauptet wird (nämlich die am Anfang gebissene Dame). Hauptsache die blutbesudelte Katzenfigur ist im Anschluss auch wieder in der DF zu sehen. Katzen darf man nicht schneiden.
41,68 Sec.

Kommentare

29.07.2013 00:03 Uhr - CannibalHolocaust
1x
Kennt ihr dieses Meme von dem History Channel Wissenschaftler wenn man etwas kompliziertes erklären will?? passt hier irgendwie mit dem titel "JAPAN"...

29.07.2013 00:19 Uhr - Hordak
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Wieso haben Japanische Splatterfilmchen immer so einen schweren Stand?
Das ist doch so übertrieben, , daß kann die BpjM bzw. dieFSK doch nicht ernst nehmen?! ^^

29.07.2013 00:20 Uhr - babayarak
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Die "Effekte" sind ja mal a la Jochen Taubert, einfach mal etwas Ketchup herum spritzen.

29.07.2013 00:29 Uhr - executor
2x
Liegt wohl eher an den cut-geilen Leutchen von I-On... Paradebeispiel ist die lächerlich geschnittene "Manborg"-Version!

29.07.2013 01:10 Uhr - Furious Taz
2x
http://cdn.memegenerator.net/instances/400x/38206368.jpg

29.07.2013 12:11 Uhr - Barry Benson
1x
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''Zensurstaat" hin oder her! KEIN(!) Label in Deutschland wird gezwungen, seinen "eingekauften" Film in Deutschland zu "zensieren"! Jedes Label kann seinen Film auch "ungeprüft" veröffentlichen! Was aber zu Problemen mit der Vermarktung(öffentliche Geschäfte, Werbung, etc.) und der BpjM führen kann! Da ich oben nirgends lesen kann, das der Film das erste mal ungeschnitten durch die FSK abgelehnt wurde, gehe ich stark davon aus, das I-ON New Media im Vorfeld selber Hand angelegt hat. Was leider in Deutschland kein Einzelfall ist! Ich denke das die meisten Filme ungeschnitten die FSK passiert hätten. Da aber eine Prüfung durch die FSK nicht gerade billig sein soll, schneiden halt die meisten Label ihre Filme im Vorfeld dermaßen "kaputt", das am Ende sogar eine FSK: 16 Fassung dabei rauskommt(vom "puschen" mit Trailern, auf FSK: 18 mal ganz abgesehen)! Was am Ende zu Lasten der Filmfans geht! Schade.....:-(

29.07.2013 13:58 Uhr - Master Metzger
1x
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Sehr geiler SB mit passenden Intro, Mr. Lowrey. ^^

Die Wortwahl zu den Szenen passt perfekt. Schade dass das hier bis jetzt so untergeht...

29.07.2013 14:36 Uhr - Kable Tillman
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Das hier sieht wirklich nach "wäre problemlos durch die Prüfung mit einer FSK 18 gekommen" aus. Gerade weil es ja offensichtlich nicht ernst gemeint ist und da hatte auch "Shaun of the Dead" ähnliche Szenen zu bieten. Also den Bildern nach zu urteilen schockt mich nichts und in Bewegung ist es selten so, dass mich etwas mehr schockt, als auf den Einzelbildern hier.

29.07.2013 15:15 Uhr - F-Ready
1x
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Aha, jetzt weiß ich, dass man mit einem Scherenhieb einen Schädel spalten kann. Wieder was gelernt. "Katzen darf man nicht scheiden." xD
Toller SB, Mike !

Gruß F-Ready

29.07.2013 16:18 Uhr - cecil b
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Ich finde dass die Effekte einem Trashspatter gut stehen! Sieht nah halbwegs lustigen Unsinn aus.

29.07.2013 17:33 Uhr - mondkrank
2x
29.07.2013 12:11 Uhr schrieb Barry Benson
''Zensurstaat" hin oder her! KEIN(!) Label in Deutschland wird gezwungen, seinen "eingekauften" Film in Deutschland zu "zensieren"! Jedes Label kann seinen Film auch "ungeprüft" veröffentlichen! Was aber zu Problemen mit der Vermarktung(öffentliche Geschäfte, Werbung, etc.) und der BpjM führen kann![...] Da aber eine Prüfung durch die FSK nicht gerade billig sein soll, schneiden halt die meisten Label ihre Filme im Vorfeld dermaßen "kaputt", das am Ende sogar eine FSK: 16 Fassung dabei rauskommt(vom "puschen" mit Trailern, auf FSK: 18 mal ganz abgesehen)! Was am Ende zu Lasten der Filmfans geht! Schade.....:-(


