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Terminator 2: Tag der Abrechnung

zur OFDb   OT: Terminator 2: Judgment Day

Herstellungsland:USA (1991)
Genre:Abenteuer, Action, Drama,
Science-Fiction, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,59 (253 Stimmen) Details
23.11.2017
Muck47
Level 35
XP 51.596
Vergleichsfassungen
4K-Remastered 2017 / 3D-Re-Release
Label Studiocanal, Blu-ray
Land Deutschland
Freigabe FSK 16
Laufzeit 137:08 Min. (133:07 Min.)
Kinofassung (2009 Blu-ray)
Label Studiocanal, Blu-ray
Land Deutschland
Freigabe FSK 16
Laufzeit 137:20 Min. (132:36 Min.)
Vergleich zwischen der 4K-Restauration auf der 2017 veröffentlichten deutschen Blu-ray (ursprünglich angefertigt für das 3D-Kino-Re-Relase, auch auf 2D-Blu-ray enthalten) und der Kinofassung auf der deutschen Blu-ray aus dem Jahre 2009


Die Kino- und Heimkino-Auswertungen von Terminator 2


Zu James Camerons legendärem Terminator 2 muss man hier wohl nicht mehr viel sagen: Absolutes Pflichtprogramm für jeden Filmfan und auch heute noch mitreißend bis zur letzten Minute. Deutlich tiefer in die Hintergründe zu z.B. Dreharbeiten, Deleted Scenes und verschiedenen Filmfassungen sind wir bereits im Schnittbericht zur Special Edition eingegangen. Diese 16 Minuten längere Fassung erschien 1995 auf amerikanischer Laserdisc und ist seit DVD-Zeiten auch in Deutschland weit verbreitet. Ein nochmal um zwei Deleted Scenes aufgestockter Ultimate Cut feierte nach Auswertungen im Ausland 2009 auch auf der deutschen Blu-ray seine Premiere. Alle drei Filmfassungen sind hier an Bord und so sieht es prinzipiell auch mit der nun besprochenen 2017er Blu-ray-Neuauflage aus Deutschland aus - aber dazu weiter unten noch mehr.

Anlass für die neue Blu-ray und damals Grund für Vorfreude bei Fans war eine Wiederaufführung im Kino in neu restaurierter und in 3D konvertierter Form. Diesen Schritt ging Cameron zuvor bereits mit Titanic und im Falle von Terminator 2 war das besonders interessant, da das erstmals 2009 ausgewerte HD-Master nicht nur altersbedingt heutzutage einige Schwächen aufweist. Eine US-Neuauflage im Jahre 2015 zauberte zwar immerhin wieder ein bisschen Filmkorn und Schärfe zurück, eine allzu große Verbesserung war das letztendlich aber auch nicht. Die mit dem Re-Release einhergehende 4K-Restaurierung wurde von Filmfans entsprechend heiß erwartet - auch wenn recht früh klar gestellt wurde, dass das zusätzliche Material der beiden eingangs erwähnten Langfassungen nicht restauriert wurde bzw. nur die Kinofassung diese Behandlung bekam.

Wie wir hier zusammengefasst haben, folgten der Kinoauswertung diverse Heimkino-Auflagen: Neben DVD und 2D-Blu-ray sind ein 3D-Blu-ray-Steelbook (mit zusätzlicher 2D-Disc) sowie eine 4K-UHD-Variante erhältlich. Letztere ist auch in einer Sonderedition mit einer Replik des berühmten T-800-Endo-Arms zu haben. Was damals noch nicht bekannt war und nun mit den vorliegenden Discs endgültig bestätigt werden kann: Obwohl das Zusatzmaterial nicht restauriert wurde (und entsprechend qualitativ abfällt), sind wieder die Special Edition und der Ultimate Cut zusätzlich auf den Discs anwählbar.



Terminverschiebungen, weltweite VÖs und Gerüchteküche


In der eben verlinkten News war noch von einer VÖ Anfang Oktober die Rede. Das verschob sich zuerst auf Ende des Monats, dann auf Ende November. In Deutschland hat sich Studiocanal zumindest an dieses letzte Versprechen gehalten und ist damit insbesondere den Amerikanern voraus: Die dort von Lionsgate angekündigte Auswertung wurde nämlich lange auf unbestimmt verschoben, aktuell steht wohl noch Ende Dezember im Raum. Bei solch einem großen Titel brachte dies natürlich einigen Unmut in Filmforen mit sich und es kam zu Spekulationen, was wirklich für die Verzögerung verantwortlich war.

Grund zur Beunruhigung gab auch ein vorab von Usern im Blu-ray.com-Forum zitiertes Review zur UHD-Scheibe von Home Cinema Choice, welches Anfang November auch online veröffentlicht wurde. Der mit 2,5/5 Punkten abgeschlossene Teil zur Bildqualität wurde vor allem damit begründet, dass man wohl zur 3D-Aufbereitung Filmkorn radikal entfernt hat und nur diese nachbearbeitete Variante dann nun auch genau so auf den 2D-Scheiben gelandet ist. Die ohne Frage vorhandene Qualität der 4K-Restaurierung wurde damit quasi unnötigerweise geschmälert, da so etwas in einer 2D-Auswertung im Normalfall vermieden werden sollte.

Schon Home Cinema Choice erfuhr kurz vor Druckschluss auch von der VÖ-Verschiebung und in besagtem Review findet man auch einen kurzen Kommentar. Studiocanal hätte versichert, dass hier lediglich eine Produktionsverzögerung vorliegt und die finale Disc genau dem Review-Exemplar entsprechen würde. Die Vorbesteller der Variante mit Endo-Arm mussten unabhängig davon nochmal eine Verzögerung auf unbestimmte Zeit in Kauf nehmen und im Cinefacts-Forum wurde hier eine recht umfangreiche Antwort von Studiocanal auf einer User-Nachfrage gepostet. Hier betont Studiocanal, dass die auf den Discs enthaltene Version der von James Cameron persönlich freigegebenen 4K-Restaurierung entspricht und das Master zudem "von einem Studio für alle weltweiten Releases hergestellt" wurde. Im Grunde bestätigte man damit also, dass tatsächlich die 3D-Nachbearbeitung auch Basis für die 2D-/UHD-Scheibe war und nahm sogleich die Hoffnung, dass man weltweit noch mit einer anderen Version rechnen kann.

So oder so: In Deutschland sind die VÖs ab dem 23.11.2017 überall erhältlich, in Großbritannien folgen sie (ebenfalls von Studiocanal!) am 04.12.2017. Der Termin für die USA von Lionsgate bleibt weiterhin etwas unklar. Und nach dieser langen Vorgeschichte kümmern wir uns dann auch um die nun hierzulande als Premiere anzutreffende neue Blu-ray von Terminator 2 bzw. können erklären, warum es nun einen weiteren Schnittbericht gibt...



Digitale Nachbearbeitung für das Re-Release: James Cameron did it again


Zu erst einmal sei zur Bildqualität zu sagen, dass man die Bedenken prinzipiell bestätigen kann: Ja, die deutschen Studiocanal-VÖs offenbaren eindeutig Filter-Nachbearbeitung. Dennoch ist ein massiver Qualitätssprung nicht zu leugnen.

Was aber der eigentliche Grund für diesen Schnittbericht ist und auch an der im gleichen Post schon einzeln mit HD-Screenshots festgehaltenen Tatsache angedeutet wurde, dass man Arnies Stuntdouble in einer Szene digital mit dem echten Arnie ersetzt hat: James Cameron ließ es sich erneut nicht nehmen, nochmal Hand anzulegen. Schon bei Titanic erwähnte er explizit nur eine Einstellung, die er nachträglich digital verändert hätte - und bei der dann veröffentlichten Fassung gab es etliche weitere digitale Anpassungen, meist um Filmfehler nachträglich zu kaschieren. Aliens - Die Rückkehr ist ein weiteres Beispiel: Auf Blu-ray gab es plötzlich ein paar kleine Anpassungen.

Darüber kann man sicher geteilter Meinung sein: Einen Fan-Aufschrei wie bei George Lucas' berüchtigen Anpassungen der Star Wars-Filmen gab es nicht, wobei das dort eben auch nochmal tiefergreifende, inhaltliche Änderungen waren. Dennoch ist es schon kurios, wie Cameron (vielleicht auch um ähnlicher Kritik an nachträglichen Eingriffen vorzubeugen) schon damals fälschlicherweise behauptete, dass er eben bei lediglich einer Szene nochmal nachgebessert hätte. Genau das hat er auch bei Terminator 2 wieder getan: Um das Kino-Release herum erwähnte er in einem Interview mit Entertainment Tonight, dass er ausschließlich an einer Einstellung Hand angelegt hätte. Und siehe da, auch hier ist das schlicht gelogen in Anbetracht der im Folgenden dokumentierten zusätzlichen Anpassungen.



Was wurde für das Re-Release von Terminator 2 geändert?


Zuerst einmal sei genannt, was auch Cameron eingestand: Die spektakuläre Aufnahme vom hinter John Connor von der Brücke in den Kanal krachenden Truck offenbarte im Original, dass die Windschutzscheibe auf beiden Seiten herausbricht. Bei diversen Folgeeinstellungen verursachte das einen Anschlussfehler, da die Scheibe(n) dort noch drin sind. Für das Re-Release bleibt die Scheibe beim Aufprall nun intakt. Ein kleiner und professionell umgesetzter Eingriff, der dem Film im Grunde nur zugute kommt.

Ähnlich sieht es mit ein paar weiteren Filmfehlern aus, welche von in der Hinsicht versierten Fans vielleicht liebgewonnen wurden, aber nun im Grunde nur eine dezente und eher zu begrüßende Anpassung ausmachen:
Für gerade mal drei kurze Einzelbilder sah man bei der Barprügelei zu Beginn, wie sich eine Messer-Attrappe verbiegt.
Ein wenig Kamera-Equipment wurde bei zwei Aufnahmen des LKWs digital entfernt.
Bei einem Auto-Stunt auf der Flucht vor dem T-1000 war früher im Kofferraum noch kurz ein Stuntfahrer zu sehen und gleich danach erneut Kamera-Equipment.
Als der am Arm verletzte Arnie sich im Finale befreit, sah man gegen Ende einer Einstellung deutlich, dass sein echter Arm in einer Art Strumpf versteckt herumbaumelt.
Kurz darauf sind Fäden sichtbar, mit denen der Roboterarm gelenkt wurde.