Es ist für das besprochene Thema doch Haarspalterei, ob es nun ein ausformuliertes Verbotsgesetz gibt oder vorgeschaltete Jugendschutzgesetze diese Form von Vorabzensur durch drohende Distributions- und Gewinneinschränkung erzwingen. Wenn ein kleines Label einen Film prüfen lässt, dann ist die hierfür zu entrichtende Gebühr eine fest einkalkulierte Investition. Einen Plan B, wenn der Film durchrasselt, gibt es nicht. Du schreibst die maßgeblichen Gründe der Selbstzensur oben sogar noch detailliert auf und kommst trotzdem nicht zu einer korrekten Schlussfolgerung, wie geht das?

Grüße mond

29.07.2013 18:02 Uhr - homebobasspants
naja ich hab Asia Splatter schon immer gehasst aber ist ja bekanntlich geschmackssache!

29.07.2013 19:05 Uhr - Manni
Freu mich auf din Uncut Version. Ist wirklich ein durchgeknallt- Lustiger teilweise richtig gut Gespielter Funsplatter Film. Tip: Anschauen auf Japanisch.

29.07.2013 19:57 Uhr - Barry Benson
1x
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@mondkrank
Was Du natürlich nicht weist oder nicht wissen kannst, ist das sich mein Kommentar auf andere Kommentare bezogen haben, die im nachhinein gelöscht wurden(ca. 5 Kommentare).

Es ist für das besprochene Thema doch Haarspalterei, ob es nun ein ausformuliertes Verbotsgesetz gibt oder vorgeschaltete Jugendschutzgesetze diese Form von Vorabzensur durch drohende Distributions- und Gewinneinschränkung erzwingen. Wenn ein kleines Label einen Film prüfen lässt, dann ist die hierfür zu entrichtende Gebühr eine fest einkalkulierte Investition. Einen Plan B, wenn der Film durchrasselt, gibt es nicht. Du schreibst die maßgeblichen Gründe der Selbstzensur oben sogar noch detailliert auf und kommst trotzdem nicht zu einer korrekten Schlussfolgerung, wie geht das?


Meine(!) "korrekte" Schlussfolgerung ist, das kein Label(egal wie groß oder klein) im Vorfeld selber Handanlegen sollte. Es ist mir auch klar, das die Label Geld verdienen wollen! Aber warum soll das am Ende zu Lasten der "Filmfans" gehen? Getreu dem Motto:"Das schaffen wir sowieso nicht, also lassen wir es!"? Würde es dem Label mehr um den Fan gehen, statt um die Kohle, würde man halt erstmal probieren, den Film unangetastet einzureichen! Sollte er dann eine Abfuhr bekommen, kann man immer noch zu "Plan B" übergehen und schneiden(oder gleich zur Spio, wenn man nicht sicher ist!). Möchte man dann ganz sicher gehen, was die FSK gestört hat, kann man immer nochmal nachfragen. Ich glaube auch selbst dann, würden nicht solche "Schnittmassaker" dabei herauskommen wie da oben! Klar ist es immer einfach zu sagen:"Scheiß FSK!Scheiß Zensurstaat". Aber bei dem ganzen "Vorabzensieren" kann man am Ende garnicht sagen, ob der Film ungeschnitten durchgekommen wäre oder nicht! Als Label(wie z.B. Greast Movies) will ich Kohle machen und reiche lieber 10 gekürtze Filme zur Prüfung ein und "zensiere" sie so, das sie auch sicher durchkommen. Anstatt es andersrum zu versuchen(ausnahmen bestätigen die Regel)! Die sind garnicht interessiert es auch nur ansatzweise zu versuchen, wie Du hier regelmäßig nachlesen kannst! Das "Vorabzensieren" hat meiner Meinung nach, mit der "klassigen" Zensur nichts mehr zu tun! Es ist reine Geldmacherei um sicher zu gehen, das z.B. 10 von 10 Filmen durchkommen, um Geld zu sparen! Anstatt z.B. 7 von 10 und "nur" 3 zu kürzen(wo wir dann bei "klassischer" Zensur wären) um sie erneut prüfen zu lassen. Wie gesagt, meine Meinung! Bis denne,...;-)

29.07.2013 20:08 Uhr - cyco e
Ganz ernsthaft.....diese Japano-Sicko-Splatterico-Natürlich hat ein Mensch 40 Liter Blut-Ich säg dich zur Bulette-Wer is Takashi Miike?-Sex mit Schamhaar Zensur-Story of Ricky(AHH,EIN KILLER) durfte das auch-Over the top über Blut Hammer Gematsche mit Gedärm erwürgender asiatischer Gore Situations Unkomik gepaart mit overactender sinnlos Performance.....Ja haben will!!!!!

29.07.2013 20:50 Uhr - CHARJELLO II
Du sprichst mir aus der Seele Barry!!!

30.07.2013 01:26 Uhr - mondkrank
4x
@Berry Benson

Ich denke man tut sich keinen Gefallen, wenn man das Thema auf Label Schelte und Filmliebhaber Pathos reduziert, auch wenn Charjello schon ganz aus dem Häuschen ist deswegen. Natürlich gibt es einige schwarze Schafe, aber den Regeln der Wirtschaftlichkeit kann sich trotzdem keine Firma entziehen. Dass einige Filme ungekürzt eine Chance bei der FSK „gehabt hätten“, weiß der Publisher doch auch erst, wenn er ihn eingereicht hat und zwar auf sein finanzielles Risiko hin. Zumal das Thema damit erst anfängt, denn anders als das amerikanische Rating-Board, bekommt das Label ja anschließend keine konkreten Hinweise, welches Filmmaterial im Detail zur Verweigerung der Plakette geführt hat. Wird der Film abgelehnt, steht also das nächste Dilemma an. Wenig schneiden und herantasten oder diesmal direkt großzügig zensieren, da es bereits die zweite kostenpflichtige Prüfung darstellt? Diese Entscheidungen werden unter Berücksichtigung des Finanzplans getroffen und lassen sich nicht auf Geldverliebtheit der Labels reduzieren, sondern werden durch die künstlichen Hürden unsere Jugendschutzgesetze verantwortet, auch wenn das für dich nicht so wirklich transparent wird. Außerdem ist es wichtig hier zwischen großen und kleinen Labels zu unterschieden, auch wenn du das anders siehst.

Bei kleinen Filmen hast du vielleicht eine erhoffte Gewinnspanne von 5.000 bis 10.000€. Wenn du den Film drei Mal einreichst, kannst du gerade noch mit deiner Belegschaft essen gehen von dem verbliebenen Gewinn. Dass Vorabzensur überhaupt stattfindet hat ja seine Gründe, über die es sich einmal nachzudenken lohnt. Für den Publisher ist das Schneiden des Films zunächst einmal ein Mehraufwand. Es muss erst Arbeit investiert, Details wie das Ausmerzen von Tonsprüngen etc. berücksichtigt und die Mitarbeiter natürlich bezahlt werden. Dass die Firmen diesen Aufwand auf sich nehmen, hängt einerseits mit der Tatsache zusammen, dass ungeprüfte Filme vogelfrei sind und ohne großen Aufwand mit Vertriebsverboten belegt werden können und andererseits damit, dass jede neu angesetzte Prüfung einen Teil des mageren Gewinns von Filmen mit kleinen Auflagen auffrisst. Dazu kommt der Umstand, dass angepeilte Veröffentlichungstermine ohne Plakettensegen nicht eingehalten werden können und dem Label durch derartige Verzögerungen weitere Kosten entstehen.

Im Endeffekt verlangst du vom Label, dass es seine Gewinnmagen dafür verpulvert soll, dass Filme nach kostenintensiven Prüfungen soweit es geht ungeschnitten in Deutschland erscheinen können. Warum sollte eine Firma das unter Verwendung seiner Ressourcen tun? Du verlangst eine Geldaufwendung, die sich für das Label nicht rentiert und machst dir über die Motivation dahinter auch keine Gedanken. Dass die Publisher den Eiertanz mit den deutschen Behörden größtenteils satt sind, ist vornehmlich den bestehenden politischen Strukturen geschuldet, die es in Europa so kein zweites Mal gibt, für dich aber in der gesamtheitlichen Betrachtung des Umstands anscheinend keine Rolle spielen. Das Geschäft mit in Deutschland unerwünschten Filmen wird ganz massiv beeinträchtigt durch unsere Gesetzeslage. Ein kleines Label KANN eine mehrfache Einreichung eines Films in Kleinauflage nicht finanzieren - end of story. Der deutsche Gesetzgeber weiß das auch ganz genau und kommt mit dem Modell der „Zensur durch die Hintertür“ auch ganz gut zurecht, mit kritischen Bürgern wie dir in der Hinterhand kein Problem. ;-)

Grüße mond

30.07.2013 19:42 Uhr - nimrod
1x
Der Film interessiert mich eigenlich nur wegen den Szenen mit Maimi Yajima <3 , war ja klar das diese auch geschnitten wurden ... orz

30.07.2013 22:03 Uhr - Barry Benson
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Guten Abend mondkrank;-)

Ich denke man tut sich keinen Gefallen, wenn man das Thema auf Label Schelte und Filmliebhaber Pathos reduziert, auch wenn Charjello schon ganz aus dem Häuschen ist deswegen.