Eine besonders markante Anpassung findet sich dann noch genau im Umkreis der Windschutzscheiben-Szene, weshalb es schon ein wenig verwundert, dass Cameron diese nicht auch gleich eingestanden hat. In ein paar Einstellungen sah man sein Stunt-Double Peter Kent, besonders bei der zweiten ist das andere Gesicht doch schon recht auffällig. In diesen Momenten wurde nun nachträglich Schwarzeneggers Kopf digital darüber gelegt. Ein irgendwie durchaus etwas "größerer" Eingriff, aber ja auch nicht unbedingt schlecht - was übrigens auch der "betroffene" Stuntman selbst in einem Interview kommentierte.

Zu guter Letzt kommt noch eine Kuriosität dazu: Als der T-1000 in der Vergangenheit landet und zuerst noch nackt herum läuft, konnte man mit geübtem Auge bei einer Drehung von ihm ansatzweise Robert Patricks Genitalbereich erkennen. Ob das nun an der durch 4K und 3D im Kino nochmal "aufdringlicheren" Bildqualität liegt, man sich um eine jugendgefährdende Wirkung sorgte oder das Cameron schon immer störte: Dieser kleine Teil ist nun retuschiert worden. Je nach Auslegung kann man das wohl Zensur nennen - es ist aber beileibe nicht so spektakulär, wie es vielleicht klngen mag.

Insgesamt sei nochmal betont, dass all diese Änderungen in sowohl 3D- als auch 2D-Fassung auf der 2017er-Blu-ray-Neuauflage festzustellen sind. Obwohl diese beiden Varianten somit fassungstechnisch identisch sind, weicht z.B. der Bildausschnitt übrigens aber doch leicht ab.



Lohnt sich die 2017er-Version denn nun & wurden alle Filmfehler korrigiert?


Der erste Teil der Frage ist etwas schwer zu beantworten und von zwei Blickwinkeln zu betrachten:
Die im Schnittbericht dokumentierten Abweichungen zur Original-Kinofassung sollten auch Puristen eigentlich nicht weiter stören, letztendlich kommen sie dem Film eher zugute. Und auf den Ansatz von Robert Patricks Genitalbereich kann man in einer solchen Produktion wohl nun wirklich verzichten. Jedenfalls (erneut) weit entfernt von George Lucas' Eingriffen in seine Erfolgsfilme, dennoch kurios, dass James Cameron überhaupt ebenfalls derart digital nachbessert.
Die DNR-/Filter-Bearbeitung ist wirklich schade und es bleibt ein wenig Hoffnung, dass im Ausland oder schlicht später doch nochmal eine in der Hinsicht unbehandelte Auswertung folgt. Auch weitere Fehler, wie die in der deutschen Tonspur (kratzig & mit Neusynchro-Fetzen bei vorhandener Originalsynchro), wurden ärgerlicherweise auf die Neuauflage übernommen. Dennoch: Das Upgrade in der Bildqualität bleibt auch trotz der Mängel noch enorm. Die neue Blu-ray offenbart gerade im Vergleich dann eben doch viel mehr Details, wie man es in HD erwartet.

Was Filmfehler angeht, muss man sich jedoch keine "Sorgen" machen: Davon gibt es immer noch mehr als genug, Cameron hat da keineswegs ALLES nochmal überarbeitet. Auch in der 2017er Fassung bemerkt der aufmerksame Fan so z.B. immer noch plötzlich wieder verschwindende Einschusslöcher auf Arnies Lederjacke, sichtbare Dummys bei Autostunts, innerhalb einer Szene mehrfach wechselnde Nummernschilder, schon vor dem Aufprall vorhandene Löcher in einer Wand oder John läuft auf dem Weg nach unten zum Parkhaus mehrfach an einem "Level 2"-Schild vorbei. Auch Crew-Mitglieder sind hier oder da im Hintergrund auszumachen und Kamera-Equipment ist als Spiegelung für ein paar Frames zu sehen. Für weitere Infos dazu sei auf z.B. den Movie Mistakes-Eintrag, die imdb-Goofs-Übersicht oder dieses sowie jenes Video verwiesen - ohne diese Vorarbeit wäre uns auch manches im folgenden Schnittbericht sicher nicht aufgefallen.

Schmälern sowohl digitale Anpassungen oder noch vorhandene Filmfehler den Filmgenuss bei normalem Schauen? Keineswegs, so oder so bleibt Terminator 2 ein Klassiker der Filmgeschichte.



Laufzeitangaben sind nach dem Schema
2017 Remastered Blu-ray (2D) / 2009 Blu-ray (Kinofassung)
angeordnet
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