Das es auch anders geht, hat das kleine Label TURBINE mit TCM(1974) gezeigt! Denen es in erster Linie um den Film an sich ging!

Zumal das Thema damit erst anfängt, denn anders als das amerikanische Rating-Board, bekommt das Label ja anschließend keine konkreten Hinweise, welches Filmmaterial im Detail zur Verweigerung der Plakette geführt hat. Wird der Film abgelehnt, steht also das nächste Dilemma an. Wenig schneiden und herantasten oder diesmal direkt großzügig zensieren, da es bereits die zweite kostenpflichtige Prüfung darstellt?

Ich glaube schon, wenn ein Label bei der FSK nachfragt, was sie konkret gestört hat, das sie auch eine Antwort bekommen. Die werden wohl kaum sagen:"Nö, sagen wir nicht!" "Weil!" oder "Is so!" Weil, wie kann es denn sein, das bei manchen Filmen bestimmte Sachen gekürzt oder zensiert wurden? Zum Beispiel bei Punisher(2004) die komplette Tonzensur von Frank Castle, bei Punisher: War Zone wurde z.T. "nur" in einzelnen(!) Bildern gekürzt und bei Mutant Chronicles haben manche Schnitte z.T. nicht einmal 1Sek. gedauert! Bei solchen Schnitten/Tonzensuren glaube ich schon, das dort konkret nachgefragt wurde! Jüngstes Beispiel ist für mich die kommende FSK geprüfte Evil Dead(2013) Fassung, wo ja "nur" knapp eine Minute fehlen soll!? Für mich sieht das nach eingereicht, abgelehnt, nachgefragt, Tipps bekommen, geschnitten und Freigabe erhalten aus.

Diese Entscheidungen werden unter Berücksichtigung des Finanzplans getroffen und lassen sich nicht auf Geldverliebtheit der Labels reduzieren, sondern werden durch die künstlichen Hürden unsere Jugendschutzgesetze verantwortet, auch wenn das für dich nicht so wirklich transparent wird. Außerdem ist es wichtig hier zwischen großen und kleinen Labels zu unterschieden, auch wenn du das anders siehst.

Bei kleinen Filmen hast du vielleicht eine erhoffte Gewinnspanne von 5.000 bis 10.000€. Wenn du den Film drei Mal einreichst, kannst du gerade noch mit deiner Belegschaft essen gehen von dem verbliebenen Gewinn. Dass Vorabzensur überhaupt stattfindet hat ja seine Gründe, über die es sich einmal nachzudenken lohnt. Für den Publisher ist das Schneiden des Films zunächst einmal ein Mehraufwand. Es muss erst Arbeit investiert, Details wie das Ausmerzen von Tonsprüngen etc. berücksichtigt und die Mitarbeiter natürlich bezahlt werden.

Ich kann deine Einstellung zum Thema "Vorabzensur" nicht nachvollziehen! Du scheinst ja Verständnis dafür zu haben, das manche Label ihre Filme vorab zensieren und den Grund dafür lieferst Du ja gleich selbst mit! Geld! Ich persönlich finde dies Vorgehensweise Schade! Oder willst Du mir erzählen, wenn man sich manche(!) Schnittberichte zu vorabzensierten Filmen anschaut, das diese nicht ungeschnitten durchgekommen wären? Das es nicht jeder Film durch die FSK schafft, wissen wir beide! Aber unter den von dir genannten Punkten, ist es für mich noch weniger nachvollziehbarer. Du sagst ja selber, das eine Vorabzensierung Geld und Zeit kostet. Um so wichtiger finde ich es ersteinmal so zu probieren, auch als kleines Label(es gibt auch kl. Label die das tun und Erfolg haben). Denn ob die Gewinnspanne bei vorabzensierten Filmen mit FSK-Siegel auch noch hoch ist, mag ich zu bezweifeln. Da es meistens genau diese Filme sind, wenn sie dann erscheinen,die zu Hauf in den großen Elektronikmärkten stehen und kaum Beachtung kriegen (und ich glaube auch nicht, das da regelmäßig nachgelegt wird)! Um sie dann später auf Grabbeltischen für ca. 3-4 Euro zu verramschen. Du kannst auch sehen, das komischerweise genau diese vorabzensierte "Scheiße", nach einigen Monaten unter einem neuen Titel erscheint. Jetzt kann man spekulieren warum das so ist. Entweder weil sie unter dem ersten/original Titel nicht besonders gut liefen oder um doppelt abzukassieren! Ich hoffe persönlich das es ersteres ist. Weil alles andere wäre reine Abzocke am nicht informierten Kunden und die die es wissen, lassen sie eiskalt liegen!

Dass die Publisher den Eiertanz mit den deutschen Behörden größtenteils satt sind, ist vornehmlich den bestehenden politischen Strukturen geschuldet, die es in Europa so kein zweites Mal gibt, für dich aber in der gesamtheitlichen Betrachtung des Umstands anscheinend keine Rolle spielen. Das Geschäft mit in Deutschland unerwünschten Filmen wird ganz massiv beeinträchtigt durch unsere Gesetzeslage. Ein kleines Label KANN eine mehrfache Einreichung eines Films in Kleinauflage nicht finanzieren - end of story. Der deutsche Gesetzgeber weiß das auch ganz genau und kommt mit dem Modell der „Zensur durch die Hintertür“ auch ganz gut zurecht, mit kritischen Bürgern wie dir in der Hinterhand kein Problem.

Das was Du hier schreibst, grenzt aber ganz schön an Propaganda bzw. Verschwörungstheorien! Wenn dem so wäre, würde es viel mehr geschnittene Filme in Deutschland geben, weil sie durch die FSK abgelehnt wurden. Ob großes oder kleines Label! Jüngste Filme wie z.B. Machete, The Raid, Dredd, Texas Chainsaw 3D sind alle in erster Distanz unbeschadet durch die FSK gekommen! Da ist es auch egal, das es sich bei den Titeln um große Label handelt! Ich will damit auch nur sagen, das die Regeln der FSK, für alle Label gleich sind und manche Label sich mehr trauen sollten.

P.S.: Jedenfalls danke ich dir für eine sachliche(!) Diskussion, die auf dieser Seite nur selten zu finden ist!

Bis denne...;-)

30.07.2013 22:21 Uhr - Barry Benson
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@mondkarank
Dass die Publisher den Eiertanz mit den deutschen Behörden größtenteils satt sind, ist vornehmlich den bestehenden politischen Strukturen geschuldet, die es in Europa so kein zweites Mal gibt, für dich aber in der gesamtheitlichen Betrachtung des Umstands anscheinend keine Rolle spielen. Das Geschäft mit in Deutschland unerwünschten Filmen wird ganz massiv beeinträchtigt durch unsere Gesetzeslage. Ein kleines Label KANN eine mehrfache Einreichung eines Films in Kleinauflage nicht finanzieren - end of story. Der deutsche Gesetzgeber weiß das auch ganz genau und kommt mit dem Modell der „Zensur durch die Hintertür“ auch ganz gut zurecht, mit kritischen Bürgern wie dir in der Hinterhand kein Problem.


Das was Du hier schreibst, grenzt aber ganz schön an Propaganda bzw. Verschwörungstheorien! Wenn dem so wäre, würde es viel mehr geschnittene Filme in Deutschland geben, weil sie durch die FSK abgelehnt wurden. Ob großes oder kleines Label! Jüngste Filme wie z.B. Machete, The Raid, Dredd, Texas Chainsaw 3D sind alle in erster Distanz unbeschadet durch die FSK gekommen! Da ist es auch egal, das es sich bei den Titeln um große Label handelt! Ich will damit auch nur sagen, das die Regeln der FSK, für alle Label gleich sind und manche Label sich mehr trauen sollten.

Das die FSK wesentlich lockerer geworden ist, kann mann sogar ganz gut an den ganzen deindizierten Titeln sehen! Wie z.B. einige der Freitag, der 13. Teile ungeschnitten(R-Rated)sogar eine Jugendfreigabe erhalten haben. Oder z.B. City Cobra ungeschnitten mit FSK-Plakette!

Bis denne und gute Nacht!

31.07.2013 22:00 Uhr - mondkrank
1x
@Barry Benson

Harry Potter im Kino mit FSK 6 war freiwillige Vorabzensur aus Profitgründen. Das gilt aber sicher nicht pauschal für die Arbeit der Labels, die orientieren sich einfach an den rechtlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes. Wer das leugnet und die mehr als fragwürdige Gesetzeslage rund um den 131er in Deutschland schönredet, dem ist das Getöse bei geschnittenen Filmen nur schwer abzunehmen. Wem die Filmzensur solche Bauchschmerzen bereitet, muss seinen kritischen Geist auch mal woanders aufblitzen lassen. Ein alleiniger Fokus auf griesgrämige Labelbetreiber, die arglos Filme massakrieren, führt einen nirgendwohin.

Allein die Aussage, dass Filme problemlos ungeprüft in Deutschland auf den Markt gebracht werden können, ist einfach nicht wahr, sondern eine ausgelutschte Finte. „Problemlos“ bedeutet in Deutschland nämlich, dass:

1)
ein Betreiber eines Labels, der Filme ungeprüft veröffentlicht, ins Gefängnis wandern kann, sofern ein Gericht eine strafrechtliche Relevanz des vertriebenen Materials ohne Kennzeichnung feststellt, da eine Verbreitung gewaltverherrlichender Medien in Deutschland unter Strafe steht. Das Label müsste sich vorher alternativ zwingend ein anwaltliches Gutachten einholen oder hierfür zur SPIO/JK gehen, um in diesem Punkt Rechtssicherheit zu haben. Ein weiterer von vielen exklusiven Kostenpunkten, denen sich deutsche Labels ausgesetzt sehen.

2)
Filme die von der JK geprüft wurden, können trotzdem indiziert oder beschlagnahmt werden, da die Einschätzung der Juristen der SPIO nicht bindend ist und jeder Richter nach seinen eigenen Überzeugungen urteilen darf. Wobei Filme mit SPIO „strafrechtlich unbedenklich“ Gutachten schon direkt nach der Prüfung mit Werbe- und Vertriebseinschränkungen belegt sind. Die keineswegs kleine Investition einer SPIO/JK Prüfung, schützt das Label also weder vor finanziellen Schäden noch gewährt es sonstige Vertriebsgarantien.

3)
mit den verteufelten „Schnittwerken mit FSK (Jugendfreigabe) Plakette“, um den Kreis der Argumentation hier zu schließen, rücken die Labels so weit wie möglich von einer drohenden Indizierung, Beschlagnahme oder sonstigen Mehrkosten ab. Das bedeutet Planungssicherheit im Bereich Vermarktung und Verkauf ihres Produktes. Für eine Firma mit diversen Angestellten und laufenden Rechnungen kein ganz unerheblicher Punkt.

Sicher hat nicht jedes Label nur den „Filmliebhaber“ als Zielgruppe, wenngleich das ebenfalls ein Markt ist und die entsprechenden Firmen dann auch gerne bereit sind in die ungeschnittenen Versionen größere Beträge zu investieren. Dann sind es aber auch meistens Filme mit höheren Budgets, wie deine Filmbeispiele zeigen, da lohnt sich der Aufwand wieder. Da es aber nachweislich auch sehr viele uninformierte Käufer gibt, ist die Zielgruppe der „weniger Anspruchsvollen“ ebenfalls lukrativ. Bei Filmen für diese Zielgruppe lohnen sich die hohen Kosten für die nötigen rechtlichen Absicherungen in Deutschland nicht, schon gar nicht bei asiatischen C-Budget Kleinauflagen, die hier eh kaum eine Sau kennt.

Da wird eben geschnitten, anstatt den Minimalgewinn über FSK Mehrfacheinreichung und JK Gutachten in alle Winde zu pulvern. In anderen Ländern Europas würde das erst gar keine Rolle spielen oder hast du jemals etwas von einem Label in Europa gehört, das die Filme aus Gehässigkeit nur zur Hälfte auf die Disk presst? Die erzwungene Vorzensur in Deutschland steht doch baumhoch vor dir. Ein entsprechend gekürzter Film kann anschließend nicht indiziert werden, hat keine Beschlagnahme zu befürchten und kann bei den großen Ladenketten ins Regal. Wenn du glaubst, dass das Zufall ist in Deutschland – think again.

Grüße mond


01.08.2013 00:21 Uhr - Barry Benson
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@mondkrank
Allein die Aussage, dass Filme problemlos ungeprüft in Deutschland auf den Markt gebracht werden können, ist einfach nicht wahr, sondern eine ausgelutschte Finte. „Problemlos“ bedeutet in Deutschland nämlich, dass...

Ohhh,.....:-( Gestern lobe ich dich noch für eine sachliche Diskussion und heute unterstellst Du mir eine Falschaussage!

Zur Erinnerung, hier das Original:
Jedes Label kann seinen Film auch "ungeprüft" veröffentlichen! Was aber zu Problemen mit der Vermarktung(öffentliche Geschäfte, Werbung, etc.) und der BpjM führen kann!


Punkt 2 und 3 sind klar!


1)
ein Betreiber eines Labels, der Filme ungeprüft veröffentlicht, ins Gefängnis wandern kann, sofern ein Gericht eine strafrechtliche Relevanz des vertriebenen Materials ohne Kennzeichnung feststellt, da eine Verbreitung gewaltverherrlichender Medien in Deutschland unter Strafe steht. Das Label müsste sich vorher alternativ zwingend ein anwaltliches Gutachten einholen oder hierfür zur SPIO/JK gehen, um in diesem Punkt Rechtssicherheit zu haben. Ein weiterer von vielen exklusiven Kostenpunkten, denen sich deutsche Labels ausgesetzt sehen.

Damit magst Du teilweise richtig liegen, aber... Du warst doch bestimmt schon mal auf einer Filmbörse, Messe, u.s.w. in Deutschland? Du wirst sicher zugeben müssen, das da unzählige/massenweise ungeprüfte(sogar 131er) Filme rumliegen! Wenn dem so wäre, würde es auf jeder Messe reihenweise Razzien und festnahmen geben! Die Termine dafür, stehen ja auch öffentlich in den Filmmagazinen. Da ich regelmäßig(okay, jetzt nicht mehr so oft!) auf Börsen und Messen gehe, sieht man dort trotzdem immer die gleichen Gesichter sitzen und ihre ungeprüfte Ware verkaufen!
Geh doch mal auf die Disc-Area der ofdb und gib als Land Deutschland ein und Freigabe ungeprüft. Du wirst dich wundern! Da sind "große" wie kleine Label dabei!

Bis denne;-)



01.08.2013 12:48 Uhr - mondkrank
1x
Ich unterstelle dir keine Falschaussage. Dass du die Vertriebshürden aufzählen kannst, bedeutet noch lange nicht, dass du deren Auswirkungen auf die Geschäftspolitik der Label auch wirklich verstanden hast. Wenn dem so wäre, würdest du nicht die Gesetzeslage ausklammern und in Endlosschleife aufzählen, was du als Filmfan für Forderungen stellst. Ich habe auch keinen Dunst, wie du jetzt auf das Thema Filmbörsen kommst. Ungeprüfte Ware darf natürlich an Erwachsene verkauft werden. Das Verbreitungsverbot gilt erst, wenn dem Film aufgrund eines richterlichen Beschlusses eine strafrechtliche Relevanz bescheinigt wurde. Dann ist der Verkauf in Deutschland untersagt, der Erwerb hingegen nicht. Es ging in meinem Text außerdem darum, dass ein Labelbetreiber, der kein Geld für ein anwaltliches Gutachten ausgibt, nach der Beschlagnahme einer Straftat angeklagt werden kann. Habe ich auch so geschrieben und du darfst es mir glauben, auch wenn sich die GSG9 nicht vor deinen Augen über Bootleg-Grabbeltische abgeseilt hat.

Grüße mond

01.08.2013 16:46 Uhr - Barry Benson
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Erfahrungspunkte von Barry Benson 724
@mondkrank
1. Habe ich nicht in Endlosschleife erzählt was ich fordere!
2. Die Filmbörsen waren nur ein Beispiel dafür, das z.B. kleine(!) Label wie CMV oder `84 Entertainment, ihre Filme(keine Bootlegs!), größtenteils ungeprüft in Deutschland veröffentlichen und scheinbar nicht so ein Problem damit haben, wie Du! Selbst namenhafte Größen wie z.B. Kinowelt(z.B.:Hellraiser 3, Rambo 2&3, Scream, Wishmaster 1&2, Hitcher u.s.w.) und Warner(z.B.: City Cobra, Die Brut, Scanner1-3 u.s.w.) hatten damals keine Probleme damit, selbst ungeprüfte Filme rauszuhauen! Es scheint also "problemloser" zu sein, als Du sagst! Ich glaube Dir ja, aber Du schreibst ja selber kann/könnte. Denn wenn es wirklich so oft vorkommen würde, das die Label mit ihrer ungeprüften Ware Probleme/Ärger kriegen, würden sie sich vorher ein Spio-Gutachten einholen oder es wahrscheinlich sein lassen, Filme ungeprüft zu veröffentlichen und die Liste der 131er wäre wesentlich größer! Es scheint also ein gutes Geschäft mit ungeprüften Filmen zu sein. Ich denke wenn es wirklich jemand stören würde, warum sagt man dann nicht, das nur noch geprüfte Filme in Deutschland zugelassen werden?
Das mit den Razzien war auch mehr auf die 131er(z.B.: Absurd von X-Rated und `84 Entertainment, kein Bootleg!!!) bezogen! Aber Du siehst ja selber, es scheint sich kein Schwein dafür zu interessieren!

Für mich war es das zum Thema: Vorabzensur!

Bis denne...;-)

01.08.2013 20:47 Uhr - mondkrank
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Doch Barry, du erzählst in Endlosschleife was du möchtest und was die Label gefälligst alles auf sich zu nehmen haben, damit du dir ungeschnittene Filme ins Regal stellen kannst. Problematisch finde ich dabei auch nur, dass es das einzige zu sein scheint, was dich an dieser Diskussion interessiert. Kein einziges Wort von dir hat bisher in irgendeiner Form kritischen Bezug auf die Hürden genommen, die den Labels in Deutschland aufgezwungen werden. Das gehört aber dazu, wenn du ernsthaft über das Thema sprechen möchtest und auch zum guten Ton, wenn du die Label kritisierst.

Ich weiß auch gar nicht wo ich anfangen soll, weil selbst mehrfache Wiederholungen ja anscheinend keinen Landeplatz bei dir finden. So habe ich bspw. glasklar hervorgehoben, dass gewisse Label, deren Fokus auf ungeschnittene Veröffentlichungen liegt, eine gewisse Reputation unter Filmfreunden genießen und daher davon auch gut leben können, trotz gewisser Werbeeinschränkungen. Kaum habe ich das ausgesprochen, kommst du mir mit 84 Entertainment an, die ja kein Problem mit dem Markt in Deutschland hätten. Danke für die Info Barry! Das ist eins von vielen Geschäftsmodellen, genau wie New Media sein eigenes Modell mit oftmals zensierten Medien fährt. Was du bis jetzt nicht verstanden hast ist, dass ein Label wie New Media in anderen europäischen Ländern ebenfalls unzensiert veröffentlichen würde und wir diese Diskussion gar nicht hätten. Wie passt das mit deiner Überzeugung zusammen, dass gewisse Vorabzensur nicht durch unsere spezielle Gesetzeslage verantwortet wird? Diese Antwort wäre interessant gewesen.

Außerdem: ich habe mehrfach mit Rechenbeispielen aufgezeigt, wieso eine FSK Prüfung oder gar Mehrfacheinreichung für Filme in Kleinauflage sich nicht rentiert in Deutschland. Du tust es als Propaganda und Verschwörungstheorie ab und forderst weiter, dass auch kleine Label es „probieren müssen“. Ich nehme auf die Notwendigkeit der rechtlichen Absicherung Bezug und du kommst als Gegenbeweis allen Ernstes mit Filmbörsen als Absatzmarkt an und irgendwelchen kruden Theorien, dass der Vertrieb mit ungeprüften Filmen ein gutes Geschäft sei, das die Label gar nicht weiter stört und es rechtlich deswegen wohl irgendwie passen muss, weil sonst ja alle zur SPIO/JK rennen würden. Idee: warum lassen die Label diese anscheinend überflüssigen Prüfungen nicht einfach ganz weg und verdienen sich im Deutschen Vertriebsparadies der ungeprüften Filme eine goldene Nase?

Du schaffst es nicht einmal ansatzweise, die rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge passend einzuordnen und zu gewichten. Stattdessen mutmaßt und spekulierst du dich mit ständig wechselnden Schauplätzen durch die Materie, ohne überhaupt die andere Seite mit einem Wort oder Gedanken zu würdigen. Sich Filme ins Regal stellen und Schickeria Diskussionen über Billiglabels in Foren zu führen ist eine Sache, damit Überzeugungsarbeit zu leisten eine andere. Ich empfehle dir dringend dich mehr mit den Hintergründen zu befassen und dich über die Vertriebsschwierigkeiten und künstlichen Hürden in unserem Land zu informieren. Solange du nicht erkennst, dass eine nicht erteilte FSK Freigabe ein Sanktionsmittel in unserem Land darstellt, wird sich die Diskussion ewig im Kreis drehen. Es geht um einen zeitgemäßen Jugendschutz und der Achtung von Kunstfreiheit und nicht darum mit Ignoranz und Halbwissen einen Misstand in unserem Land auszusitzen, während du dir fein säuberlerich Filme ins Regal stellst.

Grüße mond

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